Schweinekrustenbraten [29.10.2009]

Obwohl die “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl” aus dem Bereich “Vitality” mit Sicherheit die interessanteste Wahl gewesen wären und auch der “Saftiges Biergulasch vom Rind mit Serviettenknödel” bei den Globetrotter-Gerichten sehr interessant klang, entschied ich mich heute dann doch dazu mal wieder bei den traditionell-regionalen Gerichten zuzuschlagen und den “Knuspriger Schweinekrustenbraten mit Kartoffelknödel und Apfelblaukraut” zu nehmen. Das “Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in Süß-Saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art” oder das “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli – Zitronengrassauce” aus der Asia Wok Ecke reizten mich nicht sonderlich.

Krustenbraten mit Apfelblaukraut

Was ich erhielt erfüllte schließlich dann leider doch nicht ganz meine Erwartungen. Der Kartoffelknödel war natürlich vollkommen in Ordnung und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen. Aber den Krustenbraten rief einige Kritikpunkte hervor. Zum einen war die Kruste selbst – wohl die hart gebackene Haut des Schweines (ich meine Poren gesehen zu haben), aus meiner Sicht nicht essbar. Außerdem befand sich zwischen dieser Haut-Kruste und dem eigentlichen Fleischstück eine nicht unerhebliche Schicht wabbeligen Fetts, welches ich ebenfalls nicht mit verzehren wollte. Und das Fleisch selbst war an einigen Stellen ziemlich fest und trocken, was auch nicht gerade zum Genuß beitrug. Dabei sei noch erwähnt dass andere Kollegen, die ebenfalls dieses Gericht gewählt hatten es wohl besser getroffen hatten, denn ihre Teller waren nach Abschluß der Mahlzeit komplett leer. Nun ja – man kann ja leider nicht immer ins Schwarze treffen. Dennoch ärgere ich mich ein wenig, nicht doch die Gnocchi mit Austernpilzen und Walnussöl gewählt zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekrustenbraten: +/-
Apfelrotkohl: ++
Kartoffelknödel: ++

Ente, Blaukraut & Kloß [22.10.2009]

Mein erster Blick fiel heute auf das “Piccata ‘Milanese’ vom Schwein auf Gabelspaghetti und Tomatensauce“, eine Schnitzel mit einer Kruste aus Semmelbröseln und Parmesan und einer Tomatensauce mit Erbsen, welches man im Bereich der internationalen Gerichte anbot. Aber auch die in das Abteilung “leicht und bekömmlich” zu findende “Rührei mit Spinat und Salzkartoffeln” wäre durchaus eine Alternative gewesen. “Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce” wiederum sagte mir weniger zu und das “Mo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli-Zitronengrassauce” fiel aus weil ich ja bekanntlichermaßen den Geschmack von Zitronengras nicht so mag. Aber am besten gefiel mir schließlich dann doch mal wieder jenes Gericht, was in der Abteilung “Traditionell und Regional” angeboten wurde: “1/4 Ente mit Orangensauce, Blaukraut und Kartoffelknödel“. Die ließ ich mir vom netten Küchenpersonal reichen.

Ente, Blaukraut & Kloß

Im Gegensatz zum Orangenpochierten Seelachsfilet schmeckte man den Orangengeschmack dieses mal kaum raus Daher verzichtete ich auch darauf ihn im Titel zu erwähnen. Außerdem war die Sauce auch ziemlich wässrig – hier hätte wohl noch etwas Soßenbinder gefehlt. Die Ente war soweit ganz ok, wenn auch etwas sehr hart gebraten und mit etwas wenig Fleisch, das man auch noch ziemlich umständlich zwischen den zahlreichen Knochen herauslösen musste. Außerdem fand sich ein riesiger Streifen reinen Fettes innerhalb Entenkörpers. Das habe ich schon besser erlebt. Das Blaukraut entsprach in Qualität und Geschmack jenem von gestern – etwas kräftiger und säuerlicher als ich es gewohnt bin – aber gut. Auch am Kartoffelkloß habe ich nichts auszusetzen gehabt – ein schmackhafter, regulärer Kloß ohne Füllung mit Semmelbrösel. War mal wieder ganz gut, aber ich weiß dass es auch noch besser geht. Vielleicht wäre das Piccata Milanese heute doch eine gute Alternative gewesen – außerdem fiel mir auch auf dass ich in letzter Zeit meistens nur die traditionell-regionalen Gerichte nehme. Das werde ich versuchen ab morgen mal zu ändern.

Mein Abschlußurteil:
Ente: +
Orangesauce: +/-
Rotkraut: ++
Kartoffelkloß: ++

Krautwickerl mit Blaukraut [21.10.2009]

Heute war die Auswahl in unserer Kantine mal wieder ganz interessant. Bei den Vitality-Gerichten gab es “Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce dazu Bouillonkartoffeln“, was ich schon einmal in Erwägung zog, beim Tagesangebot hatte man “Rote oder Weiße Currywurst mit Pommes frites dazu Mayo oder Ketchup” – was ich ausschloss da ich ja erst vor zwei Tagen Currywurst hatte. Die Globetrotter-Sektion bot “Tellerrösti mit Broccoli, Blumenkohl, Karotten und Käse überbacken” an, was auch nicht schlecht klang und im Asia-Bereich standen unter anderem “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce” und “Geang Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit Gemüse in Kokosmilchsauce” auf der Karte – auch ganz nett. Aber meine heutige Wahl fiel dann doch auf die “Krautwickerl mit Blaukraut und Karotffelpüree” aus dem Bereich der traditionell-regionalen Mahlzeiten – also auf Hochdeutsch “Kohlrouladen mit Rotkraut und Kartoffelpüree“. Ob das Kraut übrigens rot oder blau sei mal so dahin gestellt – eigentlich sollte es wohl eher Violettkraut oder Lilakraut heißen, oder? 😉

Krautwickerl mit Blaukraut

Die Krautwickerl, mit Kohl umwickelte Hackfleischfladen, waren geschmacklich sehr gelungen, vor allem weil das Mischverhältnis von Mett und Kohl stimmte, also nicht wie so oft zu viel Kraut und zu wenig Hackfleisch verarbeitet wurde. Ein Kollege meinte zwar, sie wären etwas zu salzig, diesen Eindruck konnte ich aber nicht bestätigen. Das Blaukraut wiederum fand ich heute sehr kräftig und säuerlich gewürzt, aber zum Glück nicht im negativen Sinne, sondern einfach nur anders als ich es üblicherweise gewohnt bin. Das Kartoffelpüree schließlich war zwar auch ok, aber so fand ich etwas zu fein geraten. Ich persönlich mag es lieber etwas gröber. Außerdem fehlte es etwas an Würze wie ich feststellen musste. Ein wenig mehr Muskatnuss hätte hier mit Sicherheit nicht schlecht getan. In der Summe wieder ein sehr gelungenes Mittagsmahl, dass ich mir wirklich habe schmecken lassen.

Mein Abschlußurteil:
Krautwickerl: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: +

Rindsroulade mit Blaukraut [07.10.2009]

Das “Gebratenes Forellenfilet auf Ratatouillegemüse und Kräuterkartoffeln” auf der heutigen Mittagskarte klang wirklich gut, und auch die “Ravioli mit Käsefüllung an Ruccola in Kürbissauce ” sahen in der Essensvitrine nicht schlecht aus. Von der Asia-Theke hätte mich wohl der “Gebackene Lachs mit Gemüse und Chinapilzen” am meisten gereizt. Aber letztlich fiel meine Wahl dann doch auf die “Hausgemachte Rinderroulade dazu Kartoffelpüree und Blaukraut“. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Fruchquark mit Pfirsich und Weintraube(n).

Rindsroulade mit Blaukraut

War wirklich sehr zufrieden. An Kartoffelpüree und Rot- bzw. Blaukraut gab es absolut nichts auszusetzen und auch die Roulade war vollkommen in Ordnung. Als Füllung fanden sich an den Enden primär Zwiebeln und in der Mitte – ganz wie man es gewohnt ist – ein Stück eingelegter Gurke und außerdem auch ein wenig Karottenstreifen.

Rindsroulade Füllung

Außerdem meine ich auch Bacon-Speck dazwischen entdeckt zu haben. Hat auf jeden Fall mal wieder sehr gut geschmeckt. Der Fruchtquark danach wäre zwar nicht unbedingt notwendig gewesen, schadete aber auch nicht. Sehr gute Wahl – die hiesige Kantine hat durchaus Potential, das steht außer Frage. Vor allem durch die Tatsache dass sie auch den visuellen Gesichtspunkt nicht außer Acht lassen und auf jedes Gericht zumindest etwas Petersilie oder ähnliches Kraut streuen, um es für das Auge des Verzeherers noch etwas aufzuwerten.

Mein Abschlußurteil:
Rindsroulade: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: ++
Fruchtquark: ++

Ente mit Rotkohl & Klößen [29.10.2009]

Der heutige Renner in der Kantine war offensichtlich ein Wiener Schnitzel mit Pommes. Die Schlange die sich dort gebildet hatte ließ mich erst einmal meinem Herdentrieb folgen und mich in der Schlange anstehen. Aber als ich noch mal in genauer in die Speisenvitrine schaute, entdeckte ich etwas weitaus besseres. Ich löste mich also aus der Schlange und begab mich zu der fast leeren Theke, an der Ente mit Rotkohl und Klößen angeboten wurde und ließ mir einen Teller davon geben. Dazu gab es noch einen kleinen Becher Quark mit frischen Obst.

Entenbrust mit Kloß

Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Portion war zwar nicht allzu groß, aber zum satt werden rechte es. Zu einem wirklich riesigen Kartoffelkloß hatte die Küchenkraft mir drei Scheiben Entebrust, Rotkohl (oder Blaukraut wie es genannt wurde) sowie etwas Sauce und etwas Petersilie für die visuelle Aufwertung auf den Teller getan. Alternativ hätte es soweit ich es gesehen habe auch eine Entenkeule haben können – aber Brust ist mir da natürlich lieber, da sie weitaus einfacher zu verzehren ist als so eine Keule. Das Fleisch war nicht ganz so zart wie ich es von Entenbrust her kenne, aber dennoch sehr schmackhaft. Vor allem die würzige Kruste gefiel mir sehr gut. In der Summe ein wirklich gelungenes Gericht, dass sich als mehr als gute und vor allem weitaus kaloriearmere Alternative zu einem eindeutig aus der Friteuse stammenden Schnitzel mit Pommes Frites. Ich auf jeden Fall war wieder zufrieden und schloss das Mittagsmahl mit dem kleinen Becherchen Quark mit zahlreichen Obststückchen darin ab.

Mein Abschlußurteil:
Entebrust: +
Rotkohl: ++
Kloß: ++