Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse [08.08.2013]

Einen Moment liebäugelte ich zwar heute mit der Asia-Thai-Theke, wo mich vor allem das Curry Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce reizte, das dort u.a. neben Asiatischem Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce reizte. Zumal mir das Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit pikanter Paprikasoße und Pommes Frites bei Globetrotter eindeutig zu schwer erschien und mich das Rindergeschnetzelte in Sherrysauce auf Reis bei Tradition der Region visuell nicht sonderlich ansprach. Dann aber entschied ich mich doch für das vegetarische Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse bei Vitality, das mit gerade mal 338 kcal einen angenehm leichten Genuss versprach und somit auch noch den kleinen Becher Rhabarberjoghurt ein wenig rechtfertigte, den ich mir dazu noch aus dem heutigen Dessert-Angebot mit auf das Tablett nahm.

Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse / Roast potatoes with leek & feta

Zwischen den zahlreichen Kartoffelscheiben des Hauptgerichtes fand sich eine bunte Mischung verschiedenster sehr klein geschnittener Gemüsesorten, von denen ich Möhren, Zucchini, Paprika, milde weiße Zwiebeln und Frühlingszwiebeln identfizieren konnte. Alles war angebraten worden und mit Salz, Pfeffer und verschiedenen Kräutern zu einem einfachen, aber sehr schmackhaften Pfannengericht vermengt worden. Dazu passte sehr gut die Garnitur aus frischem Lauch und der gewürfelte Schafskäse. Allerdings sei hier noch zu erwähnen, dass der Schafskäse eine aus meiner Sicht etwas seltsame Konsistenz besaß und ein wenig gelatineartig wirkte, nicht matt und leicht bröselig wie ich ihn sonst kenne und schätze. Da er außerdem auch geschmacklich nicht ganz überzeugen konnte, muss ich hier leider einen winzigen Abzug in der Benotung geben. Das war aber das erste Mal dass ich diese Art von Schafskäse hier angetroffen habe, daher bleibt zu hoffen dass es sich hier um einen einmaligen Fehlgriff beim Einkauf gehandelt hat. Aber der nur ganz leicht gesüßte Joghurt mit seinen Fruchtstücken von knackigem Rhabarber entschädigte mich schließlich wieder mit diesem kleinen Fauxpas.
Natürlich war es das Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit Pommes, das heute am häufigsten von der Allgemeinheit der Gäste gewählt worden war und das somit auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, womit sie ihren Trend ihrer Platzierung auf den vorderen Plätzen, den man schon die letzte Zeit beobachten konnte, fortsetzte. Den dritten Platz belegte das Rindergeschnetzelte in Sherrysauce und auf Platz vier folgte, wie leider üblich, das vegetarische Gericht in Form des Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse. Bei einer solchen Angebotszusammenstellung hätte ich aber auch kaum eine andere Platzierung erwartet.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffelgeröstel: ++
Frische Lauchringe: ++
Schafskäse: +/-
Rhabarberjoghurt: ++

Geschmorte Hähnchenkeule mit Paprikasauce [10.09.2012]

Heute war endlich wieder Mittagessen im Betriebsrestaurant angesagt. 😉 Während die Asia-Theke mit Gerichten wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und mit Moo Pad Prik Bai Karprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaisgemüse in Austernsauce lockte, standen in der regulären Küche eine Geschmorte Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Curryreis bei Globetrotter, Gebackene Polentaschnitte mit feinem Ratatouilleragout bei Vitality und schließlich eine Bratwurstschnecke mit Weinkraut und Kartoffelpüree bei Tradition der Region auf der Speisekarte. Was die Nährwerte angeht wäre natürlich eindeutig die Polentaschnitte gewesen, doch irgendwie war mir heute doch eher nach etwas mit Fleisch, also entschied ich mich schließlich doch für die Hähnchenkeule. Dazu gesellte sich noch ein kleines Becherchen Rhabarberquark von der Dessert-Theke auf mein Tablett.

Hähnchenkeule mit Paprikasauce / Chicken leg with paprika sauce

Zu einer mit angenehm viel Fleisch versehenen und würziger und leicht knuspriger Haut überzogenen, gebratenen Hähnchenkeule gab es eine milde, fruchtige Sauce aus Paprikawürfelchen, Tomaten und Zwiebeln und als Sättigungsbeilage schließlich einen ganz leicht würzigen, gelben Curryreis. Passte wie ich fand geschmacklich sehr gut zusammen – ich war mit meiner Entscheidung für dieses Hauptgericht sehr zufrieden. Beim Rhabarberquark hätte man zwar die zahlreichen Fruchtstücke etwas kleiner schneiden können, aber da das geschmacklich keinerlei Einfluss hatte lasse ich dies nicht negativ in die Bewertung einfließen.
Man schien zwar erwartet zu haben, dass die Bratwurstschnecke heute das beliebteste Gericht sein würde, doch die Vorlieben der Kantinengäste lagen wie ich beobachten konnte doch etwas anders. Auf Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala landete heute nämlich die Hähnchenkeule und erst auf Platz zwei kam die Bratwurstschnecke. Platz drei belegten schließlich die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgte schließlich, wie für vegetarische Gerichte leider meist üblich, die Polentaschnitte auf Ratatouilleragout.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenkeule: ++
Paprikasauce: ++
Curryreis: ++
Rhabarberquark: ++

Holzfällersteak, Kräuterbutter & Country Potatoes [12.07.2012]

Nachdem ich ja mit Gestern schon das zweite Mal diese Woche Asiatisch gespeist hatte, wollte ich mich heute mal wieder auf die reguläre Küche konzentrieren und ließ das Wok-Angebot in Form von Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüse in Currysauce sowie das Gaeng Dang Phed – Gebratene Ente mit frischem Paprika, Zucchini, Bambussprossen in scharfem rotem Curry mal außen vor. Die Papardelle mit Blattspinat und Kren aus der Sektion Vitality sagten mir aber aufgrund des Kren – also Meerrettichs – nicht besonders zu, da Meerrettich eines der wenigen Dinge ist, die ich wirklich nicht mag. Besser klangen da schon die traditionell-regionalen 2 Stück gebackene Camembert mit Preiselbeeren und Salat, aber auch das heutige Sonderangebot in Form von Schweinesülze mit Bratkartoffeln und Remoulade wäre akzeptabel gewesen. Am meisten aber sagte mir schließlich das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Kräuterbutter und Country Potatoes zu, dass heute bei Globetrotter angeboten wurde – daher entschied ich mich schließlich für dieses Gericht und ergänzte es noch mit einem Becherchen Rhabarberquark von der Dessert-Theke.

Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Kräuterbutter

Ich hatte Glück gehabt dass die Schüssel mit den Country Potatoes kurz bevor ich an der Reihe war noch einmal frisch aufgefüllt worden war, denn so erwies sich die wirklich sehr großzügige Portion dieser Sättigungsbeilage als außen angenehm knusprig, innen weich und mehr als ausreichend heiß. Viellicht hätte ich, im Nachhinein gesehen, noch etwas Ketchup mit dazu geben sollen, aber letztlich ging es natürlich auch so. Und auch das in würziger Panada gebratene Schweinenackensteak, das ich mir mit einer der in einer Wasserschale bereitstehenden Kräuterbutter-Stücke garniert hatte, erwies sich als gute Wahl, da es sich als saftig, relativ mager und mit wenig sehnigen oder fettigen Stellen erwies. Insgesamt kein besonders leichtes Gericht, soviel steht fest, aber einmal in der Woche kann ich mir ja durchaus auch mal etwas umfangreicheres Gönnen. Die mit zahlreichen Fruchtstücken versehene, angenehm dickflüssige Rhabarberquark-Zubereitung ergab schließlich einen kleinen, aber wirklich schmackhaften Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Und auch der viele der anderen Kantinengäste schien sich für das Schweinenackensteak mit Country Potatoes entschieden, womit ich ihm ohne jeden Zweifel den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen durfte. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gerichte, aber sehr knapp gefolgt vom ebenfalls recht beliebten gebackenen Camembert. Den vierten Platz teilten sich schließlich die Schweinesülze und die für ein vegetarisches Gericht sehr beliebte Papardelle mit Blattspinat und Kren.

Mein Abschlußurteil:
Holzfällersteak vom Schweinenacken: ++
Country Potatoes: ++
Rhababerquark: ++

Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce [04.04.2012]

Mittwoch ist Fischtag – eine Regel die ich bereits seit langem versuche einzuhalten. Und auch heute fanden sich im Angebot des Betriebsrestaurant gleich wieder zwei Gerichte die diese Anforderungen erfüllten. Zum einen bot die Asia-Thai-Theke neben dem vegetarischen Chop Suey – Gemischtes Asia-Gemüse gebraten in Kokosmilchsauce auch Pla Pad Prik – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce. Da ich aber erst gestern Asiatisch gespeist hatte, entschied ich mich dann doch für das ebenfalls sehr verlockend klingende Gebratene Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce, dazu Wildreis aus der Sektion Vitality. Die traditionell-regionalen Schinkennudeln mit Tomatensauce, der Blumenkohl mit Käsesauce überbacken, dazu Salzkartoffeln bei Globetrotter sowie das Schweineschnitzel in Pilzrahmsauce mit Knöpfle, das als zusätzliches Sonderangebot Einzug auf die Karte gefunden hatte, nahm ich obwohl alles ganz verlockend klang nicht in die nähere Auswahl. Dazu gesellte sich noch eine Schale Heidelbeerquark mit Rhabarber- und Ananasstücken von des Dessert-Theke.

Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce / Hoki filet with fennel vegetables in safran sauce

Der Hit am ganzen Gericht war dabei nicht das in der Panada gebratene, zarte und grätenfreie Hokifilet, sondern das in fruchtig-würziger Safransauce zubereitete Fenchelgemüse mit Möhrenstreifen. Ob dabei echter Safran verwendet worden war, kann ich natürlich nicht beurteilen – aber für mich war es geschmacklich eindeutig das Highlight. Als passende Sättigungsbeilage hatte man schließlich noch eine kleine, aber ausreichende Portion aus Reis und Wildreis mit serviert. Und auch die Quarkzubereitung mit Heidelbeergeschmack, die man mit Rhaberberstücken versetzt und einigen Ananasstücken garniert hatte erwies sich als gute Wahl – nicht zu süß und nicht zu säuerlich.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag heute ganz Unerwartet das Hokifilet scheinbar heute auch mit knappen Vorsprung vor dem unpolierten Schweineschnitzel auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte, auf Platz vier die Schinkennudeln und der Blumenkohl schließlich auf Platz fünf. Eine ungewöhnliche Platzierung, aber aufgrund des leckeren Geschmacks aus meiner Sicht durchaus verständlich. 😉

Mein Abschlußurteil:
Hokifilet: ++
Fenchelgemüse in Safransauce: ++
Wildreismix: ++
Heidelbeerquark: ++

Saltimbocca auf Weizensockel [12.03.2010]

Die heutige Auswahl machte es mir wieder ziemlich schwer das passende zu finden. Gut, die “Gebackene Ananas und Banane” von der Asia-Theke oder das traditionell-regionale Angebot “Apfelstrudel mit Vanillesauce” kamen für mich als Hauptspeise weniger in Frage – ich möchte zu Mittag schon gerne etwas kräftiges und nichts süßes. Da war das andere Asia-Gericht “Gung Po Jau Yu – Tintenfisch gebraten mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce” schon viel interessanter – denn Tintenfisch gehört zu den von mir sehr geschätzten Meeresfrüchten. Aber auch das “Pagnasiusfilet auf buntem Reis mit Curry-Kokossauce” als Globetrotter-Gericht klang nicht nur gut, sondern sah auch so aus. Außerdem gab es außer der Reihe noch als Sonderangebot “Pikantes Reisfleisch“, was wohl die Reste vom gestrigen Gulasch verwertete, aber hier und hier probiert und für gut befunden wurde. Aber da ich meinen geschätzten Lesern auch mal was neues, noch nicht Dagewesenes bieten wollte, entschied ich mich letztlich für das “Saltimbocca vom Hühnchen auf Weizensockel mit Tomate und Zucchini“, welches als heutiges Vitality-Gericht angeboten wurde. Mit 533 kcal (10g Fett, 53g Kohlehydrate und 53g Eiweiß – lt. Angaben der Kantine) hatte es außerdem den Vorteil dass es angenehm leicht war. Da konnte ich mir durchaus auch noch das Rhabarberkompott leisten, welches ich mir als Nachtisch mit auf mein Tablett stellte.

Saltimbocca auf Weizensockel

Der Begriff Saltimbocca oder “Salt’ im bocca” im römischen Dialekt bedeutet so viel wie “Spring in den Mund” und zählt in seiner originalen Zubereitung mit Kalbsschnitzel als Spezialität der römischen Küche. Auf dem eigentlichen Fleisch befindet sich noch Salbei und darüber schließlich eine Scheibe meist luftgetrockneter Schinken. Dass man hier im Betriebsrestaurant, zumindest meines Eindruckes nach, eher Kochschinken verwendet hatte, sei da mal verziehen. An das Salbei hatte man aber gedacht und gleich mehrere Blätter zentral unter dem Schinken platziert. Das wurde mir geschmacklich deutlich bewusst, als ich die Mitte des zwar für Geflügelfleisch typisch trockene, aber schmackhafte Saltimbocca erreichte und das erste Stück des Salbei erwischte. Ich hatte vergessen wie würzig so ein Stück frisches, unzerkleinertes Salbeiblatt sein kann. Aber geschmacklich Einwandfrei und eindeutig sehr lecker wenn man sich daran gewöhnt hat. Der Weizensockel bestand aus gekochtem Zartweizen, einer Sättigungsbeilage die ich meines Wissens in dieser Form noch nie an einem Mittagsgericht hatte. Eine kurze Recherche hier im Blog zeigte auch, dass Zartweizen zwar schon hier im Betriebsrestaurant angeboten, aber noch nie von mir gewählt worden war. Also sozusagen eine kleine Premiere. Geschmacklich muss ich zugeben, dass sie mich im ersten Moment an eine kleinere, deftigere, nicht süße Variante von Kellogs Smacks erinnerten, welche ja ebenfalls aus Weitenkörnern gefertigt werden. Ich musste feststellen, dass es sich bei Zartweizen durchaus um eine Alternative zu den sonst üblichen Sättigungsbeilagen wie Reis oder Kartoffeln handelt – schmeckt wirklich interessant. Das Gemüse in Form von Tomatenstücken und kleinen Zuchiniwürfeln erwies sich als eine scharf gewürzte und perfekt zum Saltimbocca passende Beilage handelte. Ein gut abgestimmtes Gericht, dass wirklich vorzüglich gemundet hat. Und schließlich auch das Rhabarberkompott war etwas ungewöhnliches, aber leckeres Dessert mit seinem doch recht säuerlichen, aber angenehmen Geschmack.
Was heute der absolute Renner unter den Gästen des Betriebsrestaurants war lässt sich wirklich sehr schwierig sagen. Das Pangasiusfilet und das Reisfleisch waren aber deutlich vorne dabei und die Asia-Gerichte dürften sich in ihrer Häufigkeit kaum von diesen beiden Gerichten unterschieden haben. Danach würde ich schon den Apfelstrudel mit Vanillesauce sehen und knapp danach das Saltimbocca. Aber alles natürlich rein subjektiv beurteilt. Ich auf jeden Fall war wirklich sehr zufrieden mit meiner Wahl und werde auf jeden Fall gerne wieder zugreifen, wenn ein solches Gericht irgendwo angeboten wird. Saltimbocca ist wirklich was ziemlich leckeres.

Mein Abschlußurteil:
Saltimbocca vom Hühnchen: ++
Zartweizen: ++
Tomaten-Zucchini-Gemüse: ++
Rhabarberquark: ++