Blätterteigtaschen mit Krabben, Frischkäse & Dill – das Rezept

Aktuell habe ich noch Urlaub und da ich so natürlich keinen Zugriff auf die Kantine habe entschloss ich mich heute mal wieder zu kochen. Allerdings wollte ich nichts aufwendiges fertigen und beim durchforsten meiner Rezeptsammlung stieß ich dabei auf etwas das mich sofort ansprach: Blätterteigtaschen mit Krabben, Frischkäse und Dill. Einfach zu machen und es klang außerdem noch sehr lecker. Mit Blätterteig hatte ich im Übrigen bisher noch nicht gearbeitet, was einen weiteren Anreiz für mich darstellte. Also schnell die wenigen fehlenden Zutaten eingekauft und los ging es.

Was brauchen wir also für 3 Teigtaschen?

1 Päckchen Blätterteig (275g) – (ich hätte hier natürlich auch selbst Blätterteig machen können, aber ich wollte es wie bereits erwähnt heute nicht so aufwendig gestalteten. Werde das aber bestimmt noch einmal nachholen)
01 - Zutat Blätterteig

100g Krabben – ich wählte hier Nordseekrabben
02 - Zutat Nordseekrabben

1 EL Dill – ich habe für solche Zwecke gehackten TK-Dill, frischer ist natürlich noch besser.
03 - Zutat Dill

1 TL Zitronensaft – da ich wegen eines Teelöffels keine Zitrone auspressen will nehme ich hier Saft aus der Flasche
04 - Zutat Zitronensaft

120g Frischkäse (fettreduziert) – Alternativ würde hier auch Créme fraiche gehen falls man Frischkäse nicht mögen sollte
05 - Zutat Frischkäse

außerdem Salz und Pfeffer zum würzen
sowie ein Eigelb und einen 1EL Milch zum bestreichen der Teigtaschen

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst geben wir den Frischkäse und den Zitronensaft in eine Schüssel und rühren alles glatt.
06 - Frischkäse und Zitronensaft

Anschließend geben wir den Dill hinzu
07 - Dill beigeben

und rühren ihn gut unter.
08 - Verrühren

Es folgen die Krabben
09 - Krabben rein

die wir ebenfalls gut vermengen.
10 - Vermengen

Abschließend schmecken wir alles noch mit Salz und Pfeffer ab.
11 - Würzen

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt um den Backofen auf 200Grad vorzuheizen.

Nun schneiden wir den Blätterteig in sechs etwa gleich große Stücke
12 - Blätterteig schneiden

und legen drei davon auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
13 - Auf Backblech geben

Diese Belegen wir dann mittig mit der Mischung aus Frischkäse, Zitronensaft, Krabben und Dill – dabei achten wir darauf dass rundherum mindestens 1cm Rand bleibt.
14 - Belegen

Anschließend legen wir die drei verbliebenen Blätterteigstücke darüber,
15 - Bedecken

schlagen die Ränder ein Stück um
16 - Umschlagen

und drücke sie z.B. mit der Spitze einer Gabel etwas fest.
17 - Festdrücken

Das Eigelb verquirlen wir dann mit einem Schuß Milch
18 - Ei & Milch verquirlen

und bestreichen die Teigtaschen mit dieser Ei-Milch-Mischung. Das macht sie besonders knusprig.
19 - Bestreichen

Sobald der Backofen vorgeheizt ist geben wir dann unsere Teigtaschen auf mittlerer Schiene hinein und backen sie für ca. 20 Minuten.
20 - In Backofen geben

Beim Backen gehen sie ziemlich hoch – ich vermute dass dies auch mit dem Bestreichen zusammen hängt, da Ei und Milch den Teig versiegeln und die Luft einschließen.
21 - Blätterteigtaschen / Pastry puffs - Fertig gebacken

Nun brauchen wir die nur noch servieren. Aber Vorsicht: Das Innere, vor allem die Frischkäse-Krabben-Mischung, ist am Anfang noch sehr heiß.
22 - Blätterteigtasche / Pastry puff - Auf Teller

Diese Blätterteigtaschen erwiesen sich als wahrer Genuss muss ich sagen. Auch wenn der Teig ziemlich viel an Masse zugenommen zu haben schien, erwies sich der Gros im Inneren als Luft, so dass die Menge an Blätterteig und Krabben wunderbar aufeinander abgestimmt war. Die Krabben-Frischkäsemischung mit ihrer Dill-Note ergab eine wirklich wunderbare Füllung für solch eine Teigtasche.
24 - Blätterteigtasche / Pastry puff - Aufgeschnitten

Und die Zubereitung ist wirklich schnell gemacht – vor allem bei Verwendung fertigen Blätterteigs. Ich schätze Mal dass die reine Zubereitungszeit ohne das Backen etwa zehn Minuten beträgt.
Natürlich spielte ich auch hier mit dem Gedanken den normalen Frischkäse durch Kräuterfrischkäse zu ersetzen, aber durch die Beigabe von Dill hatte ich mir ja im Grunde genommen meinen eigenen Kräuterfrischkäse gemacht und ich war hier auch nicht sicher ob die Kräuter eines gekauften Kräuterfrischkäses so gut mit dem Dill harmonieren würden. Daher denke ich dass die Entscheidung den regulären Frischkäse zu verwenden gut gewesen ist.
23 - Blätterteigtasche / Pastry puff - CloseUp

Sollte man solche Teigtaschen als Partysnack fertigen, könnte man die Größe der einzelnen Tasche vielleicht noch etwas reduzieren um sie besser als Fingerfood verwenden zu können – aber das nur am Rande erwähnt.
Insgesamt war ich auf jeden Fall mit dem Ergebnis dieses kleinen Kochexperiments mal wieder sehr zufrieden. Das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal dass ich etwas mit Blätterteig gemacht habe. Ich hoffe mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Appetit auf diese kleine Leckerei gemacht zu haben und würde mich über Kommentare und Hinweise jeder Art natürlich freuen.

Guten Appetit

Grüne Sauce & Pellkartoffeln

Grüne Sauce & Pellkartoffeln / Green sauce & Potatoes

Die perfekte Möglichkeit übrig gebliebene Eier von Ostern zu verarbeiten: Grüne Sauce. Man nehme (für 4 Portionen):
2 Becher Quark (ca. 1Pfd) (mind. 20% Fett)
1 Becher Schmand
1 Becher Buttermilch (0,5l)
ca. 8 Eier
Salz zum Würzen
1 Pck. 8-Kräuter-Mischung (TK)
Alle Zutaten bis auf die Eier in einer großen Schüssel vermengen und mit Salz abschmecken. Dann die Eier klein schneiden und hinzu geben – am besten mit Hilfe eines Eierschneiders. Alles gut vermengen und am besten mit Pellkartoffeln servieren. Nichts besonderes, aber eine wie ich finde sehr leckere Resteverwertung. Am Schluß sei noch angemerkt dass es sich hier nicht um die Frankfurter Grüne Sauce (die ich hier schon mal gezeigt habe) handelt, sondern um ein Nordhessisches Rezept.

Guten Appetit

Pizza selbst gemacht – das Rezept (Italienischer Teig)

Schon seit einigen spielte ich mit der Idee nach all den Fertigpizzen die ich hier getestet habe mich endlich mal daran zu wagen mir selbst eine Pizza herzustellen. Wie üblich stellte ich dazu einige Recherchen im Vorfeld an und kam zuerst zu der Erkenntnis dass es offensichtlich zwei Grundrezepte für einen Pizzateig gibt: Zum einen den Quark-Öl-Teig und dann einen Hefeteig ohne Quark, der wohl dem italienischen Original am nächsten kommt. Ich wählte für heute die Variante ohne Quark, das andere Rezept werde ich aber später bestimmt noch testen. Die zweite wichtige, ja essentielle Komponente einer Pizza ist natürlich die Pizzasauce. Auch hier gibt es unendlich viele Rezepte, von denen ich einige gelesen habe und mir wie üblich das beste daraus extrahierte und neu zu einem eigenen Rezept zusammensetzte. Den Belag habe ich nur der Vollständigkeit halber hier erwähnt – bei Belegen bleibt es jedem natürlich selbst überlassen was er auf seine Pizza tut. Aber nun genug der langen Vorrede – kommen wir zu meinem heutigen Kochexperiment.

Für eine kleine Pizza (ca. 2 – 3 Portionen) benötigen wir:

Für den Teig:
250g Weizenmehl (Typ 405)
01 - Zutat Weizenmehl

1/2 Würfel frische Hefe (20g)
02 - Zutat frische Hefe

2 TL Honig – wie ich während meiner Recherche las, reagiert Honig besser mit der Hefe und macht den Teig lockerer – die Kulturen der Hefe können den Zucker im Honig einfach besser aufspalten. Das wollte ich natürlich ausprobieren.
03 - Zutat Honig

125ml lauwarmes Wasser
04 - Zutat Wasser

2 gestrichene TL Salz
05 - Zutat Salz

1 EL Olivenöl
06 - Zutat Olivenöl

Für die Pizzasauce:

1 Dose geschälte Tomaten (400g)
07 - Zutat Geschälte Tomaten

1 mittlere Zwiebel
08 - Zutat Zwiebel

2-3 Zehen Knoblauch
09 - Zutat Knoblauchzehen

2 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark

1 Lorbeerblatt
11 - Zutat Lorbeerblatt

1 gehäufter TL Italienische Kräuter (TK) – Alternativ kann man die Sauce aber auch mit Basilikum, Oregano und verschiedenen anderen Gewürzen verfeinern
12 - Zutat Italienische Kräuter

außerdem Salz und Pfeffer – am besten frisch gemahlen und 1-2 EL Olivenöl zum andünsten.

Für den Belag: (Meine Variante)

2-3 frische Champignons
13 - Zutat Frische Champignons

Wurst und Schinken nach Wahl
14 - Zutat Wurst und Schinken

eingelegte Pepperoni
15 - Zutat Peperoni

sowie Käse nach Wahl zum bestreuen – ich entschied mich hier für den geraspelten Mozzarella den ich noch von gestern hatte.

Beginnen wir nun damit, den Teig zuzubereiten. Wir geben das Mehl in eine Schüssel und drücken z.B. mit den Fingerknöcheln eine Mulde hinein. In diese Mulde bröseln wir unsere Hefe.
16 - Hefe in Mehl bröseln

Dann geben wir den Honig auf die Hefe
17 - Honig hinzu geben

und gießen alles mit dem lauwarmen Wasser auf.
18 - Wasser hinzufügen

Nun verrühren wir alles kurz
19 - Verrühren

und fügen dann noch das Salz
20 - Salz addieren

und das Olivenöl hinzu. Das hat vor allem den Hintergrund dass Salz und Hefe in direktem Kontakt (also pur in der Schüssel gemischt) sich nicht vertragen. Salz unterbindet dabei (angeblich) das richtige gehen des Teiges.
21 - Öl hinein

Anschließend kneten wir alles gut ca. fünf Minuten lang durch. Einige Rezepte sprachen davon hier mit den Händen zu arbeiten, ich kann aber nur sagen: Finger weg – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Teig klebt an den Händen fest und lässt sich nur schwer wieder lösen. Ich habe es ausprobiert und mich, nachdem ich die Reste des Teiges die ich so nicht mehr lösen konnte mit warmen Wasser von den Händen gewaschen hatte, dazu entschlossen doch den Mixer mit Knethaken zu verwenden.
22 - Teig vor dem Gehen
Anschließend bestreuen wir den Teig mit etwas Mehl und lassen ihn für ca. 40 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen. Ich deckte alles mit einer Folie und einem Handtuch ab und stellte es einfach in die Sonne, die durch mein Küchenfenster schien.

In der Zwischenzeit wandte ich mich der Pizzasauce zu. Zuerst würfeln wir die Zwiebel
23 - Zwiebel würfeln

und dünsten sie zusammen mit dem gepressten Knoblauch in etwas Olivenöl an.
24 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

Das Tomatenmark geben wir dann zu mit in den Topf und dünsten es ebenfalls kurz mit an
25 - Tomatenmark mit anschwitzen

bevor wir alles mit den geschälten Tomaten ablöschen.
26 - Geschälte Tomaten rein

Nachdem wir alles gut miteinander verrührt und die geschälten Tomaten dabei etwas zerkleinert haben würzen wir alles mit den italienischen Kräutern
27 - Mit Ital. Kräutern würzen

fügen das Lorbeerblatt hinzu
28 - Lorbeerblatt dazu

und schmecken die Sauce abschließend mit Salz und Pfeffer ab.
29 - Mit Pfeffer und Salz abschmecken

Abschließend lassen wir die Sauce für 20 bis 30 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln und rühren sie hin und wieder etwas um. Ist die Sauce fertig, nehmen wir sie von der Platte und lassen sie etwas abkühlen.
30 - Köcheln lassen

Als ich mich nun wieder dem Teig zuwandte, bekam ich einen ziemlichen Schreck als ich das Handtuch entfernte, denn der Teigklumpen wirkte ziemlich riesig
31 - Teig aufgegangen

doch es stellte sich schnell heraus dass sich nur eine große Luftblase im Inneren gebildet hatte, die ich durch einen schnellen Handgriff entleert hatte und so die wahre Masse des Teiges sah.
32 - Wirkliche Teigmenge

Durch das bestreuen mit Mehl war der Teig jetzt auch besser zu handhaben und ich knetete ihn noch einmal kurz auf einer bemehlten Arbeitsfläche durch
33 - Kneten

bevor ich ihn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollte. Dabei kam mir zu Gute dass ich eine Teigrolle (Nudelholz) besitze dass mir hier gute Hilfe leistete, denn der Teig widersetzte sich Anfangs meinen Bemühungen ihn auszubreiten und zog sich immer wieder zusammen. Erst nach einigen Versuchen gelang es mir schließlich einen dünnen Boden als Grundlage für die Pizza zu fertigen.
34 - Teig auf Backblech ausbreiten

Jetzt ist übrigens auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.

Jetzt bestreichen wir unseren Teig mit einer dünnen Schicht der vorhin gefertigten Tomatensauce
35 - Pizzasauce verteilen

und belegen die Pizza dann nach eigenem Gutdünken. Frische Champignons kann man übrigens einfach roh schneiden und auf der Pizza verwenden – ein vorheriges blanchieren wie ich zuerst überlegt hatte ist hier nicht notwendig.
36 - Belegen

Zum Schluß bestreuen wir unsere Pizza noch mit Käse.
37 - Mit Käse bestreuen

Ist der Backofen vorgeheizt, schieben wir unsere Pizza auf der zweiten Schiene von unten ein
38 - In Ofen schieben

und lassen backen sie dort für ca 30 bis 40 Minuten.
39 - Backen

Ist der Käse gut zerlaufen und hat eine leichte Bräunung angenommen, können wir die Pizza schließlich entnehmen.
40 - Fertige Pizza

Jetzt brauchen wir sie nur noch ein passende Stücke zerteilen und können sie dann genießen.
41 - Pizzastück

Der Teig war noch etwas aufgegangen, aber der Boden erwies sich als angenehm dünn und luftig-locker. Hier hatte sich die Entscheidung für das Verwenden des Honigs auf jeden Fall sehr positiv ausgewirkt.
44 - Teigdichte
Und auch die fruchtige Sauce mit ihrer leicht pikanten Würzung erwies sich als sehr gelungen. Für meine erstes in Eigenregie entstandene Pizza ein voller Erfolg. Und auch beim Belag hatte ich, zumindest für meinen Geschmack, eindeutig eine gute Wahl getroffen.

42 - Closeup 43 - Closeup 2

Einzig das kleine Malheur mit dem manuellen Kneten von Anfang hat mich die Lehre ziehen lassen nicht als alles zu vertrauen was anderen in ihren Rezepten vorschlagen. Eventuell hätte ich hier aber auch nur meine Hände vorher etwas mehr mit Mehl bestäuben müssen. Davon aber einmal abgesehen – und es hatte ja auch keinerlei Folgen auf die spätere Pizza – kann ich dieses Rezept aber vorbehaltlos weiter empfehlen – das Ergebnis hat mir letztlich so gut gemundet dass ich wohl nichts übrig lassen werde mit dem ich dann testen könnte ob man eine solche Pizza auf aufwärmen kann. 😉 Auf diesen Part werde ich hier als entgegen der anderen Rezepte mal verzichten.
Natürlich werde ich bei Gelegenheit auch noch einmal andere Rezepte für Pizzateig einem Test unterziehen – vor allem die Variante mit Quark erscheint mir dabei recht vielversprechend. Und auch an der Sauce lässt sich bestimmt noch das eine oder andere Variieren. Mal schauen auf welche Rezepte ich in diesem Bereich noch so stoße. Über Hinweise jeglicher Art bin ich natürlich wie immer dankbar.

Guten Appetit

Lachs-Spinat-Lasagne mit Krabben – das Rezept

Motiviert durch meinen Erfolg bei der Lasagne al forno und inspiriert durch ein Kommentar zu eben dieser Lasagne bei Flickr – an dieser Stelle einen herzlichen Gruß an Britta – entschied ich mich heute dazu eine Lachs-Spinat-Lasagne zuzubereiten. Nach den Backexperimenten der letzten Zeit wollte ich mal wieder regulär kochen. Wie immer wälzte ich dafür einige Rezepte und extrahierte mir aus allen die besten Bestandteile um sie zu einem neuen Rezept zu kombinieren. Dabei stieß ich auch auf ein Rezept, welches dem Ganzen noch Krabben beigab, was ich als sehr lecker ansah und daher hier gleich mit integrierte. Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment.

Für eine Auflaufform (3-4 Portionen) benötigen wir also:

Meeresfrüchte:

200g Lachsfilet (TK)
01 - Zutat Lachsfilet

125g Nordseekrabben (wobei auch Krabben aus anderen Meeren hier funktionieren dürften)
02 - Zutat Krabben

150 – 200g Räucherlachs
03 - Zutat Räucherlachs

Für den Spinat:

350g Blattspinat (ich wählte TK-Ware, geht aber natürlich auch mit frischem)
04 - Zutat Blattspinat

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

2 Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauchzehen

Für die Sauce (Béchamelsauce):

40g Butter
07 - Zutat Butter

40g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
08 - Zutat Mehl

30-40g Käse nach Wahl – ich hatte noch einen kleinen Rest Edamer im Kühlschrank und nahm diesen
09 - Zutat Edamer

200ml Milch
10 - Zutat Milch

150ml Sahne zum Kochen (fettreduziert)
11 - Zutat Sahne

200ml Gemüsebrühe oder Gemüsebouillon
12 - Zutat Gemüsebrühe

Sonstige Zutaten:

Zitronensaft
13 - Zutat Zitrone

1-2 Kugel Mozzarella (nach belieben)
14 - Zutat Mozarella

optional noch eine Handvoll Brösel-Mozarella

ca. 6 Lasagneplatten (am besten die Sorte ohne Vorkochen)
15 - Zutat Lasagneplatten

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss (am besten frische)
und etwas Olivenöl zum braten und dünsten

Kommen wir nun zum eigentlichen Zubereitungsprozess:

Zuerst würfeln wir die Zwiebel
16 - Zwiebel würfeln

und dünsten sie zusammen mit dem gepressten Knoblauch in etwas Olivenöl in einem Topf glasig an.
17 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

Dann fügen wir den größtenteils aufgetauten Blattspinat hinzu – ich habe ihn einige Minuten in der Mikrowelle aufgetaut –
18 - Blattspinat hinzu

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab. Das ganze lassen wir für einige Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln und geben bei Bedarf noch einen Schuss Wasser hinzu.
19 - Spinat würzen

In einem weitere Topf zerlassen wir nun die Butter
20 - Butter zerlassen

und rühren das Mehl unter Zuhilfenahme eines Schneebesens ein.
21 - Mehl einrühren

Kleinere Verklumpungen sind dabei meiner Meinung nach nicht schlimm, denn wenn wir es mit der Gemüsebrühe aufgießen lösen sich diese beim umrühren auf.
22 - Gemüsebrühe aufgießen

Nun geben wir Sahne und Milch hinein,
23 - Milch & Sahne beigeben

fügen den Käse hinzu
24 - Käse beigeben

und lassen es kurz aufkochen bevor wir es mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
24 - würzen

Den Lachs ließ ich dieses Mal ohne Verwendung der Mikrowelle antauen, denn halb gefroren lässt er sich leichter in Würfel schneiden.
25 - Lachs schneiden

Diese Lachswürfel würzen wir mit etwas Zitronensaft sowie Pfeffer und Salz und lassen das Ganze für einige Minuten einziehen.
26 - Lachs würzen und ziehen lassen

Dann braten wir die Lachswürfel mit etwas Öl in einer Pfanne leicht an
27 - Lachs anbraten

und versuchen dabei die Lachsstücke etwas zu zerpflücken bevor wir die Krabben hinzu geben und ebenfalls für einige Minuten mit anbraten. Maximal fünf Minuten auf niedriger Stufe sollten hier reichen, da wir das ganze ja später auch noch im Ofen durchbacken.
28 - Garnelen mit braten

Aprospos Ofen: Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt den Backofen auf 190Grad (Ober- und Unterhitze) vorzuheizen.
Während er Ofen aufwärmt, fetten wir eine Auflaufform aus und bestreichen den Boden mit einer Schicht der Bechamelsauce.
29 - Form mit BSauce bedecken

Darauf legen wir eine Schicht aus Lasagneplatten
30 - Mit Lasagneplatten belegen

welche wir mit einer Schicht des gekochten Blattspinats bedecken.
31 - Blattspinat drauf

Auf den Spinat geben wir nun die Mischung aus Lachs und Krabben. Hier können wir ruhig den kompletten Pfanneninhalt verwenden, jedoch sollten wir dabei die Flüssigkeit die sich gegebenenfalls angesammelt hat in der Pfanne belassen. Hier können wir gegebenenfalls noch ein paar Spritzer Zitronensaft drauf geben.
32 - Krabben-Lachs-Gemisch hinein

Nun folgt wieder eine Schicht Béchamelsauce
33 - BSauce darüber

und eine weitere Schicht Lasagneplatten.
34 - Lasagneplatten

Den Rest des Blattspinats den wir nun auftragen – wir können den Topf hier ruhig auskratzen –
35 - Spinat darüber

belegen wir schließlich mit einer Schicht Räucherlachs
36 - Mit Räucherlachs belegen

welche wir wieder mit dem Rest der Béchamelsauce überdecken.
37 - Mit BSauce bestreichen

Nun belegen wir das ganze mit in Scheiben geschnittenen Mozzarella.
38 - Mit Mozarellascheiben belegen

Da ich nur eine Kugel Mozzarella gekauft hatte, streute ich die verbliebenen Lücken mit etwas Krümel-Mozarella aus. Wäre nicht unbedingt notwendig gewesen, aber geschadet hat es auch nicht. 😉
39 - Bröselmozzarella dazu

Ist der Backofen vorgeheizt geben wir die Auflaufform auf die zweite Schiene von unten dort hinein
40 - In Backofen geben

und belassen sie dort für ca. 40 Minuten. Dabei können wir beobachten wie der Mozzarella verläuft
41 - Mozarella zerläuft

und die oberste Schicht langsam eine bräunliche Färbung annimmt. Dabei blubbert die Béchamelsauce fleißig an den Rändern der Auflaufform.
42 - Bräunung setzt ein

Ist ein gewisser Bräunungsgrad erreicht, können wir unsere Lachs-Spinat-Lasagne entnehmen
43 - Lachs-Spinat-Lasagne / Salmon spinach lasagne - fertig

und z.B. mit Hilfe eines Pfannenwenders portionieren und schließlich servieren.
44 - Lachs-Spinat-Lasagne / Salmon spinach lasagne - Serviert

Das Ergebnis war ein, das kann ich ohne jegliche Vorbehalte sagen, wirklich extrem leckeres Gericht, dass ich mir noch heiß sogleich schmecken ließ. Ich hatte zwar befürchtet dass die Zwiebeln im Spinat etwas zu zahlreich gewesen wären, doch diese Befürchtung erwies sich als vollkommen unbegründet, die Mengen waren bestens miteinander abgestimmt. Die Kombination aus Krabben, Lachsfilet und Räucherlachs hatte sich wirklich als sehr gelungen erwiesen. Natürlich kann man die Schicht mit dem Räucherlachs auch gerne noch etwas dicker gestalten, ich hatte nur eine kleine Packung mit 150g gekauft, jedoch schnell gemerkt dass es hier eine große Packung mit 200g besser gewesen wäre.

45 - Lachs-Spinat-Lasagne / Salmon spinach lasagne -CloseUp

Das aus verschiedenen Quellen von mir neu arrangierte Rezept kann ich auf jeden Fall sehr weiter empfehlen. Natürlich ist so eine Béchamelsauce nicht gerade kalorienarm, aber ich habe da keine wirkliche Alternative gesehen. Ein Rezept hatte diese Sauce durch Schmand ersetzt, doch das erschien mir nicht wirklich sehr lecker. Davon eine fertige Sauce zu kaufen habe ich auch abgesehen, denn ich finde wenn man sich schon die Zeit nimmt und am Wochenende kocht sollte man doch so viel wie möglich selbst herstellen. Der Geschmack ist dann meiner Meinung nach auch eindeutig besser, man weiß ja nicht welche Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker in dieser Art Fertigprodukte zu finden sind. Einzige Ausnahme wäre, wenn es mal wirklich schnell gehen muss – aber das ist bei mir an einem Samstag Nachmittag in der Regel ja nicht der Fall. 😉

Ich wünsche guten Appetit.

PS: Über die Aufwärmbarkeit werde ich hier natürlich wie üblich zu gegebenen Zeitpunkt berichten – denn für mich alleine ist die Portion eindeutig zu groß, da bleibt auf jeden Fall noch etwas für den späteren Verzehr übrig.

Nachtrag, 11.04.2011: Habe das Ganze heute Abend in der Mikrowelle aufgewärmt und war mit dem Ergebnis recht zufrieden. Das Gericht eignet sich durchaus zu aufwärmen – ich hatte da ein wenig Bedenken wegen des Lachses gehabt. Kann also auch diese Kreation vorbehaltlos als Aufwärmgericht freigeben – eine abgedeckte Aufbewährung im Kühlschrank natürlich vorausgesetzt.

Lammeintopf mit Kichererbsen – das Rezept

Wie bereits bei meinem Bericht über den Lammbraten am Dienstag angekündigt, wollte ich dieses Wochenende auch mal wieder etwas mit Lamm zu kochen. Beim Durchstöbern meiner Rezeptsammlung stieß ich dabei auf einen Lammeintopf mit Kichererbsen, der mir recht verlockend erschien. Also stand meine Entscheidung fest und nach einer kurzen Einkaufstour konnte ich an mein heutiges Kochexperiment machen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

300 – 350g Lammfleisch – ich entschied mich für Lammlachse entschieden. Leider weigerte sich der Fleischfachverkäufer von einer anderen Lachse etwas abzuschneiden, daher ergänzte ich dieses Stück von ca. 280g noch um etwas Filet.
01 - Zutat Lammfleisch

1 Dose Kichererbsen 400g – abgetropft
02 - Zutat Kichererbsen

300 – 350g passierte Tomaten
03 - Zutat passierte Tomaten

2 kleine Tomaten
04 - Zutat Tomaten

2 kleine bzw. 1 große Möhre
05 - Zutat Karotten

2 kleine bzw. 1 große Kartoffel (200g)
06 - Zutat Kartoffeln

1 mittlere Zucchini
07 - Zutat Zucchini

1 Gemüsezwiebel
08 - Zutat Zwiebel

2 Zehen Knoblauch
09 - Zutat Knoblauchzehen

100g Erbsen (TK)
10 - Zutat Erbsen

800ml Wasser
11 - Zutat Wasser

1 bis 1,5 TL Harissa
12 - Zutat Harissa

1 Lorbeerblatt
13 - Zutat Lorbeerblatt

2 EL Olivenöl – evtl. etwas mehr
19 - Zutat Olivenöl

sowie zum Hauptwürzen Thymian, Oregano, Zimt und Kurkuma (genaue Mengen folgen weiter unten)
21 - Zutat Gewürze

und zum Abschmecken etwas Salz und Pfeffer.
20 - Zutat Salz Pfeffer

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst schneiden wir das Lammfleisch in ca. 1cm große Würfel,
22 - Lammfleisch würfeln

würfeln die Zwiebel
24 - Zwiebel würfeln

und häuten die Tomaten und schneiden sie ebenfalls in Würfel.
25 - Tomaten würfeln

Nun braten wir die Lammfleisch-Würfel mit dem Olivenöl in einem großen Topf rundherum an, bei Bedarf kann dies auch in mehreren Durchläufen geschehen. Die Fertig gebratenen Fleischstücke entnehmen wir mit einem Schaumlöffel oder einem anderen geeigneten Hilfmittel. Wenn nötig sollte man hier natürlich etwas Öl nachträglich hinzu geben, damit nichts anbrennt.
26 - Lammfleisch anbraten

Ist das Fleisch entnommen, geben wir die Zwiebeln hinzu und pressen mit Hilfe einer Knoblauchpresse die Knoblauchzehen hinzu. Beides dünsten wir unter häufigem Rühren für ein bis zwei Minuten im Topf an.
27 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

Sind diese gut angedünstet, gießen wir alles mit dem Wasser auf
28 - mit Wasser aufgießen

und fügen dann die Fleischwürfel wieder hinzu.
29 - Fleisch wieder beifügen

Alles lassen wir kurz aufkochen. Es entsteht eine dünne Schicht Schaum auf der Oberfläche, die wir mit Hilfe eines Löffel abschöpfen.
30 - aufkochen und abschöpfen

Jetzt geben wir die Harissa-Paste hinein,
31 - Harissa und würzen

fügen die passierten Tomaten hinzu
32 - passierte Tomaten hinzu

und würzen das ganze mit 1/2 TL Thymian
14 - Zutat Thymian

1/2 TL Oregano
14 - Zutat Oregano

1/4 bis 1/2 TL Kreuzkümmel
16 - Zutat Kreuzkümmel

1/8 bis 1/4 TL Zimt
17 - Zutat Zimt

sowie 1/4 TL Kurkuma.
18 - Zutat Kurkuma

Außerdem fügen wir das Lorbeerblatt hinzu.
33 - Lorbeerblatt hinzu

Dann lassen wir das ganze für 15 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln und fügen dann die gewürfelten Tomaten hinzu.
34 - Tomatenwürfel rein

Nun muss unser Topfinhalt für weitere 30 bis 45 Minuten köcheln – wir können diese Zeit nutzen um das restliche Gemüse zuzubereiten.

Wir waschen, schälen und würfeln die Möhren
35 - Karotten würfeln

die Zucchini
36 - Zucchini würfeln

sowie die Kartoffeln und stellen sie beiseite.
37 - Kartoffel würfeln

Nach ca. einer dreiviertel Stunde köcheln probieren wir ein Stück des Lammfleisches ob es angenehm weich ist.
38 - Lammfleisch probieren

Ist dies der Fall entfernen wir das Lorbeerblatt, anschließend können wir das Gemüse wie die Kichererbsen
39 - Kichererbsen hinzugeben

die Karottenwürfel,
40 - Karotten rein

die Kartoffelwürfel,
41 - Kartoffeln dazu

die Zucchiniwürfel
42 - Zucchini hinzu

und die Erbsen hinzufügen
43 - Erbsen in Topf geben

und gut miteinander verrühren.
44 - gut verrühren

Nun lassen wir alles noch einmal 20-25 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln damit das Gemüse gar gekocht wird.

Nach dieser Zeitspanne probieren wir das Gemüse ob es durch ist. Gleichzeitig können wir die Würzung abschmecken
45 - probieren

und mit mehr oder weniger Salz – je nach Geschmack – nachwürzen.
46 - mit Pfeffer und Salz abschmecken

Wenige Minuten später können wir die Platte dann ganz herunter schalten, denn das Gericht ist nun fertig.
46 - Lammeintopf / Lamb stew - Gericht-fertig

Wir brauchen es nur noch zu servieren – wenn vorhanden können wir es noch mit ein paar Minzeblättern garnieren, doch leider hatte ich an diese nicht gedacht und musste daher darauf verzichten.
47 - Lammeintopf / Lamb stew - Gericht-serviert

Ich war wirklich sehr von dem Begeistert was ich da gekocht hatte. Das Lammfleisch war angenehm zart geworden und die Kombination aus Tomaten und Gemüse gab dem ganzen einen wirklich angenehmen, leicht fruchtigen Geschmack. Und auch die ausgewogene Kombination aus verschiedenen Gewürzen tat natürlich ihr übriges dazu, diesen Lammeintopf zu einem leckeren, schmackhaften und sättigenden Gericht zu machen. Einzig einige der größeren Karottenwürfel waren noch etwas “al Dente”, hier wäre es vielleicht sinnvoll gewesen die Möhren einige Zeit vor den anderen Gemüsesorten in den Eintopf zu geben – oder die Möhren eben etwas kleiner zu schneiden. Aber damit erschöpfen sich auch schon die Verbesserungsideen die sich heute im Laufe der Zubereitung ergeben hatte.

48 - Lammeintopf / Lamb stew - CloseUp

Somit kann ich auch mein heutiges Kochexperiment als Erfolg verbuchen. Das Rezept kann ich so wie hier vorgestellt vorbehaltlos weiterempfehlen und jedem Liebhaber von Lammfleischgerichten bedenkenlos ans Herz legen. Natürlich ist auch heute noch etwa eine Portion übrig geblieben, die ich nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren werde. Über die Eignung zum Mikrowellengericht werde ich hier berichten sobald ich es das Gericht aufgewärmt und probiert habe.

Update vom Montag, 21.03.2011: Habe die Reste am heutigen Abend in der Mikrowelle aufgewärmt und kann dieses Gericht vorbehaltlos auch für das Aufwärmen freigeben. Trotz zweitägiger Aufbewahrung im Kühlschrank war das Gericht noch sehr lecker.