Geschmorte Rindsroulade [02.02.2010]

Neben dem heutigen Sonderangebot, einem “Mexikanischen Eintopf” fanden sich im Asia-Bereich auch “Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce” oder “Gaeng Pad Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem rotem Curry“, wobei mich vor allem letzteres tatsächlich etwas gereizt hätte. Aber ich entschied mich dann doch für die “Geschmorrte Rinderroulade ‘Bürgerlich’ mit Sahnepüree und Blaukrautgarnitur” von den traditionell-regionalen Gerichten. Im regulären Bereich wären “Pikanter Kartoffelgulasch” bei den Vitality-Speisen und “Putenschnitzel in Paprikarahmsauce mit Reis” bei den Globetrotter-Menus gewesen. Kartoffelgulasch klang zwar gut, aber ich wollte nicht zwei Tage hintereinander Eintopfartiges essen – und die Pute sah mir trotz der Paprikarahmsauce etwas trocken aus. Außerdem nahm ich mir noch einen Becher Vanille-Mousso von der Dessertheke.

Rindsroulade

Der Küchenangestellte, der mir heute aufmachte war ein Neuer wie ich schnell feststellte, denn er klatschte das ganze etwas lieblos zusammen und vergaß dann auch noch das Grünzeug, das sonst immer die Speisen visuell etwas zusätzlich aufwertet. Aber es sei ihm verziehen. Die Roulade selbst war zwar bissfest wie man es von Rindfleisch ja gewöhnt ist – vor allem wenn man es schmort – aber sehr lecker. Im Inneren fand sich eine Füllung aus Gewürzgurken, Karotten und Bacon-Speck, eine Mischung die ich von zu Hause so nicht kenne, die aber glaube ich in Bayern Standard ist und außerdem auch sehr lecker schmeckt. Das Kartoffelpüree war meiner Meinung nach etwas zu dünnflüssig, aber durchaus essbar und am Blaukraut bzw. Rotkraut gab es geschmacklich absolut nichts auszusetzen. Sättigungstechnisch wäre das Dessert heute nicht mehr notwendig gewesen, aber ein kleines Becherchen Mousso Vanille geht natürlich immer noch rein, gerade wenn man es liebevoll mit einem kleinen Gebäckstückchen und einer Scheibe Banane garniert bekommen hat.
Als bevorzugtes Gericht vieler Kantinenbesucher erwies sich dann heute auch die Rindsroulade, die ich auf weitaus mehr Tischen sehen konnte als seine Verfolger, die Asia-Gerichte. Nur knapp hinter den Asia-Gerichten kam dann aber auch schon die Pute. Kartoffelgulasch und Mexiko-Eintopf wurde auch gegessen, aber bei weitem nicht so häufig – alles natürlich als Ausschnitt während meines Aufenthaltes dort gesehen.
In der Summe war es ein sehr gelungenes Mittagessen – ich habe meine Wahl nicht bereut.

Mein Abschlußurteil:
Rindsroulade: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: +
Mousso Vanille: ++

Schweinekrustenbraten [29.10.2009]

Obwohl die “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl” aus dem Bereich “Vitality” mit Sicherheit die interessanteste Wahl gewesen wären und auch der “Saftiges Biergulasch vom Rind mit Serviettenknödel” bei den Globetrotter-Gerichten sehr interessant klang, entschied ich mich heute dann doch dazu mal wieder bei den traditionell-regionalen Gerichten zuzuschlagen und den “Knuspriger Schweinekrustenbraten mit Kartoffelknödel und Apfelblaukraut” zu nehmen. Das “Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in Süß-Saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art” oder das “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli – Zitronengrassauce” aus der Asia Wok Ecke reizten mich nicht sonderlich.

Krustenbraten mit Apfelblaukraut

Was ich erhielt erfüllte schließlich dann leider doch nicht ganz meine Erwartungen. Der Kartoffelknödel war natürlich vollkommen in Ordnung und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen. Aber den Krustenbraten rief einige Kritikpunkte hervor. Zum einen war die Kruste selbst – wohl die hart gebackene Haut des Schweines (ich meine Poren gesehen zu haben), aus meiner Sicht nicht essbar. Außerdem befand sich zwischen dieser Haut-Kruste und dem eigentlichen Fleischstück eine nicht unerhebliche Schicht wabbeligen Fetts, welches ich ebenfalls nicht mit verzehren wollte. Und das Fleisch selbst war an einigen Stellen ziemlich fest und trocken, was auch nicht gerade zum Genuß beitrug. Dabei sei noch erwähnt dass andere Kollegen, die ebenfalls dieses Gericht gewählt hatten es wohl besser getroffen hatten, denn ihre Teller waren nach Abschluß der Mahlzeit komplett leer. Nun ja – man kann ja leider nicht immer ins Schwarze treffen. Dennoch ärgere ich mich ein wenig, nicht doch die Gnocchi mit Austernpilzen und Walnussöl gewählt zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekrustenbraten: +/-
Apfelrotkohl: ++
Kartoffelknödel: ++

Ente, Blaukraut & Kloß [22.10.2009]

Mein erster Blick fiel heute auf das “Piccata ‘Milanese’ vom Schwein auf Gabelspaghetti und Tomatensauce“, eine Schnitzel mit einer Kruste aus Semmelbröseln und Parmesan und einer Tomatensauce mit Erbsen, welches man im Bereich der internationalen Gerichte anbot. Aber auch die in das Abteilung “leicht und bekömmlich” zu findende “Rührei mit Spinat und Salzkartoffeln” wäre durchaus eine Alternative gewesen. “Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce” wiederum sagte mir weniger zu und das “Mo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli-Zitronengrassauce” fiel aus weil ich ja bekanntlichermaßen den Geschmack von Zitronengras nicht so mag. Aber am besten gefiel mir schließlich dann doch mal wieder jenes Gericht, was in der Abteilung “Traditionell und Regional” angeboten wurde: “1/4 Ente mit Orangensauce, Blaukraut und Kartoffelknödel“. Die ließ ich mir vom netten Küchenpersonal reichen.

Ente, Blaukraut & Kloß

Im Gegensatz zum Orangenpochierten Seelachsfilet schmeckte man den Orangengeschmack dieses mal kaum raus Daher verzichtete ich auch darauf ihn im Titel zu erwähnen. Außerdem war die Sauce auch ziemlich wässrig – hier hätte wohl noch etwas Soßenbinder gefehlt. Die Ente war soweit ganz ok, wenn auch etwas sehr hart gebraten und mit etwas wenig Fleisch, das man auch noch ziemlich umständlich zwischen den zahlreichen Knochen herauslösen musste. Außerdem fand sich ein riesiger Streifen reinen Fettes innerhalb Entenkörpers. Das habe ich schon besser erlebt. Das Blaukraut entsprach in Qualität und Geschmack jenem von gestern – etwas kräftiger und säuerlicher als ich es gewohnt bin – aber gut. Auch am Kartoffelkloß habe ich nichts auszusetzen gehabt – ein schmackhafter, regulärer Kloß ohne Füllung mit Semmelbrösel. War mal wieder ganz gut, aber ich weiß dass es auch noch besser geht. Vielleicht wäre das Piccata Milanese heute doch eine gute Alternative gewesen – außerdem fiel mir auch auf dass ich in letzter Zeit meistens nur die traditionell-regionalen Gerichte nehme. Das werde ich versuchen ab morgen mal zu ändern.

Mein Abschlußurteil:
Ente: +
Orangesauce: +/-
Rotkraut: ++
Kartoffelkloß: ++

Krautwickerl mit Blaukraut [21.10.2009]

Heute war die Auswahl in unserer Kantine mal wieder ganz interessant. Bei den Vitality-Gerichten gab es “Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce dazu Bouillonkartoffeln“, was ich schon einmal in Erwägung zog, beim Tagesangebot hatte man “Rote oder Weiße Currywurst mit Pommes frites dazu Mayo oder Ketchup” – was ich ausschloss da ich ja erst vor zwei Tagen Currywurst hatte. Die Globetrotter-Sektion bot “Tellerrösti mit Broccoli, Blumenkohl, Karotten und Käse überbacken” an, was auch nicht schlecht klang und im Asia-Bereich standen unter anderem “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce” und “Geang Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit Gemüse in Kokosmilchsauce” auf der Karte – auch ganz nett. Aber meine heutige Wahl fiel dann doch auf die “Krautwickerl mit Blaukraut und Karotffelpüree” aus dem Bereich der traditionell-regionalen Mahlzeiten – also auf Hochdeutsch “Kohlrouladen mit Rotkraut und Kartoffelpüree“. Ob das Kraut übrigens rot oder blau sei mal so dahin gestellt – eigentlich sollte es wohl eher Violettkraut oder Lilakraut heißen, oder? 😉

Krautwickerl mit Blaukraut

Die Krautwickerl, mit Kohl umwickelte Hackfleischfladen, waren geschmacklich sehr gelungen, vor allem weil das Mischverhältnis von Mett und Kohl stimmte, also nicht wie so oft zu viel Kraut und zu wenig Hackfleisch verarbeitet wurde. Ein Kollege meinte zwar, sie wären etwas zu salzig, diesen Eindruck konnte ich aber nicht bestätigen. Das Blaukraut wiederum fand ich heute sehr kräftig und säuerlich gewürzt, aber zum Glück nicht im negativen Sinne, sondern einfach nur anders als ich es üblicherweise gewohnt bin. Das Kartoffelpüree schließlich war zwar auch ok, aber so fand ich etwas zu fein geraten. Ich persönlich mag es lieber etwas gröber. Außerdem fehlte es etwas an Würze wie ich feststellen musste. Ein wenig mehr Muskatnuss hätte hier mit Sicherheit nicht schlecht getan. In der Summe wieder ein sehr gelungenes Mittagsmahl, dass ich mir wirklich habe schmecken lassen.

Mein Abschlußurteil:
Krautwickerl: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: +

Rindsroulade mit Blaukraut [07.10.2009]

Das “Gebratenes Forellenfilet auf Ratatouillegemüse und Kräuterkartoffeln” auf der heutigen Mittagskarte klang wirklich gut, und auch die “Ravioli mit Käsefüllung an Ruccola in Kürbissauce ” sahen in der Essensvitrine nicht schlecht aus. Von der Asia-Theke hätte mich wohl der “Gebackene Lachs mit Gemüse und Chinapilzen” am meisten gereizt. Aber letztlich fiel meine Wahl dann doch auf die “Hausgemachte Rinderroulade dazu Kartoffelpüree und Blaukraut“. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Fruchquark mit Pfirsich und Weintraube(n).

Rindsroulade mit Blaukraut

War wirklich sehr zufrieden. An Kartoffelpüree und Rot- bzw. Blaukraut gab es absolut nichts auszusetzen und auch die Roulade war vollkommen in Ordnung. Als Füllung fanden sich an den Enden primär Zwiebeln und in der Mitte – ganz wie man es gewohnt ist – ein Stück eingelegter Gurke und außerdem auch ein wenig Karottenstreifen.

Rindsroulade Füllung

Außerdem meine ich auch Bacon-Speck dazwischen entdeckt zu haben. Hat auf jeden Fall mal wieder sehr gut geschmeckt. Der Fruchtquark danach wäre zwar nicht unbedingt notwendig gewesen, schadete aber auch nicht. Sehr gute Wahl – die hiesige Kantine hat durchaus Potential, das steht außer Frage. Vor allem durch die Tatsache dass sie auch den visuellen Gesichtspunkt nicht außer Acht lassen und auf jedes Gericht zumindest etwas Petersilie oder ähnliches Kraut streuen, um es für das Auge des Verzeherers noch etwas aufzuwerten.

Mein Abschlußurteil:
Rindsroulade: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: ++
Fruchtquark: ++