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Ausflug nach Las Terrenas

Monday, June 6th, 2016

So schön die Städte und vor allem die Strände Sosua und Cabarete auch sind, natürlich wollte ich auch dieses mal etwas mehr vom Land sehen. Daher entschloss wir uns dazu, mit dem Mietwagen mal in Richtung Osten auf die Halbinsel Samana zu fahren, um genau zu sein nach Las Tarrenas an der Nordküste. Über die namensgebende Hauptstadt Samana und ihre direkte Umgebung hatte ich ja in diesem Bericht von meinem ersten Besuch im Oktober letzten Jahres einmal ausführlicher berichtet. Es war bereits später Vormittag, als wir schließlich zu der drei- bis vierstündigen Fahrt aufbrachen und ich war erstaunt, wie leer die Autopista 5 zwischen Sosua und dem ersten Zwischenziel, der Stadt Nagua, war und ich legte die 122km trotz schlechter Straßenlage in nur etwas mehr als einer Stunde zurück. In Nagua selbst wurde es schwieriger, denn die Strecke war nicht besonders gut ausgeschildert, so dass wir uns erst einmal verfuhren, bevor uns ein Einheimischer schließlich auf die richtige Strecke brachte und nach einer weiteren Stunde erreichten wir die kleine Ortschaft Sanchez in etwas mehr als 40km Entfernung. Einige langsam fahrende LKWs, die nur schwer zu überholen gewesen waren, hatten etwas Zeit gekostet. Was nun kam, war eine wirkliche Herausforderung, denn wir fuhren auf einer engen, steilen Straßen, die sich durch bewaldete Hügel wanden

Streets to Las Terranas

und immer wieder kleine Dörfer durchquerten, in denen gerade viele Schulkinder in den landestypischen Schuluniformen über die Straßen liefen, so dass ich doppelt aufpassen musste. So brauchte ich für die vielleicht 17km zwischen den beiden Ortschaften noch einmal eine knappe dreiviertel Stunde, bevor wir schließlich am Stadtrand von Las Terrenas ankamen.

Bienvenidos a Las Terrenas

Nun mussten wir nur noch irgendwie zum Strand kommen und aufgrund des starken Verkehrs mit vielen der von mir nicht so sehr geschätzten MotoTaxis dauerte es einige Zeit bis wir schließlich dort ankamen – wobei ich mehr als einmal fast in eine Einbandstraße, die hier nur mit unscheinbaren “Una vida” Schildern gekennzeichnet sind, gefahren wäre.

Las Terrenas

Als nächstes ging es daran, eine Unterkunft zu finden. Entgegen meines sonstigen Verhaltens hatte ich nicht vor Fahrtbeginn gebucht, sondern wir begaben uns vor Ort auf die Suche und erlebten beim ersten Hotel, dem Aparthotel Residencia del Paseo, auch gleich eine Enttäuschung: Hier gab es keine Zimmer ohne vorherige Reservierung. Doch direkt am Strand entdeckten wir schließlich ein kleine Unterkunft, das Hotel Guayacan, welches genau das richtige zu sein schien.

Hotel Guayacan, Las Terrenas

Für 1600 Pesos, knapp 30 Euro, für eine Übernachtung war hier auch der Preis absolut in Ordnung. Es hätte noch weitere und luxoriösere Unerkünfte vor Ort gegeben, aber für eine Nacht war das in Ordnung. Über eine kleine Treppe und vorbei an einem Aufenthaltsraum mit zahlreichen Tischen und Sitzmöglichkeiten

Hotel Guayacan - Lounge

und einem kleinen Vogelkäfig im Erdgeschoss

Hotel Guayacan - Vogelkäfig / Birdcage

erreichten wir schließlich unser einfaches, aber gemütliches Zimmer mit Balkon samt Strandblick.

Hotel Guayacan - Room Hotel Guayacan - Bed / Bett
Links: Blick ins Zimmer – Rechts: Bett

Hotel Guayacan - Bacony door / Balkontür Hotel Guayacan - Beach view / Blick zum Strand
Links: Balkontür – Rechts: Blick vom Balkon zum Strand

Ein kleiner Wermutstropfen waren die Fundament-Reste auf der Wiese neben dem Gebäude, aber das war immer noch besser als wenn der Strandblick durch ein weiteres Gebäude verbaut worden wäre.
Außerdem gehörte natürlich ein kleines Bad mit WC, Waschbecken und Dusche zum Zimmer, in dem frische Handtücher und Seife bereit lagen.

Hotel Guayacan - Bath / Badezimmer
Blick ins Badezimmer

An der Wand war außerdem ein kleiner Flachbildschirm zum Fernsehen angebracht (die zugehörige Fernbedienung hatte man beim Einchecken ausgehändigt) und – was am wichtigsten war – an der Decke befand sich über dem Bett ein großer, leistungsstarker Ventilator, der Kühlung versprach.

Hotel Guayacan - TV Hotel Guayacan - Deckenventilator
Links: TV – Rechts: Deckenventilator

Nachdem das Zimmer bezogen war, ging es daran etwas für ein leicht verspätetes Mittagessen zu suchen. Direkt gegenüber des Hotels fand sich dazu eine Gebäude mit einem zum Meer offenen Gastraum, in dem wir überschwänglich vom wohlbeleibten Gastwirt und seiner Frau begrüßt wurden. Jetzt am frühen Nachmittag und außerhalb der Saison, waren wir die einzigen Gäste, doch das störte uns nicht. Man brachte sofort die laminierte Speisekarte und fragte nach Getränkewünschen. Neben Nudelgerichten, Pizza und einigen lokalen Gerichten fiel mein Blick vor allem auf die Fischgerichte, die frisch mit dem Fang des jeweiligen Tages zubereitet wurden – direkt neben dem Gebäude lagen einige Fischerhütten und die zugehörigen Boote auf dem Strand.

Las Terrenas - Fisher boats / Fischerboote

Las Terrenas - Huts / Hütten Las Terrenas - Huts / Hütten

Aus dieser Fischsektion der Speisekarte entschied ich mich für ein Filete de Mero al Coco & Platanos (frittierte Kochbananen-Chips) für 400 Pesos, während meine Begleitung den Pescado frito mit Reis für 300 Pesos wählte. Nach kurzer, akzeptabler Wartezeit wurden die Gerichte schließlich serviert.

Filete de Mero al Coco Platano frito
Filete del Mero al Coco mit Platanos

Pescado frito Arroz
Pescado frito & Reis

Beide Gerichte wurden halb und halb geteilt, so dass jeder beide Varianten probieren konnte. Das Filete de Mero erwies sich als angenehm zart, saftig und so gut wie frei von Gräten, dazu passte wunderbar die mit Stücken von roter und grüner Paprika versetzten, mild-fruchtigen Kokossauce und die Kochbanen bildeten eine überaus passende Sättigungsbeilage. Leider fehlte eine solche Sauce beim gebratenen Fisch, dessen beiden Tiere scheinbar geschuppt, ausgenommen und gewürzt am Stück gebraten worden waren. Hier fanden sich außerdem natürlich vor allem im Kopf- und Schwanzbereich zahlreiche Gräten im Fleisch, das aber dennoch angenehm zart und glücklicherweise nicht ganz so trocken war, wie ich es zuerst erwartet hatte. Beides sehr lecker, wir waren sehr zufrieden.
Um die Verdauung anzuregen, ging es danach zu einem kleinen Strandspaziergang über einen wundervollen, mit zahlreichen schattenspendenden Palmen bewachsenen Sandstrand.

Beach Las Terrenas
Las Terrenas Beach

Dabei entdeckte ich ein kleines Schiff, das scheinbar vor der Küste von Las Terrenas vor Anker lag

Las Terrenas Beach - Ship

und an eine kleine Galleone oder mehr noch eine Karavelle erinnerte. Es gehörte wohl zu einer der Strandbars weiter hinten am Strand und es schien, als könne man sich auch dorthin übersetzten lassen. So weit wollte ich heute aber nicht gehen.
An einer kleinen Strandbar etwas weiter hinten nahmen wir schließlich ein gekühltes Presidente, die lokale, durchaus süffige Biersorte, zu uns

Las Terrenas - Beach Bar

und begaben uns dann zurück ins Hotel, um uns für den Abend frisch zu machen.
Das Nachtleben erwies sich leider – jetzt außerhalb der Hauptsaison – als nur wenig interessant. Es gab so gut wie keine anderen Touristen und die Einheimischen saßen lieber vor den kleinen Märkten, genannt Colmados, und tranken dort einige Bier – die Bars waren so gut wie leer. Dennoch genossen wir noch die eine oder andere Flasche Presidente-Bier. Einziges noch erwähnenswerte Entdeckung war ein kleines Friseurgeschäft mit großem Fenster im ersten Stock eines Gebäudes, das auch noch spät in der Nacht Kunden bediente und ihnen Haare und Bärte schnitt.

Peloqueros - Las Terrenas

Ansonsten gibt es leider nichts weiter zu berichten – irgendwann kurz nach Mitternacht ging es schließlich zu Bett – ich war todmüde und schlief bald ein.

Samana, Los Haitises & Barcardi Island – Dominikanische Republik Tag 3 [30.09.2015]

Friday, October 2nd, 2015

Heute sollte nun die erste Tour stattfinden, die mir etwas mehr von diesem schönen Land, der Dominikanischen Republik, zeigen sollte. Ziel war Samana, eine Halbinsel, Provinz und gleichzeitig der Name deren Hauptstadt, gelegen in 180km entfernung, also etwas mehr als drei Stunden Autofahrt in Richtung Osten von Sosua aus gesehen. Das ganze hatte stolze 116 Dollar gekostet – inklusive Frühstück und Mittagessen – aber das war es mir wert. Das hieß aber, dass es heute sehr früh los ging – um genau zu sein um 5:30 Uhr. Als ich zur Rezeption kam wartete man da schon auf mich und ich konnte unmittelbar in den bereitstehenden Mini-Bus – ein ähnliches Gefährt wie es mich bereits vom Flughafen zum Hotel gebracht hatte – einsteigen. In diesem glücklicherweise klimatisierten Gefährt saßen bereits einige andere Touristen, die ebenfalls an dieser Tour teilnehmen sollten und offensichtlich aus anderen Hotels stammten. Glücklicherweise klimatisiert sage ich deshalb, weil auch bereits zu solche früher Zeit Temperaturen um die 30 Grad und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit herrschte. Die Fahrt ging dann erst einmal nach Cabarete, wo wir in einer dortigen Hotelanlage einige weitere Touristen aufgabelten bevor wir uns dann weiter in Richtung Osten aufmachten. Die Fahrweise des Fahrer erschien erst einmal etwas Gewöhnungsbedürftig für jemanden, der deutsche Verkehrsregeln gewöhnt ist, denn egal ob er auf der Landstraße oder durch die vielen Ansiedlungen an der Straße fuhr, schien er stets mit 70 bis 80 km/h zu fahren, überholte über doppelt durchgezogene Linien und auch an unübersichtlichen Stellen. Hinzu kamen die anderen Verkehrsteilnehmer, Autos, LKWs und unzählige Motorräder die mit zwei, teilweise drei Personen besetzt waren und teilweise Brot, Hühner und sogar Kühlschränke transportierten, die ebenfalls fuhren wie es gerade passte. Dennoch schien der Verkehr erstaunlicherweise gut zu klappen. Nach etwa einer Stunde Fahrt stoppte der Fahrer plötzlich mitten an einer Landstraße an einem einzeln stehenden Gebäude mit überdachter Terrasse daneben und der Reiseleiter verkündete, dass es nun erst mal Frühstück gäbe. Der Reiseleiter, ein Einheimischer, sprach übrigens sehr gut Deutsch, fiel aber durch die übertriebene Verwendung von Redewendungen wie “Mensch Meier” und “ohne Ende” (für viel) etwas auf.
Als Frühstück, das im Preis der Tour inbegriffen war, gab es ein Buffet zur Selbstbedienung: kleine Milchbrötchen, Rührei, Spiegeleier, gebratene Wurststücke, Aufschnitt, der ein wenig an Jagd- oder Schinkenwurst erinnerte, etwas Obst, Marmelade und natürlich Kaffee. Ich nahm mir erst mal Spiegeleier, Wurst und Brötchen, probierte später aber auch die gebratene Wurst und das Rührei, das mit Schinken und Gemüse versetzt war. Qualitativ konnte man da auf jeden Fall nicht meckern.

01 - Frühstück / Breakfast

Nachdem alle fertig gespeist hatten, während wir aßen kamen noch zwei weitere Kleinbusse mit Touristen an, ging es weiter in Richtung Samana. Die Fahrt wurde noch ein mal kurz an einer Straße unterbrochen, an der wir einen sehr schönen Überblick über die hier vorherrschende Dschungelvegetation hatten. Wie an fast jeder größeren Straße standen auch hier einige Hütten und kleine Häuser.

02 - Jungle near Samana / Dschungel in Samana 03 - Streets in Samana / Straße in Samana
Links: Blick über den Dschungel von Samana – Rechts: Hütten an der Straße

Abgesehen von einigen Ausführungen des Reiseleiters, die wieder mit häufiger Verwendung von “ohne Ende” und “Mensch Meier” gespickt waren, verlief der Rest der Reise ereignislos – an die etwas radikale Fahrweise unsere Busfahrers hatten wir uns inzwischen alle gewöhnt. Aber das scheint hier ja eher die Regel als die Ausnahme zu sein.
Schließlich erreichten wir die Stadt Samana, durch die wir über einige bepflanzte und mit Skulpturen verzierte Kreisel

04 - Entering Samana / Einfahrt nach Samana

direkt zum Malecón, der Hafenpromenade fuhren, wo sich auch die meisten öffentlichen Gebäude befinden und der Hauptteil des Lebens in der Stadt stattfindet. Von hier hat man auch einen wundervollen Blick auf die Carr de la Bahia, eine Fußgängerbrücke die vom Hotel Grand Bahia Principe Cayacoa auf dem Hügel über dem Hafen quer durch die Hafenbucht führt und auf einer großen Insel vor Samana endet. Am Pier lag auch bereits das Schnellboot bereit, das uns über die Bucht in den Nationalpark Los Haitises bringen sollte. Im Januar und Februar kann man von hier aus auch – als einzigem Ort in der Karibik – Whale Watching betreiben, denn in dieser Zeit kommen Buckelwale in die Gegend, um ihre Brunft durchzuführen.

05 - Pier with our boat / Pier mit unserem Schnellboot
Schnellboot & Carr de la Bahia

06 - Samana bay view / Blick in die Bucht von Samana 07 - Samana bay view / Blick in die Bucht von Samana
Hafen von Samana & Hotel Grand Bahia Principe Cayacoa

Nach einer kurzen Pause an der Hafenpromenade ging es dann auch schon ins Boot, wo wir die bereit liegenden Schwimmwesten anlegen mussten und es dann auch schon los in Richtung Los Haitises ging.

08 - View back to Samana / Blick zurück nach Samana
Blick zurück nach Samana

Dabei fuhren wir natürlich unter der Brücke Carr de la Bahia hindurch, wobei wir bei genauerem Hinsehen auch erkennen konnten dass sie bereits etwas baufällig wirkte. Aber das ist bei diesem feucht-heißen Klima auch nicht verwunderlich.

09 - Approaching the bridge / Anfahrt auf die Brücke 10 - Passing the bridge / Durchfahrt durch die Brücke

11 - View back to Samana / Blick zurück nach Samana
Fahrt durch die Carr de la Bahia

Des weiteren konnten wir nun sehen, dass vom Hotel auf dem Hügel offensichtlich ein Fahrstuhl (oder ein Treppenhaus) direkt hinunter zum Strand errichtet worden war.

12- Hotel with elevator in Samana / Hotel mit Fahrstuhl - Samana
Hotel mit Fahrstuhl zum Strand

Die nächsten 30 bis 45 Minuten passierte dann erst mal nicht viel – wir fuhren mit hohem Tempo quer durch die Bucht, wobei man uns landestypisch den hier im Lande hergestellten Brugal Rum und Cola servierte, aber auch mit Wasser und anderen, nicht alkoholischen Getränken nicht sparte. Schließlich erreichten wir die ersten der sogenannten Cayos, den Festland vorgelagerte und meist dicht bewachsene Felseninsel aus vulkanischem Kalkstein.

13 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark 14 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark

15 - Los Haitises national park - cave / Los Haitises Nationalpark - Höhle 16 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark
Cayos – Felseninseln der Los Haitises

In die Felden haben sich dabei teilweise kleine und größere Höhlen eingegraben. Die mit 3km Länge größte Höhle der Dominikanischen Republik, die sogenannte Cava Fun-Fun ist leider für Touristen nicht zugänglich, aber wir bekamen auch sie die eine oder andere dieser Felsformationen zu sehen.

18 - Los Haitises national park - Cave / Los Haitises Nationalpark - Höhle 19 - Los Haitises national park - Cave / Los Haitises Nationalpark - Höhle
Höhle in Los Haitises

20 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark 17 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark

Einige dieser Cayos werden auch von verschiedenen Vögeln als Brutstätte genutzt, was man meist daran erkennt dass über der jeweiligen Insel Schwärme dieser Tiere kreisen.

21 - Los Haitises national park - bird breeding island / Los Haitises Nationalpark - Brutinsel

26 - Los Haitises national park - breeding island / Los Haitises Nationalpark - Brutinsel
Brutinseln

Neben Pelikanen finden sich hier vor allem Fregattvögel, deren Männchen durch den roten, aufblasbaren Luftsack vor der Brust besonders auffallen.

22 - Los Haitises national park - young pelicans / Los Haitises Nationalpark - Junge Pelikane
Junge Pelikane

24 - Los Haitises national park  - Frigatebirds / Los Haitises Nationalpark - Fregattvögel
Fregattvögel

25 - Los Haitises national park - Young pelicans / Los Haitises Nationalpark - Junge Pelikane
Mehr junge Pelikane

Der Reiseleiter berichtete, dass eine kleine, niedrige Insel mitten in der Bucht primär dazu dient, dass die jungen Pelikane, sobald sie fliegen können, hier das Fischen lernen.

27 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark

Und obwohl es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, kommen dennoch häufig Einheimische hier her, um zum Beispiel Eier der Vögel zu sammeln.

28 - Los Haitises national park - Einheimische / Los Haitises Nationalpark - Locals
Einheimische an einer der Brutinseln

Nachdem wir einige Zeit lang zwischen den Felseninseln umher gefahren waren, bogen wir schließlich in einen dichten Mangrovenwald direkt am Festland ein.

29 - Los Haitises national park - Entering the mangroves / Los Haitises Nationalpark - Einfahrt in die Mangroven 30 - Los Haitises national park - Entering the mangroves / Los Haitises Nationalpark - Einfahrt in die Mangroven
Einfahrt in den Mangrovenwald

Nach einigen hundert Metern erreichten wir schließlich eine kleine Bucht zwischen hohen Felswänden, wo bereits einige andere Boote vor Anker lagen.

31 - Los Haitises national park - Small harbor in the mangroves / Los Haitises Nationalpark - Hafen in den Mangroven

32 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark 33 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark

Wir legten neben den beiden bereits vor Anker liegenden Booten an und mussten über beide drüber klettern, um schließlich zum Anlegekai zu gelangen. Von hier aus ging es über einen kleinen, kaum als solchen ersichtlichen, etwas beschwerlich zu laufenden Trampelpfad, vorbei an einem kleinen Mangrovensee, in den Dschungel hinein und wir erreichten nach einigen hundert Meter schließlich die Cueva de la Linea, einer Höhle mit zahlreichen Lichteinlässen, die bereits vor der Ankunft von Columbus von den Taínos, den hiesigen Ureinwohnern, für rituelle Zwecke genutzt worden war.

34 - Los Haitises national park - Cueva de la linea / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea 35 - Los Haitises national park - Cueva de la linea / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea

36 - Los Haitises national park - Cueva de la linea / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea 37 - Los Haitises national park - Cueva de la linea / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea
41 - Los Haitises national park - Cueva de la linea / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea

Im hinteren Bereich finden sich daher auch zahlreiche einfach Höhlenmalereien, die Tiere der Region sowie Götter und Geister der Ureinwohner darstellen.

38 - Los Haitises national park - Cueva de la linea - Cave paintings / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea - Höhlenmalereien

39 - Los Haitises national park - Cueva de la linea - Cave paintings / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea - Höhlenmalereien

40 - Los Haitises national park - Cueva de la linea - Cave paintings / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea - Höhlenmalereien
Höhlenmalereien in der Cueava de la Linea

Nachdem uns der Reiseleiter einiges über die Geschichte dieser Höhle erzählt hatte – ich verzichte darauf hier irgendwelche Einzelheiten zu erwähnen – ging es über den durch fest getretenen Fledermauskot teilweise etwas glitschigen Boden der Höhle zurück zum Ausgang und wieder zum Boot.

42 - Los Haitises national park - Cueva de la linea - Cave exit / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea - Höhlenausgang 43 - Los Haitises national park - Cueva de la linea - Cave exit / Los Haitises Nationalpark - Cueva de la linea - Höhlenausgang
Am Höhlenausgang

Vor der Einfahrt des Mangrovenwaldes finden sich auch die Reste einer Hafenanlage, welche hier im 19. Jahrhundert vond en Franzosen errichtet worden war, um in den Haitises angebaute, stärkehaltige Rüben abzutransportieren. Heute stehen davon nur noch einige Pfähle, die von Möwen und anderen Wasservögeln als Ruheplatz genutzt werden.

44 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark 45 - Los Haitises national park / Los Haitises Nationalpark
Seevögel auf den Resten der Hafenanlagen

Nun ging es weiter quer über die Bucht von Samana zur Insel Cayo Levantos, besser bekannt als Bacardi Island, denn hier wurden in den 90er Jahren die berühmten Werbespots für Bacardi-Rum gedreht, die nicht nur im deutschen Fernseher gelaufen sind. Natürlich wurde die ebenfalls touristisch ausgeschlachtet.

46 - Reaching Cayo Levantado (Barcardi Island) / Anfahrt auf Cayo Levantada Bacardi-Insel

47 - Reaching Cayo Levantado (Barcardi Island) / Anfahrt auf Cayo Levantada (Bacardi-Insel)

48 - Reaching Cayo Levantado (Barcardi Island) / Anfahrt auf Cayo Levantada (Bacardi-Insel)
Anfahrt auf Cayo Levantos (Bacardi Insel)

Nachdem wir angelegt hatten, ging es am Ufer entlang – hindurch durch eine Unmenge an Souvenir-Verkaufsständen – zum Restaurant Bellena Blanca, einem kleinen, offenen Rundbau direkt am Bacardi-Strand, wo uns das Mittagessen als Buffet serviert wurde, das inklusive war. Außerdem gab es – gegen Aufpreis – noch alkoholische Mixgetränke wie Coco Loco – in der Kokosnuss servierte und mit Rum versetzte Kokosmilche bzw. in einer Ananas servierten Pina Colada. Ich verzichtete aber auf alkoholische Getränke, bei der aktuellen Hitze war mir schon der eine kleine Becher Rum mit Cola auf dem Boot nicht so gut bekommen.

50 - Cayo Levantado - Restaurant

Das Buffet bestand aus Weißbrot, Kraustalat, Reis mit Bohnen, Spaghetti mit Tomatensauce, gegrilltem Hähnchen, gegrilltem Fisch sowie Obst und frittierten Nussbällchen. Abgesehen von den süßen Dingen probierte ich von allem etwas.

49 - Lunch at bacardi island / Mittagessen auf der Barcardi-Insel

An dem mit Zwiebeln und Möhren versetzten Krautsalat gab es ebenso wenig etwas auszusetzen wie am Reis mit schwarzen Bohnen oder den Spaghetti mit Tomatensauce. Das Hähnchen selbst war aber für meinen Geschmack etwas zu knusprig und teilweise trocken und im Fisch steckten extrem viele Gräten und auch er war etwas trocken geraten. Aber zum Stillen des Hungers reichte es vollkommen aus.
Nach dem Essen hatten wir noch etwa 2 Stunden Zeit, um den Strand zu genießen. Ich nutzte die Zeit natürlich erst einmal dazu, ein paar Fotos zu machen.

51 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel)
Strandbar

52 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel) 53 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel)

54 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel)

55 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel)

56 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel) 57 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel)

Danach ging es etwas ins azurblaue, angenehm warme Wasser und auf einer der (glücklicherweise kostenlosen) Liegen entspannen. Die Anzahl der Verkäufer von Strohhüten, Armbändern und Massagen hielt sich glücklicherweise in Grenzen. 😉
Viel zu schnell musste wir uns schließlich wieder am Kai einfinden um die Rückfahrt anzutreten.

58 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel)
Am Kai von Cayo Lavantado

59 - Cayo Levantado (Bacardi Island / Bacardi-Insel)
Leaving Bacardi Island

Vorbei an einigen malerisch gelegenen Buchten an der Küste

60 - Returning to Samana / Rückfahrt nach Samana

ging es schließlich zurück nach Samana

61 - Back in Samana / Zurück in Samana

wo der Tourbus bereits für die Rückfahrt auf uns wartete.

62 - Tourbus

Abgesehen von einem einzelnen kurzen Zwischenstop an einem kleinen Supermarkt, wo wir uns noch einmal mit Getränken eindecken konnten, ging es ohne weitere Halt zurück zu unseren Hotels. Ich selbst war etwa um 19:45 Uhr wieder dort – nach einer Reise von über 14 Stunden. Zum Glück hatte ich im Bus noch etwas schlafen können.
Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir im hoteleigenen Restaurant schließlich noch eine Portion Dorade mit Reis und Gemüse aus dem heutigen Tagesangebot.

Gilthead with rice & vegetables / Dorade mit Reis & Gemüse

Sehr lecker – vor allem der Fisch war unglaublich saftig und zart. Nichts im Vergleich zu dem gegrillten Fisch vom Mittag. Danach duschte ich, fiel vollkommen übermüdet ins Bett und schlief nach kurzer Zeit auch schon ein.