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Entenbrust in Rotweinsauce – Resteverbrauch II [29.12.2019]

Sunday, December 29th, 2019
Duck breast in red wine sauce - Leftovers / Entenbrust in Rotweinsauce - Reste

Auch heute bediente ich mich noch einmal an den wirklich allerletzten Resten meiner Entenbrust in Rotweinsauce. Dieses Mal griff ich die Idee von gestern auf und briet die zuvor gewürfelten Kartoffelknödel mit etwas Butter in einer kleinen Pfanne an. Und ganz wie erwartet war das Ergebnis deutlich besser als hätte sie in der Mikrowelle erwärmt. Außen leicht knusprig und innen schön weich, fast wie frisch zubereitet. Aber auch das restliche Entenbrustfleisch, die Rotweinsauce und das Blaukraut, welche ich in der Mikrowelle warm gemacht hatte, waren noch in Ordnung. Damit habe ich aber für die nächste Zeit erst einmal genug Ente gegessen – so lecker sie auch war. Mal sehen was ich als nächstes koche…

Entenbrust in Rotweinsauce – Resteverbrauch [27.12.2019]

Friday, December 27th, 2019
Duck breast in red wine sauce - Leftovers / Entenbrust in Rotweinsauce - Resteverbrauch

Heute gab es die Reste meiner vorzüglichen Entenbrust in Rotweinsauce. Auch aufgewärmt noch sehr lecker, auch wenn die Entenbrust im frisch zubereiteten Zustand natürlich noch einen kleinen Deut schmackhafter und vor allem saftiger ist. Vielleicht hätte ich die Klöße noch anbraten sollen, dann hätte ich noch eine knusprige Komponente dabei gehabt, aber ich hatte eben Hunger und es musste schnell gehen. Vielleicht beim nächsten Mal… 😉

Niedrigtemperatur-Entenbrust auf Rotweinsauce mit Blaukraut & Knödeln – das Rezept

Thursday, December 26th, 2019

Nach dem Kartoffelsalat mit Würstchen vom Heiligabend sollte natürlich auch noch ein feines über die Feiertage geben. Dieses Jahr hatte ich mich für eine im Niedrigtemperaturverfahren bei 80 Grad gegarte Entenbrust auf Rotweinsauce entschlossen, die ich mit Blaukraut bzw. Rotkohl und Kartoffelklößen komplettierte. Allerdings wollte ich nicht den ganzen Tag in der Küche stehen, daher griff ich bei Rotkohl und Knödeln auf vorbereitet Ware zurück. Außerdem verschätzte ich mich bei der Menge der Sauce etwas, was heraus kam war letztlich etwas wenig – aber ich habe die Mengen im Rezept entsprechend angepasst, so dass es jetzt passen sollte. Insgesamt auf jeden Fall ein sehr leckeres Rezept, das mit überschaubaren Aufwand ein umfangreiches und leckeres Mahl auf den Tisch zaubert. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, dieses hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

2 Entenbrüste a 350-400g
01 - Zutat Entenbrust / Ingredient duck breast

2-3 Zweige Rosmarin
02 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

2-3 Zweige Thymian
03 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für die Sauce

200ml Entenfond
04 - Zutat Entenfond / Ingredient ducks fond

300ml trockener Rotwein
05 - Zutat Rotwein / Ingredient red wine

100ml Orangensaft
06 - Zutat Orangensaft / Ingredient orange juice

1 mittlere Zwiebel
07 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 Zweig Majoran & 1 Sternanis
08 - Zutat Majoran & Sternanis / Ingredient majoram & star anise

Für das Blaukraut

640g Apfel-Rotkraut
09 - Zutat Apfelrotkohl / Ingredient red cabbage

1 kleine Zimtstange & 2 Lorbeerblätter
10 - Zutat Zimtstange & Lorbeerblätter / Ingredient cinnamon stick & bay leafs

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Außerdem benötigen wir

750g fertiger Knödelteig
11 - Zutat Knödelteig / Ingredient dumpling dough

Beginnen wir damit den Ofen auf 80 Grad vorzuheizen. Dabei stellen wir die Auflaufform, in der wir später die Entenbrust garen wollen, schon einmal mit hinein. Dadurch bekommt unsere Entenbrust später keinen “Kälteschock” wenn wir sie von der Pfanne in den Ofen transferieren. 😉
12 - Auflaufform im Ofen vorheizen / Preheat casserole in oven

Anschließend waschen wir die Entenbrüste, tupfen sie trocken und entfernen eventuell noch vorhandene Federkiel-Reste aus der Haut
13 - Federkiele entfernen / Remove quills

und schneiden die Haut dann kreuzförmig ein, wobei wir aber darauf achten sollten nicht bis ins Fleisch hinein zu schneiden.
14 - Hautseite einschneiden / Cut in skin side

Dann würzen wir die Entenbrüste von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer, reiben die Gewürze etwas ein
15 - Entenbrust beidseitig mit Salz & Pfeffer würzen / Season duck breast from both sides with salt & pepper

und lagen sie mit der Hautseite nach unten in eine noch kalte Pfanne.
16 - Entenbrust in kalte Pfanne legen / Put duck breast in cold pan

Nun schalten die Kochplatte auf leicht erhöhte Stufe und erhitzen die Pfanne bis das Entenfett beginnt aus der Hautseite auszutreten. Ist dies der Fall, schalten wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe zurück und braten die Hautseite für 3-4 Minuten an, bis sie leicht gebräunt ist.
17 - Pfanne erhitzen & Hautseite anbraten / Heat pan & fry skin side

Anschließend drehen wir unsere Entenbrüste auf die Fleischseite und braten diese ebenfalls für weitere 3-4 Minuten an.
18 - Fleischseite anbraten / Fry meat side

Die so angebratenen Entenbrüste legen wir dann in die vorgeheizte Auflaufform, garnieren alles mit etwas Rosmarin und Thymian
19 - Mit Rosmarin & Thymian in vorgeheizte Form legen / Put in preheated casserole with rosemary & thyme

und lassen sie für 45-50 Minuten bei 80 Grad im Ofen gar ziehen. Die Kerntemperatur sollte dabei 60 Grad nicht überschreiten – leider habe ich mein Ofenthermometer auf die Schnelle nicht gefunden, daher musste ich nach Gefühl vorgehen.
20 - Ente im Ofen bei 80 Grad garen / Cook duck in oven on 80 degrees

Nachdem wir dann einen Topf mit Salzwasser zum garen der Knödel aufgesetzt haben
21 - Topf mit Wasser zum kochen der Knödel aufsetzen / Heat water to simmer dumplings

kneten wir den Knödelteig kräftig mit den Händen durch
22 - Kloßteig durchkneten / Kneat dumpling dough

und formen mit angefeuchteten Händen daraus 6 Knödel á jeweils 125g.
23 - Knödel formen / Form dumplings

Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel sehr fein,
23 - Zwiebel würfeln / Dice onion

geben die Zwiebelwürfel in das in der Pfanne verbliebene Entenfett
24 - Zwiebel ins Entenfett geben / Add onion to duck grease

und dünsten sie darin glasig an.
25 - Zwiebel im Entenfett andünsten / Braise onion in duck grease

Dann löschen wir alles mit den Enten-Fond ab,
26 - Mit Entenfond ablöschen / Deglaze ducks fond

gießen den trockenen Rotwein
27 - Rotwein addieren / Add red wine

sowie den Orangensaft hinzu
28 - Orangensaft hinzufügen / Add orange juice

und legen Sternanis und den Zweig Majoran ein um dann alles langsam zum kochen zu bringen.
29 - Sternanis & Majoran einlegen / Add star anise & majoram

Inzwischen müsste auch das Wasser im Topf heiß genug sein, damit wir die Knödel hinein geben und gar ziehen lassen können. Dabei sollte das Wasser aber nicht kochen, nur eben kurz vor dem Siedepunkt sein. Wenn die Knödel im Wasser liegen, sollten wir sie außerdem nach einiger Zeit anstupsen, damit sie nicht am Boden kleben bleiben.
30 - Klöße gar ziehen lassen / Let dumplings simmer

Parallel beginnen wir das Blaukraut mit zwei Esslöffeln Wasser, der Zimtstange und den Lorbeerblättern in einem weiteren Topf zu erhitzen und für 15-20 Minuten auf niedriger Stufe geschlossen und bei gelegentlichem rühren köcheln zu lassen.
31 - Rotkraut kochen / Cook red cabbage

Die Rotwein-Sauce lassen wir zeitgleich bei gelegentlichem rühren etwas einkochen und sich eindicken.
32 - Sauce reduzieren lassen / Let sauce reduce

Damit waren drei von vier Kochplatten sowie der Ofen belegt – ein Bild das sich auch bei mir eher selten bietet. 😉
33 - Auf dem Herd / On the stove

Schließlich entnehmen wir Sternanis und Majoran aus der Sauce, schmecken sie noch einmal mit Salz und Pfeffer ab und dicken sie bei Bedarf noch zusätzlich mit etwas dunklem Saucenbinder ein.
34-  Sternanis & Majoran entnehmen / Remove star anise & majoram

Außerdem erhöhen wir die letzten 3-4 Minuten noch einmal die Ofentemperatur auf 180 Grad, damit die Entenbrust zusätzlich bräunt.
35 - Kurz grillen / Roast shortly

Sobald die Knödel oben schwimmen, sollten sie gar sein. Wir lassen sie noch eine weitere Minuten oben schwimmen, dann entnehmen wir sie und stellen sie bei Seite.
36 - Klöße fertig gekocht / Dumplings finished cooking

Des weiteren schmecken wir unser Blaukraut noch einmal final mit Salz und Pfeffer ab.
37 - Rotkraut mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste red cabbage with salt & pepper

Dann ist es an der Zeit die Entenbrüste aus dem Ofen zu entnehmen,
38 - Entenbrust fertig gegart / Duck breast finished cooking

sie in nicht ganz fingerdicke Scheiben – gerne auch noch dünner – zu schneiden
39 - Entenbrust in Scheiben schneiden / Cut duck breast in slices

und sie dann mit Knödeln, Blaukraut und Rotweinsauce zu servieren und zu genießen.
40 - Duck breast in red wine sauce - Served / Entenbrust in Rotweinsauce - Serviert

Die Entenbrust war durch das Niedrigtemperaturverfahren im Inneren nicht nur schön rosa geblieben, sondern auch insgesamt noch wunderbar zart und saftig geblieben. Das Aroma von Rosmarin und Thymian war dabei leicht ins Fleisch eingezogen und gab ihm einen zusätzlich leckere Note. Aber auch die würzige und gleichzeitig leicht fruchtige Rotweinsauce erwies sich als überaus gut gelungen und passte wunderbar zur saftig-zarten Entenbrust. Blaukraut und Kartoffelknödel komplettierten schließlich das Ganze zu einem wunderbar gelungenen Weihnachtsgericht. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden, zumal die Zubereitung nicht allzu kompliziert gewesen war. Kein Essen für jeden Tag, zumal Entenbrust ja nicht gerade billig ist, aber für die Weihnachtszeit kann man sich so etwas schon mal gönnen. 😉

41 - Duck breast in red wine sauce - Side view / Entenbrust in Rotweinsauce - Seitenansicht

Guten Appetit

Geschmorte Hirschkeule in Rotweinsauce mit Rosenkohl & Spätzle [12.12.2018]

Wednesday, December 12th, 2018

Als ich heute las, dass man im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants eine Geschmorte Hirschkeule in Rotweinsauce mit Rosenkohl und Spätzle, war ich sofort hin und weg und wusste was ich wählen würde. Die Gebratene Forelle “Balkan Art” mit Rosmarinkartoffeln bei Vitality sah zwar auch gut aus und mit den beiden Lasagne-Varianten wie dem der Spinat-Ricottalasagne bei Globetrotter oder der Lasagne al Forno als Zusatz-Sonderangebot sowie den Asia-Speisen wie Gebratener Tofu mit frischem Gemüse und Tomatensoße oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Massamannsauce hätte ich ebenfalls gut Leben können, aber wenn schon einmal ein Wildgericht wie Hirsch auf der Karte steht, kann ich einfach nicht widerstehen. Hätte es das nicht gegeben, hätte ich wahrscheinlich bei der Forelle zugegriffen.

Braised haunch of venison with brussels sprouts & spaetzle / Geschmorte Hirschkeule mit Rosenkohl & Spätzle

Mein erster Test galt dem Rosenkohl, der sich erfreulicherweise schon mal als frisch und noch leicht knackig im Biss erwies – nicht so matschig und zerkocht wie ich ihn schon öfters von der Gemüsetheke erhalten hatte. Dazu gab es zwei Scheiben Hirschfleisch, die obere, kleinere Scheibe etwas dünner, dafür aber durchgehend zart, saftig und mager, die untere etwas dicker, aber leider mit einem durchwachsenen, leicht knorpeligen Rand versehen. Insgesamt aber wirklich sehr hochwertiges und gelungenes Fleisch. Dazu passte wunderbar sowohl die dickflüssige und angenehm würzige Rotweinsauce sowie die Spätzle bzw. Knöpfle als Sättigungsbeilage. Eine kluge Wahl das Gericht nicht wieder mit Klößen zu servieren, was ja auch denkbar gewesen wäre. Alles in allem also ein sehr gelungenes Gericht und mit 5,50 Euro auch nicht sonderlich teuer.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich die beiden Lasagne-Gerichte und die Hirschkeule ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei in der Lasagne-Fraktion die Lasagne al forno eindeutig die Nase vorne hatte. Letztlich konnte sich diese Lasagne auch durchsetzen und verwies die Hirschkeule auf einen guten zweiten Platz. Die Spinat-Ricottalasagne wurde noch von der Forelle Balkan Art überrundet und landete somit auf Platz vier, nur knapp vor den fünftplatzierten Asia-Gerichten.

Mein Abschlußurteil:
Hirschkeule: ++
Rotweinsauce: ++
Rosenkohl: ++
Spätzle: ++

Putenrollbraten in Rotweinsauce mit Broccoli & Macaire-Kartoffeln [08.09.2017]

Friday, September 8th, 2017

Der Geschmorte Putenrollbratenin Rotweinsauce, dazu Broccoli und Macaire-Kartoffeln im Abschnitt Vitality sah heute so gut aus, dass ich die Tatsache dass ich bereits seit längerem keinen Fisch mehr verzehrt hatte und somit das Seelachsfilet Picatta Milanese mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter ignorierte und bei diesem Gericht zugriff. Der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Feng shi Tzau – Mie Nudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce oder San sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce wären eh nichts für mich gewesen.

Rolled turkey roast in red wine sauce with broccoli & Macaire potatoes / Putenbrollbraten in Rotweinsauce mit Broccoli & Macaire-Kartoffeln

Trotz allem gab es zwei kleine Kritikpunkte: Zum einen das leidige Problem mit der für meinen Geschmack recht dünn geratenen Sauce, darüber kann ich aber hinweg sehen. Außerdem fand ich es schade, dass man nur drei der überaus leckeren Macaire-Kartoffeln – im Grunde genommen eine Art Kroketten in anderer Form – auf den Teller getan hatte. Am zarten und saftigen Putenrollbraten gab es aber nichts auszusetzen, wobei hier auch die Menge überaus großzügig bemessen war. Und auch das Broccoli war noch angenehm frisch und knackig. In der Summe war auf jeden Fall ich sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl.
Bei den anderen Gästen konkurrierten heute in einem engen Rennen das Seelachsfilet und der Putenrollbraten um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala und ich war letztlich der Meinung, dass der Putenrollbraten mit knappen Vorsprung diese Position zuteil wurde. Nach dem somit zweitplatzierten Seelachsfilet Picatta Milanese folgten die Asia-Gerichte auf dem dritten Platz und dem Apfelstrudel schließlich auf einem guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Putenrollbraten: ++
Rotweinsauce: ++
Broccoli: ++
Macaire-Kartoffeln: ++

Brasato al Merlot – Tessiner Rinderbraten mit Linguine & Broccoli [04.05.2017]

Thursday, May 4th, 2017

Auch heute bot die aktuell in unserem Betriebsrestaurant stattfindende Schweizer Woche mit einem Brasato al Merlot – Tessiner Rinderbraten mit Linguine und Broccoli ein überaus verlockendes Gericht, dem ich nicht widerstehen konnte. Zwar war die Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites, die man bei Tradition der Region anbot, aber ich suche ja immer nach etwas besonderem. Daher kamen auf der Gemischte Salat mit gebackenen Camembert und Preiselbeeren, dazu Kräuterbaguett sowie die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane oder Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce auch nicht in die nähere Auswahl. Dazu nahm ich mir noch einen Krautsalat aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Brasato al merlot (Tessin roast beef with linguine & broccoli / Tessiner Rinderbraten mit Linguine & Broccoli)

Der KRautsalat erwies sich leider als vollkommener Fehlgriff, denn er bestand aus rohen, grob gehobelten Weißkohl mit etwas Essig und Kümmel, erschien dabei aber eher lieblos zusammengewürfelt. Schmeckte mir überhaupt nicht, daher ließ ich ihn nach zwei Bissen links liegen. Der Rinderbraten in seiner dickflüssigen, würzigen Rotweinsauce war wiederum wunderbar gelungen, denn das Fleisch war wunderbar zart und saftig geworden und zerfiel regelrecht auf der Zunge. Wirklich sehr lecker. Dazu passte gut das gedünstete Broccoli, das noch leichten Biss besaß und natürlich die einigermaßen al dente gekochten Linguine, also eine Art flache Spaghettinudeln. Ich bereute nur, dass ich mir keinen Löffel mit aufs Tablett getan hatte, denn mit Messer und Gabel alleine ließen sich die Nudeln nur schlecht verzehren. 😉
Dennoch war es – natürlich – die Currywurst, die sich heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Aber der Rinderbraten auf dem zweiten Platz lag ihr dicht auf den Fersen. Auf Platz drei sah ich heute die Asia-Gerichte, die aber nur knapp vor dem Camembert auf dem vierten Platz kamen.

Mein Abschlußurteil:
Rinderbraten: ++
Rotweinsauce: ++
Broccoli: ++
Linguine: ++
Krautsalat: –

Hirschrückensteak mit Rotweinjus, Schmorwirsing & Macairekartoffeln [23.11.2016]

Wednesday, November 23rd, 2016

Gestern hatte ich einen Tag Urlaub, da ich zu Hause zu tun hatte. Zum Glück hatte ich noch Reste von meinem Tomatenrahmschnitzel im Kühlschrank gehabt, so dass ich nicht Hungern musste. Doch leider hatte ich so auch den ersten Tag der Wildgerichte-Woche in unserem Betriebsrestaurant verpasst. Doch zum Glück ging diese heute weiter und mit einem Hirschrückensteak, frisch vom Grill, dazu krätige Rotweinjus, geschmorter Wirsing und Macairekartoffeln fand sich im Abschnitt Tradition der Region auch gleich ein interessantes Gericht, das allerdings mit seinem bereits reduzierten Preis von 6,50 Euro (13 Euro für Nicht-Betriebsangehörige) auch recht kostspielig war. Hinzu kam dass mit einem Rotbarschfilet mit Linsengemüse und Kartoffeln im Abschnitt Vitality auch ein Fischgericht zu finden war, das mein Interesse erweckte, um mehr als die Hälfte billiger war und meines Wissens so noch nicht angeboten worden war. Und das Zusatzangebot in Form einer Spätzlepfanne mit Mini-Fleischpflanzerl und Gemüse ebenfalls recht verlockend aussah. Das Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenen Asiagemüse in Hoi Sin Sauce und Nua Pad King – Rindfleisch gebraten mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer kamen nicht in die nähere Auswahl. Letztlich fiel meine Wahl dann aber doch auf das kostspielige, aber überaus verlockende Hirschrückensteak. Mehr brauchte ich aber dann heute auch nicht.

Venison steak with red wine sauce, savoy & Macaire potatoes / Hirschrückensteak mit Rotweinjus, Schmorwirsing & Macairekartoffeln

Und ich konnte mich glücklich schätzen, denn die Investition hatte sich dieses Mal wirklich gelohnt. Die drei angenehm großen Stücke Hirschrückensteak erwiesen sich als gut durchgebraten und dabei dennoch saftig und außerdem sehr gut gewürzt, ohne dass dabei der Wildgeschmack verloren ging. Die ebenfalls kräftig-würzige, leicht dickflüssige Rotweinsauce komplettierte schließlich den Fleischgenuss. Und der in Streifen geschnittene und durchgeschmorte, aber nicht zerkochte und daher noch leicht knackige Wirsing passte sehr gut als Gemüsebeilage. Hinter dem Begriff Macairekartoffeln verbargen sich schließlich kleine Kartoffelkuchen, die vom Aufbau her an etwas zu groß geratene Kroketten mit knuspriger Hülle und weichen, kartoffelbreiartigen Inneren. Hier handelte es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um industriell hergestellte Ware, aber sie waren sowohl Temperatur als auch Geschmack angingen absolut in Ordnung und hoben sich von den sonst übrlichen Sättigungsbeilagen etwas ab. Ein sehr gelungenes Wildgericht, dass seinen Preis meiner Meinung nach absolut Wert war. Ich war mit meiner Entscheidung sehr zufrieden.
Bei den anderen Gästen lag heute mit klarem Vorsprung das Putensteak “Picatta Milanese” am höchsten in der Gunst und konnte sich so den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte, trotz seines Preises, das Hirschrückensteak und den dritten Platz belegte die Spätzlepfanne. Platz vier konnte der Rotbarsch für sich einnehmen, der aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den Asia-Gerichten besaß.

Mein Abschlußurteil:
Hirschrückensteak: ++
Rotweinjus: ++
Wirsing: ++
Macairekartoffeln: ++

Holzfällersteak mit Rotweinsauce & Röstkartoffeln [11.10.2016]

Tuesday, October 11th, 2016

Der Pikante Bohnengulasch im Abschnitt Vitality klang im ersten Moment sehr gut, aber als ich ihn sah erschien er mir etwas zu dünn und mit etwas zu vielen großen grünen Bohnen. Kurz überlegte ich, ob ich beim Moo Pad Prik Bai – Gebackener Seelachs mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce zugreifen sollte, das neben Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, denn die Penne Rigate mit Tomatenragout und Thunfisch, dazu Parmesan bei Globetrotter schien mir heute nicht so das richtige, dann jedoch entschied ich mich doch für den Klassiker bei Tradition der Region, einem Holzfällersteak vom Schwein mit Rotweinsauce und Röstkartoffeln. Dazu gesellten sich noch ein Schälchen Flageolet-Bohnenkerne in einer Sahnesauce aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Steak from porkneck with red wine sauce & roast potatoes / Holzfällersteak mit Rotweinsauce & Röstkartoffeln

Beim Holzfällersteak, das wie üblich aus durchwachsener Schweineschulter hergestellt worden war, hatte ich leider ein recht kleines Exemplar erwischt, aber sowohl was Würze als auch Qualität anging gab es ansonsten nichts daran auszusetzen – zumal man es zusätzlich mit einer Portion leckerer geschmorter Zwiebeln garniert hatte. Die Rotweinsauce war leider mal wieder etwas dünn, aber was Würze und Geschmack anging war sie in Ordnung – auch wenn ich keine volle Punktzahl geben kann. Die angerösteten kleinen Salzkartoffeln waren wiederum etwas bissfest und hätten ein paar Minuten länger gegart werden können und erschienen etwas trocken. Also auch hier leider keine volle Punktzahl. An den knackigen Bohnenkernen in ihrer Knoblauch-Sahne-Sauce gab aber wiederum nichts auszusetzen.
Ganz entgegen meiner Erwartung waren es heute die Penne Rigate, die den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern konnte und selbst auf dem zweiten Platz konnten sich die Asia-Gerichte noch vor das Holzfällersteak schieben, das somit heute nur Platz drei für sich einnehmen konnte. Auf dem vierten Platz folgte schließlich der vegetarische pikante Bohnengulasch.

Mein Abschlußurteil:
Holzfällersteak: ++
Geschmorte Zwiebeln: ++
Rotweinsauce: +
Röstkartoffeln: +
Flageolet-Bohnenkerne in Sahnesauce: ++