Posts Tagged ‘review’

gut & günstig Paella – der Kurztest

Saturday, November 14th, 2020

Leider bin ich gesundheitlich gerade etwas angeschlagen, daher entschied ich mich am heutigen Samstag mal nicht zu kochen sondern mit einfach nur eine TK-Paella zuzubereiten. Diese hatte ich vor einiger Zeit in einer nahen Edeka-Filiale erworben und stammte von der dortigen Hausmarke gut & günstig. Ich hatte ja bereits die Paellas von Frosta (dem Platzhirsch) und von Iglo sowie von Pfanntastico (Aldi Hausmarke) getestet, wobei ich von letztere nicht so extrem begeistert war. Mal schauen wie die sich die Edeka-Hausmarke so macht.
01 - gut & günstig Paella -  Packaging front / Packung vorne

02 - gut & günstig Paella -  Packaging back / Packung hinten
Für den 750g Beutel zahlt man hier übrigens gerade mal 1,96 Euro, ist also sowohl günstiger als auch um die Hälfte größer als bei Frosta oder Iglo. Aber ob das so von Vorteil ist, sei mal so dahin gestellt, denn ich halte 500g genau für die richtige “Männerportion”, 375g wären recht wenig wenn man den Beutel in zwei Portionen aufteilt. Für einen Erwachsenen oder ein Kind wäre es ideal, für einen Single-Haushalt weniger – außer die Person hat nicht so großen Hunger. 😉
Was ist also drin in dieser Paella-Zubereitung? Zu 41% besteht sie aus vorgegartem und mit Kurkuma gelb gefärbten Reis, 33% fallen auf die Gemüsemischung aus Tomaten, Zwiebeln, Erbsen, Gemüsepaprika und Romanobohnen, gerade mal 8% aus Alaska-Seelachsfilet, 5% aus Miesmuschelfleisch, 4% aus vorgegartem Hähnchenbrustfilet und 3% aus Garnelen. Das wären dann insgesamt 94%, die restlichen 6% verteilen sich also wohl auf Fischfond, Kräuter, Knoblauch und etwas Rapsöl. (alles Angaben des Herstellers)
Für die Zubereitung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Zum einen in der Mikrowelle und zum anderen in der Pfanne. Ich entschied mich für die Pfanne, das erschien mir die bessere Methode und deckt sich außerdem auch mit meinen anderen, oben erwähnten Tests. Dazu erhitzen wir also 2 Esslöffel Öl oder Wasser in einer Pfanne,
03 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen
geben den noch gefrorenen Inhalt es Beutels in die Pfanne
04 - Put bag content in pan / Beutelinhalt in Pfanne geben
und erhitzen ihn für etwa eine Minute auf höchster Stufe.
06 - Heat on high level / Auf hoher Stufe erhitzen
Ich nutzte die Gelegenheit auch gleich mal, um mir die noch gefrorene Paella mal näher anzuschauen.
05 - Bag content CloseUp / Beutelinhalt Nahaufnahme
Die Rate an Fisch und Meeresfrüchte sah hier gar nicht so schlecht aus, wie es zunächst laut Packungsbeschreibung geklungen hatte, aber mal sehen wie es nach dem erhitzen aussah. Gefrorener Fisch neigt ja dazu beim anbraten zu zerfallen, mal sehen ob das hier auch so ist.
Nach dem Erhitzen aus höchster Stufe lassen wir das Gericht für 13-15 Minuten bei mittlerer Hitzezufuhr fertig garen,
07 - Let simmer / Köcheln lassen
gerne auch mit geschlossenem Deckel, denn der Hitzerückstau verspricht ein gleichmässigeres Garen.
Zwischendurch sollten wir es natürlich auch hin und wieder mal umrühren, damit nichts anbrennen kann.
08 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren
Anschließend können wir das fertige Fertiggericht auch schon servieren und genießen.
09 - gut & günstig Paella -   Served / Serviert
Das Alaska-Seelachsfilet war trotz häufigeren Umrühren erstaunlich stabil geblieben und nicht ein kleine Stücke zerfallen so wie ich es befürchtet hatte. Insgesamt besaß diese Paella-Zubereitung auch eine angenehm “fischige” Note und die Kombination aus reichlich Gemüse Fisch und Meeresfrüchten erwies sich als recht schmackhaft, allerdings fand ich sie insgesamt doch recht lasch gewürzt. Salz, Pfeffer und Kräuter reichten aus dass es akzeptabel schmeckte, aber es fehlte irgendwie die Aha-Note, die das Ganze abrundete – irgend etwas fehlte hier meiner Meinung nach noch. Vielleicht lag es daran dass man hier kein Safran verwendet hatte, das ja normalerweise in eine gute Paella gehört, vielleicht hätte aber auch etwas mehr Schärfe den letzten Kick gegeben.
10 - gut & günstig Paella - Side view / Seitenansicht
Die Paella von gut & günstig also durchaus eine preiswerte Alternative zu den großen Platzhirschen dieses Fertiggericht-Genres, es empfiehlt sich aber doch sie nach dem Auftauen in der Pfanne noch einmal final zusätzlich mit Gewürzen abzuschmecken, da man hier wohl beim Hersteller doch etwas zu zurückhaltend vorgegangen war.

Mama Mancini Lasagne Bolognese – ein Kurzreview [24.12.2011]

Saturday, December 24th, 2011

“Richtig” zu Heilig Abend gegessen wird erst am späten Nachmittag oder frühen Abend (Fotos folgen), aber als kleinen Appetizer gönnten wir uns heute mal eine Fertig-Lasagne Bolognese der Marke Mama Mancini, gekauft bei Aldi Nord.

Lasagne Bolognese - Mama Mancini

Diese werden verpackt in Folie und einer 1KG Aluschale im Kühlregal (nicht Tiefkühlfach!) zum Preis von 3,48 € verkauft, was mich ja etwas stutzig machte weil hier Gehacktes mit verarbeitet worden war. Nach Entfernung der Folie kommt alles für ca 30 Minuten in den Backofen und kann dann verzehrt werden. Ein Schale reicht – je nach Appetit – für 2 bis 3 Portionen. Wie ich feststellen durfte hatte man hier Bolognese und Bechamel-Sauce abwechselnd geschichtet und mit einer dicken Schicht Bechamel abgeschlossen. Käse war wenn ich das richtig gesehen habe keiner drauf, aber die Sauce hatte beim Backen einen dünnen knusprigen Rand gebildet. Geschmacklich war es für eine Fertig-Lasagne aber ganz in Ordnung, auch wenn ich es persönlich etwas zu Bechamelsaucelastig fand. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Ist auf jeden Fall sehr sättigend und aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses (100g = 0,348 Eurocent) kann man sie durchaus auf für den kleinen Geldbeutel weiterempfehlen. Dennoch werde ich in Zukunft wenn möglich natürlich dann doch lieber selbst zum Kochlöffel greifen, denn es geht ja nichts über eine leckere selbst gemachte Lasagne… 😉

Meine Wertung:

Die Alm am Rodenberg – Rotenburg an der Fulda – Kurzreview

Monday, August 22nd, 2011

Am Wochenende entdeckten wir im nordhessischen Städtchen Rotenburg an der Fulda ein Stück bayrischen Kulturgutes in Waldhessen: Die Alm, eine im Wald auf dem Rodenberg gelegene Ausflugsgaststätte die sich recht erfolgreich die Mühe gibt, ein gewisses süddeutsches Flair nach Waldhessen zu bringen. Um eine große, urig eingerichtete Holzhütte herum findet sich eine große Sonnenterasse die zum Teil mit regulären Tischen und Stühlen, zum Teil aber auch mit grob behauenen Holzbänken und Tischen ausgestattet ist.

Hütte - Die Alm - Rodenberg
Die Hütte

Im Gegensatz zu bayrischen Biergärten muss man sich hier aber nicht selbst bedienen, sondern wird von stilecht in Dirndln eingekleideten Damen bedient. Im Angebot findet sich zwar kein Hofbräu oder Erdinger, aber Maisels Weiße und ein dunkles, sehr süffiges Landbier aus der Region. Außerdem gibt es ein übersichtliches Angebot an Speisen, darunter Weißwürste, Schweinesülze, verschiedene Salatteller, Suppen, Flammkuchen in zwei Variationen sowie einige Süßspeisen wie Apfelstrudel und Kuchen.

Blick auf die Sonnenterasse - Die Alm - Rodenberg
Blick auf die Sonnenterasse

Hinter der Hütte gibt es außerdem noch eine große Wiese, auf der nicht nur ein Kinderspielplatz und ein zur kleinen Bühne umgebauter Heuwagen,

Wiesen - Die Alm - Rodenberg
Die Wiese hinter der Rodenberg-Alm

sondern auch ein Pferch mit einigen Ziegen

Ziegen - Die Alm - Rodenberg

Ziegen 2 - Die Alm - Rodenberg
Ziegen an der Rodenberger Alm

und ein kleiner Hühnerfreilauf befindet.

Hühnerstall - Die Alm - Rodenberg
Freilauf für Geflügel

Aus dem Angebot entschied ich mich neben dem bereits genannten Dunkelbier (Göbel Landbier) (3,30 Euro pro 0,5l) für einen Flammkuchen “Traditionell”, der mit einem Preis von 7 Euro zu buche schlug.

Flammkuchen "Traditionell" / Tarte flambee
Flammkuchen

Auf einem hauchdünnen, crepes-artigen Teig kam ein großer, mit Sauerrahm und Schmand bestrichener und mit reichlich Speck, Zwiebeln und Schalotten belegter Flammkuchen auf einem Holzbrettchen, dem man sofort anmerkte dass er offensichtlich frisch gebacken worden war. Gab es absolut nichts dran auszusetzen – ich fand ihn absolut lecker und weiterempfehlenswert.
Auch insgesamt war mein Eindruck dieser kleinen Ausflugslokalität durchgehend positiv. Das Angebot ist ausgewogen, die Bedienkräfte schnell und meist präsent wenn man sie braucht und die angebotenen Getränke sind von guter Auswahl. Kann diese kleine Gaststätte ohne Vorbehalt weiter empfehlen.

Salt – Ein kurzes Filmreview

Thursday, September 2nd, 2010

Kurzfristig entschlossen wir uns heute Abend noch ins Kino zu gehen – wobei die Wahl auf das hier bereits schon mal vorgestellte Autokino in Aschheim bei München und den Film Salt fiel.
Ich muss zugeben dass ich wenig über den Film wußte und die Werbeclips welche im TV liefen mich auch nicht sonderlich angesprochen hatten. Ich überlegte sogar, ob ich nicht noch kurzfristig absage – bin jetzt aber froh es nicht getan zu haben.
Angelina Jolie spielt Evelyn Salt, eine CIA Agentin die glücklich verheiratete einem deutschen Arachnologen in Washington D.C. arbeitet. Während eines Verhörs eröffnet der russische Überläufer Orlov, dass in Kürze ein Anschlag auf den russischen Präsidenten während der Beerdigung des amerikanischen Vizepräsidenten geplant sei. Und dass der Name des Attentäters Evelyn Salt sei – und natürlich gerät sie sofort unter Verdacht eine Schläferin zu sein und soll eigentlich verhört und inhaftiert werden. Doch sie kann ihren Kollegen entkommen, ebenso wie es Orlov gelingt zu fliehen. Als sie entdeckt dass ihr Ehemann verschwunden ist, entwickelt sich der Film schließlich zu einem wendungsreichen Actionspektakel, wie ich es schon länger nicht mehr gesehen habe. Gut, es gibt eindeutig Parallelen zu der Bourne Identität und teilweise sind die Entscheidungen welche Evelyn Salt trifft nicht ganz einleuchtend, aber die Geschichte um russische Schläfer, Anschläge auf Präsidenten, drohende Kriege und eine listenreiche, fast unbezwingbare Agentin war die sechs Euro Eintritt auf jeden Fall mehr als Wert. Denn dieser Agententhriller war meiner Meinung mehr als nur solides Actionkino. Da hat Phillip Noyce auf jeden Fall mal wieder gute Arbeit abgeliefert – und Raum für einen zweiten Teil hat man auch gleich gelassen. Die Entscheidung für den heutigen Kinobesuch hat sich aus meiner Sicht auf jeden Fall gelohnt

Die Legende von Aang (3D) – ein Filmreview

Thursday, August 26th, 2010

Gestern war mal wieder Kino angesagt. Und da das Forumskino auf der Museumsinsel ja inzwischen leider geschlossen ist, entschieden wir uns mal in den Mathäser Filmpalast in der Bayerstraße nahe des Hauptbahnhofes von München zu gehen. Die Beinfreiheit vor den Sitzen erwies sich hier sogar als deutlich besser als in den Forumskinos, nur der Winkel war nicht ganz so steil wie dort und kann bei großen Personen in der Sitzreihe direkt vor der eigenen zu leichter Beeinträchtigung des Sichtfeldes führen. Ansonsten ein durchaus empfehlenswertes Kino.

Mathäser Filmpalast München

Ich selbst wäre ja mit der S- und U-Bahn hin gefahren, doch mein Kollege meinte das Auto wäre preisgünstiger – wo ich ihm durchaus zustimme – daher begaben wir uns mit dem Wagen in die Innenstadt. Die Parkplatzsituation rund um den Hauptbahnhof ist natürlich nicht gerade rosig, also stieg ich früher aus und holte schon mal die Karten während er einen Parkplatz suchte. Unsere Wahl war beim Film auf “Die Legende von Aang” – natürlich in 3D – gefallen – eine Realfverfilmung des bereits seit einiger Zeit hier in Deutschland auf Nick laufenden US-Zeichentrickserie Avatar – Herr der Elemente (engl. Avatar – The last Airbender). Als Avatar konnte die Realverfilmung natürlich nicht an den Start geben, denn dieser Titel war ja bereits kurz zuvor schon von James Camerons letztem Film belegt worden. Ich selbst habe einige Teile davon mir auch schon in der Zeichentrickversion angeschaut und war recht begeistert davon.

Kinokarte

Obwohl eine reine US-Serie ist sie sowohl von den Figuren als auch von der Handlungsweise der Charaktere stark vom japanischen Anime-Stil bestimmt, aber imitiert ihn dabei nicht eindeutig. Die Handlung spielt in einer fiktiven Welt, in der vier Nationen leben, denen jeweils eines der Vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer zugeordnet ist. Jede dieser Nationen bringt sogenannte Bändiger hervor, denen es Möglich ist das jeweilige Element ihres Volkes zu beherrschen und zu beeinflussen. Als einziger beherrschte der Avatar alle vier Elemente und diente über viele Jahrhunderte als zentrale Figur des Friedens zwischen den vier Nationen. Doch eines Tages verschwand dieser Avatar und die imperialistische Feuernation begann Krieg gegen die andere Völker zu führen. Die Geschichte beginnt hundert Jahre nach diesem Verschwinden in einem kleinen Dorf des südlichen Wasserstamms wo das Mädchen Katara und ihr Bruder Sokka im Eis auf den eingefrorenen Jungen Aang stoßen. Wie sich bald heraus stellt ist er der verschwundene nächste Avatar ist und die Geschwister beschließen ihm zu helfen. Verfolgt vom verstoßenen Prinzen der Feuernation Zuko, der versucht mit Hilfe der Gefangennahme des Avatars die Gunst seines Vaters wieder zu erlangen und dem ebenfalls der Feuernation angehörigen General Zhao machen sie sich auf den Weg durch die Welt der Bändiger der Elemente, um dieser den Frieden zurück zu bringen.
Da ich ja erst vor kurzem ein paar Folgen der Zeichentrickversion gesehen hatte, stellte ich recht schnell fest dass die Realverfilmung recht nah am “Original” lag. Zwar kann ich mich nicht entsinnen, dass in der Zeichentrickversion auch der Avatar als Mittler zwischen Menschen und Geisterwelt diente, aber ansonsten konnte ich vor allem zu Beginn einige Szenen sehr eindeutig den gezeichneten Gegenstücken zuordnen. Mir fiel auf, dass die in der Serie durchgehend asiatisch angehauchten Charaktere im Film etwas internationalisiert wurden. Der nördliche Wasserstamm kommt etwas europäischer mit Eskimo-Einschlag herüber und die Feuernation sah für mich teilweise nahöstlich-südländisch aus. Aber das alles sollte den Filmgenuss nicht trüben.
Man merkte stark, dass hier die erste Staffel, das “Buch des Wassers”, die im Original aus 20 Folgen a 30 Minuten besteht, in 100 Minuten Film zusammengepresst wurde, denn der Regisseur M. Night Shyamalan lässt dabei die Tiefe der einzelnen Charaktere etwas auf der Strecke bleiben – und das obwohl der Hauptdarsteller Aang deutlich düsterer und mehr in sich gekehrt rüber kommt als im Original. Aber Trotz der vielen Abweichungen und Einschränkungen weiche ich davor zurück, diese Verfilmung gleich vollkommen zu zerreißen – mir hat es trotzdem gefallen. Auch wenn einige Dialoge durchaus etwas gestelzt wirken und das Bändigen der Elemente immer wieder an mit Kampfsport-Bewegungen gespickte Quigong-Übungen erinnerte – von der Verfilmung einer Zeichentrickserie für Kinder und Jugendliche erwarte ich keine Inszenierung mit vielschichtigen Charakteren oder einem verstrickt-komplexen Handlungsstrang. Ich möchte unterhalten werden – und genau das hat der Film auch bei mir erreicht. Daher hoffe ich, dass auch die anderen Bücher “Erde” und “Feuer” verfilmt werden – ich würde mich sehr darüber freuen.

Die Sekte – Mo Hayder

Monday, May 24th, 2010

Nachdem ich mit Tokio (hier mein Review) ja bereits einen Roman der englischen Krimiauthorin Mo Hayder verschlungen und für gut befunden hatte, war ich mit einiger Vorfreude an ihr Folgewerk Die Sekte (engl. Pig Island) aus dem Jahre 2006 ran gegangen, das ich wie immer bei meinem Hörbuch-Dealer Audible erworben hatte. Mit 11 Stunden und 44 Minuten Laufzeit ist dieses ungekürzte Buch kein Leichtgewicht, aber in Zug und S-Bahn gehört hatte ich das Buch schnell durch. Alternativ ist es aber auch in einer gekürzten, etwas über 7 Stunden langen Version verfügbar. Aber ich hatte mich bewusst für die lange Variante entschieden. Gelesen wurde das ganze von David Nathan, den ich ja bereits bei anderen Werken als Sprecher kennen und schätzen gelernt hatte.
Auf der vor der schottischen Küste gelegenen Insel Cuagach Eilean, auch Pig Island genannt, soll der Teufel umgehen. Spätestens seit ein verwackeltes Touristenvideo aufgetaucht ist, welches ein seltsames Wesen am Strand dieses Eilands zeigt, wollen die Gerüchte nicht verstummen. Und die dort lebende fundamental-christliche Glaubensgemeinschaft hat bisher wenig zur Aufklärung beigetragen. Als der Journalist Joe Oakes, dessen Spezialität es ist paranormale und übersinnliche Phänomene zu entzaubern, eine Einladung erhält genau diese Insel zu besuchen, nimmt er diese natürlich gerne an. Auch wenn ihm nicht ganz wohl bei der Sache ist, denn er war am Anfang seiner Laufbahn bereits mit dem Sektengründer aneinander geraten und befürchtet nun dass seine Vergangenheit ihn einholen wird. Doch als er schließlich die Insel betritt, ahnt er nicht dass er eine Kette von Ereignissen aus Gewalt und Mord auslöst, die alles übertrifft was er sich auch nur entfernt vorstellen konnte.
Mo Hayder wählte für ihre Erzählung die Ich-Form und lässt Joe Oakes und stellenweise auch dessen Frau Alex, genannt Lex, die Ereignisse aus jeweils ihrer Sicht erzählen. Dabei geht sie immer wieder sehr detailliert auf die Umgebung ein und lässt Oakes und dessen Frau minutenlang über die Handlungsorte beschreiben, was aber nicht Langeweile ausartet, sondern viel mehr zur Spannung beiträgt, da sich der Leser oder in meinem Fall Hörer dadurch sehr stark mit den Protagonisten identifizieren kann. Wie wohl bei allen Büchern dieser Autorin üblich lässt sie dabei tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und schreckt auch nicht davor zurück Gewalt und Tod sehr detailgenau zu beschreiben. Stellenweise fand ich das Buch zwar etwas langatmig, aber insgesamt hat es meine Erwartungen doch erfüllt – auch wenn ich meine dass die Auflösung am Ende des Buches etwas zu schnell auf nur wenigen Seiten abgehandelt wird. Dabei hatte ich mir die Lösung fast schon gedacht, möchte aber dennoch nicht das Wort “vorhersehbar” verwenden. Aber ich will hier nicht “rumspoilern“, daher belasse ich es bei dieser Andeutung. Ich fand zwar dass dieser Krimi nicht ganz an ihr Werk Tokio heran kam, aber dennoch ein lesenswertes bzw. hörenswertes Buch.
Meine Wertung: 2 Sterne

Cafe Emaille in Karlsruhe [Qype]

Sunday, May 16th, 2010

Am Samstag verschlug es mich mit ein paar Freunden in Karlsruhe ins CafĂ© & Bistro Emaille, das direkt in der Innenstadt an der Kaiserstraße gelegen ist.


Größere Kartenansicht

Ich selbst kannte diese Lokation noch nicht, mir wurde aber von den in Karlsruhe ansässigen gesagt dass man hier günstig und recht gut essen konnte. Das CafĂ© und Bistro besteht aus mindestens zwei großen Räumen mit einer großen Anzahl an Sitzplätzen, der eine, etwas tiefer gelegene Eingangsbereich besitzt eine große Theke und, der obere Bereich, den man über nur drei Stufen erreicht zieht sich langgestreckt an eine Fensterfront entlang, die einen Blick auf Teile der Kaiserstraße bietet. Die Wände zieren unzählige Emaille-Werbeschilder aus verschiedenen Epochen, denen diese Einrichtung wohl auch ihren Namen verdankt.

Innenraum - Café Emaille
Innenbereich – Thekenraum

Des weiteren findet man auch vor dem Restaurant auf einer Freifläche einige Sitzplätze, allerdings war es für uns dazu noch zu kalt. Rauchen ist wie in Baden Württemberg üblich innen natürlich nicht erlaubt. Vor der Tür und im Außenbereich gibt es aber Aschenbecher für die “Süchtigen”.

Außenbereich - CafĂ© Emaille
Eingang und Außenbereich

Das Publikum würde ich als gemischt bezeichnen, zum einen ist ein großer Teil eindeutig dem studentischen Klientel zuzuordnen, aber auch bürgerliche Familien, Ehepaare und Einzelpersonen waren zu sehen. Recht schnell nachdem wir uns an einem der wenigen freien Tische niedergelassen hatten, brachte uns eine der zahlreich vorhandenen Servicekräfte auch schon die Speisekarten. Zusätzlich fand sich auf dem Tisch ein Aufsteller mit den sogenannten Hammer-Angeboten, verbilligten Speisen die zum Preis von 3,90 Euronen zu haben waren.

Speisekarte - Café Emaille Hammer-Essen - Café Emaille
Links: Speisekarte – Rechts: Hammer-Angebote

Aber auch in der Karte waren diese verzeichnet. Die Speisen im Emaille umfassen eine gut gemischtes Angebot der bürgerlichen Küche, von Schnitzel, Currywurst und Fleischkäse bis hin zu Fischgerichten, Salate und Nudelgerichte war alles zu finden. Außerdem gibt es ein Frühstücksangebot und natürlich eine breite Auswahl an alkoholischen und alkoholfreien Getränken. Häufig wird das selbe Gericht in der Karte einmal mit Bratkartoffeln und einmal, zum etwas günstigeren Preis, mit Salat angeboten.
Während meine Begleiter sich durchgehen für eines dieser Hammer-Angebote entschieden, wählte ich eines der regulären Angebote in Form eines Fleischkäses mit Spiegelei und Bratkartoffeln zum Preis von 5,10 Euronen. Nachdem wir unsere Bestellungen abgegeben hatten dauerte es kaum gefühlte zehn Minuten, bis man uns auch schon unsere Speisen servierte.
Die Qualität der Gerichte würde ich als dem Preis durchaus angemessen bezeichnen. Hinter dem Begriff Bratkartoffeln verbarg sich zwar nicht unbedingt dass, was ich als solche bezeichnen würde – viel mehr handelte es sich um frittierte und gesalzene Kartoffelscheiben. Jeder Speise lag neben einem Salatblatt und einem Streifen Paprika auch noch eine kleine Tüte Haribo Gummischnuller bei.

Fleischkäse mit Spiegelei
Fleischkäse mit Bratkartoffeln

Schnitzel mit Bratkartoffeln - Café Emaille
Schnitzel mit Bratkartoffeln

Wie ich des weiteren hörte und las, finden im CafĂ© Emaille am Wochenende Abends auch Live-Auftritte verschiedener Bands statt. Da ich aber das nicht testen konnte, möchte ich es hier nur erwähnt haben.
Insgesamt eine günstige und recht schmackhafte Möglichkeit in der Karlsruher Innenstadt zu günstigen Preisen reichlich zu essen. Eindeutig nichts für den hohen kulinarischen Anspruch, aber dennoch sehr empfehlenswert.

Mein Beitrag zu Cafe Emaille – Ich bin JaBB – auf Qype

Die Kaki-Frucht – mal näher betrachtet

Monday, November 9th, 2009
Kaki chopped

Heute bin ich endlich mal dazu gekommen die Kaki zu testen. Dieses auch unter den Namen Honigapfel, Persimone oder Sharonsfrucht bekannte Obst war mir in der ganzen Form bisher unbekannt, nachdem ich sie nun geöffnet hatte weiß ich, dass ich sie schon vor Jahren in den Obstsalaten vom Asia-Obst- & Gemüseladen in der Oberlauengasse in Jena(siehe dazu hier oder hier) gegessen hatte und sie dort immer – Asche auf mein Haupt – für eine Melonenart gehalten hatte. Schäm
Die Haupterntezeit der Kakis, deren weltweite Ernte im übrigen zu 90% aus China, Japan und Korea stammt, ist Oktober und November – wir befinden uns also derzeit tatsächlich in der Haupterntezeit für die Frucht. Vor allem in Asien werden diesen Früchte heilende Wirkungen zugeschrieben – vor allem bei Magenproblemen und Bluthochdruck, aber auch bei Husten soll sie helfen.
Des weiteren sind Kakis parthenocarp, das heißt dass sie auch Früchte ansetzen, wenn die Blüten nicht bestäubt werden. Kommt es zur Bestäubung bilden sich im Fruchtfleisch bis zu acht Samen und die Früchte werden etwas größer. Im unreifen Zustand enthalten die Früchte viel Tannin, was ihren Geschmack etwas herber macht (was an Birne und Aprikose erinnert), je reifer sie jedoch werden lässt dieser Geschmack immer mehr nach. Außerdem findet sich viel Beta-Carotin (Provitamin A) darin, was sie ernährungsphysiologisch sehr interessant macht.
Da sie die Frucht bereits einige Tage gelegen hatte, ließ sie sich mit Hilfe des extra zu diesem Zweck mitgebrachten Messers (in der Etagenküche auf Arbei gabs leider keine Messer) leicht zerteilen. Ich entschied mich dafür, sie in kleine Schnitzen zu schneiden und das Fruchtfleisch dort heraus zu verzehren. Die Alternative mit dem “Auslöffeln” erschien mir doch eher unpraktisch. Die Schale kann man zwar angeblich bei reifen Früchten gefahrlos mit verzehren, aber so weit wollte ich dann doch nicht gehen.
Geschmacklich erwies sie sich als recht süß, mild und etwas pelzig, ohne dabei jedoch unangenehm zu sein. Das Fruchtfleisch war wenig faserig, sondern eher homogen weich. Kerne fanden sich keine darin, was entweder darauf hinweist dass es sich hier um Früchte von unbestäubten Bäumen oder aber einer Sonderzuchtform wie z.B. der Sharon-Kaki aus Israel handelt. Ich tippe mal auf ersteres.
Nicht unbedingt meine neue Lieblingsfrucht, ich mag es eher säuerlich, aber man kann die Kaki durchaus mal essen. Vor allem weil ich noch zwei rumliegen habe, die ich mir im Laufe der Woche mal zu Gemüte führen werde. 😉