Kohlroulade mit Blaukraut [19.04.2010]

Zum heutigen Montag fanden sich auf der Tageskarte wieder einmal einige recht interessante Gericht. Im Asia-Bereich lockten u.a. “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce“, wobei mich das Hühnerfleisch durchaus reizte und auch sehr schmackhaft aussah. Aber auch die regulär-europäische Küche hatte einiges interessantes im Angebot. Die “Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln“, welche man als heutiges Vitality Gericht anbot, wäre Kalorientechnisch natürlich das klügste gewesen, mit 383kcal (oder 10 WW-ProPoints) ein wirklich leichtes Gericht. Weniger hingegen reizten mich die “Penne Rigate al Arrabiata mit Parmesan“, obwohl sie auch ganz passabel aussahen. Meine endgültige Wahl fiel dann aber doch auf die “Gefüllte Kohlroulade mit Bratensauce, dazu Kartoffelpüree und Blaukraut“, die als heutiges traditionell-regionales Gericht lancierte. Auf Nachtisch verzichtete ich aber, das hätte meine Kalorienbilanz für heute, so dachte ich bei mir, doch etwas zu sehr nach unten gezogen.

Kohlroulade & Kartoffelpüree / stuffed  cabbage & mashed potatoes

Nicht unbedingt wie bei Muttern, aber doch ein für Kantinenverhältnisse ganz gelungenes Gericht wie ich fand. Zwischen reichlich Kohlblättern fand sich eine mild gewürzte Füllung aus Schweinemett. Die dunkle Bratensauce passte entgegen meiner zuerst auftauchenden Bedenken auch recht gut zu dem restlichen Gericht, auch wenn sie nicht sonderlich geschmacksintensiv war – und wie immer hätte es hier auch etwas weniger davon getan. Am wirklich noch sehr heißen Kartoffelpüree kann ich als einziges kritisieren, dass es für meinen Geschmack etwas dünn geraten war, was sich aber nicht negativ auf den Geschmack auswirkte. Und auch am Blaukraut, das in meiner Heimatregion ja eher als Rotkraut bezeichnet wird, gab es nichts auszusetzen. Sowohl die Würzung als auch die Konsistenz waren ganz wie ich es mag – auch wenn ich schon raffiniertere Zubereitungen gegessen habe – aber für eine Kantine eindeutig mehr als nur ausreichend.
Die Kohlroulade führte die allgemeine Beliebtheitsskala heute dann auch eindeutig und unangefochten an. Etwas abgeschlagen folgten dann wohl die Asia-Gerichte und schließlich die Penne al Arrabiata und die Pilzpfanne. Kohl ist ja nicht jedermanns Sache, aber ich finde ihn ja zum Glück ganz lecker und war mit dem heutigen Gericht sehr zufrieden.

Meine Abschlußurteil:
Kohlroulade: ++
Bratensauce: +
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: ++

Lammhaxe mit Rosenkohl [14.04.2010]

Heute stand etwas auf dem Speiseplan, das ich mir keinesfalls entgehen lassen wollte: “Lammhaxe mit Rosenkohl und Bratkartoffeln” im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte. Aber der vollständigkeit halber erwähne ich natürlich auch – wie immer – die anderen Angebote. In der Asia-Ecke bot man u.a. “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüsen in Hoi Sin Sauce” und “Patrt Pad Prug – Fisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in scharfer Basilikumsauce” an. Als Vitality-Gericht gab es “Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce, dazu Bouillonkartofeln” (was mich auch etwas gereizt hatte) sowie als Globetrotter-Speise “Spaghetti Bolognese mit Parmesan“. Dazu gab es noch einen Beerenquark als Dessert.

Lammkeule mit Rosenkohl

Ich liebe ja Lammfleisch, was mich zu dieser Entscheidung getrieben hatte. Und für Kantinenverhältnisse war diese Lammkeule durchaus ganz gut. Es gab zwar ein paar Stellen, die etwas zu fest gebraten waren, aber davon abgesehen war die Keule wirklich gut gelungen. Muß aber ein kleines Lamm gewesen sein, denn sonderlich groß war sie nicht und der Knochen nahm auch einen guten Teil der Gesamtkeule ein. Dazu gab es eine dunkle, leicht herbe Sauce, die aber geschmacklich kaum ins Gewicht fiel. Der Rosenkohl war zwar nicht mehr ganz heiß, aber dennoch warm genug dass er nicht diesen unangenehmen Geschmack annahm, den kalter Rosenkohl manchmal so an sich hat. Und auch an den Bratkartoffeln gab es nicht auszusetzen, nur wie meist hätte ich ein wenig Speck und Eier in den Bratkartoffeln begrüßt. Aber das Betriebsrestaurant hat da eben eine andere Auffassung von Bratkartoffeln als ich sie privat habe. Der Quark als Dessert war zur Sättigung dann zwar nicht mehr notwendig gewesen, aber bis auf meiner Linie hat er auch nicht geschadet.
Der allgemeine Renner unter den Gerichten waren heute aber eindeutig die Spaghetti Bolognese. Etwas abgeschlagener auf Platz lagen dann wohl die Asia-Speisen gemeinsam mit der Lammkeule und schließlich kam das Barschfilet, das wie ich fand aber auch sehr lecker aussah. Aber ich durfte mal wieder feststellen: Lammfleisch ist scheinbar wirklich nicht jedermanns Geschmack.

Mein Abschlußurteil:
Lammkeule: ++
Rosenkohl: +
Bratkartoffeln: ++
Fruchtquark: ++

Gefüllter Schweinebauch [25.02.2010]

Heute war die Auswahl eigentlich ganz brauchbar wie ich zugeben muss. Während im Asia-Bereich “Asiatische Gemüse herzhaft gebraten mit Currysauce nach Quanton Art” und “Gaeng Phet Nua – Rindfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce” auf der Karte standen, bot man bei Vitality einen “Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven” an. Bei den traditionell-regionalen Gerichten lockte ein “Burgunderbraten mit Kartoffelknödel und Rotweinsoße” und als Globetrotter-Speise gab es schließlich noch “Griechische Bifteki mit Tzaziki, Zwiebeln und Tomatenreis“. Doch damit nicht genug: Außerdem stand als Sonderangebot noch unerwartet “Gefüllter Schweinebauch mit Knödeln” auf der Karte – ohne Frage die Reste vom Dienstag – und was mich letztlich dazu bewog dieses Gericht zu wählen ist mir im Nachhinein etwas schleierhaft. Da wie üblich kein Gemüse beilag, ergänzte ich das ganze mit einigen Böhnchen.

Gefüllter Schweinebauch

Dass man das Fleisch häufig in Sauce ertränkt bin ich ja schon gewöhnt. Aber auch die Komposition des Schweinebauchs selbst sagte mit heute nicht so zu. Am äußerem Rand befand sich als erster Kritikpunkt wohl noch Haut, die sich weder schneiden noch beißen ließ – wobei ich den Versuch des Abbeißens gleich unterließ, nachdem das Messer bereits versagt hatte. Auf der anderen Seite des Fleischstücks fanden sich des weiteren dünne Rippenstücke, die natürlich den Genuß weiterhin minderten. Über die dünne Fettschicht direkt unter der Haut sehe ich hinweg, denn da das Fleisch ansonsten relativ mager war konnte man sie gut einfach mit der Haut abtrennen. Das Fleisch selbst war auch ganz schmackhaft. Aber an der Füllung – wohl ohne Zweifel Gehacktes oder Mett – habe ich dann wieder etwas auszusetzen: Denn dies war mit einer ziemlich großen Menge Kümmel in Form von ganzen Kümmelkörner gewürzt. Und Kümmel gehört auch nicht unbedingt zu meinen Favoriten – aber im Notfall geht es schon. Sauce – wohl eine Rahmsauce – und die Kartoffelknödel waren aber in Ordnung. Auf Nachfragen hatte man mir hier sogar zwei Knödel aufgemacht, was meinen Missmut bezüglich des Schweinebauches etwas zu mindern vermochte. Die Bohnen wiederum waren mal wieder fast kalt und nicht wirklich ein Genuss. In der Summe also keine gute Wahl – ich wäre mit Bifteki oder Burgunderbraten eindeutig besser bedient gewesen.
Bifteki und Burgunderbraten waren in der Gunst der anderen Kantinenbesucher dann auch ganz vorne mit dabei, gefolgt von den Asia-Gerichten. Schweinebauch und Griechischer Gemüsetopf sah man eher selten. Beim Schweinebauch kann ich mir das nun auch erklären – und werde dies Gericht in Zukunft wohl nicht mehr wählen.

Mein Abschlußurteil:
Schweinebauch: +/-
Sauce: ++
Knödel: ++
Bohnen: +/-

Putenbraten in Champignonsauce [19.02.2010]

Das heutige Angebot bot wieder viel bekanntes. Im Asia-Bereich bot man u.a. “Pad Pak Ruam Medmamaung – Gebratenes Gemüse mit Nüssen, Knoblauch in Sojasauce” und “Kok Sa Mui ” Garnelen gebraten in junger Kokosnussmilch mit Gemüse” an, wobei mich die Garnelen durchaus reizten, ich hatte sie ja bereits hier schon einmal probiert und für gut befunden. Außerdem lockte ein “Gebratener Zander in Mandelbutter mit Petersilienkartoffeln” bei den Vitality-Gerichten, welchen ich hier schon mal auf dem Teller hatte, die traditionell-regionalen Speisen boten wie immer am Freitag etwas süßes in Form von “Quark- Griesauflauf mit Fruchtkompott ” an und an der Vitality-Theke gab es schließlich “Feinen Putenbraten in Champignonsauce dazu Vollkornreis“, für den ich mich nach einigem Abschätzen schließlich entschloss. Dazu nahm ich mir einen Naturjoghurt mit roter Grütze als Nachtisch, denn an der Gemüsetheke gab es Schwarzwurzeln, Rosenkohl und Grünkohl, was mir alles nicht so recht zu der Pute passen wollte.

Putenbraten in Champignonsauce

Dafür dass es sich um Pute, also Geflügel, handelte waren die Fleischstücke wirklich riesig geraten muss ich sagen – das Tier das diese sein eigen nannte hätte ich gerne mal gesehen. Aber es war wirklich sehr schmackhaft und zart wie ich schnell feststellte, aber natürlich etwas trocken wie das bei Geflügelfleisch nun mal so ist. Aber dank der Champignonsauce, sie man reichlich, aber auch nicht zu viel auf den Teller gegeben hatte trat dies in den Hintergrund. Die Champignons in der Sauce waren zwar eindeutig Dosenware, aber in einer Kantine oder besser einem Betriebsrestaurant wären frische Champignons auch meiner Meinung nach zu viel verlangt – mir hat die Sauce auch so geschmeckt. Bei dem Reis zweifelte ich im ersten Moment ob es sich hier wirklich um Vollkornreis handelt, denn ich kannte Vollkornreis eigentlich eher in seiner hellbraunen Form, aber eine kurze Suche im Netz bestätigte mir dass es wohl auch hellen Vollkornreis gibt. Passte wie ich fand sehr gut zu dem Fleisch und der Sauce. Der Naturjoghurt, unter den ich die rote Grütze rührte bevor ich ihn verzehrte bildete einen leckeren Abschluß dieses Mittagsmahls.
In der Gunst der Gäste lagen wohl heute meiner Abschätzung nach Pute und Zander gleich auf mit den Asia-Gerichten – es war wirklich sehr homogen verteilt zu sehen dass all diese Gerichte verzehrt wurden – aber letztlich fand auch der Quarkstrudel seine Freunde. Für mich ist so ein süßes Mittagessen ja nichts und für einen Nachtisch wäre die Portion etwas zu groß gewesen – aber reizvoll klang das ganze schon.

Mein Abschlußurteil:
Putenbraten: ++
Champignonsauce: ++
Vollkornreis: ++
Naturjoghurt mit roter Grütze: ++

Pangasiusfilet in Ingwer-Kokossauce [18.12.2009]

Heute bestand die Auswahl aus “Lu Han Zai – Gebratenes Gemüse in Hoi Sin Sauce nach Shanghai Art” oder “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten, frischen Sojakeimlingen in Austernsauce” in der Asia-Ecke, “Gegrilltem Putenfilet auf Tomaten- Lauchrisotto mit Brokkoliröschen” bei den Vitality-Gerichten, “Kaiserschmarrn mit Apfelmus und Zimt- Zucker” bei den traditionell-regionalen Speisen und schließlich “Gebratenes Pangasiusfilet in Ingwer- Kokossauce an Sesamkartoffeln” bei den Globetrotter-Mahlzeiten. Ich entschied mich heute mal für den Fisch, auch wenn die Pute oder das Rindfleisch mit Erbsenschoten ebenfalls durchaus verlockend klangen. Das ganze wertete ich dann noch mit einem Schälchen Mischgemüse von der Gemüsetheke auf.

Pangasiusfilet in Ingwer-Kokossauce

Eine wirklich gute Entscheidung wie ich feststellen musste. Das Pangasiusfilet selbst, das man offensichtlich noch mit einer dünnen Kruste aus Ei bedeckt war, erwies sich als angenehm zart, wohlschmeckend und ohne Gräten. Dazu passte die Ingwer-Kokos-Sauce wirklich perfekt, die einen angenehm fruchtigen Geschmack abgab. Dazu noch einige Tropfen der Zitronen, die man sich dazu nehmen konnte – wirklich sehr lecker. Auch schließlich die Sesamkartoffeln, im Grunde genommen kleine Salzkartoffeln, die man mit zusätzlichen Sesamkörnern aufgewertet hatte, erwiesen sich als durchaus schmackhaft und passend, auch wenn man den Sesamgeschmack nur minimal heraus schmeckte. Das Gemüse, bestehend aus Möhren, Erbsen, Bohnen, Blumenkohl und Schwarzwurzeln, war schließlich jedoch leider nur mittelmässig, da es mal wieder stark abgekühlt war und, so erschien es mir zumindest, eher Massenware war. Aber abgesehen davon ein wirklich gelungenes Menu und ein gutes Wochenabschluss.
Das Pangasiusfilet war heute dann auch wohl das meist genommene Menu, danach kamen die Asia-Menus und Putenfilet gleich auf und dann erst das der Kaiserschmarrn, der wie ich feststellte auch in kleineren Portionen als Nachtisch genutzt wurde. Eigentlich keine schlechte Idee. Aber ich selbst war satt – aber vielleicht greife ich das nächste mal am Freitag (was wohl erst 2010 sein wird) darauf zurück.

Mein Abschlußurteil:
Pangasiusfilet: ++
Ingwer-Kokos-Sauce: ++
Sesamkartoffeln: ++
Mischgemüse: +