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Natsu California Sushi Meat – der Test

Mittwoch, April 6th, 2022

Sushi habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen. Das letzte Mal an das ich mich erinnere war wohl währen einer Schulung in Berlin im Jahre 2000 in einem Floating Sushi Restaurant im Umfeld des Alexanderplatz gewesen und ich weiss noch gut dass ich ziemlich mit der Schärfe des Wasabi zu kämpfen hatte. 😉 Nicht dass ich Sushi deswegen nicht mag, denn eigentlich mag ich sowohl Reis als auch frischen rohen Fisch und die Schärfe des Wasabi wenn man es eben nur richtig portioniert, aber es ergab sich bisher einfach keine Gelegenheit die Sushi-Erfahrung zu wiederholen. Und das obwohl es hier in München mehr als genügend Sushi-Restaurants gibt und auch die meisten Supermärkte sie heutzutage anbieten. Aber auch die Tatsache dass mein geschätzter Blogger-Kollege DirkNB aka. Herdnerd des öfteren Mal zu diesem Gericht greift hat mich inspiriert diesen japanischen Kaltreisröllchen mal wieder eine Chance zu geben. Als erster Berührungsversuch griff ich dabei auf fertige Sushi aus dem Supermarkt zurück. Dort gibt es auch tatsächlich fertige Sushi mit rohem Lachs, allerdings war mir die Sache mit etwa elf Euro zu teuer und nach so langer Sushi-Abstinenz auch nicht das richtige. Zum Glück gab es Alternativen: zum einen California Sushi mit Geflügelfleisch und eine vegane Variante, wobei letztere mit knapp 10 Euro sich auch als preislich ziemlich happig erwies. Ich wählte den Mittelweg und griff zum California-Sushi das mit etwa 8 Euro für die 280g Packung zwar auch nicht gerade ein Schnäppchen waren, aber für meinen vorsichtigen Sushi-Neueinstieg für mich die beste Wahl. 😉
01 - California Sushi - Package front / Packung vorne 02 - California Sushi - Package back / Packung Rückseite
Werfen wir als erstes Mal einen Blick auf den Packungsinhalt: Dieser bestand aus insgesamt neun Sushi in drei Varianten (auf die ich gleich noch näher im einzelnen eingehe) sowie je einem Tütchen Chili-Würzsauce und Röstzwiebeln sowie scheinbar etwas zu kurz geratenen Stäbchen zum essen.
03 - California Sushi - Content / Packungsinhalt
Die Sushi sollte man laut Beschreibung auf der Verpackung übrigens etwa zwanzig Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen damit sie Zimmertemperatur annehmen – aber notfalls geht es auch direkt aus dem Kühlschrank. 😉

Werfen wir nun einen kurzen Blick auf die einzelnen Sushi-Varianten:

04 - California Sushi - Chicken Mango Chutney
Paniert gebratenes Hähnchenfleisch mit Mango-Chutney und Sesam

05 - California Sushi - Duck Teriyaki
Ente mit Teriyaki-Würzsauce, grüner Gurke und Rosa-Beeren-Sesam-Mischung

06 - California Sushi - Chicken Teriyaki
Gebratenes Hähnchenfilet mit Teriyaki-Gemüse-Würzsauce und Sesam

Wie sich herausstellte handelte es sich bei den Stäbchen um Teleskop-Stäbchen, die man ausziehen konnte damit sie die zur Verwendung notwendigen Länge erreichten.
07 - Telescopic chopsticks / Ausziehbare Essstäbchen

Nun hätte ich die Sushis natürlich auch einfach aus der Packung essen können, aber da ich ja nun so lange schon kein Sushi mehr gegessen hatte wollte ich dieses Gericht doch etwas zelebrieren und richtete es mir visuell ansprechend auf einem Teller an.
08 - California Sushi - Serviert

Zum Verzehr greift man eines der Sushi mit den Essstäbchen oder notfalls auch mit den Fingern, dippt sie kurz in die Chili-Würzsauce und anschließend in die Röstzwiebeln und lässt sie am besten am Stück in seinem Mund verschwinden. Beisst man ab zerstört man die Integrität des Röllchens und es droht im schlimmsten Fall in den Fingern zu verfallen. Wie ich feststellte hatte man im Inneren der Röllchen wohl Nori, also Algenblätter verwendet. Ich habe nie selbst Sushi gemacht und weiß gar nicht ob man die Runden Sushi auch ohne Nori machen kann, aber diese gaben den Röllchen eindeutig noch zusätzlichen Halt. Alternativ zum dippen kann man auch einfach etwas von der Chili-Würzsauce auf dem Sushi verteilen, es mit Röstzwiebeln bestreuen und dann verzehren. Allerdings musste ich feststellen dass diese Sauce eine nicht zu verachtende Schärfe besaß, also musste man etwas vorsichtig damit umgehen. Eindeutig eine Hommage an Wasabi, was ja auch nicht gerade mild ist um es vorsichtig auszudrücken. 😉
Was die drei Varianten anging hatte ich hier keinen eindeutigen Favoriten für mich ausmachen können, allerdings stach die Variante mit dem Mango-Chutney etwas durch seine leicht fruchige Note hervor, die mir sehr zusagte, allerdings standen Ente mit Gurke und Hähnchen mit Teriyaki-Gemüse-Sauce dem nur wenig nach. Den größten Anteil an jeder Rolle nahm natürlich der Klebereis ein, etwas mehr als 2/3el, vielleicht sogar 3/4el, würde ich sagen, der Rest war Füllung wobei man hier mit dem Fleisch nicht sonderlich verschwenderisch umgegangen war – aber das hatte ich bei einem Produkt aus dem Supermarkt-Kühlregal auch nicht anders erwartet. Der Sesam-Mantel passte aber bei allen drei Varianten gut in die geschmackliche Gesamtkomposition und rundete diese exotische Sushi-Variante gelungen ab.

09 - California Sushi - Seitenansicht

Werfen wir am Ende noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Diese liegen bei 119kcal pro 100g, bei 250g Sushi kommen als 477,5 kcal pro Portion zusammen, zuzüglich natürlich der Sauce und den Röstzwiebel, die aber nur einen geringen Anteil einnehmen dürften. Und für knapp 500kcal hatte das Gericht eine recht hohe Sättigungskraft wie ich feststellen durfte. Nichts für den wirklich großen Hunger, aber für ein Abendbrot so wie bei mir oder ein kleineres Mittagessen ist es meiner Meinung nach absolut ausreichend.

Alles in allem erwies sich das California Sushi der Firma Natsu Foods GmbH & Co KG als recht schmackhaft und das macht mir tatsächlich Lust auf mehr Sushi. (Und: Nein, das ist kein gesponsorter Post, sondern meine persönliche Meinung) Also steht sowohl der teuereren Lachs-Variante aus dem Supermarkt oder sogar dem Besuch in einem echten Susi-Restaurant (nach 22 Jahren Abstinenz) nichts mehr im Wege. Nur ob ich selber jemals Sushi machen werde muss ich mir noch genau überlegen, denn dafür braucht man schon einiges an Übung und ich als Wochenend- und Hobbykoch würde kaum die Zeit haben es regelmäßig zuzubereiten. Aber sag niemals Nie, vielleicht komme ich ja noch so sehr auf den Geschmack dass ich es doch mal probiere…

Hausgemachte Hot Dogs [18.06.2021]

Freitag, Juni 18th, 2021

Da ich noch zwei Hotdog-Brötchen von meinem gestrigen Backfisch-Burger übrig hatte, entschied ich mich heute dazu diese zu dem naheliegensten Gericht zu verarbeiten, das auch nur möglich ist: zu Hot Dogs. 😉 Zum Glück hatte ich noch Wiener Würstchen im Kühlschrank, die ich mir im Wasserbad heiß machen konnte während die Brötchen auf dem Toaster schön knusprig geröstet wurden. In der Mikrowelle wäre es mit den Würstchen wahrscheinlich schneller gegangen, aber bei dieser Methode neigen sie erfahrungsgemäß zu sehr dazu zu platzen – daher wählte ich den klassischen Weg im Wasser auf reduzierter Hitzezufuhr. Außerdem schnitt ich noch drei kleine Cornichons in dünne Scheiben. Nach die getoasteten Brötchen schnitt ich dann auf, bestrich die Innenseite mit Remoulade und belegte sie schon einmal mit den Scheiben der Gewürzgürkchen. Als die Würstchen heiß waren, landeten sie – natürlich trocken getupft – zwischen den Brötchenhälften und wurden dort mit Mayo, Ketchup und Röstzwiebeln garniert. Fertig waren meine Hot Dogs
Hot Dog - Served / Serviert
Ich weiß, normalerweise gehört noch Senf auf ein Hot Dog, aber ich mag den nur als Würzmittel in Gerichten und Saucen, nicht aber pur. Aber auch die Kombination aus Remoulade, Ketchup und Mayonaise gibt diesem legendären Wurstbrötchen, in Kombination mit Gürkchen und Röstzwiebeln, genügend Aroma und Geschmack um sie zu einem sehr leckeren Abendessen zu machen.
Hot Dog - Side view / Seitenansicht
Bei Temperaturen von über 30 Grad hatte ich verständlicherweise auch heute keine Lust auf große Kochsessions und hatte mich zum Mittag mal wieder nur mit einem belegte Brot begnügt. Aber bald muss mal wieder was richtiges kochen, sonst werden mir die Vorräte noch schlecht, die ich eingekauft habe. Also hoffe ich das der für morgen angekündigte Regen etwas Abkühlung bringt, so dass ich mich dazu hinreißen kann mich mal wieder an der Herd zu stellen….

Schwabenteller [12.03.2020]

Donnerstag, März 12th, 2020

Zwar hatten sich einige Kollgen heute dazu entschlossen, anstatt in die Kantine zu einem nahen Bäcker zu gehen um dort Leberkässsemmeln und ähnliches zu essen, aber ich schloss mich dann doch lieber den Kantinengängern an, denn mit einem „Schwabenteller“ Minutensteak vom Schwein in Schwammerlsauce, Käsespätzle und Röstzwiebeln + 3 Komponenten nach Wahl stand im Abschnitt Daily ein durchaus verlockendes Gericht auf der heutigen Tageskarte. Obwohl auch der Ceasar Salate mit Parmesandressing und Hähnchenbrust aus der Sektion Vital gar nicht mal so übel aussah. Nur für die Spinat- Ricottacanneloni mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert bei Veggie konnte ich mich nicht so recht begeistern. Außerdem gab es wohl noch ein Asia-Gericht, aber ich konnte nicht erkennen was es war – leider sind diese auf der Speisekarte ja nicht mehr aufgeführt. Kurz überlegte ich zwar, ob ich zum Salat wechseln sollte, da ich aber größeren Hunger verspürte blieb ich dann doch beim Schwabenteller. Dazu gesellten sich noch etwas Rosenkohl, die man mir an Gemüsetheke aushändigte sowie ein Becherchen Rote Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Swabian dish / Schwabenteller

Die zwei kleinen Schweine-Minutensteaks lieferten schon mal eine nicht zu verachtende Menge an mageren, zarten und sogar saftigen Fleisch, zu dem gut die cremige Sauce mit ihren Champignons passte – auch wenn letztere offensichtlich aus der Dose bzw. dem Glas stammten und nicht frisch waren. Und auch an den Käsespätzle gab es geschmacklich nichts auszusetzen, sogar der Käse besaß dieses Mal ein durchaus merkbares Aroma. Einzig die Röstzwiebeln gaben etwas Anlaß zur Kritik, denn sie waren nicht wirklich knusprig und hätten gerne noch 1-2 Minuten länger geröstet sein können – oder sie waren nicht mehr frisch. Auf jeden Fall muss ich hier einen Punktabzug verteilen. Das gleiche gilt für den Rosenkohl, der etwa zur Hälfte zwar einigermaßen knackig, zur anderen Hälfte aber leider total matschig war. An der roten Grütze mit ihrer Garnitur aus Sahne gab es aber nichts auszusetzen.
Wie nicht anders erwartet erfreute sich der Schwabenteller heute auch bei den anderen Gästen großer Beliebtheit und konnte sich unagefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich die Tortelline, die aber nur knapp vor dem Ceasar Salat lagen der somit auf Platz drei landete. Knapp danach folgte das Asia-Gericht auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Minutensteaks: ++
Pilzrahmsauce: ++
Käsespätzle: ++
Röstzwiebeln: +
Rosenkohl: +
Rote Grütze: ++

Käsespätzle mit Röstzwiebeln [04.03.2020]

Mittwoch, März 4th, 2020

Obwohl auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurant im Abschnitt Daily heute auch eine Currywurst (rot oder weiß) mit Currysauce + drei Komponenten nach Wahl angeboten wurde, die man mit Steakhouse Pommes servierte, entschloss ich mich dennoch dazu auch heute wieder vegetarisch zu essen. Dass das vegetarische Gericht im Abschnitt Veggie heute Allgäuer Käsespätzle mit Emmentaler und Röstzwiebeln bestand kam mir dabei natürlich entgegen. Dagegen kamen die Spaghetti Vongole mit würziger Tomatensauce und Muscheln im Abschnitt Daily ebenso wenig an wie die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratener Eiereis mit Asiagemüse in Austernsauce oder Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Massamansauce. Obwohl ich zugeben muss dass mich die Currywurst schon reizte, aber letztlich gab der Preisunterschied von 6,30 für die Wurst gegen 3,94 für die Käsespätzle den Ausschlag.

Cheese spaetzle with fried onions / Käsespätzle mit Röstzwiebeln

Auch wenn man sie minimal noch mit Salz und Pfeffer feinabstimmen musste, fand ich diese Käsespätzle-Zubereitung doch recht gut gelungen. Ich hätte, wenn ich sie selbst gekocht hätte, vielleicht einen noch etwas würzigeren Käse verwendet, aber das hängt auch mit vom persönlichen Geschmack ab und man muss das Gericht in einem solchen Großrestaurant ja massenkompatibel halten, daher sehe ich darüber hinweg. Ein Großteil des Geschmacks ging außerdem auch von den Röstzwiebeln aus, von denen man mehr als genug verwendet hatte um das Gericht zu garnieren. Und hier hatte man gute Arbeit geleistet, denn die Zwiebeln waren schön braun geröstet, also nicht zu lang und nicht zu kurz. Außerdem wies die Struktur der Zwiebeln darauf hin, dass sie wohl selbst geröstet und nicht zugekauft waren – denn industriell hergestellte Röstzwiebeln sind meist kleinteiliger und nicht so saftig. Ich bereute meine Entscheidung für dieses Gericht also nicht.
Obwohl acht der neun Kollegen die ich zum Mittagessen begleitete ebenfalls die Käsespätzle gewählt hatten, sah es im Gesamtvergleich aller Gäste doch wieder etwas anders aus, denn hier konnte die Currywurst deutlich aufholen und letztlich sogar die Käsespätzle noch knapp überholen und sich mit knappen Vorsprung den ersten Platz sichern. Aber die somit zweitplatzierten Käsespätzle lagen nur eine Haaresbreite dahinter. Die Spaghetti Vongole folgten auf Platz drei und die Asia-Gerichte wiederum knapp dahinter auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Käsespätzle: ++
Röstzwiebeln: ++

Wiener Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln & Bratkartoffeln [23.01.2020]

Donnerstag, Januar 23rd, 2020

Zuerst hatte ich überlegt mal wieder bei der Hähnchenbrust „Riz Casimir“ mit fruchtiger Currysauce und Langkornreis aus dem Abschnitt Vital zuzugreifen, denn auf Mexikanische Chililinsen mit Jalapenos und Reis aus der Sektion Veggie oder den Paprikagulasch vom Schwein + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, der mit Nudeln serviert wurde, hatte ich keine große Lust. Eventuell wäre auch noch die Geschmorte Hähnchenkeule mit frischem Gemüse in Masamansauce, die neben Gebackene Ananas und Banane an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, eine Möglichkeit gewesen. Doch es sollte alles anders kommen, denn der Wiener Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln, Bratkartoffeln mit Speck und Bratensauce aus dem heutigen Tagesangebot sah auf dem Monitor am Eingang wirklich wunderbar aus. Saftiges Fleisch, in Scheiben geschnittene, gebräunte Bratkartoffeln und knusprige Röstzwiebeln schienen eine gute Wahl zu sein, da schreckte mich auch der recht hohe Preis von 6,30 Euro nicht ab. Hätte einer der Gäste vor mir an der Theke ebenfalls zum Zwiebelrostbraten gegriffen, hätte ich vielleicht meine Wahl noch revidiert, denn als ich der Reihe war und das Gericht ausgehändigt bekam, entsprach dies gar nicht dem Photo auf dem Monitor am Eingang. Aber zurückgehen lassen wollte ich es dann auch nicht. Zum Glück entdeckte ich noch angenehm frisch aussehenden Rosenkohl an der Gemüsetheke, die mir eine passende Ergänzung zum Braten erschienen. Also landete auch da noch ein Schälchen auf meinem Tablett.

Beef roast with fried onions & roast potatoes with bacon / Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln & Bratkartoffeln mit Speck

Die Bratkartoffeln erwiesen sich als eher lustlos angeröstete, bleiche Salzkartoffeln, vielleicht Reste vom Lachsgericht von gestern. Serviert wurden sie mit Speckwürfeln, die auch noch etwas mehr Röstaromen hätten vertragen können. Das Fleisch wiederum sah auf den ersten Blick ganz gut aus, aber als ich es anschnitt musste ich feststellen dass es ein wenig zäh geraten war, was den Genuss etwas minderte. Aufgrund dieser Tatsache sowie der Form des Fleischstücks kam mir dabei kurzzeitig der Begriff „Schuhsohle“ in den Sinn. Die Röstzwiebeln wiederum waren wohl die beste Komponente am ganzen Hauptgericht, denn sie waren tatsächlich schön knusprig – na ja, zumindest dort wo sie nicht von der etwas wässrigen Sauce durchweicht waren. Zumindest beim Rosenkohl hatte ich mich nicht geirrt, denn dieser erwies sich tatsächlich als angenehm frisch und knackig. Aber in Zukunft sollte ich nicht mehr so sehr auf die Bilder auf dem Monitor vertrauen. Ich hätte mich aber auch einfach beim Eintreten in den Speisesaal umsehen können, dann hätte ich dies vielleicht früher erkannt. Na ja, er war ja nicht vollkommen schlecht, nur nicht in der erwarteten Qualität. Gut satt geworden bin ich aber trotzdem.
Bei den anderen Gästen gab es keine klaren Vorlieben, aber es schien mit knappen Vorsprung die Hähnchenbrust Casimir heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu belegen. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, was wohl primär an den Hähnchenkeulen lag, Platz drei belegte der Paprikagulasch und auf dem vierten Platz folgte der Zwiebelrostbraten, der aber wiederum nur sehr knapp vor den vegetarischen Chililinsen lag.

Mein Abschlußurteil:
Zwiebelrostbraten: +
Röstzwiebeln: ++
Bratensauce: +/-
Bratkartoffeln mit Speck: +/-

Schwabenteller & Karottencremesuppe [11.12.2019]

Mittwoch, Dezember 11th, 2019

Nachdem ich mal wieder zwei Tage von meinen Resten vom Wochenende gelebt hatte, wollte ich heute endlich unserem Betriebsrestaurant den ersten Besuch diese Woche abstatten. Das Angabot dort war nicht uninteressant, denn man hatte mal wieder den Schwabenteller – Minutensteak vom Schwein + 3 Komponenten nach Wahl im Abschnitt Daily auf die Tageskarte gesetzt, der traditionell mit Pilzrahmsauce, Käsespätzle und Röstzwiebeln serviert wurde. Aber auch mit den Spaghetti Vongole mit würziger Tomatensauce, gebackenen Muscheln und Grana Padano bin ich der Vergangeheit recht gut gefahren, auch wenn man natürlich wie üblich keine echten Venusmuscheln (Vongole) sondern Miesmuscheln in der Sauce verwendet hatte. Allerdings hatte man die Spaghetti durch Penne Rigata ersetzt, was mir nicht ganz so zusagte. Den Vegetarischer Makkaroniauflauf mit gebratenen Champignons, getrockneten Tomaten und Mozzarella bei Veggie hatte ich beim lesen der Speisekarte im Intranet eigentlich ausgeschlossen, doch als ich ihn auf den Bildschirm am Eingang sah, so als riesigen, von Käse und vielleicht Eiern zusammengehalteten und mit Gemüse versetzten Nudel-Quader auf einem Bett aus Tomatensauce mit Kräutern revidierte ich meine Ablehnung doch wieder und zog ihn zumindest in Betracht. Außerdem gab es noch Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Tomatensauce und Gebratenes Putenfleisch mit Gemüse in Currysauce an der Asia-Wok-Theke, doch danach lag mit heute weniger der Geschmack. Letztlich fiel meine Wahl dann aber doch auf den Schwabenteller. In der Annahme dass die Sauce und die Röstzwiebeln nicht als extra Komponenten galten gesellten sich noch eine Suppe und ein Dessert in Form von Bananenschaumcreme dazu. Bei den Suppen gab es eine Asia-Curry-Suppe, eine Karottencremesuppe und eine Brühe mit Rindfleischeinlage. Die Asia-Suppe passte gar nicht wie ich fand und etwas „gemüsiges“ wie die Karottencremesuppe schien mit besser zu passen als eine Rinderbrühe. Daher griff ich zur Karottencreme als Vorsuppe.

Swabian dish & carrot soup / Schwabenteller & Karottensuppe

Die Suppe erwies sich als – für meinen Geschmack – recht süß geraten, aber sie passte relativ gut zum Hauptgericht – auch wenn ich mir ein paar mehr Gemüsestücke gewünscht hätte, doch diese Suppe war komplett püriert. Beim Hauptgericht gab es leider auch einige Kritikpunkte. Zum einen waren sowohl die Käsespätzle als auch das Minutensteak nur noch lauwarm, außerdem war die Sauce wieder recht dünn und die Pilzen (Dosenchampignons) darin sehr kleinteilig und was die Menge anging schon fast homöopathisch. Hinzu kam dass das Minutensteak zwar angenehm groß und mager geraten war, das Fleisch selbst sich aber stellenweise als recht trocken herausstellte, was man auch nur bedingt mit der Sauce kompensieren konnte, da davon nicht allzu viel auf dem Teller war und man sie ja auch benötigte um die nur mäßig saftigen Käsespätzle zu binden. Einzig an den schön knusprigen und genau auf den Punkt gerösteten Zwiebeln gab es aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Und der Nachtisch mit seiner schaumig-fruchtigen, nicht zu süßen Bananenschaumcreme entzog sich glücklicherweise auch jeglicher weiterer Kritik. War insgesamt zwar in Ordnung, aber ich habe auch schon bessere Schwabenteller hier gegessen.
Dennoch war eben dieser Schwabenteller heute mit kleinem, aber deutlichen Vorsprung das am häufigsten gewählte Gericht unter den anderen Gästen und konnte sich somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich, ganz unerwartet, den vegetarischen Makaroniauflauf, der wohl auch aufgrund seiner massiv wirkenden Quaderform ungewöhnlich großer Beliebtheit erfreute. Ihm folgten die Penne Rigata Vongole auf dem dritten Platz und knapp dahinter die Asia-Gerichte auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Karottencremesuppe: ++
Minutensteak: +
Röstzwiebeln: ++
Pilzrahmsauce: +
Käsespätzle: ++
Bananenschaumcreme: ++

Spinatspätzle mit Waldpilzen, Rahmsauce & Röstzwiebeln [14.11.2019]

Donnerstag, November 14th, 2019

Auch heute ging es weiter mit Meetings und Konferenzen – und somit auch mit kostenlosem Kaffee, Mini-Butterbrezeln und Obst. 😉 Ich entschied mich heute mal für eine Banane zur Brezel und schwarzem Kaffee.

Banana, pretzel & coffee / Banane, Butterbrezel & Kaffee

Leider war das erste Meeting bereits für 8:00 Uhr angesetzt, also noch mal früher als gestern. Aber ich war natürlich wie immer überpünktlich, das gehört einfach zum guten Ton für mich. Auch wenn wahrscheinlich keiner was gesagt hätte, wenn ich 5 Minuten später gekommen wäre…
Bei so guter Verpflegung zum Meeting war mir das Schweineschnitzel „Wiener Art“ + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, das natürlich mit Pommes Frites serviert wurde, eindeutig zu viel. Und das Saltim Bocca von der Hähnchenbrust mit Rosamrinjus, Broccoli und Penne Rigate mit alle den Nudeln war mir auch etwas zu mächtig. Und da ich ebenfalls keine Lust auf Gebackene Ananas und Banane oder Gebratenes Putenfleisch mit verschiedenem Gemüse in Currysauce auch keine Lust hatte, entschied ich mich mit den Spinatspätzle mit Waldpilzen, Rahmsauce und Röstzwiebeln mal einen Veggie-Tag einzulegen.

Spinach spaetzle with mushrooms, cream sauce & roast onions / Spinatspätzle mit Waldpilzen, Rahmsoße & Röstzwiebeln

Und das Gericht erwies sich als eine wirklich leckere Wahl. Die Spätzle besaßen ein leichtes, aber deutliches Spinataroma, das gut mit der Rahmsauce mit ihrer würzigen Pilznote harmonierte und wunderbar durch die knusprigen Röstzwiebeln abgerundet wurde. Allerdings glaube ich nicht, dass man die Kombination aus ganzen Dosenchampignons mit einer zweiten, nicht genau definierbaren Pilzsorte, ein Gericht dazu qualifiziert als „mit Waldpilzen“ zu bezeichnen. Klingt aber natürlich besser als Spätzle in Pilzrahmsauce – und ich vermute auch mal dass man hier Reste der Rahmschwammerl von gestern mit verwertet hat, vielleicht ergänzt durch o.g. zweite Pilzsorte. Geschmeckt hat es aber trotzdem, ich zumindest war zufrieden und satt.
Natürlich war das Schnitzel heute das am häufigsten gewählte Gericht, zumal es mit Fritten serviert wurde, und konnte sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den Spinatspätzle aufzeigte, die somit auf dem dritten Platz landete. Mit geringen Abstand folgte das Hähnchen-Saltimbocca auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Spinatspätzle: ++
Rahmsauce mit Pilzen: ++
Röstzwiebeln: ++

Wirsing-Käsespäzle – Resteverbrauch [07.10.2019]

Montag, Oktober 7th, 2019
Savoy cheese spaetzle - Leftovers / Wirsing-Käsespätzle - Resteverbrauch

Wie man sich wahrscheinlich bereits denken konnte, hatte ich am Samstag mal wieder etwas mehr als nötig von den Wirsing-Käsespätzle zubereitet, daher dürfte es nicht verwunderlich sein dass ich mir heute noch einmal ein paar Reste davon an die Arbeit mitnehmen konnte. Doch das war gleich mit mehreren Problemen verbunden: Erstens gibt es in einer Küche nahe meines Büros zwar eine Mini-Mikrowelle, aber leider keinen Kühlschrank – daher müsste ich die Tupperdose, die ich am Morgen frisch aus dem Kühlschrank befüllt hatte, ungekühlt in meiner Tasche aufbewahren – Röstzwiebeln und Schnittlauch hatte ich in einer zweiten Mini-Tupperdose mitgenommen. Der andere Punkt war eher sozialen Charakters, da man in meiner neuen Abteilung gerne nach dem täglichen Statusmeeting gemeinsam essen geht und ich natürlich nicht teilnehmen konnte. Dadurch habe ich Gerichte wie Putengeschnetzeltes „Riz Casimir“ mit Reis und Currykarotten bei Vital, Butternudeln mit Kürbisbolognese und Grand Padano bei Veggie, Macc & Cheese mit Röstzwiebeln + drei Komponeten nach Wahl bei Daily – was ja fast meinem Gericht entsprach – sowie Gebackene Frühlingsrollen und Gebratenes Schweinefleisch mit Thaigemüse in süß saurer Sauce von der Asia-Wok-Theke verpasst. Also nicht weiter schade, sieht man vom sozialen Faktor mal ab. Aus den vorher genannten beiden Gründen werde ich aber wohl das mitnehmen von Speisen vorerst wieder etwas einschränken (müssen) – primär natürlich wegen des fehlenden Kühlschranks. Wie dem aber auch sei: Auch aufgewärmt erwiesen sich die Wirsing-Käsespätzle als wahrer Genuss, vor alle wenn man sie mit Röstzwiebeln garnierte.