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Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel – das Rezept

Sunday, January 19th, 2020

Meine Schottischen Eier von gestern haben leider nicht bis zum heutigen Mittagessen überlebt, doch damit hatte ich gerechnet und vorgesorgt. Ich hatte nämlich gelesen, dass man auch sehr gut Steaks in der Heißluftfriteuse (Air Fryer) zubereiten kann und das wollte ich natürlich ebenfalls ausprobieren. Dazu sollte es eine gebackene Süßkartoffel geben, die ich allerdings dieses Mal nicht im Air Fryer, sondern ganz konventionell im Ofen zubereiten wollte. Das wäre zwar auch im Air Fryer gegangen, aber ich wollte dieses Mal das sowohl Steak als auch Süßkartoffel etwa zur gleichen Zeit fertig werden, so dass ich nichts warm halten muss – frisch gekocht schmeckt es eben am besten. 😉 Als ich am Freitag dann beim Metzger meines Vertrauens das Steak einkaufte, musste ich ziemlich schlucken, denn für ein wirklich gutes Steak von gerade mal etwas mehr als zweihundert Gramm wurden gleich einmal fast dreizehn Euro fällig. 😳 Daher verwarf ich meinen Plan zwei Portionen zuzubereiten und besorgte mir nur eins davon. Aber die Marmorierung des Fleisch das ich gewählt hatte sah wirklich gut aus, daher gönnte ich mir die Ausgabe mal. Dabei ist das bei gutem Rindfleisch nicht mal wirklich teuer, meine Recherche im Netz zeigte dass man auch man leicht zwanzig bis zu über 30 Euro für 100g bezahlen kann.
Daraus entstand letztlich also ein eigentlich recht einfaches, aber dennoch sehr leckeres Gericht, das ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 1 Portion?

1 Rindersteak (ca. 200g)
01-Zutat-Rindersteak

Zum würzen des Steaks:

  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 3/4 Teelöffel Pfeffer
  • 1/4 Teelöffel Knoblauch (granuliert)
  • 1/4 Teelöffel Zwiebel (granuliert)
  • 1/4 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 1/5 Teelöffel Chiliflocken
  • evtl. eine Scheibe Kräuterbutter

    1 große Süßkartoffel
    02-Zutat-Süßkartoffel

    Für das Topping des Süßkartoffel:

  • 3 Esslöffel Sauerrahm
  • Einige Stiele Schnittlauch
  • Etwas Salz
  • Außerdem hatte ich noch Feldsalat und das Joghurt-Zitronendressing im Kühlschrank, das beides vebraucht werden musste, also kamen sie am Ende auch mit auf den Teller.

    Die Süßkartoffel dauert am längsten, also beginnen wir mit ihrer Zubereitung. Nachdem wir begonnen haben den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen waschen wir also die Süßkartoffel gründlich unter fließendem Wasser – wir wollen ja am Ende keinen Schmutz auf dem Teller haben –
    03 -  Süßkartoffel waschen / Wash sweet potato

    legen sie in ein ofenfestes Behältnis, stechen an einigen Stellen mit Hilfe einer Gabel die Schale an damit sie beim Backen nicht platzt
    04 - Süßkartoffel mit Gabel anpiksen / Stab peel with fork

    und schieben sie dann auf der mittleren Schiene für 50 bis 60 Minuten in den Ofen. Einige Beiträge in anderen Kochblogs zeigen, dass man die Kartoffel noch mit Öl oder gar mit Gewürzen wie Salz und Pfeffer einreiben soll, aber das ist meiner Meinung nach unnötig.
    05 - Süßkartoffel im Ofen backen / Bake sweet potato in oven

    Das gibt uns nun viel Zeit um uns um alles andere zu kümmern – zum Beispiel das Topping. Dazu schneiden wir einige Stiele Schnittlauch in Röllchen,
    06 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives in rolls

    geben zwei bis drei Esslöffel Sauerrahm in eine Schüssel,
    07 - Sauerrahm in Schüssel geben / Put sour cream in bowl

    salzen diesen leicht
    08 - Sauerrahm mit Salz würzen / Season sour cream with salt

    streuen ca. 2/3el der Schnittlauch-Röllchen ein
    09 - Schnittlauch zum Sauerrahm geben / Add chives

    und verrühren alles gründlich miteinander. Bis zum Einsatz bewahren wir dies abgedeckt im Kühlschrank auf.
    10 - Sauerrahm gründlich verrühren / Stir sour cream

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um das Steak aus dem Kühlschrank zu nehmen um bis zur Zubereitung Zimmertemperatur annehmen zu lassen – natürlich abgedeckt, denn es soll ja nicht austrocknen.
    11 - Steak aus Kühlschrank nehmen / Take steak from fridge

    Wenden wir uns dazu nun unserer Würzmischung zu. Dazu geben wir Salz und Pfeffer in eine kleine Schüssel,
    12 - Salz & Pfeffer in Schüssel geben / Put salt & pepper in bowl

    fügen Zwiebel- und Knoblauchgranulat hinzu,
    13 - Zwiebel- &Knoblauchpulver addieren / Add granulated onion & garlic

    addieren das geräucherte Paprika,
    14 - Geräuchertes Paprika hinzufügen / Add smoked paprika

    geben noch etwas Chiliflocken hinzu
    15 - Chiliflocken dazu geben / Add chili flakes

    und verrühren schließlich alles gründlich miteinander.
    16 - Gewürze gründlich vermischen / Mix seasonings

    Anschließend sprühen wir ein klein wenig Öl auf das Steak,
    17 - Öl auf Steak sprühen / Spray oil on steak

    verteilen es gleichmäßig,
    18 - Öl auf Steak verteilen / Spread oil on steak

    bestreuen es mit unserer zuvor hergestellten Gewürzmischung
    19 - Steak mit Gewürzmischung bestreuen / Dredge steak with seasonings

    und massieren diese schließlich etwas ins Fleisch ein. Das Prozedere wiederholen wir dann noch einmal für die andere Seite.
    20 - Gewürze in Steak einmassieren / Rub in seasonings

    Nun heizen wir unseren Air Fryer leer für 2-3 Minuten auf 200 Grad vor,
    21 - Air fryer vorheizen / Pre heat air fryer

    legen das Steak in den Frittierkorb
    21 - Steak in Air Fryer legen / Put steak in air fryer

    und frittieren es für zwei Mal dreieinhalb Minuten für Medium oder zwei Mal 4 Minuten für durch. Das gilt für ein Steak von ca. 1,5 cm Dicke.
    22 - Steak zwei mal 3:30 Minuten frittieren / Cook Steak two time 3:30 minutes

    Der Timer meiner Heißluftfriteuse lässt sich leider nur in Minutenschritten einstellen, ich wollte es aber lieber Medium, daher musste ich etwas aufpassen.

    Nach dreieinhalb Minuten nehmen wir den Frittierkorb mit dem Steak kurz aus dem Gerät,
    23 - Steak nach Halbzeit / Steak after half of time

    wenden es
    24 - Steak wenden / Turn steak

    und schieben es für weitere dreieinhalb Minuten in die Fritteuse.
    25 - Steak zurück in Air Fryer schieben / Put steak back in air fryer

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt die Süßkartoffel aus dem Ofen zu nehmen
    26 - Süßkartoffel aus Ofen nehmen / Take sweet potato from oven

    und mit einem spitzen Messer zu testen ob sie durch ist. Gleitet es bis über die Hälfte der dicke ohne Probleme durch, können wir sie bei Seite stellen, damit sie ein wenig abkühlt.
    27 - Gargrad der Süßkartoffel testen / Check sweet potato

    Schließlich ist auch das Steak fertig, so dass wir es entnehmen
    28 - Steak fertig zubereitet / Steak finished

    und auf einem vorgewärmten Teller (ich nutzte einfach den noch heißen Ofen) einige Minuten ruhen lassen – natürlich eingewickelt in Alufolie damit es nicht kalt wird.
    29 - Steak ruhen lassen / Let steak rest

    Das gibt uns die Gelegenheit die Süßkartoffel der Länge nach aufzuschneiden,
    30 - Süßkartoffel längs aufschneiden / Open sweet potato peel

    den so entstandenen Schlitz mit den Fingern etwas aufzuziehen
    31 - Schale auseinander ziehen / Open peel

    und das Innere ein wenig mit Hilfe einer Gabel zu zerkleinern, was den eigentlichen Verzehr später erleichtert.
    32 - Innere der Süßkartoffel mit Gabel zerkleinern / Mash interior of sweet potato with fork

    Schließlich können sie gemeinsam mit dem Steak und etwas Feldsalat servieren, wobei wir die Süßkartoffel mit unserer Sauerrahm-Schnittlauch-Mischung toppen. Wer mag kann außerdem noch eine Scheibe Kräuterbutter auf das Steak geben.
    33 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Served / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Serviert

    Dabei interessierte mich natürlich vor allem wie das Steak im Inneren geworden war, weswegen ich es erst einmal in der Mitte zerteilte. Wie es sich zeigte war es noch leicht rosa und damit Medium, so wie ich es vorgehabt hatte.
    35 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Lateral cut / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Querschnitt

    Auch wenn es letztlich nicht sonderlich groß war, erwies sich das Steak insgesamt als wirklicher Genuss. Wunderbar zart und saftig – und das nach gerade mal 7 Minuten. Natürlich trugen auch die sehr gelungene Gewürzkombination sowie die Kräuterbutter zum gelungenen Steak bei. Ob das nun wirklich dreizehn Euro wert gewesen ist sei mal so dahin gestellt, aber mir fehlen da die Vergleichswerte, daher spare ich mir ein Kommentar. Ich probiere aber bei Gelegenheit auch mal ein günstigeres Steak in den Air Fryer zu stecken, dann kann ich mehr dazu sagen.
    Aber auch die gebackene Süßkartoffel erwies sich als wahrer Genuss. Ihr Inneres war im Ofen butterweich geworden und schmeckte auch ohne zusätzliche Würze schon sehr lecker. Der mit frischem Schnittlauch versetzte Sauerrahm passte aber dennoch wunderbar zu dem zarten Süßkartoffel-Fruchtfleisch. Dazu noch der weiterhin knackige Feldsalat mit dem fruchtigen Zitronen-Joghurt-Dressing und fertig war ein sehr gelungenes Sonntagsgericht, das nicht allzu viel Aufwand erfordert hatte. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis – dieser Air Fryer ist wirklich eine überaus lohnenswerte Anschaffung gewesen. 🙂

    34 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Side view / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Seitenansicht

    Guten Appetit

    The great autralian bite – Gegrilltes Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin [27.06.2018]

    Wednesday, June 27th, 2018

    Mit “The great australian bite” – Känguru- Strauß und Rindersteak vom Grill auf Blattspinat und Kräuterbutter, dazu Kartoffelgratin stand heute wohl der Höhepunkt der aktuellen Australian-Woche auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants – aber mit 10,32 Euro pro Portion gleichzeitig auch das Teurste. Leider war man in der Restaurantverwaltung so unklug gewesen, nicht nur Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region und Spaghetti Bologenese mit Hartkäse bei Globetrotter sondern zusätzlich auch noch Gyros vom Schwein mit Tzatziki und Pommes Frites als unangekündigtes Sonderangebot entgegen zu setzen. Dass man da nicht viel verkaufen würde, dürfte wohl selbst dem schlechtesten Marketingspezialisten der Welt bewußt gewesen sein. 😉 Außerdem gab es noch Gebratener Tofu mit Gemüse in Spezialsauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce an der Asia-Wok-Theke. Doch da ich sehr neugierig war und meinen Lesern natürlich auch hin und wieder einmal etwas außergewöhnliches bieten möchte, wenn ich kann, griff ich trotz all der verlockenden Widrigkeiten selbst natürlich zum “Australian bite” – der Down Under Grillplatte.

    "The great australian bite" - Canguru, ostrich & beef steak with herb butter, leaf spinach & potato gratin / Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin

    Neben den bereits erwähnten Komponenten fanden sich auch noch eine größere Menge einer dunklen, dickflüssigen und würzigen Bratensauce sowie für den farblichen Kontrast eine Grilltomate auf dem etwas überladen wirkenden Teller. Dabei war das Kartoffelgratin heute mal als fester kompakter Haufen konzipiert worden, den man im ganzen auf die “Grundierung” aus Bratensauce getan hatte. Die Kartoffelscheiben, die darin verarbeitet worden waren, hätten zwar gerne etwas dünner geschnitten gewesen sein können, aber geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen. Und auch am mit Zwiebeln und Gewürzen wie Muskatnuss versetzten Blattspinat gab es weder geschmacklich noch Mengenmäßig irgend etwas zu kritisieren. Bei den drei Fleischstücken war der Eindruck jedoch im wahrsten Sinne des Wortes sehr durchwachsen.

    Canguru, ostrich & beef steal - Lateral cut / Känguru-, Strauß- und Rindersteak - Querschnitt

    Das Rindersteak, das man ganz rechts erkennen kann, erwies sich zum Beispiel als herbe Enttäuschung, denn es war zäh und so stark durchwachsen, dass man nur kleine Teile davon überhaupt kauen und verzehren konnte. Vermutlich hatte ich das Schlechteste aller Stücke Rind erwischt – das war wirklich Pech. Da half auch die Kräuterbutter wenig. Um Welten besser war da schon das mittige Straußensteak, dessen Geschmack eindeutig an Geflügel erinnerte und das mild im Geschmack und von der Konsistenz angenehm zart und saftig war. Der große Renner und sozusagen die Offenbarung war aber das Känguru-Steak, das wir ganz links sehen können und das glücklicherweise auch das größte Stück Fleisch auf dem Teller war – der Eindruck auf dem ersten Foto täuscht, da die Hälfte des Stücks vom Strauß und vom Rind verdeckt werden. Ich habe selten ein so geschmacksintensives und gleichzeitig leckeres Stück unglaublich zartes Fleisch verzehrt. Die leichte Schärfe, die dabei im Mund entstand, ließ allerdings den Verdacht aufkommen, dass man es zusätzlich noch mit etwas Piri Piri gewürzt hatte, denn beim Känguru dass ich damals in Karlsruhe verzehrt hatte war der Geschmack bei weitem nicht so intensiv. Dennoch versöhnte mich dieses Stück Fleisch nach dem sehr enttäuschenden Rindersteak wieder mit dem Gericht und ließ mich deutlich weniger bereuen, hierfür zehn Euro ausgegeben zu haben.
    Sah man sich auf den anderen Tabletts um, erkannte man schnell dass hier der größte Anteil der Gäste heute wohl zu den Spaghetti Bolognese gegriffen hatte, denen somit eindeutig Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf dem zweiten Platz sah ich das Gyros mit Pommes, das aber nur knapp vor den Asia-Gerichten auf Platz drei und den Käsespätzle auf dem vierten Platz lag. Die australische Grillplatte belegte somit nur den fünften Platz, was aber wie bei dieser breiten Menge an interessanten Alternativangeboten und dem hohen Preis auch nicht verwunderlich ist. Aber vielleicht war auch einfach nur die eingekaufte Menge begrenzt, so dass man die Nachfrage durch diese Angebote bremsen wollte – ich weiß es nicht und werde es wahrscheinlich auch nie erfahren. Dennoch kann ich versuchen, dem Manager der die Speiskarte zusammenstellt den Tipp zu geben, beim Tagesangebot etwas mehr auf Ausgewogenheit zu achten. 😉

    Mein Abschlußurteil:
    Känguru-Steak: +++
    Strauß-Steak: ++
    Rindersteak: –
    Bratensauce: ++
    Blattspinat: ++
    Kartoffelgratin: ++

    Rinderhüftsteak mit Kräuterbutter, frischem Spargel & Kartoffelstrudel [16.05.2017]

    Tuesday, May 16th, 2017

    Im Rahmen der aktuell in unserem Betriebsrestaurant stattfindenden Spargelwoche fand sich heute ein überaus verlockend klingendes Kleines Rinderhüftsteak mit Kräuterbutter, frischem Spargel und Kartoffelstrudel auf der Speisekarte. Außerdem bot man bei Tradition der Region einen Hackfleischspieß mit Zigeunersauce und Pommes Frites an, im Abschnitt Globetrotter gab es Spaghetti Bolognese mit Parmesan und an der Asia-Thai-Theke bruzzelten Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse sowie Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Massamansauce in den Warmhalte-Woks. Für mich war das Rinderhüftsteak eindeutig der Favorit, auch wenn der (bereits reduzierte) Preis von 7,40 Euro – Nicht-Firmenmitarbeiter, die auch in unserem Betriebsrestaurant essen können, mussten sogar den doppelten Preis zahlen – mich schon ein wenig abschreckte. Zumal die anderen Angebote ja gar nicht so schlecht klangen. Aber letztlich ließ ich mich dann doch dazu hinreißen und griff beim Spargelgericht zu.

    Beef point steak with herb butter, fresh asparagus & potato strudel / Rinderhüftsteak mit Kräuterbutter, frischem Spargel & Kartoffelstrudel

    Die etwa fingerdicken Spargelstangen, die man traditionell mit etwas Sauce Hollandaise garniert hatte, waren schon mal sehr gut gelungen, auch wenn sich an ein oder zwei noch ein wenig faserige Schalenreste fanden – aber darüber konnte man hinweg sehen. Dazu das zugegebenermaßen recht kleine, aber angenehm zarte und saftige Rindersteak, dass man sogar so sorgfältig gebraten hatte dass es innen noch zart rosa war und das sich vor allem in Kombination mit dem Stück Kräuterbutter als wahrer Genuss erwies. Und auch an der Scheibe mit knusprigen und frischen Blätterteig ummantelter Salzkartoffeln in einer Art Schmandcreme gab es nichts auszusetzen.
    Bei dem Preis war klar, dass das heutige Spargelgericht nicht den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern würde. Es war unerwarteterweise den Hackfleischspieß mit Pommes, der ganz vorne landete, eng gefolgt von den Spaghetti Bolognese auf dem zweiten Platz. Die Asia-Gericht konnten sich Platz drei sichern und – preisbedingt – landete das Rinderhüftsteak schließlich auf dem vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Rinderhüftsteak: ++
    Spargel: ++
    Kartoffelstrudel: ++

    Frischer Spargel mit Rinderlendensteak, Kartoffeln & Sauce Bernaise [07.05.2015]

    Thursday, May 7th, 2015

    Heute war nun der dritte und leider letzte Tag des dieswöchigen Spargel-Specials in unserem Betriebsrestaurant. Und mit Frischem Spargel mit Rinderlendensteak vom Grill, dazu frische Kartoffeln und Sauce Bernaise stand im Bereich Globetrotter auch heute ein überaus verlockendes Angebot auf der Karte. Einzig das Zusatzangebot in Form einer Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Kartoffelpüree und vielleicht noch der Gebratene Tintenfisch mit frischem Gemüse in Erdnußsauce, der neben Ko Lo Hain Zai – Herzhaft gebratenes Chinegmüse in süß-saurer Sauce nach Shanghai-Art an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde waren zumindest ansatzweise dazu geeignet, mich heute noch vom deutlich teureren Spargelgericht abzubringen. Das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip bei Vitality oder die Spaghetti all arrabiatta mit Kirschtomaten und Parmesan bei Globetrotter reizten mich heute absolut nicht. Letztlich blieb ich aber beim Rindersteak mit Spargel, das ich mir noch durch einen selbst zusammengestellten Salat mit italienischem Dressing von der Salattheke und einem Becherchen Pfirsichquark aus dem heutigen Dessert-Angebot ergänzte.

    Asaparagus with beef sirloin steak, potatoes & bernaise sauce / Spargel mit Rinderlendensteak, Kartoffel & Sauce Bernaise

    Bei den Kartoffeln schien man heute etwas gegeizt zu haben, denn es fanden sich deutlich weniger als sonst auf dem Teller. Aber sie waren zumindest nicht zu weich gekocht wie Dienstag und die Mindermenge wurde durch die große Menge an Spargel auf jeden Fall wett gemacht. Dieser wiederum war, abgesehen von einer Stange, die sich als etwas faseriger heraus stellte, ebenfalls von guter Qualität und sehr schmackhaft. Dazu passte natürlich gut die cremige, würzige und schön dickflüssige Sauce Bernaise. Das Highlight des Hauptgerichtes war aber ganz eindeutig das Rinderlendensteak, das nicht nur von außen sehr gelungen gewürzt, sondern auch fast perfekt gebraten war, denn das innerste war noch leicht rosa und unglaublich saftig und zart. Der etwas höhere Preis war also alleine aufgrund dieses qualitativ sehr hochwertigen Stücks Fleisch durchaus gerechtfertigt. Zum Rindersteak mit Spargel passte aber auch sehr gut die kleine Schüssel, die ich mir mit einer Mischung aus in Julienne-Form geschnittener roter Beete, Möhren, Kohlrabi sowie einigen Kidneybohnen von der Salattheke gefüllt und wie bereits erwähnt mit einem italienischen Dressing garniert hatte. Und auch am mit zahlreichen Fruchtstücken vermischte und mit Erdbeermarmelade und Obst garnierte Pfirsichquark ließ nichts zu wünschen übrig.
    Auf der Allgemeinen Beliebheitsskala lieferten sich das Fleischpflanzerl, das ja ursprünglich gar nicht auf der Speisekarte gestanden hatte, und das Rinderlendensteak mit Spargel heute ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz und ich meinte erkennen zu können, dass sich das Steak knapp durchsetzen und die große Frikadelle somit auf Platz zwei verweisen konnte. Auf dem dritten Platz folgten, unerwarteterweise, die Spaghetti arrabiata, die ich meine noch etwas häufiger auf den Tabletts der anderen Gäste gesehen zu haben als die somit viertplatzierten Asia-Gerichte. Aber der Abstand war auch hier sehr gering. Nur dass das vegetarische Ofengemüse es nur den fünften Platz schaffte konnte ich ohne jeden Zweifel feststellen – und das obwohl es heute eigentlich sehr gut ausgesehen hatte. Das hatte ich schon schlechter erlebt.

    Mein Abschlußurteil:
    Rinderlendensteak: ++
    Spargel: ++
    Sauce Bernaise: ++
    Kartoffeln: ++
    Salatmischung: ++
    Pfirsichquark: ++

    Grillteller mit Ofenkartoffel & Kräuter-Quarkdip [26.05.2014]

    Tuesday, May 27th, 2014

    Ich kann im Nachhinein gar nicht mehr genau sagen, was mich da gerade geritten hat als ich beim Grillteller mit gebratenem Bauchspeck, Pute, Schwein und Würstchen, dazu Ofenkartoffel mit Kräuter-Quarkdip zuschlug, welcher heute in der Sektion Tradition der Region auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants angeboten wurde. Gut, die Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl bei Vitality sahen meiner Meinung nach etwas trocken aus, aber die Spaghetti Carbonara mit Parmesan bei Globetrotter sahen wirklich nicht schlecht aus und auch mit dem Gaeng ped Mua – Gebackenes Seelachsfilet mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce, das neben Asiatischem Gemüse gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, hätte ich gut leben können. Da hat sich heute wohl mal der Carnivore in mir durchgesetzt. Da konnte der kleine Becher Limonen-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot auch nicht mehr viel kaputt machen. 😉

    Grillteller mit Ofenkartoffel & Kräuterdip / BBQ dish with oven potato & herb dip

    Leider war das Fleisch bereits leicht abgekühlt, aber es war noch heiß genug dass ich deswegen keinen Abzug in der Benotung zu geben gedenke. Und die Zusammenstellung aus einem dünnen Streifen Bauchfleischs, einem kleinen Rindersteak, einem panierten Stück Putenfleisch und einem ein wenig kunstvoll aufgedröselten Stück Bockwurst war insgesamt geschmacklich absolut in Ordnung und von recht guter Qualität. Einzig beim Bauspeck muss ich etwas abziehen, da sich in ihm einige Knorpel fanden. Dazu passte sehr gut die in Schale und Alufolie gebackene, mehr als männerfaustgroße Ofenkartoffel mit ihrem Dip aus Quark, Kräutern und einer kräftigen Note Knoblauch. Vielleicht etwas Fleischlastig, aber dennoch sehr lecker. Und auch am fruchtigen, luftig-lockeren Limonen-Mousse gab es heute nichts auszusetzen.
    Und auch bei den anderen Gästen konnte sich der Grillteller heute durchsetzen und landete mit einem knappen Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz folgten die Asia-Gerichte, die ich noch etwas häufiger sah als die drittplatzierten Spaghetti Carbonara. Den vierten Platz belegten schließlich die vegetarischen Gnocchi mit Pilzen und Spinat.

    Mein Abschlußurteil:
    Bauspeck: +
    Rindersteak: ++
    Putenfilet: ++
    Bochwürstchen: ++
    Ofenkartoffel: ++
    Limonen-Mousse: ++

    Rinderlendensteak ‘Gärtnerinnen Art’ [30.03.2010]

    Tuesday, March 30th, 2010

    Während das “Panang Pak Taohoo – Gebratenes Gemüse und Tofu in rotem Panang” nicht so das wahre für mich erschien, überlegte ich doch kurz ob das “Moo Pad Krapao – Gebratenes Schweinefleischstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai Basilikum” – beides aus der Asia-Ecke – nicht etwas für mich wäre. Die “Gnocchi mit Ruccola und gedünsteten Kirschtomaten” als heutiges Vitality-Gericht erschien mir auch recht interessant und die “Tortellini in Schinken-Sahne-Sauce” an der Globetrotter-Theke war ebenfalls nicht von der Hand zu weisen – aber als mein klarer Favorit kristallisierte sich dann doch recht schnell das “Rinderlendensteak ‘Gärtnerinnen Art’ mit buntem Gemüse und Röstkartoffeln” heraus. Dazu nahm ich mir noch – Ausnahmweise – ein Erdbeer-Rhabarber-Mousse als Nachtisch.

    Rinderlendensteak

    Dass es dazu noch ein Extra Steakmesser gab, hat mich bei meiner Wahl wohl durchaus beeinflusst. Das Steak selber war – leider – als Well Done zu bezeichnen, ich mag es ja lieber Medium bis maximal Medium Well. Außerdem war es auch für ein Steak dünn, aber dafür auch recht groß. Abgesehen von einer kleinen, etwas fettigeren Ecke war es auch in Ordnung für Kantinenverhältnisse – aber es gibt mit Sicherheit bessere Steaks. Dazu gab es Mischgemüse aus Erbsen, Karotten und Schwarzwurzeln und schließlich Röstkartoffeln, also Pellkartoffelnscheiben ohne weitere Zugabe von Zwiebeln, Speck oder anderem angebraten worden waren. Ansonsten hätte man es wohl auch eher als Bratkartoffeln bezeichnet. Das Erdbeer-Rhabarber-Moussee war wie meiste nur etwas für den hohlen Zahn, aber dennoch sehr lecker und ein guter Abschluß für dieses Mittagessen.
    Das Steak war dann heute auch eindeutig auf Platz eins in der allgemeinen Beliebtheit, danach würde ich die Asia-Gerichte und gleich folgend die Gnocchi einordnen. Zuletzt kamen dann wohl die Tortellini. Aber wenn es schon mal Steak gibt war wohl auch kaum etwas anderes zu erwarten.

    Meine Abschlußbewertung:
    Rinderlendensteak: +
    Gemüsemix: ++
    Röstkartoffeln: ++
    Erdbeer-Rhabarber-Mousse: ++