Posts Tagged ‘Salat’

Burger zum selber bauen [07.07.2022]

Donnerstag, Juli 7th, 2022

Hätte ich geahnt dass es heute im Betriebsrestaurant Münster ebenfalls Burger geben würde, hätte ich mich gestern Abend in den Köpi-Stuben wahrscheinlich anders entschieden. Die Reste vom Kichererbsentopf oder das vegetarische Nudelgericht waren aber für mich keine wirklichen Alternativen, daher entschied ich mich auch heute Mittag erneut den Burger zu probieren. Das besondere war dass man sich hier die Burger selbst belegen durfte, das reizte mich natürlich zusätzlich. An der Ausgabetheke erhielt man eine großzügige Portion Steakhouse-Pommes und einen Basis-Burger bestehend aus einem aufgetoastetem Brötchen mit einem Burger Patty.
Hamburger & French Fries - Base
An einem Tisch neben der Kasse standen einige Komponenten und Saucen bereit, mit denen man sich seinen eigenen Burger nach eigenem Gutdünken komplettierten konnte. Darunter fanden sich natürlich Salatblätter, Zwiebeln, Tomaten und Gewürzgurken, außerdem Gewürz-Ketchup und Burgersauce. Was das dunkle saucige Zeug war konnte ich nicht in Erfahrung bringen, daher verzichtete ich darauf.
Available Burger toppings / Verfügbarer Burger Belag
Also machte ich mich sogleich daran meinen Basis-Burger mit Komponenten meiner Wahl auszustatten.
Burger with topping / Burger belegt
Natürlich durfte auch der Ketchup auf den Pommes nicht fehlen. Zuerst hatte ich mir nur etwas Gewürz-Ketchup darüber gegeben, doch nahe der Salattheke entdeckte ich dann auch noch zwei Spender mit reguläre Ketchup und Mayonaise so dass auch die Fritten noch wie gewünscht garnieren konnte. Und obwohl die Burger-Pommes-Portion eigentlich schon groß genug war nahm ich mir doch noch ein kleinen Becher Nachtisch aus dem heutigen Dessert-Angebot. Für alles zusammen zahlte ich 6,10 Euro.
Self composed Burger with french fries / Selbst belegter Hamburger mit Pommes
Leider waren die Fritten teilweise nur noch lauwarm als ich mit dem Essen begann, aber vielleicht hatte ich mir auch einfach nur zu viel Zeit genommen den Burger zu belegen, daher sah ich darüber hinweg. Am Burger selbst gab es auf jeden Fall nichts auszusetzen. Das Rindfleisch-Patty erschien zuerst zwar nicht sonderlich groß, aber was es im Durchmesser missen ließ machte es in seinem Gesamtvolumen absolut wieder wett. Da ich aber den Fehler gemacht hatte auch Burgersauce unter das Patty zu tun war die untere Brötchenhälfte nun leider etwas durchgeweicht worden.
Self composed Burger - Lateral cut / Selbst belegter Burger - Querschnitt
Dennoch alles in allem ein überaus leckeres und vor allem sehr sättigendes Mittagsgericht zu einem mehr als akzeptablen Preis. Allerdings wies es sich letztlich wirklich fast als Verschwendung heraus noch ein zusätzliches Dessert gewählt zu haben. Die Kombination aus Himbeercreme und Vanille-Grießpudding war zwar lecker und nicht zu süß, aber aufgrund der vorher bereits verzehrten Pommes samt Burger wäre es wirklich nicht wirklich notwendig gewesen. Ich glaube ich muss mir nach der langen Corona-Pause erst wieder das notwendige Augenmaß anerziehen dass ich brauche um meine Mittagsgerichte richtig zu portionieren. 😉
Insgesamt fand ich die Idee den Kunden seinen Burger selbst belegen zu lassen wirklich gelungen, das macht die Mittagspause weitaus interessanter als das reine Essen fassen und verzehren. Das kann man gerne bei Gelegenheit wiederholen.

Zürcher Geschnetzeltes mit gebratenen Schupfnudeln [04.07.2022]

Montag, Juli 4th, 2022

Nachdem ich mit dem Nachtbus nach Münster sicher in Westfalen angekommen war konnte ich endlich wieder das tun was ich in den mehr als 2 Jahren Corona doch irgendwie vermisst hatte: Im Betriebsrestaurant meines Arbeitgebers zu Mittag essen. Zwar war auch hier in der Niederlassung in Münster noch deutlich die Nachwirkungen der Pandemie zu spüren und die Besucherzahlen ließen auch am heutigen Montag noch stark zu wünschen übrig, aber ich freute mich trotzdem darauf. Es standen auch nur zwei Gerichte auf der heutigen Karte, zum einen ein vegetarisches Rührei mit Spinatsauce und zum anderen Zürcher Geschnetzeltes mit gebratenen Schupfnudeln. Da ich nach der langen Reise einen guten Hunger mitgebracht hatte fiel meine Wahl natürlich auf das Geschnetzelte, dazu gesellte sich noch ein Salat der im Preis von 5,50 Euro inbegriffen war sowie ein kleiner Grießbrei mit frischen Erdbeeren, der noch einmal 60 Cent extra kostetet.

Pork strips in cream mushroom sauce & fried finger shaped dumplings / Zürcher Geschnetzeltes mit gebratenen Schupfnudeln

Beim Geschnetzelten handelte es sich natürlich nicht um Kalbs- sondern um Schweinefleisch, aber dies erwies sich als angenehm zart und saftig. Angemacht mit reichlich Champignons in einer mild-würzigen und nicht zu dünnflüssigen Sahnesauce ein wirklich leckeres Zubereitung zu der die gebratenen Schupfnudeln als Sättigungsbeilage wunderbar passten. Diese waren leicht knusprig, aber innen noch ein wenig weih. Aus der kleinen aber vielfältigen Salatauswahl hatte ich mich für einen Couscous-Salat mit Frühlingszwiebeln, Blumenkohl, Sprossen und etwas Spinat in einem leichten Essig-Öl-Dressing entschieden. Das war zwar eher exotisch angehaucht, harmonierte aber geschmacklich dennoch gut mit dem Hauptgericht. Abgerundet wurde das Ganze durch eine Handvoll frische halbierte und geviertelte Erdbeeren auf einer kleinen Portion nicht zu süßen Grießbrei. So Umfangreich hatte ich seit langem schon nicht mehr gegessen – Corona sei Dank. Aber nicht nur deswegen war ich mit dem heutigen Mittagsmahl sehr zufrieden, auch was die Qualität anging gab es nichts auszusetzen.

Mein Abschlußurteil:
Geschnetzeltes: ++
Schupfnudeln: ++
Couscous-Salat: ++
Erdbeeren mit Grießbrei: ++

Natsu Poke Bowl Räucherlachs Edamame – der Kurztest

Freitag, Mai 20th, 2022

Schon seit längere war ich immer wieder auf den Begriff Poke Bowl gestoßen und hatte inzwischen auch herausgefunden dass es sich dabei um eine aus Hawaii stammende Spezialität der Fusionsküche zwischen US-Westküste und Japan handelt, im Grunde genommen ein ein dekonstruierte Sushi in Salatform, ein also ein Fischsalat der in seiner Reinform mit rohen Fisch und/oder Meeresfrüchten serviert wird. Poke auf Hawaiianisch bezeichnet dabei einfach „in Stücke schneiden“. Beim Einkaufen stieß ich nun im Kühlregal auf eine solche Poke Bowl und beschloss sie trotz ihres happigen Preises von 6,99 Euro für die 350g Schale mal einem Test zu unterziehen. Man sollte ja wirklich nur das beurteilen was man selbst mal probiert hat. 😇
Hergestellt von der Firma Natsu aus Neuss, von der ich ja auch schon die California Sushi probiert hatte, erwarb ich im Markt meiner Wahl also die Poke Bowl Räucherlachs Edamame [ -> unreif geerntete Sojabohnen, nicht zu verwechseln mit dem Käse Edamer 😉 ]
01-Poke Bowl Packung
Die Schale besteht aus innen wasserdicht beschichteten Pappe mit einem Klarsichtdeckel, der mit einer Banderole versiegelt ist. Öffnet man sie findet man neben dem eigentlichen Poke auch noch einige zusätzliche Zugaben, die man erst einmal entnehmen sollte:
02-Poke Bowl Inhalt
Es finden sich eine in Plastik verpackter Gabel-Löffel aus Holz, eine Limonenspalte sowie ein Tütchen mit einer Salatdressing. Ein Blick auf die Unterseite der Verpackung zeigte mir dass es sich dabei um eine Sojasauce mit Orangensaftkonzentrat handelt.
Zu größten Teil besteht der Poke natürlich aus kaltem Sushi-Reis, 60% laut Herstellerangabe, dazu kommen noch 12% räucherlachs, 8,9% Gurkenwürfel, 7,4% gegarte SOJABOHNEN, 4,5% Karottenstifte sowie eine Ingwerzubereitung (rechts im Bild) sowie Sesam in nicht genau genannten Mengen.
Da ich noch nie eine Poke Bowl gegessen hatte ging ich nach eigenem Gutdünken vor um alle Zutaten zum Verzehr zusammen zu bringen. Ich gab also das Dressing hinzu, garnierte alles mit dem Limonensaft
02-Sauce dazu geben 03-Mit Limonensaft garnieren
und vermischte schließlich alles miteinander, um es dann zu genießen.
04-Vermischen genießen
(Man entschuldige den Qualitätwechsel der Bilder, ich musste von der sperrigen Spiegelreflex zur Handykamera wechseln, weil ich keinen Platz hatte. 😉 )
Gurken und Möhren erwiesen sich als angenehm frisch und knackig und harmonierten gut mit den vorgekochten aber kalten Edamame, dem Räucherlachs und dem Dressing mit seiner dank des Orangensaft und unterstützt durch die Limette schön fruchtigen Note. Hätte zwar gerne noch etwas mehr davon sein können, aber es reichte gerade so -wenn auch nur knapp – für die angebotene Menge an Poke. Das gleiche gilt für die Menge des Räucherlachs, der bei der Flut an anderen Zutaten drohte geschmacklich etwas unterzugehen. Hat man keinen riesigen Hunger reichen die 350g insgesamt aber aus um satt zu werden wie ich erfreut feststelle durfte. Und mit 451,5kcal pro Bowl mit gerade mal 9,1g Fett auch angenehm leicht. Nur die 24g Zucker pro Portion – das sind immerhin 8 Stück Würfelzucker á 3g – fallen mal wieder etwas negativ auf.
Nach dem was ich so gelesen habe wird Poke normalerweise mit warmen Sushi-Reis serviert, war mir hier auch lieber gewesen wäre. Kalten Reis kann man durchaus essen, aber in heißen oder zumindest warmen Zustand ist er eindeutig vorzuziehen. Auf der anderen Seite ist der Reis im Sushi aber auch kalt. Dennoch wäre es eine gute Idee Reis und restliche Zutaten in einem solchem Bowl getrennt zu verkaufen, so dass der Konsument dann entscheiden kann ob er sich den Reis kalt mit dem Poke vermengt oder ihn vorher z.B. in der Mikrowelle erwärmt.
Alles in allem eine interessante Essenserfahrung, die mich zwar nicht automatisch zum Fan des aktuellen Trendessens Poke Bowl macht, aber mich zumindest befähigt diesbezüglich qualifiziert mitreden zu können. Der Preis ist zwar ziemlich gesalzen, aber würde ich dennoch erneut essen. Dann aber bevorzugt frisch zubereitet oder vielleicht sogar mal selbst gemacht.

City Farming Backfisch Wrap [22.04.2022]

Freitag, April 22nd, 2022

Freitag ist in der christlichen Tradition ja ein Tag an dem man Fisch isst. Daher passte es dass ich beim Einkaufen einen neuen Tortilla-Wrap mit Backfisch entdeckt hatte, den ich mir heute mal zu Gemüte führte. 😉 Fertige Tortilla-Wraps habe ich ja schon viele probiert und fand viele davon durchaus lecker, daher scheue ich mich natürlich nicht immer mal was neues probieren. Heute also den Backfisch Wrap der Firma City Farming zum stolzen Preis von 2,99 Euro für die 200g Packung.
01 - City Farming Backfisch Wrap - Packaging front / Packung vorne 02 - City Farming Backfisch Wrap - Packaging back / Packung hinten
Für diesen Preis erhält man eine aus 100% recycelten Plastik hergestellte Verpackung mit genau einen halbierten Spinat-Tortilla in den eine Mischung aus Endivie, Möhren, Remoulade und kleine panierte und gebratener Alaska-Seelachs.
03 - City Farming Backfisch Wrap - Served / Serviert
Den größten Teil nimmt dabei mit 45% an der Gesamtmasse natürlich der Tortilla ein. Laut Hersteller sollen von den restlichen 55% ganze 20% vom Seelachs eingenommen werden, doch beim reinbeißen war mir eher so als würde die Füllung zum größten Teil aus knackigen Grünzeug in Form von Salat und Möhren sowie der Remoulade bestand in denen man, wenn man Glück hatte, das kleine Stück kalten panierten Seelachs fand. Die Fischmenge war gerade ausreichend dass man sie noch als akzeptabel bezeichnen konnte. Wobei in dem oberen Stück (wo ein Teil des Backfisches zu sehen ist) merklich mehr Fisch befand als im unteren Stück, das zum größten Teil nur aus rohem Gemüse und Remoulade bestand. Hier hätte ich mir noch gewünscht dass man das Fischfleisch etwas gleichmässiger verteilt hätte. Alles in allem war es in Ordnung, ich hätte mir aber für den Preis etwas mehr Fisch erwartet.
04 - City Farming Backfisch Wrap - Side view / Seitenansicht
Natürlich reichen 200g nur bedingt aus um wirklich satt zu werden, aber als Snack fand ich diesen Wrap mit seinen 266kcal durchaus geeignet.

Backfisch-Burger [17.06.2021]

Donnerstag, Juni 17th, 2021

Fried fish burger with remoulade / Backfisch Burger mit Remoulade
Die Reste meiner Pizza Hawaii waren gestern bereits aufgebraucht gewesen, doch ich konnte mich gestern Abend nicht mehr dazu hinreißen etwas frisches zu kochen und heute Mittag war es einfach zu heiß, um sich an den Herd zu stellen. Daher beschränkte ich mich zu Mittag mit einem Sandwich und machte mir am Abend etwas Backfisch im Ofen heiß, den ich beim letzten Einkauf im Sonderangebot entdeckt und mir mitgenommen hatte. Der Nordsee Backfisch mit Remoulade kostet normalerweise zwischen 2,99 und 3,29 Euro, hier wurde er aber für nur 2,39 angeboten. Da musste ich zuschlagen. 😉 Obwohl die Ersparnis nicht sonderlich hoch war. Die Packung erwies sich zwar leider als „Mogelpackung“, da ihre Länge viel größere Fischfilets hatte vermuten lassen – ich habe leider keine Fotos gemacht, das Ganze ist aber hier gut beschrieben – aber letztlich fand ich die Länge für meinen Zweck und auch aufgrund des reduzierten Preises ausreichend. Ob ich mehr als drei Euro für so etwas ausgegeben hätte, wäre fraglich.
Während die beiden Backfisch-Filets für 10 Minuten bei 220 Grad im Ofen heiß gemacht wurden, toastet ich mir zwei Hotdog-Brötchen auf auf und platzierte die fertigen panierten Fischfilets auf etwas Salat und garniert mit der beiliegenden Homann Remoulade zwischen den Brötchenhälften. Fertig waren die beiden leckerer warmer Backfisch-Burger. Qualitätiv gab es am Backfisch absolut nichts auszusetzen, nur waren sie halt leider etwas kürzer als erwartet und füllten die Brötchenhälften nicht ganz aus. Aber garniert mit würziger Remoulade trotzdem ein sehr sättigendes Abendessen. Mir zumindest hat es geschmeckt.

Hähnchen-Käse-Sandwich [09.09.2020]

Mittwoch, September 9th, 2020
Chicken Cheese Sandwich / Hähnchen-Käse-Sandwich

Heute machte ich wegen privater Termine noch mal Homeoffice. Zum kochen hatte ich aber im Laufe das Tages keine Zeit, daher begnügte ich mich mit einem Hähnchen-Käse-Sandwich der Firma City Farming, das ich mit am Tag zuvor für 1,99 Euro fertig belegt in einem Markt der Rewe-Kette gekauft hatte. Ich hatte mit dem Ei-Bacon-Sandwich des selben Herstellers bereits gute Erfahrungen gemacht und ich kannte diese Variante noch nicht, also habe ich zugegriffen. Aber diese Kombination erwies sich dann doch als kleine „Mogelpackung“, denn wie ich beim Verzehr feststellen durfte hate man das gewürfelte Hähnchenbrustfilet offensichtlich nur an der Schnittkante aufgelegt, der hintere Teil des Sandwiches bestand nur aus Salat, Aufstrich, Tomate und Käse – leider hab ich aber nicht daran gedacht dies auch mit einem Foto zu belegen, dazu war mein Hunger wohl zu groß. Außerdem waren die Tomatenscheiben so fest, dass man kaum durchbeißen konnte und daher in Folge beim Abbeißen komplett vom Sandwich zog. Die Grundidee war gut und die Kombination lecker, aber in der Realisierung gab es eindeutig noch Verbesserungsbedarf. 😉

Köfte Burger [31.08.2020]

Montag, August 31st, 2020

Da mein Bürokollege ab morgen im Urlaub ist, begab ich mich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit am heutigen Montag mal ins Firmengebäude, denn ich wollte ihn verabschieden und für eventuelle Übergaben zur Verfügung stehen. Zur Mittagszeit entschlossen wir uns dann, am diesem letzten Arbeitstag vor dem Urlaub des besagten Kollegen uns unser Mittagessen mal wieder in Arda-Kaan’r Kebaphaus in Dornach zu holen, das ja bereits in diesem und jenem Beitrag einmal kurz vorgestellt hatte. Fast genau einen Monat waren wir nicht mehr dort gewesen, da war es wirklich mal wieder an der Zeit.
Um mal etwas Neues zu probieren und meinen geneigten Lesern auch etwas Abwechslung zu bieten, die sie ja seit Beginn der Corona-Krise etwas vermissen mussten, entschied ich mich dieses Mal für einen sogenannten Köfte Burger, der mit 8 Euro zwar kein wirkliches Schnäppchen war, aber irgendwie lecker aussah. Bei Köfte handelt es sich um gebackene, gegrillte oder gebratene, kräftig gewürzte Hackfleischbällchen oder -röllchen aus Lamm- und/oder Rindfleisch, die zum Grundrepertoire der orientalischen und nordafrikanischen Küche gehören, aber auch in Südosteuropa und sogar in Indien verbreitet sind.
Hätte ich geahnt was jetzt kam, hätte mich vielleicht anders entschieden, denn der Mann hinter der Theke verschwand nun kurz in der Küche und kam wenig später mit frischen rohen Hackfleisch zurück, dass er zu vier flachen Frikadellen formte und auf der Grillplatte frisch anbriet. Das nahm natürlich seine Zeit in Anspruch und mein mich begleitender Kollege musste warten. Außerdem wurden noch eine Handvoll Pommes Frites in die Friteuse geworfen. Bis die Köfte schließlich fertig gebraten waren, konnte die Thekenkraft sogar noch einen weiteren Kunden mit zwei frischen Kebap versorgen, was zeigt wie lange so ein Köfte-Burger dauert. Als die Hackfleisch-Stückchen schließlich richtig dunkel angebraten waren, wurden sie wie ein Döner Kebap mit Salat, Zwiebeln und Joghurtsauce auf den Pommes Frites in einem aufgebackenen Fladenbrot zusammengestellt und mit etwas „Scharf“ versehen, sprich mit Pul Biber gewürzt.

Köfte Burger

Wir nahmen uns die Speisen anschließend mit ins Büro und begannen dort sie zu verzehren. Als sonderlich stabil erwies sich mein Köfte Burger dabei nicht, denn noch bevor ich das erste Mal hinein beißen konnte, fiel mir eines der Köfte heraus – zum Glück hatte ich die Alufolie in die es verpackt gewesen war untergelegt, so dass er darauf landete und nicht auf dem Boden. Nachdem ich den/das Köfte aber wieder zurück in Fladenbrot gesteckt hatte und das erste Mal hinein biss, war es ein wahres Geschmacksfeuerwerk, dass sich in meinem Mund abspielte. Ich liebe ja sowieso Frikadellen alles Art, aber die besondere Würze der frischen Köfte setzten dem sowieso leckeren Frikadellengeschmack noch eine Krone auf. Und dann noch Kombiniert mit frischen knackigen Salaten, einigen Zwiebeln und der zusätzlichen Schärfe des Pul Biber erwies sich der Köfte-Burger als regelrechte Offenbarung. Nur die Pommes fand ich letztlich als nicht unbedingt notwendige Beilage, denn eigentlich lieferte das Fladenbrot ja schon genügend Kohlehydrate und außerdem waren sie durch Joghurtsauce und der Fett der Köfte auch total durchgeweicht. Wenn ich mir meinen nächsten Köfte-Burger bestelle, werde ich sie wahrscheinlich weglassen. Ansonsten hatte es sich aber heute wirklich gelohnt mal aus der gewohnten Ernährungslinie auszubrechen und etwas Neues zu probieren. War nur etwas fettig und bestimmt keine leichte Kost. Dennoch: Ich war auf jeden Fall mehr als nur zufrieden mit meiner heutigen Wahl.

Lahmacun mit Dönerfleisch [30.07.2020]

Donnerstag, Juli 30th, 2020

Eigentlich hatten wir überlegt, ein neu entdecktes Bistro einige Gebäude weiter zu testen, das laut Auskunft einer Kollegin wohl auch Wraps und ähnliches zum Mittag verkauft. Doch mein Kollege hatte äußerte spontan dass er Appetit auf Döner hatte und als er es erwähnte, manifestierte sich dieser Appetit auch bei mir. 😁 Also brachen wir auf und hielten Arda-Kaan’s Kebaphaus (nur echt mit grammatikalisch falschen Apostroph S… 😉 ) im nahen Örtchen Dornach, den wir vor kurzem entdeckt hatten und den ich ja schon mal in diesem Beitrag vorgestellt hatte.

Arda-Kaan's Kebaphaus - Dornach

Leider hatte ich in der Eile des Aufbruchs meine Mundschutz-Maske im Büro liegen lassen, doch zum Glück hatte mein Kollege der mich begleitete seine eingepackt, so dass er alleine den kleinen Schankraum des Gastraums betrat und dort unsere Speisen zum Mitnehmen bestellte. Ich hatte mich trotz des hohen Preises von 7 Euro für einen Lahmacun mit Dönerfleisch und Salat. Die Zubereitung ging schnell und wir begaben uns mit den eingepackten Speisen zurück ins Büro, um dort zu essen. Es hätte zwar auch Tische vor dem Laden gegeben, aber zum einen lagen diese an einer stark befahrenen Durchgangsstraße, zum anderen brannte die Sonne unerbittlich vom Himmel und es war im Büro einfach kühler.

Lahmacun with kebap meat / Lahmacun mit Dönerfleisch

Im ersten Moment sah das Gericht dem Dürüm Kebap von letzter Woche recht ähnlich, nur die Teighülle schien anders. Leider ließ er sich sehr schlecht auspacken und die Alufolie zerriss beim Entfernen teilweise. Aber das wirkte sich natürlich nicht auf den Geschmack aus. Wie beim Lahmacun üblich war der eher labbrige daherkommende Teig an der Innenseite mit einer dünnen Schicht von Hackfleisch, Zwiebeln und Tomaten bestrichen. Die Füllung bestand, wie beim Dürüm, aus Rot- und Weißkrautsalat, Zwiebeln, Tomate, Joghurtsauce und dieses mal ein wenig von dem roten Chilipulver, wahrscheinlich Pul Biber, das man allgemein als „mit scharf“ bezeichnet. 😉 Und obwohl es nur ein halber Teelöffel war, manifestierte sich die Schärfe ziemlich heftig, war aber sehr lecker. Werde ich wohl so beibehalten.

Lahmacun - Lateral cut / Querschnitt

War auf jeden Fall lecker und mit einer Länge, die jene eines männlichen Unterarms leicht überschritt, auch überaus sättigend. Nach meiner persönlichen Meinung lohnte aber die Mehrinvestition von einem Euro nur bedingt, denn im Grunde genommen war es ein Dürüm in labberigeren Teig, bei dem der Geschmack der dünnen Hackfleischschicht größtenteils von dem des Dönerfleischs überdeckt wurde, bei dem auch dieses Mal mengenmäßig nicht gespart worden war. Außerdem war der Dürüm knuspriger und stabiler gewesen, da hier das Fladenbrot vorher aufgetoastet worden war. Aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau, denn letztlich war es ein gutes Mittagessen, das zwar nicht billig, dafür aber überaus schmackhaft war. Einmal in der Woche ist so ein Besuch im Kebaphaus also in Zukunft durchaus denkbar – öfter würde es wohl doch zu sehr ins Geld gehen. Ist aber immerhin billiger als eine Pizza, die ja nicht unter 10 Euro über den Tisch geht… 😉