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Reiberdatschi mit Apfelmus [01.03.2019]

Friday, March 1st, 2019

Trotz des Freitags hatte ich heute irgendie keinen Apptit auf Fisch, was schade war denn mit einem Kabeljaufilet auf sizilanische Art mit Baguette stand im Abschnitt Globetrotter ein mehr als nur akzeptables Gericht auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants. Und auch für die Gebratene Hühnerbrust mit Mangold und Paprika gefüllt, dazu Reis und Rahmsauce aus dem Abschnitt Vitality oder die Asia-Gerichte wie Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Tomatensauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce. Zum Glück bot man im Abschnitt Tradition der Region heute die einzige Süßspeise an, die ich mir als Mittagsmahl gefallen lasse: Reiberdatschi mit Apfelmus. Also griff ich heute mal bei diesem Angebot zu und bestreute sie noch etwas mit der Zimt-Zucker-Mischung die an der Theke bereitstand.

Potato pancake with apple sauce / Reiberdatschi mit Apfelmus

Zwar hätte ich persönlich wahrscheinlich noch etwas dünner und damit knuspriger gemacht, aber davon abgesehen erwiesen sich die servierten Reiberdatschi als wirklich sehr gut gelungen. Gut gewürzt und mit einem leichten Röstaroma durch das anbraten. Und auch die Portionsgröße erwies sich als absolut ausreichend, um einen Erwachsenen meiner Statur längerfristig zu sättigen. Nur bei Apfelmus war man leider etwas sparsam vorgegangen, hier hätte ich gerne noch etwas mehr von gehabt. Natürlich handelte es sich dabei um industriell hergestelltes Apfelmus, das recht süß und stark zerkleinert ist. Ich persönlich bevorzuge, wenn möglich, natürlich hausgemachtes – aber das wäre für eine Großküche wohl doch zu aufwändig. Trotzdem insgesamt aber eine gute Wahl und ich werde nicht zögern erneut zuzugreifen, wenn mal wieder hausgemachte Reiberdatschi auf der Speisekarte zu finden sind.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gab es heute keinen wirklich klaren Favoriten. Alle Gerichte lagen recht eng beieinander und es fiel mir schwer eine klare Rangfolge auszumachen. Ich würde aber sagen dass die Asia-Gerichte knapp vor dem sizilianischen Kabeljau lagen und dahinter die gebratenen Hühnerbrust eine Nasenlänge vor den Reiberdatschi. Das konnte sich aber minütlich verschieben, daher kann ich heute nur eine ungefähre Beliebtheitsskala anbieten.

Mein Abschlußurteil:
Reiberdatschi: ++
Apfelmus: ++

Reiberdatschi mit Apfelmus [08.07.2016]

Friday, July 8th, 2016

Während die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce heute nicht für mich in Frage kamen, hätte ich mit sowohl mit dem Japanischen Ingwersteak mit Honigkarotten und Reis bei Vitality als auch mit dem Gebackenen Seelachsfilet mit Remoulade und Kartoffelsalat bei Globetrotter leben können – typische Angebote unseres Betriebsrestaurants für einen Freitag. Doch kurz entschlossen entschied ich mich dazu, heute mal bei der Süßspeise aus dem Bereich Tradition der Region zuzugreifen, denn heute standen dort Reiberdatschi mit Apfelmus auf der Speisekarte und ich verspürte irgendwie Lust darauf. Auf Gemüse, Salat oder ein Dessert verzichtete ich aber logischerweise, garnierte mit die Kartoffelpuffer noch zusätzlich mit der dazu bereit stehenden Zucker-Zimt-Mischung.

Potato pancakes with apple puree / Reiberdatschi mit Apfelmus

Während das Apfelmus sich als angenehm fruchtig und nicht zu süß erwies, musste ich bei den Reiberdatschi leider einige Kritikpunkte anbringen. Damit dass sie bereits etwas abgekühlt waren, hätte ich vielleicht leben können, aber außerdem erwiesen sie sich – beides wohl durch das längere Lagern in der Warmhaltethele – auch als etwas matschig. Zum Glück waren sie was den Geschmack angingen absolut in Ordnung, nur die Konsistenz ließ eben zu wünschen übrig, daher kann ich hier leider keine volle Punktzahl geben. Das hatte ich hier schon besser erlebt.
Bei den anderen Gästen lag heute natürlich, wie nicht anders zu erwarten, das Seelachsfilet mit deutlichem Vorsprung am höchsten in der Gunst und konnte sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erobern. Auf Platz zwei folgte das Ingwersteak, den dritten Platz belegten die Reiberdatschi und knapp dahinter auf dem vierten Platz kamen schließlich die Asia-Thai-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Reiberdatschi: +
Apfelmus: ++

Försterbraten von der Schweinelachse mit Kartoffeltalern – das Rezept

Sunday, February 28th, 2016

Zum heutigen Sonntag sollte mal wieder eine Schweinebraten auf dem Speiseplan stehen. Und ich hatte mich für eine Rezept mit marinierter Fleisch mit einer Pilzsauce entscheiden, weswegen natürlich die Bezeichnung Försterbraten einfache nahe lag. Beim Metzger hatte ich mir dazu Lachsbraten besorgt. Eigentlich hätten sich Spätzle ganz gut als Sättigungsbeilage geeignet, aber da ich erst gestern zum Putengeschnetzelten mit Paprikasauce nicht erst etwas ähnliches zubereitet hatte, suchte ich eine Alternative und entschied mich schließlich dazu, Kartoffeltaler zu braten – was einer Abart des klassischen Kartoffelpuffers entspricht. Und diese passten, wie ich fand, erstaunlich gut zum Schweinelachsbraten samt Sauce. Daher möchte ich es natürlich auch nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

550g Schweinelachsbraten
01 - Zutat Schweinelachsbraten / Ingredient pork loin

Für die Marinade

60g mittelscharfer Senf
02 - Zutat Senf / Ingredient mustard

25g Tomatenmark
03 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

2 Esslöffel neutrales Öl
04 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

je eine kräftige Prise Thymian & Kümmel
05 - Zutat Kümmel & Thymian / Ingredient caraway & thyme

sowie etwas Salz & Pfeffer

Für die Pilzsauce

200g Champignons
08 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

80g Kräuterseitlinge
09 - Zutat Kräuterseitlinge / Ingredient king oysert mushrooms

1 mittelgroße Zwiebel
11 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

170ml trockener Weißwein
12 - Zutat Weißwein / Ingredient white wine

180g Sahne
13 - Zutat Sahne / Ingredient cream

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für die Kartoffeltaler

500g Kartoffeln
06 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

400g Möhren
07 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

3 Hühnereier
10 - Zutat Eier / Ingredient eggs

6-7 Esslöffel Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

sowie etwas Salz, Pfeffer & Muskatnuss zum würzen
etwas Olivenöl zum braten
und evtl. etwas Sauerrahm zum garnieren

Da der Schweinebraten einige Stunden, am besten über Nacht, mariniert werden sollte, beginnen wir bereits am Vorabend damit, aus Senf, Tomatenmark, zwei Esslöffeln Olivenöl,
14 - Zutaten in Schüssel geben / Put ingredient in bowl

sowie je einer kräftigen Prise Kümmel und Thymian
16 - Thymian & Kümmel addieren / Add thyme & carraway

eine Marinade anzurühren.
17 - Marinade anrühren / Stir marinade

Dann waschen wir den Schweinelachsbraten ab, tupfen ihn trocken
18 - Schweinelachsbraten waschen / Wash pork loin

entfernen Fett und eventuelle Sehnenreste
19 - Schweinefleisch von Fett & Sehnen befreien / Remove fat & tendons from pork loin

und geben sie in ein verschließbares Behältnis, wo wir sie dann von allen Seiten mit der Marinade einstreichen und dann über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
20 - Schweinelachsbraten mit Marinade bestreichen / Spead pork loin with marinade

Am nächsten Tag beginnen wir damit, den Backofen auf 80 Grad vorzuheizen und stellen auch gleich die Auflaufform für die Lende mit hinein, damit sie bereits “Betriebstemperatur” hat, wenn wir sie mit der Lende bestücken.
21 - Ofen samt Auflaufform vorheizen / Preheat oven with casserole

Dann erhitzen wir etwas Butterschmalz auf erhöhter Stufe in einer Pfanne,
22 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

befreien den Schweinelachsbraten wieder etwas von der Marinade, die wir aber aufheben, und geben sie in die Pfanne
23 - Schweinelende in Pfanne geben / Put pork loin in pan

um sie scharf von allen Seiten anzubraten.
24 - Schweinelende rundherum scharf anbraten / Fry pork loin from all sides

Dann geben wir das Fleisch in die vorgewärmte Auflaufform, stecken ein Bratenthermometer bis etwa zur Mitte des Fleischstücks hinein und garen es über 1,5 Stunden, bis die Kerntemperatur etwa 80 Grad erreicht hat. Das verbliebene Bratenfett belassen wir in der Pfanne, wir brauchen es später wieder.
25 - Lachsbraten im Ofen garen / Cook pork loin in oven

In der Zwischenzeit ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie,
26 - Zwiebel würfeln / Dice onion

anschließend putzen die Pilze
27 - Pilze putzen / Clean mushrooms

und schneiden diese in Würfel.
28 - Pilze würfeln / Dice mushrooms

Außerdem schälen wir die Kartoffeln
29 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

sowie die Möhren
30 - Möhren schälen / Peel carrots

und schneiden drei Viertel der einen Möhre in kleine Würfel.
31 - Möhre würfeln / Dice carrot

Den Rest der Möhren reiben wir auf der groben Seite unserer Küchenreibe
32 - Möhren reiben / Grate carrots

und reiben dann auch gleich den die Kartoffeln dazu.
33 - Kartoffeln reiben / Grate potatoes

Nachdem wir dann den Kartoffelsaft etwas ausgedrückt und abgegossen haben,
34 - Kartoffelsaft ausdrücken / Squeeze potato liquid

geben wir die Kartoffel- und Karottenraspeln zurück in die Schüssel, schlagen die drei Eier hinzu,
35 - Eier hinzufügen / Add eggs

addieren sechs Esslöffel Weizenmehl
36 - Mehl hinzufügen / Add flour

und vermischen alles gründlich miteinander
37 - Gründliche vermengen / Mix well

wobei wir es auch gleich mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
38 - Mit Pfeffer, Salz & Muskatnuss würzen / Season with salt, pepper & nutmeg

Jetzt erhitzen wir wieder das Bratenfett in der Pfanne, geben die Zwiebel und die Möhren hinein
39 - Zwiebeln & Möhren zum Bratfett geben / Put onion & carrots in pan

und dünsten sie für einige Minuten an
40 - Zwiebeln & Möhren andünsten / Braise onion & carrots lightly

um schließlich alles mit dem Weißwein abzulöschen, den wir etwas einkochen lassen.
41 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

Anschließend gießen wir die Sahne hinzu,
42 - Sahne dazu geben / Add cream

lassen alles kurz aufkochen
43 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

und füllen es dann in einen Topf um, wo wir es weiter köcheln lassen.
44 - Sauce in Topf geben / Put sauce in pot

In der nun leeren Pfanne braten wir nun, unter Zugabe von etwas mehr Butterschmalz, die gewürfelten Pilze an,
45 - Pilzwürfel anbraten / Fry mushrooms

pürieren die Sauce im Topf
46 - Sauce pürieren / Blend sauce

und geben dann die angebratenen Pilzwürfel hinzu.
47 - Pilze in Sauce geben / Put mushrooms in sauce

Die Sauce würzen wir mit zwei bis drei Teelöffel der aufgehobenen Marinade
48 - Sauce mit Marinade würzen / Season sauce with marinade

und schmecken sie dann noch mal mit Salz und Pfeffer ab.
49 - Sauce mit Gewürzen abschmecken / Taste sauce with seasonings

Während die Sauce weiter auf niedriger Stufe köchelt, erhitzen wir etwas Olivenöl in einer weiteren Pfanne,
50 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

geben Esslöffelweise den Kartoffel-Möhren-Teig hinein, streichen ihn glatt
51 - Teig in Pfanne geben / Put dough in pan

und braten ihn von beiden Seiten goldbraun an.
52 - Kartoffeltaler beidseitig anbraten / Fry potato thalers

Die fertigen Kartoffeltaler lassen wir auf Papier-Küchtüchern etwas abtropfen.
53 - Kartoffeltaler abtropfen lassen / Darin potato thalers

Schließlich nehmen wir den Schweinelachsbraten noch aus dem Ofen und schneiden sie in etwa fingerdicke Scheiben,
54 - Schweinelachsbraten in Scheiben schneiden / Cut pork loin in slices

anschließend können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
55 - Marinated pork loin with mushroom sauce & potato thalers - Served / Marinierte Försterlende mit Kartoffeltalern - Serviert

Dank des angewandten Niedrigtemperaturverfahrens war der Schweinelachsbraten wunderbar saftig und zart geworden, wobei die Marinade dem Fleisch eine würzige und angenehme Note gegeben hatte. Dazu passte sehr gut die milde Pilzsauce mit ihren zahlreichen Champignon- und Kräuterseitling-Würfelchen. Und auch die Kartoffeltaler, die ich mir zusätzlich mit einem Klecks Sauerrahm garniert hatte, fügten sich wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition ein. Eine sehr leckere Variante, Schweinelachse zu genießen – ich war mit dem Ergebnis überaus zufrieden.

56 - Marinated pork loin with mushroom sauce & potato thalers - Side view / Marinierte Försterlende mit Kartoffeltalern - Seitenansicht

Ich hätte mir ja gewünscht, dass das Innere des Schweinelachsbratens noch etwas mehr rosa geblieben wäre, doch ich hatte die Zeit zum braten der Kartoffeltaler etwas unterschätzt und die Lende dadurch ein wenig zu lange im Ofen gelassen. Das wollte ich zum Abschluss noch erwähnt haben, falls auch jemand eher ein zartes Rosa im Inneren seines Fleischstückes bevorzugt. 😉

Guten Appetit

1 mittelgroße Zwiebel

Hähnchenbrust im Reibekuchenmantel – Reloaded

Tuesday, December 16th, 2014
Chicken coated in potato pancakes / Hähnchen im Reibekuchenmantel - reloaded

Heute gab es noch mal Reste, dieses Mal in Form von Hähnchenbrust im Reibekuchemantel und Buttergemüse. Auch dieses Gericht eignet sich wunderbar zum Aufbewahren und späteren Verzehr. Das einzige was mit auffiel war, dass der Reibekuchen nach der Aufbewahrung im Kühlschrank und dem erneuten aufwärmen machen ziemlich leicht vom Fleisch löste, aber das störte nur wenig beim Verzehr.

Reiberdatschi mit Apfelmus [05.09.2014]

Friday, September 5th, 2014

Zwar sahen sowohl die Hähnchenbrust aus dem Ofen auf provenzialische Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln im Abschnitt Vitality als auch das Picatta vom Seelachs mit Tomatensugo und Tagliatelle bei Globetrotter überaus verlockend aus und auch mit dem Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry das neben den für Freitag üblichen Gebackenen Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, hätte ich leben können. Aber entgegen meiner üblichen Tradition hatte ich heute mal Appetit auf die 4 Stück Reiberdatschi mit Apfelmus die heute bei Tradition der Region angeboten wurden. Gemüse hätte dazu ebenso wenig gepasst wie ein Dessert, daher sah mein Tablett im Vergleich zur den vorhergehenden Tagen mal eher minimalistisch aus.

Reiberdatschi mit Apfelmus / Potato pankcakes with apple puree

Ich mache mir natürlich keine Illusionen darüber, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um TK-Ware handelte, die nur noch im Restaurant fertig gebacken wurden. Dennoch erwiesen sich die vier Reibekuchen als an den Rändern schön knusprig, in der Mitte noch angenehm weich und waren gut gewürzt. Gemeinsam mit dem nicht zu süßen, aber schön fruchtigen Apfelmus ergab sich ein einfaches und sehr leckeres Gericht. Einzig bei der Sättigungsdauer bzw. der Portionsgröße musste ich kleine Abstriche hinnehmen – hier hätte ein Reiberdatschi mehr nicht geschadet – aber das soll natürlich nicht in die Wertung einfließen.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, sah man dass es heute das Picatta vom Seelachs war, dass sich mit kleinem, aber deutlich erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf Platz zwei folgte die provenzialische Hähnchenbrust, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und eng auf kamen schließlich die Reiberdatschi mit Apfelmus.

Mein Abschlußurteil:
Reiberdatschi: ++
Apfelmus: ++

Zucchini-Möhren-Puffer aus dem Ofen mit Sour Cream & Räucherlachs – das Rezept

Sunday, October 14th, 2012

Heute war mir mal nach ein paar Puffern, je nach Region auch als Reibekuchen, Datschi, Pfannkuchen oder Detscher bezeichnet, allerdings nicht nach gewöhnlichen aus Kartoffeln, sondern aus einer Kombination von Möhren und Zucchini. Reine Kartoffelpuffer hatte ich ja hier schon mal gemacht, hier hatte ich sie mit Schinken und Bärlauch und Schinken variiert und außerdem hier schon einmal etwas ähnliches aus Pastinaken angefertigt. Doch allen bisherigen Pfannkuchen-Rezepten war das Backen in der Pfanne gleich, einer Zubereitungsmethode die ziemlich viel Öl verbraucht und daher nicht gerade kalorienarm ist. Das musste doch auch anders gehen und so entschloss ich mich das heutige Rezept mal im Backofen zuzubereiten. Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Weise einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?

450g Zucchini
01 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

450g Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

3 Hühnereier
03 - Zutat Eier / Ingredient eggs

2-3 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

6-7 EL Weizenvollkornmehl
05 - Zutat Vollkornweizenmehl / Ingredient whole wheat flour

3 EL Haferflocken
06 - Zutat Haferflocken / Ingredient oat flakes

80g Emmentaler (oder ein anderer Käse nach Wahl)
07 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmental cheese

1 Bund glatte Petersilie
08 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

etwas Olivenöl zum bepinseln
Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Oregano zum würzen

sowie optional zum belegen

etwas Sour Cream
09 - Zutat Sour Cream / Ingredient sour cream

und etwas Räucherlachs
10 - Zutat Räucherlachs / Ingredient smoked salmon

Kommen wir nun zur Zubereitung: Wir beginnen damit, die Zucchini gründlich zu waschen
11 - Zucchini waschen / Clean zucchini

und die Möhren zu schälen.
12 - Möhren schälen / Peel carrots

Dann nehmen wir eine Kastenreibe zur Hand und reiben die Möhren
13 - Möhren raspeln / Grate carrots

und die Zucchini jeweils auf der groben Seite.
14 - Zucchini raspeln / Grate zucchini

Dann geben wir das geriebene Gemüse in ein Sieb, fügen etwas Salz hinzu
15 - Salzen / Add salt

und lassen es, mit einem Küchentuch abgedeckt, etwa 30 Minuten ziehen.
16 - Abgedeckt ruhen lassen / Cover and leave

In der Zwischenzeit können wir ja schon mal die Petersilie waschen, trocken schütteln,
17 - Petersilie waschen / Clean parsley

die Blättchen von den Stielen abzupfen
18 - Blättchen abzupfen / Pluck leaflets

und diese schließlich fein zerkleinern.
19 - Zerkleinern / Grind

Nach der halben Stunde können wir unseren Backofen schon einmal auf 180 Grad einschalten und vorheizen lassen, anschließend drücken wir mit der Hand noch einmal die letzte Flüssigkeit aus dem geriebenen Gemüse, gießen die Flüssigkeit in den Abfluss
20 - Flüssigkeit ausdrücken / Squeeze fluid

und geben das Gemüse dann in die Schüssel. Jetzt schlagen wir die Eier auf und geben sie hinzu,
21 - Eier hinzufügen / Add eggs

streuen das Vollkornweizenmehl ein,
22 - Mehl einstreuen / Intersperse flour

geben die Haferflocken dabei,
23 - Haferflocken addieren / Add oat flakes

pressen die Knoblauchzehen hinein,
24 - Knoblauch pressen / Squeeze garlic

addieren die zuvor zerkleinerte Petersilie
25 - Petersilie beigeben / Add parsley

und fügen schließlich noch den geriebenen Käse hinzu.
26 - Käse hinzufügen / Add cheese

Alles vermengen wir dann gründlich miteinander
27 - Gut vermengen / Mix well

und würzen dabei alles kräftig mit Salz, Pfeffer, Oregano und Muskatnuss – wobei natürlich jedem die Variation der verwendeten Gewürze freigestellt ist. Ggf. können wir auch noch einen weiteren Esslöffel Mehl dazu geben wenn die Masse zu flüssig sein sollte.
28 - Würzen / Taste

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech formen wir dann aus jeweils etwa einem Esslöffel unsere Reibekuchen und drücken sie dabei gleichmäßig flach.
29 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

Das Backblech schieben wir anschließend auf der mittleren Schiene für 30 bis 40 Minuten in den Ofen.
30 - Backen / Bake

Nach etwa fünfzehn Minuten entnehmen wir es dann noch einmal kurz, um die inzwischen etwas fester gewordenen Pfannkuchen dünn mit etwas Olivenöl zu bepinseln – dadurch werden sie schön kross wie man es auch von der Pfannenversion her kennt. Ein Pinseln gleich zu beginn war leider nicht möglich, da die Pfannkuchen da noch zu feucht sind.
31 - Mit Olivenöl bepinseln / Brush with olive oil

Anschließend kommen sie wieder zurück in den Ofen, wo sie die verbleibende Zeit fertig backen können.
32 - Weiter backen / Continue baking

Haben sie schließlich den gewünschten Bräunungsgrad erreicht, können wir das Blech wieder entnehmen und die Puffer komplett mit dem Backpapier vom Blech ziehen. Ich mag sie ja etwas krosser, aber das kann jeder natürlich so halten wie er selbst mag. 😉
33 - Fertig gebacken / Finished baking

Auf einem frischen Stück Backpapier verarbeiten wir dann den Rest unserer Reibekuchen-Masse – ich entschied mich dazu alles in einen einzelnen, großen Pfannkuchen zu verwenden, was auch wunderbar funktionierte.
34 - Blech neu bestücken / Prepare second load

Die fertigen Reibekuchen garnieren wir mit einem Klecks Sour Cream und etwas Räucherlachs und können sie dann anschließend sofort servieren.
35 - Zucchini-Möhren-Puffer aus dem Ofen mit Sour Cream & Räucherlachs / Oven baked zucchini carrot pancakes with sour cream and smoked salmon - Serviert

Auch aus dem Ofen erwiesen sich die Reibekuchen angenehm knusprig und äußerst schmackhaft. Die Kombination aus Zucchini und Möhren gaben den Puffern einen kräftigen, aber auch gleichzeitig ganz leicht süßlichen Geschmack. Dazu das ganz leichte Knoblaucharoma, der Emmentaler und die frische Petersilie rundeten die Reibekuchen schließlich gemeinsam mit den Gewürzen geschmacklich wunderbar ab. Mit hat es mit der Sour Cream und dem Räucherlachs am besten geschmeckt, aber es steht dabei jedem natürlich frei die Puffer nach eigenem Geschmack zu garnieren oder aber auch pur zu genießen.

36 - Zucchini-Möhren-Puffer aus dem Ofen mit Sour Cream & Räucherlachs / Oven baked zucchini carrot pancakes with sour cream and smoked salmon - CloseUp

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Kalorienwerte. Die gesamte Teigmasse plus etwa drei Esslöffeln Olivenöl zum bepinseln bringen fast genau 1000kcal zusammen, das heißt aufgeteilt auf vier Portionen liegen wir bei gerade mal 250kcal pro Portion, und selbst wenn der Appetit größer ist und man alles mit nur drei Personen verzehrt sind ca. 334kcal pro Portion noch mehr als akzeptabel. Dazu kommt natürlich noch der Belag nach Wahl, den man dazu rechnen muss – aber da dies variabel ist lasse ich ihn mal nicht in die hiesige Berechnung mit einfließen. Insgesamt also eine wirklich angenehm leichte Variante zu den Pfannen-Puffern, die man ja in weitaus größeren Mengen Öl brät, was die Kalorien logischerweise nach oben treibt. Somit sei nun bewiesen, dass man auch im Ofen leckere Puffer wohl jeder Art zubereiten kann – man sollte eben nur nicht vergessen sie zwischendurch mit etwas Öl zu bepinseln, dann ist der Erfolg und die Knusprigkeit auf jeden Fall garantiert. 😉

Guten Appetit

Kartoffelpuffer (Reibekuchen / Pfannkuchen) – das Rezept

Saturday, February 5th, 2011

Nach einem arbeitsreichen Tag und anschließendem Einkauf entschloss ich mich heute mal wieder zu kochen – das erste Mal in meiner neuen Münchner Wohnung übrigens. Meine Wahl fiel dabei auf Pfannkuchen, auch als Reibekuchen, Riefkoken, Pfannepuffer oder Kartoffeldetscherl bekannt, ein Gericht das ich aus meiner Kindheit kannte und liebe, aber noch nie zuvor selbst zubereitet hatte. Dabei ist es nun wirklich nicht schwierig, auch wenn es wie ich feststellen durfte natürlich beliebig viele Variationen gibt. Ich habe aus der Rezeptvielfalt dabei etwas gewählt, das dem am nächsten kommt was ich von früher kenne. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir zum Rezept.
Für ein bis zwei Portionen benötigen wir:

5 große Kartoffeln – ich wählte eine festkochende Sorte
01 - Zutat Kartoffeln

1 kleine bis mittlere Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

2 Eier
04 - Zutat Eier

2 Esslöffel Mehl (Weizenmehl – Sorte 405)
03 - Zutat Mehl

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach belieben.

Kommen wir nun zur Zubereitung:
Zuerst schälen und waschen wir die rohen Kartoffeln
05 - Kartoffeln schälen

und reiben sie mit Hilfe einer Küchenreibe. Natürlich kann man hier auch eine Moulinette oder eine ähnliche Küchenmaschine nehmen, ich wollte es heute aber in reiner Handarbeit machen.
06 - Kartoffeln reiben

Die geriebene Kartoffeln lassen wir dann erst einmal etwa 15-20 Minuten, gerne auch länger, stehen damit sich die reichlich vorhandene Flüssigkeit etwas absetzen kann.
07 - Kartoffeln gerieben

Während dieser Ruhephase können wir uns der Zwiebel zuwenden, um sie zu schälen und in kleine Würfel zu zerschneiden.
08 - Zwiebeln schneiden

Nach Ende der Ruhephase gießen wir dann das Kartoffelwasser ab. Zusätzlich kann man die Kartoffelmasse auch noch etwas z.B. mit Hilfe eines Tuchs ausdrücken. Wichtig ist der Kartoffelmasse die Feuchtigkeit etwas zu nehmen damit die Puffer nicht später allzu matschig werden.
09 - Kartoffelwasser abschütten

Nun geben wir die Zwiebeln hinzu
10 - Zwiebeln hinzugeben

und vermengen alles gut miteinander.
11 - vermengen

Ebenso fügen wir nun die beiden Esslöffel Mehl
12 - Mehl zugeben

und die zwei Eier hinzu und verrühren alles wieder.
13 - Eier aufschlagen

Jetzt fehlt nur noch Salz und Pfeffer
14 - mit Salz und Pfeffer würzen

sowie Muskatnuss. Ich hatte mir dazu mal frische Muskatnüsse besorgt, damit ich mal die kleine Muskatnussreibe die bereits seit längerem in meiner Schublade vor sich hin vegetierte ausprobieren zu können.
15 - mit Muskatnuss würzen

Ist alles gut miteinander vermischt, erhitzen wir etwas Öl (ich wählte Rapsöl), am besten in einer beschichteten Pfanne, auf mittlerer Stufe
16 - Öl erhitzen

und geben mit einem Löffel eine größere Portion der Kartoffelmasse in die Pfanne, wo wir sie mit seiner Hilfe flach drücken und daraus einen kleinen Fladen bilden.
17 - Masse in Pfanne geben

Das ganze wiederholen wir bis wir den in der Pfanne zur Verfügung stehenden Platz ausgenutzt haben. Bei mir reichte es für zwei Pfannkuchen.
18 - braten

Ist die eine Seite gut angebraten, wenden wir die Pfannkuchen-Fladen mit einem Pfannenwender um sie auch von der anderen Seite ebenso zu braten.
19 - wenden

Sind die Pfannkuchen fertig, entfernen entfernen wir sie aus der Pfanne und legen sie z.B. auf einem Teller beiseite, um die nächste Portion zu braten. Dabei sollte man natürlich nicht vergessen hin und wieder etwas Öl nachzufüllen damit die Reibekuchen auch angenehm braun werden.
20 - nächste Ladung braten

Ist unsere Schüssel mit der Rohmasse leer und sind alle Pfannkuchen gebraten, können wir uns an den Verzehr machen. Ich hatte mir dazu etwas Apfelmus mitgebracht, dass ich mir auf die fertigen Reibekuchen strich. Zusätzlich wäre natürlich auch noch etwas Zucker denkbar gewesen.
21 - Reibekuchen - fertiges Gericht mit Apfelmus

War wie nicht anders zu erwarten sehr gelungen – das Rezept ist ja eigentlich auch so simpel dass man da wenig falsch machen kann.

Die Variationsmöglichkeiten sind hier natürlich endlos – denkbar wäre hier auch Lachs und Sahne-Meerrettich, ein Joghurt-Kräuter-Dip und vieles mehr. Aber nicht nur bei den Beilagen kann man variieren, auch bei den Zutaten ist einiges Möglich. Eine besonders interessante Variante die ich beim stöbern entdeckte ist jene, zusätzlich noch Speck, Schnittlauch und geriebenen Käse in die Teigmasse zu geben – diese werde ich bei Gelegenheit auf jeden Fall auch noch mal ausprobieren.
Was die Nährwerte angeht sind solch Reibekuchen natürlich ziemliche Kalorienbomben, denn sie saugen das Öl in dem sie gebraten werden wie ein Schwamm in sich auf. Aber sei es drum – mir hat das was ich mir da gebraten hatte auf jeden Fall sehr gut geschmeckt – ein einfaches und sehr leckeres Gericht, dass mich relativ wenig aufwand zubereiten lässt.

Reibekuchen & Apfelmus [12.05.2009]

Tuesday, May 12th, 2009

Heute durfte ich zwischen Bayrischen Kohlrouladen mit Speckbohnen und Klößen und Reibekuchen mit Apfelmus und Salat wählen. Eigentlich waren die Kohlrouladen mit Sicherheit die interessantere Wahl, aber irgendwie hatte ich heute Lust auf die Pfann- bzw. Reibekuchen. Den Salat ließ ich aber weg, irgendwie fand ich dass ein Salat mit Schafskäse nicht zu Pfannkuchen passte.

Pfannkuchen & Apfelmuß

Anhand der doch recht einheitlichen und geometrischen Form der vier servierten Reibekuchen vermute ich einmal, dass es sich hier um vorgeformt gekaufte Versionen handelte. Aber das tat dem guten Geschmack keinen Abbruch. Die Teigkombination aus Kartoffeln und wohl einem Hauch Zwiebeln war wirklich sehr lecker. Dabei war das Apfelmuss nicht zu süss und auch nicht eiskalt wie ich es auch schon erlebt habe. Dagegen waren die Apfelkuchen auch nicht mehr ganz heiß, aber die Wärme war noch vollkommen ausreichend. Einziger Kritikpunkt wäre, dass sie etwas knuspriger hätten sein können. Aber das ist natürlich auch etwas Geschmackssache.

Mein Abschlußurteil:
Reibekuchen: +
Apfelmuß: ++