Chili con Carne mit Zartbitterschokolade – das Rezept
15.09.2012 19:50 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Nach all den mehr oder weniger komplexeren Rezepten der letzten Zeit war mir heute mal wieder nach einem meiner absoluten Lieblingsgerichte: Einem Chili con Carne. Und ich hatte da auch gleich ein Rezept zur Hand, dass ich bereits vor einiger Zeit entdeckt aber bisher nicht ausprobiert hatte. Das besondere daran war, dass man hier auch Zartbitter-Schokolade mit verwendete – ein Gedanke den ich bisher überhaupt noch nicht gehegt hatte – aber daraus sollte angeblich das “beste Chili con Carne” entstehen. Na ja, ich bin bei solchen Superlativen immer sehr vorsichtig. Und das Rezept war in seiner ursprünglichen Form auch nicht wirklich praktikabel wie ich fand, doch zum Glück habe ich ja inzwischen genügend Kocherfahrung gesammelt um es soweit modifizieren zu können dass letztlich ein Chili con Carne heraus kam, dass tatsächlich zu einem der besten gehörte dass ich bisher probiert hatte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, meine Variante des Chili con Carne mit Zartbitterschokolade hier einmal kurz in gewohnter Weise vorzustellen.
Was braucht man also für ca. 4 Portionen?
370g Tomatenstücke (mit Kräutern – geht aber ggf. auch ohne)

3 kleinere Paprika (rot / grün / gelb)

25-30g (3 Stück) Zartbitter-Schokolade mit mindestens 70% Kakaoanteil

etwas Ketchup & Hot-Chili-Sauce

zum würzen Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander, Paprikapulver in scharf & edelsüß, Oregano sowie ein paar Spritzer Zitronensaft

und schließlich etwas Olivenöl zum braten
sowie optional Sour Cream zum garnieren und etwas Ciabatta-Brot als Beilage
Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie mit einem Küchenmesser oder – wenn vorhanden – einer Küchenmaschine,

schälen die Knoblauchzehen, entkernen die Chilischoten und schneiden sie in kleine Stücke

und putzen und entkernen schließlich noch die Paprikaschoten um sie dann zu würfeln.

In einer großen Pfanne erhitzen wir dann etwas Olivenöl (ca. 3 EL sollten ausreichen),

schwitzen die Zwiebel darin glasig an,

und braten schließlich noch die zerkleinerte Chili für ein bis zwei Minuten mit an.

Anschließend bröseln wir das Rinderhackfleisch hinzu

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten, können wir dann auch das Tomatenmark in die Pfanne geben

und es für eine bis zwei Minuten mit anrösten

bevor wir schließlich die geschälten addieren

und diese dann in der Pfanne zerteilen.

Außerdem geben wir noch einen kräftigen Schuss Ketchup hinzu

und lassen dann alles für mindestens 10 Minuten auf mittlere Stufe bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln. Dabei können wir es schon mal kräftig mit Pfeffer, Salz, den beiden Paprikapulvern und Oregano sowie etwas Kreuzkümmel und Koriander würzen.

Anschließend geben wir die gewürfelten Paprika dazu

und lassen diese für weitere 10 Minuten mit dem restlichen Pfanneninhalt vor sich hin braten, wobei wir alles natürlich wieder gelegentlich umrühren.

Inzwischen können wir ja die Zartbitter-Schokolade zerkleinern. Ich verwendete dazu eine kleine Küchenreibe, was wunderbar funktionierte.

Sind die Paprika zehn Minuten in der Pfanne, geben wir dann auch die Kidneybohnen

heben alles gut unter und lassen es für einige Minuten vor sich hin braten bevor wir schließlich die stückigen Tomaten hinzufügen und unterrühren.

Das Ganze versehen wir schließlich noch mit einem kräftigen Schuss Hot-Chili-Sauce.

Das ganze lassen wir nun noch einmal für etwa eine Viertelstunde auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln und rühren dabei auch gleich die geriebene Zartbitter-Schokolade unter

und schmecken es noch einmal mit den Gewürzen ab. Diese geschmackliche Feinabstimmung gibt dem Gericht letztlich den letzten Schliff.

Trifft dann alles unseren Geschmack, was wir durch einfaches probieren herausfinden können,

können wir unser Chili con Carne schließlich mit einem Klecks Sour Cream und etwas frischem Ciabatta servieren.

Die kräftige Schärfe der verwendeten Jalapeno-Chilischoten ging in Kombination mit der herben Süße der Zartbitter-Schokolade eine interessante und sehr leckere geschmackliche Synthese ein, die wunderbar mit dem fruchtigen Geschmack des Gemüses, der leichten, fruchtigen Ketchup-Note und dem gut durchgebratenen Rinderhack harmonierte. Dabei nahm das ganz leichte Schokoladen-Aroma nie eine dominate Rolle im Gesamtgeschmack ein, sondern erschien einfach nur leicht präsent. Je nachdem wie viel von der Sour Cream man dann in das Gericht untermischte wurde es außerdem möglich, noch etwas Feintuning an der empfundenen Schärfe vorzunehmen. Das frische, mit einigen Oliven versetzte Ciabatta leistete zum Abschluss dann gute Dienste, die letzten Reste vom Teller zu holen damit auch nichts verloren ging. Und ich muss tatsächlich zugeben, dass dies wirklich eines der besten Chilis war, dass ich seit langem probiert hatte.
Werden wir nun abschließend natürlich wie immer noch einen Blick auf die Nährwerte. Hackfleisch und Schokolade versprachen nicht gerade eine leichte Kost und als Diätgericht kann man dies tatsächlich nicht bezeichnen, denn die Gesamte Pfanne kommt auf einen Wert von ca. 2500kcal. Damit wären wir, aufgeteilt auf vier Portionen, bei 625kcal pro Portion – die Sour Cream und das Brot nicht mit eingerechnet. Zwar nicht wenig, aber ich hatte um ehrlich zu sein mit noch mehr gerechnet. Für ein Hauptgericht bewegen sich diese Werte aber meiner Meinung nach noch in erträglichen Maßen. Und wenn man diese Zubereitung mal probiert hat, wird man schnell erkennen dass sie jedes ihrer Kalorien absolut wert ist.
Ich jedenfalls war mit dieser Variante des Chili con Carne überaus zufrieden und kann sie wärmstens weiter empfehlen.
Guten Appetit

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Lasagne “Hawaii” – das Rezept
18.02.2012 18:49 kochexperimente, kulinarisches2 Kommentare
Wenn an häufiger kocht, sammelt sich ja doch so einiges an das man nicht ganz aufgebraucht hat. So auch bei mir, denn bei der Durchsicht meiner Schränke entdeckte ich neben einer angebrochenen Packung Lasagneplatten auch diverse Konserven wie zum Beispiel Tomaten, Ananas und Erbsen. Außerdem hatte ich noch eine Möhre im Kühlschrank, die ich dringend verbrauchen musste. Also entschied ich mich heute dazu, aus diesen Zutaten ein Gericht zu fertigen und auf der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine Lasagne “Hawaii” die mir recht lecker erschien. Zwar ist mir ganz am Ende noch ein kleines Malheur unterlaufen, aber ich werde im Rezept darauf hinweisen, daher sollte es eventuellen Nachkochern nicht passieren.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
1 kleine Dose Ananas (240g) – ich hatte nur noch eine Dose mit ganzen Scheiben im Haus, wer sie jedoch einkauft sollte am besten gleich zu Ananasstücken greifen. Das spart einen Arbeitsschritt.

sowie etwas Olivenöl zum braten,
etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform
und Salz und Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun damit, die verschiedenen Zutaten zuzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie fein,

schälen die Möhre und schneiden sie ebenfalls in kleine Würfel,

und zerkleinern sie falls notwendig (wer wie gesagt Ananasstücke kauft, kann sich diesen Schritt natürlich sparen)

und schneiden schließlich den Schinken in kleine Stücke.

Dann dünsten wir die Zwiebeln in einer kleinen Pfanne glasig an

und geben das Rindergehackte mit hinzu, um es krümelig anzubraten und dabei gleich mit Salz und Pfeffer zu würzen.

Sobald es gut durchgebraten ist, stellen wir es erst einmal bei Seite für spätere Verwendung.

Die Tomaten geben wir nun in einen größeren Topf

und erhitzen sie, wobei wir sie mit dem Schneebesen etwas zerkleinern.

Anschließend geben wir die Karottenwürfel,

lassen alles kurz aufkochen und rühren dabei den ersten Löffel Tomatenmark unter.

Dann geben wir das angebratene Rinderhack und die Zwiebeln mit in den Topf

und gießen alles mit der Sahne auf.

Während alles nun für fünf bis sieben Minuten vor sich hin köchelt, rühren wir auch den zweiten Esslöffel Tomatenmark ein

und würzen auch gleich alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie einem Schuss Ananassaft

bis alles den gewünschten, kräftigen Geschmack erreicht hat, was wir einfach durch probieren testen können. Dabei sollte wir auch auf den Kochgrad der Möhren achten, sie sollten einigermaßen gut durchgekocht sein.

Nun können wir den Ofen auf 200 Grad vorheizen und eine Auflaufform ausfetten, deren Boden wir anschließend für besseren Halt mit etwas Sauce aus dem Topf bedecken. Dabei sollten wir aber darauf achten, möglichst kein Fleisch oder Gemüse mit zu schöpfen.

Es folgen eine Schicht Lasagne-Platten,

die wir mit einer guten, aber nicht zu dicken Schicht der Mischung aus Fleisch, Gemüse und Sauce bedecken,

Es folgen eine weitere Schicht Lasagneplatten (ich fing jetzt an etwas zu stückeln),

eine weitere Schicht Füllmasse

gefolgt von einer Lage Lasagneplatten

und schließlich dem Rest der Fleisch-Gemüse-Mischung.

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, aber hier sprach das Rezept davon mit einer Lage Lasagneplatten abzuschließen und ich war natürlich so folgsam mich daran zu halten.

Dabei hatte ich jedoch übersehen dass der Autor davon sprach, zu dem nun aufzustreuenden Gouda auch noch Butterflöckchen hinzuzufügen gewesen wären, was ich jedoch nicht befolgte. Ich würde aber vorschlagen, die letzte Schicht Lasagneplatten einfach wegzulassen. Zu dem wozu die hier gezeigte Vorgehensweise führt kommen wir gleich.

Ist der Backofen aufgeheizt, schieben wir unsere Auflaufform dann hinein und lassen sie für ca. 40 Minuten überbacken.

Leider war durch die abschließende Schicht von Lasagneplatten der Käse ziemlich knusprig und fest geworden und dabei auch gleich mit der obersten Schicht Lasagneplatten verschmolzen, die daraus resultierend natürlich nicht wirklich durchgekocht waren. Darunter fand sich aber dann eine wirklich sehr gelungene Lasagnezubereitung aus Tomaten-Sahne-Sauce mit Erbsen, Schinken, Ananas und Hackfleisch, die wie ich fand geschmacklich sehr harmonierte. Vor allem die Mischung aus fruchtigen Tomaten mit dem leicht süßen Ananasstücken und dem Fleisch fand ich wirklich sehr lecker. Ich konnte also dennoch durchaus zufrieden sein.
Meiner Kalkulation nach komme ich bei den Nährwerten auf ca. 2600kcal für die gesamte Auflaufform (inkl. Käse), verteilt auf 4 Portionen wären dass dann 650kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein wirklich sehr akzeptabler Wert wie ich finde, ich hatte da irgendwie mit weitaus mehr gerechnet. Somit kann ich auch das heutige Kochexperiment – trotz des kleinen Fauxpas mit dem Käse – durchaus als erfolg verbuchen. Das nächste Mal werde ich den Käse dann einfach auf die letzte Schicht der Fleisch-Gemüse-Masse auftragen wie ich es auch bei den vorher gefertigten Lasagne gemacht habe und dann sollte so etwas wie heute nicht mehr passieren. Zwar würden wohl auch, wie im ursprünglichen Rezept beschrieben, einige Butterflocken auf dem Käse den Effekt haben, dass dieser nicht zu knusprig wird, aber das lehne ich aus kalorientechnischen Gründen ab.
Also: Guten Appetit

Nachtrag 20.02.2012: Habe mir heute eine Portion der Reste des Hawaii-Lasagne in der Mikrowelle warm gemacht – und jetzt war der Käse schön weich und absolut essbar wie ich fand. Nachdem er abgedeckt einen Tag im Kühlschrank gelagert hatte, war er wohl etwas durchgeweicht und hatte dadurch genau die richtige Konsistenz erhalten. Somit kann ich also nicht nur bestätigen dass sich das Gericht wunderbar zum aufwärmen eignet, sondern auch die Behauptungen bezüglich des Käses zumindest teilweise relativieren.
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Crêpe Tatar – reheated
14.12.2011 20:28 dinner, kulinarischesUnkommentiert
Auch einige Tage nach der Zubereitung eigneten sich die Reste meines selbst zubereiteten Crêpe Tatar in Tomatensauce noch einwandfrei zum Aufwärmen in der Mikrowelle. Kann das Gericht also ohne Einschränkung zum Aufwärmen freigeben. ![]()
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