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Rindergulasch & selbst gemachte Semmelknödel – das Rezept

Sunday, May 1st, 2011

Irgendwie war mir mal wieder nach einem schönen kräftigen Rindergulasch.Und wie ich beim Suchen nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine große Auswahl verschiedener Zubereitungen aus denen ich mir das eine oder andere heraussuchte und mir so wie immer mein eigenes Rezept zusammenstellte. Und zu Gulasch passen neben Spätzle nun mal am besten Knödel in irgend einer Form. Da ich keine Knödelmasse, dafür aber noch ein paar altbackene Brötchen im Haus hatte, entschied ich mich dazu dazu einige Semmelknödel selbst herzustellen.

Was braucht man also für ca. 2 Portionen?

300g Rindfleisch (Gulaschfleisch)
01 - Zutat Rindfleisch

Für die Marinade:

3-4 EL Olivenöl
05 - Zutat Olivenöl

1/2 TL Paprikapulver – edelsüß
02 - Zutat Paprikapulver - edelsüß

1/2 TL Paprikapulver – rosenscharf
03 - Zutat Paprikapulver - rosenscharf

1/2 TL Fondor
04 - Zutat Fondor

sowie etwas Pfeffer

Für den eigentlichen Gulasch:

1 gr. Gemüsezwiebel
06 - Zutat Zwiebel

1 mittlere Paprika
07 - Zutat Paprika

1 große Tomate
08 - Zutat Tomate

1 große Möhre
09 - Zutat Möhre

2 Knoblauchzehen
10 - Zutat Knoblauchzehen

100g durchwachsenen Speck
11 - Zutat Speck

500ml Rinderbrühe
12 - Zutat Rinderbrühe

1 EL Griebenschmalz
13 - Zutat Griebenschmalz

2 EL Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark

1 Lorbeerblatt
15 - Zutat Lorbeerblatt

1/2 TL Kümmel
16 - Zutat Kümmel

sowie zum weiteren Würzen Paprikapulver (edelsüß und rosenscharf), Thymian, Majoran, Chili-Würzer, Salz und Pfeffer.
17 - Zutat Gewürze

Für die Semmelknödel:

3 altbackene Semmeln
18 - Zutat Semmeln

1 kl. Zwiebel
19 - Zutat Zwiebel

200 – 250ml lauwarme Milch
20 - Zutat Milch

1 Ei
21 - Zutat Ei

1 EL Petersilie (TK oder frisch)
22 - Zutat Petersilie

1 EL Mehl (Weizenmehl Typ 405)
23 - Zutat Mehl

sowie ggf. etwas Paniermehl zum Eindicken der Knödel falls notwendig.

Zuerst fertigen wir aus 4 EL Olivenöl, Fondor, den beiden Sorten Paprikapulver und etwas Pfeffer eine Marinade,
24 - Marinade herstellen

schneiden das Fleisch in mundgerechte Stücke (wobei wir ggf. noch überflüssiges Fett entfernen können)
25 - Fleisch schneiden

und marinieren dann das geschnittene Rindfleisch dann für ein bis eineinhalb Stunden mit der vorbereiteten Marinade im Kühlschrank.
26 - Fleisch marinieren

Nun wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Nachdem wir die Paprika in Würfel zerteilt haben
27 - Paprika würfeln

schälen wir die Möhre und schneiden sie in dünne Scheiben.
28 - Möhre schneiden

Außerdem häuten wir die Tomate, entkernen sie und zerteilen sie in kleine Würfel,
29 - Tomate schneiden

schneiden die Zwiebel in halbe Ringe
30 - Zwiebel schneiden

und zerteilen den Speck in kleine Würfel.
31 - Speck würfeln

Ist das Fleisch mariniert, zerlassen wir den Griebenschmalz in einem Topf und braten das Fleisch darin scharf an
32 - Fleisch scharf anbraten

um es dann erst einmal beiseite zu legen.
33 - Fleisch beiseite stellen

Im selben Topf schwitzen dann die Zwiebeln und die gepressten Knoblauchzehen an, geben die Speckwürfel zum anbraten hinzu
34 - Zwiebel & Knoblauch anbraten

und addieren schließlich Paprika und Möhrenscheiben um sie für ca. 5 Minuten mit allem Anderen ebenfalls anzuschmoren.
35 - Paprika & Möhren hinein

Schließlich fügen wir das Tomatenmark hinzu und schmoren es auch noch kurz mit an
36 - Schmoren und Tomatenmark rein

bevor wir das Fleisch wieder hinzu geben
37 - Fleisch wieder hinein

und alles mit der Rinderbrühe aufgießen.
38 - Mit Fleischbrühe aufgießen

Es folgen nun das Lorbeerblatt,
39 - Lorbeerblatt dazu

der Kümmel (optional)
40 - Mit Kümmel würzen

und schließlich die anderen Gewürze wie Paprikapulver, Majoran, Thymian, Salz und Pfeffer.
41 - Andere Gewürze

Jetzt lassen wir das ganze kurz aufkochen, geben die geschnittene Tomate hinzu
42 - Tomaten rein

und lassen den Gulasch nun auf niedriger Stufe für 60 bis 90 Minuten leise vor sich hin köcheln.
43 - Köcheln

Wenden wir uns jetzt den Semmelknödeln zu. Dazu zerschneiden wir die altbackenen Semmel in Würfel
44 - Semmeln würfeln

geben sie in eine Schüssel und übergießen sie mit der lauwarmen Milch damit sie sich damit vollsaugen können.
45 - Mit Milch übergießen

Die Zwiebel zerteilen in kleine Würfel,
46 - Zwiebel würfeln

dünsten sie in etwas Butter in einer kleinen Pfanne an und mischen dann die Petersilie unter. Anschließend stellen wir alles beiseite und lassen sie etwas abkühlen.
47 - Zwiebeln andünsten und Petersilie rein

Sind die Semmelwürfel gut durchgeweicht, geben wir das Ei hinein, würzen die Masse mit Salz und Pfeffer und vermengen alles gründlich miteinander.
48 - Semmel mit Ei, Pfeffer & Salz

Dann fügen wir die Zwiebeln mit der Petersilie hinzu, mischen alles noch einmal gut durch
49 - Petersilie & Zwiebel rein

und binden alles schließlich mit etwas Mehl ab.
50 - Mit Mehl binden

Sind die Knödel noch etwas zu feucht, können wir sie mit etwas Paniermehl noch etwas andicken.
51 - Mit Paniermehl verdicken

In einem großen Topf bringen wir nun etwas gesalzenes Wasser zum kochen, dann Formen wir mit feuchten Händen aus dem Teig einige Knödel die wir direkt ins Wasser geben und sie dort für ca. 15 Minuten köcheln. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen – aber hier ist Vorsicht geboten denn sie können auch einfach unten am Boden ankleben, man sollte sie also zumindest zwischendurch mal mit einem Kochlöffel anstubsen.
52 - Knödel kochen

Sind die Knödel fertig, können diese nun noch heiß mit einem kräftigen Kelle Gulasch servieren.
53 - fertiges Gericht

Durch die Beigabe der Tomaten, die sich vollkommen im Gulasch aufgelöst hatten, gaben dem durchaus pikanten Gulasch eine angenehm fruchtige Note. Die Marinade hatte dem Fleisch zwar eine leichte Würze gegeben, aber sie hatte – wohl auch aufgrund der nur kurzen Marinierzeit – nicht ganz die Auswirkung gehabt die ich mir davon erhofft hatte. Außerdem war das Fleisch auch nicht ganz so zart geworden wie ich es erhofft hatte. Karotten waren im Gegensatz dazu angenehm weich gekocht worden und auch an den Paprikastücken gab es absolut nichts auszusetzen. Die Knödel erwiesen sich im ersten Moment zwar von Außen als etwas weich geraten, hier hatte ich wohl etwas zu viel Milch verwendet, aber die Innenstruktur waren Fest und gut gekocht so wie ich es erwartet hatte. Dabei gab die beigefügte Petersilie diesen Knödeln zusätzlich eine leckere Note.

54 - CloseUp

Für meinen ersten selbst gefertigten Gulasch konnte ich mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden sein. Und auch die Knödel waren für eine Erstfertigung nur anhand eines Rezeptes wirklich durchaus gelungen. Nur bei der Milchmenge hätte ich hier etwas sparsamer vorgehen sollen, denn die Außenstruktur war etwas im Kochwasser zerfallen was für mich ein Zeichen war dass die Klöße etwas zu feucht gewesen waren. Aber letztlich ist ja alles gut gegangen, auch wenn der Aufwand natürlich etwas größer war. Ich werde in Zukunft bestimmt das eine oder andere Mal noch weitere Gulaschgerichte ausprobieren – vor allem der original ungarische Pörkölt erschien mir dabei sehr verlockend. Aber auch die Beigabe von weiteren Gemüsesorten oder Kartoffeln ist mit Sicherheit noch eine interessante Option. Mal schauen wann mir wieder mal nach Gulasch ist – ich werde dann natürlich gerne hier darüber berichten.

Guten Appetit

Rinderlendensteak “Madagaskar” [21.04.2011]

Thursday, April 21st, 2011

Das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten in Hoi Sin Sauce und das Moo Pad Bai Kraprao – Gebratene Schweinefleischsstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai Basilikum ließ ich heute mal außen vor, da ich ja gestern bereits asiatisch gespeist hatte. Blieben also noch die Gemüse Paella bei Vitality, der Spießbraten in Zwiebelsauce mit Knödel bei Tradition der Region und schließlich das Rinderlendensteak “Madagaskar” mit Pfefferrahmsauce, dazu Röstkartoffeln aus der Abteilung Globetrotter. Grüne Sauce wäre natürlich noch passender zum heutigen Tag gewesen, aber in Bayern kann ich so etwas ja leider nicht erwarten – daher entschied ich mich nach kurzem Überlegen für das Rinderlendensteak und nahm mir noch einen Becher Erdbeer-Rhabarber-Mousse von der Nachtischtheke.

Rinderlendenstea mit Pfefferrahmsauce / beef loin with pepper cream sauce

Zuerst fragte ich mich natürlich warum man dieses Steak Madagaskar getauft hatte, aber bei Verwendung von Pfeffer in der Sauce – und in Madagaskar wächst ja bekanntlich der Pfeffer – kam ich recht schnell auf die Lösung. Das Steak selbst erwies sich als angenehm zart und fettarm – und auch bei der Menge konnte man nicht meckern. Nur die Temperatur ließ etwas zu wünschen übrig – aber damit muß man in Kantinen nun mal rechnen und da es nur minmal kühler war als erwartet lass ich dies heute mal nicht negativ in die Bewertung einfließen. In Kombination mit der mit einigen winzigen Pfefferkörnern versehenen Rahmsauce sowie den gewürzten Bratkartoffeln erwies sich das Gericht als wirklich recht gelungenes Mittagsmahl. Einzig das Gemüse fehlte mir etwas – aber da hätte eben an der Gemüsetheke zugreifen und extra zahlen müssen – und das ist es mir bei dem eher mittelmäßigen Gemüse nicht unbedingt wert. Das luftig-lockere Mousse mit Erdbeer-Rhabarber-Geschmack entschädigte mich da glücklicherweise etwas.
Und auch die Allgemeinheit der Kantinenbesucher sprach heute dem Rinderlendensteak zu, so dass ich diesem ohne Zweifel den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen kann. Auf Platz zwei folgte meiner Meinung nach der Spießbraten, aber knapp gefolgt von den Asia-Gerichten. Die Gemüse Paella landete schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Rinderlendensteak: ++
Pfefferrahmsauce: ++
Bratkartoffeln: ++

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel [07.04.2011]

Thursday, April 7th, 2011

Mein eigentlicher Plan war es heute gewesen beim Bunten Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus dem Bereich Vitality zuzuschlagen, ein Gericht das ich übrigens hier und hier schon mal versucht und für gut befunden hatte. Aber auch das heutige Globetrotter-Angebot in Form von Spaghetti Bolognese mit Parmesan, die wir von hier, hier ,hier, hier und hier bereits kennen klang nicht übel. Außerdem gab es noch als Zusatzangebot eine Pizza mit Salami, Pilzen, Pepperoni und Käse, die auch sehr lecker aussah. Das Asiatische Gemüse – herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder das Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln und Kartoffeln in Massaman Curry (was ich hier schon mal versucht hatte) schloss ich für heute jedoch aus, da ich ja gestern bereits Asiatisch gegessen hatte. Irgendwie lachte mich dann aber der Sauerbraten mit Semmelknödel und Blaukraut bei den traditionell-regionalen Gerichten irgendwie an und ich änderte meine Entscheidung kurzfristig und griff bei diesem Gericht zu. Dazu nahm ich mir noch einen Becher Weisse Mousse von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel / Marinated beef with red cabbage & dumpling

Habe ewige Zeit keinen Sauerbraten mehr gegessen – glaubt man diesem Blog war es wohl Anfang September 2008 gewesen dass ich so etwas das letzte Mal damals noch in Köln auf dem Tablett gehabt habe. Weiß gar nicht warum ich so lange darauf verzichtet habe, denn so ein in gewürztem Essig marinierter Rinderschmorbraten ist wirklich keine große Kalorienbombe und schmeckt außerdem wirklich sehr lecker. Und auch die hier angebotene Zubereitung erwies sich als recht gut gelungen. Leider waren die beiden Fleischstücke nicht mehr 100%tig heiß, worüber ich jedoch hinweg sehe, da zumindest qualitativ absolut nichts daran auszusetzen gab. In Kombination mit der Sauce sehr gelungen. Und auch das Blau- bzw. Rotkraut erwies sich als sehr lecker und schmackhaft. Einzig dem Knödel kann ich leider keine volle Punktzahl geben, denn hier gab es gleich zwei Kritikpunkte. Zum einen fand ich ihn von der Konsistenz her etwas zu fest geraten und außen war er von einer dünnen Schicht etwas zu trockenen Knödelteigs umgeben. Hat zwar auch ganz gut gemundet, aber von einem perfekten Semmelknödel erwarte ich zumindest eine etwas lockereren Teig. Doch die luftig-lockere Mousse mit weißer Schokolade tröstete mich schnell darüber hinweg.
Bei den anderen Kantinengästen standen heute entgegen meiner Erwartung die Spaghetti Bolognese am höchsten in der Gunst. Ich hätte der Pizza, die auf Platz zwei der allgemeinen Beliebtheitsskala folgte, eher auf dem ersten Platz erwartet. Auf Platz drei folgte dann der Sauerbraten, der somit noch knapp vor den Asia-Gerichten kam. Das vegetarische Ofengemüse folgte schließlich auf Platz fünf. Vegetarische Gerichte haben es halt immer schwer – hätte mich der Sauerbraten nicht so angelacht wäre es aber trotzdem meine erste Wahl gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: +
Weiße Mousse: ++

Gefülltes Bauernomelette mit Salatgarnitur [07.03.2011]

Monday, March 7th, 2011

Nach Asiatischem war mir heute irgendwie nicht, was ich eigentlich schade fand denn das Pad Piew Wan – Schweinefleisch mit Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce klang eigentlich ganz gut und ein paar der Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen hätten als Appertif mit Sicherheit auch nicht geschadet. Aber auch die reguläre Küche wartete mit einigen interessanten Angeboten auf. Im Bereich Vitality standen zum Beispiel Gnocchi mit Austernpilzen , Egerlingen, Spinat und feinem Walnußöl auf der Karte, ein Gericht welches ich hier schon einmal versucht und für gut befunden hatte. Aber auch das Jägerschnitzel in Pilzrahmsauce mit Knöpfle in der Sektion der traditionell-regionalen Gerichte, ein Gericht dass ich in gleicher Form hier bereits verzehrt hatte, erschien recht verlockend. Aber da ich ja immer mal etwas Neues probieren möchte, fiel meine Entscheidung heute dann doch auf das Gefüllte Bauernomelette mit Salatgarnitur, welches heute bei den Globetrotter-Speisen auf der Karte stand. Standardmässig wurde der Salat zwar ohne Dressing serviert, aber da konnte ich an der Salattheke Abhilfe schaffen, wo ich ihn mir mit etwas Balsmico-Walnussöl-Dressing garnierte. Abschließend nahm ich mir noch ein Dessert von der Theke, das ich zuerst nicht genau identifizieren konnte, das mich visuell aber sehr ansprach.

Gefülltes Bauernomelette mit Salat / Omelette farmer style with salad

In einer Tasche aus gebratener Eimasse fand sich eine Mischung verschiedenen Fleischsorten, ich entdeckte Geflügel- und Rindfleisch und meine auch etwas Schweinefleisch verzehrt zu haben. Damit vermengt waren Erbsen, Zucchiniwürfel, Tomaten und Karotten, überbacken war das Ganze mit etwas Käse. Sehr lecker muss ich sagen. Einzig die Eimasse erschien mir eher wie eine Fertigmischung, das war aber geschmacklich zu vernachlässigen. Und auch die Garnitur aus Karotten, Feldsalat und Streifen anderer Gemüsesorten erwies sich als frisch und schmackhaft und ergab in Kombination mit dem selbst gewählten Dressing eine gute Ergänzung zu diesem Gericht. Das Dessert erwies sich als eine Drei-Schichten-Kombination aus Aprikosen-Fruchtmischung ganz unten auf Milchreis, welcher noch von einer kleinen Schicht aus grob geriebenem Bananenmus bedeckt war. Auch sehr lecker, da hatte ich eine wirklich gute Wahl getroffen.
Bei der Allgemeinheit der Kantinenbesucher lag aber das Jägerschnitzel ziemlich eindeutig am höchsten in der Gunst und landete so auf Platz eins der Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten meiner Meinung nach die Asia-Gerichte, knapp gefolgt von den Gnocchi auf dem dritten und dem Bauernomelett auf dem vierten Platz. Ich hätte dem Omelette ja eine höhere Platzierung zugemutet, aber meine Beobachtung waren hier recht eindeutig. Ich fand es auf jeden Fall sehr lecker und würde jederzeit wieder bei einem solchen Angebot zugreifen. Einzig Kalorientechnisch war es zwar bestimmt nicht optimal, aber eben sehr lecker.

Mein Abschlußurteil:
Gefülltes Bauernomelette: ++
Salatgarnitur: ++

Gaeng Panang Moo [01.03.2011]

Tuesday, March 1st, 2011

Als ich mich heute auf den Weg in die Kantine machte, war ich mir noch vollkommen unsicher was ich wählen sollte. Der Pikante Kartoffelgulasch aus dem Bereich Vitality, welchen in ich hier in ähnlicher und hier in genau der gleichen Zubereitungsform bereits probiert hatte klang schon einmal recht verlockend und wäre auch kalorientechnisch eine gute Wahl gewesen. Aber auch die Gebratene Hähnchenbrust in Rahmsoße mit Kartoffelröstinchen bei Globetrotter wäre wohl noch vertretbar gewesen. Einzig das traditionell-regionale Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites und Zitrone erschienen mit etwas zu heftig, auch wenn es recht verlockend klang und für Kantinenverhältnisse mal wieder sehr gut aussah. Aber dann entdeckte ich auch an der Asia-Theke einiges interessantes. Die Pad Thai – Gebratene Reisnudeln mit Ei, Lauchzwiebeln, Sprossen und Erdnüssen wären auch durchaus etwas für mich gewesen, aber noch besser klang das Gaeng Panang Moo – Verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry. So etwas hatte ich meines Wissens noch nie probiert – also entschied ich mich heute für dieses Angebot, das wie bei den Asia-Gerichten bei mir üblich mit einer mit süß-scharfer Chilisauce garnierte Schale Reis sowie einem Glückskeks serviert wurde.

In der cremigen Sauce meinte ich neben Schweinefleisch auch Geflügel, wahrscheinlich Pute, und Rindfleisch entdeckt zu haben. Alle drei Fleischsorten erwiesen sich dabei als relativ fettarm und zart gebraten – genau so wie ich es mag. Wie üblich gab es dazu eine bunte Auswahl verschiedener Gemüsesorten, darunter Karotten, Schoten, Zucchini, Sojasprossen, Kohl, Salat, Paprika und Frühlingszwiebeln. Das verwendete Panang Curry gab in Verbindung mit den Kaffir Limetten dem Gericht zwar eine angenehme Würze, ohne dabei aber wirklich scharf zu sein. Wie ich im Rahmen meiner Recherchen feststellte zählt die als Panang oder auch Pahnaeng Curry bekannte und aus Chilischoten, Galgant (Thai-Ingwer), Zitronengras und Koriander hergestellte Thai-Gewürzmischung zu den milderen Currys, also ist das auch verständlich. Lecker war es aber alle Mal – ein Gericht dieser Art würde ich jederzeit wieder wählen. Natürlich gab es auch an der Sättigungsbeilage Reis nichts weiter auszusetzen.
Bei den anderen Kantinengästen fand natürlich das Wiener Schnitzel ganz ohne Zweifel den größten Zuspruch und belegte ohne große Zweifel den ersten Platz. Auf Platz zwei folgte meiner Meinung nach die Hähnchenbrust mit Kartoffelröstinchen, noch vor den Asia-Gerichten auf Platz drei und der Kartoffelgulasch schließlich auf Platz vier. Hier Bewahrheitet sich mal wieder meine Prognose des schwierigen Standpunkts von vegetarischen Gerichten bei der Allgemeinheit, auch wenn Ausnahmen hier hin und wieder natürlich die Regel bestätigen.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Panang Moo: ++
Reis: ++

Schaschlikgulasch mit Paprikareis [07.02.2011]

Monday, February 7th, 2011

Während an der Asia-Theke heute u.a mit Pad Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce oder Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Kaffir Limetten in rotem Panang Curry lockte, standen im Bereich der regulären Küche heute bei Vitality Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout, bei Tradition der Region Schaschlikgulasch mit Paprikareis und bei Globetrotter ein Rinderhacksteak Mexiko mit Mais, Bohnen und Paprika, dazu Kartoffel-Wedges (welches ich hier und hier schon mal versucht hatte) auf der Karte. Ursprünglich war der Schaschlikgulasch ja mit Curryreis angekündigt worden, was ich nicht so passend fand aber mit Paprikareis schien es aktzeptabel zu sein. Natürlich klang auch das Rinderhacksteak gut, aber ich wollte natürlich wie meist etwas auf die Kalorien achten, daher wählte ich das Schaschlikgulasch. Der kleine Becher Walnuss-Mousse denn ich mir dennoch dazu von der Dessert-Theke erschien mir dabei aber nicht so extrem an Nährwerten dass es den Gewinn gegenüber dem Rinderhacksteak mit seinen frittierten Wedges aufgewogen hätte.

Schaschlikgulasch mit Paprikareis / Shashlik goulash with bell pepper rice

Die Gulaschzubereitung mit reichlich Rindfleisch und einigen Paprikastücken erwies sich als angenehm pikant und gut gewürzt. Das Fleisch selbst war außerdem auch angenehm zart und schmackhaft. Dazu passte der mit etwas milderer Paprika und wohl auch Tomaten garnierte Reis wirklich wunderbar. Nur warum man es gerade “Schaschlikgulasch” getauft hatte erschloss sich mir nicht so ganz. Ein ausgewogenes und sehr gelungenes Mittagsgericht, das ich so meines Wissens hier noch nicht probiert hatte – gemeinsam mit dem angenehm luftigen Walnuss-Mousse ein Gericht in der guten Qualität, wie ich sie von diesem Betriebsrestaurant gewohnt bin.
Bei der Allgemeinheit der Kantinenbesucher lag heute aber sehr deutlich das Rinderhacksteak auf dem ersten Platz der Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz folgten die Asia-Gerichte, eng gefolgt von dem Schaschlikgulasch auf Platz drei. Das Zucchini-Möhrenragout folgte schließlich auf Platz vier. Somit entsprach das heutige Gerichte-Ranking auch genau meinen Erwartungen – ich kenne meine “Mitesser” und ihre Vorlieben halt inzwischen wohl auch ganz gut.

Mein Abschlußurteil:
Schaschlikgulasch: ++
Paprikareis: ++
Walnuss-Mousse: ++

Chop Suey mit Ente, Rind & Pute [03.02.2011]

Thursday, February 3rd, 2011

In der regulären Küche standen mit Gnocchi mit Austernpilzen, Ergelingen, Spinat und feinem Walnussöl bei Vitality (habe ich hier schon mal probier), Sauerbraten vom Rind mit Kartoffelknödel bei den traditionell-regionalen Speisen und schließlich Lasagne al forno bei Globetrotter (was ich hier bereits verzehrt hatte) durchaus akzeptable Angebote existierten, wollte ich den Donnerstag nutzen der Asiatischen Küche meine Gunst zu erweisen. Dort standen heute neben Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce und Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massamen Curry heute auch Chop Suey mit Fleisch von Ente, Rind und Pute, mit frischem Gemüse in scharfen roten Curry auf der Karte. Und dieses Gericht mit gleich drei verschiedenen Fleischsorten klang mir sehr verlockend. Außerdem hatte ich dieses scheinbar noch nie probiert gehabt, ein Grund mehr hier zuzuschlagen. Dazu gab es wie immer ein Schälchen Reis, das ich mit etwas süß-scharfer Chilisauce garnierte, außerdem kam noch ein Glückskeks und ein Becher Pfirsichjoghurt hinzu.

Chop Suey with duck, beef & turkey

Ich hatte natürlich versucht eine ausgewogene Menge von allen Komponenten in meine Schale zu bekommen. So gelang es mir alle drei Fleischsorten ausgiebig zu testen. An Ente und Pute gab es absolut nichts auszusetzen, einzig beim Rind entdeckte ich ein bis zwei Stücke, die etwas Knorpel und Fett enthielten – worüber ich aber hinweg sehen kann. Dazu gab es wie bei den Asia-Gerichten üblich eine bunte Auswahl an verschiedensten Gemüsesorten – ich entdeckte Paprika in allen rot, grün und gelb, Salat, Sprossen, Frühlingszwiebeln, Karotten und einiges mehr. Einzig die sonst so vertrauten Zucchini vermisste ich heute, Und alles fand sich ein einer leicht scharfen roten Currysauce, was in der Summe und gemeinsam mit dem Reis ein sehr leckeres und sättigendes Mittagsgericht ergab. Der Joghurt als Nachtisch wäre hier wirklich nicht mehr notwendig gewesen, war mit seinen reichlichen Fruchtstücken dennoch ein gelungener Abschluß des heutigen Mittagmahles. Den Glückskeks hob ich mir aber bis zum Nachmittag auf.
In der allgemeinen Beliebtheit schien meines Eindruckes nach heute die Lasagne al forno den ersten Platz zu belegen. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, aber sehr knapp gefolgt vom Rinder-Sauerbraten. Zwar belegten die Gnocchi damit nur den vierten Platz, aber waren eindeutig auch nicht ganz unbeliebt. Dabei war es natürlich abzusehen gewesen dass Lasagne das Rennen macht, so etwas trifft einfach den Volksgeschmack. Dabei versuche ich immer gegen den Strom zu schwimmen, aber ich bin halt was Essen angeht schon immer ein kleiner Rebell gewesen…

Mein Abschlußurteil:
Chop Suey mit Ente, Rind & Pute: ++
Reis: ++
Pfirsichjoghurt: ++

Tiroler Gröstl mit Spiegelei [18.01.2011]

Tuesday, January 18th, 2011

Zuerst hatte ich ja überlegt heute bei den Asia-Gerichten zuzugreifen, wo sowohl das Tahoo Tod – Tofu gebacken mit Bratgemüse mit Koriandersauce als auch das Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce eigentlich ganz lecker klangen. In der regulären Küche erschienen mir weder die Mexikanischen Chili-Linsen mit Reis bei Vitality als auch der traditionell-regionale Schweinebraten mit Dunkelbiersauce und Kartoffelknödel nicht so verlockend. Einzig die Chicken Wings mit Barbecuesauce und Countrypotatoes wären eventuell in Frage gekommen, aber hier hatte ich kalorientechnisch etwas bedenken. Dann entdeckte ich aber den heutigen zusätzlichen Tagestipp Tiroler Gröstl mit Spiegelei, ein Gericht dass ich meines Wissens noch nie probiert hatte. Also schlug ich hier zu und ergänzte das ganze noch mit einer kleinen Schale Möhren – das erschien mir besser und vor allem Gesünder als ein Dessert.

Tiroler Gröstl mit Spiegelei

Natürlich interessierte mich erst einmal, um was es sich bei diesem “Gröstl” eigentlich handelt. Eine kurze Recherche im Netz zeigte mir, dass es sich hier um ein eigentlich Resteessen handelt, das traditionell aus Kartoffeln, Rind- und Schweinefleisch zubereitet wird, welches gemeinsam mit Zwiebeln in Butterschmal angebraten und dann mit Salz, Pfeffer, Petersilie, Kümmel und Majoran gewürzt wird. Das servieren mit Spiegelei ist hierbei ebenfalls sehr verbreitet. Ich denke dass es sich übrigens auch hier um eine Form der Resteverwertung handelte, aber ich fand dass dies das Gericht keinesfalls abwertete. Zwischen den gebratenen Kartoffelscheiben fanden sich reichlich Rind und auch etwas Schweinefleisch, welches beides in einigermaßen mundgerechte Würfel geschnitten war. Stückweise erwies sich dabei das überwiegende Rindfleisch als etwas trocken, aber insgesamt war der Geschmack vor allem in Verbindung mit den ebenfalls angebratenen Zwiebeln wirklich sehr angenehm und lecker. Zusätzlich hatte man das Gröstl noch mit einer dunklen Sauce versehen, die zwar geschmacklich kaum ins Gewicht fiel, aber wohl verhinderte dass es zu trocken wird. Die Karotten erschienen mir eine durchaus passende Ergänzung zu dem ganzen und waren Qualitativ für eine Kantine absolut in Ordnung. Einzig am Spiegelei muss ich etwas Kritik ausüben, denn hier war das Eigelb geplatzt und das Ei so insgesamt etwas verunglückt. Aber im Allgemeinen muss ich sagen, dass es sich bei diesem Restegericht um eine wirklich leckere Zubereitung handelt. Natürlich waren die Kalorienwerte auch beim Gröstl höchstwahrscheinlich etwas bedenklich, vor allem weil einige Fleischstücke über kleine Fettschwarten verfügten und das Gericht insgesamt in Butterschmalz gebraten war, aber das Risiko gehe ich hin und wieder gerne mal ein wenn es was neues zu probieren gibt.
Die Allgemeinheit der Kantinenbesucher schien heute aber eher den Asia-Gerichten den Vorzug zu geben, daher würde ich diesen heute meinen Beobachtungen nach den ersten Platz zubilligen. Auf dem zweiten Platz folgten die Chicken Wings, aber knapp gefolgt vom Gröstl auf Platz drei, dem Schweinebraten mit Dunkelbiersauce auf dem vierten und letztlich den Mexikanischen Chili-Linsen auf dem fünften Platz.
Morgen muss ich mich dann aber wirklich mal wieder etwas zurückhalten. Ich hoffe dass es ein passables Fischgericht gibt, da kann man eigentlich nur wenig falsch machen. Wir werden sehen was sich dann so auf die Speisekarte verirrt hat.

Mein Abschlußurteil:
Tiroler Gröstl: ++
Spiegelei: +
Karottenscheibchen: ++