Rinderroulade mit Rotweinsauce, Spätzle & Blaukraut [03.02.2016]

Auf der heutigen Speisekarte unseres Betriebsrestaurants fanden sich gleich mehrere Gerichte, die mein Interesse erweckten. Als leichte Alternative wurde im Abschnitt Vitality eine Ofenkartoffel mit Blattspinat, Krabben und Sourcreme, bei Tradition der Region gab es eine Hausgemachte Rinderroulade mit Rotweinsauce, Spätzle und Blaukraut und die guten alten Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter übten auch einen gewissen Reiz aus. Da kamen die Asia-Thai-Gerichte wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce nicht gegen an. Nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Rinderroulade, die mir einfach das exklusiveste der heutigen Angebote zu sein schien. Dazu gesellte sich auf dem Weg zur Kasse noch ein Becherchen Quarkspeise mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Beef roulade with red wine sauce, spaetzle & red cabbage / Rinderroulade mit Rotweinsauce, Spätzle & Blaukraut

Die Roulade, die man ganz unkonventionell mit einem großen Holzspieß zusammengesteckt hatte, erschien mit im ersten Moment zwar etwas mickrig, aber wie beim Verzehr herausstellte war die Menge der mit Gewürzgurke, Zwiebeln und Senf gefüllten Rindfleischrolle doch passend zu den übrigen Komponenten des Gerichts abgewogen.

beef roulade - Lateral cut / Rinderroulade - Querschnitt

Dabei war das Fleisch angenehm mürbe geworden, so wie ich es von einem Schmorgericht erwarte. Gemeinsam mit der überaus würzigen Rotweinsauce, dem Blaukraut mit leichter Apfelnote sowie den Spätzle ergab sich ein sehr gelungenes Gericht, an dem es aus meiner Sicht nichts zu meckern gab. Und auch die Kombination aus stichfester Natur-Quarkzubereitung und roter Beerengrütze mit zahlreichen Fruchtstücken darin erwies sich als überaus gelungen und bildete somit einen guten Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich heute sie Rinderroulade und die Spaghetti Bolognese ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen und es war wirklich nur die etwas längere Schlange an der Theke für das Nudelgericht, die mich dazu bewog der Bolognese diesen Platz zuzubilligen. Die Roulade folgte somit auf Platz zwei, den Asia-Gerichten gelang es Platz drei zu ergattern und die Ofenkartoffel mit Krabben kam schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
RInderroulade: ++
Rotweinsauce: ++
Blaukraut: ++
Spätzle: ++
Quark mit roter Grütze: ++

4-Gang-Menu im Kulturbahnhof Bad Homburg [11.12.2015]

Die Weihnachtsfeier-Saison hat mal wieder begonnen und die Eröffnung machte (für mich) heute eine Veranstaltung im Kulturbahnhof in Bad Homburg bei Frankfurt. Das setzte zwar etwas Fahrerei voraus, aber ich war mir sicher dass es dies Wert war. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, denn man wartete dort mit einem gelungenen 4-Gang-Menu auf. Natürlich standen schon vorher verschiedene frische Brotsorten und etwas Butter an den Tischen bereits, um die Wartezeit auf den ersten Gang zu versüßen.
Den Beginn machte ein Vitello tonnato mit Tomaten und Ruccola, ein aus Piemont stammendes Antipasto, das aus in Weißwein gekochten, erkalteten und dünn aufgeschnittenen Kalbsfleisch besteht, das mit einer Paste aus Thunfisch überzogen wird. Dies hatte man noch zusätzlich mit Kirschtomaten, Oliven, Chicoree, Ruccola und etwas Parmesan garniert.

Vitello Tonnato mit Tomaten & Ruccola

Wenn ich vorher gewusst hätte was Vitello tonnato genau ist, hätte ich es eventuell nicht probiert, aber so bin ich froh es getan zu haben denn die Kombination erwies sich als überaus lecker. Dass Thunfisch und Kalbfleisch so gut zusammen passen hätte ich nicht gedacht, aber man lernt ja nie aus.
Nach einer angemessenen Pause wurde dann der zweite Gang serviert: eine Tomatencremesuppe die man mit Creme fraiche und einem Streifen Spinat garniert hatte.

Tomato cream soup / Tomatencremesuppe

Schon lange hatte ich keine so fruchtige Tomatencremesuppe mehr gegessen. Die gut gewürzte, schön heiße Suppe strotze nur so von Tomatenaroma und war außerdem auch noch mit einigen halbierten Kirschtomaten versetzt, die dem ganzen noch zusätzlichen Biss gaben. Sehr lecker.
Als Hauptgang gab es dann, wieder nach einer gut, aber nicht zu lang bemessenen Pause, Polnischen Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen.

Polish roast goose with red cabbage & dumplings / Polnischer Gänsebraten mit Rotkohl & Klößen

Hier muss ich, zumindest auf meine Portion bezogen, etwas Kritik anbringen, denn das das Gänsefleisch war teilweise etwas trocken und die mit zahlreichen Kräutern pikant gewürzte Haut stellenweise ein klein wenig zu knusprig geraten. Hinzu kam, dass man bei der würzigen Sauce etwas gegeizt hatte, so dass man das trockene Fleisch damit nicht ganz ausgleichen konnte. Am würzigen Rotkohl und den beiden Kartoffelklößen gab es aber nichts auszusetzen.
Damit war ich eigentlich schon überaus satt, aber es gab nach einer weiteren Pause schließlich noch Nachtisch in Form von Maronencreme an lauwarmen Pflaumenragout, das noch zusätzlich mit frischen Erdbeeren, Sahne, Pistaziensplitter und zwei Nussbällchen kunstvoll garniert worden war.

Sweet chestnut cream with lukewarm plum ragout / Maronencreme an lauwarmen Pflaumenragout

Die in in einem kleinen Schälchen servierte Maronencreme war wunderbar nussig und harmonierte geschmacklich sehr gut sowohl mit den beiden Nusskügelchen als auch mit dem fruchtigen, lauwarmen Pflaumenragout mit vielen Fruchtstückchen. Der Rest war eigentlich nur schmückendes Beiwerk, aber rundete diesen kleinen, aber feinen Nachtisch dennoch sehr gelungen ab.
Lange nicht mehr so viel an einem Abend gegessen. Hätte ich das selber besser geplant, hätte ich wohl besser auf die Calamari heute Mittag verzichtet.

Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel [26.11.2015]

Heute fand sich ein Gericht auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurant, das mich die anderen Angebot wie den Knusprigen Kartoffelrösti mit frischem Marktgemüse und Sauce Hollandaise bei Vitality, den Szegediner Gulasch mit Salzkartoffeln bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Angebote wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce links liegen ließ. Ich spreche von einer Frisch gebratenen Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel, die man heute im Abschnitt Tradition der Region anbot. Und obwohl bereits Gemüse in Form des Blaukrauts beim Hauptgericht beilag, ergänzte ich das Gericht noch mit einem bayrischen Krautsalat von der Salattheke, außerdem landete noch ein Becherchen Brombeerquark aus dem heutigen Dessert-Angebot auf meinem Teller.

Duck leg with red cabbage & potato dumpling / Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel

Auf den ersten Blick sah die Entenkeule ein wenig mickrig aus, aber die Fleischausbeute war doch angenehm ergiebig und das Fleisch ließ sich auch mit Messer und Gabel gut vom Knochen lösen. Da kann man problemlos darüber hinweg sehen, dass die Keule bereits ganz leicht abgekühlt war. Zum Glück hatte man eine dünne, milde Sauce mit serviert, denn das Fleisch alleine wäre sonst wohl etwas trocken gewesen. Dazu der mit einigen gerösteten Brotstückchen gefüllte, mehr als männerfaustgroße Kartoffelknödel und die großzügige Portion würzigen Apfel-Blaukrauts machten das Gericht zu einem wirklichen Genuss. Und auch am mit einigen Speckwürfelchen und etwas Kümmel versetzten Krautsalat auf bayrische Art gab es nichts auszusetzen. Einzig beim Dessert muss ich heute – mal wieder – ein wenig in der Wertung abziehen, denn es fehlte im dieses Mal wieder etwas an fruchtigem Aroma.
Natürlich lag die Entenkeule heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala ganz weit vorne und ich übertreibe wohl nicht wenn ich sage, dass vermutlich 2/3el des Gäste bei diesem Gericht zugegriffen hatten. Auf Platz zwei folgte der Szegediner Gulasch und den dritten Platz teilten sich schließlich Kartoffelrösti mit Marktgemüse und die Asia-Gerichte, bei denen ich auch heute keinen Favoriten ausmachen konnte.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Krautsalat: ++
Brombeerquark: +

Sauerbraten von der Wildschweinkeule mit Blaukraut & Semmelknödel [10.11.2015]

Auch heute ging natürlich die Wildgerichte-Woche in unseren Betriebsrestaurant weiter und ich war von Anfang an entschlossen beim Sauerbraten von der Wildschweinkeule mit Blaukraut und Semmelknödel zuzugreifen. Daher erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, dass es außerdem eine Schupfnudelpfanne mit Spitzkohl und Apfel bei Vitality, einen “Schwabenteller” – Zwei Minutensteaks vom Schwein mit Käsespätzle, Schwammerlsauce und Röstzwiebel bei Tradition der Region, 4 Stück griechische Bifteki mit frischen Zwiebeln und Tzatziki, dazu Reis bei Globetrotter und schließlich Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder Moo Pad Prik Bai – Seelachs mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde. Natürlich hatte sich vor der Ausgabetheke für das Wildgericht auch heute wieder eine Schlange gebildet und ich musste etwas warten bis ich an die Reihe kam. Leider kehrte sich mein Glück von gestern, wo kurz bevor ich an die Reihe kam frische Ware aus der Küche gekommen war, heute vollkommen um und ich kriegte vom Sauerbraten die letzten Reste aus der alten Ladung. Das hatte zur Folge dass ich anstatt zwei Scheiben und eineindrittel Scheiben davon erhielt und das größere Stück auch nicht mehr ganz so gut aussah. Na ja, das war Pech. Vielleicht würde mich ja die kleine Schale Milchreis mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot darüber hinweg trösten, die ich mit noch dazu auf mein Tablett stellte.

Marinated wild boar pot roast with red cabbage & bread dumpling / Sauerbraten von der Wildschweinkeule mit Blaukraut & Semmelknödel

Am oberen, kleinen Stück des Wildschwein-Sauerbratens konnte ich zwar feststellen, dass es sich um eine überaus gut gelungene Zubereitung aus zartem Fleisch mit einer schmackhaften Marinade handelte, jedoch war das untere, größere Stück ganz wie erwartet bereits etwas abgekühlt und an den Rändern etwas ausgetrocknet, was den Genuss deutlich minderte. Ich überlegte zuerst, ob ich hier einige Punkte in der Wertung abziehe oder nicht, entschied mich dann aber dagegen da die Zubereitung prinzipiell ja gut gelungen war, was Kollegen die ebenfalls zum Wildschweinsauerbraten gegriffen hatten, auch bestätigen konnten. Die dunkle, würzige und dickflüssige Sauce war aber ebenso in Ordnung wie das mit zahlreichen Apfelstücken versetzte Blaukraut und der angenehm groß geratene, feste und angenehm gewürzte Semmelknödel. Bis auf das eine Stück Braten ein sehr gelungenes Gericht. Und auch am Milchreis samt seiner Garnitur aus mit zahlreichen Fruchtstücken von Kirschen und Himbeeren gab es nichts auszusetzen.
Und auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich der Wildschwein-Sauerbraten heute mit knappen, aber noch deutlich erkennbaren Vorsprung durchsetzen und somit den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei folgten die Bifteki, die aber nur hauchdünn vor dem ebenfalls sehr gern gewählten Schwabenteller auf dem dritten Platz lag. Platz vier belegten die Asia-Gerichte und den fünften Platz schließlich die vegetarische Schupfnudelpfanne mit Spitzkohl und Apfel.

Mein Abschlußurteil:
Wildschwein-Sauerbraten: ++ (aber nur knapp)
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: ++
Milchreis mit roter Grütze: ++

Rouladengeschnetzeltes mit Rotkraut & gebratenen Klößen [28.12.2014]

Rouladengeschnetzeltes mit Rotkraut & gebratenen Klößen / Roulade chop with red cabbage & fried dumplings

Wie “zwischen den Jahren” üblich verbrauchten wir heute die letzten Reste von unserer Weihnachtsschlemmerei, um genau zu sein Rouladen, Rotkraut und Klöße. Damit die Rouladen besser warm wurden, schnitten wir sie vor dem Erhitzen in die Sauce. Und auch die Klöße zerteilten wir und brieten sie vor dem Verzehr in einer Pfanne an. Dazu gab es die Reste des Apfelrotkrauts. Auch wenn es “nur” Reste waren, erwies sich das Ganze dennoch als überaus lecker.