Linsen-Frikadellen mit Bratkartoffeln – das Rezept

Heute entschloss ich mich dazu, mal etwas “bodenständiger” zu kochen und wählte als Gericht Frikadellen und Bartkartoffeln. Um das ganze etwas aufzupeppen suchte ich mir dazu eine etwas abweichende Zubereitungsform für die Frikadellen und stieß dabei auf Frikadellen mit roten Linsen. Doch dazu später mehr – denn zuerst kamen die Kartoffeln an die Reihe.
Es ist ja ein wahrer Glaubensstreit ob man Bratkartoffeln nun aus Pellkartoffeln oder frischen, ungekochten Kartoffeln fertigt. Ich bin zwar auch Rezepte gestoßen, die Salzkartoffeln verwenden, aber das ist nur eine ganz kleine Fraktion, die ich hier mal außen vor lassen möchte. Ich selbst kenne es eigentlich nur mit Pellkartoffeln – am besten vom Vortag und abgekühlt, damit sie beim schneiden nicht so zerfallen. Daher kochte ich mir gestern Abend noch meine drei verbleibenden Kartoffeln und befreite sie nach dem Abschrecken mit kaltem Wasser sofort von ihrer Pelle. Nach dem Abkühlen wanderten sie dann leicht abgedeckt in den Kühlschrank.
01 - Pellkartoffeln

Auch beim kochen von Pellkartoffeln gibt es viele Meinungen: Die einen machen es mit reinem Wasser (wie ich), andere fügen Salz oder Gewürze wie Thymian oder Rosmarin mit ins Wasser. Kann man natürlich machen – muss man aber auch nicht. Ich bleibe da dann doch lieber bei reinem Leitungswasser.
Am nächsten Tag begann ich dann mit der Vorbereitung der Frikadellen. Zuerst weichte ich ein gutes halbes Brötchen vom Vortag in Milch ein.
02 - Brötchen in Milch

Natürlich kann man auch Wasser zum einweichen nehmen, aber ich finde dass die Frikadellen “fluffiger” und weniger fest werden wenn Milch verwendet wird – daher wählte ich diesen Weg.
Während das Brötchen sich vollsog, machte ich mich daran ein paar rote Linsen (ca 30g) abzukochen. Da rote Linsen ja geschält sind reichen hierzu 6-8 Minuten – ein vorheriges Einweichen fällt vollkommen weg. Nach dem Kochen schreckte ich sie ab und ließ sie in einem Sieb abtropfen.
03 - Linsen kochen

Das Brötchen wurde dann mit einer Gabel ausgedrückt und zusammen mit ca. 250g Hackfleisch, den Linsen sowie einem Eigelb in eine Schüssel gegeben. Ich verwende anstatt des ganzen Eis nur ein Eigelb, da ich mir habe sagen lassen dass dies zusätzlich zu weniger festen Frikadellen führt. Wir wollen ja hier keine “Bremsklötze” anfertigen. 😉
Die Masse würzte ich noch etwas mit Salz und Pfeffer – jedoch nicht zu viel, da ich dieses mal gewürztes Schweinegehacktes bekommen hatte. Normalerweise bin ich ja ein großer Fan von Frikadellen aus gemischten Gehacktes (Rind und Schwein) – aber leider hatte ich gestern nur reines Schweinegehackte bekommen.
04 - Frikadellen Zutaten

Das ganze Vermenge ich dann kräftig mit den Händen, die vorher etwas angefeuchtet werden. Von der Verwendung einer Küchenmaschine (wenn ich denn mal eine hätte) wurde wie ich bei meiner Recherche herausfand abgeraten, da sie angeblich die Struktur des Fleisches zu sehr zerfetzen würde. Na ja, was soll ich sagen? Gehacktes ist doch nichts anderes als quasi durch einen Fleischwolf zerfetztes Fleisch – da kann man nicht mehr viel mehr zerfetzen – aber vielleicht liege hier ja auch falsch.
Wer will kann auch noch etwas Samba Olek (oder heißt es doch Sambal Oelek?) in die Frikadellenmasse geben.
05 - Samba Olek

Alternativ habe ich noch Zubereitungsformen mit der Zugabe von Zwiebeln, Knoblauch, Senf, diversen Gewürzen bis hin zur Füllung der Frikadellen mit Feta-Käse im Netz gefunden. Das eine oder andere – vor allem die Füllung mit Fetakäse – werde ich auf jeden Fall mal für die spätere Zubereitung speichern.
Schließlich forme ich die Frikadellen und wälze sie abschließend in etwas Paniermehl. Auch hier streiten sich die Geister – es gibt eine große Fraktion von Kochinteressierten, die ihre Frikadellen ohne Paniermehl roh braten – ich jedoch finde es mit einfach leckerer, da die Kruste so knuspriger wird.
06 - Formen und panieren

Nun ging es an die Bratkartoffeln. Zuerst zerließ ich etwas Butterschmalz in einer Pfanne, dann ließ gab ich Speck und Zwiebeln hinzu, die ich etwas anbriet. Als letztes folgten die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln.
06 - Zwiebeln, Speck und Kartoffeln anbraten

Das ganze würzte ich nach Geschmack mit Pfeffer, Salz und etwas süßem Paprikapulver.
07 - Würzen

Kurz bevor sie fertig sind gebe ich noch immer ein bis zwei Eier hinein – das bindet das ganze noch etwas und schmeckt recht lecker.
08 - Ei dazu

Während die Bratkartoffeln auf niederiger Flamme weiterbruzzelten, machte ich mich daran die Frikadellen zu fertigen. Wieder zerließ ich etwas Butterschmalz und gab schließlich die panierten Fleischklöpse hinein, die ich unter häufigen Wenden von beiden Seiten anbriet.
09 - Frikadellen braten

Um sicher zu gehen dass sie auch durch waren, zerteilte ich die größte der drei in der Mitte – und es sah tatsächlich danach aus.
10 - Frikadelle innen

Inzwischen schienen auch die Bratkartoffeln soweit zu sein.
11 - Bratkartoffeln final

Also brauchte ich das ganze nur noch auf einen Teller zu geben und fertig war das Mittagsgericht.
12 - Gericht final

Die Frikadellen sind wirklich extrem gut gelungen – innen schön locker, draußen leicht knusprig und angenehm kräftig im Geschmack. Bei den Bratkartoffeln war ich leider nicht so zufrieden.Obwohl ich große Schreiben geschnitten hatte, waren sie mir beim Braten doch in recht kleine Stücke zerfallen. Außerdem erschienen sie trotz der Beigabe der Eier etwas trocken. Ob das nun an der Kartoffelsorte (es handelte sich um irgendwelche Bio-Kartoffeln aus dem teGut), zu viel bzw. zu wenig Fett oder zu häufigen Wenden meinerseits lag, kann ich leider nicht sagen. Für Hinweise in dieser Sache wäre ich jedoch dankbar. Geschmeckt haben sie aber denoch ganz gut – wenn auch nicht perfekt. Alles in allem ein vollwertiges und schmackhaftes, wenn auch simples Gericht.

Meine Wertung: 2,5 MG

Indisches Naan in der Pfanne

Neben meinem heutigen kleinen Misserfolg konnte ich auch etwas Positives verbuchen: Naan-Brot, das ich aufgrund eines fehlenden Backofens in der Pfanne anfertigte. Was braucht man dazu?

  • 200g Mehl (Typ 405)
  • 50 ml Milch
  • 3/4 TL Trockenhefe
  • 1/2 TL Backpulver
  • 50g Natur-Joghurt
  • ein Ei
  • 1/2 TL Salz
  • Zucker

Sowohl Joghurt als auch Milch sollten hier nicht aus dem Kühlschrank kommen, sondern am besten bereits Zimmertemperatur haben, wenn man sie verarbeitet.
Zuerst geben wir die Milch in eine Schüssel, fügen die Hefe und den Zucker dazu und verühren alles gut miteinander.
01 - Milch, Hefe & Zucker

Das ganze lassen wir für etwa 20 Minuten gehen. Im Rezept stand dass es etwas schäumen sollte – tat es aber bei mir nicht. Davon ließ ich mich aber nicht entmutigen.
Als nächstes siebte ich das Mehl in ein größeres Gefäß.
02 - Mehl sieben

Es folgten Salz, Zucker, das Milch-Hefe-Gemisch, einen 3/4 EL Olivenöl, der Joghurt, das Ei und das Backpulver.
03 - Zutaten in Mehl geben

Nun vermischte ich das ganze und knetete ich den Teig 6-7 Minuten durch. Was hätte ich hier für einen Mixer gegeben. 🙂 Das Kneten mit einem Holzlöffel per Hand ist doch recht anstrengend.
04 - Teig kneten

Die Teigkugel wälzte ich abschließend in etwas Olivenöl zu einer Kugel und ließ den Teig dann für etwas über eine Stunde von einer Folie bedeckt an einem warmen Ort aufgehen.
05 - Teigkugel warm lagern

Ist der Teig aufgegangen und hat seine Masse vergrößert, kneten wir ihn noch einmal für einige Minuten gut durch,
06 - Aufgegangen & Kneten

dann geben wir den Teig auf eine mit Mehl ausgelegte Arbeitsfläche, zerteilen ihn in mehrere Stücke und pressen ihn zu flachen Fladen. Am besten auch die Hände etwas mit Mehl bedecken, denn der Teig klebt ziemlich. 🙂
07 - Teigfladen

Anschließend bestreichen wir eine flache Pfanne mit etwas Fett, lassen sie heiß werden und geben die Teigfladen hinein, um sie von beiden Seiten gut anzubacken. Dabei sollte der Teig etwas aufgehen. Ich bin bei der Backdauer nach Gefühl vorgegangen – man sollte die Fladen aber häufiger wenden, da sie schnell dunkele Stellen bekommen.
08 - Zubereitung

Wäre mein Tikka Masala gelungen, wäre es eine wirklich gute Sättigungsbeilage geworden – so werde ich sie wohl so verzehren müssen. Naan schmeckt zwar frisch am besten – aber man kann es aber notfalls auch abgekühlt noch gut essen.

Bombay Lamm-Curry – das Rezept

Nicht das ich nur indisch kochen würde, aber auch für heute hatte ich mal wieder ein Rezept gewählt, das eindeutig seinen Ursprung auf dem Subkontinent hat. Der Titel war zwar Bombay-Curry, jedoch auch hier mal wieder kein Currygewürz mit dabei. Aber ich denke mir natürlich keine neuen Namen aus, daher übernehme ich den Titel hier einfach. Man kann das Gericht entweder mit Lamm- oder mit Rindfleisch zubereiten – ich wählte die Variante mit Lamm. Und das obwohl Lammfleisch gar nicht mal so einfach hier in Jena zu bekommen ist. Zuerst war ich beim Metzger im Sparmarkt in der Löbstedter Straße, doch dort fand sich gar kein Koch- oder Bratfleisch sondern nur Wurst, Aufschnitt und verschiedene Salate. Als nächstes bin ich zur Fleischerei Puhlfürß am Teichgraben, aber auch dort trotz großen Fleischangebots Fehlanzeige – wieder kein Lamm, das gäbe es nur auf Vorbestellung sagte man mir. Meine letzte Hoffnung waren die Gönnataler Putenspezialitäten in der Grietgasse – und hier wurde ich fündig. Und ich hatte immer gedacht dort gäbe es nur Geflügel. 🙂
Aber genug der langen Vorrede, kommen wir zu den Zutaten die wir für dieses Gericht benötigen. Wir brauchen also

zwei Chilischoten (eigentlich standen grüne Schoten im Rezept, aber ich hatte noch rote im Haus und wollte diese erst einmal verbrauchen)
01 - Zutat Chilischoten

eine halbe Zwiebel (ich nahm hier die verbleibende Hälfte von gestern – das Foto ist eher ein Symbolfoto)
02 - Zutat Zwiebel

eine Zehe Knoblauch
03 - Zutat Knoblauchzehe

Butterschmalz oder Ghee (habe mir endlich mal richtigen Butterschmalz besorgt – der soll ja geschmacklich besser sein)
04 - Zutat Butterschmalz

eine Dose oder Packung stückige Tomaten
04 - Zutat stückige Tomaten

etwas Kokosmilch
06 - Zutat Kokosmilch

ein wenig frischen Ingwer (hatte ich ja auch noch von gestern übrig)
07 - Zutat frischer Ingwer

etwa 200 – 250g Lammfleisch
08 - Zutat Lammfleisch

als Gewürze Koriander, Kreuzkümmel, Chilipulver, Salz und Kurkuma
09 - Zutat Gewürze

und schließlich etwas Basmatireis
10 - Zutat Basmatireis

Für die Zubereitung schneiden wir zuerst einmal wieder die Zwiebel in Würfel,
11 - Zwiebel schneiden

entkernen und zerhacken die Chilischoten
12 - Chili entkernen und schneiden

und zerhacken den Ingwer. Ich hatte die unterste, trockene Schicht dem bereits angebrochenen Stück abgeschnitten und eine kleine Scheibe von der Ingwerwurzel abgetrennt, die ich dann zerkleinerte.
13 - Ingwer stückeln

Das Lammfleisch schneiden wir nun in mundgerechte Stücke. Leider hatte ich nur Schulter bekommen, das ich etwas von Fett und harten Stellen entfernen musste, richtiges Filetfleisch wäre hier mit Sicherheit noch etwas besser gewesen – aber ich war ja froh überhaupt etwas bekommen zu haben.
14 - Lammfleisch schneiden

In einem Topf lassen wir nun auf mittlerer Stufe etwa einen halben Esslöffel Butterschmalz zergehen
15 - Schmalz in Topf


und dünsten die Zwiebeln darin etwas an.
16 - Zwiebeln andünsten

Nun geben wir die geschnittenen Chilischoten, den Ingwer und das gepresste Knoblauch hinein und lassen alles etwas schwitzen.
20 - Chili, Ingwer und Knoblauch

Anschließend folgen Kurkuma, Kreuzkümmel, Chilipulver und Koriander. Hier sollte man Vorsicht walten lassen und gleich nach der Zugabe der Gewürze etwas umrühren, denn die Gewürze neigen dazu anzubrennen. Den Geruch von frisch angebratenen Kreuzkümmel finde ich übrigens sehr angenehm – riecht einfach lecker.
21 - Würzen

Ist alles gut vermengt, geben wir das geschnittene Lammfleisch hinzu
22 - Lamm hinzufügen

und rühren es gut unter bis das Fleisch von allen Seiten angebraten mit der Würzmasse bedeckt ist.
23 - Lamm anbraten

Nachdem alles gut angebruzzelt ist, können wir die gestückelten Tomaten in den Topf geben
24 - Tomaten rein

und würzen das ganze mit etwas Salz.
25 - Salzen

Bei geschlossenem Deckel lassen wir unser Gericht nun auf niedriger Stufe für 1 bis 1,5 Stunden vor sich hin schmoren. Ziel ist es das Fleisch schön weich wird.
26 - Kochen und rühren

Nach etwas mehr als einer Stunde entschied ich mich, mit dem nächsten Schritt fortzufahren.
Eigentlich sollte jetzt ca. 125ml ungesüßte Kokosmilch folgen. Doch als ich die Dose öffnete, erwartete mich eine Überraschung: Der Inhalt war fest und wie eine Paste. Ich hatte eher eine Flüssigkeit erwartet. Aber da das Zeug weder abgelaufen war noch unangenehm roch, entschied ich mich dazu damit zu arbeiten und rührte etwas von der Masse in meinen Topf unter.
27 - Kokosmilch

Nun war es an der Zeit das ganze einmal zu probieren – vor allem das Lammfleisch – um zu prüfen ob alles gut durch war. Dem war so, es fehlte nur noch etwas Salz, das ich hier noch hinzufügte.
28 - Probieren

Abschließend bereitete ich noch den Basmatireis in der Mikrowelle zu, gab alles auf den Teller und fertig war mein erstes selbstgekochtes Bombay Lamm-Curry.
29 - fertiges Gericht

Lamm ist ja das Schlachtfleisch mit dem größten Eigengeschmack und man muß glaube ich dieses Aroma mögen – ich selbst kenne einige Leute, die Lammfleisch ungern verzehren. Ich aber mag es aber – Lammfleisch zählt um ehrlich zu sein sogar zu meinen Lieblingsfleischsorten. Außerdem ist es mit ca. 3,7% Fett auch recht mager. Und was ich hier gezaubert hatte diente durchaus dazu, diese Meinung zu unterstützen. Das Gericht erwies sich als etwas fruchtig im Geschmack und auch angenehm scharf. Die Verwendung von roten, scharfen Thai-Chilischoten hatte sich entgegen meiner ersten Befürchtung doch als gute Idee herausgestellt. Die Masse die ich gekocht hatte reichte für eine gute Portion aus – wer größere Mengen kochen möchte, sollte die Mengen entsprechend anpassen. Alles in allem war ich mit dem Ergebnis mal wieder sehr zufrieden gewesen – wirklich eine leckere Speise, die trotz recht langer Gesamtzubereitungszeit von etwa eineinhalb Stunden einen festen Platz in meiner immer stärker wachsenden Rezeptsammlung finden wird.

Meine Wertung: 3 MG

Dal mit roten Linsen (Linsen-Curry) – Rezept

Heute kochen wir ein indisches Dal, eines der wichtigsten Gerichte der indischen Küche, bestehend aus Hülsenfrüchten – meist Linsen, aber auch Erbsen, Kichererbsen oder Bohnen wären denkbar. Dabei wird Dal wird sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage verwendet. Im Rezept wurde das ganze kurioserweise als Linsen-Curry bezeichnet, obwohl gar kein Curry zum Rezept gehörte – im Garam Masala befindet sich wie ich erfuhr jedoch Curry, von daher lasse ich das mal durchgehen.
Für meine Zubereitungsart brauchen wir folgende Zutaten:

2 frische Tomaten
01 - Zutat Tomaten

eine halbe Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

etwas frischen Ingwer
03 - Zutat frischer Ingwer

etwas Kokos – am besten wären Kokosflocken, aber hatte aber nur etwas Kokos-Instantpulver, das ich mit etwas warmen Wasser anrührte
04 - Zutat Kokos

160 – 200g rote Linsen
05 - Zutat rote Linsen

etwas Schlagsahne
06 - Zutat Schlagsahne

und zum Würzen Chilipulver, Kreuzkümmel, Koriander, Garam Masala, Kurkuma und Salz
07 - Gewürze

Kommen wir zur eigentlichen Zubereitung und beginnen mit den Tomaten:

Natürlich kann man auch Dosentomaten nehmen, aber ich wollte es heute mal versuchen frische Tomaten selbst zu schälen und zu würfeln. Dabei ging ich folgendermassen vor: Zuerst schnitt ich ein Kreuzmuster in die Tomaten (1) und übergoss sie mit heißem Wasser (2). Die Schalen ließen sich zumindest oben tatsächlich leichter lösen (3) – ich hätte jedoch besser auch unten einschneiden sollen, denn je weiter ich nach unten kam, desto schwieriger wurde es, die Schalen zu lösen. Die geschälten Tomaten Viertelte ich (4) und löste mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch daraus (5). Zuletzt würfelte ich das Fruchtfleisch (6). Mit Sicherheit wäre es auch möglich gewesen, das weiche Innere der Tomaten mit zu verwenden – ich entschied mich jedoch für diese Variante.
Ob der Aufwand sich natürlich immer lohnt sei mal so dahin gestellt – Dosentomaten haben hier schon ihre Daseinsberechtigung…
08 - Tomaten schälen

Nun ging ich an die Zubereitung der Linsen. Nachdem ich die Linsen gewaschen hatte
09 - Linsenwaschen

gab ich sie in einen kleinen Topf mit Wasser, kochte sie kurz auf und liess sie auf kleiner Flamme köcheln, bis sie weich und suppig zerfielen. Dabei verlieren sie ihre rötliche Farbe und werden gelb. Sind die Linsen fertig, stellen wir den Topf erst einmal bei Seite.
10 - Linsen kochen

Nun geben wir etwas Öl in einen Topf – besser wäre hier Ghee oder Butterschmalz gewesen, das hatte ich aber nicht im Haus.
11 - Öl in Topf

Sobald das Öl heiß ist, braten wir die Zwiebeln darin an
12 - Zwiebeln anbraten

und würzen das ganze mit etwas Kreuzkümmel. Wer einen Mörser und ganzen Kreuzkümmel hat, kann hier auch grob zerstoßenen Kreuzkümmel verwenden – aber ich griff natürlich auf das zurück was ich im Haus hatte.
13 - Kreuzkümmel

Leider sind mir die Zwiebeln etwas dunkel geworden, die Platte war wahrscheinlich zu hoch eingstellt – also am besten mit niedrigerer Hitze arbeiten
Nun hacken wir das Ingwer klein – ich wählte nur ein kleines Stück vom unteren Ende des Ingwerstücks, ca. 1/3 Esslöffel –
14 - Ingwer fein hacken

und geben ihn ebenfalls in den Topf.
15 - Ingwer dazu geben

Schließlich geben wir noch das Kokos hinzu.
16 - Kokos in Topf

Nachdem alles gut vermischt ist folgen die Tomatenwürfel,
17 - Tomaten in Topf geben

und dann lassen wir bei geschlossenem Deckel das ganze für ca. 10 – 15 Minuten vor sich hin köcheln.
18 - geschlossen Köcheln

Ist alles gut zerkocht, geben wir die Linsen samt der Kochflüssigkeit hinzu.
19 - Linsen dazu geben

Das ganze würzen wir dann mit Kurkuma, Chilipulver und Salz.
20 - Kurkuma 21 - mit Chili würzen 22 - Salzen

Nachdem alles gut vermengt ist löschen wir unser Gericht mit einem Schuß Sahne ab.
23 - mit Sahne ablöschen

Nachdem alles etwas weitere 5 Minuten gekocht hat, würzen wir schließlich noch mit einer guten Prise Garam Masala und Koriander.
24 - Garam Masala 25 - Würzen mit Koriander

Damit ist das Gericht sozusagen fertig – ich garnierte das ganze noch mit etwas Joghurt.
26 - fertiges Gericht

Ich hatte je befürchtet, dass das Gericht etwas lasch werden würde – doch Glücklicherweise vollkommen unbegründet. Wohl vor allem das Garam Masala hatte dem ganzen wirklich einen sehr angenehmen und kräftigen Geschmack gegeben. Nachdem ich den ersten Löffel probiert hatte, war ich wirklich begeistert – ich hätte mich wahrlich hineinknien können. Schnell war der Teller dann auch leer und ich satt. 😉
Alternativ kann man auch indischen Gewürz- oder Basmatireis oder natürlich auch Naan dazu servieren – ich jedoch verzehrte es als eine Art Eintopf. Zubereitungsalternativen wären noch das Anbraten von Chilischoten mit den Zwiebeln oder die Verwendung von Joghurt statt Sahne gewesen. Das Rezept wird auf jeden Fall Einzug in meine Rezeptsammlung halten und es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal das ich dieses vegetarische Gericht gekocht habe.

Meine Wertung: 3 MG

Kartoffel-Möhren-Pfanne mit Pfefferbeißer – das Rezept

Auch heute konnte ich den Herd mal wieder nicht kalt bleiben lassen. 🙂 Bei der Auswahl des zu kochenden Gerichtes fiel meine Wahl auf etwas, das man wohl eher als gute Hausmannskost bezeichnen kann: eine Kartoffel-Möhren-Pfanne. Da ich noch Pfefferbeißer im Kühlschrank hatte, entschied ich mich dazu diese zu verwenden das Gericht zu verfeinern.
Was für Zutaten brauchen wir also ?

2-3 Karotten
01 - Zutat Karotten

Eine halbe Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

Ein halber bis ein dreiviertel Apfel
03 - Zutat Apfel

Zwei Kartoffeln
04 - Zutat Kartoffeln

Speck – ich hatte noch gewürfelten im Kühlschrank, man kann hier aber auch durchwachsenen nehmen und dieses selbst schneiden
05 - Zutat Speck

Etwas Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe

Muskatnuss, Pfeffer und Salz
07 - Gewürze

Ein bis zwei Pfefferbeißer
08 - Zutat Pfefferbeisser

Kommen wir zur Zubereitung:
Zuerst schneiden wir erst einmal wieder die Zwiebel in kleine Stücke.
09 - Zwiebeln schneiden

Ebenso würfeln wir die Karotten,
10 - Karotte würfeln

die Kartoffeln
11 - Kartoffel würfeln

und den Apfel.
12 - Apfel würfeln

Haben wir alles vorbereitet, geben wir etwas Öl in eine Pfanne
13 - Öl in eine Pfanne

und geben den Speck dazu.
14 - Speck dazu

Es folgen die Zwiebelwürfel.
15 - Zwiebeln hinzufügen

Nun geben wir die Karotten in die Pfanne und lassen sie etwas mit anbraten.
16 - Karotten dazu

Es folgen Kartoffelwürfel
17 - Kartoffeln rein

und die Apfelstücke.
18 - Apfelwürfel hinzu

Nach kurzer Anbratzeit geben wir nun ca. 250ml Wasser in die Pfanne
19 - Mit Wasser aufgiessen

und fügen den Würfel mit der Gemüsebrühe hinzu.
20 - Gemüsebrühe einfügen

Nun würzen wir das ganze mit Pfeffer, Salz und Muskatnuß. Aber vorsicht – wenn man später die Pfefferbeißer hinzufügen möchte am besten mit den Gewürzen Pfeffer und Salz sparsam sein, da die Würstchen auch noch gut mitwürzen.
21 - Pfeffern 22 - Salzen 23 - Muskatnuss

Während der Pfanneninhalt auf niedriger Stufe vor sich hin köchelt
24 - Köcheln

zerschneiden wir die Pfefferbeißer in Scheiben
25 - Pfefferbeisser-schneiden

und geben sie zu dem Rest in die Pfanne.
26 - Pfefferbeißer beigeben

Bei geschlossenem Deckel lassen wir das ganze dann für 45 bis 60 Minuten weiterhin auf niedriger Stufe vor sich hinköcheln.
27 - Bei geschlossenem Deckel köcheln

Nach einer Dreiviertelstunde probierte ich das ganze mal, vor allem um zu prüfen welche Konsistenz Karotten und Kartoffeln nun hatten – und neben der Tatsache dass alles gut durch war musste ich auch feststellen, dass die Pfefferbeißer wirklich ziemlich kräftig nachgewürzt hatten. Aber es war mehr als nur genießbar.
28 - probieren

Das Ergebnis war mal wieder wirklich sehr gelungen.
29 - das fertige Gericht
30 - Closeup
Ich hätte wohl beim Pfeffer und Salz sparen können, denn der Geschmack erwies als wirklich ziemlich deftig – wie oben bereits erwähnt wohl eine Folge der Verwendung der Pfefferbeißer, die ich mitköcheln ließ. Letztlich ein wirklich sehr schmackhaftes Gericht, dass ich in dieser Zubereitungsweise vorbehaltlos weiterempfehlen. Ich hatte noch überlegt, gleich am Anfang noch ein paar Chilischoten mit anzubraten – aber das wäre wohl zu viel des Guten gewesen. 😉 Leckere deutsche Hausmannskost würde ich mal sagen. Die oben angegebenen Mengen reichen für eine einzelne gute Portion – wer mehr kochen will sollte die Mengen entsprechend anpassen.

Meine Wertung: 3 MG