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Rheinischer Sauerbraten mit Rotkohl & Klößen – das Rezept

Saturday, November 12th, 2011

Obwohl die Vorbereitungszeit ziemlich groß ist, entschloss ich mich eigentlich schon letztes Wochenende dazu mich endlich mal am Sauerbraten zu versuchen, um genau zu sein an der Rheinischen Variante mit Rosinen. Dazu schaute ich mir einige Rezepte hierzu an und versuchte dann das Beste aus allen zu einer eigenen Variante zu kombinieren. Einige sprachen davon das Fleisch nur 2-3 Tage einzulegen, da ich aber weiß dass Marinade nur ca. 1 cm pro Tag ins Fleisch einzieht entschloss ich mich dazu den Anleitungen Folge zu leisten die das Fleisch für ganze sieben Tage, also eine Woche einlegten. Und das Ergebnis war wie ich fand mal wieder sehr gelungen, daher möchte ich die Gelegenheit nutzen es hier mal kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 – 4 Portionen?

850-900g mageren Rinderbraten, z.B. aus der Hüfte
04 - Zutat Rinderbraten

Für die Marinade:

Gewürze: 9 schwarze Pfefferkörner, 2 Lorbeerblätter, 5 Wacholderbeeren und 3 Nelken
01 - Zutat Marinade Gewürze

Gemüse: 1 Bund Suppengemüse / Wurzelgemüse, 1 Zwiebel und 2 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Marinade Gemüse

300ml Rotwein (trocken) und 150ml Rotweinessig
03 - Zutat Marinade Wein und Rotweinessig

sowie eine kräftige Prise und Zucker und etwas Salz

Außerdem benötigen wir für den Braten:

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

200ml Bratenfond
06 - Zutat Bratenfond

1,5 bis 2 EL Honig
07 - Zutat Honig

50-60g Soßenkuchen (ein spezieller Lebkuchen – findet man fertig im gut sortierten Supermarkt)
08 - Zutat Soßenkuchen

1 Handvoll Rosinen
09 - Zutat Rosinen

sowie etwas Pflanzenöl oder Butterschmalz zum braten

Außerdem brauchen wir noch:

Kartoffelklöße (Ich wählte fertige im Kochbeutel)
10 - Zutat Kartoffelknödel

1 große Dose Rotkohl
11 - Zutat Rotkohl

2 Nelken und 1 Lorbeerblatt (Optional für den Rotkohl)
12 - Zutat- Nelken und Lorbeerblatt

2-3 TL Preiselbeer-Gelee (Optional für den Rotkohl)
13 - Zutat Preiselbeergelee

Wir beginnen also sieben Tage bevor wir das Gericht zubereiten wollen erst einmal damit, das Fleisch einzulegen. Dazu waschen wir das Gemüse und zerkleinern es grob
14 - Gemüse grob schneiden

geben es in ein Behältnis, addieren die Gewürze in Form von Lorbeerblättern, Pfeffer, Wacholderbeeren und Nelken
15 - Gemüse und Gewürze in Schüssel-geben

und gießen es dann mit Rotwein und Rotweinessig auf.
16 - Mit Wein und Rotweinessig aufgießen

Außerdem geben wir – als geschmacklichen Gegensatz zu der Säure des Essigs – noch eine großzügige Menge Zucker (2-3 TL) sowie eine Prise Salz hinzu
17 - Mit Salz und Zucker würzen

und verrühren alles kräftig miteinander.
18 - Verrühren

Anschließend geben wir die so entstandenen Beize oder Marinade gemeinsam mit dem Fleisch in ein verschließbares Behältnis und lassen es für sieben Tage im Kühlschrank ruhen, wobei wir es alle ein bis zwei Tage wenden. Ich entschied mich hier für eine große Gefriertüte, aus der ich die Luft herauspresste und sie dann mit einem Klipp verschloss. Eine Schüssel legte ich aber trotzdem unter, man weiß ja nie.
19 - Fleisch in Wein-Essig-Gemüse-Mischung einlegen

Eine Woche später:

Nach einer Woche entnehmen wir das eingelegte Fleisch aus dem Kühlschrank und legen es trocken. Dabei bitte sorgfältig die Oberfläche des Fleisches absuchen, denn durch das lange liegen drückt sich gerne mal eine Wacholderbeere oder Nelke in die Oberfläche, die wir später natürlich nicht im Sud haben wollen. Das Gemüse mit der Marinade legen wir bei Seite, da wir es später noch einmal benötigen
21 - Fleisch aus Marinade nehmen

Jetzt schneiden wir eine Zwiebel in Würfel
20 - Zwiebel zerkleinern

und braten das Fleisch dann in einem großen Topf oder einem Bräter in etwas Pflanzenöl oder Schmalz kräftig rundherum an. Zum Wenden sollte man dabei aber eine Zange verwenden, da wir an dieser Stelle verhindern sollten das Fleisch anzustechen und den Bratensaft austreten zu lassen. Hier ist Vorsicht geboten, denn das Fleisch ist noch feucht und es spritzt daher beim Braten etwas.
22 - Fleisch von allen Seiten scharf anbraten

Ist das Fleisch von allen Seiten angebraten, schalten wir die Kochplatte etwas herunter und geben die Zwiebelwürfel hinzu, die wir goldbraun werden lassen
23 - Zwiebeln mit rösten

dann geben wir den Honig hinzu und lassen ihn kurz karamellisieren.
24 - Honig dazu und karamellisieren-lassen

Durch ein Sieb – damit verhindern wir dass Gewürze oder Gemüse mit in den Topf fällt – gießen wir nun etwa die Hälfte der Marinade-Flüssigkeit aus Rotwein und Rotweinessig hinein
25 - Marinade angießen

gießen den Bratenfond auf
26 - Bratenfond dazu

und lassen dann alles für etwa zwei Stunden auf mittlerer Stufe geschlossen langsam vor sich hin schmoren
27 - Geschlossen schmoren lassen

wobei wir es etwa alle 30 Minuten vorsichtig wenden.
28 - Gelegentlich wenden

Nach den zwei Stunden können wir dann zuerst einmal die Kartoffelklöße ansetzen.
30 - Klöße ansetzen

Dann entnehmen wir den Braten und stellen ihn warm. Ich wickelte ihn dazu in etwas Alufolie ein. Das Fleisch war zu diesem Zeitpunkt bereits so schon zart und mürbe, dass ich Probleme hatte es mit der Zange zu greifen.
29 - Braten entnehmen

Nun bröseln wir das Soßenenkuchen nach und nach in den Sud
31 - Soßenkuchen hinein bröseln

verrühren ihn gut
32 - Gut verrühren

und lassen alles kurz aufkochen damit sich der Soßenkuchen gut auflöst. Danach können wir die Kochplatte auf die niedrigste Stufe schalten.
33 - Kurz Aufkochen lassen

Anschließend geben wir noch die Rosinen hinein.
34 - Rosinen hinein

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt das Rotkraut mit den Gewürzen und etwas Wasser aufzusetzen.
35 - Rotkohl aufsetzen

Während der Rotkohl kocht, wickeln wir unser warm gestelltes Fleisch aus der Alufolie und schneiden es in Scheiben. Dabei sollten wir unbedingt auf die Maserung achten und entgegen dieser schneiden, da ansonsten das Fleisch zerfasert.
36 - Fleisch schneiden

Das so zerteilte Fleisch legen wir zurück in die Sauce damit es wieder auf Temperatur kommt.
37 - Fleisch zurück in Sauce geben

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Preiselbeer-Gelee unter das Rotkraut zu rühren – das gibt dem Gemüse noch zusätzlich eine angenehm fruchtige Note wie ich finde.
38 - Gelee in Rotkohl einrühren

Sobald die Klöße fertig gekocht sind
39 - Klöße fertig

schrecken wir sie noch unter kalten Wasser ab
40 - Klöße abschrecken

und können anschließend unser fertiges Gericht servieren.
41 -  Sauerbraten mit Rotkohl & Klößen - serviert

Diese europäisch-deutsche Variante eines süß-sauren Gerichts ist doch immer wieder ein Genuss wie ich feststellen durfte. Das Fleisch war durch die lange Zeit die es in der Marinade verbracht hatte angenehm zart und durch das schmoren zusätzlich vor allem außen etwas Mürbe geworden. Ganz innen war es wiederum noch etwas fester, aber zum Glück nur leicht trocken – dabei erwies sich der Geschmack als ganz leicht säuerlich so wie es sein sollte. Die dickflüssige Sauce, die durch die Beigabe von Soßen-/Lebkuchen und Rosinen einen etwas süßeren Geschmack angenommen, was wunderbar mir dem Fleisch harmonierte. Gemeinsam mit dem fruchtigen und würzigen Rotkraut und den Kartoffelklößen als Sättigungsbeilage ein wirklich sehr gelungenes Gericht.
42 - Sauerbraten mit Rotkohl & Klößen - CloseUp
Ich hatte ja zuerst befürchtet dass das Fleisch bei so langer Liegezeit im Kühlschrank verderben könnte, doch dank des Einlegens in Essig und Wein hatte es keinerlei Schaden genommen und erwies sich nach dem Braten als wahrer Genuss. Für meinen ersten selbst gemachten Sauerbraten konnte ich wirklich sehr zufrieden sein und hoffe mit dieser bebilderten Anleitung dem einen oder andere Hobbykoch eine Anregung für ein wirklich leckeres Gericht gegeben zu haben.

Guten Appetit

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel [20.10.2011]

Thursday, October 20th, 2011

Eigentlich stand mit Asiatischen Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce und vor allem Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry zwei recht verlockende Gerichte im Angebot der Asia-Thai-Theke und auch die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter und das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip bei Vitality klangen nicht schlecht, doch mit dem Sauerbraten mit Semmeknödel und Blaukraut in der Abteilung Tradition der Region fand sich heute ein Gericht auf der Speisekarte, dass mich alle anderen Angebote vergessen ließ. Ich liebe nun mal Sauerbraten und wenn er noch mit Blaukraut und Knödel serviert wird kann ich einfach nicht widerstehen. Passend dazu nahm ich mir noch eine Portion Bayrische Creme von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmeknödel

Für einen Kantinen-Sauerbraten erwies sich dieses Gericht als wirklich gelungen. Wenn man bedenkt dass man einen richtigen Sauerbraten einige Tage einlegen muss stellte sich mir natürlich die Frage ob man hier auch diesen Aufwand betrieben hat. Geschmacklich konnte ich auf jeden Fall keinen großen Unterschied feststellen, das Fleisch war durchgehend mit der säuerlichen Marinade vollgesogen und durch längeres Schmoren angenehm mürbe und dennoch saftig. Dazu gab es einen angenehm großen Semmelknödel, der sich von der Struktur her zwar als recht fest erwies, dadurch aber in seinem guten Geschmack nicht groß beeinflusst wurde – auch wenn er lockerer natürlich noch etwas besser gewesen wäre. Am Blau- oder Rotkraut schließlich gab es wiederum gar nichts zu meckern und auch die luftig-lockere Bayrische Creme mit Vanillegeschmack gab keinen Anlass zur Kritik. Ich war sehr zufrieden, ein klassisches Gericht der gutbürgerlichen deutschen Küche. Muss ich demnächst auch mal selbst kochen – das mehrtägige Einlegen nehme ich dabei gerne in Kauf.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala lagen heute aber entgegen meiner Erwartung aber die Spaghetti Bolognese auf dem ersten Platz, der Sauerbraten folgte aber schon auf Platz zwei, mit sehr knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten die somit den dritten Platz belegten. Auf Platz vier folgte schließlich das Kräuter-Ofengemüse. Hatte ja wirklich gedacht dass mehr Gäste meine Vorliebe für Sauerbraten teilen, doch da hatte ich mich wohl geirrt.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: +
Bayrische Creme: ++

Rinderrouladen mit Rotkraut & Klößen – das Rezept

Sunday, September 18th, 2011

Irgendwie war mir heute mal nach Rinderrouladen, ein klassisches Gericht der deutschen Küche das ich bevorzugt natürlich mit Rotkohl und Klößen zubereite. Das Rezept ist nicht sonderlich kompliziert, aber mit etwas Aufwand und Zeit verbunden – aber an so einem verregneten Sonntag wie heute hatte ich ja genügend Zeit für so etwas. 😉

Was brauchen wir also für zwei Portionen?

2 Stück Rindfleisch aus der Oberschale
01 - Zutat Rindfleisch

4 Scheiben dünn geschnittener, geräucherter Schinken (Bacon)
02 - Zutat Bacon

etwas mittelscharfer Senf – ich empfehle Dijon-Senf
03 - Zutat Dijon-Senf

2 eingelegte Gewürzgurken
04 - Zutat Gewürzgurken

1 größere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

1 mittlere Paprika – bevorzugt rot
06 - Zutat Paprika

1/2 Liter Gemüsebrühe
07 - Zutat Gemüsebrühe

1 Lorbeerblatt und 3 Nelken
08 - Zutat Gewürze

4 Kartoffelklöße (zwei pro Portion)
09 - Zutat Kartoffelknödel halb & halb

1 Dose Apfelrotkohl
10 - Zutat Apfelrotkohl

außerdem brauchen wir noch Salz und Pfeffer zum würzen sowie etwas Öl oder Butterschmalz zum anbraten.

Kommen wir nun zur Zubereitung. Zuerst schälen und schneiden wir erst einmal die Zwiebel, wobei wir eine Hälfte etwas gröber zerteilen und die andere Hälfte etwas feiner würfeln.
11 - Zwiebel grob schneiden

Außerdem vierteln wir die Gewürzgurken und teilen sie ggf. abhängig von der Breite der Rinderrouladen noch einmal quer.
12 - Gurken vierteln

Wenden wir uns nun den Rindsrouladen zu, das wir zuerst einmal mit einem Fleischklopfer ähnlich wie ein Schnitzel dünner klopfen
13 - Rouladen klopfen

und dann von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
14 - Salzen und Pfeffern

Dann bestreichen wir sie von einer Seite dünn mit Senf,
15 - Mit Senf bestreichen

belegen die bestrichene Seite mit den Baconstreifen
16 - Mit Bacon belegen

und belegen sie den Speck mit dem Gürkchen und den grob geschnittenen Zwiebeln.
17 - Mit Gurken und Zwiebeln belegen

Anschließend schlagen wir sie Längsseiten etwas nach innen damit der Belag nicht herausrutschen kann
18 - Seiten einklappen

und rollen sie dann auf. Damit sie sich nicht mehr öffnen können sichern wir sie am Ende dann noch mit einer Rouladennadel oder falls diese nicht im Haus sind mit einem Zahnstocher.
19 - Rollen und sichern

Bevor es dann ans kochen geht waschen, entkernen und zerschneiden wir die Paprika noch in größere Stücke.
20 - Paprika schneiden

In einem großen Topf zerlassen wir dann etwa einen halben Esslöffel Butterschmalz (der gibt meiner Meinung nach einen intensiveren Geschmack), lassen es heiß werden
21 - Butterschmalz zerlassen

und braten darin unsere Rouladen kräftig von allen Seiten an. Hier ist aber ein wenig Vorsicht geboten, denn das Fett spritzt dabei ziemlich stark und dass die Rouladen am Anfang etwas am Topfboden anpappen können ist fast schon normal – hier heißt es einfach diese vorsichtig zu lösen. Das scharfe Anbraten ist wichtig damit sich Röststoffe entwickeln die der Garmethode schmoren seine besondere geschmackliche Note gibt.
22 - Rouladen rundherum scharf anbraten

Sind die Rouladen rundherum gut angebraten, entnehmen wir sie, schalten die Platte etwas herunter und dünsten dann die verbleibenden Zwiebelstücke darin rundherum an.
23 - Zwiebeln andünsten

Sobald die Zwiebeln gut angedünstet sind gießen wir alles mit der Gemüsebrühe auf,
24 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

addieren die Paprikastücke
25 - Paprika addieren

und geben Lorbeerblatt und Nelken hinzu.
26 - Mit Lorbeerblättern und Nelken würzen

Anschließend lassen wir alles kurz aufkochen, drehen die Platte auf eine niedrige Stufe – ich nahm hier den zweiten Raster des Einstellknopfes – und legen dann vorsichtig die Rouladen wieder hinein.
27 - Rouladen zurücklegen

Für mindestens 90 Minuten, gerne mehr, lassen wir nun alles auf niedriger Stufe schmoren
28 - Zugedeckt schmoren lassen

wobei wir die Rouladen zwischendurch ein paar mal im Sud wenden und die Flüssigkeit umrühren.
29 - Zwischendurch wenden

Fünfzehn bis zwanzig Minuten vor Gar-Ende können wir dann auch damit beginnen, der Rotkohl zuzubereiten
32 - Rotkohl kochen

sowie die Kartoffelknödel nach Packungsbeschreibung zu kochen.
33 - Klöße zubereiten

Nach der langen Schmorzeit – ich hatte alles fast 2 Stunden vor sich hin schmurgeln lassen – entnehmen wir die Rouladen aus dem Topf
30 - Rouladen beiseite legen

und gießen dann den Sud durch ein Sieb ab. Nachdem die Masse etwas abgetropft ist, entnehmen wir Nelken und Lorbeerblatt und pürieren Paprika und Zwiebeln mit Hilfe eines Kochlöffels durch das Sieb.
31 - Abgießen und- pürieren

Den Sud geben wir dann zurück in den Topf, lassen ihn heiß werden,
34 - Sauce zurück in den Topf geben

dicken die Sauce alles mit etwas Mehl oder Saucenbinder ein
35 - Mit Mehl eindicken

und schalten die Platte etwas runter bevor wir die Rouladen zurück legen und etwas in der Sauce wieder richtig heiß werden lassen.
36 - Rouladen zurück legen

Sind Klöße und Rotkraut fertig gekocht können unser Gericht servieren und genießen.
37 - Rinderrouladen mit Rotkohl & Klößen - Serviert

Auch wenn das Gericht mit selbst gefertigten Klößen und Rotkohl natürlich noch etwas ausgefeilter gewesen wäre, so war ich doch überaus zufrieden. Die Rinderrouladen mit ihrer würzigen Füllung aus Gewürzgurkenstückchen, Zwiebeln, Räucherschinken und Senf erwiesen sich dank ihrer langen Schmordauer als angenehm geschmacksintensiv, wobei das Fleisch wie beim Schmoren üblich etwas mürbe geworden war, was es aber nicht etwa zäh, sondern eher locker machte. Gemeinsam mit der pikanten Sauce, der die pürierten Zwiebel und Paprika eine wirklich unglaublich intensive Geschmacksnote gegeben hatten, sowie dem Rotkraut als Gemüse und den Kartoffelknödeln als Sättigungsbeilage ein wunderbares Sonntagsgericht, das seinen Aufwand bei der Zubereitung mehr als gereicht wurde.

38 - Rinderrouladen mit Rotkohl & Klößen -  CloseUp

Eine interessante Variante wäre es noch gewesen etwas gewürzter Hackfleisch für die Füllung zu verwenden und ich bin sicher dass ich das auch noch einmal auszuprobieren werde. Ebenso interessant klang ein Füllung mit weiteren Gemüsesorten wie zum Beispiel Möhrenstreifen halte ich für eine interessante Idee. Aber auch bei der Sauce kann man noch etwas variieren und z.B. noch Suppengrün und/oder Rotwein begeben. Aber das sind nur Gedankenspielereien, für mich war auch die hier vorgestellte Zubereitung wirklich sehr gut gelungen. Kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiterempfehlen.

Guten Appetit

Lamm-Rotkohltopf mit Backpflaumen – das Rezept

Sunday, August 7th, 2011

Zwar handelte es sich bei dem Gericht das ich heute kochte wohl eher um etwas, dass man zeitlich in Herbst oder Winter einordnen würde, aber so etwas hat mich ja noch nie groß gekümmert und ich fand die Kombination von Zutaten so faszinierend dass ich einfach nicht warten konnte das Rezept mal auszuprobieren. Dabei handelt es sich um einen Lamm-Rotkohltopf mit Backpflaumen, den ich noch mit einigen mehr an Gewürzen kombinierte als er im Originalrezept beschrieben war. Und das Ergebnis war wirklich sehr gelungen muss ich sagen. Leider habe ich keinen kleineren Kohlkopf kriegen können, daher wurde die Portion heute mal wieder etwas größer.

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
1 Kopf Rotkohl (ca. 1 – 1,2kg)
01 - Zutat Rotkohl

ca. 650g Lammfleisch
02 - Zutat Lamm

400-450g Kartoffeln
03 - Zutat Kartoffeln

500ml Gemüsebrühe
04 - Zutat Gemüsebrühe

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

1/2 – 3/4 Apfel (Säuerliche Sorte)
06 - Zutat Apfel

150g Backpflaumen
07 - Zutat Backpflaumen

3-4 EL Essig (Ich hatte noch Weißweinessig vorrätig – es geht aber auch mit “normalem”)
08 - Zutat Essig

1-2 Lorbeerblätter
09 - Zutat Lorbeerblatt

sowie 2-3 Nelken, etwas Zimt, Pfeffer und Salz
10 - Zutat Gewürze

außerdem etwas Olivenöl zum anbraten und Petersilie zum garnieren

Bereiten wir erst einmal wie immer die Zutaten vor. Wir beginnen mit dem Kopf Rotkohl, den wir zuerst vierteln und von seinem Strunk befreien
11 - Rotkohl vierteln

um ihn anschließend in schmale Streifen zu schneiden.
12 - Rotkohl klein schneiden

Das Lammfleisch schneiden wir in mundgerechte Würfel und befreien es dabei von unschönen, fettigen Stellen. Beim Lammfleisch hatte ich auf die billigere Variante aus der Hüfte zurückgegriffen, weswegen ich leider viele fettige und unschöne Stellen wegschneiden musste. Doch zum zerschneiden und in einem Eintopf verkochen ist mit Lammlachse oder Filet auch wieder zu schade.
14 - Lamm zerteilen

Außerdem hacken wir natürlich die Zwiebel.
13 - Zwiebel hacken

In einem großen Topf lassen wir dann etwas Olivenöl heiß werden und braten die Lammfleischstücke darin rundherum an
15 - Lamm anbraten

wobei wir es auch gleich kräftig mit Pfeffer und Salz würzen.
16 - Fleisch würzen

Dann gebe wir die Zwiebeln hinzu und lassen sie einige Minuten mit dem Fleisch anschwitzen
17 - Zwiebeln hinzu

bevor wir den geschnittenen Rotkohl hinzu geben und einige Minuten mit anschmoren.
18 - Rotkohl anschmoren

Das gibt uns die Gelegenheit den Apfel zu vierteln, schälen und ein kleine Würfel zu schneiden.
19 - Apfel würfeln

Schließlich gießen wir den angeschmorten Kohl mit der Gemüsebrühe auf. Er sollte dabei nur etwa auf 3/4tel Höhe bedeckt sein, denn wie üblich fällt der Kohl beim Kochen deutlich in sich zusammen.
20 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

Außerdem geben wir auch unsere Apfelwürfel
21 - Apfelwürfel hinzu

sowie 2-3 Nelken und 2 Lorbeerblätter hinein.
22 - Lorbeerblatt und Nelken rein

Der Rotkohl braucht jetzt 30 bis 40 Minuten auf mittlerer Stufe um durch zu sein. Diese Zeit können wir dazu verwenden die restlichen Zutaten vorzubereiten.
Wir schälen also die Kartoffeln
23 - Kartoffeln schälen

und schneiden sie in kleine Rechtecke.
24 - Kartoffeln würfeln

Die Backpflaumen zerschneiden wir ebenfalls, die Kleineren halbieren, die Größeren vierteln wir.
25 - Backpflaumen schneiden

Nach etwa dreißig Minuten geben wir dann die Kartoffeln zum Rotkohl
26 - Kartoffeln hinzugeben

und rühren wenig später auch die geschnittenen Backpflaumen unter.
27 - Backpflaumen addieren

Des weiteren schmecken wir unser Gericht mit 3-4 Esslöffeln Essig
28 - Essig hinzugeben

einer Prise Zimt sowie noch einmal Salz und Pfeffer ab.
29 - Mit Gewürzen abschmecken

Jetzt lassen wir es noch einmal 15 bis 20 Minuten vor sich hin köcheln bis die Kartoffeln ganz durch sind. Zwischendurch können wir unser Gericht probieren und ggf. nachwürzen.
30 - probieren

Sind Kartoffeln und Kohl gut durch, können wir die Platte ausstellen und das Gericht noch heiß servieren, wobei wir es bei Bedarf mit etwas gehackter Petersilie garnieren.
31 - Lamm-Rotkohltopf / Lamb red cabbage stew - Fertiges-Gericht

Das Ergebnis war ein kräftiger, gehaltvoller Eintopf aus gut durchgekochten Rotkohl, Lammfleisch und Kartoffeln, denen die beigefügten Backpflaumen auch eine leicht süßliche Note gaben. In Kombination mit den gewählten Gewürzen ein wirklich sehr leckeres uns sättigendes Gericht, dass nicht nur zu kalten Herbst- oder Wintertagen, sondern auch an verregneten Sommertagen wie heute durchaus in den Speiseplan passt.

32 - Lamm-Rotkohltopf / Lamb red cabbage stew - CloseUp

Ich fand dass die gewählten Zutaten und Gewürze genau richtig aufeinander abgestimmt waren und weitere Zutaten absolut nicht notwendig oder auch nur denkbar sind. Zwar hatte ich noch mit dem Gedanken gespielt eine Möhre mit hinein zu schneiden, bin aber froh es nicht getan zu haben denn das hätte die Kochzeit nur unnötig in die Länge gezogen und den Kohl ggf. verkochen lassen. Die Kombination von Rotkohl, Lamm und Backpflaumen mag zwar etwas ungewöhnlich erscheinen, aber erwies sich im Ergebnis als sehr leckeres Mittagsgericht das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

Guten Appetit

Sauerbraten mit Semmelknödel & Blaukraut [16.06.2011]

Thursday, June 16th, 2011

Da ich ja gestern bereits Asiatisch gespeist hatte, ließ ich das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce und das Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln und Massaman Curry mal links liegen und wandte mein Hauptaugenmerk der regulär-westlichen Küche zu. Am kalorientechnisch Optimalsten wäre bestimmt das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus der Sektion Vitality gewesen, ein Gericht das hier und hier bereits mein Tablett geziert hatte. Aber auch die Spaghetti Bolognese mit Parmesan aus der Sektion Globetrotter klang ganz verlockend – meine Erinnerungen ab dieses Angebot von hier, hier ,hier, hier und hier waren recht positiv. Aber irgendwie hatte ich noch mehr Appetit auf den traditionell-regionalen Sauerbraten mit Semmelknödel und Blaukraut, den ich erst ein Mal hier probiert hatte. Dazu nahm ich mit noch ein Becherchen Mintcreme von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Semmelknödel & Blaukraut / marinated beef with dumpling & red cabbage

Die beiden dünnen Scheiben marinierter Rinderbraten erwiesen sich schon mal als gute Wahl – das Fleisch war zart und relativ Fettarm. Im ersten Moment war der Geschmack der Sauce etwas sehr Sauer, aber die je mehr ich davon verzehrte desto besser schmeckte sie. Passte beides wunderbar zusammen und wurde von dem schmackhaften Blaukraut und wirklich riesigen Semmelknödel komplettiert. Zwar war der Knödel was seine Konsistenz anging vor allem in Innersten recht bissfest, das hatte jedoch keinerlei Einfluss auf den Geschmack – für einen Kantinenknödel war er absolut in Ordnung. und mit der luftig-lockeren Mintcreme hatte ich einen schmackhaften und nicht zu süßen Nachtisch, der das heutige Mittagsmahl wunderbar abschloß.
Was die Vorlieben der anderen Kantinengäste anging schienen sich die Spaghetti Bolognese und der Sauerbraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen bei dem ich den Nudeln mit knappen Vorsprung schließlich den ersten Platz zubilligen würde. Nach dem Sauerbraten folgten schließlich auf Platz drei die Asia-Gericht und auf Platz vier das Ofengemüse. Das entsprach auch so ziemlich meinen Erwartungen – Bolognese waren bisher ja fast immer der Große Renner gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten mit Sauce: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: ++
Mintcreme: ++