Posts Tagged ‘Römer’

Die Legion des Raben – Maria W. Peter [Invita 2]

Monday, July 4th, 2011

Nach dem bereits vorgestellten Werk Fortunas Rache habe ich mit Die Legion des Rabens nun auch das zweite Werk der Geschichten der deutschen Autorin Maria W. Peter um die Sklavin Invita gelesen, das sich mit 424 Seiten als etwas umfangreicher als sein Vorgänger erwies.

Auch in der Fortsetzung versetzt und die Geschichte wieder ins Trier des 3. Jahrhunderts nach Christus, zu dieser Zeit noch unter dem Namen Colonia Augusta Trevorum fester Bestandteil des römischen Reichs in Germanien und Sitz des lokalen Statthalters, in dessen Haushalt auch die junge Sklavin Invita ihren Dienst tut. Nach den Ereignissen des ersten Bandes arbeitet die für ihren Stand recht gut gebildete Unfreie in der Schreibstube des Statthalters und ist persönliche Dienerin der introvertiert wirkenden Marcella, der Tochter ihres Herren – pflegt aber trotzdem noch einen guten Kontakt zu ihren Standesgenossen. Dadurch lernt sie auch während der Geburtstagsfeier ihres Besitzers den Sklaven Hyacinthus kennen, den Begleiter des hohen römischen Beamten Beatius Quigo. Als dieser Beamte auf dem Heimweg von der Feier ermordet wird, fällt der Verdacht natürlich gleich auf Hyacinthus – aber damit noch nicht genug. Beatius Sohn entschließt sich dazu, alle Sklaven des Haushaltes, Männer, Frauen und Kinder, nach altem römischen Recht für diesen Mord an ihrem Herren büßen und am Kreuz sterben zu lassen. Auch wenn Invita nicht gerade große Sympathien für Hyacinthus hegt, so erscheint ihr der Tod so vieler Unschuldiger doch als Unangemessen. Und auch ihre Herrin Marcella, die insgeheim dem neuen Glauben des Christentums anhängt, unterstützt sie bei ihren Bestrebungen dieser Ungerechtigkeit entgegen zu treten und gestattet ihr einige Recherchen vorzunehmen. Und Invita findet auch schon bald erste Hinweise, dass hinter diesem Mord mehr steckt als nur die unbedachte Tat eines unzufriedenen Leibeigenen. Dass dabei auch eine Verstrickung des sich weiterhin geheimnisvoll gebenden Germanen Flavus, mit dem Invita auf Betreiben ihres Herren in einer Partnerschaft lebt, möglich erscheint bringt sie dabei in gewisse Bredouille – gerade weil sich beide trotz gewisser Anlaufschwierigkeiten langsam etwas näher kommen. Aber trotz der Stolpersteine, die ihr von vielen Seiten bei ihrer Untersuchung in den Weg gelegt werden, kommt sie bald einer Sache auf die Spur, die nicht nur sie selbst, sondern das komplette römische Trier und seine Bewohner in große Gefahr bringt. Welche Rolle dabei der durchtriebene Legat Spurius Cornix spielt erfasst sie dabei fast zu spät – und Invita muss sich beeilen um Hyacinthus und die Sklaven vor dem Tod am Kreuz zu bewahren und die Stadt zu retten.

Auch mit dem zweiten Band hat Maria W. Peter wieder einen gut recherchierten und spannend geschriebenen Geschichte aus dem römischen Trier abgeliefert. Dank umfangreicher Unterstützung aus dem akademischen Umfeld der Historienforschung für diese Zeit kann man als geschichtsinteressierter Laie wie ich es bin keine Fehler oder Ungereimtheiten entdecken – sowohl die sozialen als auch die politischen Gegebenheiten passen perfekt in die beschriebene Zeit und werden gelungen mit dem erzählten Kriminalfall verwoben. Dabei ist es ein wirklich gelungener Kunstgriff, nicht etwa einen freien Bürger oder eine Bürgerin Roms sondern eine Sklavin, Mitglied des niedrigsten gesellschaftlichen Standes, zur Heldin dieser Romanreihe zu erwählen. Durch die Ich-Form bietet sich außerdem ein interessanter psychologischer Einblick in die Denkweise einer solchen Unfreien, wobei die Autorin auch hier eine große Einfühlungsvermögen beweist. Hat mir sehr gut gefallen – Spannung bis zur fast letzten Seite – und macht auf jeden Fall Appetit auf mehr. Somit werde ich mir wohl auch bald den dritten Teil dieser Romanreihe – Der Schatz Salomos – zu Gemüte führen. Sobald ich durch bin, werde ich natürlich wie gewohnt hier darüber berichten.

Meine Wertung: 3 von 3 Sternen

PS: Das ist – wenn ich richtig gezählt habe – übrigens das 77te Buchreview dass ich hier veröffentliche. Anlässlich dieser Schnapszahl habe ich mich nun auch dazu durchgerungen die neue Seite Literatur zu schaffen, die eine kleine Übersicht über alle Beiträge zu diesem Thema bietet.

Fortunas Rache – Maria W. Peter [Invita 1]

Sunday, December 12th, 2010

Vor einiger Zeit stieß ich durch einen Buchtipp auf amazon.de auf Fortunas Rache, ein historischer Krimi und Erstlingswerk der deutschen Autorin Maria W. Peter. Der Klappentext las sich interessant und auch die Kommentare der bisherigen Leser gaben ein gutes Bild ab – also bestellte ich mir das Buch einfach einmal und habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen.

Das 320 Seiten starke Buch spielt im römischen Trier des 3. Jahrhunderts nach Christus, wo die junge Sklavin Invita im Haus des dortigen Stadthalters arbeitet. Die Jugendliche, ein Findelkind, ist für ihren Stand gebildet, kann lesen und schreiben und besitzt einen wachen Verstand, gilt bei ihren Herren und deren Aufsehern aber als Aufsässig und potentielle Unruhestifterin. Als der Haussklave Modestus nach einem Botengang nicht zurückkehrt, wird sie verdächtigt mit dessen Verschwinden in Verbindung zu stehen und ihm bei seiner potentiellen Flucht geholfen zu haben. Um ihre Unschuld zu beweisen, fängt sie an eigene Nachforschungen anzustellen und findet mit kriminalistischen Spürsinn bald erste Anzeichen, dass hinter dem Verschwinden des anderen Sklaven weitaus mehr als nur eine einfache Flucht steckt und stößt dabei auch auf Hinweise die Licht auf eigene Herkunft werfen könnte. Bald schon ist sie einer ausgewachsenen Intrige auf der Spur und gerät nicht nur in Gefahr, wegen des Verschwindens bestraft zu werden, sondern muss sogar um ihr Leben fürchten.
Die Geschichte wird in der Ich-Form von Invita selbst erzählt und gibt nicht nur einen interessanten Einblick in das Leben eines römischen Sklaven und in das Trier des dritten Jahrhunderts nach Christus. Die Autorin hat was die Recherche der Hintergründe gute Arbeit geleistet und wartet mit vielen kleinen Details aus dieser Zeit auf. Besonders die Erzählperspektive aus Sicht einer Sklavin fand ich sehr interessant, denn dies hob diese Geschichte deutlich von den anderen historischen Romanen ab die ich bisher gelesen hatte. So spielen hier nicht unbedingt große Politik des römischen Imperiums, sondern auch die Sorgen und Nöte einer jungen Haussklavin in dieser Geschichte eine zentrale Rolle. Dabei ist die Schreibweise amüsant und spannend – hat mir sehr gut gefallen. Ich werde mir mit Sicherheit auch die beiden weiteren bisher erschienen Werke um die Erlebnisse Invitas zur Gemüte führen. Den Freunden von historischen Romanen kann ich dieses Buch also durchaus ans Herz legen.

Meine Wertung: 3 von 3 Sternen

Der Abend des Adlers – Frank Stefan Becker

Sunday, November 28th, 2010

Auch mit meinem letzten Buch habe ich meine aktuelle Vorliebe für Romane mit historischen Hintergrund fortgesetzt. Dabei fiel meine Wahl auf das Werk Der Abend des Adlers, das 2004 erschienene Erstlingswerk des promovierten Physikers, Siemens-Manager und nebenberuflichen Schriftstellers Frank Stefan Becker, der sich bisher vor allem mit Geschichten aus der Antike und Frühmittelater einen Namen gemacht hat.
Die Geschichte beginnt im Jahr 259 nach Christus. Germanische Stämme durchbrechen immer wieder den Limes im Norden Europas und überfallen die dortigen römischen Ansiedlungen. Auch Lopodunum, das heutige Ladenburg bei Heidelberg, wird dabei nicht verschont. Kurz bevor die Sueben, ein Volksstamm der den heutigen Schwaben entspricht, die Stadt überfällt und plündert gelingt es den Bewohnern noch die wertvollen Beschläge des Tempelportals vor den vordringenden Barbaren zu verstecken. Jahre später versuchen der junge Römer Flavius, der als Kind aus der Stadt fliehen konnte und auf bei seinem Onkel auf einem Landgut bei Trier aufwuchs, und sein Begleiter Ulixes Aquila, einem Coeparius (reisender Händler) und Agent des Kaisers in Germanien, die wertvollen Beschläge zu bergen, was jedoch misslingt. Die Bronzebeschläge gibt es übrigens wirklich und sie sind heute im Museum in Ladenburg zu bewundern. Wenig später gerät Flavius im Dekumatland, dem heutigen Baden Württemberg, in Gefangenschaft der Germanen und muss unter ihnen er als Sklave arbeiten. Schließlich kann er aber fliehen und schlägt sich bis in römische Augst (beim heutigen Basel) durch. Von dort aus kommt er schließlich nach Rom und trifft dort seinen Freund Ulixes wieder. Als dieser vom Kaiser Aurelian den Auftrag erhält, nach Palmyra im heutigen Syrien zu reisen und mit der dortigen Königin Zenobia in Verhandlungen zu treten, begleitet Flavius ihn. Er hofft von dort aus bis nach Persien zu kommen, um mehr über seinen Vater zu erfahren, der beim fehlgeschlagenen Feldzug des Kaisers Valerian in Gefangenschaft des persischen Königs Schapur geriet.
Das ganze Buch gliedert sich klar in vier Teilgeschichten, die in Germanien, Rom, im Nahen Osten und schließlich wieder in Rom spielen. Der Autor hat die Hintergründe und historischen Fakten dieser Zeit sehr genau und detailliert recherchiert und liefert viele historische Fakten, die nicht nur zum Fortlauf der Geschichte dienen sondern auch einfach nur gelungen eingestreut werden – so zum Beispiel die Ereignisse um den Gegenkaiser Postumus. Einziger Kritikpunkt sei hier die Tatsache, dass es keinen wirklichen Höhepunkt in der Gesamterzählung zu geben scheint, viel mehr stolpert der Protagonist Flavius von eine Abenteuer ins andere, so dass ein wirklicher roter Faden mit klarem Spannungsbogen zu fehlen scheint. Dennoch passt alles gut zusammen und die Geschichte endete mit einem, so viel kann ich wohl verraten ohne einen Spoiler wiederzugeben, Hangover, die eine Fortsetzung unumgänglich zu machen scheint. Für ein Erstlingswerk aber wirklich gute Arbeit, soviel muss ich sagen. Ich werde mir auch das Folgewerk Der Preis des Purpurs auf jeden Fall auch zu Gemüte führen.

Meine Wertung: 2 von 3 Sternen

Mord auf der Via Appia / Die Frau des Senators – Hans Dieter Stöver

Saturday, October 23rd, 2010

Einer Amazon Buchempfehlung folgend erwarb ich vor kurzem Mord an der Via Appia und Die Frau des Senators des deutschen Autors Hans Dieter Stöver in einem Hardcover-Doppelband. Die beide im Jahre 1982 erschienen Romane sind die ersten der C.V.T. – im Dienste der Caesaren Reihe dieses Autors, der darin – acht Jahre bevor der erste Band der von mir so geschätzten und komplett verschlungenen SPQR-Reihe veröffentlicht wurde – die Idee eines Kriminalfälle lösenden Römers aufgreift und in literarische Formen gießt. Nicht zu verwechseln ist dieses dieses Buch jedoch mit einem Werk von Steven Saylor, dessen Werke ich leider bisher noch nicht verkonsumieren konnte. Zentrale Figur dieser Reihe ist Gaius Volcacius Tullus, der als fiktiver Sohn des realen römischen Politiker Lucius Volcacius Tullus aus dem römischen Patriziergeschlechts der Volcatier geführt wird. Sehr Lobenswert fand ich die Erläuterung so ziemlich aller antiken Begriffe in einem Umfangreichen Glossar am Ende des Buches, das auch mit Landkarten und Schemazeichnungen von römischen Bauten aufwartet – doch durch meine Vorkenntnisse aus früheren Romanen aus dieser Zeit war mir der größte Teil der Begriffe schon geläufig.
Im ersten Band dieses Doppelbandes geht es letztlich gar nicht um einen Mord, sondern um die Aufklärung einer Entführung von zwei Kindern durch Piraten. Gespickt mit vielen geschichtlichen Details und Involvierung der für diese Epoche gegen Ende der alten römischen Republik gängigen Persönlichkeiten wie Cäsar, Cicero, Clodius, Milo oder Clodia gelingt es Stöver eine sehr dichte Atmosphäre aufzubauen und dem Leser einen tiefen und detaillierten Einblick das Leben im Rom dieser Zeit. Der Protagonist Gaius erholt sich gerade in Rom von einer Verletzung, die er sich in Cäsars Gallienfeldzug zugezogen hat, als der Sohn eines Senators und dessen Freund von Piraten entführt werden. Gaius, unterstützt von seinem Haussklaven und Vertrauten Alexander, übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall und merkt schon spätestens als er knapp einem Giftmord entgeht, dass hinter der Geschichte weitaus mehr als nur die Erpressung von Lösegeld zu stecken scheint.
Der zweite Band spielt größtenteils in Gallien, wo Gaius unter Cäsar gegen die Aufständischen Völker unter dem Avernerfürst Vercingetorix kämpft. Stöver lässt den Leser hier die Stationen des 7. Buches der Bellum Gallicum, verpackt in die Ermittlungen um einen als Unfall getarnten Mord an einem jungen römischen Offizier, erleben. Die Schlachten von Avaricum und Gergovia werden beschrieben und Gaius Volcatius Tullus und sein Sidekick Alexander geraten schließlich sogar in Gefangenschaft der Gallier, wo sie auf den Feldherren der Gegenseite treffen. Dabei gelingt es dem Autor sehr gut, ein Bild des Lebens im antiken Gallien zu zeichnen und nicht nur die Seite der Römer, sondern auch die Gedanken und Beweggründe der Gallier und ihrer Heerführer aufzuzeigen. Doch Gaius und Alexander können fliehen und die Geschichte führt kommt in der bekannten Schlacht um Alesia zum Höhepunkt. Wie geschichtlich bekannt wird Vercingetorix hier durch lange Belagerung und nach einem erfolglosen Ausfall geschlagen und ergibt sich den Truppen Cäsars. Ganz nebenher wird schließlich auch der Mord aufgeklärt – aber meiner Meinung nach war die Intention des Autors viel mehr die Darstellung des Aufstandes in Gallien als der eigentliche Kriminalfall gewesen.
Für Geschichtsinteressierte eine wirklich interessante und spannende Buchreihe, die ich wohl ebenfalls weiter verfolgen werde. Was ich etwas vermisste war der sarkastische Humor wie ihn Decius Caecilius Metellus in der SPQR Reihe teilweise an den Tag gelegt hat. Aber das mindert die Qualität dieses Doppelbandes absolut nicht. Bin schon sehr gespannt auf weitere Abenteuer des Gaius Volcatius Tullus.

Meine Wertung: 3 von3 Sternen

Die Feinde des Imperators [SPQR 13]

Sunday, September 12th, 2010

Mit Die Feinde des Imperators (engl. The year of confusion) habe ich nun auch das dreizehnte und aktuell letzte Buch der SPQR Reihe des amerikanischen Autors John Maddox Roberts gelesen und verschlungen. Mit 341 Seiten ist dieser Roman, der dieses Mal mit einem Glanzdruck-Cover auf dem Paperbackumschlag kommt, wohl der umfangreichste der bisher von mir konsumierten SPQR Reihe. Aus dramaturgischen Gründen, so gibt der Autor im Nachwort an, weicht die Geschichte hier zwar in einigen kleinen Details von den wirklichen Geschehnissen der Jahre 708 und 709 a.u.c (46 und 45 vor Christus) ab, aber darüber kann man meiner Meinung nach hinweg sehen.
Julius Cäsar hat nach seinem Kriegszug gegen die Gallier und dem Sieg über seine Gegner als Diktator in Rom die Macht an sich gerissen. Eines seiner großen Projekte die gleich zu Beginn in Angriff genommen werden ist eine Reform des römischen Kalenders. Dazu hat sich Cäsar einige Astronomen und Astrologen aus allen Teilen der damaligen Welt nach Rom geholt. Unser Protagonist Decius Caecilius Metellus hat nicht nur die Aufgabe, die eher ungeliebte Kalenderreform dem normalen römischen Volke nahe zu bringen, sondern ganz in guter alter SPQR Tradition überschattet auch hier ein Mord die Geschehnisse. Wie gewohnt übernimmt Decius – im offiziellen Auftrag des Diktators, denn der Tote ist einer der ausländischen Astrologen – auch hier wieder die Ermittlungen. Begleitet von Hermes, seinem inzwischen freigelassenen ehemaligen Haussklaven, begibt sich der Senator quer durch das antike Rom auf die Suche nach dem Mörder. Und Cäsar ist nicht gerade geduldig – und als noch ein zweiter Wissenschaftler Tod aufgefunden wird, steht Decius unter starkem Druck nicht von Seiten des Diktators.
Wie ich schnell feststellte dient die große Julianische Kalenderreform hier nur als initialer Aufhänger für einen recht verworrenen Kriminalfall, spielt aber in der weiteren Handlung eigentlich keine Rolle mehr. Maddox nutzt den Roman aus sehr stark, um einen Querschnitt der Meinung sowohl der römischen Oberschicht als auch des normalen Volkes über den frisch ernannten Diktator Cäsar darzustellen und Gründe aufzuzeigen warum es später zu seiner Ermordung kommen konnte. Der Aufklärung der Morde erscheint dabei manchmal etwas zu einer Rahmenhandlung degradiert zu werden und die Lösung erscheint letztlich auch etwas an den Haaren herbei gezogen. Doch die amüsante Schreibweise und die Verknüpfung mit reichlich historischen Figuren und Ereignissen und das Eintauchen in die Lebenswelt der alten Römer retten die Geschichte letztlich doch noch. Nur was das ganze mit Feinden des Imperator zu tun hatte erschloss sich mir nicht ganz – da war der englische Titel The year of confusion, was einen direkten geschichtlichen Bezug zu dieser Zeitperiode hat (sh. hier) und vom Autor auch direkt im Text erwähnt besser gewesen. Aber bei den deutschen Versionen englischer Titel (sowohl Bücher als auch Filme) frage ich mich sowieso häufig was sich die Übersetzenden dabei gedacht haben. Mit Sicherheit nicht der beste Roman aus der SPQR-Reihe, aber für Decius-Fans natürlich ein absolutes Muss.
Damit habe ich alle aktuell auf Deutsch erschienen Bände der SPQR-Reihe gelesen. Gerüchten zu Folge soll Roberts zwar an einem weiteren Roman schreiben, der angeblich direkt nach Cäsars Ermordung spielen soll. Außerdem gibt es gemäß der entsprechenden Eintrages englischen Wikipedia auch noch einige Kurzgeschichten. Ich würde mich jedenfalls riesige freuen, wenn die Serie baldmöglichst fortgesetzt wird – ich werde in nächster Zeit aber wohl erst einmal mit meinem Decius-Entzug leben müssen…

Meine Wertung: 3 von3 Sternen