Moo Pad Praw Wan [09.12.2010]

Irgendwie erschien mir heute der ideale Tag, mal einen Asia-Tag einzulegen. Zwar klang der Champignongulasch auf Vollkornspaghetti aus dem Bereich Vitality durchaus verlockend, aber zum vierten Mal hintereinander wollte ich dann doch nicht vegetarisch speisen. Der traditionell-regionale Sauerbraten vom Rind mit Kartoffelknödel wäre natürlich durchaus noch eine Alternative gewesen – natürlich mit zusätzlichen Gemüse versehen, aber die Rote oder weiße Currywurst mit Pommes Frites fiel natürlich aus kalorientechnischen Gründen aus. Aber wie einleitend erwähnt wollte ich ja heute eines der Gerichte von der Asia-Theke den Vorzug geben. Zur Auswahl standen neben Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüse in Hoi Sin Sauce auch Gebratene Garnelen mit verschiedenem Gemüse in Chili-Sauce heute auch Moo Pad Praw Wan – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce. Ich schwankte kurz zwischen Garnelen und dem süß-saueren Schweinefleisch hin und her, entschied mich aber aufgrund der Tatsache dass die Krabben mal wieder mit dem Schwanzpanzer serviert wurden dann doch für das Schweinefleischgericht. Dazu gab es wie immer mit etwas süßer Chilisauce garnierten Reis und außerdem einen Glückskeks.

Moo Pad Praw Wan

Ich hatte wie ich feststellen durfte lange kein Asia-Gericht mit Schweinefleisch mehr gehabt, auch wenn ich dieses Gericht selbst meiner Recherche nach in ähnlicher Form bereits im April diesen Jahres auf dem Tablett gehabt hatte. Ich hatte beim bestücken meiner Schale darauf geachtet, eine möglichst breite Auswahl des hingefügten Gemüses zu erwischen. Ich entdeckte unter den Zutaten Streifen grüner Paprika, Schoten, Karotten, Zucchini, Auberginen, Salat, Sprossen und einiges mehr – eine wie üblich bunte Zusammenstellung, die in Kombination mit dem paniert gebackenen Scheinefleischstücken und das süß-sauren Sauce ein mal wieder wirklich gelungenes Gericht ergaben. Ich war mal wieder sehr zufrieden und bereute meine Wahl nicht.
Bei der Allgemeinheit des Kantinenpublikums lag natürlich die Currywurst am höchsten im Kurs und belegte so auf der Beliebtheitsskala sehr eindeutig den ersten Platz. Die Asia-Gerichte lagen heute wohl auf Platz zwei, aber knapp gefolgt vom Sauerbraten und auf Platz vier schließlich dem Champignongulasch. Das entsprach auch in etwas meinen Erwartungen – ich kenne meine Mitesser ja inzwischen etwas… 😉

Mein Abschlußurteil:
Moo Pad Praw Wan: ++
Reis: ++

Gemischter Gulasch mit Rosenkohl & Serviettenknödeln [13.11.2010]

Gemischter Gulasch mit Rosenkohl & Serviettenknödeln / Mixed goulash with Brussels sprouts and dumpling

Heute gab es einen aus Schweine- und Rindfleisch bestehenden, pikanten Gulasch mit Rosenkohl und Serviettenknödel. Der Gulasch war wirklich sehr gut gelungen, vor allem was die Würzung angeht. Ein guter Gulasch kann für mich kaum pikant genug sein. Bei der gemeinsamen Zubereitung von Rind und Schwein muss man natürlich bedenken dass Rindfleisch in der Regel zum gar werden etwas länger braucht als Schweinefleisch, aber das lässt sich gutes Timing natürlich entsprechend regeln. Auch der Rosenkohl und der Serviettenknödel (Fertigware) erwiesen sich als sehr gelungen und passten gut mit dem Gulasch zusammen. Vielleicht hätte Rotkraut hier noch einen winzig kleinen Tick besser gepasst, aber auch Rosenkohl ist – zumindest aus meiner Sicht – auch immer wieder ein leckeres Gemüse.

Mein Abschlußurteil:
Gemischter Gulasch: ++
Rosenkohl: ++
Serviettenknödel: ++

Moo Pad Sam Rod [06.05.2010]

Heute war mal wieder ein Asiatisch-Tag angesagt. Nicht dass die reguläre Küche nicht interessante Angebote gehabt hätte – das “Piccata Milanese vom Schwein auf Gabelspaghetti mit Tomatensauce” aus dem Bereich Globetrotter hätte mir mit Sicherheit geschmeckt, beim traditionell-regionalen “Biergulasch vom Rind mit Semmelknödel” fehlte auch nur etwas Gemüse und für den Kalorienbewußten wären die “Zucchinipuffer mit Brokkoli und Tomate” genau das richtige gewesen. In der Asia-Theke lockten aber zum einen “Pad Pak Raum Medmamaung – Gebratenes Gemüse mit Cashewnüssen und Knoblauch in Sojasauce“, außerdem gab es noch “Verschiedene Fleischsorten mit gebratenem Gemüse” und schließlich “Moo Pad Sam Rod – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süßer Chilisauce“. Ich wählte die Schweinefleischstreifen und garnierte mir dieses Mal den Reis auch wieder mit Sambal Olek. Außerdem durfte natürlich der Glückskeks nicht fehlen.

Moo Pad Sam Rod - pork in sweet chili sauce

Wie eigentlich fast immer erwies sich das Asia-Gericht auch heute als gute Wahl. Neben den Schweinefleischstreifen fanden sich natürlich wieder reichlich verschiedene Gemüsesorten, darunter Karotten, Zucchini, Kohl und natürlich Sojasprossen. Die süße Chilisauce schließlich gab dem ganzen eine wirklich nur süßliche, nicht aber wirklich scharfe Note. Dabei sei anzumerken, dass eine leichte Schärfe natürlich auch vom Sambal Olek überdeckt wurde. Wie immer gab ich Fleisch und Gemüse zum Verzehr auf den Klebereis und verzehrte alles vermischt. Ob es sich bei dem Reis um geschälten oder eine andere Reissorte handelt – ungeschälter bzw. Vollkornreis wäre natürlich Ernährungstechnisch besser, aber auf die verwendete Reisart habe ich natürlich keinerlei Einfluß und eine Auswahl besteht nicht, da nur diese eine Sorte angeboten wird.
Während die Asia-Gerichte heute mal wieder auf einem soliden zweiten Platz in der Rangliste der allgemeinen Beliebtheit zu rangierten schienen, wurde der erste heute eindeutig vom Piccata Milanese belegt. Aber der Biergulasch lag meiner Ansicht nach dicht hinter den Asia-Gerichten und selbst die Zucchinipuffer erfreuten sich entgegen meiner Annahme einer ziemlich großen Beliebtheit. Ich weiß gar nicht ob ich mit dem Piccata kalorientechnisch so erheblich viel schlechter gefahren wäre – aber letztlich bin ich auch mit dem Moo Pad Sam Rod auf sehr schmackhafte Art satt geworden.

Mein Abschlußurteil:
Moo Pad Sam Rod: ++
Reis: ++
Sambal Olek: ++

Moo Pad Praw Wan [01.04.2010]

Abgesehen vom “Zanderfilet in Mandelbutter mit Petersilienkartoffeln“, den ich schon mal hier probiert hatte, gab es heute im regulären Menubereich nichts, was mich besonders reizte. Weder die “Eier in Senfsauce” noch die “Zucchini mit Hackfleisch gefüllt, dazu Gemüsereis” sahen besonders verlockend aus. Also wandte ich mich mal wieder dem Asia-Bereich zu und fand dort neben “Gebackene Ananas und Banane” und “Gebratene verschiedene Fleischsorten mit Asia-Gemüse in Erdnuss-Sauce” auch “Moo Pad Praw Wan – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süss-saurer Sauce“, was mir letztlich am verlockensten erschien. Dazu gab es wie immer eine Schale Reis, welche ich mir noch mit zusätzlich etwas Sambal Olek würzte sowie einen kostenlosen Glückskeks.

Moo Pad Praw Wan

Versehen mit reichlich Gemüse, darunter Karotten, Kohl, Paprika und Zucchini fanden sich in der angenehm süß-sauren Sauce reichlich Stücke von gebackenen, wohl mit einem dünnen Teigmantel versehene Stücke von Schweinefleisch, die allerdings für den Verzehr meiner Meinung nach doch etwas sehr groß geraten waren. Zum Glück hatte ich mir vorsorglich ein Messer mitgenommen und konnte sie noch etwas zerteilen, bevor ich sie aß. Mit dem Reis zusammen erwies sich die Portion wirklich als sehr gewaltig – bei einem Preis von gerade mal etwas mehr als drei Euronen. Ich musste gegen Ende tatsächlich etwas kämpfen, aber schaffte dann doch alles.
Als klarer Favorit unter den Kantinengästen zeichnete sich meiner Beobachtung nach heute wohl der Zander ab, dicht gefolgt von den Asia-Gerichten und schließlich der gefüllten Zucchini und den Senfeiern. Die Zucchini wäre ja notfalls für mich auch noch gegangen, aber Senfeier ist etwas, mit dem man mich jagen könnte. In der Kantine hatte es heute eine nicht zu übersehende Fraktion gegeben, denen dieses Gericht offensichtlich geschmeckt hat. Aber Geschmäcker sind halt verschieden… 😉

Mein Abschlußurteil:
Moo Pad Praw Wan: ++
Reis: ++

Pfeffersteak vom Schweinenacken [11.11.2009]

Zum heutigen Mittwoch fanden sich neben “Mie Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit verschiedenem Gemüse nach Hong Kong Art” und “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit Gemüse in Kokosmilchsauce” bei den Wok-Gerichten im Bereich Vitality “Shrimps Currynudeln mit Gemüse und gebratem Scampi“, bei den traditionellen Gerichten “Pfeffersteak vom Schweinenacken mit Kartoffelecken und Gemüse” und in der internationalen Ecke “Lasagne al forno“. Klang eigentlich alles gut und ich hätte aufgrund der Shrimps wohl am ehesten die Currynudeln gewählt, aber visuell gab das Gericht dann doch nicht her was es versprach – vor allem weil die Nudeln jenen Tagiatelle vom gestrigen Coq au Vin entsprachen – und die Lasagne erschien, obwohl sie eindeutig der Renner des Tages war, auch nicht so verlockend. Daher wählte ich das Pfeffersteak, das ich mit einem kleinen Naturjoghurt mit roter Grütze komplettierte.

Pfeffersteak vom Schweinenacken

Der Schweinenacken ist ja, wie wir alle wissen, die vordere Verlängerung des Kotlettstrangs beim Schwein bis zur vierten oder fünften Rippe und ist mit 10-15% stark mit Fett durchwachsen, aber gerade deswegen auch sehr saftig und aromatisch. Dies traf auch hier zu – wobei sich das Fett glücklicherweise bei meinem Stück in Grenzen hielt. Mit der Sauce, die mit einigen ganzen Pfefferkörnern gespickt war, mundete es wirklich vorzüglich. Auch bei den Kartoffelspalten bzw. Ecken kann ich kaum Kritik anbringen, sie waren noch angenehm heiß, außen knusprig und innen schön weich. Nur das Gemüse aus Karotten, Erbsen, BohnenBlumenkohl und Schwarzwurzel war bereits etwas abgekühlt und daher nicht mehr ganz so ein Genuß. Aber in der Summe ein durchaus als gut zu bewertendes Mittagsgericht. Der kleine Joghurt, in dessen Grütze sich neben Erdbeeren auch Heidelbeeren zu tummeln schienen, war zwar keine notwendige, aber dennoch eine leckere Ergänzung.

Mein Abschlußurteil:
Pfeffernackensteak: ++
Kartoffelecken: ++
Gemüse: +
Naturjoghurt mit roter Grütze: ++