Pestrofa Plaki – Forelle aus dem Ofen mit Tomatensauce & Paprikareis [10.02.2017]

Passend zu heutigen Freitag stand am letzten Tag der Griechenland-Woche in unserem Betriebsrestaurant natürlich ein Fischgericht auf der Speisekarte. Es sollte Pestrofa Plaki – Forelle im Ofen gegart inTomatensauce, dazu Paprikareis. Und da die anderen Angebote wie Feiner Putenbraten mit Champignonsauce und Nudeln bei Vitality, eine Dampfnudel mit heißen Kirschen bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder Pad Pieew Wan – Schweinefleisch süß-sauer mit Ananas, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln keine bessere Alternativen boten, war ich dem natürlich nicht abgeneigt. Zumal man das Gericht noch zusätzlich mit frischem Rucola-Salat garnierte.

Pestrofa Plaki - Baked trout with tomato sauce & bell pepper rice / Forelle aus dem Ofen mit Tomatensauce & Paprikareis

Ich habe mich natürlich wieder über die griechische Bezeichnung informiert und dabei herausgefunden, das Pestrofa einfach Forelle bedeutet und man in der griechischen Küche unter Plaki ein im Ofen gegartes Gericht mit Olivenöl, Tomaten und Gemüse versteht. Das wohl bekannteste unter den Plaki-Gerichten ist das auch in Großbritannien sehr beliebte Gigantes Plaki, Riesenbohnen in Tomatensauce. In einer Abwandlung haben sie dort als Baked Beans auch einzig in die dortige Essenkultur gehalten. Aber damit genug der Abschweifungen, kommen wir zum heutigen Fischgericht.
Unter einem guten Handvoll frischen und knackigen Rucola verbarg sich eine angenehm große Forelle, der beim servieren zwar die Schwanzflosse abhanden gekommen war, aber ansonsten keinerlei Grund zu irgendwelcher Kritik bot. Das Tier war, wie bei uns im Betriebsrestaurant üblich, ohne Rückgrat zubereitet worden und besaß auch sonst so gut wie keine Gräten. Und die Ausbeute an saftigen, zarten Forellenfleisch war überaus reichhaltig. Dazu passte gut die fruchtige und leicht exotisch gewürzte Tomatensauce mit zahlreichen Fruchtstücken, die nicht nur den Fisch wunderbar ergänzte, sondern auch half den lockeren, mit einigen Stücken Paprika versetzten Reis beim Verzehr zu binden. Beim “Paprika-Reis” hätte man wirklich etwas mehr Kreativität an den Tag legen können und nicht einfach nur Paprika andünsten und unter den Reis mischen sollen – aber ich will mich nicht zu sehr beschweren, denn er lieferte auch in dieser einfachen Form eine ausreichende Sättigungsbeilage. Was das Gericht neben dem Namen griechisch machte war aber vor allem die Sauce, in der ich neben zahlreichen Kräutern auch eine ganz leichte Zimtnote meinte zu schmecken. Ich war auf jeden Fall zufrieden und auch wenn das Pestrofa Plaki nicht den Lammbraten von gestern von Platz eins der besten griechischen Gerichte verdrängen konnte, bot es doch einen guten Abschluß der Griechenland-Woche in unserem Betriebsrestaurant.
Und auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erfreute sich die griechische Forelle heute hoher Beliebtheit und konnte unangefochten Platz eins für sich erobern. Um den zweiten Platz lieferten sie die Asia-Gerichte und er Putenbraten schließlich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Asia-Gerichte heute mit hauchdünnen Vorsprung für sich entscheiden konnten. Somit belegte der Putenbraten mit Champignonsauce Platz drei und knapp dahinter auf dem vierten Platz folgte die Dampfnudel mit heißen Kirschen.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Forelle: ++
Tomatensauce: ++
Paprikareis: ++
Rucola: ++

Pizza Rotolo [14.10.2016]

Heute war ich mal wieder auf großer Fahrt in nördlichere Gefilde und hatte daher nur ein wenig Reiseproviant zum Mittag verzehren können. Dafür sollte es aber zum Abendbrot etwas warmes geben und wir entschieden uns dazu, Pizza im Ristorante Da Marco in Bebra zu bestellen. Dieses italienische Restaurant biete zwar leider keinen Lieferservice, aber die Qualität der Pizzen sowie auch der anderen Gerichte sollte laut Mundpropaganda so gut sein, dass es sich lohnte das Essen auch mal abzuholen. Ich selbst entschied mich für eine sogenannte Pizza Rotolo, eine gerollte Pizza, die Lachs, Schafskäse & Tomatenwürfeln gefüllt war und mit Parmaschinken, Parmesan und Rucola garniert serviert werden sollte. Mit 10,50 Euro zwar die zweitteurste Pizza auf der ganze Speisekarte, aber die Beschreibung hatte mein Interesse geweckt. Nach dem Anruf dauerte es nur etwa zwanzig Minuten, bis wir das Essen schließlich abholen konnten.
Was dort in meinem Pizzakarton lag, hatte leider nur noch wenig Ähnlichkeit mit der ursprünglichen Pizza Rotolo, denn Parmaschinken, Parmesan und Rucola waren wild im Karton verteilt, aber ich nutzte meine Kreativität um die Pizza so zu rekonstruieren, wie ich sie mit frisch serviert vorgestellt hääte.

Pizza Rotolo
Pizza Rotolo – Serviert

Pizza Rotolo - Lateral cut / Querschnitt
Pizza Rotolo – Serviert

Der obere Teil der Teighülle war angenehm dünn und knusprig, so wie ich mir es bei einer guten italienischen Pizza wünsche, doch der untere Bereich war leider recht dick geraten und meiner Meinung nach auch nicht ganz durchgebacken, war den Genuss etwas schmälerte. Die Füllung selbst bestand tatsächlich aus gewürfelten Fleischtomaten, Räucherlachs und zerkrümelten Schafskäse, die jedoch von der Hitze des Ofens kaum etwas abbekommen hatten. Daher waren die Tomatenstücke noch roh, der Schafskäse kaum angeschmolzen und der Lachs war nur leicht hell geworden. Hier hätte ich es schöner gefunden, wenn alles etwas mehr gebraten gewesen wäre. Aber die fast rohen Zutaten passten natürlich gut zum frischen Ruccola, den in Streifen geriebenen, würzigen Parmesan und die Scheiben geräucherten Parmaschinkens, mit denen man die Pizza garniert hatte. War geschmacklich soweit in Ordnung und aufgrund seiner Größe auch Sättigend, außerdem war das Verhältnis von Lachs, Tomaten und Schafskäse in der Füllung auch ausgewogen bemessen, aber ich hatte mit irgendwie noch etwas anderes darunter vorgestellt. Vor allem die Füllung hätte, wie bereits erwähnt, etwas mehr erhitzt sein können. Beim nächsten Mal werde ich wohl wieder eher zur klassischen, flachen runden Pizza greifen, da weiß man was man hat und diese sind wirklich sehr gut im Ristorante Da Marco.

Mein Abschlußurteil:
Pizza Rotolo: +

Halloumi-Burger – das Rezept

Halloumi ist ein halbfester, nicht schmelzender Käse, der ursprünglich aus Zypern stammt, aber schon seit der Antike im ganzen Mittelmeerraum bis nach Arabien aus Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch hergestellt wird und sich wunderbar zum grillen und braten eignet. Von der Struktur her ähnelt er Mozzarella. Und aus dieser Käsesorte, die in vielen Ländern auch heute noch als Delikatesse gilt, habe ich heute mal einen überaus leckeren vegetarischen Burger gezaubert. Nicht dass ich Fleisch prinzipiell ablehnen würde, aber gerade bei dem warmen Sommerwetter wie es aktuell herrscht, begnüge ich mich auch gerne mal mit fleischloser Kost – vor allem wenn sie so lecker ist wie dieser Burger. Natürlich möchte ich es da auch nicht versäumen, das zugehörige Rezept einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

1 Stück Halloumi (250g)
01 - Zutat Halloumi / Ingredient halloumi

1 kleine rote Zwiebel (ca. 110g)
02 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

1 Zehe Knoblauch
03 - Zutat Knoblauchzehe / Ingredient garlic

1 Zweig Rosmarin
04 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

2 Esslöffel Olivenöl
11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

2 Hamburger-Brötchen
05 - Zutat Hamburger-Brötchen / Ingredient hamburger buns

einige Streifen geröstete Paprika
06 - Zutat geröstete Paprika / Ingredient roasted bell pepper

ein wenig Kräuterbutter (ca. 40g)
07 - Zutat Kräuterbutter / Ingredient herb butter

1 Handvoll Rucola
08 - Zutat Rucola / Ingredient rucola

Den Halloumi wollen wir für mindestens 2 Stunden, besser noch über Nacht, marinieren. Dazu waschen wir den Zweig Rosamrin,
09 - Rosmarin waschen / Wash rosemary

zupfen die Nadeln vom Stiel und zerkleinern diese grob.
10 - Rosmarin grob zerkleinern / Hackle rosemary

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehe und zerkleinern sie fein
11 - Knoblauch hacken / Hackle garlic

und ziehen die Zwiebel ab, um sie in schmale Spalten zu schneiden.
12 - Zwiebel in Spalten schneiden / Cut onion cleaves

Dann geben wir Rosmarin, Zwiebel und Knoblauch in eine Schüssel,
13 - Rosmarin, Zwiebel & Knoblauch in Schüssel geben / Put rosemary, onion & garlic in bowl

fügen die beiden Esslöffel Olivenöl hinzu
14 - Olivenöl addieren / Add olive oil

und vermischen alles gründlich miteinander.
15 - Gründlich vermengen / Mix well

Nachdem wir dann den Halloumi in zwei gleich große Stücke zerteilt haben
16 - Halloumi halbieren / Half halloumi

geben wir ihn in ein verschließbares Behältnis, geben die Mischung aus Zwiebeln, Rosmarin und Knoblauch darüber und lassen alles für mehrere Stunden im Kühlschrank durchziehen. Zwei Stunden sind minimum, besser ist es das ganze am Vorabend vorzubereiten und über Nacht marinieren zu lassen.
17 - Halloumi marinieren / Marinate halloumi

Für die eigentliche Zubereitung toasten wir dann erst einmal die Hamburger-Brötchen,
18 - Brötchen auftoasten / Toast buns

schneiden sie auf
19 - Hamburger-Brötchen aufschneiden / Cut hamburger buns

und bestreichen beide Seiten mit etwas Kräuterbutter.
20 - Brötchenhälften mit Kräuterbutter bestreichen / Spread bun parts with herb butter

Dann entnehmen wir einige Streifen gegrillte bzw. geröstete Paprika aus dem Glas, tupfen sie trocken und legen sie auf die Kräuterbutter. Sollten die Stücke zu groß sein, schneiden wir sie in kleinere Streifen.
21 - Unteren Teil mit gerösteten Paprika belegen / Put roasted bell pepper on lower bun part

Danach erhitzen wir eine Pfanne und entnehmen die beiden Halloumi-Stücke vorsichtig aus der Marinade, geben sie in die Pfanne
22 - Halloumi in heiße Pfanne geben / Put halloumi in hot pan

und braten sie von jeder Seite 2-3 Minuten scharf an.
23 - Halloumi scharf anbraten / Sear halloumi

Kurz bevor der Käse fertig gebraten ist, geben wir auch die Marinade aus Zwiebeln, Knoblauch und Rosmarin in die Pfanne und dünsten alles mit an.
24 - Marinade in Pfanne geben / Put marinade in pan

Wir können den Käse dann auch entnehmen, bei Seite Stellen und warm halten, während wir die Marinade weiter braten, so dass die Zwiebeln schön weich werden.
25 - Halloumi entnehmen & Zwiebeln weiter andünsten / Remove halloumi & continue to braise onion

Außerdem waschen wir die Rucola und schütteln ihn dann wieder trocken.
26 - Rucola waschen / Wash rucola

Schließlich legen wir den gegrillten Halloumi auf die Paprikastreifen,
27 - Gebratenen Halloumi auflegen / Add fried halloumi

verteilen die Rucola-Blätter darüber
28 - Rucola hinzufügen / Add rucola

und schließen dann mit den angedünsteten Mischung aus Zwiebeln, Knoblauch und Rosmarin ab.
29 - Angedünstete Zwiebeln addieren / Add braised onion

Dann brauchen wir nur noch die Brötchen-Hälften oben auf legen und können die Burger unmittelbar servieren und genießen.
30 - Halloumi Burger - Served / Serviert

Ich muss ja zugeben, dass ich bei der Zubereitung etwas zu viel Olivenöl in die Marinade gegeben habe, weswegen das Öl beim Verzehr etwas heraus tropfte – jedoch habe ich die Menge hier im Rezept entsprechend angepasst, so dass dies nicht mehr passieren sollte. Davon aber einmal abgesehen erwiesen sich die Halloumi-Burger geschmacklich als großer Erfolg. Die Kombination aus knusprig getoasteten Brötchenhälften, fruchtigen Röst-Paprika, marinierten und anschließend gebratenen Halloumi, dem frischen Rucola sowie natürlich der würzigen Zwiebel-Knoblauch-Mischung war geschmacklich überaus gelungen und schmeckte wirklich wunderbar lecker. Dieser Halloumi-Käse ist ein überaus passabler Ersatz für die sonst im Burger übliche Scheibe gebratenen Rinderhackfleischs, so viel steht fest. Dieser Käse “quietscht” beim hineinbeißen zwar etwas an den Zähnen, aber daran gewöhnt man sich schnell. Ein sehr schmackhafter vegetarischer Burger, der bei mir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal auf den Tisch kam.

31 - Halloumi Burger - Served 2 / Serviert 2

Werfen wir zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieser Zubereitung. Meiner Berechnung nach dürfte das ganze Rezept bei etwa 1500kcal liegen, also stolze 750kcal pro Portion. Man muss dabei aber bedenken, dass Halloumi mit einem Fettgehalt von durchschnittlich 43% nicht gerade leicht ist. Da verwundert es nicht, dass alleine der Käse mit 790kcal schon über die Hälfte dieses Gesamtwertes ausmacht. Gut, 125g Käse pro Burger wären hier auch nicht unbedingt notwendig gewesen, ich könnte mir zum Beispiel auch vorstellen aus einem 250g Stück drei Scheiben zu machen, was den Kalorienwert eines solchen schon erheblich senken würde. Wen diese Werte aber nicht schrecken sollten und wer Lust auf einen überaus leckeren, fleischlosen Burger hat, dem sei dieses Rezept auf jeden Fall wärmstens empfohlen.

Guten Appetit

Flammkuchen mit frischem Spargel & Rucola [06.05.2015]

Heute war nun der zweite Tag des dreitägigen Spargel-Specials unseres Betriebsrestaurants und obwohl ich ja bereits gestern beim Spargelgericht zugeschlagen hatte, entschied ich mich auch heute wieder für dieses saisonal begrenzte Gemüse. Dabei spielte wohl auch mit hinein, dass der heutige Flammkuchen mit Creme fraiche, frischem Spargel und Lauchzwiebeln, dazu gratinierter Emmenthaler (so die Speisekarte) das Fischgericht ersetzte, das sonst am Mittwoch in der Sektion Vitality gereicht wurde. Dabei nahm ich billigend in Kauf, dass ich einige Zeit in einer langen Schlange stehen musste, die sich vor der Theke mit dem Spargel-Flammkuchen gebildet hatte. An der gleichen Theke wurde übrigens auch das Putengeschnetzelte in Champignonrahm und Spätzle ausgegeben, das heute bei den Globetrotter-Gerichten zu finden war. An das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Bratensauce und Pommes Frites bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Gerichte wie Nasi Goreng – gebratener Goreng-Reis mit verschiedenen Gemüsesorten bzw. Gaeng Ped Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce hätte ich viel schneller ran kommen können, doch ich hatte mich nun mal auf den Flammkuchen versteift. Dabei lag die Schlangenbildung aber offensichtlich nicht nur an der extrem hohen Beliebtheit dieses Gerichts, sondern auch daran dass immer nur zwei oder maximal vier Flammkuchen zusammen aus der Küche kamen und sich daher immer wieder Verzögerungen bildeten, da auch Nachschub gewartet werden musste. Dafür war der Spargel-Flammkuchen aber nicht nur ganz frisch und wurde mit reichlich Rucola garniert, sonden auch angenehm groß geraten. Dennoch fand sich, als ich meine Portion endlich hatte, noch ein freies Plätzchen für einen kleinen Becher Stracciatella-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Tarte flambée with fresh asparagus / Flammkuchen mit frischem Spargel

Zwar gestaltete sich der Verzehr etwas schwieriger, da der hauchdünne, knusprige Boden auf mehreren Seiten über den Tellerrand hing und sich daher schlecht mit den bereits etwas stumpfen Messern schneiden ließ, aber das Warten hatte sich dennoch wirklich gelohnt. Neben reichlich zarten weißen Spargels fanden sich auf den großzügigen Schicht aus Creme fraiche auch zahlreiche Gemüsesorten wie Paprika, Zwiebeln und Zucchini sowie natürlich der geschmolzene Emmentaler Käse und einige Gewürze, was alles in Kombination dem Flammkuchen einen sehr leckeres Aroma gab. Dazu noch der überaus großzügig darüber verteilten frische Rucola-Salatblätter und fertig war einer der leckersten Flammkuchen, die ich seit langem gegessen hatte. Gut, der Rand war für meinen Geschmack zwar etwas zu breit geraten, aber darüber sehe ich aufgrund der Größe des Flammkuchens mal großzügig hinweg. Da wäre das lufig-lockere, mit zahlreichen Schokostückchen versehene und mit Schokosauce, Sahne und einer Cocktailkirsche garnierte Vanille- bzw. Stracciatella-Mousse eigentlich gar nicht mehr notwendig gewesen, aber geschadet hat es dennoch nicht.
Trotz der langen Schlange vor der Theke für die Flammkuchen, war es dennoch das Holzfällersteak, das sich mit deutlich erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Das lag aber wohl auch mit der verbesserungswürdigen Organisation an der Flammkuchen-Theke zusammen. Erst auf Platz zwei folgte der Spargel-Flammkuchen, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz folgte schließlich das Putengeschnetzelte.

Mein Abschlußurteil:
Flammkuchen mit Spargel & Rucola: ++
Straciatella-Mousse: ++

Lasagne-Röllchen mit Ricotta-Rucola-Schinkenfüllung – das Rezept

Bei Durchsicht meiner Vorräte musste kürzlich ich erkennen, dass ich noch große Mengen an Lasagne-Platten vorrätig hatte. Daher entschloss ich mich heute mal dazu, ein paar davon zu verbrauchen, allerdings nicht als einfache Lasagne, sondern mal in einer neuen Form als sogenannte Lasagne-Röllchen, die ich mit einer Mischung aus Ricotta, frischem Rucola, Parmesan und mageren Kochschinken füllte. Damit alles nicht so trocken wird, kombinierte ich sie mit einer italienischen Kräuter-Tomatensauce. Das daraus entstandene, sehr leckere Gericht möchte ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für die Füllung

1 größere Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Knoblauchzehen
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

100g Rucola
03 - Zutat Ruccola / Ingredient rucola

150g Parmesan (Alternativ: Gran Padano)
04 - Zutat Parmesan / Ingredient ham

250g gekochter Schinken am Stück
05 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

2 Eier
06 - Zutat Eier / Ingredient eggs

400g Ricotta
07 - Zutat Ricotta / Ingredient ricotta

3 Esslöffel Olivenöl
11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

ca. 8 Lasagneplatten
08 - Zutat Lasagneplatten / Ingredient lasagna sheets

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für die Sauce

1 kleine Zwiebel
12 - Zutat kleine Zwiebel / Ingredient small onion

800g Tomaten (= 2 Dosen á 400g)
09 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

4-5 Teelöffel italienische Kräuter
10 - Zutat italienische Kräuter

sowie auch hier etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Zwiebel und würfeln sie
13 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und schälen die Knoblauchzehen und zerkleinern sie gründlich.
14 - Knoblauch fein hacken / Mince garlic

Dann erhitzen wir einen Esslöffel Olivenöl in einer kleinen Pfanne,
15 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

dünsten Zwiebel und Knoblauch darin glasig an und nehmen die Pfanne schließlich von der Platte um alles etwas abkühlen zu lassen.
16 - Zwiebel & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

Außerdem reiben wir den italienischen Hartkäse – ich hatte zu Gran Padano gegriffen, da ich keinen Parmesan bekommen hatte –
17 - Parmesan reiben / Grate parmesan

waschen den Rucola,
18 - Rucola waschen / Wash rucola

schleudern ihn trocken,
19 - Rucola trocken schleudern / Spin rucola until dry

putzen ihn indem wir die großen Stiele abschneiden und welke Blätter aussortieren
20 - Rucola putzen / Sort rucola

und zerkleinern ihn dann gründlich.
21 - Rucola zerkleinern / Mince rucola

Nachdem wir dann auch den Kochschinken in möglichst kleine Würfel geschnitten haben
22 - Kochschinken würfeln / Dice ham

geben wir das Ricotta und 100g des geriebenen Hartkäses in eine Schüssel,
23 - Ricotta & geriebenen Käse in Schüssel geben / Put ricotta & grated cheese in bowl

geben angedünstete Zwiebel und Knoblauch hinzu,
24 - Angedünstete Zwiebel & Knoblauch addieren / Add onion & garlic

schlagen die beiden Eier dazu
25 - Eier hinzufügen / Add eggs

und addieren schließlich noch den zerkleinerten Rucola
26 - Rucola einstreuen / Add rucola

um dann alles gründlich miteinander zu verrühren
27 - Gut verrühen / Mix well

und dabei kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abzuschmecken.
28 - Mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken / Taste with salt, pepper & nutmeg

Passt alles geschmacklich, heben wir schließlich auch noch die Schinkenwürfel unter.
29 - Schinkenwürfel unterheben / Stir in diced ham

Anschließend setzen wir einen Topf mit Wasser zum kochen für die Lasagneblätter auf
30 - Wasser aufsetzen / Bring water to boil

und erhitzen in einem zweiten, kleineren Topf einen Esslöffel Olivenöl
31 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

in dem wir dann die kleinere Zwiebel andünsten.
32 - Zwiebel andünsten / Braise onions lightly

Sobald die Zwiebelwürfel glasig sind, geben wir den Esslöffel Tomatenmark hinzu,
33 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

braten ihn für ein bis zwei Minuten mit an
34 - Tomatenmark anbraten / Roast tomato puree

und löschen dann alles mit den Tomaten aus der Dose ab
35 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatos

um es dann kurz aufkochen zu lassen und dabei mit Salz und Pfeffer abzuschmecken
36 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with pepper & salt

sowie die italienischen Kräuter einzurühren. Dies Sauce lassen ein einige Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln, damit sie sich etwas reduziert.
37 - Italienische Kräuter einrühren / Stir in italian herbs

Inzwischen müsste auch das Wasser im anderen Topf kochen, so dass wir es mit einem Teelöffel Salz
38 - Salz addieren / Add salt

und einem Esslöffel Olivenöl (damit nichts verklebt) versehen können
39 - Olivenöl hinzufügen / Add olivenöl

um dann die Lasagneplatten darin für vier bis fünf Minuten zu kochen.
40 - Lasagneplatten kochen / Cook lasgna sheets

In der Zwischenzeit dürfen wir natürlich auch nicht vergessen, die Tomatensauce hin und wieder mal umzurühren damit nichts anbrennt. Sobald sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat, nehmen wir sie von der Platte und lassen sie etwas abkühlen.
41 - Tomatensauce umrühren / Stir tomato sauce

Die fertig gekochten Lasagne-Platten nehmen wir einzeln mit der Kelle aus dem Topf und geben sie in eine Schüssel mit kaltem Wasser. So dürften sie auch jetzt nicht anfangen zusammen zu kleben.
42 - Lasagneblätter in Schüssel mit kaltem Wasser geben / Put lasagne sheets in cold water

Nun geben wir die Tomatensauce in eine größere Auflaufform und streichen sie etwas glatt. Außerdem beginnen wir damit, den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
43 - Tomatensauce in Auflaufform geben / Put tomato sauce in casserole

Dann nehmen wir einige Lasagneplatten aus der Schüssel, tupfen sie etwas trocken und breiten sie auf einer nicht zu glatten Oberfläche aus (damit sie nicht festkleben),
44 - Lasagneblätter ausbreiten / Spread out lasagna sheets

verteilen eine dünne Schicht der Ricotta-Mischung darauf
45 - Mit Ricottamix bestreichen / Spread with ricotta mix

und rollen sie dann von der kurzen Seite her auf.
46 - Aufrollen / Roll up

Jede Lasagneplatte zerschneiden wir dann in drei etwa gleich große Teile
47 - In drei Teile zerschneiden / Cut in three parts

Die Rollen stellen wir dann senkrecht in die mit Sauce gefüllte Auflaufform bis diese voll ist,
48 - In Tomatensauce geben / Put in tomato sauce

bestreuen dann alles mit den verbliebenen 50 Gramm geriebenen Parmesans
49 - Mit Parmesan bestreuen / Dredge with parmesan

und überbacken dann alles für etwa 20 Minuten im Ofen.
50 - Im Ofen überbacken / Bakein oven

Sobald der Käse geschmolzen ist und beginnt zu bräunen, können wir die Auflaufform wieder aus dem Ofen entnehmen
51 - Lasagne-Rouladen mit Ricotta-Schinken-Füllung - Überbacken / Lasagna roulades with ricotta ham stuffing - gratinated

und das Gericht anschließend servieren und genießen. Da es letzte Woche in den Kommentaren hier im Blog eine kleine Diskussion gab, ob Streupetersilie am Tellerrand eine passende Deko ist, habe ich heute mal je ein Foto mit und ohne diese auch als “Mäusedreck” bezeichnete Deko gemacht, um mal einen direkten Vergleich zu ermöglichen. Ich selbst kann mich nicht so recht entscheiden, ich finde beide Varianten haben ihren gewissen Charme.

52 - Lasagne-Rouladen mit Ricotta-Schinken-Füllung - Serviert (ohne Petersilie) / Lasagna roulades with ricotta ham stuffing - Serviert (ohne parsley)

53 - Lasagne-Rouladen mit Ricotta-Schinken-Füllung - Serviert (mit Petersilie) / Lasagna roulades with ricotta ham stuffing - Served (with parsley)

Normalerweise kennt man Rucola ja vor allem als Salat, aber wie ich mit diesem Gericht mal wieder feststellen durfte eignet er sich mit seinem intensiven an Kresse und Walnuss erinnernden Geschmack auch sehr gut dazu, um in irgend welchen Saucen und Füllungen verarbeitet zu werden. In Kombination mit Ricotta, Schinken, Parmesan, Zwiebeln, Knoblauch und ein paar Gewürzen ergab sich eine mild-würzige, sehr leckere Füllung für die angenehm al dente gekochten Lasagne-Nudelplatten. Dazu passte auch ganz wunderbar die fruchtige Kräuter-Tomatensauce. Die Zubereitung, vor allem die Vorbereitung der Zutaten wie Ruccola und Schinken, war zwar etwas aufwändiger, aber der Mehraufwand hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Ein sehr leckeres Gericht, das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

54-Lasagne-Rouladen mit Ricotta-Schinken-Füllung - Seitenansicht (ohne Petersilie) / Lasagna roulades with ricotta ham stuffing - Side view (without parsley)

55 - Lasagne-Rouladen mit Ricotta-Schinken-Füllung - Seitenansicht (mit Petersilie) / Lasagna roulades with ricotta ham stuffing - Side view (with parsley)

Über die Kalorien möchte ich mir bei diesem Rezept mal keine großen Gedanken machen, die Werte dürften sich aber meiner Einschätzung sich im normalen Bereich für ein Hauptgericht mit Nudeln bewegt. Auf jeden Fall fand ich aber, dass diese Lasagne-Röllchen eine sehr schöne Variante, Lasagne zu verwenden. Alternativ könnte man bestimmt auch Nudelteig verwenden, entweder selbst gemachten oder solchen aus dem Kühlregal. Aber mir ging es ja primär darum, meinen Lasagne-Vorrat etwas zu verkleinern und das ist mir auf eine sehr leckere Art und Weise gelungen.

Guten Appetit