Posts Tagged ‘Rom’

Buchreview: Der Tribun – Iris Kammerer

Tuesday, May 8th, 2012

Mit dem Roman Der Tribun der deutschen Autorin Iris Kammerer habe ich mal wieder einen historischen Roman aus der Zeit des Römischen Reiches verschlungen. Dieses im Jahre 2004 erschienene Erstlingswerk dieser Schriftstellerin – irgendwie habe ich es in letzter Zeit ja mit Erstlingswerken 😉 – verschlägt den Leser in den römisch besetzten Teil Germaniens im Jahre 9 nach Christus. Gaius Cornelius Cinna, ein junger römischer Tribun, wird mit der wichtigen und eiligen Aufgabe betraut den Kommandanten Varus vor einem bevorstehenden Aufstand einiger Germanenstämme zu warnen. Doch bevor er seine Mission erfüllen kann, gerät er in einen Hinterhalt und wird von den angreifenden Germanen schwer verletzt. Doch anstatt ihn vor Ort zu töten oder seinem Schicksal zu überlassen, nehmen die Krieger ihn Gefangen und lassen ihn in ihrem Dorf wieder gesund pflegen. Obwohl er für die – aus seiner Sicht barbarischen – Einheimischen eine wichtige Geisel zu sein scheint, muss er im Dorf nach seiner Genesung die niederen Arbeiten eines unfreien Knechtes verrichten. Außerdem erreicht ihn die Nachricht über die verlorene Schlacht des Varus, den er ja hätte warnen sollen. Seine Hoffnungen irgendwann aus seiner Geiselhaft freigekauft zu werden schwinden zusehends. Zumal der siegreiche germanische Feldherr Arminius von dem gefangenen Römer erfährt und seine Auslieferung fordert, was zweifellos in der Hinrichtung oder Opferung Cinnas enden würde. Einzig das germanische Hausrecht und die Fürsprache einiger Mitglieder der Familie des Dorfoberhaupts, allen voran seine Tochter Sunna, retten ihn vorerst vor diesem Schicksal.
Die Autorin hat in ihrem Werk, wie sie bereits auch im Prolog bemerkte, weniger Zeit in die Beschreibung der Geschehnisse der Varusschlacht oder irgend welche römischen Lebensweisen gesteckt. Viel mehr hat sie sich mit viel Liebe zum Detail mit der Lebensweise der germanischen Ureinwohner beschäftigt und viel Detailreichtum in die Charakterentwicklung des Protagonisten Gaius Cornelius Cinna und die wichtigsten Nebencharaktere gesteckt. Dabei wird aber auch nichts beschönigt oder glorifiziert, sondern das harte und teilweise brutale Leben in Magna Germania so realitätsnah und glaubhaft beschrieben wie es wirklich gewesen sein könnte. Auch wenn man epische Schlachten oder verzwickte Kriminalfälle in diesem Werk vergebens sucht und auch die kategorische Liebesgeschichte nur einen verschwindend kleinen Teil der Geschichte einnahm, so habe ich dieses Buch doch sehr Genossen – vor allem wohl weil es sich mit seiner etwas von der Norm abweichenden und dennoch spannenden Geschichte deutlich von dem abhob was ich bisher in dieser Richtung gelesen habe.
Das macht natürlich Lust auf die beiden Nachfolgeromane – Die Schwerter des Tiberius und Wolf und Adler – dieser als Triologie angelegten Reihe. Sobald ich auch sie gelesen habe werde ich natürlich darüber berichten.

Meine Wertung: 3 von 3 Sternen

Silberschweine [Marcus Didius Falco 1] – Lindsey Davis

Tuesday, June 28th, 2011

Wer sich mit dem Thema der historischen Krimis beschäftigt wie ich kommt dabei natürlich nicht an Marcus Didius Falco der britischen Authorin Lindsey Davis vorbei. Nachdem ich die SPQR-Reihe von John Maddox Roberts ja inzwischen durch habe (obwohl ich noch die Hoffnung habe dass da eventuell noch einmal was kommt) wandte ich vor einiger Zeit dieser bald mit dem zwanzigsten Band erscheinenden Krimireihe zu. Wie üblich wollte ich aber die Reihe natürlich von ganz vorne lesen, was sich jedoch als etwas vertrackt herausstellte da der erste Band nicht mehr verfügbar war – aber zum Glück fand ich ihn als gebrauchtes Buch und erwarb es für ein paar Euro über den Amazon Marketplace.
Protagonist dieser Reihe ist wie schon zu vermuten war eben jener Marcus Didius Falco, zweiter Sohn einer Plebejer-Familie, der als Privatermittler und Schnüffler mehr schlecht als recht versucht im kaiserlichen Rom um das Jahr 70 nach Christus sein auskommen zu finden. In diesem berühmten Vierkaiserjahr sitzt nun als nach einem Bürgerkrieg der Kaiser Vespasian auf dem Thron, der aus Sicht des normalen Volkes endlich Stabilität zu versprechen scheint. Nachdem unser Protagonist Sosia Cammilina, die Tochter des einflußreichen Senators Deciumus Cammilina Verrus, vor einigen Verfolgern gerettet hat, stößt er gemeinsam mit ihr in einem Schließfach auf ein sogenanntes Silberschwein, einen mit Silber versetzten Bleibarren, der eigentlich Eigentum des Kaisers ist. Nach anfänglichem Zögern nimmt er schließlich, nachdem einige scheinbar Unschuldige den Tod gefunden haben, doch die Ermittlungen auf. Dabei verschlägt es ihn dabei bis in die nördlichste der römischen Provinzen, Britannien – dem Herkunftsort des Silberschweins – wo er sich als vermeintlicher Sklave sogar in eine Silbermine verkaufen lässt um die Ermittlungen voran zu bringen. Nachdem er als Begleitung der zickigen und leicht arrogant wirkenden Senatorentochter Helena nach Rom zurück gekehrt ist, kommt es schließlich zum großen Showdown, bei dem nicht nur er in Lebensgefahr gerät.
Dieses 1989 in Großbritannien und 1991 bei Knaur hier in Deutschland veröffentlichte Erstlingswerk dieser britischen Autorin, die sich laut ihrer Biografie nach 13 Jahren Beamtenleben dazu entschloss Romane zu schreiben, zeichnet sich in diesem Erstlingswerk nicht gerade durch hundertprozentige historische Genauigkeit aus. Was als erstes auffällt ist die teilweise etwas flapsige, neumodische anmutende Ausdrucksweise der sich ein paar der Protagonisten bedienen. Aber auch kleine Details in der Gesamtgeschichte wie z.B. einem Basketballspiel passen nicht ganz in die Periode um 70 nach Christus. Trotzdem gefiel mir die Geschichte und ihr Protagonist auf Anhieb – er bietet einen interessanten Einblick ins Leben eines “einfachen” Römers. Der von seinem Auftreten her leicht schnodderig wirkende Falco, der in einer heruntergekommenen Mietskaserne lebt und in einem nicht perfekten, aber sehr typisch wirkenden Familienumfeld einer plebejischen Familie lebt, wird dem Leser meiner Meinung nach sehr Vertrauenswürdig vermittelt. Mit seinen Fehlern und dem Potential hier und dort in Fettnäpfchen zu treten aus denen er gerade so entkommen kann wirkt er sehr echt und irgendwie sympathisch. Und bei bis jetzt insgesamt 20 Romanen die Lindsay Davis bis heute über diesen römischen Schnüffler veröffentlicht hat, scheine ich da nicht der einzige zu sein der dieser Meinung ist. Mir hat dieses Buch trotz seiner kleinen Unzulänglichkeiten was seine historische Korrektheit angeht durchaus Lust auf mehr gemacht. Somit war Silberschweine mit Sicherheit nicht der letzte Roman den ich aus der Marcus Didius Falco Reihe gelesen habe.

Meine Wertung: 3 von 3 Sternen

Der Abend des Adlers – Frank Stefan Becker

Sunday, November 28th, 2010

Auch mit meinem letzten Buch habe ich meine aktuelle Vorliebe für Romane mit historischen Hintergrund fortgesetzt. Dabei fiel meine Wahl auf das Werk Der Abend des Adlers, das 2004 erschienene Erstlingswerk des promovierten Physikers, Siemens-Manager und nebenberuflichen Schriftstellers Frank Stefan Becker, der sich bisher vor allem mit Geschichten aus der Antike und Frühmittelater einen Namen gemacht hat.
Die Geschichte beginnt im Jahr 259 nach Christus. Germanische Stämme durchbrechen immer wieder den Limes im Norden Europas und überfallen die dortigen römischen Ansiedlungen. Auch Lopodunum, das heutige Ladenburg bei Heidelberg, wird dabei nicht verschont. Kurz bevor die Sueben, ein Volksstamm der den heutigen Schwaben entspricht, die Stadt überfällt und plündert gelingt es den Bewohnern noch die wertvollen Beschläge des Tempelportals vor den vordringenden Barbaren zu verstecken. Jahre später versuchen der junge Römer Flavius, der als Kind aus der Stadt fliehen konnte und auf bei seinem Onkel auf einem Landgut bei Trier aufwuchs, und sein Begleiter Ulixes Aquila, einem Coeparius (reisender Händler) und Agent des Kaisers in Germanien, die wertvollen Beschläge zu bergen, was jedoch misslingt. Die Bronzebeschläge gibt es übrigens wirklich und sie sind heute im Museum in Ladenburg zu bewundern. Wenig später gerät Flavius im Dekumatland, dem heutigen Baden Württemberg, in Gefangenschaft der Germanen und muss unter ihnen er als Sklave arbeiten. Schließlich kann er aber fliehen und schlägt sich bis in römische Augst (beim heutigen Basel) durch. Von dort aus kommt er schließlich nach Rom und trifft dort seinen Freund Ulixes wieder. Als dieser vom Kaiser Aurelian den Auftrag erhält, nach Palmyra im heutigen Syrien zu reisen und mit der dortigen Königin Zenobia in Verhandlungen zu treten, begleitet Flavius ihn. Er hofft von dort aus bis nach Persien zu kommen, um mehr über seinen Vater zu erfahren, der beim fehlgeschlagenen Feldzug des Kaisers Valerian in Gefangenschaft des persischen Königs Schapur geriet.
Das ganze Buch gliedert sich klar in vier Teilgeschichten, die in Germanien, Rom, im Nahen Osten und schließlich wieder in Rom spielen. Der Autor hat die Hintergründe und historischen Fakten dieser Zeit sehr genau und detailliert recherchiert und liefert viele historische Fakten, die nicht nur zum Fortlauf der Geschichte dienen sondern auch einfach nur gelungen eingestreut werden – so zum Beispiel die Ereignisse um den Gegenkaiser Postumus. Einziger Kritikpunkt sei hier die Tatsache, dass es keinen wirklichen Höhepunkt in der Gesamterzählung zu geben scheint, viel mehr stolpert der Protagonist Flavius von eine Abenteuer ins andere, so dass ein wirklicher roter Faden mit klarem Spannungsbogen zu fehlen scheint. Dennoch passt alles gut zusammen und die Geschichte endete mit einem, so viel kann ich wohl verraten ohne einen Spoiler wiederzugeben, Hangover, die eine Fortsetzung unumgänglich zu machen scheint. Für ein Erstlingswerk aber wirklich gute Arbeit, soviel muss ich sagen. Ich werde mir auch das Folgewerk Der Preis des Purpurs auf jeden Fall auch zu Gemüte führen.

Meine Wertung: 2 von 3 Sternen

Mord auf der Via Appia / Die Frau des Senators – Hans Dieter Stöver

Saturday, October 23rd, 2010

Einer Amazon Buchempfehlung folgend erwarb ich vor kurzem Mord an der Via Appia und Die Frau des Senators des deutschen Autors Hans Dieter Stöver in einem Hardcover-Doppelband. Die beide im Jahre 1982 erschienen Romane sind die ersten der C.V.T. – im Dienste der Caesaren Reihe dieses Autors, der darin – acht Jahre bevor der erste Band der von mir so geschätzten und komplett verschlungenen SPQR-Reihe veröffentlicht wurde – die Idee eines Kriminalfälle lösenden Römers aufgreift und in literarische Formen gießt. Nicht zu verwechseln ist dieses dieses Buch jedoch mit einem Werk von Steven Saylor, dessen Werke ich leider bisher noch nicht verkonsumieren konnte. Zentrale Figur dieser Reihe ist Gaius Volcacius Tullus, der als fiktiver Sohn des realen römischen Politiker Lucius Volcacius Tullus aus dem römischen Patriziergeschlechts der Volcatier geführt wird. Sehr Lobenswert fand ich die Erläuterung so ziemlich aller antiken Begriffe in einem Umfangreichen Glossar am Ende des Buches, das auch mit Landkarten und Schemazeichnungen von römischen Bauten aufwartet – doch durch meine Vorkenntnisse aus früheren Romanen aus dieser Zeit war mir der größte Teil der Begriffe schon geläufig.
Im ersten Band dieses Doppelbandes geht es letztlich gar nicht um einen Mord, sondern um die Aufklärung einer Entführung von zwei Kindern durch Piraten. Gespickt mit vielen geschichtlichen Details und Involvierung der für diese Epoche gegen Ende der alten römischen Republik gängigen Persönlichkeiten wie Cäsar, Cicero, Clodius, Milo oder Clodia gelingt es Stöver eine sehr dichte Atmosphäre aufzubauen und dem Leser einen tiefen und detaillierten Einblick das Leben im Rom dieser Zeit. Der Protagonist Gaius erholt sich gerade in Rom von einer Verletzung, die er sich in Cäsars Gallienfeldzug zugezogen hat, als der Sohn eines Senators und dessen Freund von Piraten entführt werden. Gaius, unterstützt von seinem Haussklaven und Vertrauten Alexander, übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall und merkt schon spätestens als er knapp einem Giftmord entgeht, dass hinter der Geschichte weitaus mehr als nur die Erpressung von Lösegeld zu stecken scheint.
Der zweite Band spielt größtenteils in Gallien, wo Gaius unter Cäsar gegen die Aufständischen Völker unter dem Avernerfürst Vercingetorix kämpft. Stöver lässt den Leser hier die Stationen des 7. Buches der Bellum Gallicum, verpackt in die Ermittlungen um einen als Unfall getarnten Mord an einem jungen römischen Offizier, erleben. Die Schlachten von Avaricum und Gergovia werden beschrieben und Gaius Volcatius Tullus und sein Sidekick Alexander geraten schließlich sogar in Gefangenschaft der Gallier, wo sie auf den Feldherren der Gegenseite treffen. Dabei gelingt es dem Autor sehr gut, ein Bild des Lebens im antiken Gallien zu zeichnen und nicht nur die Seite der Römer, sondern auch die Gedanken und Beweggründe der Gallier und ihrer Heerführer aufzuzeigen. Doch Gaius und Alexander können fliehen und die Geschichte führt kommt in der bekannten Schlacht um Alesia zum Höhepunkt. Wie geschichtlich bekannt wird Vercingetorix hier durch lange Belagerung und nach einem erfolglosen Ausfall geschlagen und ergibt sich den Truppen Cäsars. Ganz nebenher wird schließlich auch der Mord aufgeklärt – aber meiner Meinung nach war die Intention des Autors viel mehr die Darstellung des Aufstandes in Gallien als der eigentliche Kriminalfall gewesen.
Für Geschichtsinteressierte eine wirklich interessante und spannende Buchreihe, die ich wohl ebenfalls weiter verfolgen werde. Was ich etwas vermisste war der sarkastische Humor wie ihn Decius Caecilius Metellus in der SPQR Reihe teilweise an den Tag gelegt hat. Aber das mindert die Qualität dieses Doppelbandes absolut nicht. Bin schon sehr gespannt auf weitere Abenteuer des Gaius Volcatius Tullus.

Meine Wertung: 3 von3 Sternen

Die Feinde des Imperators [SPQR 13]

Sunday, September 12th, 2010

Mit Die Feinde des Imperators (engl. The year of confusion) habe ich nun auch das dreizehnte und aktuell letzte Buch der SPQR Reihe des amerikanischen Autors John Maddox Roberts gelesen und verschlungen. Mit 341 Seiten ist dieser Roman, der dieses Mal mit einem Glanzdruck-Cover auf dem Paperbackumschlag kommt, wohl der umfangreichste der bisher von mir konsumierten SPQR Reihe. Aus dramaturgischen Gründen, so gibt der Autor im Nachwort an, weicht die Geschichte hier zwar in einigen kleinen Details von den wirklichen Geschehnissen der Jahre 708 und 709 a.u.c (46 und 45 vor Christus) ab, aber darüber kann man meiner Meinung nach hinweg sehen.
Julius Cäsar hat nach seinem Kriegszug gegen die Gallier und dem Sieg über seine Gegner als Diktator in Rom die Macht an sich gerissen. Eines seiner großen Projekte die gleich zu Beginn in Angriff genommen werden ist eine Reform des römischen Kalenders. Dazu hat sich Cäsar einige Astronomen und Astrologen aus allen Teilen der damaligen Welt nach Rom geholt. Unser Protagonist Decius Caecilius Metellus hat nicht nur die Aufgabe, die eher ungeliebte Kalenderreform dem normalen römischen Volke nahe zu bringen, sondern ganz in guter alter SPQR Tradition überschattet auch hier ein Mord die Geschehnisse. Wie gewohnt übernimmt Decius – im offiziellen Auftrag des Diktators, denn der Tote ist einer der ausländischen Astrologen – auch hier wieder die Ermittlungen. Begleitet von Hermes, seinem inzwischen freigelassenen ehemaligen Haussklaven, begibt sich der Senator quer durch das antike Rom auf die Suche nach dem Mörder. Und Cäsar ist nicht gerade geduldig – und als noch ein zweiter Wissenschaftler Tod aufgefunden wird, steht Decius unter starkem Druck nicht von Seiten des Diktators.
Wie ich schnell feststellte dient die große Julianische Kalenderreform hier nur als initialer Aufhänger für einen recht verworrenen Kriminalfall, spielt aber in der weiteren Handlung eigentlich keine Rolle mehr. Maddox nutzt den Roman aus sehr stark, um einen Querschnitt der Meinung sowohl der römischen Oberschicht als auch des normalen Volkes über den frisch ernannten Diktator Cäsar darzustellen und Gründe aufzuzeigen warum es später zu seiner Ermordung kommen konnte. Der Aufklärung der Morde erscheint dabei manchmal etwas zu einer Rahmenhandlung degradiert zu werden und die Lösung erscheint letztlich auch etwas an den Haaren herbei gezogen. Doch die amüsante Schreibweise und die Verknüpfung mit reichlich historischen Figuren und Ereignissen und das Eintauchen in die Lebenswelt der alten Römer retten die Geschichte letztlich doch noch. Nur was das ganze mit Feinden des Imperator zu tun hatte erschloss sich mir nicht ganz – da war der englische Titel The year of confusion, was einen direkten geschichtlichen Bezug zu dieser Zeitperiode hat (sh. hier) und vom Autor auch direkt im Text erwähnt besser gewesen. Aber bei den deutschen Versionen englischer Titel (sowohl Bücher als auch Filme) frage ich mich sowieso häufig was sich die Übersetzenden dabei gedacht haben. Mit Sicherheit nicht der beste Roman aus der SPQR-Reihe, aber für Decius-Fans natürlich ein absolutes Muss.
Damit habe ich alle aktuell auf Deutsch erschienen Bände der SPQR-Reihe gelesen. Gerüchten zu Folge soll Roberts zwar an einem weiteren Roman schreiben, der angeblich direkt nach Cäsars Ermordung spielen soll. Außerdem gibt es gemäß der entsprechenden Eintrages englischen Wikipedia auch noch einige Kurzgeschichten. Ich würde mich jedenfalls riesige freuen, wenn die Serie baldmöglichst fortgesetzt wird – ich werde in nächster Zeit aber wohl erst einmal mit meinem Decius-Entzug leben müssen…

Meine Wertung: 3 von3 Sternen