Bifteki auf Tomatenreis mit Tzatziki & frischen Zwiebeln [25.03.2013]

Einen kurzen Moment überlegte ich heute bei Vitality zuzuschlagen, wo mit einer Schupfnudelpfanne mit Kohl und Apfelwürfel meines Kenntnisstandes nach etwas neues angeboten wurde. Doch trotz des beigefügten Sour Cream Dips konnte es mich visuell nicht sonderlich ansprechen, daher sah ich mich erst einmal weiter um. Und sowohl der Erbseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region, die 3 Stück Griechische Bifteki auf Tomatenreis, Tzatziki und Zwiebeln bei Globetrotter als auch die Asia-Thai-Angebote wie Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce und insbesondere das Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry schienen dazu geeignet, meine Anforderungen zu erfüllen. Spontan erschien ich mich schließlich ganz konservativ für die Griechischen Bifteki, die ich mir noch mit einem Becherchen Vanillemousse von der Dessert-Theke ergänzte.

Bifteki auf Tomatenreis mit Tzatziki & frischen Zwiebeln / Bifteki with tomato rice, tzatziki & fresh onions

Die drei Bifteki, welche die Thekenkraft bei jeden Teller genau abgezählt hatte, waren im Grunde genommen kleine Frikadellen oder Hacksteaks aus Rinderhackfleisch, das man angenehm pikant mit Kräutern und Gewürzen versetzt und mit etwas Schafskäse vermengt hatte. Entgegen meiner Befürchtung angenehm saftig und von der Menge her auch gut auf den Tomatenreis abgestimmt. Dieser wiederum hätte meiner Meinung nach gerne etwas fruchtiger sein können, das habe ich hier schon mal besser erlebt – daher gibt es hier eine leichten Abzug in der Wertung. An dem Tzatziki mit der leichten Knoblauchnote und den Gurkenstückchen sowie den angenehm frischen Zwiebeln gab es keinen Grund zu Kritik. Das Dessert schließlich war zwar geschmacklich wie gewohnt, angenehm vanillig und nicht zu süß, aber es war heute etwas flüssiger als ich es sonst von Mousses her gewohnt bin. Daher auch hier heute ein kleiner Abzug. Insgesamt war ich aber dennoch zufrieden mit meiner heutigen Wahl.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, kristallisierte sich schnell heraus dass die Bifteki heute auch recht deutlich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegten. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, aber eng gefolgt von dem Erbseneintopf mit Wiener Würstchen auf Platz drei. Die Schupfnudelpfanne mit Kohl und Apfel war zwar für ein vegetarisches Gericht recht häufig gewählt worden, aber für mehr als den vierten Platz reichte es auch heute nicht.

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: ++
Tomatenreis: +
Tzatziki: ++
Zwiebeln: ++
Vanille-Mousse: +

Rührei mit Artischockenherzen & Kirschtomaten – das Rezept

Nach der gestrigen Schlemmerei mit dem Hähnchen wollte ich heute etwas einfacher und leichter halten, daher entschied ich mich für ein vegetarisches Rezept mit Artischockenherzen, Kirschtomaten und Schafskäse. Gleich einleitend muss ich aber erwähnen, dass ich damit eigentlich ein Omelett bzw. einen Tortilla anfertigen wollte, dieser mir aber leider beim Wenden zerbröselt ist. Da sich das Rezept aber alleine wegen seiner Zusammenstellung als sehr lecker erwies, habe ich mich von diesem kleinen Malheur nicht entmutigen lassen und einfach den Titel des Beitrages an das Ergebnis angepasst. 😉

Was braucht man für 2 Portionen?

1 Dose Artischockenherzen (220g Abtropfgewicht)
01 - Zutat Artischockenherzen / Ingredient artichoke hearts

100g Kirschtomaten
02 - Zutat Kirschtomaten / Ingredient cherry tomatoes

4 Hühnereier
03 - Zutat Eier / Ingredient eggs

1 Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1/2 Bund Petersilie
06 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

75g Schafskäse (gerne auch mehr)
07 - Zutat Schafskäse / Ingredient feta

1/2 – 3/4 EL Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

6 EL fettarme Milch (1,5% Fett)
09 - Zutat Milch / Ingredient milk

1 EL Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun damit, die Artischockenherzen in ein Sieb zu gießen und gut abtropfen zu lassen.
11 - Artischocken abtropfen lassen / Drain artichoke hearts

Während diese abtropfen schälen wir die Zwiebel und Würfeln sie fein
12 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und schälen das Knoblauch und zerkleinern es ebenfalls gut.
13 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

In der Zwischenzeit müssten unsere Artischocken dann soweit abgetropft sein, dass wir sie halbieren können.
14 - Artischoken halbieren / Halve artichokes

Dann waschen wir noch die Tomaten
15 - Tomaten waschen / Clean tomatoes

und halbieren sie ebenfalls.
16 - Tomaten halbieren / Divide tomatoes in half

Außerdem waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken,
17 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen vom Stil
18 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann gründlich.
19 - Petersilie zerkleinern / Grind parsley

Anschließend schlagen wir die Eier in ein passendes Behältnis auf,
20 - Eier aufschlagen / Open eggs

fügen sechs Esslöffel Milch hinzu
21 - Milch addieren / Add milk

und würzen alles gut mit Salz und Pfeffer
22 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

um es dann gut zu verrühren
23 - Gut verrühren / Mix well

und dabei noch 2/3 der Petersilie sowie das Tomatenmark unterheben.
24 - Petersilie und Tomatenmark unterheben / Fold in parsley & tomato puree

Jetzt erhitzen wir den Esslöffel Öl in einer beschichteten Pfanne und dünsten darin Zwiebeln und Knoblauch an.
25 - Zwiebeln & Knoblauch anschwitzen / Braise onion & garlic lightly

Ist beides gut angedünstet, geben wir die halbierten Artischockenherzen hinzu und lassen sie für einige Minuten mit anbraten,
26 - Artischocken anbraten / Fry artichokes lightly

gefolgt von den Tomaten, die ebenfalls ein bis zwei Minuten angedünstet werden.
27 - Tomaten dazu geben / Add tomatoes

Schließlich schalten wir die Platte etwas herunter und gießen unsere Ei-Mischung mit in die Pfanne
28 - Eimischung dazu gießen / Add egg mix

wo wir sie sechs bis acht Minuten stocken lassen sollten.
29 - Stocken lassen / Let cease

Eigentlich wollte ich danach das ganze Omelett auf einen Teller gleiten lassen und von dort umgedreht wieder auf die Pfanne bugsieren, um so auch die andere Seite anzubraten. Doch wie einleitend erwähnt ist mir meine Variante an dieser Stelle zerbröselt, womit aus dem Omelett ein Rührei wurde – aber vielleicht hat der eine oder andere an dieser Stelle ja mehr Glück.
30 - Auf Teller gleiten lassen / Put on dish

Nach dem wenden braten wir auch die andere Seite für vier bis fünf Minuten auf leicht reduzierter Stufe an.
31 - Andere Seite anbraten / Fry other side

In der Zwischenzeit können wir auch unseren Schafskäse würfeln
32 - Schafskäse schneiden / Cut feta

und ihn noch in der Pfanne auf dem Gericht zu verteilen
33 - Schafskäse aufstreuen / Add feta

wo er etwas anschmelzen kann.
34 - anschmelzen lassen / melt cheese lightly

Anschließend brauchen wir das Gericht nur noch mit der restlichen Petersilie garniern und servieren.
35 - Rührei mit Artischockenherzen & Kirschtomaten / Eggs with artichoke heart & cherry tomatoes - Serviert

Auch wenn das Gericht als vollständiges Omelett visuell mit Sicherheit mehr hergegeben hätte, brauchte es sich was den Geschmack anging absolut nicht zu verstecken. Die Kombination aus knackigen angebratenen Artischockenherzen, fruchtigen Kirschtomaten, würziger Eimasse und der Garnitur aus leicht salzigem Schafskäse erwies sich als überaus gelungen und lecker. Dabei zeigte sich, das die Zugabe von Tomatenmark der Eimasse ein ebenfalls leicht fruchtiges Aroma verpasste, das wunderbar mit den anderen Zutaten harmonierte. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.

36 - Rührei mit Artischockenherzen & Kirschtomaten / Eggs with artichoke heart & cherry tomatoes - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich dieses Gericht sehen lassen. Meiner Berechnung nach kommt die Zubereitung auf 630kcal, bei zwei Portionen kommen wir also auf gerade mal 315kcal pro Portion. Dabei war es aber trotzdem angenehm sättigend wie ich feststellen durfte. Somit kann ich trotz des kleinen Unglücks beim Wenden auch mit dem Ergebnis heutigen Kochexperiments wieder durchaus zufrieden und das Rezept vorbehaltlos weiterempfehlen.

Guten Appetit

Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse & Oliven [09.10.2012]

Während die Asia-Thai-Theke heute mit Gerichten wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersoße oder Nua Pad Prik – Gebratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse in Chilisauce sowie einem wie üblich dritten Gericht lockte, fuhr die reguläre Küche heute gleich ein extrem breites Angebot an Gerichten auf. Neben einem Griechischen Gemüsetopf mit Schafskäse & Oliven bei Vitality, Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region und schließlich einem Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomatensauce und Gabelspaghetti bei Globetrotter und dem Special der Woche in Form von süßen und pikanten frisch zubereiteten Crêpes, heute die pikante Variante mit Pilzfüllung und Salatteller, fand sich auch noch ein weiteres Zusatzangebot in Form eines Schweinebratens mit Bratensauce und Salzkartoffeln. Zwar klang alles mehr oder weniger verlockend, doch ich entschied mich dann doch für den mit 461kcal angenehm leicht klingenden Griechischen Gemüsetopf, der neben einer Garnitur mit Schafskäse auch noch mit einem Stück Fladenbrot serviert wurde. Und einen kleinen Becher Aprikosenquark konnte ich mir bei solchen Werten durchaus auch noch gönnen.

Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse & Oliven / Vegetable stew greek style with feta & olives

Das Gericht bestand aus einer bunten Gemüsemischung mit Möhren, Erbsen, Broccoli, Lauch, Auberginen, schwarze Oliven, Zwiebeln, geschälte Tomaten und einigen Stücken Blumenkohl, die in einer mit zahlreichen Kräutern wie Rosmarin und Thymian versehenen Gemüsebrühe angemacht waren. Ein angenehm würziges und vor allem sättigendes vegetarisches Gericht, dessen flüssigen Reste ich wunderbar mit dem zwar nicht mehr ganz knusprig frischen, aber dennoch sehr schmackhaften Stück Fladenbrot aufsaugen konnte. Ein sehr leckerer vegetarischer Gemüsetopf, an dem ich absolut nichts auszusetzen hatte – und auch der kaum gesüßte Fruchtquark mit seinen zahlreichen Aprikosen-Fruchtstücken gab keinerlei Anlass zu irgendwelcher Kritik.
Auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie üblich durch Beobachtung der anderen Auswahl der anderen Gäste erstellte, lag heute dann aber recht eindeutig das Putensteak “Picatta Milanese” auf Platz eins. Auf Platz zwei folgten meiner Meinung nach die Käsespätzle, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei. Platz vier belegte sich schließlich der Gemüsetopf und Platz fünf teilten sich die Crêpe und der Schweinebraten. Alle Angaben natürlich wie immer ohne Gewähr. Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass mein Griff zu einem griechischen Gericht absolut nichts mit dem heutigen Besuch der Bundeskanzlerin in Griechenland zu tun hat – die Herkunft des Gerichts und dieses Ereignis ist absoluter Zufall… 😉

Mein Abschlußurteil:
Griechischer Gemüsetopf: ++
Fladenbrot: ++
Aprikosenquark: ++

Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse & Oliven [23.08.2012]

Während die asiatische Küche heute mit Gerichten wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce und Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry lockte, fanden sich auch in der regulären Küche wieder einige überaus Gerichte. Zum einen bot man einen traditionell-regionalen Rindergulasch mit Semmelknödel an, aber auch das Tiroler Gröstl mit Spiegelei bei Globetrotter klang nicht übel und einen Moment überlegte ich bei diesem ursprünglich als Restegericht konzipierten Angebot zuschlage, entschied mich dann aber doch für den Griechischen Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven, das gemeinsam mit Fladenbrot in der Abteilung der Vitality-Gerichte auf der Speisekarte stand. Mit 451kcal pro Portion erschien mir dies ein angenehm leichtes und dem heißen Wetter angepasstes Gericht zu sein.

Griechischer Gemüsetopf / Greek vegetable stew

Ich hatte mir zwar mit Absicht auf die grünen Oliven verzichtet, die dieses Mal nicht im Gericht verkocht, sondern mit dem Schafskäse zusammen als Garnitur aufgetragen wurden, aber das dem geschmacklichen Gesamteindruck keinerlei Abbruch. Der Eintopf selbst bestand aus einer bunten Zusammenstellung aus verschiedenen Gemüsesorten wie Blumenkohl, Erbsen, Möhren, Zucchini, Broccoli und Aubergine, den man mit Thymianzweigen gewürzt und wie einleitend bereits erwähnt mit gewürfeltem Schafskäse garniert hatte. Gemeinsam mit dem aufgebackenen Stück Fladenbrot ein leckeres und vor allem angenehm sättigendes Gericht. Ich war mit meiner heutigen Wahl überaus zufrieden.
Bei der Allgemeinheit des Kantinenpublikums war der Geschmack heute mal wieder sehr durchwachsen, aber ich meinte dennoch erkennen zu können dass der Rindergulasch mit sehr knappen Vorsprung vor dem Gröstl Platz eins auf der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Nach dem Tiroler Gröstl mit Spiegelei auf Platz zwei folgten schließlich die Asia-Gerichte auf Platz drei und der griechische Gemüsetopf auf einem guten, aber dennoch nur vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Griechischer Gemüsetopf: ++
Fladenbrot: ++

King’s Döner im Döner King’s

Es muss schon eine Ewigkeit her sein dass ich mir das letzte Mal eines der beliebtesten Fastfood-Gerichte der Deutschen gegönnt habe: Den Döner Kebab. Das wollte ich heute mal wieder ändern.
Der Begriff Döner Kebap definiert im türkischen ja eigentlich nur drehendes Grillfleisch, wobei das Grillen am senkrechten Spieß wie es hier in Deutschland als Inbegriff des Döners Kebabs (oder umgangssprachlich einfach Döner) vor allem im anatolischen Raum der Türkei bereits lange Tradition hat. Ausgehend von Berlin, wo irgendwann Anfang der 70er Jahre der erste Döner Kebap angeboten worden sein soll, verbreiteten sich dieses Gericht bald über ganz Deutschland und wurde schon bald durch Dinge wie Dürüm Döner (gerollter Döner), Lahmacun (türkische Pizza), Pide, Falafel und weitere Gerichte der nahöstlichen Küche ergänzt. Und nicht nur in Deutschland ist das mit durchschnittlich 615kcal nicht gerade leichte Gericht aus dem Fastfood-Angebot heute nicht mehr wegzudenken, auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, den Benelux-Ländern, Großbritannien oder Italien findet dieses Gericht in den letzten Jahren immer mehr Freunde. Dabei ist Deutschland aber mit seiner Dichte an Döner Kebab Imbissbuden immer noch Spitzenreiter – in Berlin, das auch als Döner-Hauptstadt Deutschlands gilt, gibt es zum Beispiel alleine 1300 Dönerbuden, deutlich mehr als im türkischen Istanbul.
Da ich gerade mal wieder in Nordhessen unterwegs bin, wollte ich dem King’s Kebabhaus oder Döner King’s (stilecht mit grammatikalisch falschem Apostroph) in der Bahnhofstraße in Bebra mal eine Chance geben.

King's Kebabhaus

Aus dem Angebot der üblichen Fladenbrot-Döner und Dönerteller mit Pommes trat beim Lesen der Angebotstafel dabei vor allem der King’s Döner im Fladenbrot heraus, denn neben Dönerfleisch, Salat, Rotkohl, Zwiebel, Tomate, Tzatziki, Ezme (einer scharfen, türkischen Würzpaste) und Schafskäse war sollten hier auch Pommes mit verarbeitet werden. Döner-Teller mit Pommes Frites sind ja bekannt, aber im Fladenbrot verarbeitet war mir dies neu. Und für gerade mal 4 Euro konnte man da nicht viel falsch machen. Allerdings verzichtete ich auf die Ezme. Nach der Bestellung wurden unsere Gerichte hinter der Theke des kleinen, mit nur zwei Tischen ausgestatteten Imbissraumes frisch zubereitet und eingepackt, so dass wir es in den eigenen vier Wänden genießen konnten. Und tatsächlich: Es wurde eine nicht unbeträchtliche Menge frisch frittierter Pommes Frites mit in das Fladenbrot getan.

King's Döner im Fladenbrot mit Pommes Frites

King's Döner

Und ich musste feststellen, dass es sich hier um eine wirklich sehr interessante und vor allem Schmackhafte Variation des Standard-Döners handelt. Zuerst hatte ich ja befürchtet, dass die Kombination von zwei Sättigungsbeilagen – nämlich Fladenbrot und Pommes Frites – das Ganze zu mächtig machen würde, doch das stellte sich glücklicherweise als voreilig heraus. Viel mehr ergänzten sich Rotkohl, Salat, Zwiebeln und Tzatziki geschmacklich wunderbar mit den Pommes und dem mageren Fleisch im hauchdünnen, knusprig aufgebackenen Pitabrot. Eine überaus interessante Variante, die ich absolut weiterempfehlen kann.
Wie ich im Rahmen der Recherche für diesen Beitrag des weiteren feststellte, ist die Beigabe von Pommes Frites zum Döner Kebab in Ländern wie Frankreich oder Großbritannien weitaus mehr verbreitet. In Frankreich lässt man dafür prinzipiell aber den Rotkohl weg und in der britischen Variante werden die Fritten mit Essig garniert. In Italien wiederum wird der Döner Kebab traditionell mit Mais und Oliven serviert. In der Türkei ist der Döner im Fladenbrot übrigens lange Zeit unbekannt gewesen, hier war eher die Variante des Dürüm Döner verbreitet, aber auch hier findet dieses Gericht nicht nur in den Tourismusgebieten wie an der türkischen Riviera immer mehr Freunde unter den Einheimischen. Somit mausert sich der Döner Kebab im Fladenbrot, ob nun mit oder ohne Pommes Frites, zum deutsch-türkischen Exportschlager. Daran konnten auch Rinderwahnsinn und Gammelfleisch-Skandal wenig ändern…