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Sauerbraten mit Blaukraut & Serviettenknödel [27.02.2019]

Wednesday, February 27th, 2019

Heute fiel mir die Wahl wieder recht leicht. Auf die Gebratene Forelle nach Balkan-Art bei Vitality hatte ich ebenso wenig Lust wie auf Canneloni mit Fleischfüllung in Tomatensauce mit Käse gratiniert oder eines der Angebote von der Asia-Wok-Theke wie Gebratenes Gemüse mit Pok Choi in Hoi-Sin-Sauce oder Rindfleisch mit Karotten und Broccoli in grüner Thai-Currykokosmilchsauce. Da blieb nur noch der Sauerbraten mit Blaukraut und Serviettenknödel aus dem Abschnitt Tradition der Region der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants. Und der sah meiner Meinung nach auch noch sehr verlockend aus. Da konnte ich unmöglich Nein sagen.

Marinated pot roast with red cabbage & bread dumpling / Sauerbraten mit Blaukraut & Serviettenknödel

Der Sauerbraten selbst war angenehm mürbe, dabei war das Fleisch aber dennoch angenehm zart und saftig geblieben und besaß auch das ganz leicht säuerliche Aroma wie man es von selbst gemachten Sauerbraten her kennt. Und auch die angenehm dickflüssige Sauce hatte ein kräftiges und leckeres Aroma. Da konnte man darüber hinweg sehen, dass das Fleisch nicht mehr hundertprozentig heiß war. Allerdings waren die Scheiben etwas dünner geschnitten als auf dem Bild auf dem Monitor am Eingang, außerdem hatte man mir ein Endstück gegeben. Aber letztlich war die Fleischmenge doch mehr als ausreichend. Und auch am leicht fruchtig angemachten Blaukraut gab es nichts auszusetzen, ebenso wenig wie an den beiden etwa fingerdicken Serviettenknödel-Scheiben, die eine überaus passende Sättigungsbeilage bildeten. Sehr lecker und fast schon zu gut und besonders für einen ganz normalen Mittwoch. Aber ich bereute meine Entscheidung nicht, das war eindeutig die beste Wahl des heutigen Tages.
Das schienen sich auch viele der anderen Gäste gedacht zu haben, denn der Sauerbraten gehörte mit kleinem, aber deutlichen Vorsprung zu den beliebtesten Gerichten des heutigen Tages, womit er eindeutig auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Den zweiten Platz belegten meiner Meinung nach die Cannelloni, aber nur mit ganz geringem Vorsprung vor den ebenfalls gern genommenen Asia-Gerichten, die somit den dritten Platz belegten. Die Forelle folgte schließlich auf einem guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Serviettenknödel: ++

Geschmortes Hirschgulasch mit Maronen, Preisselbeerbirne & gebratenen Serviettenknödel [18.09.2017]

Monday, September 18th, 2017

Diese Woche scheint man in unserem Betriebsrestaurant so eine Art Bayern-Special anlässlich des am Wochenende gestarteten Oktoberfests durchzuführen und jeden Tag ein noch typischeres regionales Gericht in im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte anbieten zu wollen. Den Anfang machte heute ein Geschmortes Hirschgulasch mit Maronen,Preisselbeerbirne und gebratenen Serviettenknödel, der mir auch gleich auf Anhieb sehr zusagte. Obwohl die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter auf sehr verlockend waren, während mich die Schupfnudelpfanne mit Spitzkohl und Apfelwürfel bei Vitality und die Asia-Thai-Angebote wie Pho Pard Thord – Knusprige vegetarische Frühlingsrollen oder Gai Pad Bai Krapao – Gebratenes Hähnchenfleisch mit Chilli frischem Gemüse und grüner Thaiycurrysauce nicht sonderlich interessierten. Zum Hirschgulasch gesellte sich noch ein Schälchen grüner Bohnen aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke auf mein Tablett.

Braised venison goulash with chestnuts, cranberry pear & fried dumplings / Geschmortes Hirschgulasch mit Maronen,Preisselbeerbirne & gebratenen Serviettenknödel

Die grünen Bohnen waren natürlich nicht mehr ganz heiß, dafür aber recht knackig, gut gewürzt und nicht zu zerkocht. Eine durchaus passende Gemüsebeilage zu der großzügigen Portion des etwas süßlich aromatisierten Hirschgulaschs mit seiner dickflüssigen Sauce, seinen leicht mürbe geschmorten Fleischstücken und den kleinen Maronen. Die Serviettenknödel hätten für meinen Geschmack noch ein klein wenig knuspriger gebraten sein können, aber gaben auch so keinen Anlass zu irgendwelcher Kritik. Und natürlich durfte die bei Wildgerichten traditionell übliche mit Preiselbeeren garnierte Dosenbirne nicht fehlen. Ein sehr gelungenes Gericht, ich war sehr zufrieden.
Obwohl der Hirschgulasch mit 3,50 Euro (reduzierter Mitarbeiterpreis) nicht sonderlich teurer als die anderen Gerichte waren, hatte ein großer Teil der anderen Gäste heute dann doch eher den Spaghetti Bolognese der Vorzug gegeben und ihnen somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala beschert. Der Hirschgulasch folgte aber auf einem guten zweiten Platz. Die Asia-Gerichte belegten schließlich Platz drei und die Schupfnudelpfanne kam leider nur auf den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Serviettenknödel: ++
Preiselbeerbirne: ++
Grüne Bohnen: ++

Saftiges Hirschgulasch mit Preiselbeerbirne, Rosenkohl & gebratenen Serviettenklößen [24.11.2016]

Thursday, November 24th, 2016

Auch heute gab es mit einem Saftigen Hirschgulasch mit Preisebeerbirne, Rosenkohl und gebratenen Serviettenklößen im Bereich Tradition der Region ein Wildgericht auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Aber es gab einige interessante Alternativen, wobei ich vor allem die Gebratene Maispoularde mit Meerretichspinat, Pfifferlingrahmsauce und Tagliatelle bei Globetrotter, das meine Aufmerksamkeit erregte. Das Hausgemachte Rösti mit Ratatouille und Sauce Bernaise bei Vitality war auch relativ interessant, aber ich nahm es ebenso wenig in die nähere Auswahl wie das Zusatzangebot in Form einer Lasagne Bolognese oder die Asia-Thai-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce bzw. Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassoße. Da das Gulasch mit 4,50 Euro nicht erheblich teurer als die regulären Gerichte, fiel meine Wahl schließlich auf dieses Angebot – und das obwohl die Warteschlange hier am längsten war. Aber was tut man nicht alles für ein leckeres Mittagsmahl.

Juicy venison goulash with cranberry pear, brussels sprouts & fried dumplings / Saftiges Hirschgulasch mit Preiselbeerbirne, Rosenkohl & gebratenen Serviettenklößen

Das Gulasch war auf jeden Fall schon einmal sehr gut gelungen, denn das Fleisch war tatsächlich wie angekündigt wunderbar saftig und die cremige, dickflüssige Sauce war angenehm würzig. Und auch am knackigen Rosenkohl gab es nichts auszusetzen. Die halbe Dosenbirne mit ihrer Garnitur aus Preiselbeermarmelade war mit ihrer Süße eine gelungene Ergänzung zum Gulasch. Einzig die Serviettenknödel ließen ein wenig zu Wünschen übrig, denn sie waren relativ hart gebraten und bereits etwas abgekühlt. Dazu sei aber auch gesagt, dass ich hier das Pech hatte, die letzten Reste aus einer Schale bekam, kurz bevor eine neue Ladung aus der Küche eintraf. Das ist Zufall, aber volle Punktzahl kann ich hier nicht geben. In der Summe aber dennoch ein überaus gelungenes Gericht, mit dem ich sehr zufrieden war.
Wie aufgrund meiner Anmerkung mit der langen Schlange vielleicht bereits denkbar war, lag das Hirschgulasch auf auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala heute mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins. Auf dem zweiten Platz folgte die Maispoularde, den dritten Platz konnten die Asia-Gerichte für sich einnehmen. Die Lasagne sah ich auf Platz vier liegen und mit knappen Abstand dahinter folgte schließlich der vegetarische Röste mit Ratatouille auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Preiselbeerbirne: ++
Rosenkohl: ++
Serviettenknödel: +

Geschmorter Hirschgulasch mit Maronen, Preiselbeer-Birne & gebratenen Serviettenknödeln [26.09.2016]

Monday, September 26th, 2016

Das Special in unserem Betriebsrestaurant anlässlich der aktuell hier in München stattfindenden Wies’n – im Volksmund auch Oktoberfest genannt – ging am heutigen Montag in die zweite Woche. Und mit einem Geschmorter Hirschgulasch mit Maronen, Preiselbeer-Birne und gebratenen Serviettenknödeln fand sich auch gleich ein sehr verlockendes Angebot auf der Speisekarte. Die Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen und spinat, dazu leichte Kürbisrahmsauce bei Vitaliy, das Chicken Tikka Masalla mit Basmatireis bei Globetrotter sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelben Thai Curry und verschiedem Gemüse klangen zwar auch nicht übel, aber so etwas wie das Wildgericht bekommt man nicht täglich und mit gerade mal 3,50 Euro war es sogar angenehm günstig. Da konnte ich nicht widerstehen. Passendes Gemüse fand ich aber leider nicht, aber

Braised venison goulash with sweet chestnuts, cowberry pear & fried bread dumplings / Geschmorter Hirschgulasch mit Maronen, Preiselbeer-Birne & gebratenen Serviettenknödeln

Die Serviettenknödel waren für meinen Geschmack ein klein wenig zu knusprig geraten und dadurch auch ein klein wenig trocken. Dem konnte man dank der reichlich vorhandenen Sauce des Hirschgulaschs entgegen wirken, aber volle Punktzahl kann ich hier nicht geben. Am Gulasch selbst mit zahlreichen zarten, saftigen und mageren Fleischstücken und den Maronen gab es aber nichts auszusetzen und auch die für Wildgerichte typische, mit Preiselbeermarmelade garnierte Dosenbirne gab keinen Grund zu irgendwelcher Kritik. Insgesamt konnte ich also mit dem Gericht auch heute mal wieder zufrieden sein.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich der Wildgulasch heute großer Beliebtheit und konnte sich mit einem kleinen, aber deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Das Tikka Masalla folgte ihm aber eng auf dem zweiten Platz und den dritten Platz teilten sich meiner Meinung nach schließlich Asia-Gerichte und die Gnocchi mit Pilzen und Spinat in Kürbissauce, die für ein vegetarisches Gericht sich großen Zuspruchs erfreuten.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch mit Maronen: ++
Preiselbeer-Birne: ++
Gebratene Servierttenknödel: +

Sauerbraten mit Blaukraut & Serviettenklößen [25.11.2014]

Tuesday, November 25th, 2014

Heute war ich hin und her gerissen zwischen dem Geschmorten Sauerbraten mit Blaukraut und hausgemachten Serviettenklößen im Bereich Tradition der Region unseres Betriebsrestaurants und dem Enchilada “con Carne” – Pikant gefülltes Weitentortilla mit Hackfleischfüllung und kleinem Salat im Bereich Globetrotter. Die Farfalle al peperoni bei Vitality oder die Asia-Gerichte wie Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce und Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse nahm ich nicht in die nähere Auswahl. Zuerst tendierte ich zwar zum Enchilada, dann aber entschloss ich mich doch beim Sauerbraten zuzugreifen – mir war einfach mal nach guter deutscher Hausmannskost. Dazu gesellte sich noch die ungewöhnlich Kombination von Apfelmus mit Preiselbeeren aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Marinated pot roast with red cabbage & bread dumpling / Sauerbraten mit Blaukraut und Serviettenklößen

Das Blaukraut mit leichter Apfelnote war schon mal sehr gut gelungen, auch wenn die Portionsgröße etwas zu wünschen übrig ließ. Beim Rinderbraten musste ich jedoch etwas bezweifeln, dass man ihn wirklich geschmort hatte. Ich habe ja nun schon selber einige Schmorgerichte hergestellt, darunter auch einen Rheinischen Sauerbraten und bei mir ist das Fleisch nach dem Schmoren auf niedriger Flamme, bei dem ja bekanntlichermaßen das langfaserige Bindegewebe, das beim reinen Braten nur zäh werden würde, in Gelatine umgewandelt wird, immer schön Mürbe und zerfällt leicht beim Schneiden. Nicht so hier, viel mehr Erinnerte mich das Ganze an einen normalen Rinderbraten, bei dem das Fleisch noch deutlich mehr Bindekraft hatte und im Biss deutlich fester war. Eine leicht saure Note war unverkennbar, was wohl auch an der überaus gelungenen Sauce lag, aber richtiger Sauerbraten schien das nicht zu sein. Geschmeckt hat er auch so, aber aufgrund der nicht erfüllten Erwartung muss ich hier dennoch ein wenig in der Wertung abziehen. Die Serviettenknödel waren offensichtlich nach der eigentlichen Zubereitung noch einmal zusätzlich angebraten worde, war sie außen schön knusprig machte, aber leider waren sie bereits leicht abgekühlt, weswegen ich auch hier bedauerlicherweise zu einem kleinen Abzug greifen muss. Das Dessert aus drei Vierteln Apfelmus und einem Viertel Preiselbeergelee, das man noch mit einer Weintraube, einem Klecks Sahne, Knusperflocken und einem Scheibchen Orange aufwendig garniert hatte, war zwar recht süß geraten schmeckte aber sehr gut und gab keinen Grund zu weiterer Kritik.
Beim Kampf um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des heutigen Tages lieferten sich der Sauerbraten und der Enchilada con Carne heute ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen und zuerst sah es sehr gut für den gefüllten Weizentortilla aus, dann aber wendete sich das Blatt etwas und der Sauerbraten fand deutlich größeren Zuspruch, womit diesem Gericht – wenn auch nur mit knappen Vorsprung – der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskal gebührte. Nach dem Enchilada auf Platz zwei folgten die Asia-Gericht auf dem dritten Platz und schließlich die vegetarischen Farfalle al peperoni auf Platz vier. Außer im vorderen Bereich gab es hier heute also mal wieder wenig Überraschungen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: +
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Serviettenknödel: +
Apfelmus mit Preiselbeeren: ++

Wildschweingulasch mit Apfelblaukraut & Serviettenklößen [05.11.2014]

Wednesday, November 5th, 2014

Heute war mal wieder einer dieser Mittwochs, an dem ich beim Mittagessen von meiner bereits liebgewonnenen Angewohnheit zum Fischgericht zu greifen abwich. Zum einen sah die Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten auf südfranzösische Art bei Vitality gerade mal mittelmäßig gut aus – an diesem Gericht hatte ich ja hier oder hier schon so meine Kritikpunkte angebracht – zum anderen stand mit dem Wildschweingulasch mit Apfelblaukraut und hausgemachte Serviettenklöße im Bereich Tradtion der Region ein Gericht auf der Karte, das überaus verlockend klang. Aber ich war etwas hin und her gerissen, denn auch die Geschmorte Hähnchenkeule mit Rotweinsauce, Kartoffel-Kürbispüree und Erbsen bei den Globetrotter-Gerichten versprühte einen gewissen Reiz. Zusätzlich gab es zwar auch noch Penne in Thunfisch-Tomatensauce als Sonderangebot, aber das interessierte mich ebenso wenig wie die heutigen Angebote an der Asia-Thai-Theke, nämlich Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüse in Currysauce oder Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsoße. Letztlich fiel die Wahl auf das Wildschweingulasch, wobei mich hier vor allem auch die Serviettenknödel reizten, die in dieser Form meines Wissens noch nie hier angeboten worden sind. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Latte Machiato Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Wild boar goulash with red cabbage & bread dumplings / Wildschweingulasch mit Blaukraut & Serviettenklöße

Scheinbar hatte man den Serviettenkloß nach der Zubereitung in Scheiben geschnitten und anschließend rundherum angebraten. Dadurch waren sie außen von einer leicht knusprigen Hülle umgeben, während sie innen noch schön weich waren. Eine sehr leckere Art Serviettenklöße zu genießen. Aber auch am fruchtig-würzigen Blaukraut mit leichtem Apfelaroma gab es ebenso wenig etwas auszusetzen wie an dem angenehm zarten Würfel geschmorten Wildschweinfleischs in ihrer dunklen, dickflüssigen und leicht herben Sauce. Und auch die Mengen der einzelnen Komponenten waren gut aufeinander abgestimmt. Eine sehr gute Entscheidung, denn für ein Betriebsrestaurant handelte es sich um ein überaus hochwertiges Gericht. Und auch am heute außergewöhnlich schaumigen, nicht zu süße Dessert mit seinem Latte-Macchiato-Aroma gab es nichts auszusetzen. Kein leichtes, aber umso leckeres Mittagsmahl.
Und auch bei den anderen Gästen lag der Wildschweingulasch heute sehr hoch in der Gunst und konnte sich mit kleinem, aber klar ersichtlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern, aber der Hähnchenschenkel mit Erbsen & Kartoffel-Kürbispüree war ihm eng auf den Fersen und belegte somit Platz zwei. Schade dass man zwei so interessante Gerichte am selben Tag auf die Karte gesetzt hatte – leider reichte mein Hunger nicht dazu, dass ich beides probieren konnte. 😉 Auf dem dritten Platz folgten meiner Meinung nach die Asia-Gerichte, die ich noch etwas häufiger meinte zu sehen als die Penne mit Thunfisch auf Platz vier. Die Kartoffel-Gemüsepfanne schaffte es schließlich nur auf den fünften Platz, aber das war verständlich, denn das Gericht sah doch etwas trocken aus.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: ++
Apfelblaukraut: ++
Serviettenklöße: ++
Latte-Macchiato-Creme: ++

Marinierter Rehbraten mit Serviettenknödel – das Rezept

Sunday, June 2nd, 2013

Dieses Wochenende verspürte ich mal wieder Lust auf etwas mit Wild. Daher beschloss ich einen Hirschbraten zuzubereiten – zumindest nach erster Planung. Doch als ich beim Wild-Metzger am Viktualienmarkt danach fragte, teilte man mir mit dass es derzeit keinen Hirsch gäbe, da dieser keine Saison hätte. Aber es gäbe frisches Reh. Also disponierte ich einfach um und besorgte mir etwas Rehfleisch. Dazu wollte ich mich einmal an einen selbst hergestellten Serviettenknödel versuchen und beim Gemüse griff ich einfach zu Rotkraut. Das Ergebnis war ein zwar etwas aufwändiger zuzubereitender, aber überaus gelungener Rehbraten dessen Rezept ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 4 Portionen?

750g Rehfleisch
06 - Zutat Rehfleisch / Ingredient venison

Für die Marinade

1 Bund Suppengrün
01 - Zutat Suppengrün / Ingredient soup greens

1 große oder 2 mittlere Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

450ml trockener Rotwein
03 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

6 Wacholderbeeren
04 - Zutat Wacholderbeeren / Ingredient juniper

6 Pfefferkörner
05 - Zutat Pfefferkörner / Ingredient peppercorns

sowie 100ml Wasser

Für den Serviettenknödel

250-300g altbackene Brötchen oder Knödelbrot
07 - Zutat Brötchen / Ingredient buns

1 mittlere Zwiebel (60-70g)
08 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Eier
09 - Zutat Eier / Ingredient eggs

300ml Milch
10 - Zutat Milch / Ingredient milk

1/2 – 3/4 Bund Petersilie
11 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

70g Butter
12 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie etwas Salz und Muskatnuss zum würzen

Außerdem benötigen wir

180g kleine Champignons
13 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

100ml Gemüsebrühe
14 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

3 EL Cassis (Schwarzer Johannisbeerlikör)
15 - Zutat Cassis / Ingredient cassis

2 EL Preiselbeergelee
16 - Zutat Preiselbeeren / Ingredient cranberries

3 EL Olivenöl
12 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

ein Glas Rotkraut
16 - Zutat Rotkohl / Ingredient red cabbage

außerdem Salz & Pfeffer zum würzen

Da das Fleisch mindestens 24 Stunden in der Marinade liegen sollte, beginnen wir bereits am Vortag damit diese zuzubereiten. Dazu waschen wir das Suppengrün, tupfen es trocken
17 - Suppengemüse waschen / Wash soup greens

und zerkleinern es dann in Scheiben oder Würfel.
18 - Suppengemüse zerkleinern / Mince soup greens

Außerdem schneiden wir die Zwiebel in Streifen.
19 - Zwiebel in Streifen schneiden / Cut onion in stripes

Nun geben wir die 450ml Rotwein in einen Topf,
20 - Wein in Topf geben / Add wine to pot

fügen 100ml Wasser hinzu,
21 - Wasser hinzufügen / Add water

addieren Pfefferkörner und Wacholderbeeren
22 - Wacholder & Pfeffer dazu / Add juniper & pepper

und geben schließlich noch die Zwiebel
23 - Zwiebel hinein / Add onion

sowie das zerkleinerte Suppengemüse hinzu
24 - Gemüse addieren / Add soup greens

um alles dann kurz aufkochen und für ein paar Minuten auf mittlerer Stufe köcheln zu lassen. Dann nehmen wir es von der Platte und lassen es abkühlen.
25 - Aufkochen lassen / Boil up

Während die Marinade abkühlt, waschen wir das Rehfleisch gründlich
26 - Rehfleisch waschen / Wash venison

und reinigen es etwas, indem wir Sehnen und unschöne Stellen entfernen. Ich habe außerdem versucht, die dünne, helle Schicht auf der Oberfläche des Fleischs zu entfernen, aber bald feststellen müssen dass dies extrem mühselig und schwierig ist. Daher ließ ich bald wieder davon ab – und es sollte auch so gehen.
27 - Rehfleisch reinigen / Clean venison

Ist die Marinade dann abgekühlt, legen wir das Rehfleisch in ein großes, verschließbares Behältnis und bedecken es mit Marinade und Gemüse. Das Ganze kommt dann für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank, wobei wir es zwischendurch ruhig mal wenden können.
28 - Rehfleisch marinieren / Marinate venison

Am nächsten Tag, mindestens Stunde vor Ende der Marinierzeit des Rehs, beginnen wir damit, unseren Serviettenknödel vorzubereiten. Dazu schälen und würfeln wir die Zwiebel fein
29 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und lassen dann etwas Butter in einer Pfanne zerlaufen
30 - Butter schmelzen / Melt butter

um die Zwiebel darin glasig anzudünsten. Die Zwiebel stellen wir dann bei Seite und lassen sie etwas abkühlen.
31 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

Nun würfeln wir die altbackenen Brötchen
32 - Brötchen würfeln / Dice buns

und schlagen dann unsere beiden Eier in die Milch
33 - Eier zur Milch geben / Add eggs to milk

um sie dann gut miteinander zu verquirlen
34 - Verquirlen / Whisk

und mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss zu würzen.
35 - Würzen / Season

Außerdem waschen wir die Petersilie,
36 -  Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen von den Stielen
37 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann.
38 - Petersilie zerkleinern / Grind parsley

Des weiteren schmelzen wir die Butter in der Mikrowelle.
39 - Butter schmelzen / Melt butter

Nachdem wir die Brötchenwürfel in eine Schüssel gegeben haben, fügen wir die angedünsteten Zwiebel hinzu
40 - Zwiebeln addieren / Add onion

addieren die zerkleinerte Petersilie,
41 - Petersilie hinzufügen / Add parsley

geben die geschmolzene Butter hinzu
42 - Geschmolzene Butter dazugeben / Add molten butter

und gießen alles mit der Milch-Ei-Mischung auf.
43 - Milch dazu gießen / Add milk

Nun vermischen wir alles gründlich miteinander
44 - Vermengen / Mix

und lassen die Masse für ca. 60 Minuten abgedeckt ruhen damit es durchziehen kann.
45 - Ruhen lassen / Let rest

Wenn die 24 Stunden schließlich rum sind, entnehmen wir das Rehfleisch aus der Marinade, entfernen eventuell haften gebliebenes Gemüse und tupfen es dann trocken.
46 - Fleisch abtupfen / Dab venison

Die Marinade gießen wir dann durch ein Sieb und fangen die Flüssigkeit auf, die wir später noch brauchen. Das Gemüse können wir entsorgen.
47 - Marinade abgießen / Drain marinade

Nachdem wir dann das Fleisch von allen Seiten mit Salz und Pfeffer gewürzt haben
48 - Fleisch würzen / Season meat

erhitzen wir 2 EL Olivenöl in einer Pfanne
49 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten das Fleisch rundherum scharf an.
50 - Fleisch anbraten / Sear venison

Dann löschen wir es mit der Gemüsebrühe ab,
51 - Mit Gemüsebrühe ablöschen / Drain vegetable broth

gießen etwas von der Marinade dazu
52 - Marinade angießen / Add marinade

und lassen alles dann auf kleiner Stufe für 1 bis 1 1/4 Stunden geschlossen schmoren, wobei wir das Fleisch hin und wieder wenden und etwas mehr von der Marinade dazu gießen bis wir sie aufgebraucht haben.
53 - Geschlossen schmoren / Stew closed

Während das Fleisch schmort, waschen wir auch die Champignons vorsichtig, putzen sie mit einem Tuch etwas ab
54 - Champignons abspülen / Wash mushrooms

und entfernen schließlich die trocknen Stielenden bevor wir sie vierteln.
55 - Champignons reinigen vierteln / Quarter mushrooms

Ist die Stunde Ruhezeit unseres Knödelteiges schließlich abgelaufen, setzen wir einen großen Topf mit Wasser zum kochen auf
59 - Topf mit Wasser aufsetzen / Heat up water

und formen dann aus dem Teig mit den Händen eine Rolle
56 - Rolle formen / Form to roll

wickeln diese in ein sauberes, frischen Baumwoll-Küchentuch, verschließen die Enden mit Küchengarn
57 - In Küchentuch einpacken / Wrap in kitchen towel

und umwickeln alles noch einmal mit einer doppelten Schicht Alufolie.
58 - In Akufolie einwickeln / Wrap in aluminium foil

Ist das Wasser schließlich leicht siedend, geben wir unser Päckchen hinein und lassen es für ca. 40 Minuten bei leichtem köcheln gar ziehen. Und obwohl ich den größten Topf verwendet habe den ich habe, wurde es ziemlich eng – ich denke das nächste Mal mache ich lieber zwei kleinere Serviettenknödel.
62 - Serviettenknödel kochen / Cook dumpling

Außerdem erhitzen wir einen weiteren Esslöffel Olivenöl in einer kleinen Pfanne
60 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten unsere Champignons darin an. Anschließend stellen wir sie bei Seite.
61 - Champignons anbraten / Braise champignons

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt das Rotkraut aufzusetzen und zu kochen.
63 - Rotkraut kochen / Cook red cabbage

In einer kleinen Schüssel geben wir nun 2 TL Speisestärke und fügen 3 EL Wasser hinzu
65 - gut verrühren / Mix well

und verrühren alles gut miteinander. Durch diese Methode verhindern vor das verklumpen der Stärke beim einrühren.
65 - gut verrühren / Mix well

Dann entnehmen wir das Fleisch und halten es in Alufolie warm. Wie beim schmoren üblich ist das Fleisch auch hier etwas zusammengeschrumpft.
66 - Fleisch in Alufolie warmhalten / Wrap in silver paper to hold warm

In die verblieben Sauce geben wir nun drei Esslöffel Cassis
67 - Cassis addieren / Add cassis

sowie die beiden Esslöffel Preiselbeeren hinzu
68 - Preiselbeeren hinzufügen / Add cranberries

und rühren dann die aufgelöste Speisestärke unter.
69 - Speisestärke beigeben / Add starch

Zuletzt geben wir auch die angebratenen Champignons hinzu
70 - Champignons dazu / Add mushrooms

und lassen alles kurz aufkochen und dann weiter vor sich hin köcheln.
71 - Köcheln lassen / Simmer

Jetzt ist es auch an der Zeit, den Serviettenknödel auf dem Topf zu entnehmen abtropfen zu lassen, auszuwickeln und in Scheiben zu schneiden.
72 - Servierttenknödel zerschneiden / Cut dumpling in slices

Außerdem schneiden wir das geschmorte Rehfleisch in mundgerechte Stücke.
73 - Rehbraten in Scheiben schneiden / Cut venison in slices

Dann ist es endlich an der Zeit, das fertige Gericht zu servieren und zu genießen.
74 - Marinierter Rehbraten mit Serviettenknödel - Serviert / Marinated venison roast with dumpling - served

Wie bei geschmortem Fleisch üblich war das Fleisch zwar leicht Spröde geworden, hatte aber einen angenehm zarten Biss behalten. Das hatte ich auch schon beim Schneiden bemerkt, denn das Messer ging angenehm leicht durch das Rehfleisch. Gemeinsam mit der leicht herben, dunklen Sauce und den Champignonstückchen ein wahrer Genuss. Mit dem Serviettenknödel war ich wiederum nicht ganz zufrieden. Geschmacklich war er einwandfrei, aber von der Konsistenz her hätte er insgesamt etwas fester sein können. Er hatte wohl trotz des mehrfachen Einwickelns etwas Wasser gezogen. Ich hatte zwar kurz überlegt statt des Küchentuchs einfach Frischhaltefolie zu verwenden, war aber nicht sicher ob diese hitzebeständig genug ist um ein Bad im siedenden Wasser zu überstehen. Da weder die Verpackung der Folie noch auf der Webseite des Herstellers informationen zu diesem Thema zu finden war, wollte ich lieber kein Risiko eingehen. Dennoch war ich mit dem Ergebnis des heutigen Kochexperiments überaus zufrieden, auch wenn der Aufwand insgesamt etwas größer war. Aber was soll man sonst an einem Sonntag mit Dauerregen schon tun… 😉

75 - Marinierter Rehbraten mit Serviettenknödel - Seitenansicht / Marinated venison roast with dumpling - side view

Über die Kalorien des heutigen Gerichtes möchte ich mir aber lieber keine Gedanken machen. Wild selber ist zwar recht mager und auch das Rotkraut fällt nicht so sehr ins Gewicht. Aber der Semmelknödel mit all dem Weißbrot und der Butter dürfte es in sich gehabt haben. Wer hier noch etwas sparen möchte kann gerne zu Spätzle greifen, die passen ja auch immer sehr gut zu Wildgerichten. Wen die etwas längere Zubereitungszeit also nicht scheut, dem kann ich dieses Wildgericht wirklich ans Herz legen – ich finde es ist eine sehr schmackhafte Art und Weise Wild zuzubereiten.

Guten Appetit

Resteverwertung II [28.12.2011]

Wednesday, December 28th, 2011

Resteverwertung / leftovers II

Der zweite Tag Resteverwertung vom weihnachtlichen Gänsebraten, heute mit frisch zubereitetem Serviettenknödel und dem übrig gebliebenen Grünkohl. So ganz komm ich an diese Grünkohl-Zubereitung mit Rahm / Sahne noch immer nicht ran, aber das Zeug musste ja verbraucht werden. Damit ist es jetzt aber endlich auch alle – ich kann langsam nämlich keine Gans mehr sehen… 😉