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Griechischer Kritharaki-Auflauf mit Schafskäse – das Rezept

Saturday, January 28th, 2012

Schon seit längerem geisterte der Gedanke in meinem Kopf herum mal etwas mit Kirtharaki zu kochen, jener aus Hartweizengrieß hergestellten, reisförmigen Nudelsorte die vor allem in der Küche des östlichen Mittelmeerraumes, z.B. in Griechenland und der Türkei findet. Und mit diesem Auflaufrezept schien ich nun die passende Gelegenheit entdeckt zu haben diese Pläne in die Tat umzusetzen. Das Ergebnis ein einfacher, aber sehr schmackhaftes Gericht, das ich noch mit etwas Schafskäse und Paprika verfeinerte. Das zugehörige Rezept möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal in gewohnter Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

220g Kritharaki
01 - Zutat Kritharaki / Ingredient kritharaki

350g Rinderhack
02 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

1 mittlgroße Paprika (Hatte ich noch übrig, daher wurde sie einfach in das Rezept mit einbezogen)
03 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

1 mittlere Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

300ml Rinderbrühe
06 - Zutat Rinderbrühe / Ingredient beef stock

150ml Sahne – ich wählte die fettreduzierte Variante
07 - Zutat Sahne / Ingredient cream

3 gehäufte EL Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato purée

Gyroswürzer
09 - Zutat Gyroswürzer / Ingredient gyros relish

Oregano
10 - Zutat Oregano / Ingredient Oregano

100-120g Schafskäse
11 - Zutat Schafkäse / Ingredient feta

50-60g Edamer oder einen anderen Streukäse nach Wahl
12 - Zutat Edamer Käse / Ingredient Edamer cheese

sowie 1-2 EL Olivenöl zum anbraten
und etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Fangen wir wir üblich damit an die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und schneiden sie in feine Würfel,
13 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen die Knoblauchzehen und hacken sie fein
14 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

und entkernen schließlich die Paprika um sie ebenfalls in feine Würfelchen zu schneiden.
15 - Paprika würfeln / Dice paprika

In etwas Olivenöl dünsten wir nun die Zwiebel glasig an und geben wenig später auch das gehackte Knoblauch hinzu.
16 - Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen / Au sauté onions and garlic

Haben die Zwiebeln etwas Farbe angenommen, bröseln wir dann auch das Hackfleisch in die Pfanne
17 - Hackfleisch anbraten / roast ground meat

und würzen es dabei gleich kräftig mit Gyroswürzer während wir es krümelig anbraten.
18 - Gyroswürzer hinzugeben / Taste with gyros relish

Dann fügen wir auch das Tomatenmark hinzu
19 - Tomatenmark addieren / Add tomato purée

und verrühren es gut um es mit dem Hackfleisch zusammen etwas anzurösten.
20 - Verrühren und mit anbraten / Mix and roast

Sobald das Hackfleisch einigermaßen durchgebraten ist, geben wir auch die Paprikawürfel hinzu und braten sie einige Minuten mit an,
21 - Paprika mit braten / Add paprika

wobei wir alles gleich ein wenig mit Salz und Pfeffer abschmecken können.
22 - Mit Salz & Pfeffer würzen / taste with salt & peper

Etwa fünf Minuten später können wir dann zuerst die Sahne
23 - Sahne aufgießen / Pour cream

und dann die Rinderbrühe aufgießen, rühren es gut unter
24 - Rinderbrühe hinzufügen / Add beef stock

und lassen es dann kurz aufkochen, wobei wir alles auch gleich mit einem kräftigen Schuss Oregano würzen.
25 - Aufkochen lassen und mit Oregano würzen / Heat up and taste with oregano

Jetzt fügen wir die trockenen Kritharaki hinzu
26 - Krithraki hinzufügen / Add kritharaki

heben sie gut unter und lassen dann alles für 25 bis 20 Minuten aus niedrigerer Stufe vor sich hin köcheln bis die Nudeln gar sind. Dabei sollten wir nicht vergessen regelmässig umzurühren da die Kritharaki dazu neigen anzupappen wie ich schnell merkte.
27 - Verrühren und köcheln lassen / Mix and simmer

In der Zwischenzeit können wir uns aber dennoch auch daran machen den Schafskäse in grobe, aber mundgerechte Würfel zu schneiden.
28 - Schafskäse würfeln / Dice feta

Sollte die Flüssigkeit zu sehr einreduzieren, können wir gerne auch noch etwas Wasser aufgießen – die Mischung sollte nicht zu trocken werden.
29 - Wasser nachgießen / Add water

Abschließend probieren wir das ganze und würzen es ggf. noch etwas nach.
30 - Probieren und nachwürzen / Try and tasting

Zuerst heizen wir nun den Backofen auf 200 Grad vor, dann mischen wir unsere Kritharaki-Kreation mit dem gewürfelten Schafskäse und geben alles in eine Auflaufform, die wir übrigens nicht vorher auszufetten brauchen
31 - Mit Schafskäse mischen und in Auflaufform geben / Mix with feta and add to casserole

und bestreuen dann alles mit dem geriebenen Käse.
32 - Mit Käse bestreuen / Cover with cheese

Sobald der Backofen dann aufgeheizt ist, schieben wir die Form auf mittlerer Schiene hinein und lassen sie für 15 bis 20 Minuten darin bis der Käse geschmolzen ist und beginnt leicht braun zu werden.
33 - Überbacken / au gratin

Danach brauchen wir nur noch die Auflaufform zu entnehmen
34 - Kritharaki-Auflauf / Kritharaki casserole - Fertig

und das Gericht zu servieren.
35 - Kritharaki-Auflauf / Kritharaki casserole - Serviert

Das Überbacken mit Käse wäre hier zwar nicht zwingend notwendig gewesen wie ich feststellte, aber die knusprige Käsekruste die dadurch entstanden war bot dennoch eine geschmackliche recht gute Addition zu der Kritharaki-Zubereitung, die sich als sehr gelungen erwies. Vor allem die Kombination aus dem leicht angerösteten Tomatenmark und dem Hackfleisch mit dem Gyros-Gewürz und den leicht salzigen Fetawürfeln, die sich überall in der Zubereitung fanden stellte sich als geschmacklich wirklich sehr gelungen heraus. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, den Schafskäse einfach zu der Zubereitung hinzu zu geben und hätte dann ein ebenfalls sehr leckeres Pfannengericht. Das hinzufügen von Paprikawürfeln bereute ich aber auf jeden Fall nicht, sie boten eine gelungene Ergänzung zu den anderen Zutaten.

36 - Kritharaki-Auflauf / Kritharaki casserole - CloseUp

Mit (laut meiner groben Kalkulation) insgesamt ca. 1800kcal, also 900kcal pro Portion, erwies sich die Zubereitung aber entgegen meiner Erwartungen als doch etwas kalorienreicher geraten. Wen das aber nicht abschreckt denn kann ich das Rezept wirklich sehr ans Herz legen. Als zusätzliches Gemüse wäre hier übrigens auch noch Zucchini oder Oliven denkbar, allerdings sollte man die Kritharaki- und Hackfleisch-Menge dann etwas reduzieren. Mir hat es auf jeden Fall mal wieder sehr gut geschmeckt und wenn ich mit diesem Rezept dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung geben konnte hat sich für mich die Mühe dieses Blogposts auch wieder mehr als gelohnt. 🙂

In diesem Sinne: Guten Appetit

Griechischer Gemüsetopf [10.11.2011]

Thursday, November 10th, 2011

Zumindest war ich mir heute sicher nicht bei dem eindeutig zu kalorienreichen Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites aus dem Bereich Globetrotter zuzugreifen – obwohl es visuell durchaus ansprechend aussah. An der Asia-Thai-Theke fand ich das Moo Pad Bai Kraprao – Gebratene Schweinefleischstreifen mit Chili und frischem und frischem Thai Basilikum sehr ansprechend und auch das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten in Hoi Sin Sauce sah nicht übel aus, aber irgendwie war mir mehr nach etwas aus der regulären Küche. Hätte man bei dem Spießbraten in Zwiebelsauce mit Knödel ein passendes Gemüse beigelegen oder etwas passendes wäre an der Gemüsetheke angeboten worden, hätte ich ich vielleicht für dieses traditionell-regionale Gericht entschieden, aber so wählte ich dann doch den Griechischen Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven aus dem Bereich Vitality, den ich mir noch mit einem Becherchen Englischer Mintcreme von der Dessert-Theke komplettierte.

Griechischer Gemüsetopf / Veg stew greek style

Das vegetarische Gericht bestand aus einer bunten Gemüseauswahl bestehend aus Brokkoli, großen Würfeln von Zucchini und Aubergine, kleineren Möhrenwürfeln sowie einigen Blumenkohlröschen, schwarzen Oliven und Erbsen, alles angemacht in einer mit einigen Stücken von Fruchtfleisch versehenen, fruchtigen Tomatensauce und garniert mit reichlich gewürfelten Schafskäse. Dank einer gut abgestimmten Auswahl an verschiedenen Gewürzen, von denen ich zumindest den frische Thymian anhand einiger verbliebenen Blättchen eindeutig identifizieren konnte, ein geschmacklich sehr gelungenes Mittagsgericht wie ich fand. Und bei 461kcal pro Portion war auch den kleinen Becher mit den luftig-lockeren Mintcreme, welchen man mit einer halben Scheibe After Eight garniert und einigen Schokostreuseln garniert hatte, auch noch leisten.
Bei den anderen Kantinengästen war heute natürlich das Cordon bleu mit Pommes Frites das beliebteste Gericht und landete mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei mit knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten würde ich noch den Spießbraten mit Zwiebelsauce einordnen. Der Griechische Gemüsetopf schließlich folgte auf Platz vier – vegetarische Gerichte haben es nun mal meistens schwer – aber zum Glück gibt es ja noch Leute wie mich, die auch als Nicht-Vegetarier diesen in den meisten Fällen sehr leckeren Speisen doch eine Chance geben. 😉

Mein Abschlußurteil:
Griechischer Gemüsetopf: ++
Schafskäse: ++
Mintcreme: ++

Putengyros-Nudelauflauf mit Schafskäse – das Rezept

Saturday, October 22nd, 2011

Auf der Suche nach einem passenden Rezept für ein leckere Mittagsgericht stieß ich heute auf eine verlockend klingende Zubereitungsanleitung für einen Gyros-Nudelauflauf, die ich aber noch nach eigenem Gutdünken modifizierte und erweiterte, wobei die Verwendung von selbst mariniertem Putenfilet und das Addieren von Schafskäse eindeutig zu den größten Änderungen gehörten. Und das Ergebnis war wirklich mal wieder sehr gelungen wie ich feststellen durfte. Daher möchte ich es nicht versäumen meine Variation dieses Gerichtes hier in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für drei bis vier Portionen?

450-500g Putenfilet
01 - Zutat Putenfleisch

Für die Marinade: (von oben links beginnend)
1 TL Oregano
1/2 TL Basilikum
1/4 TL weißer Pfeffer
1/4 TL Paprika rosenscharf
1/2 TL Thymina
1/4 TL Kreuzkümmel
1/4 TL Salz
1 Prise Zimt
2-3 Knoblauchzehen
ca. 30ml Olivenöl
1 Schuß Zitronensaft
02 - Zutaten Marinade

Außerdem benötigen wir:

350g Nudeln nach Wahl (Ich nahm Fusili, es gehen aber auch Penne oder Farfalle)
03 - Zutat Nudeln

180-200g Champignons (frisch oder Dose – ich nahm frische)
03 - Zutat Champignons

1 mittlere rote Paprika
04 - Zutat Paprika

1 Chilischote
05 - Zutat Chilischote

1 Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel

500g stückige Tomaten
07 - Zutat stückige Tomaten

1,5 EL Tomatenmark
09 - Zutat Tomatenmark

200ml Sahne
08 - Zutat Sahne

1 EL Thymian
10 - Zutat Thymian

2 EL Oregano
11 - Zutat Oregano

3 EL Basilikum
12 - Zutat Basilikum

200g Schafskäse
13 - Zutat Schafskäse

100g + 50g Emmentaler
14 - Zutat Emmentaler

1 Zehe Knoblauch
16 - Zutat Knoblauchzehe

1 Schuß Tabasco
15 - Zutat Tabasco

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen und etwas zusätzliches Olivenöl zum anbraten.

Kommen wir nun zur Zubereitung: Zuerst waschen wir das Putenfilet, tupfen es trocken und schneiden es dann in schmale Streifen.
17 - Pute in Streifen schneiden

Dann vermengen wir die Gewürze, das Olivenöl, die gepressten Knoblauchzehen und den Zitronensaft zu einer Marinade
18 - Marinade herstellen

und legen unsere Putenfiletstreifen darin ein. In einem verschließbaren Behältnis kommt das Ganze dann für 2 Stunden in den Kühlschrank.
19 - Putenstreifen marinieren

Kurz vor Ende der Marinierzeit können wir dann damit beginnen den Rest vorzubereiten. Wir kochen also die Nudeln in Salzwasser nach Packungsanleitung,
23 - Nudeln kochen

brausen die Champignons ab, trocknen sie und schneiden sie in schmale Scheiben,
20 - Champignons schneiden

entkernen und schneiden die Paprikaschote in kleine Stücke,
21 - Paprika würfeln

schälen die Zwiebel und schneiden sie in schmale Ringe
22 - Zwiebel in Ringe schneiden

und entkernen und schneiden die Chilischote in kleine Stücke.
24 - Chili schneiden

Sobald die Nudeln fertig sind – ich probiere dazu einfach eine – schütten wir sie in ein Sieb, schrecken sie kurz mit kalten Wasser ab und lassen sie abtropfen.
25 - Nudeln abgießen

Dann braten wir die Paprikawürfel in etwas Olivenöl an
26 - Paprika anbraten

und fügen nach ein bis zwei Minuten die Champignons dazu, die wir ebenfalls mit anbraten.
27 - Pilze mit anbraten

Ist alles gut durchgebraten legen wir es erst einmal beiseite,
28 - Gemüse beiseite legen

braten das marinierte Fleisch scharf von allen Seiten an nachdem wir es aus der Marinade genommen, kurz abgespült und getrocknet haben – wir wollen ja nicht die Gewürze mit Braten und dabei verbrennen,
29 - Fleisch scharf anbraten

schalten die Platte etwas herunter, dünsten die Zwiebel und die gepresste Knoblauchzehe mit an
30 - Zwiebeln mit anbraten

und geben noch die Chilistücke mit hinzu. Alles lassen wir für einige Minuten braten.
31 - Chili mit anbraten

Anschließend addieren wir die stückigen Tomaten,
32 - Tomaten aufgießen

rühren das Tomatenmark unter
33 - Tomatenmark einrühren

und würzen den Pfanneninhalt mit Basilikum, Oregano und Thymian
34 - Würzen

bevor wir schließlich die Sahne aufgießen.
35 - Mit Sahne aufgießen

Den Pfanneninhalt lassen wir kurz aufkochen und rühren dann 50g Emmentaler – ungefähr eine Handvoll – in die Masse ein, wo wir ihn schmelzen lassen
36 - Käse einrühren

und heben dann die Paprika und Pilze wieder unter.
36 - Paprika und Pilze unterrühren

Abschließend schmecken wir alles noch mit Salz und Pfeffer
38 - abschmecken

sowie einem kräftigen Schuss Tabasco ab.
39 - Mit Tabasco schärfen

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

In eine gefettete Auflaufform schichten wir dann einige der Nudeln
40 - Mit Nudeln auslegen

geben etwa die Hälfte der Fleisch-Gemüsemischung auf die Nudeln
41 - Sauce aufschichten

und bröseln die Hälfte des Schafskäses darauf.
42 - Mit Schafskäse bebröseln

Es folgt eine weitere Schicht Nudeln
43  -Nudeln auflegen

der Rest der Sauce
44 - Rest Sauce addieren

und schließlich noch der Rest des Schafskäses.
45 - Verbleibenden Schafskäse aufbringen

Abschließend bestreuen wir alles noch einmal mit einer Schicht geraspelten Emmentaler.
46 - Mit Emmentaler bestreuen

Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir die Auflaufform schließlich hinein und lassen alles für ca. 20-25 Minuten überbacken.
47 - Überbacken

Sobald der Käse schön zerlaufen ist und beginnt braun zu werden, können wir die Auflaufform schließlich wieder entnehmen
48 - Putengyros-Nudelauflauf / Turkey gyros noodle casserole - Fertiges Gericht

und das Gericht am besten gleich heiß servieren.
49 - Putengyros-Nudelauflauf / Turkey gyros noodle casserole - Serviert

Die Entscheidung Emmentaler und Schafskäse kombiniert zu verwenden mag im ersten Moment ungewöhnlich klingen, aber sie erwies sich als geschmacklich sehr gelungene Entscheidung. Gemeinsam mit dem pikant marinierten Fleisch, der kräftig gewürzten Tomaten-Sahne-Sauce und den Paprika- und Champignonstücken, die durch das anbraten ein kräftiges Aroma entwickelt hatten, erwies sich dieses Gericht als würziges und vor allem leckeres Kochkreation die mich mit ihrer pikanten Kräuternote und dem salzigen Schafskäse geschmacklich sehr ansprach.

50 - Putengyros-Nudelauflauf / Turkey gyros noodle casserole - CloseUp

Im Originalrezept war noch von der Beigabe von 2cl Metaxa (griechischer Weinbrand) die Rede gewesen, da ich so ein Zeug aber nicht trinke und auch nicht bereit war wegen eines Rezeptes eine Flasche zu kaufen, verzichtete ich darauf. Ansonsten sei abschließend noch angemerkt, dass es sich hier nicht gerade um ein leichtes Gericht handelt. Meiner Berechnung nach hat die ganze Auflaufform ca. 3500kcal, also bei vier Portionen wären das 875kcal pro Portion – aber das war bei dem vielen Käse und der Sahne ja zu erwarten gewesen. Wer nicht auf Kalorien achten muss dem sei dieses Rezept aber wärmstens ans Herz gelegt – ein wirklich leckeres Gericht das sich nicht nur durch seine pikante Kräuternote von anderen Auflaufen deutlich abhebt.

Guten Appetit

Pikanter Kartoffelkuchen – das Rezept

Saturday, August 6th, 2011

Rezepte für Kartoffelkuchen gibt es viele. Bei meiner Suche habe ich nordhessischen, thüringischen, sächsischen, rheinischen, schwäbischen und badischen Kartoffelkuchen gefunden, die einen mit zusätzlichem Teig und Hefe, andere wiederum mit Saurer Sahne oder Schmand. Aus allen Rezepten habe ich mir dann wie üblich etwas eigenes zusammengebaut. Dabei ist dieser Pikante Kartoffelkuchen herausgekommen, den ich noch mit etwas Gemüse sowie Schafskäse aufgewertet habe. Uns das Ergebnis konnte sich sowohl sehen als auch schmecken lassen. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Rezept:

Für 3-4 Portionen benötigen wir:
800g Kartoffeln (ich wählte eine festkochende Sorte)
01 - Zutat Kartoffeln

2 kleine Paprika (Farbe nach Wahl, ich entschied mich für je eine rote und eine grüne)
02 - Zutat Paprika

1 kleine Zucchini
03 - Zutat Zucchini

1 mittlere Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel

125-150g gewürfelten Speck
05 - Zutat Speck

2 Hühnereier
06 - Zutat Eier

180-200g Schafskäse
07 - Zutat Schafskäse

3 TL Italienische Kräuter (wobei hier auch andere Würzkombinationen denkbar wären)
08 - Zutat Italienische Kräuter

3 EL Mehl Typ 405
09 - Zutat Mehl

ca. 75g Käse zum bestreuen – ich wählte Gouda
10 - Zutat Gouda

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen und etwas Fett für die Form

Zuerst bereiten wir wie immer alle Zutaten erst einmal vor. Dazu schälen und hacken wir die Zwiebel,
11 - Zwiebel würfeln

waschen und schneiden die Paprika in kleine Streifen oder Rechtecke
12 - Paprika schneiden

und waschen und würfeln die Paprika.
13 - Zucchini würfeln

Dann wenden wir uns die Kartoffeln zu, die wir zuerst schälen
14 - Kartoffeln schälen

und dann unter fließendem Wasser kurz abspülen bevor wir sie mit der Küchenreibe grob raspeln.
15 - Kartoffeln reiben

Jetzt vermengen wir alles mit den gehackten Zwiebeln und dem Mehl.
16 - Mit Zwiebeln und Mehl mischen

Die geriebene und vermengte Kartoffelmasse geben wir dann in ein Sieb und lassen sie einige Minuten abtropfen. Die Kartoffelstärke die sich im Gefäß sammelt können wir später weg schütten.
17 - Abtropfen lassen

Nun heben wir den gewürfelten Speck unter,
18 - Speck unterheben

schlagen die Eier auf und vermengen sie
19 - Mit Eiern vermengen

und mischen dann auch die Zucchiniwürfel in die Masse.
20 - Zucchiniwürfel dazu geben

Nun würzen wir alles noch kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Kräutern. Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 185 Grad (Ober-/Unterhitze) vorzuheizen.
21 - Würzen

Sollte sich wieder zu viel Flüssigkeit gesammelt haben, geben wir alles noch einmal kurz in das Sieb und drücken die Flüssigkeit ein wenig heraus.
22 - Ausdrücken

Dann fetten wir eine flache Auflauf- oder Quiche-Form aus
23 - Form ausfetten

und geben die Kartoffel-Gemüse-Speckmasse hinein, die die gleichmässig verteilen und glatt streichen. Darüber geben wir die Paprikastücke und bebröseln diese dann mit dem Schafskäse.
24 - Kartoffelmasse rein und belegen

Zum Schluß bestreue wir alles noch großzügig mit Käse. Ich hatte Gouda gewählt, weil ich davon noch am meisten im Kühlschrank hatte, hier wäre aber auch ein würzigere Käse wie Edamer denkbar.
25 - Mit Käse bestreuen

Ist der Backofen aufgeheizt geben wir unsere gefüllte Form auf der mittleren Schiene hinein und lassen sie dort für 50 bis 60 Minuten überbacken.
26 - Backen

Sind die beiden Käsesorten verlaufen und geschmolzen entnehmen wir schließlich unsere Form dem Ofen
27 - Pikanter Kartoffelkuchen / Zesty potato cake - Fertiges-Gericht

und können das Gericht sofort und am besten noch heiß servieren.
28 - Pikanter Kartoffelkuchen / Zesty potato cake - Serviert

Ich hatte ja befürchtet dass er eventuell etwas zu trocken werden würde da ich ja ziemlich viel Flüssigkeit aus den Kartoffeln hatte abtropfen lassen, doch das stellte sich glücklicherweise als vollkommen unbegründet heraus. Die nun gebackene Kartoffelmasse mit ihrer pikanten Würze aus Kräutern, Muskatnuss, Salz und Pfeffer war auch nach Fertigstellung noch angenehm saftig. Und auch die Schicht aus Paprika und Schafskäse, die mit einer dünnen, knusprigen Schicht geschmolzenen Goudas bedeckt war erwies sich als sehr gelungen. Ein sehr leckeres und ohne allzu großen Aufwand zu fertigendes Mittagsgericht.

29 - Pikanter Kartoffelkuchen / Zesty potato cake - CloseUp

Wie bereits erwähnt ist dem Zubereitenden die Wahl der Kräuter natürlich freigestellt. Denkbar wären hier auch Kräuter der Provence oder eine Kreation aus dem eigenen Kräutergarten z.B. aus Basilikum, Majoran und Oregano. Man sollte hier aber keinesfalls zu zimperlich würzen, denn der Erfolg dieses Gerichtes steht und fällt meiner Meinung nach mit der Würze der Kartoffelmasse. Wer es lieber vegetarisch mag, kann natürlich auch die Speckwürfel weglassen. Es bestehen hier also viele Variationsmöglichkeiten – der Fantasie des Kochs sind kaum Grenzen gesetzt. Aber auch die Zubereitung genau nach diesem Rezept wird wohl eindeutig die meisten Geschmäcker treffen. Ich jedenfalls war sehr zufrieden mit meiner heutigen Kreation.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Griechischer Gemüsetopf mit Feta & Oliven [24.03.2011]

Thursday, March 24th, 2011

Obwohl ich ja gestern bereits Asiatisch gegessen hatte, war ich auch heute wieder kurz davor bei den fernöstlichen Speisen zuzuschlagen, denn das Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln, und Gemüse in Sojasauce sah wirklich lecker aus. Das Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce sah zwar auch ganz lecker aus, aber das Zitronengras ließen hier Bedenken bei mir aufkommen – so ganz komme ich immer noch nicht an dieses asiatische Gewürz ran. Das Rinderlendensteak “Strindberg” mit Senf-Zwiebelkruste, dazu Pommes Frites bei Globetrotter war auf jeden Fall absolut nichts für meinen Geschmack, ich hatte die Zubereitungsform Strindberg ein einziges mal hier noch in der Mensa in Jena probiert und damals festgelegt, dass ich hier nicht mehr zuschlagen werde. Das traditionell-regionale Fleischpflanzerl in Zwiebelrahmsauce an Sahnepüree kam da meinem Geschmack schon etwas näher, hier hatte ich aber kalorientechnische Bedenken. Schließlich fiel meine Wahl aber doch auf den Griechischen Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven der im Bereich Vitality in Kombination mit einem Fladenbrot angeboten wurde. Dieses Gericht wurde zwar schon einige Male angeboten, zugeschlagen hatte ich hier aber noch nie. Und da ich ja immer mal gerne auch was neues probiere, erschien mir die Gelegenheit günstig. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Becher Obstsalat von der Dessert-Theke.

Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse & Oliven / Vegetable stew greek style with feta & olives

Zwar sind Oliven ja auch nicht so mein Ding, aber zum Glück ließen sie sich einfach aussortieren. 😉 Der Gemüsetopf selbst war eine leicht pikante Mischung aus verschiedenen Gemüsesorten wie Blumenkohl, Auberginen, Erbsen, Brokkoli, Möhrenwürfeln und Kartoffeln in einer fruchtigen Sauce mit Tomaten, die mit mediterranen Kräutern gewürzt erschienen. Zumindest entdeckte ich einige Reste eines Rosmarinzweiges in meiner Portion. Gemeinsam mit den leicht salzigen Fetawürfeln ein wirklich sehr leckeres Mittagsgericht, das auch ohne Fleischeinlage einen angenehm lang anhaltende Sättigung bei mir verursachte. Das Fladenbrot, dass ich zum Tunken und auswischen der Reste verwendete, war von der gleichen Machart wie jenes das ich bereits am Montag verzehrt hatte – also aufgebacken, mit reichlich Sesamkörnern gespickt und bis auf die etwas trocknete Schnittkante absolut in Ordnung. Und mit 461kcal pro Portion lag ich auch was die Nährwerte anging durchaus gut im Rennen. Der Obsalat schließlich aus einer ziemlich bunten Auswahl verschiedener Obstsorten – ich entdeckte Apfel, Ananas, Melone, Erdbeer, grüne Trauben und Stücke von Orangen – ergab schließlich einen mehr als geeigneten Abschluß des heutigen Mittagsmahles.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag meiner Meinung nach das Fleischpflanzerl heute am Höchsten in Gunst und belegte somit Platz eins auf der Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gerichte, aber knapp gefolgt von dem Rinderlendensteak Strindberg auf dem dritten Platz und schließlich dem Griechischen Gemüsetopf auf Platz vier. Aus meiner Perspektive hätte der Gemüsetopf natürlich eine bessere Platzierung verdient, aber wie so häufig hatte das vegetarische Gericht auch heute einen schweren Stand beim Gros des Kantinenpublikums – das bin ich ja gewöhnt.

Mein Abschlußurteil:
Griechischer Gemüsetopf: ++
Fladenbrot: + (weil aufgebacken)
Obstsalat: ++