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Eintopf Gärtner Art – das Rezept

Monday, June 13th, 2011

Heute gelang mit mal wieder ein kleines Kochexperiment, dass es mir wert scheint hier dokumentiert zu werden. Mein Vorrat an verschiedenen Gemüsesorten war ziemlich riesig, so dass ich mich dazu entschied möglichst viele dieser eher kürzer haltbarer Zutaten zu verbrauchen. Was eignet sich da besser als ein Eintopf Gärtner Art – sozusagen ein Quer-Garten-Gericht – dass ich noch mit etwas Fleisch aufwertete. Und das Ergebnis war wirklich sehr lecker, so dass ich es nicht versäumen möchte dieses Gericht hier zu dokumentieren:

Was brauchen wir also für ca. 3 Portionen?

1/2 Bund Frühlingszwiebeln
01 - Zutat Frühlingszwiebeln

1 kl. Blumenkohl (ca. 250g)
02 - Zutat Blumenkohl

1 Stück Sellerie (ca. 200 – 250g)
03 - Zutat Sellerie

2 Möhren
04 - Zutat Möhren

4 Kartoffeln (400g)
05 - Zutat Kartoffeln

2 Tomaten
06 - Zutat Tomaten

1-2 Zehen Knoblauch
07 - Zutat Knoblauch

2 TL 8-Kräuter-Mischung
06 - Zutat 8-Kräuter-Mischung

100g Speck
09 - Zutat Speck

einige Stengel Petersilie
08 - Zutat Petersilie

1 Pfefferbeißer
10 - Zutat Pfefferbeißer

500ml Gemüsebrühe
11 - Zutat Gemüsebrühe

Außerdem brauchen wir noch zum anbraten etwas Olivenöl sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Muskatnuß, Bohnenkraut, Kreuzkümmel und Oregano. Optional kann man auch noch etwas Speisestärke hinzufügen – ich mag es halt von der Konsistenz etwas dicklicher.

Zuerst bereiten wir alle Zutaten vor:

Wir schälen die Kartoffeln und schneiden sie in Würfel,
12 - Kartoffeln würfeln

waschen die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe (wobei wir etwas der grünen Stengel zum garnieren zurückbehalten),
13 - Frühlingszwiebeln in RInge schneiden

schälen die Möhren und schneiden sie in dünne Scheiben,
14 - Möhren schneiden

waschen den Blumenkohl und zerpflücken ihn in Röschen,
15 - Blumenkohl zerpflücken

schälen die Knollensellerie und schneiden sie in feine Würfel
16 - Sellerie fein würfeln

und häuten, entkernen schließlich noch die Tomaten und schneiden sie in Würfel.
17 - Tomaten häuten und würfeln

Nun können wir mit dem eigentlichen Kochprozess beginnen. Zuerst braten wir den Speck rundherum in etwas Olivenöl an und pressen dann die Knoblauchzehen hinzu.
18 - Speck anbraten und Knoblauch hinzu

Anschließend geben wir das die geschnittenen Frühlingszwiebeln hinzu und dünsten sie kurz mit an.
19 - Frühlingszwiebeln anschmoren

Dann folgen Möhrenscheiben,
20 - Möhren beigeben

die Selleriewürfel,
21 - Sellerie hinein

die Kartoffelwürfel
22 - Kartoffeln hinzu

und der Blumenkohl. Alles zusammen dünsten wir für einige Minuten bei mittlerer Stufe und unter ständigen Umrühren im Topf an.
23 - Blumenkohl rein

Anschließend gießen wir alles mit der Gemüsebrühe auf
24 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

und würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer sowie der gehackten Petersilie,
25 - Petersilie einstreuen

außerdem rühren wir 2 TL der 8-Kräuter-Mischung, Oregano, Bohnenkraut, einer Prise Kreuzkümmel und etwas Muskatnuss ein.
26 - Mit Muskatnuss würzen

Jetzt geben wir noch die gewürfelten Tomaten hinzu
27 - Tomaten beifügen

lassen es kurz aufkochen und für 15 bis 20 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.
28 - aufkochen lassen

Zwischendurch schneiden wir auch den Pfefferbeißer und rühren ihn in den Topf.
29 - Pfefferbeißer hinzufügen

Sobald das Gemüse durchgekocht ist, streuen wir – wenn es beliebt – noch 2 TL Speisestärke ein, lassen es für einige weitere Minuten köcheln
30 - Speisestärke einrühren

und können das Gericht schließlich servieren, wobei wir es mit ein paar Ringen der Frühlingszwiebel-Stengel garnieren. Das hat hier nicht nur einen visuellen Effekt, sondern schmeckt meiner Meinung nach auch vorzüglich.
31 - Eintopf Gärtner Art - Fertiges-Gericht

Ich fand ihn sehr “gemüsig” und angenehm pikant in seiner Würze. Alle Gemüsesorten waren gut durchgekocht und harmonierten meiner Meinung nach gut miteinander. Die Tomatenstücke waren dabei im Rest es Eintopfes aufgegangen und gaben der Sauce eine rötliche Färbung sowie einen leicht tomatigen Geschmack.

32 - Eintopf Gärtner Art - CloseUp

Für eine vegetarische Variante kann man natürlich die Fleischkomponenten einfach weg lassen – ich denke aber dass man dann etwas kräftiger mit Pfeffer würzen muss, den die geschnittenen Pfefferbeißer hatten den Eintopf noch gut nachgewürzt. In der Summe ein leckerer Eintopf, der gut zum aktuell eher kühleren Wetter passt – und eignet sich gut zur Verwertung verschiedener Gemüsesorten.

Guten Appetit

Hähnchenbrust mit Mangold und Paprika [20.05.2011]

Friday, May 20th, 2011

Heute fiel mir die Wahl recht leicht, denn weder die Dampfnudel mit Vanillesauce bei den traditionell-regionalen Gerichten sowie der Gebackene Seelachs mit Kartoffelsalat und Remoulade bei Globetrotter waren schon mal eindeutig nichts für mich. Blieben noch die die Hähnchenbrust gefüllt mit Mangold und Paprika, dazu Wildreismix bei Vitality – etwas gleichartiges hatte ich hier schon einmal verzehrt – oder eines der Angebote an der Asia-Thai-Theke, wo heute u.a. Lu Han Zai – Gebratenes Chinagemüse in Spezialsauce und Nue Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer (was ich hier und hier schon mal versucht hatte). Nach kurzem abwägen fiel die Wahl schließlich auf die gefüllte Hähnchenbrust, die ich mir noch mit einer kleinen Schale Spinatcremesuppe ergänzte.

Chicken breast filled with paprika and mangold + spinach cream soup / Hähnchenbrust, gefült mit Paprika und Mangold + Spinatcremesuppe

Hauptkomponente dieses Gerichtes war eindeutig das saftig-zarte Hähnchenbrustfilet, das nicht nur mit einem zarten Paprikasteifen und etwas Mangold gefüllt war, sondern auch mit einer leckeren Kombination aus Paprikapulver und weiteren Gewürzen garniert war. Und neben der Sättigungsbeilage aus normalen geschälten und wilden Reis fand sich auch noch eine würzige-pikante Mischung aus klein geschnittenen Zucchini-, Möhren- und Staudensellerie-Gemüse. auf dem Teller. Alles zusammen eine sehr leckere Kombination, bei der ich nichts zu bereuen brauchte. Zur Sättigung war das würzig-cremige Spinatsüppchen mit reichlich Blattspinat nicht mehr unbedingt nötig gewesen, aber dennoch sehr lecker.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag heute meiner Meinung nach aber der Seelachs mit Kartoffelsalat am höchsten in der Gunst und belegte so den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei würde ich die Asia-Gerichte einordnen, knapp gefolgt von der Hähnchenbrust mit Mangold und schließlich der Dampfnudel mit Vanillesauce. Auch zum Wochenabschluss hier mal wieder keine Überraschungen, diese Verteilung entsprach genau dem was ich erwartet hatte.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust mit Paprika und Mangold: ++
Wildreis-Mix: ++
Gemüsemischung: ++
Spinatcremesuppe: ++

Spaghetti mit Balsamico-Linsen [05.05.2011]

Thursday, May 5th, 2011

Nach dem Asia-Gericht gestern ließ ich heute die Gerichte aus dem dortigen Bereich, es standen Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Austernsauce und Gaeng Pad Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem rotem Curry auf der Karte, mal außen vor und wandte mich der regulären Küche zu. Das Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites aus dem Bereich Globetrotter klang zwar gut, war mir aber dann doch etwas zu Kalorienreich. Besser erschien mir da schon der traditionell-regionale Szegediener Rindergulasch mit Salzkartoffeln. Doch nach dem Burger von gestern Abend wollte ich heute dann doch lieber mal ganz kurz treten und entschied mich daher für die Spaghetti mit Balsamico-Linsen bei Vitality. Ein solches Gericht hatte mir ja hier, hier und hier schon mal gut geschmeckt, warum sollte es dieses Mal anders ein. Und das kleine Becherchen Walnuss-Mousse von der Nachtisch-Theke konnte ich mir auch noch leisten.

Spaghetti mit Balsamico-Linsen / Spaghetti with balsamico lentils

Die Ruccola-Blätter waren erschienen zwar schon ganz leicht zusammengefallen, aber das wirkte sich glücklicherweise nicht auf den Geschmack aus. Unter den Salatblättern fand sich eine schmackhafte Sauce aus braunen Linse, Möhrenwürfeln, Stangensellerie und Balsamico mit einer pikanten Würze – alles natürlich auf einer großen Portion Spaghetti-Nudeln. Wie immer sehr lecker und dank der Nudeln, die ja als Sattmacher bekannt sind, auch ein langfristig den Hunger bekämpfendes Gericht. Bei gerade mal 531kcal pro Portion kann man da wirklich nichts sagen, auch wenn kein Fleisch drin zu finden war. Da brauchte ich mir auch wegen der vielleicht 100g Walnuss-Mousse was die Nährwertbilanz angeht keine großen Gedanken zu machen.
Ganz wie erwartet lag dem Gros der anderen Kantinengäste der Geschmack heute aber eher nach dem Cordon bleu, welches mit klarem Abstand vor allen anderen Gerichten den ersten Platz in der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Den zweiten Platz würde ich den Asia-Gerichten zubilligen. Es folgte der Szegediener Rindergulasch auf Platz drei und die Spaghetti schließlich auf Platz vier. Hatte zwar erwartet dass das Cordon bleu das Rennen machen würde, aber dass dies es heute so deutlich tut hätte ich nicht gedacht.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti mit Balsamico-Linsen: ++

Lasagne al forno – das Rezept

Saturday, March 26th, 2011

Irgendwie war mir heute mal wieder nach Lasagne gewesen. Also wälzte ich einige Rezepte und stellte mir daraus ein eigenes zusammen. Dabei entschied ich mich dazu, möglichst wenig Fertigprodukte zu verwenden, welche die Zubereitung vielleicht vereinfacht hätten – wenn ich am Wochenende koche scheue ich selten den Aufwand einige Zutaten auch mal selbst zuzubereiten, ich finde das schmeckt einfach besser. Auch wenn die Verwendung von Béchamelsauce bei Lasagne wegen ihrer hohen Fettwerte immer gerne kritisiert wird und es durchaus Alternativen gibt, wählte ich hier jedoch die klassische Zubereitung mit dieser Sauce.
Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment: Einer Lasagne al forno, so zumindest die Bezeichnung hier in Deutschland. In Italien bezeichnet man diese Zubereitungsform wohl eher als Lasagne pasticciate bzw. Lasagne alla casalinga.

Was benötigen wir also für eine Auflaufform – das entspricht 3-4 Portionen (je nach Appetit).

Für die Bolognese-Schicht brauchen wir

300g Rinderhack / Mett / Faschiertes
01 - Zutat Rinderhack

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

130g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie

130g Möhren / Karotten
04 - Zutat Möhren

2 Knoblauchzehen
05 - Zutat Knoblauchzehen

75g durchwachsenen Speck
06 - Zutat Speck

1 Dose geschälte Tomaten (400g)
07 - Zutat geschälte Tomaten

1 TL Italienische Kräuter – eine Mischung aus roten Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grünem Knoblauch, Oregano und Thymian, die man auch als TK-Ware kaufen kann. Ich hatte mich hier für ein Produkt von Iglo im praktisch wiederverschließbaren Becherchen entschieden, gibts aber auch noch günstiger in einfachen Pappverpackungen. Wer will kann das ganze natürlich auch selbst mischen, ich wüßte aber jetzt auch Anhieb nicht wo ich grünen Knoblauch finden könnte… 😉

12 - Zutat Italienische Kräuter 13 - Zutat Italienische Kräuter - Packung

2 EL Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark

einen Schuß trockenen Rotwein
11 - Zutat Rotwein

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und Salz und Pfeffer nach Belieben zum Würzen.

Für die Bechamel-Sauce benötigen wir des weiteren

40g Butter
08 - Zutat Butter

40g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
09 - Zutat Mehl

250ml Milch (1,5% Fett)
10 - Zutat Milch

333ml Fleischbrühe
15 - Zutat Fleischbrühe

ca. 170ml fettreduzierte Sahne zum Kochen (200g)
16 - Zutat Sahne

75g Käse – ich nahm hier Edamer, es geht aber natürlich auch Gouda oder Emmentaler. Hinzu kommt natürlich noch eine weitere Menge Käse zum bestreuen der fertigen Lasagne
17 - Zutat Emmentaler

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Außerdem benötigen wir

ca. 6 Platten Lasagne – am besten die Variante ohne Vorkochen
18 - Zutat Lasagneplatten

Kommen wir nun zur Zubereitung. Die ersten Schritte ähneln grob meiner Bolognese-Sauce, ich habe aber einige Details hier geändert, daher gehe ich auf den kompletten Prozess ein.

Zuerst schälen, waschen und zerschneiden wir Knollensellerie und Karotten und zerkleinern sie sehr fein – ich verwendete hierzu die Küchenmaschine.

19 - Möhren raspeln 20 - Sellerie raspeln

21 - Gemüse geraspelt

Die Zwiebel schälen wir und würfeln wir fein. Ich hätte zwar auch hier wieder die Küchenmaschine nehmen können, ich finde aber dass Zwiebeln ihren Geschmack weitaus besser entfalten wenn man sie nicht allzu sehr zerkleinert.
22 - Zwiebel würfeln

Außerdem schneiden wir den Speck in kleine Würfel. Hier hätte man natürlich auch fertig gewürfelten Speck verwenden können, aber da ich diesen noch im Kühlschrank hatte und er verbraucht werden musste verarbeitete ich ihn vom Stück.
23 - Speck würfeln

Speck und Zwiebeln und in der Knoblauchpresse gepresste Knoblauchzehen braten wir nun in einer Pfanne oder einem Topf mit etwas Olivenöl an.
24 - Speck und Zwiebeln anbraten

Dann fügen wir das Rindergehackte hinzu und braten es krümelig an bis es gräulich wird.
25 - Gehacktes anbraten

Es folgen nun die 2 EL Tomatenmark, die wir unter das Gehacktes heben und kurz mit anschwitzen,
26 - Tomatenmark mit anschwitzen

dann geben wir die geraspelten Möhren und das Sellerie hinzu,
27 - Karotten und Sellerie hinzu

vermischen es gut mit den anderen Zutaten und braten es ebenfalls für einige Minuten mit.
28 - anbraten

Als nächstes geben wir die geschälten Tomaten samt Saft in die Pfanne und lassen sie kurz mit bruzzeln. Dabei sollte sie langsam etwas zerfallen, wenn nicht können wir mit einem Pfannenwender auch etwas nachhelfen.
29 - Tomaten rein

Nun geben wir den Teelöffel mit den italienischen Kräutern hinzu und heben sie unter
30 - Mit Kräutern würzen

um das ganze noch abschließend mit Salz und Pfeffer zu würzen.
31 - Mit Salz und Pfeffer würzen

Zum Schluss löschen wir alles mit einem Schuss Rotwein ab, mischen diesen gut unter und lassen es auf niedriger Stufe zu einer dicklichen Masse köcheln.
32 - Mit Rotwein ablöschen

Während die Bolognese vor sich hin köchelt, wenden wir uns der Zubereitung der Béchamelsauce zu. Dazu lassen wir zuerst die Butter in einem Topf zergehen
33 - Butter zerlassen

und geben dann unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen das Mehl nach und nach zu der Butter. Hier sollte das Ganze nach Möglichkeit nicht dauerhaft verklumpen, wenn es aber doch passieren sollte können wir alles durch ein feines Sieb pressen und dadurch wieder “entklumpen”.
34 - Mehl einrühren

Anschließend geben wir Fleischbrühe, Milch und Sahne in den Topf, vermengen alles gut mit dem Butter-Mehl-Gemisch und lassen es kurz aufkochen.
35 - Brühe, Sahne und Milch hinzu

Nachdem wir die Platte wieder auf eine niedrigere Stufe gestellte haben, geben wir den Käse hinzu und lassen in gelegentlichem Rühren in der Sauce schmelzen.
36 - Käse rein

Zuletzt würzen wir alles noch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (die ich hierzu frisch rieb) und lassen es kurz auf niedriger Stufe köcheln. Sobald die Masse eindickt, nehmen wir sie sofort von der Platte und stellen diese ab.
37 - würzen

Nachdem wir den Ofen auf 180Grad zum vorheizen eingestellt haben, kommen wir nun zur Schichtung unserer Lasagne. Dazu fetten wir mit etwas Butter eine Kasten- oder Auflaufform aus und bestreichen den Boden mit etwas von der Béchamelsauce.
38 - mit Bechamelsauce bestreichen

Dann legen wir den so bestrichenen Boden der Form mit Lasagneplatten aus, wobei die Sauce primär dazu da ist zu verhindern dass die Platten bei den folgenden Schritten hin- und her rutschen.
39 - Lasagneplatten hinein

Auf die Lasagneplatten geben wir eine dünne Schicht der Bolognesesauce
40 - Bolognemischung drauf

und bestreichen sie wieder mit Béchamelsauce.
41 - Mit Sauce bestreichen

Darauf kommt wieder eine Schicht Lasagneplatten
42 - weitere Schicht Platten

eine weitere Schicht Bolognese
43 - noch mal Bolognesmischung drauf

und wieder etwas Béchamel.
44 - Sauce darüber

Auf eine letzte Schicht von Lasagneplatten
45 - noch mal Lasagneplatten

geben wir dann den Rest der Bolognese-Mischung
46 - Rest Bolognese drauf

sowie noch einmal etwas Sauce
47 - Bechamelsauce

und bestreuen das Ganze dann mit geraspelten Käse.
48 - Mit Käse bestreuen

Ist der Ofen auf 180 Grad vorgeheizt, schieben wir die Form auf der mittleren Schiene ein und lassen sie dort für ca. 45-50 Minuten überbacken.
49 - Im Ofen überbacken

Ich war bei der ersten Schicht mit der Bolognese etwas zu großzügig umgegangen, daher reichte es nicht mehr ganz für die obere Schicht – wenn man aber etwas sparsamer damit umgeht, reicht die Menge meiner Einschätzung genau für eine klassische Drei-Schichten-Lasagne.

Sobald der Käse geschmolzen und schon goldbraun gebacken ist, hier ist natürlich auch Augenmaß und nicht nur die Vorgabe von 45 Minuten maßgeblich, können wir die Lasagne aus dem Backofen entnehmen.
50 - fertige Lasagne

Am besten lassen wir sie nun vor dem Anschneiden für einige Minuten ruhen, da sie wie mehrere Rezeptschreiber in meinen Quellrezepten warnten, ansonsten zusammenfällt. Habe ich zwar noch nie erlebt, aber ich hielt mich dennoch dran – schaden konnte es jedenfalls nicht. Nach kurzer Ruhezeit können wir den Inhalt der Form leicht mit Hilfe eines Pfannenwenders zerteilen und servieren.
51 - Lasagne - serviert

Meine Kreation erwies sich bereits nach den ersten Bissen als mehr als nur gelungen – nein – sie war absolut genial geworden und zählte wohl zu einer der besten Lasagnen die ich jemals verzehrt habe. Ob das nun die Kräuter, die Béchamelsauce oder einfach nur die Kombination war, die diese Lasagne so herausragend hatte gelingen lassen kann ich dabei leider nicht sagen, aber der Geschmack war wirklich einmalig. Ich hätte mich regelrecht reinknien können, aber mehr als die Hälfte der Auflaufform schaffte ich beim besten Willen nicht.

51 - CloseUp

Was die Kalorienwerte angeht ist so ein Gericht natürlich nichts für Leute mit Diätbestrebungen, 40g Butter haben da schon einiges an Fett zu bieten und da hilft auch die Verwendung von fettarmer Milch und fettreduzierter Sahne nur wenig. Aber das war es mir wert gewesen – dieses Rezept bekommt einen Ehrenplatz in meiner Rezeptsammlung und wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal auf meinem Speiseplan gestanden haben. Natürlich hätte man hier noch mit einem Lorbeerblatt in der Bolognesesauce, anderen Gewürzen oder verschiedenen Käsesorten experimentieren können – und ich bin nicht abgeneigt diese Zubereitung trotz des wunderbaren Geschmackes trotzdem noch mal zu variieren – aber für heute kann ich nur sagen dass ich absolut zufrieden mit dem Ergebnis war. Den Rest tue ich nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank, ein bis zwei Tage sollte sich das Ganze dort halten. Sobald ich getestet habe inwieweit man so eine Lasagne in der Mikrowelle aufwärmen kann, werde ich das natürlich hier festhalten.

Nachtrag: Mehr zum Thema aufwärmen dieses Gerichtes gibt es hier zu lesen.

Guten Appetit

Orientalischer Reis-Linsen-Eintopf [21.03.2011]

Monday, March 21st, 2011

Obwohl auch die Asia-Ecke heute mit einigen verlockenden Gerichten wie Pad Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce oder Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry aufwartete, sollte ich mich heute doch für ein Gericht der regulären Küche entscheiden. Das Schweinesteak “Tessin” mit Schinken und Käse überbacken, dazu Pommes Frites aus dem Bereich Globetrotter – ein Gericht welches ich hier schon einmal probiert hatte – erschien mir aber etwas zu Kalorienreich. Aber die Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Curryreis bei Traditon der Region, die ich hier und hier schon einmal auf dem Tablett gehabt hatte, erschien mir da schon etwas verlockender. Aber das Rennen machte dann doch der vegetarische Orientalische Reis-Linsen_Eintopf mit Fladenbrot aus der Sektion Vitality den ich meinte noch nicht zu kennen, den ich aber doch hier schon einmal probiert hatte, auch wenn dieses Mal die Farbe irgendwie in der Farbe deutlich kräftiger war als damals vor fast genau einem Jahr. Dazu nahm ich mir noch ein Zitronen-Limetten-Mousse von der Dessert-Theke.

Orientalischer Reis-Linsen-Eintopf / Rice lentil stew oriental style

Mich erwartet ein pikantes Gericht dessen Hauptbestandteil aus Reis und roten Linsen, die mit Paprika, Tomatenstücken, Möhren und Stangensellerie versetzt waren. Insgesamt wirklich sehr würzig und lecker. Dazu gab es ein halbes helles, mit Sesamkörner garniertes Fladenbrot, das außen knusprig und innen weich sowie noch etwas warm war. Allerdings erschien die Schnittkante etwas ausgetrocknet und brache mich zu dem Schluss, dass es sich hier offensichtlich um aufgewärmtes und nicht um frisches Fladenbrot handelte. Dafür entschädigte mich aber das angenehm luftige lockere Mousse, das mit einem dünnen Streifen offenbar bedruckter herber dunkler Schokolade garniert war. Und mit 490kcal (exklusive des Nachtisch natürlich) erwies sich dieses Gericht auch als angenehm kalorienarm.
Die Allgemeinheit der Kantinengäste sprach natürlich erwartungsgemäß primär dem Schweinesteak zu, das somit auf Platz eins der Beliebtheitsskala landete. Auf Platz zwei würde ich heute dann die Hähnchenkeule ansiedeln, aber sehr knapp gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten und schließlich dem Reis-Linsen-Eintopf auf dem vierten Platz. Aber auch wenn ich heute mal wieder das am Niedrigsten gerankte Gericht gewählt hatte, bereute ich meine Wahl nicht – denn eine solch pikante Würzung machte das Fehlen von Fleisch alle Male wett. Mir jedenfalls hats geschmeckt.

Mein Abschlußurteil:
Orientalischer Reis-Linsen-Eintopf: ++
Fladenbrot: +
Zitronen-Limetten-Mousse: ++