Gefüllter Schweinebauch [25.02.2010]

Heute war die Auswahl eigentlich ganz brauchbar wie ich zugeben muss. Während im Asia-Bereich “Asiatische Gemüse herzhaft gebraten mit Currysauce nach Quanton Art” und “Gaeng Phet Nua – Rindfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce” auf der Karte standen, bot man bei Vitality einen “Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven” an. Bei den traditionell-regionalen Gerichten lockte ein “Burgunderbraten mit Kartoffelknödel und Rotweinsoße” und als Globetrotter-Speise gab es schließlich noch “Griechische Bifteki mit Tzaziki, Zwiebeln und Tomatenreis“. Doch damit nicht genug: Außerdem stand als Sonderangebot noch unerwartet “Gefüllter Schweinebauch mit Knödeln” auf der Karte – ohne Frage die Reste vom Dienstag – und was mich letztlich dazu bewog dieses Gericht zu wählen ist mir im Nachhinein etwas schleierhaft. Da wie üblich kein Gemüse beilag, ergänzte ich das ganze mit einigen Böhnchen.

Gefüllter Schweinebauch

Dass man das Fleisch häufig in Sauce ertränkt bin ich ja schon gewöhnt. Aber auch die Komposition des Schweinebauchs selbst sagte mit heute nicht so zu. Am äußerem Rand befand sich als erster Kritikpunkt wohl noch Haut, die sich weder schneiden noch beißen ließ – wobei ich den Versuch des Abbeißens gleich unterließ, nachdem das Messer bereits versagt hatte. Auf der anderen Seite des Fleischstücks fanden sich des weiteren dünne Rippenstücke, die natürlich den Genuß weiterhin minderten. Über die dünne Fettschicht direkt unter der Haut sehe ich hinweg, denn da das Fleisch ansonsten relativ mager war konnte man sie gut einfach mit der Haut abtrennen. Das Fleisch selbst war auch ganz schmackhaft. Aber an der Füllung – wohl ohne Zweifel Gehacktes oder Mett – habe ich dann wieder etwas auszusetzen: Denn dies war mit einer ziemlich großen Menge Kümmel in Form von ganzen Kümmelkörner gewürzt. Und Kümmel gehört auch nicht unbedingt zu meinen Favoriten – aber im Notfall geht es schon. Sauce – wohl eine Rahmsauce – und die Kartoffelknödel waren aber in Ordnung. Auf Nachfragen hatte man mir hier sogar zwei Knödel aufgemacht, was meinen Missmut bezüglich des Schweinebauches etwas zu mindern vermochte. Die Bohnen wiederum waren mal wieder fast kalt und nicht wirklich ein Genuss. In der Summe also keine gute Wahl – ich wäre mit Bifteki oder Burgunderbraten eindeutig besser bedient gewesen.
Bifteki und Burgunderbraten waren in der Gunst der anderen Kantinenbesucher dann auch ganz vorne mit dabei, gefolgt von den Asia-Gerichten. Schweinebauch und Griechischer Gemüsetopf sah man eher selten. Beim Schweinebauch kann ich mir das nun auch erklären – und werde dies Gericht in Zukunft wohl nicht mehr wählen.

Mein Abschlußurteil:
Schweinebauch: +/-
Sauce: ++
Knödel: ++
Bohnen: +/-

Grillteller mit Röstinchen [18.02.2010]

Entgegen meiner gestern geäußerten Vermutung gab es heute keinerlei Reste vom gestrigen Aschermittwoch-Fischangebot, viel mehr hatte man eine reguläre Karte mit einem durchaus als interessant zu bezeichnenden Angebot. Da war zum einen der Asia-Ecke “Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce” oder “Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse“, was schon mal ganz interessant klang, aber mir war heute nicht nach Asiatischem. Außerem bot man an der Vitality-Theke einen “Kartoffelgulasch, pikant” an, die tradtionell-regionalen Gerichte lockten mit einem “Grillteller (Schwein, Pute, Rind, Speck, Würstl ) mit Grilltomate und Röstinchen” und als Globetrotter-Speise gab es ein “Hähnchenschnitzel im Knuspermantel auf Gemüsereis, dazu Curry-Kokossauce“. Obwohl sowohl der Kartoffelgulasch als auch das Hähnchenschnitzel verführerisch klangen, entschied ich mich dann doch für den traditonell-regionalen Grillteller, den ich mit einem Schälchen Möhrchen ergänzte und im Gegenzug dazu auf die Grilltomate verzichtete. Ich mag Tomaten zwar, aber doch lieber in verarbeiteter als in roher Form.

Grillteller & Röstinchen / mixed meat plate & potato patties

Sehr Fleischhaltig heute, das gebe ich zu – aber in der Summe eine wirklich sehr schmackhafte Zusammenstellung. Auf das Stück gekräuselten Bacon hätte man zwar durchaus verzichten können, dies war schnell und mit einem Haps weg und auch das Würstchen, wohl eine Bratwurst Nürnberger Machart, erwies sich eher als etwas für den hohlen Zahn – aber zusammen mit dem Stückchen Pute, Schwein und Rindfleisch und der Sauce sowie den Kartoffeltalern oder Röstinchen als Sättigungbeilage eine wirklich sättigende Portion. Das Fleisch war durchgehend noch einigermaßen heiß und zart im Biss. Und auch die Möhrchen waren nicht nur schön weich und zart, sondern auch in einer für die Gemüsetheke ungewöhnlich hohen Temperatur. Normalerweise kühlt das Gemüse hier trotz der Wärmelampen doch rasch herunter. Alles in allem ein wirklich leckeres, wenn auch nicht gerade kalorienbewußtes Mittagsmahl – ich bin mal wieder sehr satt geworden und geschmeckt hats außerdem noch.
In der allgemeinen Beliebtheit schien der Grillteller aber heute nur knapp vor dem Hähnchenschnitzel zu liegen – ich hatte einen deutlicheren Vorsprung erwartet. Aber auch die Asia-Speisen waren nah an der Spitzengruppe dran, und der Kartoffelgulasch fand ebenfalls seine Liebhaber. Auch schienen heute ziemlich viele Salatschüsseln als Hauptspeise auf den Tabletts zu stehen, mehr als es sonst der Fall war, der Eindruck kann aber auch täuschen. Natürlich naht der Frühling und da könnten auch viele wieder verstärkt auf ihre Figur achten – aber das sind natürlich nur Hypothesen, die ich hier keinesfalls belegen kann…

Mein Abschlußurteil:
Fleischmix: ++
Sauce: ++
Röstinchen: ++
Möhren: ++

Pikantes Reisfleisch [25.11.2009]

Das heutige Mittagsangebot war ungewöhnlich groß, denn zusätzlich zu den drei Standard-Asia-Gerichten (u.a. “Nasi Goreng – Gebratener Gorenreis mit verschiedenen Gemüsesorten” und “Pla Pad Ped- Gebackenes Fischfilet mit Chili Bratgemüse“) gab es wieder eine “Asiatische Suppe mit Glasnudeln, Gemüse und Hühnerfleisch“. Und auch zu den europäischen Gerichten – zum einen “Seelachsfilet im Pfirsich- Ingwer- Sud mit Kugel von Jasmin- Duftreis” bei den Vitality-Speisen, “Kartoffeltaschen mit Frischkäse gefüllt auf bunten Rahmgemüse” bei den traditionell-regionalen Mahlzeiten und “Gebratene Putenoberkeule auf Orangensauce mit Spätzle” bei den Globetrotter-Gerichten – gab es noch ein Tagesangebot in Form eines “Pikanten Reisfleisches vom Rind und Schwein“.
Ich war erst geneigt die Kartoffeltaschen zu nehmen, da diese mir das letzte mal ja so gut gemundet hatten, aber schließlich entschied ich mich dann doch noch um und wählte jenes Pikante Reisfleisch, welches ich mir noch mit einem Becherchen Tiramisu-Creme versüßte.

Pikantes Reisfleisch

Und ich muß sagen: Das Zeug war wirklich mehr als nur Pikant. Durch die Zugabe von grünen Pepperoni und wohl auch ein paar Scheiben roter Pepperoni hatte dieses Reisgericht eine wirklich mehr als nur aktzeptable Schärfe. Da konnte ich noch mal drüber weg sehen, dass die Qualität einiger weniger Fleischstücke – und davon waren angenehm viele in der Reismasse verborgen – negativ durch viel Fett auffielen. Der mit zwei Schoko-Kaffebohnenimitaten garnierte Nachtisch wiederum erwies sich als nicht so gelungen, denn auf der Creme hatte sich wohl durch zu lange Zeit an der Luft ein dicker, zäher Film gebildet, der den Genuß etwas minderte. Aber das Reisfleisch, wenn auch ein eher einfach zu kochendes Gericht, war wirklich sehr gelungen. So etwas kann es ruhig häufiger geben.

Mein Abschlußurteil:
Reisfleisch: ++
Tiramisucreme: +/-

Schweinekrustenbraten [29.10.2009]

Obwohl die “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl” aus dem Bereich “Vitality” mit Sicherheit die interessanteste Wahl gewesen wären und auch der “Saftiges Biergulasch vom Rind mit Serviettenknödel” bei den Globetrotter-Gerichten sehr interessant klang, entschied ich mich heute dann doch dazu mal wieder bei den traditionell-regionalen Gerichten zuzuschlagen und den “Knuspriger Schweinekrustenbraten mit Kartoffelknödel und Apfelblaukraut” zu nehmen. Das “Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in Süß-Saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art” oder das “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli – Zitronengrassauce” aus der Asia Wok Ecke reizten mich nicht sonderlich.

Krustenbraten mit Apfelblaukraut

Was ich erhielt erfüllte schließlich dann leider doch nicht ganz meine Erwartungen. Der Kartoffelknödel war natürlich vollkommen in Ordnung und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen. Aber den Krustenbraten rief einige Kritikpunkte hervor. Zum einen war die Kruste selbst – wohl die hart gebackene Haut des Schweines (ich meine Poren gesehen zu haben), aus meiner Sicht nicht essbar. Außerdem befand sich zwischen dieser Haut-Kruste und dem eigentlichen Fleischstück eine nicht unerhebliche Schicht wabbeligen Fetts, welches ich ebenfalls nicht mit verzehren wollte. Und das Fleisch selbst war an einigen Stellen ziemlich fest und trocken, was auch nicht gerade zum Genuß beitrug. Dabei sei noch erwähnt dass andere Kollegen, die ebenfalls dieses Gericht gewählt hatten es wohl besser getroffen hatten, denn ihre Teller waren nach Abschluß der Mahlzeit komplett leer. Nun ja – man kann ja leider nicht immer ins Schwarze treffen. Dennoch ärgere ich mich ein wenig, nicht doch die Gnocchi mit Austernpilzen und Walnussöl gewählt zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekrustenbraten: +/-
Apfelrotkohl: ++
Kartoffelknödel: ++

Hirtenbraten mit Bratkartoffeln [26.10.2009]

Die heutige Auswahl war mal wieder eher durchwachsen. Neben “Spinat-Gnocci mit Käsesauce” im Bereich der internationalen Gerichte, bei den Vitality-Speisen fanden sich “Gebratenes Tofu mit Salat” und schließlich einen “Hirtenbraten mit Ziegenkäse und Paprika-Füllung und Bratkartoffeln“. Für letzteren entschied ich mich und wertete das Gericht noch mit ein paar Möhren von der Gemüsetheke auf.

Hirtenbraten mit Bratkartoffeln

Bei dem Hirtenbraten handelte es sich offensichtlich um Schweinebraten, der mit einer Füllung aus Gehacktem, Zwiebeln, Ziegenkäse und Paprika gefüllt war. Mit einer knusprigen Kruste versehen fand ich ihn wirklich lecker, da konnte man über die paar kleineren fettigen Stellen hinweg sehen. Die Bratkartoffeln waren ebenfalls in Ordnung – es handelte um die Variante mit etwas Zwiebeln und Speck, allerdings ohne Ei. Dass ich die Möhren dazu genommen hatte erwies sich schließlich als gute Wahl, die weichen, kleinen Karotten gaben eine schmackhafte Ergänzung zu dem sonst schon annehmbaren Mittagsmenu. Mir hats geschmeckt, auch wenn es mit Sicherheit schon besseres in dieser Kantine gab.

Mein Abschlußurteil:
Hirtenbraten: ++
Bratkartoffeln: ++
Möhren: ++