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Udon-Nudelpfanne mit Rindfleisch – das Rezept

Saturday, November 10th, 2018

Da ich für mein Glasnudel-Curry vom letzten Wochenende etwas zu viele Udon-Nudeln eingekauft hatte, entschloss ich mich diesen Samstag dazu zumindest einen Teil davon zu verbrauchen und mir eine Udon-Nudelpfanne mit Rindfleisch, Broccoli, Möhren & Pilzen zuzubereiten, die ich mit einer asiatischen Saucenmischung würzte. Für diejenigen die den Begriff Udon noch nicht kennen: Die Udon ist eine aus Salz, Wasser und Weizenmehl hergestellte Nudelsorte und gilt mit ihrer weißen bis cremeweißen Farbe und ihrer weichen und elastischen Konsistenz als dickste Nudel der japanischen Küche. Man bekommt sie hier in Deutschland, wenn überhaupt, im Asia-Laden oder, wie ich, über das Internet. Im regulären Supermarkt habe ich sie bisher noch nicht entdecken können, auch nicht in denjenigen mit großer Asia-Abteilung. Dabei gibt es sie zum einen in getrockneter Form zum kochen oder in bereits vorgekochter Form und luftdicht verpackt. Ich hatte mich für die vorgekochte Variante entschieden, die in nur 3-4 Minuten bereits gar ist. Sie eignet sich daher wunderbar für die schnelle Küche. Traditionell wird die Udon übrigens gerne in traditionellen japanischen Suppen verwendet, aber wie ich mit diesem Beitrag zeigen werde, eignet sich sich auch wunderbar als Sättigungszutat in einer Fleisch-Gemüsepfanne.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

500-600g Broccoli (sollte effektiv ca. 220g Röschen ergeben)
01 - Zutat Broccoli / Ingredient broccoli

2 mittelgroße Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

220g braune Champignons
03 - Zutat Pilze / Ingredient mushrooms

400g Udon-Nudeln
04 - Zutat Udon-Nudeln / Ingredient udon noodles

400g Rinderfilet
05 - Zutat Rinderfilet / Ingredient beef sirloin filet

Für die Gewürzmischung
100ml helle Sojasauce
06 - Zutat helle Sojasauce / Ingredient light soy sauce

3 Esslöffel Austernsauce
07 - Zutat Austernsauce / Ingredient oyster sauce

1 Esslöffel frisch geriebener Ingwer
08 - Zutat frisch geriebener Ingwer / Ingredient freshly grated ginger

1 Esslöffel brauner Zucker
09 - Zutat brauner Zucker / Ingredient brown sugar

je 1/2 Teelöffel frisch gemahlener Pfeffer & Chiliflocken (z.B. Pul Biber)
10 - Zutat Pfeffer & Chiliflocken / Ingredient pepper & chili flakes

2 Zehen Knoblauch
11 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic gloves

1 Teelöffel geröstetes Sesamöl
12 - Zutat Sesamöl / Ingredient sesame oil

sowie etwas Olivenöl zum braten

Beginnen wir – wie üblich – mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir erst einmal die Möhren
13 - Möhren schälen / Peel carrots

und schneiden sie in schmale Streifen. Ich hatte mir dazu mal endlich einen Julienne-Schneider besorgt, mit dem dies ganz einfach von statten ging.
14 - Möhren in dünne Streifen schneiden / Cut carrots in thin slices

Außerdem schneiden wir den Broccoli in kleine Röschen und waschen diese kurz unter fließendem Wasser – vor allem bei unverpackt verkauften Broccoli.
15 - Broccoli zerkleinern / Chop brocoli

In einer größere Schüssel geben wir dann sie Soja- und Austernsauce,
16 - Soja & Austernsauce in Schüssel geben / Add soy & oyster sauce in bowl

addieren den geriebenen Ingwer,
17 - Geriebenen Ingwer dazu geben / Add grated ginger

streuen den braunen Zucker ein,
18 - Braunen Zucker addieren / Add brown sugar

geben den Teelöffel Sesamöl dazu,
19 - Sesamöl in Schüssel geben / Put sesame oil in bowl

pressen die beiden Knoblauchzehen hinein,
20 - Knoblauchzehen dazu pressen / Squeeze garlic gloves in sauce

geben Pfeffer sowie Chiliflocken hinein
21 - Pfeffer & Chiliflocken addieren / Add pepper & chili flakes

und verrühren alles gründlich miteinander.
22 - Gründlich verrühren / Mix well

Schließlich brausen wir noch die Pilze ab, trocknen sie
23 - Pilze waschen / Wash mushrooms

und schneiden sie in Scheiben.
24 - Pilze in Scheiben schneiden /Cut mushrooms in slices

Außerdem waschen wir auch das Rinderfilet ab, tupfen es trocken,
25 - Rinderfilet waschen / Wash beef sirloin filet

schneiden es entgegen der Maserung in schmale Scheiben
26 - Rinderfilet in dünne Scheiben schneiden / Cut beef sirloin filet in slices

und zerteilen diese dann noch einmal in mundgerechte Streifen.
27 - Rinderfilet in Streifen schneiden / Cut beef filet slices in stripes

Jetzt können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnen und erhitzen etwas Olivenöl auf erhöhter Stufe in einer Pfanne oder einem Wok,
28 - Olivenöl in Wok erhitzen / Heat olive oil in wok

geben die Rindfleischfilet-Streifen hinein,
29 - Rinderfiletstreifen in Wok geben / Put beef stripes in wok

braten sie scharf für 4-5 Minuten rundherum an
30 - Rinderfiletstreifen anbraten / Fry beef sirloin filet

und entnehmen sie dann erst einmal wieder und stellen sie bei Seite.
31 - Rinderfiletstreifen entnehmen / Remove beef stripes

In den nun leeren Wok mit seinen Bratrückständen geben wir anschließend die Broccoli-Röschen,
32 - Broccoli in Wok geben / Put broccoli in wok

die Möhrenstreifen
33 - Möhren addieren / Add carrots

sowie die Pilzscheiben
34 - Pilze hinzufügen / Add mushrooms

und dünsten alles bei gelegentlichem umrühren für 5-7 Minuten an, bis es einigermaßen durchgegart ist. Dabei braucht vor allem der Broccoli seine Zeit, es gilt: je größer die Röschen, desto länger die Garzeit.
35 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

Zum gegarten Gemüse geben wir dann die Udon-Nudeln,
36 - Udon-Nudeln in Wok geben / Put udon noodles in wok

fügen auch die zuvor angebratenen Rinderfilet-Streifen wieder hinzu
37 - Rindfleischstreifen addieren / Add beef stripes

und übergießen alles mit der zuvor hergestellten Würzsaucen-Mischung.
38 - Saucenmischung eingießen / Drain sauce mix

Jetzt brauchen wir alles nur noch gründlich miteinander zu vermischen und für weitere 3-5 Minuten im Wok zu wenden, bis die Udon-Nudeln gar und das Rindfleisch wieder heiß ist.
39 - Beef udon stir fry - Mix / Rindfleisch Udon-Nudelpfanne - Vermischen

Anschließend können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
40 - Beef udon stir fry - Served / Rindfleisch Udon-Nudelpfanne - Serviert

Die Kombination aus wunderbar zartem und saftigen Rinderfilet, teilweise noch leicht knackigen, aber gut durchgegarten Gemüse und elastischer Udon-Nudeln in der angenehm aromatischen und, dank der Chiliflocken und des Ingwer, gleichzeitig deutlich pikanten Würzsauce-Mischung erwies sich als wirklich überaus gut gelungenes und sehr leckeres Asia-Gericht, das man aufgrund des relativ geringen Aufwandes bei der Zubereitung auch gut mal unter der Woche zubereiten kann. Ob man in diesem Fall natürlich teures Rinderfilet verwendet, sei jedem selbst überlassen – ich kann mit das Gerich auch gut mit Schweinefleisch oder Geflügel vorstellen, selbst Tofu wäre denkbar. Ein einfaches, aber sehr schönes und vor allem schmackhaftes Rezept, das ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann.

41 - Beef udon stir fry - Side view / Rindfleisch Udon-Nudelpfanne - Seitenansicht

Guten Appetit

Rinderfilet-Ragout mit Champignons in Sauerrahm – das Rezept

Friday, September 7th, 2012

Heute entschloss ich mich dazu, mal wieder etwas zu kochen. Beim durchsehen meiner Rezepte stieß ich dabei auf dieses Rezept für Rinderfilet-Ragout mit Champignons in Sauerrahm auf Tagliatelle al spinaci, das es mir wert erschien mal ausprobiert zu werden. Zwar gehört Rinderfilet nicht gerade zu den billigsten Fleischsorten – ich habe für mein Stück vierzehn Euro gezahlt – aber das war es mir wert, zumal das Ergebnis sich als wirklich gelungen und sehr lecker erwies. Aber damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum eigentlichen Rezept:

Für zwei Portionen benötigen wir:

180g braune Champignons
01 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

4-5 Frühlingszwiebeln
02 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

250g Rinderfilet
03 - Zutat Rinderfilet / Ingredient beef tenderloin

100g Tagliatelle al spinaci (Bandnudeln mit Spinat)
03 - Zutat Bandnudeln / Ingredient tagliatelle

150ml Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 EL Rapsöl (oder ein anderes neutrales Pflanzenöl)
06 - Zutat Rapsöl / Ingredient rapeseed oil

1/2 TL grüne Pfefferkörner
07 - Zutat grüne Pfefferkörner / Ingredient green pepper

1 TL mittelscharfen Senf
08 - Zutat Senf / Ingredient mustard

3 EL Sauerrahm (Sour cream)
09 - Zutat Sauerrahm / Ingredient sour cream

3-4 TL 8-Kräuter-Mischung (TK-Ware, bestehend aus Petersilie, Dill, Kresse, Kerbel, Schnittlauch, Sauerampfer & Pimpinelle)
10 - Zutat Kräuter / Ingredient herbs

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Das eigentliche Rezept sprach davon, Sauerrahm mit Kräutern zu verwenden – ich konnte aber im Supermarkt meines Vertrauens keine fertige Mischung aus Sauerrahm und Kräutern finden, also improvisierte ich hier einfach. 😉

Beginnen wir nun damit, etwas gesalzenes Wasser aufzusetzen und zum kochen zu bringen, um darin später die Nudeln zuzubereiten.
11 - Wasser aufsetzen / Put water on

Dann waschen wir die braunen Champignons
12 - Pilze waschen / Clean mushrooms

und die Frühlingszwiebeln gründlich
13 - Frühlingszwiebeln reinigen / Wash spring onions

und schneiden dann die Frühlingszwiebeln in Ringe
14 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut spring onions in rings

sowie, nachdem wir die trockenen Stilenden abgeschnitten haben, die Champignons in Scheiben.
15 - Pilze in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

Anschließend waschen wir auch das Rinderfilet, trocknen es
16 - Rinderfilet waschen / Wash beef filet

und schneiden es dann in ca. 1 cm große Würfel.
17 - Rinderfilet würfeln / Dice beef filet

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen und wir können die Tagliatelle hinein geben.
18 - Nudeln kochen / Cook noodles

In einer größeren Pfanne bringen wir nun das Pflanzenöl auf Arbeitstemperatur
19 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten darin die Rinderfilet-Würfel rundherum an.
20 - Rinderfilet anbraten / Sear beef tenderloin

Ist alles gut durchgebraten, geben wir auch die Frühlingszwiebeln
21 - Frühlingszwiebeln hinzufügen / Add spring onions

sowie die Champignons hinzu
22 - Pilze addieren / Add mushrooms

und lassen alles bei gelegentlichem umrühren für weitere drei bis vier Minuten anbraten.
23 - Anbraten / roast

Dann gießen wir die Gemüsebrühe auf,
24 - Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

geben den Sauerrahm hinzu,
25 - Sauerrahm addieren / Add sour cream

streuen die Kräuter ein
26 - Kräuter einstreuen / Add herbs

und fügen schließlich noch die grünen Pfefferkörner
27 - Pfefferkörner hinzufügen / Add peppercorns

sowie den Senf hinzu.
28 - Senf einrühren / Add mustard

Alles verrühren wir gut miteinander und lassen es dann auf erhöhter Stufe etwas einkochen und reduzieren.
29 - einkochen lassen / reduce

Dabei schmecken wir das Ganze dann noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
30 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

Trifft die Mischung dann unseren Geschmack, was wir einfach durch kurzes probieren feststellen können,
31 - Probieren / Try

brauchen wir nur noch die Nudeln abzugießen (Nicht mit Wasser abschrecken, denn das wäscht angeblich die Stärke ab und lässt die Sauce hinterher nicht haften)
32 - Nudeln abgießen / Drain noodles

und können dann das Gericht, garniert mit einigen frischen Frühlingszwiebel-Ringen, garnieren.
33 - Rinderfiletragout mit Champignons in Sauerrahm / Beef ragout with mushrooms in sour cream - Serviert

Ich war wirklich begeistert von der Zusammenstellung, denn die Mischung hatte vor allem durch den Senf und die Pfefferkörner eine kräftige Würze, die geschmacklich wunderbar mit den zarten Rinderfiletstücken und den Pilzen in ihrer Sauerrahm-Sauce harmonierte. Gemeinsam mit den angenehm al dente gekochten Tagliatelle al spinaci ein wirklicher Genuss wie ich feststellen durfte. Da waren die vierzehn Euro für das Rinderfilet wirklich sehr schmackhaft angelegt gewesen. 😉
Und auch was die Zubereitungszeit angeht durfte ich feststellen dass sich dieses Gericht mit weniger als 30 Minuten Zubereitungszeit angenehm schnell zubereiten lässt.

34 - Rinderfiletragout mit Champignons in Sauerrahm / Beef ragout with mushrooms in sour cream - CloseUp

Werfen wir nun noch einen Blick auf die Nährwerte: Meiner Kalkulation nach hat das ganze Gericht inklusive der Tagliatelle 840kcal, das entspricht also bei zwei Portionen gerade mal 420kcal pro Portion. Angenehm leicht wie ich finde, das kommt meinem stetigen Bestreben der Kalorienreduktion natürlich sehr entgegen. Dabei sind die Portionen wie ich feststellen durfte aber dennoch angenehm groß und reichen vollkommen aus, um einen Erwachsenen satt zu machen. Wer also den hohen Preis für das Rinderfilet nicht scheut, dem sei dieses Rezept wirklich empfohlen. Dabei sei noch angemerkt, dass ich an der Fleischtheke die Frage ob ich denn bayrisches Rinderfilet haben möchte mit Ja beantwortet habe – hätte ich mich genauer erkundigt wäre es bestimmt auch noch billiger gegangen – aber da habe ich erst dran gedacht als ich den Preis auf der Waage sah und da wollte ich dann keinen Rückzieher mehr machen. Das aber nur am Rande erwähnt.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons – das Rezept

Sunday, July 8th, 2012

Nachdem ich ja gestern etwas größeren Aufwand beim kochen betrieben hatte, wollte ich es heute mal etwas simpler halten. Daher entschied ich mich dazu, einen Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons zuzubereiten. Dass ich dazu eine Pfanne verwendet habe ist dabei nur darin begründet, dass ich in der benötigten Größe einfach keinen passenden Topf parat hatte, dass soll am Namen des Rezeptes aber nichts ändern. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein leckeres und schnell zubereitetes Gericht, dass ich hier nun kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

180g Rinderfilet
01 - Zutat Rinderfilet / Ingredient fillet of beef

2 kleine oder 1 große Schalotte
02 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

100-120g Champignons
03 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

1 Dose 3-Minuten-Sauerkraut (350g Abtropfgewicht) (vorgekochtes Sauerkraut mit 3 Minuten Garzeit)
04 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

250ml Rinderbrühe
05 - Zutat Rinderbrühe / Ingredient beef stock

1-2 Zehen Knoblauch (nach eigenem Geschmack)
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

3-4 Cornichons
07 - Zutat Cornichons / Ingredient pickled cucumbers

2 EL Olivenöl
08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

2 EL Saure Sahne
09 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

sowie Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprikapulver zum würzen
10 - Zutat Gewürze / spices

Beginnen wir nun damit, die Schalotten zu schälen
11 - Schalotten schälen / Peel shallots

und sie dann fein zu würfeln. Ich verwendete dazu meine kleine Küchenmaschine, ist so etwas nicht im Haus kann man es natürlich auch mit dem Messer bewerkstelligen.
12 - Schalotten zerkleinern / Grind shallots

Außerdem brausen wir die Champignons unter fließendem Wasser ab, tupfen sie mit einem Küchentuch trocken
13 - Pilze abbrausen / Rinse mushrooms

und schneiden sie in Scheiben. Größere Scheiben wie hier sollte man dabei am besten noch halbieren.
14 - Pilze in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

Nun waschen wir noch das Rinderfilet etwas ab, trocknen es
15 - Fleisch waschen / Wash meat

und schneiden es in Streifen. Auch hier halbierte ich die größeren Stücke noch einmal.
16 - Filet in Streifen schneiden / Cut fillet in stripes

Damit sind die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen und wir können die beiden Esslöffel Olivenöl in eine größere Pfanne oder einen Topf geben, es auf Betriebstemperatur erhitzen,
17 - Öl in Pfanne geben / Add oil

die Schalotten darin andünsten
18 - Schalotten andünsten / roast shallots gently

und schließlich noch den Knoblauch hinzu pressen.
19 - Knoblauch pressen / Add garlic

Anschließend fügen wir noch die Champignonscheiben hinzu
20 - Pilze hinzufügen / Add mushrooms

und braten alles für 3 Minuten unter gelegentlichem Wenden an.
21 - anbraten / roast

Dann geben wir auch die Rinderfilet-Streifen mit in die Pfanne
22 - Filetstreifen addieren / Add beef stripes

und braten sie ebenfalls für ein bis zwei Minuten an
23 - Rindfleisch anbraten / Roast fillet of beef

wobei wir sie mit Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprikapulver würzen.
24 - würzen / taste

Sind die Filetstreifen rundherum angebraten, fügen wir auch das Sauerkraut hinzu
25 - Sauerkraut beigeben / Add sauerkraut

gießen die Rinderbrühe auf
26 - Rinderbrühe aufgießen / Drain beef stock

und lassen alles kurz aufkochen um es dann für weitere drei bis vier Minuten auf mittlere Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.
27 - Aufkochen / Heat up

Dabei probieren wir unsere Kreation auch gleich einmal
28 - Probieren / Try

und schmecken sie noch einmal etwas mit Salz und Pfeffer ab.
29 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Außerdem schneiden wir noch unsere Cornichons in Scheibchen
30 - Cornichons in Scheiben schneiden / Cut cucumbers in slices

und stellen dann die Platte aus, bevor wir sie in unser Gericht unterheben.
31 - Cornichons addieren / Add cucumber slices

Jetzt brauchen wir das Gericht nur noch in einem tiefen Teller anrichten und mit einem Esslöffel Sauren Sahne garnieren, anschließend können wir es servieren und genießen.
32 - Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons / Fillet of beef sauerkraut stew with pickled cucumbers - Serviert

Das Ergebnis war ein würzig-deftiges Gericht, in dem die zarten Rinderfilet-Streifen wie ich fand geschmacklich wunderbar mit dem Sauerkraut und den Cornichons harmonierten. Vermengt mit der Sauren Sahne ein wirklich sehr leckeres, wenn auch für den Sommer fast schon etwas zu deftiges Gericht. Im Grunde genommen handelt es sich dabei ja um eine Abwandlung eines Szegediner Gulasch, in dem man das normale Rind- oder Schweinefleisch einfach durch etwas hochwertigeres Filet ersetzt hat. Auch wenn ich selbst auf eine Sättigungsbeilage verzichtete, könnte ich mir hier gut eine Scheibe kräftiges Bauernbrot dazu vorstellen, mit dem man dann auch die verbliebene Flüssigkeit aus dem Teller noch aufsaugen kann. Auf Kartoffeln oder ähnliches würde ich aber aufgrund der Mächtigkeit dieses Gerichtes eher verzichten.

33 - Rinderfilet-Sauerkraut-Topf mit Cornichons / Fillet of beef sauerkraut stew with pickled cucumbers - CloseUp

Obwohl das Gericht ziemlich mächtig erscheint, erwies es sich was die Nährwerte angeht als angenehm leicht – ich kam bei meiner Berechnung auf gerade mal 520kcal für die komplette Zubereitung inklusive der Sauren Sahne, das sind also gerade mal 260kcal pro Portion. Gut, ich bin mit dem Olivenöl sehr sparsam umgegangen und auch das magere Rinderfilet hat nicht viele Kalorien und Sauerkraut ist sowie ein angenehm leichtes Gemüse, aber einen so niedrigen Wert hatte ich wirklich nicht erwartet. Somit eignet sich dieses Gericht also auch wunderbar wenn man mal etwas leichter Speisen möchte. Ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen – es eignet sich aufgrund seiner schnellen Zubereitung dabei, wie ich finde, auch wunderbar für ein leichtes, warmes Abendessen. 😉

Guten Appetit

Restaurant Budapest in München – ein Kurzreview

Sunday, February 5th, 2012

Heute blieb mal Ausnahmsweise die Küche kalt, denn ich ich war zum Mittagessen mit einem ungarischen Kollegen im Budapest verabredet, einem Ungarischen Restaurant das wir schon im Sommer in der Einsteinstraße 119 hier in München entdeckt hatten und heute endlich mal einem Test unterziehen wollten.


Größere Kartenansicht

Als wir die Räumlichkeiten betraten, waren bereits die meisten der Tische besetzt, doch wir fanden trotz des relativ großen Gästeaufkommens einen freien Tisch und nahmen Platz. Bald schon hatten wir auch die Speisekarten vor uns liegen und konnten damit beginnen unsere Auswahl zu treffen. Neben einer wechselnden Mittagskarte, die aber soweit ich das sah nur wochentags gültig ist, fanden wir in dieser zweisprachig ausgelegten Karte ein reichhaltiges Angebot aus verschiedenen Bereichen der ungarischen Küche, aufgegliedert nach Suppen, Vorspeisen, Fisch, Geflügel, Rind, Schwein und Desserts. Vieles davon klang wirklich sehr lecker und ich hatt Probleme mich festzulegen, doch letztlich fiel meine Wahl auf eine Puszta-Suppe als Vorspeise und eine Rinderfilet “Budapest” mit Salat. Ursprünglich bestand die Sättigungsbeilage zwar aus Reis, die aber auf Wunsch kostenlos durch Pommes Frites ersetzt wurde. Nachdem wir unsere Bestellungen aufgegeben hatten, begann erst einmal das Warten, das uns jedoch mit einem kleinen, kostenlosen Appetithappen aus einem Stück Toast mit einer Scheibe Füstölt Kolbász, einer ungarischen Wurstzubereitung, und einem Klecks einer scharfen Paprikasauce.
Entrée - Füstölt Kolbász & Toast
Kaum hatten wir unsere Häppchen mit einem schnellen Biss verschlungen, wurde auch schon ein Korb mit frischem Weißbrot gebracht und wenig später brachte man uns die Puszta-Suppe, die man sehr stilecht in emaillierten Kesselchen servierte.
Puszta-Suppe / Puszta soup
Diese mit angenehm viel Knoblauch zubereitete Suppe besaß eine reichhaltige Einlage aus zarten Rindfleischwürfeln, Paprika, Kartoffelstückchen und hausgemachten, ungarischen Nockerln – eine sehr leckere, wenn auch recht reichhaltige Vorspeise, die ich mir noch mit einem Löffelchen einer bereitgestellten scharfen ungarischen Paprikapaste etwas schärfer würzte.
Auf die Hauptspeise mussten wir dann etwas länger, aber noch im akzeptablen Zeitrahmen warten, vorher wurde aber bereits die Salatzubereitung aus Gurken und Salatblättern mit einem leichten Essig-Dressing die uns auch hier die Wartezeit verkürzte.
Gurkensalat / Cucumber salad
Und schließlich wurde dann auch das heutige Hauptgericht serviert, das bereits oben erwähnte Rinderfilet “Budapest”.
Rinderfilet "Budapest" / Beef filet "Budapest"
Unter einer würzigen Variation aus Stücken von Hähnchenleber, Paprikastreifen in verschiedenen Farben, Tomatenstücken und Pilzen fand sich ein großes, saftiges und zartes Stück Rinderfilet, das sich als außen gut durchgebraten und innen zart rosa herausstellte, so wie es sein sollte. Zusammen mit knusprigen, schmalen Pommes und einem kleinen Klecks Krautsalat ergab das alles ein Gericht, das seinen recht stolzen Preis von 16,90 Euro meiner persönlichen Meinung nach absolut wert war.
Wer die ungarische Küche zu schätzen weiß und gerne mal etwas probieren möchte, das nicht nur dem bekanntesten essenstechnischen Exportschlager dieses osteuropäischen Landes, nämlich Pörkölt (in Deutschen meiste Gulasch genannt, den es aber natürlich auch hier gibt) entspricht, dem kann ich einen Besuch hier absolut ans Herz legen. Die Ausstattung ist gemütlich und stilecht, die Bedienungen waren stets freundlich und zuvorkommend und die Qualität des angebotenen Essen ließ keine Wünsche offen. Insgesamt waren wir beide mehr als zufrieden mit unserem ersten und bestimmt nicht letzten Besuch im Restaurant Budapest hier in München.

Vier-Gänge-Menu im Restaurant 181 first – Olympiaturm München

Tuesday, November 16th, 2010

Gestern Abend begaben wir uns in das 181 Meter hoch gelegene Restaurant 181 first im Münchner Olympiaturm, um dort zu Abend zu speisen.

Der Olympiaturm wurde 1965 bis 1968 errichtet. Als der Münchner Stadtrat am 29. Januar 1964 zusammen mit der Deutschen Bundespost beschloss, war er noch als reiner Fernsehturm gedacht und sollte den Fernmeldeturm der Oberpostdirektion München als Grundnetzsender ablösen. Nachdem das Olympische Komitee jedoch am 26 April 1966 beschloss, dass die Olympischen Sommerspiele 1972 in München stattfinden sollten, entschied man sich dazu, den Turm in das nun zu errichtende Olympiagelände zu integrieren und der das nun Olympiaturm genannte Gebäude wurde zum Wahrzeichen der Anlage und dieser Spiele.

Olympiaturm München

Nachdem wir geparkt und unsere Eintrittkarten erhalten hatten, begaben wir uns zu einem der beiden Hochgeschwindigkeitsfahrstühlen, die uns mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7 Meter pro Sekunde auf die Restaurantetage in 181 Meter Höhe brachte. Die Fahrstühle werden dabei von einem Angestellten bedient, der Besucher braucht sich um nichts weiter zu kümmern.

Eingang Olympiaturm
Eingangsbereich Olympiaturm

Eintrittskarte Olympiaturm
Eintrittskarte

Als ich das erste Mal aus dem still stehenden Mittelteil auf die sich drehende Ringeebene trat, wurde mir schon etwas anders. Zwar dreht sich das Restaurant nur sehr langsam, eine komplette Umrundung dauert nach Angabe einer der Servicekräfte genau 49 Minuten, aber der menschliche Körper bemerkt schon, dass man sich auf einer beweglichen Scheibe befindet. Das Restaurant zeichnet sich übrigens als Inspired by Otto Koch aus, jedoch kocht der berühmte Fernsehkoch hier wohl nicht selber, sondern dient nur als Patron.

Restaurant 181 - Eingangsbereich
Eingangsbereich Restaurant 181

Wir folgten dem Angestellten nun bis zu unseren Plätzen und ließen uns dort nieder. Wenig später gab es als Aperitif Blätterteigstangen mit Speck, die mit etwas Sour Cream zum bestreichen serviert wurden.

Blätterteigstangen
Blätterteigstangen mit Speck
Blätterteigstangen mit Speck

Ein angenehm leichter Genuss aus haudünnen, knusprigen und vor allem noch warmen Blätterteig, den wir uns als Entrée natürlich schmecken ließen.
Danach wurden kleine Brötchen gemeinsam mit gesalzener Butter gereicht, welche die Zeit bis zum ersten Gang überbrücken sollten.

Mini-Brötchen Gesalzene Butter
Links: Mini-Brötchen – Rechts: Gesalzene Butter mit Restaurant-Logo

Dass es sich hier um knackig frische Brötchen handelte und die Butter genau die richtige Konsistenz zum Streichen hatte, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Doch das war natürlich nur der Anfang.
Der erste richtige Gang dieses Vier-Gänge-Menues bestand aus Geräuchter Entenbrust mit Orangenchicorée und Feldsalat.

Geräucherte Entenbrust mit Orangenchicorée und FeldsalatEntenbrust mit Orangenchicorée und Feldsalat

Gemeinsam mit den kalt servierten Entenbruststreifen fand sich ein wohl in Orangensauce eingelegter Streifen knackigen Chicorées sowie in einer Schale aus dünnen Knusperteig angemachter frischer Feldsalat mit Balsamicoessig-Dressing.
Nach kurzer Pause, die wir nutzen konnten um die Vorspeise zu verdauen und mit einem guten trockenen Rotwein abzurunden, folgte nun der nächste Gang in Form eines Garnelenspießes auf Blattspinat und Champagnersauce.

Garnelenspieß auf Blattspinat und Champagnersauce
Garnelenspieß auf Blattspinat und Champagnersauce

Blattspinat mit schaumig geschlagener Champagnersauce ist ja alleine schon ein wahrer Genuss. Aber ergänzt durch einem Spieß mit zwei großen knackigen Garnelen erwies sich das ganze als wahrlich Traumhaft.
Es verging wieder einige Zeit, dann wurde der Hauptgang serviert: Angus Rinderfilet mit Kohlrabigemüse, Kartoffelgratin und Trüffeljus

Angus Rinderfilet mit Kohlrabigemüse, Kartoffelgratin & Trüffeljus
Angus Rinderfilet mit Kohlrabigemüse, Kartoffelgratin und Trüffeljus

Ich hatte mich für Medium gebratenes Fleisch entschieden. Und bereits beim ersten Bissen war ich begeister. In meinem Leben habe ich ja schon viel Rindfleisch in allen möglichen Zubereitsungsarten verzehrt, aber ich habe wohl noch niemals ein so zartes Rinderfilet essen dürfen. Das normale Speisemesser glitt durch die beiden Filetstreifen wie durch dünner Papier und das feinst strukturierte Fleisch zerging angenehm auf der Zunge. Dazu passte geschmacklich das Trüffeljus, ein Extrakt von stark reduzierter Saft aus Wasser, Trüffelextrakten und Salz. Und auch weder an dem knackigen Kartoffelgratin und dem mit einem Brokkoliröschen garnierten Kohlrabigemüse gab es absolut nichts auszusetzen.
Nun ließen wir dieses wirklich gelungene Gericht wieder etwas setzen und genossen den Abend und die wunderbare Aussicht über das nächtliche München. Leider zog inzwischen etwas Nebel auf, so dass wir nicht mehr ganz so weit sehen konnten. Fotografieren war durch die stark spiegelnden Fenster leider nicht ohne weiteres Möglich.
Zum Abschluß des vier Gänge Menus folgte nun noch der Nachtisch, der aus einem Mandel-Pralinenmousse mit Gewürzorange und Punchsorbet bestand.

Mandel-Pralinenmousse mit Gewürzorange und Punchsorbet

Ein wirklich sehr hochklassiges Mousse, das wahrlich auf der Zunge zerging. Und auch das Punchsorbet, das in Form einer Kugel Eiscreme serviert wurde, erwies sich als wunderbar lecker. Nur die Gewürzorange hätte ich hier aus der Gerichtsbeschreibung vielleicht weggelassen, da das winzige Stückchen ja mehr Zierde als wirkliche Zutat war. Dennoch wie alle anderen Gerichte zuvor war natürlich auch dieses visuell einwandfrei angerichtet.
Nun begann der Abend langsam auszuklingen. Ich wollte aber natürlich den Olympiaturm nicht verlassen, ohne zumindest ein Mal oben auf den den drei Aussichtsplattformen gewesen zu sein. Die unterste der drei Plattformen ist geschlossen und mit bietet einen windgeschützten Rundblick über München. Die nächste Etage besteht aus einem durch ein hohes Gitter abgesicherten, offenen Etage. Über einige Treppen kann man aber noch eine Etage höher steigen und hat von dort einen absolut ungetrübten Blick über München. Leider hatten wir nicht viel davon, da sich inzwischen ein so dichter Nebel gebildet hatte, der uns kaum 200 Meter weit blicken ließ. Schade eigentlich – aber ich werde mit Sicherheit nicht das letzte Mal hier oben gewesen sein.
Abschließend kann ich nur noch sagen, dass das Restaurant 181 first im Münchner Olympiaturm eindeutig war kulinarischen Genuss angeht zu den besten Adressen zählt. Die hier gebotene Qualität toppt eindeutig meinen bisherigen Favoriten, das Hammersteins in Köln. Über die Preise kann ich nur leider keine Auskunft erteilen – ich bin aber sicher dass so ein Menu jeden Euro wert ist.