Brasato al Merlot – Tessiner Rinderbraten mit Linguine & Broccoli [04.05.2017]

Auch heute bot die aktuell in unserem Betriebsrestaurant stattfindende Schweizer Woche mit einem Brasato al Merlot – Tessiner Rinderbraten mit Linguine und Broccoli ein überaus verlockendes Gericht, dem ich nicht widerstehen konnte. Zwar war die Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites, die man bei Tradition der Region anbot, aber ich suche ja immer nach etwas besonderem. Daher kamen auf der Gemischte Salat mit gebackenen Camembert und Preiselbeeren, dazu Kräuterbaguett sowie die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane oder Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce auch nicht in die nähere Auswahl. Dazu nahm ich mir noch einen Krautsalat aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Brasato al merlot (Tessin roast beef with linguine & broccoli / Tessiner Rinderbraten mit Linguine & Broccoli)

Der KRautsalat erwies sich leider als vollkommener Fehlgriff, denn er bestand aus rohen, grob gehobelten Weißkohl mit etwas Essig und Kümmel, erschien dabei aber eher lieblos zusammengewürfelt. Schmeckte mir überhaupt nicht, daher ließ ich ihn nach zwei Bissen links liegen. Der Rinderbraten in seiner dickflüssigen, würzigen Rotweinsauce war wiederum wunderbar gelungen, denn das Fleisch war wunderbar zart und saftig geworden und zerfiel regelrecht auf der Zunge. Wirklich sehr lecker. Dazu passte gut das gedünstete Broccoli, das noch leichten Biss besaß und natürlich die einigermaßen al dente gekochten Linguine, also eine Art flache Spaghettinudeln. Ich bereute nur, dass ich mir keinen Löffel mit aufs Tablett getan hatte, denn mit Messer und Gabel alleine ließen sich die Nudeln nur schlecht verzehren. 😉
Dennoch war es – natürlich – die Currywurst, die sich heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Aber der Rinderbraten auf dem zweiten Platz lag ihr dicht auf den Fersen. Auf Platz drei sah ich heute die Asia-Gerichte, die aber nur knapp vor dem Camembert auf dem vierten Platz kamen.

Mein Abschlußurteil:
Rinderbraten: ++
Rotweinsauce: ++
Broccoli: ++
Linguine: ++
Krautsalat: –

Svickova – Böhmischer Rinderbraten – Gasthaus Butz

Heute Abend verschlug es uns zum Abendessen ins Gasthaus Butz in Aschheim bei München, einem gemütlichen kleinen Gasthaus, das vor allem mit seiner typisch böhmischen Küche wirbt. Aus dem dortigen Angebot entschied ich mich nach einigem überlegen schließlich für den Svickova, einem typisch böhmischen Rinderlendenbraten, der zuerst einige Tage mariniert und nach der Zubereitung mit Preiselbeeren, Schlagsahne und böhmischen Knödeln, also Semmelknödeln, serviert wurde.

Svickova - Böhmischer Rinderbraten / Bohemian roast beef

Vor allem die Schlagsahne fand ich als Garnitur eines Rinderbratens zwar im ersten Moment etwas ungewöhnlich, erwies sich aber ebenso wie die Preiselbeeren als geschmacklich doch sehr gut passend zu den zwei angenehm zarten und würzigen Stückchen gebratenen Rindfleischs. Und auch die vier Scheiben böhmischer Knödel mit ihrer Garnitur aus Röstzwiebeln und frischen Frühlingszwiebeln erwiesen sich als sehr gelungen. Einzig von der sämigen Sahnesauce hätte es gerne ein wenig mehr sein können. Insgesamt ein Gericht, dass eindeutig jeden Cent seines Preises von 11,80 Euro wert war. Und auch die anderen Gerichte wie böhmische Steaks mit Kartoffelkruste, die Schäufele (Schweineschulter), die verschiedenen Schnitzel-Zubereitungen oder die Schweinshaxe aus der Speisekarte erschienen überaus verlockend. War bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir dort gespeist haben – ich kann dem Gasthaus Butz in Aschheim nur meine Empfehlung aussprechen.

Rinderbraten in Rotweinsauce [24.10.2013]

Kurz überlegte ich heute noch einmal an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen, wo neben dem vegetarischen Chop Suey – Gemischtes Asia-Gemüse mit gelben Thai Curry in Kokosmilchsauce vor allem das das Gaen Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce sehr ansprechend aussah. Denn obwohl die Farmerkatzoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse bei Vitality heute ebenfalls sehr verlockend aussah, war mir doch nach Fleisch und das Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites erschien mir etwas zu gewöhnlich. Aber zum Glück gab es ja noch den Rinderbraten mit Rotweinsauce und Butternudeln im Bereich Tradition der Region. Dieser wurde zwar ohne Gemüse serviert, aber dem ließ sich glücklicherweise durch eine Kombination aus Erbsen, Möhren und Schwarzwurzeln aus dem heutigen Angebot an der Gemüsetheke behoben werden. Und wenn ich schon so umfangreich speisen sollte, durfte natürlich auch ein kleines Dessert nicht fehlen. Hier entschied ich mich nach kurzem Abwägen für einen Apfelquark.

Rinderbraten in Rotweinsauce mit Butternudeln / Beef roast with red wine sauce and butter noodles

Das Highlight des Gerichtes waren ohne Frage die beiden etwas fingerdicken Scheiben zarten und angenehm fettarmen Rinderbratens in ihrer dunklen, leicht dickflüssigen und herb-würzigen Rotweinsauce. Für ein Betriebsrestaurant wie dieses ein wirklich sehr hochwertiges Stück Fleisch. Dazu passten die Butternudeln aus angenehm al dente gekochten Penne unerwartet gut, auch wenn ich persönlich Knödel bevorzugt hätte. Und obwohl man ihm anmerkte, dass es einige Zeit warm gehalten worden war, gab es auch an der Gemüsemischung aus Erbsen, Möhrenwürfeln und Schwarzwurzel-Streifen nichts nennenswertes auszusetzen. Insgesamt eine wirklich sehr leckere Zusammenstellung. Der mit gewürfelten Apfelstückchen garnierte Quark, der auch über ein eigenes Apfelaroma verfügte, schloss das Mittagsmahl schließlich erfolgreich ab.
Dennoch lag das Cordon bleu mit Pommes Frites heute mit uneinholbar großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz folgte zwar der Rinderbraten, dieser konnte sich aber nur knapp gegen die Asia-Gerichte auf Platz drei durchsetzen. Platz vier belegte schließlich die vegetarische Farmerkartoffel mit Blattspinat. Wirklich schade, dass die anderen Gäste ein schnödes Cordon bleu einem so leckeren, zarten Rinderbraten vorgezogen hatten – aber wenn irgendwo Pommes als Sättigungsbeilage beigelegt sind, ist in den meisten Fällen eigentlich klar, dass dieses Gericht auf Platz eins landet. 😉

Mein Abschlußurteil:
Rinderbraten: ++
Rotweinsauce: ++
Butternudeln: ++
Gemüse-Mix: ++
Apfelquark: ++

Rinderbraten reloaded

Rinderbraten / Roast beef reloaded

Heute zum Neujahrstag (der dieses Jahr ja leider auf einen Sonntag gefallen war) mussten noch die Reste vom gestrigen Silvestergericht verbraucht werden. Im Grunde genommen handelte es sich also um die selbe Zusammenstellung wie gestern Abend, einziger Unterschied war das vorherige anbraten der Spätzle. Das Rotkraut war frisch zubereitet worden. Dabei hat das Rindfleisch durch das Aufwärmen nichts an Konsistenz oder Geschmack eingebüßt. Weiterhin sehr lecker, vielleicht sollte ich mich demnächst auch mal in einem meiner Kochexperimente mit so etwas beschäftigen. Aber nicht sofort – so lecker er auch ist habe ich aktuell erst mal genug davon… 😉

Salat & Rinderbraten in Rotweinsauce [31.12.2011]

Als Silverstermahl für den Jahreswechsel 2011 / 2012 war die Wahl auch dieses Mal wieder auf eine interessante, wenn auch nicht außergewöhnliche Kombination gefallen. So reichte man als Vorspeise eine mit einem einem leichten Essigdressing und ein paar Zwiebeln angemachten Nüsschensalat, den sich die Gäste nach freiem Gutdünken mit Kürbiskernen und angebratenen Baconstücken garnieren konnten.

Salat und Schinkenstreifen / Salad & Bacon

Als Hautspeise gab es schließlich einen gut durchgeschmorten und dadurch angenehm zarten Rinderbraten in Rotweinsauce mit würzigem Rotkraut und selbst gemachten Spätzle aus glutenfreiem Mehl – was man ihnen allerdings nicht anmerkte.

Rinderbraten mit Rotkraut & Spätzle / roast beef with red cabbage & spaetzle

Ich selbst hätte das große Stück Rindfleisch wahrscheinlich noch mariniert, aber auch ohne diese Vorbereitung erwies sich der magere und zum servieren in dicke Scheiben geschnittene Braten als sehr gelungen. Natürlich hat Rindfleisch nicht so viel Eigengeschmack wie zum Beispiel Lamm, aber hier kann durch die Röstaromen beim Anbraten sowie eine gut gewürzte Rotweinsauce in welcher der Rinderbraten geschmort wird und die dabei in das Fleisch eindringt leicht Abhilfe geschaffen werden.
Ich fand es sehr gelungen und möchte den Köchinen auf diesem Weg noch einmal meinen Danke für das leckere Abendessen und den gelungenen gestrigen Jahreswechsel aussprechen.

Frohes neues Jahr