Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat [21.07.2010]

Nachdem ich ja gestern bereits asiatisch gespeist hatte, ließ ich heute die dortigen Angebote “Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry” und “Patrt Pad Prug – Fisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in scharfer Basilikumsauce” links liegen und wandte mich der regulären Küche zu. Die “Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln” als traditionell-regionales Gericht klangen dort zwar schon mal ganz lecker, erschienen mir aber zu kalorienreich. Ebenso ging es mir mit dem “Piccata Milanese vom Schwein auf Gabelspaghetti mit Tomatensauce“, das ich in ähnlicher Form hier übrigens schon mal probiert habe und ebenfalls sehr verlockend erschien, aber doch etwas zu umfangreich erschien. So entschied ich mich mal wieder für das Vitality-Gericht: “Gebratenen Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln“. Sonst gab es nichts – auch gegen einen Nachtisch entschied ich mich nach kurzem zögern.
Seelachsfilet im Tomatenbett mit Spinat
Da der Fisch ja schon tot und zerlegt war, verstand ich nicht ganz, warum der Teller halb mit Wasser geflutet war. 😉 Aber mal im Ernst: Die Thekenkraft hätte beim aufladen des geschmacklich angenehm fruchtigen Betts aus Tomaten und Zwiebeln ruhig etwas die Brühe abtropfen lassen können. Auf dem Tomatenbett fand sich schließlich das Stück Seelachs, welches von einer großen Portion Blattspinat in der Zubereitung, die wir bereits von der Farmerkartoffel vom Montag her kennen. Prinzipiell war dies zwar zart und wohlschmeckend, aber leider kann ich heute trotz der guten Qualität keinesfalls volle Punktzahl geben, denn in dem Stück Seelachs fanden sich dieses Mal ziemlich viele kleine bis mittlere Gräten. Daher kann ich trotz allem hier keine volle Punktzahl geben. Als Sättigungsbeilage lagen dem ganzen kleine Salzkartoffeln bei, an denen ich absolut nichts auszusetzen hatte. Bis auf die Sache mit den Gräten war das Gericht meiner Meinung nach mit 331kcal oder 8 WW ProPoints sowohl ein gutes als auch leichtes Sommergericht.
Der große Renner unter dem Kantinenpublikum war heute aber wie nicht anders zu erwarten das Piccata Milanese. Auf Platz Zwei lagen meiner Meinung nach die Käsespätzle, aber eng gefolgt von den Asia-Gerichten. Der Seelachs kam knapp danach und erfreute sich auch einer gewissen Beliebtheit, lag aber dennoch aus meiner Perspektive doch hinter den anderen Gerichten. Die Frage die sich mir aufzwingt ist natürlich, ob ich bei Fischgerichten ohne “Filet” im Namen nicht sowieso eher mit Gräten rechnen sollte. Zumindest hielt die Sättigung dieses Mal angenehm lange an.

Mein Abschlußurteil:
Seelachs: +
Tomatenbett: ++
Blattspinat: ++
Kartoffeln: ++

Orangenpochierter Seelachs [28.04.2010]

Während heute im Asia-Bereich “Nasi Goreng – gebratener Gorengreis mit verschiedenen Gemüsesorten” oder “Pla Pad Ped – gebratenes Fischfilet mit Chili-Brategemüse” angeboten wurde – wobei mich vor allem das Pla Pad Ped reizte, welches ich ja hier und hier schon mal probiert hatte, gab es auch im Bereich der regulären Küche einige interessante Angebote. Am verlockendsten klang da natürlich das heutige Globetrotter-Gericht in Form von “Griechischem Gyros mit Pommes Frites und Tzatziki“, ich sah aber davon ab, da das Kalorientechnisch natürlich eine absolute Katastrophe gewesen wäre. Da klangen die “2 Stück gebackene Camembert mit Preiselbeeren und Salatgemüse” schon besser, welche als traditionell-regionales Gericht auf der Karte standen. Aber das wurde noch überboten von dem “Orangenpochierten Seelachs an Linsenreis mit Gemüsekonfetti“, das heutige Angebot in der Sektion Vitality, welches ich hier und hier schon mal probiert und für gut befunden hatte. Das ganze wertete ich noch mit einem Schälchen mit Mischgemüse auf.

Orangenpochierter Seelachs / orange poached coalfisch

Wie man schnell sieht bestand das “Gemüsekonfetti” hier nur aus einigen kleinsten Gemüsestücken, darunter Zucchiniwürfelchen und Karotten, die zusätzlich zu den Linsen dem Reis – ich denke es handelte sich hierbei um Vollkornreis – untergemischt waren, welcher in der Summe aber sehr schmackhaft und vor allem reichlich vorhanden war. Dazu gab es ein ebenfalls angenehm groß geratenes, pochiertes Stück grätenfreien Seelachsfilets, das mit einer fruchtig nach orange schmeckender Sauce garniert war. Wirklich ein weiteres mal ein sehr gelungenes Gericht, welches mir sehr gut mundete. Und auch am zusätzlich gewählten Gemüse, bestehend aus Erbsen, Karotten, Blumenkohl und Bohnen, gab es nichts auszusetzen.
Wie eigentlich vorauszusehen war, erwies sich das Gyros mit Pommes heute als die mit Abstand beliebteste Speise unter den anderen Gästen des Betriebsrestaurants. Mit einigen Abstand folgten die Asia-Speisen und schließlich der Camembert und der Seelachs, wobei ich bei diesen beiden keinen deutlichen Favoriten ausmachen konnte. Für mich war der Seelachs aber heute eindeutig eine sehr gute Wahl gewesen – ein leichtes und sehr leckeres Gericht, dass ich jederzeit wieder wählen würde.

Mein Abschlußurteil:
Orangenpochierter Seelachs: ++
Linsenreis: ++
Mischgemüse: ++

Seelachsfilet mit Jasmin-Duftreis [10.03.2010]

Nachdem ich gestern mit Wiener Schnitzel und Pommes ja kalorientechnisch gesündigt hatte, wollte ich heute doch etwas leichteres zu Mittag bestellen. Das “Putenschnitzel mit Pilzrahmsauce an Eier-Knöpfle“, welches heute bei den Globetrotter-Speisen angeboten wurde erschien mir dazu gerade wegen der Rahmsauce etwas zu gewaltig. Bei den “Ravioli mit Käsefüllung in Ruccula-Kräutersauce” als traditionell-regionales Gericht erschien mir da gerade wegen das Käses auch nicht so optimal, auch wenn es durchaus lecker klang. Gut, ich hätte vielleicht auch die “Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton Art” oder “Son Sein Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse” aus dem Asia-Bereich probieren können, aber meine entgültige Wahl fiel dann doch auf das heutige Vitality-Gericht in Form eines “Seelachsfilet im Pfirsisch-Ingwer-Sud mit Kugel von Jasmin-Duftreis“. Mit 545kcal (11g Fett, 88g Kohlehydrate und 39g Eiweiß) erschien es mir das magerste der heutigen Gerichte, außerdem hatte ich etwas ähnliches mit Seehecht auch schon mal hier probiert und für gut befunden. Und heute dachte ich auch an das Gemüse (Grünzeug) und füllte mir eine kleine Schüssel mit Erbsen und Karottenwürfel dazu. Außerdem konnte ich dem Zitronen-Bananen-Mousse von der Dessert-Theke nicht widerstehen.

Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud

Leider erwischte ich eines der kleineren Fischfilet-Stücke erwischt, aber entgegen meiner Erwartung reichte es doch aus, um mich zu sättigen. Das Fleisch war zart und schmackhaft, ganz wie ich es bei Fischgerichten hier gewöhnt bin. Die wenigen Gräten die ich darin fand waren zwar nicht erfreulich, aber da man bei Fischgerichten ja fast immer damit rechnen muss und es auch nicht allzu viele waren, sah ich darüber hinweg. Der Pfirsich-Ingwer-Sud passte geschmacklich sehr gut zu dem Fisch wie ich feststellen durfte, wobei der Geschmack primär auf dem Ingwer lag und der Pfirsich nur am Rande eine Rolle spielte. Es erscheint auf dem Bild zwar als würde man den Fisch im Sud ertrinken, aber der Reis und Fisch sogen ihn fast vollständig auf. Beim Reis schmeckte man die Jasmin-Note aber deutlich heraus und das wertete den Klebereis geschmacklich noch etwas auf. Das Gemüse aus Erbsen und Karotten war ebenfalls in Ordnung, aber auch nicht mehr, da vor allem die Karottenwürfelchen bereits teilweise etwas matschig gewesen sind. An den Erbsen gab es aber nichts auszusetzen. Den krönenden Abschluß bildete das Zitronen-Bananen-Mousse, welches auf einer Schicht frischer Bananenscheiben ruhend und mit einem Choco-Crossie garniert ein wirklich leckeres, wenn auch wie immer zu kleines Dessert bildete.
Leider bildete das Seelachsfilet in der Beliebtheit heute eher ein Schlusslicht, die Ravioli lagen meiner Meinung nach im hinteren Bereich noch etwas vor ihm. Die Asia-Speisen waren jedoch deutlich beliebter als diese beiden Speisen und das Putenschnitzel behauptete deutlich den ersten Platz. Auch an meinem Tisch war ich der einzige, der nicht das Putenschnitzel gewählt hatte, aber man muss ja auch nicht immer dem Herdentrieb folgen. Ich jedenfalls habe heute meine non-konformität nicht bereut. 😉

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: ++
Pfirsisch-Ingwer-Sud: ++
Jasmin-Duftreis: ++
Gemüse: +
Banane-Zitronen-Mousse: ++

Seelachsfilet mit Sauce Bérnaise [17.02.2010]

Passend zum heutigen Aschermittwoch hatte das Betriebsrestaurant sich wieder etwas besonderes ausgedacht. Auf dem Aushang stand unter dem Stichpunkt Tradition der Region nur “Bitte beachten Sie unsere Aschermittwoch Fischkarte!“. Dass Fisch zu Aschermittwoch Tradition ist war mir gar nicht so sehr bewußt, aber wenn man es hier im traditionsbewußten Freistaat Bayern so handhabt wird es wohl so ein. Auf der Fischkarte oder besser gesagt in der berühmten Essensvitrine fanden sich dann auch eine beachtliche Auswahl von Fischgerichten verschiedenster Coleur. Zum einen gab es einen “Fischburger mit Pommes” für die Fastfoodbegeisterten, außerdem einen großen Teller “Miesmuscheln” und des weiteren auch “Seelachfilet mit Sauce Bernaise und Tomatennudeln” und schließlich “Paniertes Fischfilet mit Remoulade und Kartoffelsalat“. Im Bereich Vitaliy gab es zusätzlich “Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse” und bei den Globetrotter-Speisen “Gebratene Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Spätzle“. Damit aber nicht genug: Bei den Asia-Menus bot man außerdem “Kal Tzau Min – Eierreis gebraten mit verschiedenem Gemüse nach Shanghai Art” und “Praw Wan Plah – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süß saurer Sauce” an. Da fiel die Wahl natürlich schwer und ich muß an dieser Stelle zugeben dass ich mit dem Gedanken spielte mich einmal an die Miesmuscheln heran zu wagen, denn ich muß offen und ehrlich zugeben dass ich diese noch nie probiert habe. Aber ob ein Betriebsrestaurant die allerbeste Wahl ist sich an so etwas heran zu wagen? Gut sagen sie ja aus, aber ich entschied mich dann doch für den Lachs mit Sauce Bernaise, den ich mit einem Müsliquark ergänzte.

Seelachsfilet mit Sauce Bernaise

Ich bereute meine Wahl nicht, denn das Lachsfilet war nicht nur riesig, sondern auch sehr zart, grätenlos und wirklich lecker. Ob Sauce Bérnaise zu Fisch passt war mir bis dahin nicht bewusst, aber die Soße aus Butter, Eigelb, Weinessig, Weißwein und Kräutern erwies sich als doch irgendwie passend zu dem Lachsfilet, das auf der unteren Seite auch noch die komplette Haut besaß. Und auch die mit Tomatensauce garnierten Schmetterlingsnudeln (Farfalloni) erwiesen sich als wirklich passende Sättigungsbeilage zu der Gesamtkomposition. Ich bin durch die immense Größe und die Menge mehr als nur satt geworden und hätte den leicht nach Banane schmeckenden Fruchtquark mit Müsligarnitur eigentlich nicht mehr benötigt – verzehrt habe ich ihn aber dennoch und er erwies sich als durchaus schmackhaft, auch wenn sich die Quarkmasse von der Konsistenz her als sehr fest erwies, was das untermischen der Müslis etwas erschwerte.
Einen deutlichen Favoriten unter den anderen Besuchern heute herauszupicken fällt mir wirklich schwer, ich würde aber sagen dass Putenoberkeule und Fischburger ganz vorne mitspielten, Fischfilet mit Kartoffelsalat, Asia-Speisen und Seelachs eng auf. Danach kamen wohl die Farmerkartoffeln. Bei den Miesmuscheln hatte ich erst gezweifelt ob sie überhaupt jemand genommen hatte, aber kurz bevor ich die Kantine verließ entdeckte ich noch vier Besucher, die sich an den Muscheln gütlich taten. Die große Frage ist ob man bei der eher geringen Menge Fleisch in so einer Muschel wirklich satt wird – aber ich werde das bei Gelegenheit auf jeden Fall mal testen – vielleicht gibt es ja morgen die Reste…

Mein Abschlußurteil:
Lachsfilet: ++
Sauce Bérnaise: ++
Tomatennudeln: ++
Müsliquark: ++

Orangepochierter Seelachs [10.02.2010]

Zwar klang das “Griechisches Gyros mit Pommes frites, Zwiebeln und Tzaziki“, das man in der Sektion Globetrotter anbot sehr verlockend, aber ich weiß ja dass die Pommes Frites meistens eher labbrig und salzarm sind, daher wollte ich mich heute anders entscheiden. Der “Tellerrösti mit Gemüse und Käse überbacken” bei den traditionell-regionalen Speisen klang zwar ganz gut, sah aber meiner Meinung nach nicht sooo toll aus – und auf “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Spezial Sauce” oder “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austersauce” hatte ich auch nicht so große Lust, also wählte ich schließlich den “Orangenpochierten Seelachs an Linsenreis mit Gemüsekonfetti” aus dem Bereich Vitality. Etwas ähnliches hatte ich auch schon einmal hier gehabt und die Wertung war eigentlich ganz ausgefallen – außerdem ist Fisch ja gesund – warum also nicht. Als Ergänzung und Dessert landete außerdem noch einen Becher Grießpudding.

Orangenpochierter Seelachs

Ich hatte zwar gesehen dass man auf dem Ausstellungsteller in der Vitrine, in der man die Speisen ja bei uns bewundern kann bevor man sich entscheidet, den Reis zu Kugeln geformt hatte, aber dass man das dann auch für den Endverbraucher tut hatte ich bezweifelt. Doch weit gefehlt – der Mitarbeiter der die Teller belud machte sich tatsächlich die Mühe und portionierte wie man auf dem Bild ja sieht den Reis in drei kleinen Portionen in Kugelform. Dazu kam dann noch das angenehm große Stück Seelachs und schließlich die Sauce. Zwar fand ich in dem Fisch natürlich einige haarfeine Gräten, aber bei nicht weiter verarbeiteten Fischfilet nie ganz zu verhindern und soll die Beurteilung hier nicht negativ beeinflussen. Der Fisch selbst war angenehm zart und wohlschmeckend wie ich fand, wobei die Sauce mit leichtem Orangengeschmack dem ganzen noch eine passende, leicht fruchtige Note gab. Dazu gab es den Reis, den man mit verschiedenen Gemüsesorten in kleinster Form, darunter Karotten, Paprika und Zwiebeln vermischt und aufgewertet hatte. In der Summe ein sehr leckere Gericht und dieses Mal reichte auch der Reis, dessen geringe Menge ich beim letzten Seelachsgericht dieser Art bemängelt hatte. Der Grießpudding schließlich, der einen leicht vanilligen Geschmack hatte, schloß das Mahl schließlich ab.
Als großer Renner heute hatte sich natürlich das Gyros mit Pommes klar an die Spitze gesetzt. In der Beliebtheit weitaus niedriger standen dabei die Asia-Speisen, der Seelachs und schließlich der Gemüserösti. Hatte ich wenn ich ehrlich bin auch nicht anders erwartet. Bei Gyros sagen wohl die wenigsten nein – außer man befürchtet wie ich eine eher schlechte Pommesqualität. 😉

Mein Abschlußurteil:
Seelachs: ++
Orangesauce: ++
Reis mit Gemüsekonfetti: ++