Ei & Salami

Salami & Ei

Heute entschied ich mich mal wieder für die klassische Kombination aus Ei- und Salami-Brötchen für mein Frühstück. Warum unser Koch im Gegensatz zum Freitag den Salat in kleine Streifen geschnitten hat, anstatt es als ganzes auf das Brötchen zu tun ist mir schleierhaft. Unzerschnippelt sieht der Salat irgendwie ansprechender aus. Werde ihn bei Gelegenheit wohl mal fragen…
Das Eibrötchen ist bereits meinem Hunger zum Opfer gefallen, das Mohn-Mehrkornbrötchen werde ich mir wohl bis heute Nachmittag aufheben. Hoffentlich wirds nicht zu labbrig.

Hot-Dogs [07.08.2009]

Heute stand ich vor der schwierigen Wahl zwischen einem “Fischeintopf aus dreierlei Meeresgetier und mediterranem Gemüse, dazu frisches Baguette” und “‘Hot Dogs’ Wiener Würstchen im Weizenmehlbrötchen, dazu Pommes Frites“. Obwohl der Fischeintopf ebenfalls sehr verlockend klang – mit einem ähnlichen wenn nicht gleichen Gericht habe ich ja bereits gute Erfahrungen gemacht – entschied ich mich doch für die Hot Dogs.

Hotdogs

Als ich sah aus was die Hotdogs bestanden, bereute ich meine Wahl bereits etwas, denn zwischen aufgeschnittenen, offensichtlich aufgebackenen Brötchen tummelte sich jeweils eine einsame, teilweise zerschmolzene Käsescheibe, auf die jeweils das Würstchen platziert wurde. Dazu gab es noch zwei Saucen – zur Auswahl standen zum einen eine hausgemachte Chilisauce und eine Flasche Ketchup sowie noch etwas Mayonaise. Ich entschied mich dazu, auf eines der Brötchen die Chilisauce zu testen, während ich auf das andere einfach Ketchup gab. Außerdem fanden sich noch etwas Salat mit grünen Paprikastreifen und ein paar Pommes Frites auf dem Teller. Den Salat garnierte ich noch mit einem Essigdressing.
Für richtige Hot Dogs fehlte leider so einiges – zwar waren die gewählten Zutaten nicht unbedingt schlecht, aber ein wenig mehr “Füllung” für die Brötchen hätten mir schon zugesagt. Sauerkraut wäre klasse gewesen, aber auch Gürkchen, Röstzwiebeln oder ähnliches hätten das ganze wirklich noch aufgewertet. Obwohl die Chilisauce nicht schlecht war – leicht süßlich und angenehm scharf.
Der Salat war in Ordnung, aber die Pommes waren leider labbrig und fast kalt. Keine gute Wahl zum Wochenabschluß – bin zwar satt geworden, aber die Wahl des Fischeintopfes hätte mich mit Sicherheit glücklicher gestimmt.

Mein Abschlußurteil:
Hot Dogs: +
Pommes Frites: +/-
Salat: ++

Ei & roher Schinken

Nachdem ich ja gestern nur zwischen einem kläglichen Rest von gerade einmal zwei Brötchen wählen konnte, achtetete ich heute besonders auf das Kommen des morgendlich Brötchenwagens. Als das erste Rattern des kleinen Aluwägelchens in unserem Gang erklangt, machte ich mich gleich daran, ihm entgegenzugehen und erreichte es so, die freie Auswahl zwischen aus dem reichlichen Angebot von Brötchen, Brezeln und Gebäckstücken zu erhalten.
So fiel meine Wahl heute auf ein Roggen-Mohnbrötchen mit Salat, Tomate und rohem schwarzwälder Schinken sowie einem hellen Brötchen mit Salat und Ei. Das Roggenbrötchen genieße ich bereits während ich dies hier schreibe – und ich bereue meine Wahl nicht – wirklich sehr lecker. Das Eibrötchen werde ich mir wohl dann für den Nachmittag aufheben…

Weckewerk – inkl. Rezept [08.11.2008]

Weckewerk mit Nüsschensalat

Heute mittag gab es bei mir mal Weckewerk – eine Spezialität aus Nordhessen – die aus Gehacktes, gekochten Schwarten und Fleischbrühe vom Schwein hergestellt und mit eingeweichtem Brötchen (hessisch auch “Wecke” genannt, daher der Name) – gestreckt wird. Eigentlich wurde diese Speise einmal erdacht um die beim Schlachten anfallenden Schwarten verwerten zu können und galt lange als “Arme-Leute-Essen”. Heute jedoch zählt man es als Spezialität zu den lokalen Delikatessen.
In Nordhessen bekommt man bei jedem Metzger die Grundsubstanz “Weckewerk” – verlässt man diese Region jedoch, muß man sich selbst behelfen und sie herstellen. Dazu benötigen wir:

  • 250g Weißbrot oder Brötchen (altbacken)
  • 1l Fleischbrühe
  • 500 – 1000g Restfleisch (Schwarten etc.) vom Schwein oder Gehacktes und Schwarten (gekocht)
  • 250g Zwiebel
  • 50g Salz
  • 1TL Pfeffer
  • 1TL Majoran
  • optional 1TL Kümmel (ich mache keinen rein – aber in einigen Gegenden gehört der dazu)

Man lässt also das Brötchen in der aufgelösten Fleischbrühe aufquellen und dreht währenddessen das gekochte Fleisch, die gekochten Schwarten und die Zwiebeln durch einen Fleischwolf und vermischt sie gut. Das ganze schmeckt man mit den Gewürzen ab und lässt es in einem Topf unter ständigen Rühren aufkochen.

Bei fertig gekauftem Weckewerk vom nordhessischen Metzger gehe ich in der Regel so vor:

  • altes Brötchen einweichen
  • Das Weckewerk im Verhältnis 2 zu 1 (2/3 Weckewerk, 1/3 Gehacktes) mit normalen Schweinegehacktes vermischen
  • Mit etwas Wasser in einen Topf geben und aufkochen – ggf. Wasser nachgießen um breiige, aber nicht zu feste Konsistenz zu erreichen
  • Das eingeweichte Brötchen ausdrücken und in die Masse hineinkrümeln

Bei selbst hergestelltem kann man aber darauf verzichten.

Gereicht werden dazu Pell- oder Salzkartoffeln und ein Nüsschen-Salat (in anderen Regionen auch unter Rapunzel- oder Feldsalat bekannt), der mit etwas Schmand, Zwiebel, Essig, Pfeffer und Salz angemacht wird.
Ich persönlich gebe das Weckewerk gerne auf die zerdrückten Kartoffeln und vermenge es dann beim Essen damit. Sehr sehr lecker muß ich sagen.

Das ganze ist eigentlich schnell gemacht, schmeckt sehr lecker und eignet sich bei kühler Lagerung auch zum Aufwärmen oder nach dem Abkühlen im Kühlschrank in Scheiben schneiden und anbraten. Ich habe gelesen, daß man es früher sogar über 2 Stunden einkochte und einlagerte, dies aber selbst noch nie praktiziert.
Guten Appetit!