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Entenbolognese auf Tagliatelle – das Rezept

Sunday, August 2nd, 2015

Ich hatte ja schon einige Male Gerichte mit Entenbrust zubereitet, sie dabei jedoch immer klassisch auf der Hautseite angebraten und dann fertig gegart. In dem Rezept das ich heute vorstellen möchte, wird von dieser Vorgehensweise mal abgewichen und eine andere Art der Zubereitung verwendet. Das war auch wohl mit einer der Gründe, warum ich mich dazu entschied dieses Rezept für eine Entenbolognese einmal ausprobieren zu wollen. Entenbrust gehört zwar nicht gerade zu den günstigen Fleischsorten, aber das war es mir Wert und wie sich zeigte es lohnte sich wirklich. Eine sehr schmackhafte Variante einer Pastasauce, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

500g Tagliatelle
01 - Zutat Tagliatelle / Ingredient tagliatelle

2 mittelgroße Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

600g Entenbrust
04 - Zutat Entenbrust / Ingredient duck breast

2 Bund Suppengrün
05 - Zutat Suppengrün / Ingredient soup greens

2 kleine oder 1 großer Zweig Rosmarin
06 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

5 Zweige Thymian
07 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

2 Esslöffel Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 großes Glas Rotwein (ca. 400ml)
09 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

500g Tomaten in Stücken
10 - Zutat Tomaten in Stücken / Ingredient tomato pieces

500g passierte Tomaten
11 - Zutat passierte Tomaten / Ingredient sieved tomatoes

sowie eine Prise Zucker, eine Prise Zimt und etwas Salz und Pfeffer zum würzen
und eventuell etwas Parmesan zum garnieren

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten und kümmern uns erst einmal um das Suppengemüse. Dazu schälen wir die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

und zerkleinern sie gründlich – ich verwendete dazu den Mixer meines “Zauberstabs”,
13 - Möhren zerkleinern / Shred carrots

waschen und zerkleinern die Lauchstücke,
14 - Lauch klein schneiden / Mince leek

schälen und schreddern das Stück Knollensellerie,
15 - Knollensellerie schreddern / Shred celeriac

waschen und zerschneiden die Stangensellerie
16 - Stengensellerie zerteilen / Cut celery

und zerkleinern den Blumenkohl.
17 - Blumenkohl zerteilen / Cut cauliflower

Außerdem ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie,
18 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und hacken die Knoblauchzehen
19 - Knoblauch hacken / Hackle garlic

und waschen den Rosmarin und den Thymian
20 - Rosmarin & Thymian waschen / Was thyme & rosemary

um dann die Rosmarinnadeln zu zerkleinern
21 - Rosmarinnadeln zerkleinern / Cut rosemary needles

und die Thymianblättchen fein zu hacken.
22 - Thymianblättchen hacken / Hackle thyme leafs

Schließlich waschen wir noch die Entenbrüste, trocknen sie,
23 - Entenbrust waschen / Wash duck breast

trennen die Haut von den Entenbrüsten – was erstaunlich einfach mit der Hand geht und nur wenig zusätzlichen Einsatz eines Messers benötigt –
24 - Haut von Entenbrust trennen / Skin duck breast

zerschneiden die Haut in kleine Stückchen
25 - Entenhaut klein schneiden / Cut duck skin

und würfeln die Entenbrust in etwa 1cm große Stücke.
26 - Entenbrust würfeln / Dice duck breast

Dann lassen wir die Entenhaut-Stückchen in einer Pfanne aus
27 - Entenhaut in Pfanne auslassen / Render duck skin

und dünsten erst einmal Zwiebeln und Knoblauch darin glasig an.
28 - Zwiebeln & Knoblauch im Entenfett andünsten / Braise onions & garlic in duck fat

Anschließend geben wir Möhren und Knollensellerie hinzu, dünsten es ebenfalls kurz mit an
29 - Möhren & Knollensellerie andünsten / Braise carrots & celeriac

und addieren dann auch Blumenkohl, Stangensellerie und Lauch
30 - Lauch & restliches Gemüse addieren / Add leek & other vegetables

um alles für 3-4 Minuten weiter anzudünsten.
31 - Gemüse andünsten / Braise vegetables ligthly

Danach geben wir auch die gewürfelte Hähnchenbrust mit in die Pfanne
32 - Entenbrust hinzufügen / Add duck breast

verrühren es mit dem Gemüse und lassen es für einige weitere Minuten braten.
33 - Weiter braten / Continue braising

Nun geben wir das Tomatenmark in die Pfanne
34 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

vermischen es mit dem restlichen Inhalt und rösten es so kurz mit an
35 - Tomatenmark andünsten / Braise tomato puree

bevor wir schließlich alles mit Rotwein ablöschen
36 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

und diesen ein wenig einkochen lassen.
37 - Rotwein einkochen lassen / Let red wine reduce

Diese Zeit nutzen wir um die zerkleinerten Rosmarin und den Thymian hinzuzufügen
38 - Kräuter hinzufügen / Add herbs

und alles großzügig mit Pfeffer und Salz zu würzen.
39 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with pepper & salt

Anschließend geben wir die Tomatenstücke
40 - Tomatenstücke addieren / Add tomato pieces

und die passierten Tomaten in die Pfanne,
41 - Passierte Tomaten hinzufügen / Add sieved tomatoes

verrühren es mit dem restlichen Inhalt,
42 - Verrühren & köcheln lassen / Mix & let simmer

geben eine Prise Zucker hinein und lassen alles für etwa 45 – 50 Minuten auf reduzierter Stufe vor sich hin köcheln.
43 - Prise Zucker einstreuen / Add pinch of sugar

Kurz vor Garende setzen wie schließlich einen Topf mit Wasser auf, bringen ihn zum kochen,
44 - Wasser für Tagliatelle aufsetzen / Bring water for tagliatelle to a boil

salzen dann das kochende Wasser
45 - Wasser salzen / Salt water

um schließlich die Tagliatelle gemäß Packungsbeschreibung darin al dente zu kochen.
46 - Tagliatelle kochen / Cook tagliatelle

Außerdem schmecken wir die Sauce noch einmal final mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zimt ab.
47 - Prise Zimt hinzufügen / Add a pinch cinnamon

Sobald wir dann die Tagliatelle abgegossen haben
48 - Tagliatelle abgießen / Drain tagliatelle

können wir diese gemeinsam mit der Entenbolognese und garniert mit etwas geriebenen Parmesan servieren und genießen.
49 - Duck bolognese on tagliatelle - Served / Entenbolognese auf Tagliatelle - Serviert

Die Sauce kombinierte sehr gelungen den fruchtigen Geschmack von Tomaten mit leckerem Gemüse, würzigen Kräutern und zarten Entenbrustfilet zu einer überaus schmackhaften und reichhaltigen Sauce. Ich hatte ja zuerst etwas befürchtet dass die angebratenen Hautstückchen zu zäh bleiben würden, doch glücklicherweise fielen sie durch das anbraten und das anschließende lange Garen nicht mehr weiter in der Sauce auf. Der würzige Geschmack des Parmesan rundete dieses Gericht geschmacklich schließlich sehr gelungen ab. Mit den Tagliatelle ein wahrer Genuss, auch wenn natürlich jede andere Nudelsorte hier ebenso gut funktionieren würde. 😉

50 - Duck bolognese on tagliatelle - Side view / Entenbolognese auf Tagliatelle - Seitenansicht

Die Idee die fetthaltige Haut vom eigentlichen Fleisch zu trennen, sie auszulassen und mit ihrem Fett dann das Gemüse anzubraten fand ich von Anfang an faszinierend, auch wenn ich nicht sicher war ob sie genügend davon “ausschwitzen” würde – doch die dünne Haut hatte mehr in sich als ich ursprünglich gedacht hatte. Das Ganze ist zwar mit Sicherheit keine leichte Kost mit all dem Fett und den Nudeln, aber hin und wieder geht das schon mal.

Guten Appetit

Gebackenes Schollenfilet mit Remoulade & Salzkartoffeln [24.07.2015]

Friday, July 24th, 2015

Nachdem ich ja am Mittwoch dieser Woche auf mein für diesen Wochentag übliches Fischgericht verzichtet hatte, wollte ich die Gelegenheit heute nutzen, diesen wichtigen Eiweißlieferanten zu verzehren und griff daher zur im Bereich Globetrotter angebotenen Gebackenen Scholle mit Zitronenecke, Remoulade und Salzkartoffeln. Alternativ zu den Salzkartoffeln hätte ich zwar auch Kartoffelsalat wählen können, aber ich hatte heute mehr Lust auf Salzkartoffeln. Dazu mischte ich mir noch eine Mischung aus weißen Riesen- und roten Kidneybohnen mit Karotten- und Selleriestreifen in Toskana-Dressing von der Salattheke und ein Becherchen Holundercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot. Die Hähnchenbrust mit Gemüsereis und gedünstetem Broccoli bei Vitality, der Milchreis mit Waldbeeren bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit gemischtem Gemüse kamen nicht in meine nähere Auswahl.

Baked plaice filet with remoulade & potatoes / Gebackenes Schollenfilet mit Remoulade & Salzkartoffeln

Für die Scholle kann ich heute leider keine volle Punktzahl gaben, denn obwohl das Fischfilet im Inneren zart, saftig und frei von Gräten war, erwies sich die Hülle als ziemlicher Reinfall, da sich nicht nur total zerfleddert, sondern auch an vielen Stellen hart gebacken und trocken war. Der Zitronensaft aus den Zitronenecken konnte zwar teilweise etwas Abhilfe schaffen, aber volle Punktzahl kann ich da nicht geben. An der würzigen Remoulade und den kleinen Salzkartoffeln gab es aber nichts auszusetzen. Und auch der Bohnen-Gemüsesalat samt Dressing erfüllte alle an ihn gestellten Anforderungen. Beim Dessert schließlich vermisste ich zwar das angekündigte Holunderaroma, viel mehr handelte es sich mal wieder um Vanillecreme, aber schmackhaft war es natürlich dennoch, daher sehe ich von einem weiteren Punktabzug ab.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lag heute ziemlich eindeutig die Scholle vorne, wobei ich meinte etwas mehr Kartoffelsalat als Salzkartoffeln gesehen zu haben. Auf dem zweiten Platz folgt das Hähnchenbrust, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und dem Milchreis mit Waldbeeren schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Scholle: +
Remoulade: ++
Salzkartoffeln: ++
Salat: ++
Vanillecreme: ++

Seehecht in Curry-Sesamkruste mit Kräutersauce auf Gemüsereis [01.07.2015]

Wednesday, July 1st, 2015

Zwar reizten mich heute auch die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region und vor allem das Chicken Tikka Masala mit Basmatireis bei Globetrotter, aber das für Mittwoch übliche Fischgericht, zu dem ich ja bevorzugt greife, war mit einem Seehecht in Curry-Sesamkruste mit Kräutersauce und Gemüsereis im Abschnitt Vitality der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants einfach zu verlockend. Außerdem versprach es, laut Angabe des Restaurants, mit gerade mal 506kcal einen angenehm leichten Genuss. Die Gerichte von der Wok-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce kamen da gar nicht näher in die Auswahl. Den Seehecht ergänzte ich noch mit etwas selbst zusammengestellten Salat von der Salattheke und ein Becherchen Obstjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Hake with sesame on herb sauce & rice / Seehecht in Sesamkruste mit Kräutersauce auf Gemüsereis

Darüber ob man die Prise Curry und die paar Sesamkörner auf der oberen Seite des Fischfilets unbedingt als “Kruste” bezeichnen kann hätte ich ja noch hinweg gesehen, aber leider war das Filet auf der oberen Seite außerdem bei der Zubereitung etwas hart geworden. Auch wenn das Fleisch darunter noch recht saftig und von guter Qualität war, kann ich da leider keine voll Punktzahl geben. Die cremige, milde Kräutersauce war aber gut gelungen und passte geschmacklich gut zum Fisch. Und auch wenn das Attribut “Gemüse” beim Reis sich nur in ein paar Karottenstreifen manifestierte, gab es auch hier nichts auszusetzen. Und auch der Salat aus Selleriestreifen, Kidneybohnen, Mais, roter Beete und Möhrenstreifen mit italienischen Kräuterdressing erwies sich als überaus lecker. Der kleine Becher Joghurt, der mit Stücken von Apfel, Birne, Melone und Weintraube versetzt war, schloss das heutige Mittagsmahl schließlich sehr gelungen ab.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich das Chicken Tikka Masala und die Allgäuer Käsespätzle ein enges Rennen um den ersten Platz und entgegen meiner Erwartung war es das indische Hähnchengericht mit Reis, das sich diese Position sichern konnte. Die Käsespätzle mit Röstzwiebeln landeten somit nur auf Platz zwei, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und schließlich dem Seehecht auf einem guten, aber dennoch vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Seehecht mit Curry & Sesam: +
Kräutersauce: ++
Reis: ++
Salat-Mix: ++
Obstjoghurt: ++

Reisbällchen auf Ratatouillegemüse – das Rezept

Sunday, May 3rd, 2015

Reis ist ja eine äußerst vielfältig verwendbare Zutat und ich habe ihn bisher schon in vielen Varianten von der simplen Sättigungsbeilage über Tomatenreis und verschiedene Risottos bis hin zu Aufläufen verarbeitet. Heute wollte ich nun mal eine neue Variante ausprobieren und Reisbällchen daraus zubereiten, die ich mit etwas geriebenen Gouda und frischem Thymian verfeinerte. Dazu sollte es ein Ratatouillegemüse geben, wobei ich hier allerdings ein wenig vom Standardrezept dafür abwich und keine Aubergine, dafür aber Knollensellerie und Frühlingszwiebeln verwendete. Das Ergebnis war ein überaus schmackhaftes vegetarisches Gericht, dessen Rezept ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für die Reisbällchen

200g Langkorn-Reis
01 - Zutat Reis / Ingredient rice

2-3 Eier
02 - Zutat Eier / Ingredient eggs

1/2 – 3/4 Bund Thymian
03 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

80g Semmelbrösel
04 - Zutat Semmelbrösel / Ingredient breadcrumbs

50g geriebenen Gouda
05 - Zutat Gouda / Ingredient gouda cheese

500ml Wasser
06 - Zutat Wasser / Ingredient water

1 Esslöffel Butterschmalz
09 - Zutat Butterschmalz / Ingredient ghee

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Für das Ratatouillegemüse

180-200g Möhren
07 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

150g Knollensellerie
08 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

180-200g Zucchini
09 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

1 Bund Frühlingszwiebeln
10 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

1 Zehe Knoblauch
13 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1,5 – 2 Esslöffel Kräuter der Provence (TK)
11 - Zutat Kräuter der Provence / Ingredient provençal herbs

2 Dosen Tomaten stückig
12 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 Esslöffel Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, die 500ml für den Reis in einen Topf zu geben und sie zum kochen zu bringen.
14 - Wasser aufsetzen / Bring water to a boil

In der Zwischenzeit können wir damit beginnen die einzelnen Zutaten vorzubereiten. So können wir zum Beispiel die Möhre schälen
15 - Möhre schälen / Peel carrot

und sie zerkleinern.
16 - Möhre zerkleinern / Dice carrot

Sobald das Wasser dann siedet, rühren wir einen Teelöffel Salz ein
17 - Wasser salzen / Salz water

und kochen den Reis gemäß Packungsbeschreibung.
18 - Reis kochen / Cook rice

Dann fahren wir fort mit der Zubereitung der Zutaten und schälen die Knollensellerie
19 - Sellerie schälen / Peel celeriac

um sie in kleine Würfel zu schneiden.
20 - Sellerie würfeln / Dice celeriac

Anschließend waschen wir die Zucchini
21 - Zucchini waschen / Wash zucchini

und würfeln sie ebenfalls.
22 - Zucchini zerkleinern / Dice zucchini

Inzwischen müsste der Reis dann auch fertig gekocht sein, so dass wir – falls nötig – das restliche Wasser abgießen und den Reis abkühlen lassen können.
23 - Reis abkühlen lassen / Let rice cool down

Jetzt können wir die Knoblauchzehe zu zerkleinern,
24 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

die Frühlingszwiebeln zu waschen
25 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash scallions

und in feine Ringe zu schneiden
26 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

sowie den Thymian abspülen, trocken zu schütteln,
27 - Thymian waschen / Wash thyme

seine Blättchen von den Stielen zu zupfen
28 - Thymian-Blättchen von Stielen zupfen / Pick thyme leaflets

und ein wenig zerkleinern.
29 - Thymianblättchen zerkleinern / Mince thyme

Sobald der Reis dann abgekühlt ist, schlagen die Eier hinzu,
30 - Eier zum abgekühlten Reis geben / Add eggs to cooled down rice

geben die Semmelbrösel,
31 - Semmelbrösel hinzufügen / Add breadcrumbs

den geriebenen Gouda
32 - Geriebenen Gouda addieren / Add grated goude

sowie den zerkleinerten Thymian hinzu,
33 - Thymian einstreuen / Add thyme

vermischen alles gründlich miteinander
34 - Gut vermischen / Mix well

und schmecken es dabei mit Salz und Pfeffer ab. Sollte die Masse jetzt noch zu trocken sein, geben wir noch ein weiteres Ei hinzu – ich selbst habe mit 3 Eiern auf 200g Reis gute Erfahrungen gemacht.
35 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

Aus der Reismasse formen wir dann mit feuchten Händen etwa gleich große Kugeln. Am besten stellt man sich dabei eine kleine Schüssel mit Wasser in die Nähe, damit man sich die Hände alle drei bis vier Kugeln erneut anfeuchten kann, ansonsten klebt der Reis nämlich zu stark.
36 - Reisbällchen formen / Form rice balls

Kümmern wir uns jetzt erst einmal um das Ratatouille-Gemüse und erhitzen die beiden Esslöffel Olivenöl in einem Topf
37 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und geben die Möhren- und Selleriewürfel hinein
38 - Möhren & Knollensellerie hinzufügen / Add carrots & celeriac

um sie für einige Minuten bei gelegentlichem rühren anzubraten.
39 - Möhren & Sellerie anbraten / Braise carrots & celeriac

Anschließend geben wir das zerkleinerte Knoblauch hinzu und dünsten es kurz mit an,
40 - Knoblauch addieren / Add garlic

geben dann die Zucchiniwürfel
41 - Zucchini in Topf geben / Add zucchini

und wenig später auch die Frühlingszwiebeln hinzu
42 - Frühlingszwiebeln hinzufügen / Add scallions

und dünsten sie noch einige Minuten weiter an
43 - Gemüse weiter anbraten / Continue to braise vegetables

bevor wir alles schließlich mit den Tomaten ablöschen,
44 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

alles gut miteinander verrühren und schmecken es mit Salz und Pfeffer ab.
45 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

Nachdem wir anschließend begonnen haben den Esslöffel Butterschmalz in einer Pfanne zu erhitzen
46 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

streuen wir noch die Kräuter der Provence ins Ratatouille, lassen es weiter köcheln
47 - Kräuter der Provence einstreuen / Add provençal herbs

und geben dann die Reisbällchen portionsweise hinein
48 - Reisbällchen in Pfanne geben / Put rice balls in pan

um sie von allen Seiten anzubraten.
49 - Reisbällchen rundherum anbraten / Fry rice balls all around

Während wir die nächste Ladung braten, können wir die bereits fertigen Reisbällchen im auf 80 Grad vorgeheizten Ofen warm halten.
50 - Fertige Reisbällchen im Ofen warm halten / Keep finished rice balls hot in oven

Sobald dann alles Reisbällchen fertig sind, können wir auf dem Raattouille angerichtet und mit einigen Ringen der Frühlingszwiebeln garniert servieren und genießen.
51 - Rice balls on ratatouille - Served / Reisbällchen auf Ratatouillegemüse - Serviert

Ich hatte ja zu Beginn etwas befürchtet, dass die Reisbällchen beim braten in der Pfanne etwas auseinander fallen würden. Doch wie man sieht blieben sie abgesehen von einzelnen abgefallenen Reiskörnern erstaunlich stabil und überstanden auch das Wenden unbeschadet. Aber sie erwiesen sich nicht nur als stabiler als erwartet, sondern auch als geschmacklich überaus gut gelungen. Der Käse und der Thymian gaben ihnen einen schön würzigen Geschmack und im Inneren, unter ihrer knusprigen Hülle, waren sie auch noch schön weich geblieben. Dazu passte wunderbar das Rataouillegemüse, das auch auch in seiner leicht abgewandelten Zubereitung eine sehr leckere Ergänzung zu den Reisbällchen bildete.

52 - Rice balls on ratatouille - Side view / Reisbällchen auf Ratatouillegemüse - Seitenansicht

Werfen wir abschließend wie gewohnt noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Die Reisbällchen kommen meiner Kalkulation nach auf etwa 1600kcal, also 400kcal pro Portion oder durchschnittlich 80kcal pro Stück bei 20 Reisbällchen. Dazu kommen noch ca. 500kcal für das Ratatouille, also 125kcal pro Portion, womit wir bei angenehm leichten Gesamtwert von gerade mal 525kcal pro Portion landen. Und dabei ist das Gericht angenehm sättigend wie ich im Selbstversuch feststellen durfte. Ein sehr leckeres Rezept, das ich nicht nur Vegetariern wärmstes weiterempfehlen kann.

Guten Appetit

Osso Buco mit Röstkartoffeln – das Rezept

Sunday, April 12th, 2015

Heute wollte ich mich mal mit einem klassischen Schmorgericht der italienischen Küche beschäftigen: dem Osso buco alla Milanese. Der italienische Begriff “Osso Buco” bedeutet in seiner wörtlichen Übersetzung übrigens einfach “Knochen mit Loch”, bezieht sich also auf den Markknochen der Beinscheibe vom Kalb, die ja Hauptbestandteil dieses Gerichts ist. Und da ich für das gestrige Rezept gleich einen ganzen kleinen Sack Kartoffeln gekauft hatte, lag es natürlich nahe etwas damit als Sättigungsbeilage zuzubereiten. Nach kurzem Überlegen fiel meine Wahl schließlich auf ein Rezept für Röstkartoffel-Würfel, die ebenfalls im Ofen zubereitet werden. Und was natürlich bei keinem Osso buco fehlen darf ist die Gremolata, eine Würzmischung aus Petersilie, Knoblauch und Zitronenschale, die ich aus frischen Zutaten dazu zubereitete. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein wahrer Genuss, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

Für das Osso Buco

3 Kalbsbeinscheiben (zusammen 700-800g)
01 - Zutat Kalbsbeinscheiben / Ingredient veal shanks

2 Möhren (ca. 220-250g)
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

2 Stangen Sellerie
03 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

2 kleine oder 1 große Zwiebel (ca. 200g)
04 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onion

Einige Zweige Rosmarin
05 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

Einige Zweige Thymian
06 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

1 Hand voll frisches Basilikum
07 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

2 Esslöffel Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

200ml trockener Rotwein
09 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

200-300ml Rinderbrühe
10 - Zutat Rinderbrühe / Ingredient beef stock

2-3 Esslöffel Weizenmehl
08 - Zutat Weizenmehl / Ingredient flour

sowie etwas Butterschmalz zum anbraten
und etwas Pfeffer & Salz zum würzen

Für die Röstkartoffeln

900-1000g festkochende Kartoffeln
11 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1 Teelöffel gemahlenes Rosmarin
12 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

2 Esslöffel Gemüsebrühe
13 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient instant vegetable stock

2 Esslöffel Olivenöl
14 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1,5 – 2 Teelöffel italieniensche Kräuter (TK)
15-Zutat italienische Kräuter

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Für die Gremolata
1/2 – 3/4 Bund Petersilie
16 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 Bio-Zitrone
17 - Zutat Bio-Zitrone / Ingredient lemon

1-2 Zehen Knoblauch
18 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung des einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Möhren,
19 - Möhren schälen / Peel carrot

und würfeln sie grob,
20 - Möhren grob würfeln / Dice carrot

waschen die Selleriestangen und schneiden sie in nicht zu dünne Streifen,
21 - Sellerie zerkleinern / Mince celery

und ziehen die Zwiebel ab, um sie anschließend grob zu würfeln.
22 - Zwiebel grob würfeln / Dice onion

Außerdem waschen, trocknen und zerkleinern wir die Blätter des Basilikum,
23 - Basilikum zerkleinern / Shred basil

die Nadeln des Rosmarin
24 - Rosmarin hacken / Hackle rosemary

und die Blättchen des Thymian.
25 -Thymian-zerkleinern / Mince thyme

Anschließend waschen wir die Kalbsbeinscheiben, tupfen sie trocken,
26 - Kalbsbeinscheiben waschen / Wash veal shanks

würzen sie von beiden Seiten mit Pfeffer und Salz
27 - Kalbsbeinscheiben mit Pfeffer & Salz würzen / Season veal shanks with pepper & salt

und wenden sie dann im Weizenmehl.
28 - Kalbsbeinscheiben in Mehl wenden / Turn veal shanks in flour

Dann zerlassen wir etwas Butterschmalz auf leicht erhöhter Stufe in einer hohen Pfanne,
29 - Butterschmalz zerlassen / Heat up ghee

geben unsere gewürzten und gemehlten Kalbsbeinscheiben hinein
30 - Kalbsbeinscheiben in Pfanne geben / Put veal shanks in pan

und braten sie scharf von rundherum an.
31 - Kalbsbeinscheiben von beiden Seiten anbraten / Fry veal shanks all around

Ist dies geschehen, entnehmen wir die Fleischstücke wieder und geben Zwiebeln, Möhren und Sellerie ins Bratenfett
32 - Zwiebeln, Möhren & Sellerie in Pfanne geben / Put onions, carrots & celery in pan

und braten diese für einige Minuten und gelegentlichem Wenden an. Jetzt ist außerdem auch ein guter Zeitpunk, mit dem Vorheizen des Ofens aus 180 Grad zu beginnen.
33 - Gemüse anbraten / Braise vegetables

Zum Gemüse geben wir die beiden Esslöffel Tomatenmark,
34 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

rösten dieses für etwa zwei Minuten mit an
35 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

und löschen dann alles mit dem trockenen Rotwein ab.
36 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

Den Rotwein verrühren wir mit dem Tomatenmark und lassen alles kurz köcheln
37 - Rotwein köcheln lassen / Let red wine simmer

bevor wie die Rinderbrühe hinzu gießen, das Ganze kurz aufkochen lassen,
38 - Rinderbrühe hinzufügen / Add beef stock

Basilikum, Rosmarin und Thymian unterheben
39 - Kräuter einstreuen / Add herbs

und schließlich noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.
40 - Sauce mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste sauce with salt & pepper

Die angebratenen Beinscheiben geben wir dann in eine größere Auflaufform, verteilen darüber die Gemüsesauce (sollte sie nicht reichen um die Fleischstücke fast zu bedecken, können wir die Sauce mit etwas mehr Rinderbrühe auch noch ein wenig verdünnen),
41 - Kalbsbeinscheiben & Sauce in Auflaufform geben / Put veal shanks & sauce in casserole

decken alles mit Alufolie ab – denn wir wollen das Gericht ja schmoren, nicht backen –
42 - Mit Alufolie abdecken / Cover with tin foil

und schieben die Form dann auf der zweiten Schiene von von unten in den vorgeheizten Ofen, wo wir es insgesamt etwa 100 Minuten garen lassen.
43 - Im Ofen schmoren / Braise in oven

In der Zwischenzeit schälen wir die Kartoffeln,
44 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

schneiden sie in mundgerechte Stücke
45 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

und geben sie dann in ein Schüssel, wo wir die beiden Esslöffel Olivenöl,
46 - Olivenöl zu Kartoffelwürfeln geben / Add olive oil to potato dices

die Teelöffel Rosmarin und italienische Kräuter, die beiden Esslöffel Gemüsebrühe hinzu geben,
47 - Kartoffelwürfel würzen / Season potato dices

vermischen alles gründlich miteinander
48 - Alles gut vermischen / Mix well

und würzen es dabei auch gleich mit etwas Salz und Pfeffer.
49 - Kartoffelwürfel mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste potato dices with salt & pepper

Die so vorbereiteten Kartoffelwürfel verteilen wir dann auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech.
50 - Kartoffelwürfel auf Backblech verteilen / Put potato dices on baking tray

Nach etwa fünfzig Minuten entnehmen wir die Auflaufform, entfernen die Alufolie, wenden die Kalbsbeinscheiben und übergießen sie mit etwas Sauce, damit sie nicht austrocknen.
51 - Kalbsbeinscheiben wenden / Turn veal shank

Dann schieben wir die Form, wieder mit der Alufolie abgedeckt zurück in den Ofen und geben zehn Minuten später die Kartoffelwürfel auf der mittleren Schiene mit in den Ofen. Sie brauchen Erfahrungsgemäß etwa 30-40 Minuten um gar zu werden.
52 - Kartoffelwürfel in Ofen schieben / Put potato dices in oven

Kümmern wir uns nun um die Greolata. Dazu hacken wir erst einmal das Knoblauch grob,
53 - Knoblauch zerkleinern / Grind garlic

waschen die Petersilie, schütteln sie trocken, zupfen die Blätter von den Stielen und zerkleinern diese auch erst einmal grob
54 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

und geben dann das Knoblauch zur Petersilie, reiben die Zitronenschale hinzu
55 - Knoblauch & Zitronenschale hinzufügen / Add garlic & lemon peel

und zerkleinern alles weiter, bis wir eine feine Kräutermasse erhalten.
56 - Gründlich hacken / Hackle thoroughly

Nach der Hälfte der Garzeit, also 15 bis 20 Minuten, entnehmen wir das Backblech kurz aus dem Ofen und wenden die Kartoffelwürfel.
57 - Kartoffelwürfel wenden / Turn potato dices

Kurz vor Ende holen wir auch noch einmal die Auflaufform mit den Kalbsbeinscheiben aus dem Ofen, entfernen die Alufolie,
58 - Osso buco with roast potatoes - Finished baking / Osso Buco mit Röstkartoffeln - Fertig gebacken

und schieben sie dann noch einmal für weitere fünf bis sieben Minuten offen in den Ofen. Die Backblech mit den Röstkartoffeln versetzen wir außerdem für diese Zeit auf eine höhere Schiene, damit sie schön knusprig werden.
59 - Moment lang weiter backen / Continue baking

Danach können wir die Auflaufform und das Backblech aus dem Ofen entnehmen und das Gericht servieren. Die geschmorte Kalbsbeinscheibe garnieren wir dabei großzügig mit der Gremolata.
60 - Osso buco with roast potatoes - Served / Osso Buco mit Röstkartoffeln - Serviert

Durch das lange schmoren im Ofen war das Fleisch der Kalbsbeinscheibe ganz wie erwartet schön weich und etwas mürbe geworden, wobei es aber gleichzeitig zart und saftig geblieben war. Nicht zu vergessen natürlich auch das zarte Mark des Beinknochens, das ja zu Recht als die Delikatesse an diesem Gericht zählt. Dazu passte nicht nur die dank der Kräuter schön würzige und gleichzeitig fruchtige Sauce mit ihrem zarten Gemüse aus Möhren, Sellerie und Zwiebeln, sondern auch die Gremolata fügte sich wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition ein. Und auch die außen knusprigen und innen schön weichen Röstkartoffeln erwiesen sich als überaus lecker gewürzt und passten wunderbar zu diesem Schmorgericht. Die etwas zeitaufwändigere Zubereitung hatte sich auf jeden Fall gelohnt – ich war mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments.

61 - Osso buco with roast potatoes - Side view / Osso Buco mit Röstkartoffeln - Seitenansicht

Das Ganze ist natürlich nur eine von vielen Varianten, die man Osso Buco zubereiten kann. Ich hatte mir während meiner Recherchen viele Rezepte dazu angesehen und das hier vorgestellte aus verschiedenen Aspekten zusammengestellt. Es dürfte sich aber in weiten Teilen mit dem traditionellen Ossobuco alla Milanese decken, das allerdings in der Regel mit Weiß- statt Rotwein zubereitet wird. Variiert wird aber vor allem bei den Gemüsesorten in der Sauce, hier kommen häufig auch Fenchel, Zucchini oder Erbsen zum Einsatz, manche machen auch gleich einen ganzen Bund Suppengrün hinein. Ich werde bei Gelegenheit bestimmt noch mal dazu kommen, die eine oder andere Variation ausprobieren, denn viele davon klingen ebenfalls sehr vielversprechend.

Guten Appetit