Mama Mancini Lasagne Bolognese – ein Kurzreview [24.12.2011]

“Richtig” zu Heilig Abend gegessen wird erst am späten Nachmittag oder frühen Abend (Fotos folgen), aber als kleinen Appetizer gönnten wir uns heute mal eine Fertig-Lasagne Bolognese der Marke Mama Mancini, gekauft bei Aldi Nord.

Lasagne Bolognese - Mama Mancini

Diese werden verpackt in Folie und einer 1KG Aluschale im Kühlregal (nicht Tiefkühlfach!) zum Preis von 3,48 ÔéČ verkauft, was mich ja etwas stutzig machte weil hier Gehacktes mit verarbeitet worden war. Nach Entfernung der Folie kommt alles für ca 30 Minuten in den Backofen und kann dann verzehrt werden. Ein Schale reicht – je nach Appetit – für 2 bis 3 Portionen. Wie ich feststellen durfte hatte man hier Bolognese und Bechamel-Sauce abwechselnd geschichtet und mit einer dicken Schicht Bechamel abgeschlossen. Käse war wenn ich das richtig gesehen habe keiner drauf, aber die Sauce hatte beim Backen einen dünnen knusprigen Rand gebildet. Geschmacklich war es für eine Fertig-Lasagne aber ganz in Ordnung, auch wenn ich es persönlich etwas zu Bechamelsaucelastig fand. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Ist auf jeden Fall sehr sättigend und aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses (100g = 0,348 Eurocent) kann man sie durchaus auf für den kleinen Geldbeutel weiterempfehlen. Dennoch werde ich in Zukunft wenn möglich natürlich dann doch lieber selbst zum Kochlöffel greifen, denn es geht ja nichts über eine leckere selbst gemachte Lasagne… ­čśë

Meine Wertung:

Die Alm am Rodenberg – Rotenburg an der Fulda – Kurzreview

Am Wochenende entdeckten wir im nordhessischen Städtchen Rotenburg an der Fulda ein Stück bayrischen Kulturgutes in Waldhessen: Die Alm, eine im Wald auf dem Rodenberg gelegene Ausflugsgaststätte die sich recht erfolgreich die Mühe gibt, ein gewisses süddeutsches Flair nach Waldhessen zu bringen. Um eine große, urig eingerichtete Holzhütte herum findet sich eine große Sonnenterasse die zum Teil mit regulären Tischen und Stühlen, zum Teil aber auch mit grob behauenen Holzbänken und Tischen ausgestattet ist.

Hütte - Die Alm - Rodenberg
Die Hütte

Im Gegensatz zu bayrischen Biergärten muss man sich hier aber nicht selbst bedienen, sondern wird von stilecht in Dirndln eingekleideten Damen bedient. Im Angebot findet sich zwar kein Hofbräu oder Erdinger, aber Maisels Weiße und ein dunkles, sehr süffiges Landbier aus der Region. Außerdem gibt es ein übersichtliches Angebot an Speisen, darunter Weißwürste, Schweinesülze, verschiedene Salatteller, Suppen, Flammkuchen in zwei Variationen sowie einige Süßspeisen wie Apfelstrudel und Kuchen.

Blick auf die Sonnenterasse - Die Alm - Rodenberg
Blick auf die Sonnenterasse

Hinter der Hütte gibt es außerdem noch eine große Wiese, auf der nicht nur ein Kinderspielplatz und ein zur kleinen Bühne umgebauter Heuwagen,

Wiesen - Die Alm - Rodenberg
Die Wiese hinter der Rodenberg-Alm

sondern auch ein Pferch mit einigen Ziegen

Ziegen - Die Alm - Rodenberg

Ziegen 2 - Die Alm - Rodenberg
Ziegen an der Rodenberger Alm

und ein kleiner Hühnerfreilauf befindet.

Hühnerstall - Die Alm - Rodenberg
Freilauf für Geflügel

Aus dem Angebot entschied ich mich neben dem bereits genannten Dunkelbier (Göbel Landbier) (3,30 Euro pro 0,5l) für einen Flammkuchen “Traditionell”, der mit einem Preis von 7 Euro zu buche schlug.

Flammkuchen "Traditionell" / Tarte flambee
Flammkuchen

Auf einem hauchdünnen, crepes-artigen Teig kam ein großer, mit Sauerrahm und Schmand bestrichener und mit reichlich Speck, Zwiebeln und Schalotten belegter Flammkuchen auf einem Holzbrettchen, dem man sofort anmerkte dass er offensichtlich frisch gebacken worden war. Gab es absolut nichts dran auszusetzen – ich fand ihn absolut lecker und weiterempfehlenswert.
Auch insgesamt war mein Eindruck dieser kleinen Ausflugslokalität durchgehend positiv. Das Angebot ist ausgewogen, die Bedienkräfte schnell und meist präsent wenn man sie braucht und die angebotenen Getränke sind von guter Auswahl. Kann diese kleine Gaststätte ohne Vorbehalt weiter empfehlen.

Salt – Ein kurzes Filmreview

Kurzfristig entschlossen wir uns heute Abend noch ins Kino zu gehen – wobei die Wahl auf das hier bereits schon mal vorgestellte Autokino in Aschheim bei München und den Film Salt fiel.
Ich muss zugeben dass ich wenig über den Film wußte und die Werbeclips welche im TV liefen mich auch nicht sonderlich angesprochen hatten. Ich überlegte sogar, ob ich nicht noch kurzfristig absage – bin jetzt aber froh es nicht getan zu haben.
Angelina Jolie spielt Evelyn Salt, eine CIA Agentin die glücklich verheiratete einem deutschen Arachnologen in Washington D.C. arbeitet. Während eines Verhörs eröffnet der russische Überläufer Orlov, dass in Kürze ein Anschlag auf den russischen Präsidenten während der Beerdigung des amerikanischen Vizepräsidenten geplant sei. Und dass der Name des Attentäters Evelyn Salt sei – und natürlich gerät sie sofort unter Verdacht eine Schläferin zu sein und soll eigentlich verhört und inhaftiert werden. Doch sie kann ihren Kollegen entkommen, ebenso wie es Orlov gelingt zu fliehen. Als sie entdeckt dass ihr Ehemann verschwunden ist, entwickelt sich der Film schließlich zu einem wendungsreichen Actionspektakel, wie ich es schon länger nicht mehr gesehen habe. Gut, es gibt eindeutig Parallelen zu der Bourne Identität und teilweise sind die Entscheidungen welche Evelyn Salt trifft nicht ganz einleuchtend, aber die Geschichte um russische Schläfer, Anschläge auf Präsidenten, drohende Kriege und eine listenreiche, fast unbezwingbare Agentin war die sechs Euro Eintritt auf jeden Fall mehr als Wert. Denn dieser Agententhriller war meiner Meinung mehr als nur solides Actionkino. Da hat Phillip Noyce auf jeden Fall mal wieder gute Arbeit abgeliefert – und Raum für einen zweiten Teil hat man auch gleich gelassen. Die Entscheidung für den heutigen Kinobesuch hat sich aus meiner Sicht auf jeden Fall gelohnt

Die Legende von Aang (3D) – ein Filmreview

Gestern war mal wieder Kino angesagt. Und da das Forumskino auf der Museumsinsel ja inzwischen leider geschlossen ist, entschieden wir uns mal in den Mathäser Filmpalast in der Bayerstraße nahe des Hauptbahnhofes von München zu gehen. Die Beinfreiheit vor den Sitzen erwies sich hier sogar als deutlich besser als in den Forumskinos, nur der Winkel war nicht ganz so steil wie dort und kann bei großen Personen in der Sitzreihe direkt vor der eigenen zu leichter Beeinträchtigung des Sichtfeldes führen. Ansonsten ein durchaus empfehlenswertes Kino.

Mathäser Filmpalast München

Ich selbst wäre ja mit der S- und U-Bahn hin gefahren, doch mein Kollege meinte das Auto wäre preisgünstiger – wo ich ihm durchaus zustimme – daher begaben wir uns mit dem Wagen in die Innenstadt. Die Parkplatzsituation rund um den Hauptbahnhof ist natürlich nicht gerade rosig, also stieg ich früher aus und holte schon mal die Karten während er einen Parkplatz suchte. Unsere Wahl war beim Film auf “Die Legende von Aang” – natürlich in 3D – gefallen – eine Realfverfilmung des bereits seit einiger Zeit hier in Deutschland auf Nick laufenden US-Zeichentrickserie Avatar – Herr der Elemente (engl. Avatar – The last Airbender). Als Avatar konnte die Realverfilmung natürlich nicht an den Start geben, denn dieser Titel war ja bereits kurz zuvor schon von James Camerons letztem Film belegt worden. Ich selbst habe einige Teile davon mir auch schon in der Zeichentrickversion angeschaut und war recht begeistert davon.

Kinokarte

Obwohl eine reine US-Serie ist sie sowohl von den Figuren als auch von der Handlungsweise der Charaktere stark vom japanischen Anime-Stil bestimmt, aber imitiert ihn dabei nicht eindeutig. Die Handlung spielt in einer fiktiven Welt, in der vier Nationen leben, denen jeweils eines der Vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer zugeordnet ist. Jede dieser Nationen bringt sogenannte Bändiger hervor, denen es Möglich ist das jeweilige Element ihres Volkes zu beherrschen und zu beeinflussen. Als einziger beherrschte der Avatar alle vier Elemente und diente über viele Jahrhunderte als zentrale Figur des Friedens zwischen den vier Nationen. Doch eines Tages verschwand dieser Avatar und die imperialistische Feuernation begann Krieg gegen die andere Völker zu führen. Die Geschichte beginnt hundert Jahre nach diesem Verschwinden in einem kleinen Dorf des südlichen Wasserstamms wo das Mädchen Katara und ihr Bruder Sokka im Eis auf den eingefrorenen Jungen Aang stoßen. Wie sich bald heraus stellt ist er der verschwundene nächste Avatar ist und die Geschwister beschließen ihm zu helfen. Verfolgt vom verstoßenen Prinzen der Feuernation Zuko, der versucht mit Hilfe der Gefangennahme des Avatars die Gunst seines Vaters wieder zu erlangen und dem ebenfalls der Feuernation angehörigen General Zhao machen sie sich auf den Weg durch die Welt der Bändiger der Elemente, um dieser den Frieden zurück zu bringen.
Da ich ja erst vor kurzem ein paar Folgen der Zeichentrickversion gesehen hatte, stellte ich recht schnell fest dass die Realverfilmung recht nah am “Original” lag. Zwar kann ich mich nicht entsinnen, dass in der Zeichentrickversion auch der Avatar als Mittler zwischen Menschen und Geisterwelt diente, aber ansonsten konnte ich vor allem zu Beginn einige Szenen sehr eindeutig den gezeichneten Gegenstücken zuordnen. Mir fiel auf, dass die in der Serie durchgehend asiatisch angehauchten Charaktere im Film etwas internationalisiert wurden. Der nördliche Wasserstamm kommt etwas europäischer mit Eskimo-Einschlag herüber und die Feuernation sah für mich teilweise nahöstlich-südländisch aus. Aber das alles sollte den Filmgenuss nicht trüben.
Man merkte stark, dass hier die erste Staffel, das “Buch des Wassers”, die im Original aus 20 Folgen a 30 Minuten besteht, in 100 Minuten Film zusammengepresst wurde, denn der Regisseur M. Night Shyamalan lässt dabei die Tiefe der einzelnen Charaktere etwas auf der Strecke bleiben – und das obwohl der Hauptdarsteller Aang deutlich düsterer und mehr in sich gekehrt rüber kommt als im Original. Aber Trotz der vielen Abweichungen und Einschränkungen weiche ich davor zurück, diese Verfilmung gleich vollkommen zu zerreißen – mir hat es trotzdem gefallen. Auch wenn einige Dialoge durchaus etwas gestelzt wirken und das Bändigen der Elemente immer wieder an mit Kampfsport-Bewegungen gespickte Quigong-Übungen erinnerte – von der Verfilmung einer Zeichentrickserie für Kinder und Jugendliche erwarte ich keine Inszenierung mit vielschichtigen Charakteren oder einem verstrickt-komplexen Handlungsstrang. Ich möchte unterhalten werden – und genau das hat der Film auch bei mir erreicht. Daher hoffe ich, dass auch die anderen Bücher “Erde” und “Feuer” verfilmt werden – ich würde mich sehr darüber freuen.

Die Sekte – Mo Hayder

Nachdem ich mit Tokio (hier mein Review) ja bereits einen Roman der englischen Krimiauthorin Mo Hayder verschlungen und für gut befunden hatte, war ich mit einiger Vorfreude an ihr Folgewerk Die Sekte (engl. Pig Island) aus dem Jahre 2006 ran gegangen, das ich wie immer bei meinem Hörbuch-Dealer Audible erworben hatte. Mit 11 Stunden und 44 Minuten Laufzeit ist dieses ungekürzte Buch kein Leichtgewicht, aber in Zug und S-Bahn gehört hatte ich das Buch schnell durch. Alternativ ist es aber auch in einer gekürzten, etwas über 7 Stunden langen Version verfügbar. Aber ich hatte mich bewusst für die lange Variante entschieden. Gelesen wurde das ganze von David Nathan, den ich ja bereits bei anderen Werken als Sprecher kennen und schätzen gelernt hatte.
Auf der vor der schottischen Küste gelegenen Insel Cuagach Eilean, auch Pig Island genannt, soll der Teufel umgehen. Spätestens seit ein verwackeltes Touristenvideo aufgetaucht ist, welches ein seltsames Wesen am Strand dieses Eilands zeigt, wollen die Gerüchte nicht verstummen. Und die dort lebende fundamental-christliche Glaubensgemeinschaft hat bisher wenig zur Aufklärung beigetragen. Als der Journalist Joe Oakes, dessen Spezialität es ist paranormale und übersinnliche Phänomene zu entzaubern, eine Einladung erhält genau diese Insel zu besuchen, nimmt er diese natürlich gerne an. Auch wenn ihm nicht ganz wohl bei der Sache ist, denn er war am Anfang seiner Laufbahn bereits mit dem Sektengründer aneinander geraten und befürchtet nun dass seine Vergangenheit ihn einholen wird. Doch als er schließlich die Insel betritt, ahnt er nicht dass er eine Kette von Ereignissen aus Gewalt und Mord auslöst, die alles übertrifft was er sich auch nur entfernt vorstellen konnte.
Mo Hayder wählte für ihre Erzählung die Ich-Form und lässt Joe Oakes und stellenweise auch dessen Frau Alex, genannt Lex, die Ereignisse aus jeweils ihrer Sicht erzählen. Dabei geht sie immer wieder sehr detailliert auf die Umgebung ein und lässt Oakes und dessen Frau minutenlang über die Handlungsorte beschreiben, was aber nicht Langeweile ausartet, sondern viel mehr zur Spannung beiträgt, da sich der Leser oder in meinem Fall Hörer dadurch sehr stark mit den Protagonisten identifizieren kann. Wie wohl bei allen Büchern dieser Autorin üblich lässt sie dabei tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und schreckt auch nicht davor zurück Gewalt und Tod sehr detailgenau zu beschreiben. Stellenweise fand ich das Buch zwar etwas langatmig, aber insgesamt hat es meine Erwartungen doch erfüllt – auch wenn ich meine dass die Auflösung am Ende des Buches etwas zu schnell auf nur wenigen Seiten abgehandelt wird. Dabei hatte ich mir die Lösung fast schon gedacht, möchte aber dennoch nicht das Wort “vorhersehbar” verwenden. Aber ich will hier nicht “rumspoilern“, daher belasse ich es bei dieser Andeutung. Ich fand zwar dass dieser Krimi nicht ganz an ihr Werk Tokio heran kam, aber dennoch ein lesenswertes bzw. hörenswertes Buch.
Meine Wertung: 2 Sterne