Asadero Doña Pula – Puerto Plata [28.12.2018]

Am Freitag entschieden wir uns dazu, dem Asadero Doña Pula einem Besuch abzustatten, einem erst relativ neu in Puerto Plata eröffneten Restaurant oberhalb etwas nördlich des La Sirena Einkaufszentrums.

26 - Asadero Doña Pula - Puerto Plata

Obwohl sich die Lokalität direkt neben einer Tankstelle befindet, kann man sie durchaus als gehobene Gastronomie bezeichnen, denn das Restaurant verfügt über einen Parkservice, d.h. Angestellte am Eingang parken das Auto nach der Ankunft und bringen es bei der Abreise wieder bis vor die Tür – aber vielleicht auch nur zum Selbstzweck, denn Parken ist in der Umgebung – abgesehen von direkt auf der nebenan liegenden Tankstelle – eher schwer. Laut meiner Recherchen handelt es stammt Doña Pula wohl ursprünglich aus dem ca. 60 Kilometer entfernten Santiago de los Caballeros, wo es sehr erfolgreich gewesen war, und hatte mit Lokalität in Puerto Plata seine erste Filiale eröffnet. Da wir nur zu dritt waren, fand die Angestellte die uns am Eingang begrüßte schnell einen freien Tisch im gut besuchten und sehr sauberen Restaurant und brachte und die Speisekarten. Nach einigen Entrées listete diese vor allem verschieden Fleischsorten von Huhn, Schwein über Rind bis hin zu Kaninchen, Ziege und etwas das als “Guinea” bezeichnet wurde auf – hier handelte es sich wie sich auf Nachfrage herausstellte aber nicht um das Guinea Pig, also Meerschweinchen, sondern um eine lokale Geflügelsorte. 😉 Außerdem gab es Salate und eine separate Liste von Sättigungsbeilagen von Patatas, also Kochbananen, über verschieden Kartoffelzubereitungen bis hin zu Reis, Fritten und Maisbrot. Während sich meine Gäste für Schwein mit Maisbrot sowie Hähnchenflügel mit Potato Wedges entschieden, wählte ich die Ziege mit frittierten Kartoffelstäbchen. Außerdem bestellte ich als kleine Vorspeise für alle etwas Pulpo frita, also frittierten Tintenfisch mit Knoblauchsauce. Diese wurde auch nach angenehm kurzer Wartezeit schon auf einem Holzbrett stilvoll serviert. Besteck lag zwar am Tisch bereit, aber die mundgerechten Stücke luden regelrecht zum Verzehr mit den Händen ein.

27 - Pulpo - Doña Pula - Puerto Plata

Im Grunde genommen die dominikanische Version von Calamaris, aber deutlich hochwertiger als das was man z.B. in unserem Betriebsrestaurant servierte und eindeutig sehr frisch. Und die Knoblauchsauce, in die wir den Tintenfisch tunkten, erwies sich als wirklicher Genuss. Einige Spritzer Limone rundeten das ganze sehr gelungen ab.
Wir hatten, während wir auf den Hauptgang warteten, natürlich die anderen Gäste beobachtet und uns war aufgefallen, dass häufig große hölzerne, an Scheiben eines Baumstamms erinnernde und auf Drehgestellen montierte Platten mit Speisen serviert wurden, ich hielt das ganze aber zuerst eher für eine Sondervariante des Verzehrs. Also man uns unsere Speisen aber schließlich ebenfalls auf einem solchen Holzteller brachte, musste ich erkennen dass es sich hierbei wohl eher um die Standard-Variante des Verzehrs im Doña Pula handelte.

28 - Fleischplatte - Doña Pula - Puerto Plata

Das hatte natürlich den Vorteil, dass man nicht nur auf seine Auswahl beschränkt war, sondern von allen Fleischsorten probieren konnte – auch wenn meine Gäste weniger Interesse an der von mir gewählten Ziege zeigten, obwohl sie wirklich fantastisch zart und meiner einer leckeren, an BBQ-Sauce erinnernden Sauce versehen war. Auf kleinen Porzellantellern konnten wir uns jeweils etwas nach Geschmack von der Holzunterlage nehmen und verzehren, dazu gab es eine Art Pesto sowie Ketchup für die Sättigungsbeilagen. Aber auch die anderen Fleischsorten waren von äußerst hoher Qualität. Für Fleischliebhaber ein wirklicher Genuss, die Sättigungsbeilagen waren zwar ebenfalls sehr gelungen, aber letztlich doch eher schmückendes Beiwerk. Und ein weiterer Vorteil: Das ganze ist auch noch ausgesprochen Günstig angesichts der hochwertigen Fleischmengen, die wir verzehrt hatten. Ich kann dem Asadero Doña Pula nur mit uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal hier gewesen.

Omelette, Bacon, Sausages & Toast [29.09.2015]

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Heute wählte ich zum Frühstück ein Omelette mit Schinken, Käse und verschiedenen Gemüsesorten wie Paprika, Tomaten und Zucchini, dazu ein paar Würstchen, etwas gebratenen Bacon und ein wenig Toast. Natürlich a la Carte und direkt an den Tisch serviert, dabei wurde alles frisch für mich zubereitet, was aber nur ein paar Minuten dauerte. Qualitativ sehr gut – und das obwohl es sich hier um ein kostenloses All-Inklusive-Angebot handelt. Ich war sehr zufrieden.

Ente in Mangosauce [14.05.2015]

Duck in mango sauce / Ente in Mangosauce

Heute gab es mal nichts zu Mittag, dafür gönnte ich mir aber zum Abendbrot etwas besonderes: Ente in Mangosauce, ein indisches Gericht aus dem Restaurant Tadsch Rialto im nordhessischen Bebra. Normalerweise ziehe ich es ja vor, so etwas direkt im Restaurant zu essen, ich wurde aber überstimmt und wir ließen uns die Gerichte liefern. Dadurch war die Präsentation nicht ganz so gelungen, aber das änderte glücklicherweise nichts am leckeren Geschmack. Die fruchtige und gleichzeitig leicht scharfe Sauce, in der man Ingwer und Knoblauch heraus schmecken konnte, passte wunderbar zu der knusprig gebackenen und anschließend in Streifen geschnittenen Entenbrust. Dazu gab es mit frischem Koriander und Erbsen versetzten Basmatireis. Mit 13,50 Euro nicht gerade günstig, aber die Größe der Portion und die gute Qualität rechtfertigte den Preis meiner Meinung nach. Ob dazu unbedingt ein Salat serviert werden muss, sei dabei mal so dahin gestellt – von einem indischen Restaurant hatte ich das nicht erwartet – aber hier hatte man sich wohl deutschem Gebaren angepasst. Aber die Ente in Mangeosauce muss ich bei Gelegenheit auch mal probieren zu kochen – so schwer sollte das ja nicht sein.

Prawn Biryani – Indisches Biryani mit Krabben [07.12.2013]

Aus gegebenem Anlass trafen wir uns heute in meiner alten Heimatstadt Bebra zum Mittagessen im Restaurant Rialto Tedsch, wo man neben einem breiten Angebot verschiedener italienischer Gerichte wie Pizza und Paste auch ein breites Angebot verschiedener indischer Gerichte auf der Speisekarte finden kann. Da ich die indische Küche ja sehr schätze, fiel meine Wahl nach nur kurzem Überlegen auf ein Prawn Biryani zum Preis von 12,50 Euro. Kein billiges Gericht, aber wie ich aus Erfahrung wusste war es jeden Cent davon absolut wert.

Prawn Biryani

Neben einigen großen King Prawns und kleinen Krabben fanden sich in dem ausgeklügelt gewürzten gebratenen Reisegericht auch Rosinen, Cashew-Nüssen, Zwiebeln, Mandelblättchen, Koriander und ein leichter Hauch von Safran. Ein gutes Biryani lebt und stirbt dabei aus meiner Sicht immer mit der Kombination der zahlreichen Gewürze, die in einem solchen Gericht verwendet. Und da hatte man bei diesem Prawn Biryani ein sehr gutes Händchen gezeigt und eine eine ausgewogene und überaus gelungene Kombination aus Schärfe und Würze erreicht. Da gab es absolut nichts zu meckern.

Griechischer Spezial-Teller – Poseidon Feldkirchen revisited

Heute Abend entschieden wir uns dazu dem Griechischen Restaurant Poseidon in Feldkirchen über das ich ja in diesem Beitrag schon einmal etwas ausführlicher berichtet habe erneut einen Besuch abzustatten und jetzt im Juli auch den überaus gemütlichen, unter Schatten spendenden Kastanienbäumen gelegenen Biergarten mal auszuprobieren. Trotz des Wochentags waren der größte Teil der etwa zwanzig Tische im Biergarten besetzt und die drei Servicekräfte hatten gut zu tun, sich um alle Gäste zu kümmern. Glücklicherweise hatte das keinerlei negative Auswirkung auf die schnelle und zuvorkommende Art in der wir versorgt wurde. Nach ausgiebiger Durchsicht der Karte entschied mich erst einmal für einen Gebratenen Oktopus auf Blattsalat aus dem Vorspeisenangebot, der dann auch wenig später in Verbindung mit einem Ouzo als Aperitif serviert wurde.

Gebratener Octopus auf Blattsalat / Fried octopus on green salad

Gemeinsam mit einem großen Fangarm, der unter einer hauchdünnen knusprigen Haut viel zartes und saftiges Fleisch zu bieten hatte, servierte man eine in Balsamico-Essig-Dressing angemachte Portion aus grünen Blattspinat, etwas Kräutsalat, frischen Zwiebelringen und einer milden grünen Peperoni sowie je einer Scheibe Möhre, Salatgurke und Tomate, die wohl mehr zur Auflockerung des Gesamtbildes dienten als dass sie maßgeblich an der Geschmacksbildung dieser Vorspeise beteiligt waren.
Nachdem ich mich bereits beim letzten Besuch mit einer umfangreichen Fischplatte über das Fisch- und Meeresfrüchteangebot im Bereich der Hauptspeisen informiert hatte, wollte ich mich heute nun dem Gegrillten zuwenden und bestellte mir einen Spezial-Teller aus je einem Schweinesteak, einem Lammfilet, einem Suzuki und einem Suflaki, die gemeinsam mit einem gemischten Salat und wahlweise Pommes Frites oder Tomatenreis serviert wurden. Ich entschied mich für die Pommes, obwohl der Reis natürlich weitaus stilechter gewesen wäre.
Als erstes wurde schließlich der Gemischte Salat serviert, der sich in seiner Zusammensetzung sehr dem Salat zum Octopus der Vorspeise ähnelte.

Gemischter Salat / Mixed salad

Die größte Abweichungen zur Vorspeise waren wohl, dass die Peperoni auf den Zwiebeln lag und man noch eine schwarze Olive hinzugefügt hatte. Gemeinsam mit dem Balsamico-Dressing aber erneut ein wirklich gelungener Salat. So viel Grünzeug habe ich glaube ich schon lange nicht mehr an einem Abend verzehrt… 😉
Gerade als ich mit dem gemischten Salat fertig war, kam auch schon das Hauptgericht: Der Spezial-Teller

Spezial-Teller / Special dish

Zu einer kleinen, aber ausreichenden Portion Pommes Frites hatte man neben der Garnitur aus Petersilienstengel, schwarzer Olive und Radieschen auf einem Salatblatt eine relativ kleine Portion Tzatziki und eine Zitrone zum beträufeln des Fleisches serviert. Das wichtigste auf dem Teller waren aber natürlich die vier Fleischkomponenten. Oben auf lag das Suflafki. Hinter dem eingedeutschten Begriff vebirgt sich das griechische Souvláki, was so viel wie Spießchen bedeutet und aus in Oregano, Salz, Pfeffer und Zitronensaft mariniertem und anschließend gebratenen Schweinefleisch auf einem Spieß besteht. Die drei Fleischstücke, die hier am Metallspieß serviert wurden, erwiesen sich als angenehm zart und saftig und gaben keinerlei Grund zur Kritik. Sie waren wohl was die Menge anging auch die größte Einzelposition an Fleisch auf dem Teller, gefolgt von dem oben zu sehenden Schweinesteak, welches zwar ein klein wenig trockener wirkte als das Suflaki, aber sich dabei noch absolut im Rahmen bewegte. Das darunter zu sehende Stück Lammfilet, das der Form nach zu urteilen wohl aus der Lammlachse stammte, erwies sich zwar als etwas klein geraten, gab aber was Geschmack und Qualität anging ebenfalls keinen Grund zur Kritik. Die vierte und letzte Komponente stellten schließlich die Suzuki dar.

Speisekarte Poseidon

Hinter diesem Begriff, der eine starkes Verwechslungsgefahr mit der japanischen Motorradmarke in sich birgt 😉 , versteckt sich wohl das griechische Souzukakia, also gewürzte Hackfleischröllchen. Traditionell werden Souzukakia zwar eher mit Tomatensauce serviert, aber hier bildete es als Suzuki eben Bestandteil eines Grilltellers – und leider auch die einzige Komponente von der ich etwas enttäuscht war. Die würzung des lockeren Hackfleisches war zwar sehr gelungen, aber die Stellen an denen es auf dem Rost (oder der Grillpfanne) aufgelegen hatte waren fast schon verkohlt, was den Genuss natürlich etwas minderte. Abgesehen von diesem kleinen Fauxpas war der Spezial-Teller im Poseidon aber wirklich gelungen und fast jeden Cent der 12,90 Euro die er kostete wert. Daher kann ich wohl bedenkenlos meine das letzte Mal ausgesprochene Empfehlung für das griechische Restaurant Poseidon in Feldkirchen bei München erneuern und es jedem Freund der griechischen Küche wärmstens ans Herz legen.