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Burgunder Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel & Wirsing [04.02.2020]

Tuesday, February 4th, 2020

Obwohl ich heute ausnahmsweise ganz gut gefrühstückt hatte, wollte ich heute zum Mittagessen keinesfalls zurückstecken. Denn auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants fanden sich mit dem Tagesangebot in Form von Burgunder Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel und Wirsing sowie dem Daily-Gericht Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Zitronenecke + drei Komponenten nach Wahl, das natürlich mit Pommes Frites serviert würde, zwei wirklich interessante Schwergewichte. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich mich vielleicht noch zum Gebackenen Seelachs mit Thaigemüse in Kokosmilch hinreißen lassen können, der gemeinsam mit Gebratener Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Für die Geschmorte Hähnchenkeule mit Thymiansauce und Reis bei Vital konnte ich mich aber ebenso wenig begeistern wie für die Spaghetti Pesto Genovese mit Kirschtomaten und Grand Pandano bei Veggie. Obwohl der Hirschbraten mit 9 Euro für Nicht-Firmenzugehörige und auch noch 6,30 Euro für Leute wie mich mit das Abstand das teuerste Gericht auf der Karte war, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht. Man will seinen Lesern ja etwas bieten 😉 und Schnitzel mit Pommes gibt es ja immer mal wieder auf der Karte, was man von Wildgerichten nicht unbedingt sagen kann.

Burgundian roast venison with potato strudel & savoy / Burgunder-Braten vom Hirsch mit Kartoffelstrudel & Wirsing

Ich weiß nicht was ich genau mir vorgestellt hatte, aber unter Kartoffelstrudel hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet als man schließlich servierte – obwohl es genau das war was der Begriff bezeichnete: Kartoffeln im Strudelteig, versetzt mit irgend einer nun festgebackenen Milchcreme, vielleicht Schmand oder Sauerrahm. Ich liebe ja Strudel, aber ihn mit ganzen Kartoffel zu füllen macht das Ganze dann doch etwas sehr kohlehydratelastig. Dabei war es keinesfalls schlecht, denn der Teig war (zumindest da wo er nicht in einer der beiden Saucen lag) schön knusprig und die Kartoffeln gut durchgekocht, aber nicht matschig. Allerdings war der Rahm zwischen den Kartoffeln beim Backen etwas eingetrocknet und kein wirklicher Genuss mehr. Wahrscheinlich hatte man diesen hinzugefügt um den Strudel saftiger zu machen, aber diesen Zweck konnte er aus genannten Gründen nicht mehr erfüllen. Hier hätte man sich etwas anderes überlegen können. Ich habe mal ein wenig recherchiert und gesehen, dass man hier häufig die Kartoffeln ganz oder teilweise vorher reibt oder stampft und diese Masse dann mit Zwiebeln, Knoblauch und vielleicht noch Sahne und Kräutern versetzt. Vielleicht hätte auch den Wirsing mit verarbeiten können. Das hätte hier besser gepasst. In der Summe also gute Idee, aber noch verbesserungswürdig. Aber dank der beiden Saucen, einer dunklen, dickflüssigen Bratensauce zum Hirschbraten und einer dünneren hellen Sahnesauce zum Wirsing hatte der Strudel keine Gelegenheit zu trocken zu wirken. Am in Streifen geschnittenen Wirsing gab es aber auszusetzen, er war eine gute Beilage zu Wild. Und auch beim Hauptbestandteil, dem Hirschbraten, konnte ich nicht meckern. Zum einen boten die beiden dicken Scheiben wirklich viel Fleisch, zum anderen war dieses Fleisch auch noch entgegen des ersten Eindrucks angenehm saftig und nicht zu fett. Nur bei der unteren Scheibe waren ein paar durchwachsene Stellen zu finden, aber damit muss man bei einem solchen Gericht auch rechnen. Ich fand das Gericht war seinen Preis durchaus wert gewesen und bildete auch jeden Fall eine gelungene hochwertigere Alternative zum ständig wiederkehrenden Klassiker Schnitzel mit Fritten.
Dennoch konnte sich genau dieses Schnitzel-Angebot heute mit großem Vorsprung vor den anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, erst auf dem dritten Platz folgte der Burgunderbraten vom Hirsch, der aber nur knapp vor den Pesto Spaghetti lag, die somit Platz vier belegten. Wiederum sehr knapp dahinter folgte schließlich die Hähnchenkeule mit Thymiansauce. Bei so vielen Schnitzeln auf den Tabletts war die Vergabe der hinteren Plätze aber auch wirklich schwierig gewesen, ich hatte sogar noch die Teller in den Rückgabewagen hinzuziehen müssen um ein einigermaßen eindeutiges Ergebnis zu bekommen.

Mein Abschlußurteil:
Hirschbraten: ++
Bratensauce: ++
Wirsing: ++
Kartoffelstrudel: +

Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel & Apfel-Blaukraut [27.09.2017]

Wednesday, September 27th, 2017

Das Oktoberfest-Special unseres Betriebsrestaurants ging heute mit einem mit einem Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel und Apfel-Blaukraut in die nächste Runde. Die Lasagne Bolognese bei Globetrotter sah zwar auch nicht schlecht aus und die Paella – Spanische Reispfanne mit Meeresfrüchten, Hühnerfleisch und Gemüse aus dem Abschnitt hatte ich von früher auch meist recht gut in Erinnerung, aber wenn es schon mal Wild gibt, wollte ich dies natürlich nicht versäumen, zumal der Sauerbraten mit gerade mal 4,50 Euro auch nur minimal teurer als die Standardgerichte waren. Da konnten mich auch die Glasnudeln mit asiatsichem Gemüse in Kokosmilchsauce oder das San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse in Spezialsauce von der Asia-Thai-Theke nicht mehr umstimmen.

Bavarian roast venison with home made potato strudel & red cabbage / Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel & Apfel-Blaukraut

Die Sättigungsbeilage in Form des Kartoffelstrudels bestand einfach nur aus kleinen, mit etwas Sahne angemachten, teilweise zerkrümelten Salzkartoffeln, die man in einer Hülle aus Strudel- bzw. Blätterteig gebacken und dann in dicke Scheiben geschnitten hatte. Von der Idee her ganz nett und das ganze sah auch ansprechend aus, aber ich fand die Kartoffeln darin etwas trocken geraten – wahrscheinlich durch das Backen. Außerdem hatten die Kartoffelstücke in der dünnen Teigscheibe kaum Halt und fielen beim Schneiden heraus. Hier hätte man das ganze vielleicht in eine Art Guss tun sollen, um ihm etwas mehr Struktur zu geben. Das Blaukraut mit seiner leichten Apfel-Note war aber sehr gut gelungen, während ich an der Hauptkomponente, dem Hirschsauerbraten, dann doch wieder etwas beanstanden muss, denn er war ebenfalls – zumindest für meinen Geschmack – etwas trocken geraten. Zum Glück hatte man bei der sehr gut gelungenen, dickflüssigen und leicht säuerlichen Sauce nicht gegegeizt, denn diese glich dies glücklicherweise wieder etwas aus. Kein perfektes Sauerbratengericht, aber doch akzeptabel mit kleinen Schwächen eben. Ich bereite es dennoch nicht, zum Hirschsauerbraten gegriffen zu haben.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass hier die Lasagne Bolognese am häufigsten gewählt worden war, womit ich diesem Gericht den ersten Platz zubilligen würde. Erst auf dem zweiten Platz folgte der Hirschsauerbraten. Platz drei belegte heute meiner Meinung nach die Paella, die aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den somit viertplatzierten Asia-Gerichten besaß.

Mein Abschlußurteil:
Hirschsauerbraten: +
Sauce: ++
Kartoffelstrudel: +
Apfel-Blaukraut: ++

Burgunderbraten vom Hirsch mit Kroketten [04.12.2014]

Thursday, December 4th, 2014

Heute erwiesen für mich gleich drei Gerichte aus dem Angebot der regulären Küche unseres Betriebsrestaurants als überaus interessant, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen war da der Griechische Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven aus dem Bereich Vitality, der mit all dem frischen Gemüse und seinen gerade mal 461kcal überaus gesund erschien. Der Burgunderbraten vom Hirsch mit Rotweinsauce, Apfelpreiselbeeren und Kroketten bei Tradition der Region wiederum schien mir das exklusivste und edelste der heutigen Angebote zu sein, immerhin handelte es sich um Wild und schließlich der New York Chili-Cheeseburger mit roten Zwiebeln, dazu Chester-Käse, Jalapenos, Chili-Cheese-Sauce und Steakhouse-Pommes bei Globetrotter weckte einfach meinen Appetit auf Fastfood. Da konnten das Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce und das Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce an der Asia-Thai-Theke natürlich nicht mithalten. Und auch die Mexikanischen Chili-Linsen mit Reis, die als Zusatzangebot auf der Karte stand, weckte keinerlei Interesse bei mir. Nach langem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf den goldenen Mittelweg, der gleichzeitig auch das kulinarisch hochwertigste Gericht darstellte: Den Burgunderbraten. Und was passt besser zu Braten als etwas Blaukraut – auch wenn mir bewusst sein musste dass es sich hier um die Reste von gestern handelte. Außerdem nahm ich mir noch ein Becherchen Grießbrei mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Burgundian roast venison with croquettes, pear & cranberries / Burgunderbraten vom Hirsch mit Kroketten, Birne & Preiselbeeren

Leider schien man das Rotkraut mitsamt seiner Gewürze, unter denen wohl auch Nelken gewesen waren, seit gestern Zwischengelagert, was zur Folge hatte dass sich der Nelkengeschmack über das komplette Kraut ausgebreitet hatte. Es war gerade noch essbar, aber kein wirklicher Genuss mehr. Daher Notiz an mich selbst: In Zukunft kein Rotkraut vom Vortag mehr wählen, auch wenn es scheinbar gut zum angebotenen Gericht passt. Am saftigen, mageren und zarten Hirsch-Burgunderbraten mit seiner würzigen, schön dickflüssigen Rotweinsauce und den knusprigen und noch angenehm heißen Kroketten gab es glücklicherweise nichts auszusetzen. Gemeinsam mit der halben, mit Preiselbeergelee garnierten Birne, die ja eine klassische Beigabe zu Wildgerichten aller Art darstellt, ein sehr gelungenes Hauptgericht. Und auch an dem mild gesüßten Grießbrei samt der fruchtigen roten Beerengrütze gab es nichts auszusetzen. Abgesehen vom Blaukraut war ich sehr zufrieden.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man schnell dass diese dem Burger recht eindeutig den Vorzug gaben und ihm somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherten. Auf dem zweiten Platz folgte dann mit etwas Abstand der Hirsch-Burgunderbraten, die Asia-Gerichte belegten Platz drei und der griechische Gemüsetopf folgte knapp dahinter auf Platz vier. Die Chili-Linsen sah ich nur sehr vereinzelt, weswegen ich ihnen nur den fünften Platz zubilligen kann. Ist eigentlich auch eine Schnapsidee, bei so vielen guten Angeboten inklusive des Gemüsetopfs auch noch Chili-Linsen auf den Speiseplan zu setzen – ich kann da nur vermuten dass sie wohl weg musste. 😉

Mein Abschlußurteil:
Burgunderbraten vom Hirsch: ++
Rotweinsauce: ++
Kroketten: ++
Preiselbeerbirne: ++
Blaukraut: +/-
Grießbrei mit roter Grütze: ++