Rumpsteak mit Champignons & Bratkartoffeln – Hotel-Restaurant Berghof – Petersberg [31.03.2017]

Heute morgen brach ich mit dem Auto in Richtung Petersberg bei Fulda auf, weil dort heute ab 13:00 Uhr eine zweitägige Tagung stattfand an der ich teilnehmen wollte. Über die Veranstaltung selbst möchte ich nichts hier berichten und auch die Verpflegung in Form belegter Brötchen sei nur am Rande erwähnt. Viel mehr möchte ich meinen Augenmerk auf die Abendveranstaltung richten, die im Hotel-Restaurant Berghof im zu Petersberg gehörigen Almendorf stattfand – dem Hotel in dem die Tagungsteilnehmer auch nächtigten. Die Zimmer dort sind einfach und zweckmäßig, aber gemütlich eingerichtet – zumindest soweit ich es sagen kann – und das Hotel verfügt außerdem über ein Schwimmbad, eine Sauna und eine Kegelbahn im Keller.

Hotel-Restaurant Berghof - Petersberg bei Fulda

Im Erdgeschoss befinden sich neben dem Empfang auf das zugehörige Restaurant, in dem die Abendveranstaltung mit einem Abendessen ihren Anfang nahm. Die Speisekarte des Restaurants ist übersichtlich, aber exklusiv und bietet auf sechs Seiten eine interessante Auswahl an Vorspeisen, Hauptgerichten von Wald, Feld und Gewässern und natürlich einige Desserts. Außerdem gibt es eine umfangreiche Salattheke, an der man sich selbst mit Salaten versorgen kann. Beim Lesen der Speisekarte tendierte ich erst zur Röhnforelle mit Salzkartoffeln, obwohl auch der Grillteller oder die Auswahl an Schnitzeln interessant war und es einige lecker klingende Wildgerichte gab. Dann aber entschied ich mich doch für das 240g schwere Rumpsteak, dass mal wahlweise mit Zwiebeln, Champignons oder Kräuterbutter als Garnitur sowie Kroketten, Bratkartoffeln oder Pommes Frites als Beilage bestellen konnte. Mit 19,80 Euro so ziemlich das teuerste Gericht auf der Karte, aber zum Glück musste ich nicht zahlen.
Während wir auf das Essen wartete, versorgte ich mich erst einmal an der Salattheke und stellte mir dort eine Auswahl an Bohnen, Möhren, Kraut- und Maissalaten zusammen. Es gab außerdem auch noch Blattsalate mit verschiedenen Dressings sowie Nudelsalate – aber darauf hatte ich weniger Appetit.

Salad dish / Salatteller - Hotel Berghof

Bis schließlich die Hauptgerichte serviert wurden, verging zwar etwas Zeit, aber das Warten sollte sich gelohnt haben. Und ich war mit einer der ersten an meinem Tisch, der sein Gericht serviert bekam.

Rumpsteak with mushrooms & fried potatoes / Rumpsteak mit Champignons & Bratkartoffeln

Alleine die Präsentation des Gerichtes fand ich schon sehr gelungen. Und sowohl die nur von jeweils einer Seite knusprig angebratenen Kartoffelwürfel als auch die eindeutig frischen, mit Kräutern versetzten Champignons als auch das riesige Rumpsteak waren wunderbar gelungen. Vor allem das Steak war außen leicht kross gebraten und innen wunderbar zart und saftig. Nur leider hatte ich vergessen es Medium zu bestellen, die Bedienung hatte auch nicht gefragt, und so hatte ich es einfach durchgebraten erhalten.

Rumpsteak - Lateral cut / Querschnitt

Schade, wenn es noch zart rosa innen gewesen wäre, wäre es perfekt gewesen, so war aber “nur” sehr gut. 😉
Über den Rest des Abends möchte ich nicht mehr viele weitere Worte verlieren, es sei nur erwähnt dass das Restaurant u.a. sehr leckeres dunkles Bier aus dem nahegelegenen Kloster Kreuzberg serviert und wir im Laufe des Abends auch die hoteleigene Kegelbahn einer intensiven Nutzung zuführten. Allzu lange konnten wir aber leider nicht mehr feieren, denn bereits um 9:00 Uhr am nächsten Tag ging die Veranstaltung in Petersberg weiter.

Kanu fahren & Buffet im Grünen [09.09.2016]

Am heutigen Freitag wartete etwas Abwechslung vom sonst üblichen Arbeitsalltag auf mich und die Kollegen, denn mein Abteilung hatte zum Kajak fahren auf dem Fluß Lahn eingeladen – organisiert von Kanu Tours Gießen. Startpunkt war am Gebäude des lokalen Regatta-Clubs.

Kanu Tours Gießen

Nach einer kleinen Einweisung wurden Schwimmwesten und Paddel verteilt und je drei Teilnehmer wurden auf die Kanus verteilt. Da Gefahr bestand, dass elektronische Geräte wie Mobiltelefone beim eventuellen Kentern beschädigt oder zerstört werden, wurde kleine wasserdichte Plastikfässer zur Verfügung gestellt, in die wir alles was nicht nass werden sollte verstauen konnten. Da ich große Angst um mein Mobiltelefon hatte, landete es ebenfalls in einer dieser Fässer, so dass ich aktuell leider keine Fotos von der Fahrt zeigen kann. In den nächsten Tagen werde ich aber welche von anderen, mutigeren Teilnehmern bekommen und sie dann hier nachreichen.
Nachdem wir in unser Kanu eingestiegen waren, drehten wir erst einmal eine Runde in ruhigeren Gewässern um uns mit dem Boot vertraut zu machen. Dann stand uns die erste Herausforderung bevor, denn wir mussten an einem Wehr über eine Bootsrutsche in den tieferliegenden Teil der Lahn gelangen. Doch das Ganze hatte zuerst schlimmer ausgesehen, als es letztlich wirklich war. Da der Fluß selbst kaum Strömung hatte, ging es dann ans Paddeln, wobei der Hintermann das Boot etwas lenken musste, damit wir zumindest ungefähr in der Spur blieben. Und je weiter wir die Lahn herab fuhren, desto besser gelang das auch. Die Lahn zählt übrigens zu den Bundeswasserstraßen, womit Alkohol am Steuer auch hier strikt verboten ist. Aber mit anderen Booten war kaum zu rechnen, denn in der Höhe von Gießen ist der Fluss sehr flach und außer einigen wenigen anderen Kanufahrern und zwei Stehpaddlern sahen wir auf der gesamten Strecke keine anderen Boote. Dafür folgten noch zwei weitere Bootsrutschen.
Nach der Hälfte der Strecke auf Höhe der Ortschaft Atzbach legten wir schließlich eine Pause ein. Hier hatte der Organisator der Tour ein heißes Buffet aufgebaut, an dem wir uns Stärken konnten. Es gab panierte Schweineschnitzel, gratinierte Hähnchenbrust, Farfalle, Kartoffelgratin sowie vier verschiedene Salate.

Buffet - Schnitzel & Sauce
Schweineschnitzel & Sahnesauce

Buffet - Chicken, Noodles & Potato gratin
Gratinierte Hähnchenbrust, Farfalle & Kartoffelgratin

Buffet - Salads
Salate

Schnitzel, Hähnchen, Farfalle, Kartoffelgratin & Krautsalat
Meine Auswahl

Nach dieser Stärkung ging es wieder auf den Fluss, um den Rest der Strecke zu bewerkstelligen.

Kanu Tours Gießen

Wir passierten gleich zwei Schleusen, die wir manuell bedienen mussten, was wirklich ein ungewöhnliches Erlebnis war, ansonsten verlief der Weg aber ruhig und mit keinen erwähnenswerten weiteren Ereignissen bevor wir schließlich an unserem Ziel in Wetzlar ankamen.

Ankunft in Wetzlar

Hier wurden die Boote aus dem Fluss gehievt, mit Schwämmen gereinigt und zur Abholung aufgereiht.

Kanus reinigen

Ein Reisebus brachte uns zurück nach Gießen. Damit war die Tour beendet – auch wenn ich die ungewohnte Paddelei mit Sicherheit noch die nächsten Tage in Armen und Schulter spüren werde. Hat aber einen dennoch einen Riesenspaß gemacht – würde ich jederzeit wieder tun. 🙂

Tiroler Käsespätzle mit Röstzwiebeln [31.08.2016]

Als ich die heutige Speisekarte unseres Betriebsrestaurants las, durfte ich mit Wohlwollen feststellen, dass alle drei Gerichte der westlichen Küche auf die eine oder andere Art akzeptabel erschienen. Da war zum einen das Wiener Backhendl mit Kartoffelsalat bei Tradition der Region, dann Tiroler Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Globetrotter und schließlich ein Seelachsfilet im Pfirsisch-Ingwer-Sud mit Salzkartoffeln (bei früheren Angeboten gab es hier eigentlich immer Jasmin-Duftreis als Sättigungsbeilage) bei Vitality. Zuerst neigte ich zwar zum Backhendel, entschied mich dann aber kurzentschlossen doch um und wählte die Käsespätzle. Dazu gesellte sich noch ein selbst zusammengestellter Salat mit Balsamicodressing von der Salattheke.

Cheese spaetzle with fried onions / Käsespätzle mit Röstzwiebeln

Leider hatte man bei den Käsespätzle heute leider zu einem geschmacklich eher wenig aussagekräftigen Käse verwendet. Die Röstzwiebeln konnten das zwar ein wenig kompensieren, aber volle Punktzahl kann ich hier leider nicht geben. Der kleine Salat aus roter Beete, Möhren, Wachsbohnen und Kidneybohnen mit einem Balsamicodressing war aber vollkommen in Ordnung. Ein einfaches, aber akzeptables Mittagsmahl.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man schnell dass es heute auch hier die Käsespätzle waren, die den größten Zuspruch fanden und somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala einnahmen. Aber das Wiener Backhendl auf dem zweiten Platz war ihm eng auf den Fersen. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich der Seelachs.

Mein Abschlußurteil:
Käsespätzle: +
Röstzwiebeln: ++
Gemischter Salat: ++

Gebratenes Holzfällersteak mit geschmorten Zwiebeln, Rotweinjus & Röstkartoffeln [30.08.2016]

Hätte ich heute nicht großen Appetit auf Fleisch verspürt, hätte ich wahrscheinlich zu den überaus verlockend aussehenden Gnocchi mit Rucola und Kirschtomaten bei Vitality oder zum Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse von der Asia-Thai-Theke gegriffen, der dort neben Moo Pad Prik Bai – Gebackener Seelachs mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce angeboten wurde. Und da mir beim Schweinegeschnetzelte “Zurcher Art” mit Rösti (stand tatsächlich so auf der Karte) aus dem Abschnitt Globetrotter die Sauce etwas zu dünnflüssig erschien, griff ich letztlich zum Gebratenen Holzfällersteak mit geschmorten Zwiebeln, Rotweinjus und Röstkartoffeln, welches bei Tradition der Region angeboten wurde. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Krautsalat aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Lumberjack steak with fried onions, red wine sauce & roast potatoes / Gebratenes Holzfällersteak mit Röstzwiebeln, Rotweinjus & Röstkartoffeln

Eine gute Wahl wie bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte. Das leicht durchwachsene Schweinesteak war angenehm würzig mariniert und harmonierte wunderbar mit den milden, weich geschmorten Zwiebeln aus seiner Garnitur. Und auch der schön dickflüssige und ebenfalls sehr würzige Rotweinjus passte gut in die geschmackliche Gesamtkomposition. Die leicht angerösteten, kleinen Salzkartoffeln als Sättigungsbeilage komplettierten das Gericht schließlich. Leider war wie meistens üblich kein Gemüse beim Hauptgericht, aber das kompensierte ich durch den leicht säuerlich angemachten Krautsalat, der heute mal ohne Kümmel, Speck oder andere Applikationen serviert worden war. Ich war sehr zufrieden mit meiner Entscheidung – mein Fleischhunger war ausreichend gestillt worden. 😉
Als ich mich auf den anderen Tabletts umsah, musste ich mit großem Erstauenen feststellen, dass es heute die vegetarischen Gnocchi mit Rucola und Kirschtomaten waren, die aufgrund ihrer Beliebtheit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich sichern konnten. Erst knapp dahinter lag kam das Holzfällersteak auf dem zweiten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und eng auf schließlich dem Schweinegeschnetzelten mit Rösti auf dem vierten Platz. Hier kann es sich aber auch nur um eine temporäre Verschiebung gehandelt haben, denn als ich den Schankraum verließ, hatte sich vor der Theke mit dem Holzfällersteak eine kleine Schlange gebildet, während bei den Gnocchi deutlich weniger los war. Aber ich kann immer nur den Zeitraum abbilden, in dem ich anwesend bin und in dem hatte eindeutig die Gnocchi die Nase vorn gehabt.

Mein Abschlußurteil:
Holzfällersteak: ++
Geschmorte Zwiebeln: ++
Rotweinjus: ++
Röstkartoffeln: ++
Krautsalat: ++

Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites [11.08.2016]

Während mir das Cannelloni mit Spinat-Ricottafüllung bei Vitality sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking-Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce heute nicht so das richtige für mich zu sein schienen, weckten sowohl das Rindergeschnetzelte “Stroganoff” mit Herzogin-Kartoffeln bei Globetrotter als auch der Klassiker des Schweineschnitzels “Wiener Art” mit Pommes Frites bei im Abschnitt Tradition der Region der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants ein gewisses Interesse bei mir. Letztlich war es wohl die Tatsache, dass ich bereits am Dienstag Geschnetzteltes auf meinem Tablett gehabt hatte, die mich letztlich zum Schnitzel greifen ließ. Die Pommes Frites garnierte ich mir natürlich mit Ketchup und dazu gesellte sich noch ein Schälchen Salat, den ich mir selbst an der Salattheke zusammenstellte.

Pork escalope "vienna style" with french fries / Schweineschnitzel "Wiener Art" mit Pommes Frites

Sowohl bei der Menge der knusprigen, heißen und heute auch wieder ausreichend gesalzenen Pommes Frites als auch bei der Dimensionierung des panierten Schweineschnitzel hatte man heute wirklich nicht gegeizt und eine angenehm große Portion auf dem Teller serviert. Und auch das Fleisch, dass sich unter der dünnen, knusprigen Panade aus Ei und Paniermehl fand erwies sich als angenehm mager, zart und nicht zu trocken. Und auch der Salat aus gelben Bohnen, Mais, roter Beete, Kidneybohnen, Möhren- und Selleriestreifen samt ihrem Balsamico-Dressing passten gut in die geschmackliche Gesamtkomposition. Kein leichter Genuss, aber ich war dennoch sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl.
Und natürlich war das Schweineschnitzel heute auch bei den anderen Gästen überaus beliebt und konnte sich mit einem deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte das Rindergeschnetzelte, dass aber nur mit einem hauchdünnen Vorsprung vor den drittplatzierten Cannelloni. Und auch deren Abstand zu den Asia-Gerichten auf Platz vier war nur sehr gering.

Mein Abschlußurteil:
Schweineschnitzel “Wiener Art”: ++
Pommes Frites: ++