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Dan Dan Nudeln – Resteverbrauch [09.03.2020]

Monday, March 9th, 2020

Der Montag bot wieder nur Standard-Gerichte in unserem Betriebsrestaurant. Die Nürnberger Rostbratwürstchen mit Bratensauce + drei Komponenten nach Wahl bei Daily klangen, die bestimmt mit Sauerkraut und Kartoffelpüree serviert wurden, klangen lecker, waren aber mit 6,30 Euro recht teuer. Ich hätte aber wahrscheinlich doch eher zum Linseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot aus dem Abschnitt Vital der Tageskarte gegriffen, denn Farfalle all Peperoni bei Veggie wären definitiv nichts für mich gewesen und auf Gebackene Frühlingsrollen oder andere Asia-Gericht hätte ich keine Lust gehabt. Aber das waren sowieso nur theoretische Überlegungen, denn ich hatte ja am Wochenende mal wieder viel gekocht und mit heute daher Reste meiner Dan Dan Nudeln mit Rinderhack mitgenommen, um sie mir in der Mikrowelle warm zu machen.

Dan dan noodles - Leftovers / Dan Dan Nudeln - Resteverbrauch

Wie so oft bei Nudeln erwiesen sich auch die Dan Dan Nudeln so richtig durchgezogen als fast noch etwas leckerer oder zumindest geschmacksintensiver als frisch zubereitet. Nur beim Hackfleisch hatte ich zu Beginn etwas Sorgen gehabt, dass es eventuell trocken geworden sein könnte – aber glücklicherweise war dem nicht so, denn es erwies sich auch nach dem Aufwärmen noch als angenehm saftig – was wohl auch der Tatsache geschuldet war dass ich alles Luftdicht verschlossen im Kühlschrank gelagert hatte. Weiterhin sehr lecker und eindeutig auch etwas zum Vorkochen für nachfolgende Tage. 😋

Einfache Dan Dan Nudeln mit Rinderhack – das Rezept

Saturday, March 7th, 2020

Heute wollte ich mal ein einfaches, aber sehr lecker klingendes Rezept aus der asiatischen Küche ausprobieren: Dan Dan Nudeln. Das Rezept stammt ursprünglich aus der Küche der chinesischen Provinz Szechuan und zeichnet sich vor allem durch die würzige Sauce auszeichnet, die im Original mit Sesam- und Chiliöl sowie Szechuan-Pfeffer hergestellt wird. Die Variante die ich heute ausprobierte war jedoch eher eine amerikanisch-europäisch angepasste Version mit Sriracha-Sauce und Erdnussbutter, die sich aber nicht als minder lecker erwies. Wie so häufig bei Asiatischen Gerichten war es vor allem die Sauce, die viel am Geschmack des Gerichts ausmachte. Und diese Sauce erwies sich als wahre geschmackliche Offenbarung, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

  • 250g Mie-Nudeln
  • 70g Erdnussbutter
  • 50ml helle Sojasauce
  • 1 – 1 1/2 Esslöffel Sriracha-Sauce
  • 1 1/2 Esslöffel geröstetes Sesamöl
  • 1 1/2 Esslöffel Maisstärke
  • 1 Esslöffel Reis-Essig
  • 1 Esslöffel brauner Zucker
  • 350ml Hühnerbrühe
  • 1 1/2 Esslöffel geriebenen Ingwer
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 450g Rinderhackfleisch
  • ca. 2/3 Teelöffel Salz
  • Frühlingszwiebeln oder Koriander zum garniern
  • Beginnen wir damit, die Knoblauchzehen zu schälen und zu zerkleinern
    01 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    sowie den frischen Ingwer zu schälen und fein zu reiben.
    02 - Ingwer schälen & reiben / Peel & grate ginger

    Anschließend wenden wir uns der Sauce zu. Dazu geben wir die Erdnussbutter in eine Schüssel, gießen die Sojasauce hinzu,
    03 - Sojasauce zu Erdnussbutter in Schüssel geben / Add soy sauce to peanut butter in bowl

    addieren einen Esslöffel Sriracha-Sauce (wer es schärfer mag auch gerne mehr),
    04 - Sriracha-Sauce addieren / Add sriracha sauce

    streuen einen Esslöffel Maisstärke ein,
    05 - Maisstärke hinzufügen / Add corn starch

    geben einen Esslöffel Reis-Essig hinzu,
    06 - Reis-Essig dazu geben / Add rice vinegar

    fügen einen Esslöffel dunkles geröstetes Sesamöl hinzu,
    07 - Sesamöl addieren / Add sesame oil

    addieren einen Esslöffel braunen Zucker,
    08 - Braunen Zucker einstreuen / Intersperse brown sugar

    gießen alles mit der noch heißen Hühnerbrühe auf
    09 - Hühnerbrühe eingießen / Add chicken broth

    und verrühren dann alles gründlich mit Hilfe eines Schneebesens bis die Erdnussbutter sich komplett in der Flüssigkeit aufgelöst hat.
    10 - Gründlich verrühren / Stir well

    In einer größeren Pfanne erhitzen wir dann etwas Öl auf leicht erhöhter Stufe, bröseln das Rinderhackfleisch hinein,
    11 - Rinderhackfleisch in Pfanne bröseln / Crumble ground beef in pan

    würzen es sogleich mit ca. 2/3 Teelöffel Salz,
    12 - Mit Salz würzen / Season with salt

    und braten es dabei krümelig an.
    13 - Hackfleisch krümelig anbraten / Fry ground beef crumbly

    Parallel legen wir die Mie-Nudeln in einen Topf oder ein anderes hitzebeständiges Behältnis, übergießen sie mit kochendem Wasser z.B. aus einem Wasserkocher und lassen sie 4-5 Minuten ziehen.
    14 - Mie-Nudeln mit heißem Wasser aufgießen / Pour boiling water on mie noodles

    Ist das Hackfleisch dann weitgehend durchgebraten, reduzieren wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe, addieren wir den zerkleinerten Knoblauch und den geriebenen Ingwer
    15 - Knoblauch & Ingwer zu Hackfleisch geben / Add garlic & ginger to ground meat

    und dünsten beides gemeinsam mit dem Hackfleisch für mindestens 2-3 Minuten mit an.
    16 - Knoblauch & Ingwer andünsten / Braise garlic & ginger

    Außerdem ziehen wir die Mie-Nudeln mit Hilfe einer Gabel etwas auseinander
    17 - Mie-Nudeln mit Gabel auseinanderziehen / Pull noodles apart with fork

    und lassen sie dann in einem Sieb abtropfen.
    18 - Mie-Nudeln abtropfen lassen / Drain mie noodles

    Nachdem wir sie noch einmal kurz mit dem Schneebesen durchgerührt haben, geben wir die zuvor hergestellte Saucenmischung dann zum Hackfleisch in die Pfanne
    19 - Saucenmischung zum Hackfleisch geben / Add sauce mix to ground meat

    und lassen sie unter gelegentlichem Rühren heiß werden.
    20 - Sauce heiß werden lassen / Let sauce get hot

    Anschließend geben wir die abgetropften Nudeln hinzu,
    21 - Mie-Nudeln in Sauce geben / Add mie noodles to sauce

    vermischen Nudeln und Sauce gründlich miteinander und lassen die Nudeln dabei wieder heiß werden.
    22 - Nudeln mit Sauce vermengen / Mix noodles and sauce

    Dann können wir das fertige Gericht auch schon, garniert mit einigen Frühlingszwiebeln oder etwas Koriander, servieren und sofort genießen.
    23 - Dan Dan noodles with beef - Served / Dan Dan Nudeln mit Rinderhackfleisch - Serviert

    Die Sauce mit ihrem deutlich pikanten Erdnussaroma, das wunderbar mit der Sesamnote harmonierte, war wahrlich eine geschmackliche Offenbarung. Wer Erdnuss-Sauce mag wird diese Variante auf jeden Fall sofort lieben. Dazu das krümelig angebratene Hackfleisch als Fleischeinlage und die Mie-Nudeln als Sättigungskomponente machten diese Variante der Dan Dan Nudeln zu einem wirklichen Genuss. Am Grundrezept würde ich nichts mehr ändern wollen, allerdings überlege ich beim nächsten Mal vielleicht doch etwas mehr Gemüse mit in das Gericht zu geben. Im Original aus Szechuan werden in Essig eingelegte Senfpflanzen, genannt Zha Cai (榨菜) oder Ya Cai (芽菜), dazu im Gericht verarbeitet, da man so etwas wohl nur schwierig hier in Deutschland bekommt würde ich eventuell auf irgend eine Kohlart, z.B. Pak Choi, zurückgreifen wollen. Und auch ein paar angedünstete Zwiebelspalten, Frühlingszwiebeln oder Mu-Err-Pilze würden sich bestimmt gut darin tun. Fest steht auf jeden Fall, dass das bestimmt nicht das letzte Mal war, dass ich Dan Dan Nudeln zubereitet habe – auch wenn ich die Zutaten durchaus noch variieren werden. Aber die Sauce ist so lecker, dass dazu wohl fast alles schmeckt. 😉

    24 - Dan Dan noodles with beef - Side view / Dan Dan Nudeln mit Rinderhackfleisch - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Hausgemachtes Beef Jerky (mit 2 Marinaden) – das Rezept

    Sunday, January 19th, 2020

    Nach meinem erfolgreichen ersten Test meines neuen Dörrautomaten in Form der Apfelchips konnte ich es nicht abwarten meine Tests dieses einfachen, aber scheinbar sehr nützlichen Küchengeräts fortzusetzen. Daher entschloss ich mich dazu, mich gleich mal an Trockenfleisch, besser bekannt als Beef Jerky, heranzuwagen. Doch wie würzen bzw. marinieren. Sucht man im Internet, findet man tausende von verschiedenen Rezepten die sich häufig nur in einigen Kleinigkeiten unterscheiden: Die eine verwendet Sojasauce oder irgend andere asiatische Sauce in der Sojasauce enthalten ist (z.B. Teriyaki), die andere einfach nur Wasser und Pökelsalz sowie einige Gewürze. Je eine dieser beiden Varianten möchte ich heute testen.

    8 hauchdünn geschnittene fettarme Rinderrouladen
    01 - Zutat Rinderrouladen / Ingredient beef roulades

    02 - Rinderrouladen hauchdünn / Thin cut beef

    Für die Sojasaucen-Marinade brauchen wir:

  • 110ml helle Sojasauce
  • 110ml Worcester(shire)-Sauce
  • 1 Teelöffel Zwiebelgranulat
  • 1 Teelöffel Knoblauchgranulat
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel Chiliflocken
  • Für die Salz-Marinade:

  • 120 ml kaltes Wasser
  • 1 Teelöffel Pökelsalz
  • 3/4 Teelöffel Rohrzucker
  • 1/2 Teeelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Zwiebelgranulat
  • 1 Teelöffel Knoblauchgranulat
  • 3/4 Teelöffel Pfeffer
  • einige Tropfen Flüssigrauch
  • Schneiden wir erst einmal die Rouladen quer zur Faser in Streifen. Ich nutzte eine von etwa einem Zeigefinger, wie sich herausstellte ist das aber nur bedingt optimal, ich empfehle für die Zukunft die eineinhalb bis doppelte Breite, denn die Streifen schrumpfen ja noch deutlich. Dabei sollten wir so viel Fett wie möglich vom Fleisch entfernen, denn gerade dieses droht nach dem trocknen ranzig zu werden.
    03 - Rinderrouladen in Streifen schneiden / Put beef in stripes

    Anschließend machen wir uns daran, die Marinaden vorzubereiten. Beginnen wir mit der Sojasaucen-Marinade und geben Sojasauce und Worcestersauce in eine Schüssel,
    04 - Sojasauce & Worcestersauce in Schüssel geben / Put soy sauce & worcester sauce in bowl

    streuen das Salz ein
    05 - Salz hinzufügen / Add salt

    addieren den frisch geriebenen Pfeffer,
    06 - Pfeffer addieren / Add pepper

    fügen Knoblauch- und Zwiebelgranulat hinzu,
    07 - Zwiebel- & Knoblauchgranulat einstreuen / Add granutlated onion & garlic

    sorgen mit den Chiliflocken für etwas Schärfe
    08 - Chiliflocken einstreuen / Add chili flakes

    und verrühren schließlich alles gründlich miteinander.
    09 - Gründlich verrühren / Stir well

    Fahren wir mit der Salzmarinade fort und geben dazu erst einmal das Salz und das Pökelsalz in eine Schale mit kalten Wasser.
    10 - Salz & Pökelsalz in Wasser geben / Add salt & pickling salt in water

    Anschließend geben wir den Rohrzucker hinzu,
    11 - Rohrzucker einstreuen / Add brown sugar

    addieren den Flüssigrauch,
    12 - Flüssigrauch hinzufügen / Add liquid smoke

    streuen Pfeffer, Zwiebel- und Knoblauchgranulat ein
    13 - Pfeffer, Zwiebel- & Knoblauchgranulat addieren / Add pepper, granulated onion & garlic

    und verrühren auch diese Zutaten gründlich. Hier sollten wir etwas länger rühren, bis sich Salze und Zucker komplett aufgelöst haben.
    14 - Gründlich verrühren / Stir thorougly

    Als nächstes teilen wir die Rindfleisch-Streifen in gleichen Teilen auf zwei Plastikbeutel auf,
    15 - Fleischstreifen in Plastikbeutel aufteilen / Divide stripes in two plastic bags

    geben die Salzmarinade in den einen Beutel
    16 - Salzmarinade in ersten Beutel geben / Por salt marinade in first bag

    und die Sojasaucen-Marinade in den anderen Beutel.
    17- Sojamarinade in zweiten Beutel geben / Pour soy sauce marinade in second bag

    Bei beiden Beutel sollten wir uns, nachdem wir so viel Luft wie möglich herausgedrückt und sie verschlossen haben, dann etwas Zeit nehmen um jeweils die Marinade ein wenig mit den Händen ins Fleisch einzumassieren.
    18 - Marinade einmassieren / Rub in marinade

    Anschließend wandern sie in den Kühlschrank, damit die Marinade über Nacht oder gerne auch länger einzihen kann – bei mit waren es letztlich fast 20 Stunden.

    Am nächsten Tag holen wir dann die Beutel aus dem Kühlschrank, legen eine größere, abwaschbare Fläche mit etwas Küchenpapier aus und nehmen dann die Fleischstreifen aus der Marinade und legen sie einzeln aus, um sie dann mit einer zweiten Schicht Küchentücher so trocken wie möglich tupfen zu können und dann in die Etagen des Dörrautomaten zu legen.

    19 - Soja-Streifen auf Küchenpapier verteilen / Put soy stripes on paper towels 22 - Streifen auf Küchenpapier verteilen / Put stripes on paper towel
    20 - Soja-Streifen trocken tupfen / Pat soy stripes dry 23 - Fleischstreifen trocken tupfen / Pat stripes dry
    21 - Soja-Fleischstreifen in Dörrautomat legen / Put soy stripes in dehydrator 24 - Salz-Streifen in Dörrautomat legen / Put salt-stripes in dehydrator

    Dabei sollten sich die einzelnen Streifen aber nach Möglichkeit nicht überlappen.

    Anschließend stapeln wir alle einzelnen Etagen des Dörrautomats übereinander,
    25 - Übereinander stapeln / Pile up

    schließen den Deckel und schalten das Gerät ein. Danach heißt es: Warten.
    26 - Dörrautomat einschalten/ Turn on dehydrator

    Bereits nach knapp einer Stunde hatte das Fleisch deutlich an Feuchtigkeit verloren und war sichtlich geschrumpft – sowohl bei den Streifen aus der Salzmarinade
    27- Salzmarinade-Streifen nach einer Stunde / Salt-marinated stripes after one hour

    und noch viel deutlicher bei jenen aus der Sojasaucen-Marinade. Die vollen 6-8 Stunden wie aus den Beschreibungen im Internet würde dieses Fleisch nicht brauchen, so viel stand fest.
    28 - Sojasauce-Streifen nach einer Stunde / Soy sauce stripes after one hour

    Bereits 2 3/4 Stunden später hatte das Fleisch schließlich eine so trockene und brüchige Konsistenz erreicht, dass ich mich dazu entschloss es aus dem Dehydrator zu nehmen und als fertig gedörrt anzusehen. Vier Stunden reichen bei so schmalen Fleischstreifen offensichtlich – bei breiteren Streifen kann sie natürlich variieren.
    29 - Beef Jerky - Fertig getrocknet / Finished dehydrated

    Die Variante aus der Salzmarinade hatte einen, wie nicht anders zu erwarten, leicht salzigen Geschmack und hatte von den anderen Gewürzen nur Spuren aufgenommen, so dass letztlich der Fleischgeschmack sehr deutlich erhalten geblieben war. Ihre Farbe hatte dabei ein dunkles Rot angenommen und sie sahen noch deutlich nach Fleisch aus. Fand ich schon mal sehr lecker, auch wenn noch etwas mehr Würze nicht geschadet hätte.
    30 - Salt marinated beef jerky - CloseUp / Beef Jerky in Salzmarinade - Nahaufnahme

    Die in Sojasauce marinierten Rindfleischstreifen waren natürlich dunkler geraten und erinnerten etwas an verkohltes Fleisch, aber das lag an der dunklen Färbung der Sojasauce. Und dabei hatte ich noch helle Sojasauce verwendet, bei dunkler Sojasauce wäre es wohl noch deutlich kräftiger geworden. Aber geschmacklich gab es auch hier nichts auszusetzen. Das Sojasaucen-Aroma in Kombination mit der Worcestersauce und natürlich den Gewürzen trat aber sehr viel deutlicher zu Tage und ließ den Fleischgeschmack etwas mehr in den Hintergrund treten als bei den Streifen in Salzmarinade.
    31 - Soysauce marinated Beef Jerky - CloseUp / Beef Jerky in Sojasauce-Marinade - Nahaufnahme

    Beide Varianten fand ich durchaus lecker – hier muss jeder selbst wissen ob er eher den Fleischgeschmack oder die Würze haben möchte, wenn er von seinen knackigen Fleischstreifen abbeißt. 😉

    Ist das Beef Jerky schließlich etwas abgekühlt, wird die Lagerung in einem Behälter mit dicht schließenden Deckel empfohlen, damit das trockene Fleisch nicht zu viel Feuchtigkeit aus der Luft ziehen und dadurch schneller verderben kann. Es sollte sich nun mehrere Monate halten, ich habe aufgrund meiner Recherchen drei Monate als Richtwert festlegen können. Gibt man dem getrockneten Rindfleisch übrigens noch ein bis zwei Tage, entwickeln sich die Geschmäcker noch etwas und werden intensiver.
    32 - Beef Jerky - Stored / Gelagert

    Noch länger wird es haltbar, wenn man es vakuumiert und zusätzlich einfriert, doch das wird bei meinem Beef Jerky nicht notwendig werden, denn dazu ist es zu lecker – es wird wohl nicht allzu lange überleben.

    Guten Appetit

    Udon-Nudelpfanne mit Rindfleisch – das Rezept

    Saturday, November 10th, 2018

    Da ich für mein Glasnudel-Curry vom letzten Wochenende etwas zu viele Udon-Nudeln eingekauft hatte, entschloss ich mich diesen Samstag dazu zumindest einen Teil davon zu verbrauchen und mir eine Udon-Nudelpfanne mit Rindfleisch, Broccoli, Möhren & Pilzen zuzubereiten, die ich mit einer asiatischen Saucenmischung würzte. Für diejenigen die den Begriff Udon noch nicht kennen: Die Udon ist eine aus Salz, Wasser und Weizenmehl hergestellte Nudelsorte und gilt mit ihrer weißen bis cremeweißen Farbe und ihrer weichen und elastischen Konsistenz als dickste Nudel der japanischen Küche. Man bekommt sie hier in Deutschland, wenn überhaupt, im Asia-Laden oder, wie ich, über das Internet. Im regulären Supermarkt habe ich sie bisher noch nicht entdecken können, auch nicht in denjenigen mit großer Asia-Abteilung. Dabei gibt es sie zum einen in getrockneter Form zum kochen oder in bereits vorgekochter Form und luftdicht verpackt. Ich hatte mich für die vorgekochte Variante entschieden, die in nur 3-4 Minuten bereits gar ist. Sie eignet sich daher wunderbar für die schnelle Küche. Traditionell wird die Udon übrigens gerne in traditionellen japanischen Suppen verwendet, aber wie ich mit diesem Beitrag zeigen werde, eignet sich sich auch wunderbar als Sättigungszutat in einer Fleisch-Gemüsepfanne.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    500-600g Broccoli (sollte effektiv ca. 220g Röschen ergeben)
    01 - Zutat Broccoli / Ingredient broccoli

    2 mittelgroße Möhren
    02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    220g braune Champignons
    03 - Zutat Pilze / Ingredient mushrooms

    400g Udon-Nudeln
    04 - Zutat Udon-Nudeln / Ingredient udon noodles

    400g Rinderfilet
    05 - Zutat Rinderfilet / Ingredient beef sirloin filet

    Für die Gewürzmischung
    100ml helle Sojasauce
    06 - Zutat helle Sojasauce / Ingredient light soy sauce

    3 Esslöffel Austernsauce
    07 - Zutat Austernsauce / Ingredient oyster sauce

    1 Esslöffel frisch geriebener Ingwer
    08 - Zutat frisch geriebener Ingwer / Ingredient freshly grated ginger

    1 Esslöffel brauner Zucker
    09 - Zutat brauner Zucker / Ingredient brown sugar

    je 1/2 Teelöffel frisch gemahlener Pfeffer & Chiliflocken (z.B. Pul Biber)
    10 - Zutat Pfeffer & Chiliflocken / Ingredient pepper & chili flakes

    2 Zehen Knoblauch
    11 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic gloves

    1 Teelöffel geröstetes Sesamöl
    12 - Zutat Sesamöl / Ingredient sesame oil

    sowie etwas Olivenöl zum braten

    Beginnen wir – wie üblich – mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir erst einmal die Möhren
    13 - Möhren schälen / Peel carrots

    und schneiden sie in schmale Streifen. Ich hatte mir dazu mal endlich einen Julienne-Schneider besorgt, mit dem dies ganz einfach von statten ging.
    14 - Möhren in dünne Streifen schneiden / Cut carrots in thin slices

    Außerdem schneiden wir den Broccoli in kleine Röschen und waschen diese kurz unter fließendem Wasser – vor allem bei unverpackt verkauften Broccoli.
    15 - Broccoli zerkleinern / Chop brocoli

    In einer größere Schüssel geben wir dann sie Soja- und Austernsauce,
    16 - Soja & Austernsauce in Schüssel geben / Add soy & oyster sauce in bowl

    addieren den geriebenen Ingwer,
    17 - Geriebenen Ingwer dazu geben / Add grated ginger

    streuen den braunen Zucker ein,
    18 - Braunen Zucker addieren / Add brown sugar

    geben den Teelöffel Sesamöl dazu,
    19 - Sesamöl in Schüssel geben / Put sesame oil in bowl

    pressen die beiden Knoblauchzehen hinein,
    20 - Knoblauchzehen dazu pressen / Squeeze garlic gloves in sauce

    geben Pfeffer sowie Chiliflocken hinein
    21 - Pfeffer & Chiliflocken addieren / Add pepper & chili flakes

    und verrühren alles gründlich miteinander.
    22 - Gründlich verrühren / Mix well

    Schließlich brausen wir noch die Pilze ab, trocknen sie
    23 - Pilze waschen / Wash mushrooms

    und schneiden sie in Scheiben.
    24 - Pilze in Scheiben schneiden /Cut mushrooms in slices

    Außerdem waschen wir auch das Rinderfilet ab, tupfen es trocken,
    25 - Rinderfilet waschen / Wash beef sirloin filet

    schneiden es entgegen der Maserung in schmale Scheiben
    26 - Rinderfilet in dünne Scheiben schneiden / Cut beef sirloin filet in slices

    und zerteilen diese dann noch einmal in mundgerechte Streifen.
    27 - Rinderfilet in Streifen schneiden / Cut beef filet slices in stripes

    Jetzt können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnen und erhitzen etwas Olivenöl auf erhöhter Stufe in einer Pfanne oder einem Wok,
    28 - Olivenöl in Wok erhitzen / Heat olive oil in wok

    geben die Rindfleischfilet-Streifen hinein,
    29 - Rinderfiletstreifen in Wok geben / Put beef stripes in wok

    braten sie scharf für 4-5 Minuten rundherum an
    30 - Rinderfiletstreifen anbraten / Fry beef sirloin filet

    und entnehmen sie dann erst einmal wieder und stellen sie bei Seite.
    31 - Rinderfiletstreifen entnehmen / Remove beef stripes

    In den nun leeren Wok mit seinen Bratrückständen geben wir anschließend die Broccoli-Röschen,
    32 - Broccoli in Wok geben / Put broccoli in wok

    die Möhrenstreifen
    33 - Möhren addieren / Add carrots

    sowie die Pilzscheiben
    34 - Pilze hinzufügen / Add mushrooms

    und dünsten alles bei gelegentlichem umrühren für 5-7 Minuten an, bis es einigermaßen durchgegart ist. Dabei braucht vor allem der Broccoli seine Zeit, es gilt: je größer die Röschen, desto länger die Garzeit.
    35 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

    Zum gegarten Gemüse geben wir dann die Udon-Nudeln,
    36 - Udon-Nudeln in Wok geben / Put udon noodles in wok

    fügen auch die zuvor angebratenen Rinderfilet-Streifen wieder hinzu
    37 - Rindfleischstreifen addieren / Add beef stripes

    und übergießen alles mit der zuvor hergestellten Würzsaucen-Mischung.
    38 - Saucenmischung eingießen / Drain sauce mix

    Jetzt brauchen wir alles nur noch gründlich miteinander zu vermischen und für weitere 3-5 Minuten im Wok zu wenden, bis die Udon-Nudeln gar und das Rindfleisch wieder heiß ist.
    39 - Beef udon stir fry - Mix / Rindfleisch Udon-Nudelpfanne - Vermischen

    Anschließend können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
    40 - Beef udon stir fry - Served / Rindfleisch Udon-Nudelpfanne - Serviert

    Die Kombination aus wunderbar zartem und saftigen Rinderfilet, teilweise noch leicht knackigen, aber gut durchgegarten Gemüse und elastischer Udon-Nudeln in der angenehm aromatischen und, dank der Chiliflocken und des Ingwer, gleichzeitig deutlich pikanten Würzsauce-Mischung erwies sich als wirklich überaus gut gelungenes und sehr leckeres Asia-Gericht, das man aufgrund des relativ geringen Aufwandes bei der Zubereitung auch gut mal unter der Woche zubereiten kann. Ob man in diesem Fall natürlich teures Rinderfilet verwendet, sei jedem selbst überlassen – ich kann mit das Gerich auch gut mit Schweinefleisch oder Geflügel vorstellen, selbst Tofu wäre denkbar. Ein einfaches, aber sehr schönes und vor allem schmackhaftes Rezept, das ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann.

    41 - Beef udon stir fry - Side view / Rindfleisch Udon-Nudelpfanne - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Mongolisches Rindfleisch im Slow Cooker – das Rezept

    Saturday, April 21st, 2018

    Dieses Wochenende kam ich nun endlich dazu, wieder einmal für mich selbst zu kochen. Und für diese Gelegenheit hatte ich mir etwas ganz besonderes herausgesucht: Mongolisches Rindfleisch, das ich in meinem Slow Cooker zubereiten wollte – gefunden hatte ich das Rezept bei The chunky chef. Zugegebenermaßen ist es ein sehr einfaches Rezept und ob es wirklich original mongolisch ist, sei auch mal so dahin gestellt, aber das Ergebnis war ein überaus schmackhaftes Rinfleisch-Curry, das mir sehr gut gemundet hat. Das letzte Mal hatte ich vor 12 Jahren mongolisch gegessen, damal im Garden of Tranquility in San Francisco. Geschmacklich kam mein mongolisches Rindfleisch hier zumindest ran. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Rezept, dass ich natürlich in der gewohnten Form vorstellen werde.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    650g Rindfleisch zum schmoren
    (Eigentlich wollte ich Flankensteak nehmen wie um ursprünglichen Rezept vorgeschlagen, doch das hatte ich nirgendwo bekommen, daher griff ich auf Roastbeef zurück)
    01 - Zutat Roastbeef / Ingredient roast beef

    100g Maisstärke
    02 - Zutat Maisstärke / Ingredient corn starch

    2-3 Möhren
    03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    3-4 Knoblauchzehen
    04 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic

    1 1/2 Daumen großes Stück Ingwer (Sollte gerieben etwa 2 Teelöffel ergeben)
    05 - Zutat frischer Ingwer / Ingredient fresh ginger

    150ml helle Sojasauce
    07 - Zutat helle Sojasauce / Ingredient light soy sauce

    100g brauner Zucker
    06 - Zutat brauner Zucker / ingredient brown sugar

    2-3 Esslöffel Srirache-Sauce
    08 - Zutat Sriracha-Sauce / Ingredient sriracha sauce

    180-200g Basmati-Reis
    09 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

    sowie evtl. etwas Frühlingszwiebeln und Sesam zum garnieren
    und bei Bedarf etwas Butter zum verfeinern des Reis

    Beginnen wir damit, die Möhren zu schälen
    10 - Möhren schälen / Peel carrots

    und sie in Stifte zu schneiden.
    11 - Möhren in Stifte schneiden / Cut carrots into strips

    Anschließend waschen wir das Roastbeef, tupfen es trocken und schneiden es in kurze, etwas breitere Streifen,
    12 - Roastbeef in Streifen schneiden / Cut beef in stripes

    die wir in einen Gefrierbeutel legen, die Maisstärke dazu geben
    13 - Fleisch & Maisstärke in Beutel geben / Put beef & cornstarch in bag

    und alles dann bei verschlossenen Beutel gründlich durchschütteln, so dass alle Fleischstücke rundherum mit der Maisstärke benetzt sind.
    14 - Beutel kräftig schütteln / Shake bag well

    Außerdem schälen wir den Ingwer,
    15 - Ingwer schälen / Peel ginger

    zerreiben ihn
    16 - Ingwer reiben / Grate ginger

    und schälen schließlich noch die Knoblauchzehen.
    17 - Knoblauch schälen / Peel garlic

    Nun geben wir die Sojasauce und ca. 100ml Wasser in unseren Slow Cooker,
    18 - Sojasauce & Wasser in Slow Cooker geben / Put soy sauce & water in slow cooker

    addieren den geriebenen Ingwer,
    19 - Ingwer hinzufügen / Add ginger

    geben den braunen Zucker hinzu,
    20 - Zucker addieren / Add sugar

    schreddern die Knoblauchzehen hinein – wer keinen Knoblauch-Zerkleinerer wie ich meinen Garlic Master besitzt, kann sie auch vorher manuell zerschneiden –
    21 - Knoblauch dazu schreddern / Mince garlic

    fügen noch zwei bis drei Esslöffel Sriracha-Sauce dazu
    22 - Sriracha-Sauce hinzufügen / Add sriracha sauce

    und verrühren alles gründlich miteinander.
    23 - Gründlich verrühren / Stir well

    In diese Mischung geben wir zuerst die panierten Rindfleisch-Streifen,
    24 - Rindfleisch dazu geben / Add beef

    addieren die in Stifte zerkleinerten Möhren,
    25 - Möhrenstifte addieren / Add carrots

    vermischen alles gründlich miteinander, so dass alles mit der Sauce bedeckt ist
    26 - Vermischen / Mix

    und lassen es dann geschlossen auf HIGH für 2 1/2 – 3 Stunden garen
    27 - Geschlossen schmoren / Braise closed

    wobei wir es hin und wieder natürlich auch mal umrühren – obwohl die Gefahr dass etwas anbrennt beim Slow Cooker eher gering ist.
    28 - Zwischendurch umrühren / Stir in between

    Etwa eine Viertelstunde bevor unser mongolisches Rindfleisch fertig gegart ist, setzten wir einen Topf mit 360 – 400 ml Wasser (je nach verwendeter Reismenge – es gilt doppelte Menge Wasser wie Reis) auf, bringen dieses zum kochen,
    29 - Wasser in Topf erhitzen / Heat up water in pot

    salzen das kochende Wasser mit einem Teelöffel Salz
    30 - Wasser salzen / Salt water

    und geben dann den Reis hinein, um ihn gemäß Packungsbeschreibung geschlossen und auf niedriger Flamme gar ziehen zu lassen. Bei Basamati dauert das in der Regel sieben bis acht Minuten.
    31 - Reis kochen / Cook rice

    Wer mag, kann den fertig gekochten Reis nach dem Auflockern mit einer Gabel noch mit einem Stück Butter verfeinern, indem man sie man unter Verwendung der Resthitze der Platte im heißen Reis zergehen lässt und mit ihm verrührt.
    32 - Gekochten Reis mit Butter verfeinern / Refine cooked rice with butter

    Anschließend können wir den Reis gemeinsam mit dem Rindfleisch servieren, wobei wir das Rindfleisch am besten noch mit etwas Sesam und einigen Ringen Frühlingszwiebeln garnieren.
    33 - Mongolian beef / Mongolisches Rindfleisch - Served / Serviert

    Wie es beim schonenden schmoren im Slow Cooker nicht anders erwartet, war das Rindfleisch wunderbar mürbe und zart geworden, wobei es beim Verzehr regelrecht auf der Zunge zerfiel. Dabei hatte es neben seinem Eigengeschmack auch viel von der pikanten, aber auch süßlichen Sauce angenommen. Erinnerte stark an die Beschreibung des Gerichtes, dass ich damals im einleitend erwähnten mongolischen Restaurant in San Francisco verzehrt hatte, also ließe sich die These es handele sich um ein mongolisches Gericht auch durchaus aufrecht erhalten. Vielleicht hätte ich noch eine in Halbringe geschnittene Gemüsezwiebel hinzu geben können, außerdem würde ich beim nächsten Mal die Möhren erst etwas später unterheben, damit sie nicht ganz so weich gekocht werden, aber prinzipiell durfte ich mit Genugtuung feststellen, dass mein erstes mongolisches Gericht wirklich gut gelungen war. Außerdem wäre noch zu überlegen, den zum garnieren verwendeten Sesam vorher noch etwas ohne Öl in einer Pfanne anzurösten, damit sein Aroma noch deutlicher zur Geltung kommt – aber das ist dann wirklich schon der Feinschliff.

    34 - Mongolian beef / Mongolisches Rindfleisch - Seitenansicht

    Wie meine Recherche außerdem ergeben hat, isst man in der Mongolei eher fettreich und mit viel Fleisch und wenig Gemüse – das Land ist eben kein typischer Agrarstaat, sondern eher die Heimat von Nomaden, die mit und von ihren Tieren leben. Verbreitet sind was Gemüse angeht vor allem Zwiebeln, Möhren und Kohl, der sich auch über den Winter gut lagern lässt. Außerdem gibt es viele verschiedene Käsesorten und sogar alkoholische Getränke wie Airag (auch Kumys genannt) aus vergorener Stutenmilch. Das hier vorgestellte Rezept ist also vielleicht doch gar nicht so unauthentisch, was die mongolische Herkunft angeht – auch wenn man in einer Jurte mitten in der mongolischen Steppe bestimmt keine Zeit mit einem Slow Cooker vergeuden würde. Das Rezept ist aus meiner Sicht aber auf jeden Fall empfehlenswert und schmeckt mit Sicherheit auch mit Lamm, Pferd, Kamel oder dem in der Mongolei ebenfalls sehr beliebten Murmeltier sehr gut. Für den westlichen Magen sollte Rind oder vielleicht noch Lamm aber erst einmal ausreichen, um einen Erstkontakt mit der mongolischen Küche herzustellen.

    Guten Appetit

    Gebratene Nudeln mit Huhn & Ei – das Rezept

    Sunday, February 11th, 2018

    Dieses Wochenende hatte ich irgendwie mal wieder Lust auf ein Gericht aus dem fernen Osten, daher entschied ich mich dazu mal Gebratene Nudeln mit Huhn und Ei zuzubreiten, ein Klassiker der asiatischen Küche hier in Europa. Bei meiner Recherche nach einem passenden Rezept fiel mit dabei auf, dass es unzählige Varianten und Zutatenkombinationen zu geben scheint, die für die Zubereitung dieses Gerichts verwendet werden können – die hier vorgestellte Rezeptvariante ist daher eine Kombination aus verschiedenen Versionen, die meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, meine Version für Gebratene Nudeln mit Huhn & Ei einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    400g Hähnchenbrustfilet
    01 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

    Für die Marinade

    3-4 Esslöffel helle Sojasauce
    02 - Zutat helle Sojasauce / Ingredient bright soy sauce

    1 Teelöffel Sambal Olek
    03 - Zutat Sambal Olek / Ingredient sambal olek

    Außerdem brauchen wir

    2 Möhren (ca. 250g)
    04 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    1 mittelgroße Paprika
    05 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

    1 große Chili
    06 - Zutat Chili / Ingredient chili

    3 Frühlingszwiebeln
    07 - Zutat Frühlinsgzwiebeln / Ingredient scallions

    1 etwa daumengroßes Stück Ingwer
    08 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    1 mittelgroße Zwiebel
    09 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1 große oder 1 kleine Zehe(n) Knoblauch
    10 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    1 kleine Stange Lauch
    11 - Zutat Lauch / Ingredient leek

    3-4 Esslöffel dunkle Sojasauce
    12 - Zutat dunkle Sojasauce / Ingredient dark soy sauce

    2-3 Handvoll Sojabbohnenkeimlinge
    13 - Zutat Sojabohnenkeimlinge / Ingredient soybean seedlings

    2-3 Esslöffel Erdnussöl
    05 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

    1 1/2 Teelöffel Zucker
    08 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

    2 oder besser 3 Eier
    14 - Zutat Eier / Ingredient eggs

    einige kräftige Spritzer Chili-Garlic-Sauce
    15 - Zutat Chili-Garlic-Sauce / Ingredient chili garlic sauce

    200g Mie-Nudeln
    16 - Zutat Mie-Nudeln / Ingredient mie noodles

    sowie etwas frisch gemahlenen weißen Pfeffer zum würzen
    und einem Schuss Sesamöl zum verfeinern

    Beginnen wir – am besten 1-2 Stunden vor der eigentlichen Zubereitung – damit, die Hähnchenbrustfilets zu waschen, trocken zu tupfen
    17 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breast

    und sie in mundgerechte Würfel zu schneiden. Dabei entfernen wir auch gleich fettige Stellen und eventuell vorhandene Knochenreste.
    18 - Hähnchenbrust würfeln / Cut chicken breast in dices

    Die Würfel geben wir in ein verschließbares Behältnis, z.B. eine Tupperdose, geben 3-4 Esslöffel helle Sojasauce
    19 - Helle Sojasauce zu Hähnchenbrustwürfeln geben / Add  bright soy sauce

    sowie einen Teelöffel Sambal Olek hinzu
    20 - Sambal Olek dazu geben / Add sambal olek

    und vermengen alles dann gründlich miteinander, um die Marinade anschließend für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank einziehen zu lassen.
    21 - Gründlich vermengen / Mix well

    Wenig später können wir dann aber auch schon mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten beginnen. So schälen wir also die Möhren
    22 - Möhren schälen / Peel carrots

    und schneiden sie in Streifen,
    23 - Möhren in Streifen schneiden / Cut carrots in stripes

    zerteilen die zuvor gewaschene Chilischote in Ringe,
    24 - Chili in Ringe schneiden / Cut chili in rings

    spülen die Frühlingszwiebeln ab und schneiden sie in Ringe,
    25 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

    reinigen die Paprika, entkernen sie und trennen sie in Streifen auf,
    26 - Paprika in Streifen schneiden / Cut bell pepper ins stripes

    und zerkleinern die zuvor gereinigte Lauchstange in schmale Ringe.
    27 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

    Auerdem schlagen wir Eier in eine Schüssel
    28 - Eier in Schüssel schlagen / Open eggs in bowl

    und verquirlen sie.
    29 - Eier verquirlen / Whisk eggs

    Natürlich sollten wir auch nicht vergessen, die Zwiebel in Spalten zu schneiden,
    30 - Zwiebel in Spalten schneiden / Cut onion in strips

    den Ingwer zu schälen und zu reiben
    31 - Ingwer schälen & reiben / Peel & grate ginger

    und die Knoblauchzehen zu schälen und gründlich zu zerkleinern.
    32 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Sobald alle Zutaten vorbereitet sind, können wir uns um die Mie-Nudeln kümmern. Diese sind zum Glück schnell zubereitet, denn man muss sie nur in einen Topf oder eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen,
    33 - Mie-Nudeln mit kochenden Wasser übergießen / Douse mie noodles with boiling water

    sie vier bis fünf Minuten ziehen zu lassen, wobei man sie gegen Ende etwas mit einer Gabel auflockern sollte,
    34 - Mie-Nudeln auflockern / Loosen mie noodles

    und sie schließlich in einem Sieb abtropfen lassen.
    35 - Mie-Nudeln abtropfen lassen / Drain mie noodles

    In einem Wok oder einer Pfanne erhitzen wir nun etwas Erdnussöl
    36 - Erdnussöl in Wok erhitzen / Heat up peanut oil in wok

    und geben die marinierten Hähnchenbrustwürfel hinein
    37 - Marinierte Hähnchenbrust in Wok geben / Put marinated chicken breast in wok

    um sie rundherum anzubraten
    38 - Hähnchenbrust anbraten / Fry chicken breast

    und dann erst einmal wieder zu entnehmen und bei Seite zu stellen.
    39 - Hähnchenbrustwürfel entnehmen & bei Seite stellen / Put chicken breast dices aside

    Nun geben wir die Eimasse in den Wok
    40 - Eier in Wok geben / Put eggs in wok

    und braten sie krümelig, ähnlich wie Rührei, an.
    41 - Eimasse anbraten / Fry egg

    Sobald das Ei einigermaßen gar ist, addieren wir zuerst die Zwiebel, den Knoblauch und den Ingwer, den wir einige Minuten andünsten
    42 - Zwiebel, Knoblauch & Ingwer in Wok geben / Put onion, garlic & ginger in wok

    um dann auch Chilis, Möhren, Paprika, Frühlingszwiebeln und Lauch dazu geben
    43 - Chili, Möhren, Paprika, Frühlingszwiebeln & Lauch addieren / Add chilis, carrots, bell pepper, scallions & leek

    und alles für etwa fünf bis sechs Minuten unter gelegentlichem rühren weiter andünsten. Das Gemüse sollte hinterher durch sein, aber noch über etwas Biss verfügen.
    44 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

    Dabei bestreuen wir auch gleich alles mit eineinhalb Teelöffeln Zucker und lassen diesen ein wenig karamellisieren.
    45 - Mit Zucker bestreuen / Dredge with sugar

    Schließlich können wir auch die zuvor gekochten und abgetropften Mie-Nudeln mit in den Wok geben,
    46 - Mie-Nudeln in Wok geben / Put mie noodles in wok

    sie gründlich mit Gemüse und Eiern vermischen
    47 - Nudeln mit Gemüse vermischen / Mix noodles & vegetables

    und drei bis vier Esslöffel dunkle Sojasauce addieren,
    48 - Dunkle Sojasauce addieren / Add dark soy sauce

    die wir wiederrum gründlich mit Nudeln, Gemüse und Ei vermengen.
    49 - Sojasauce mit Nudeln verrühren / Mix soy sauce with noodles

    Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, das zuvor angebratene Hühnerfleisch hinzuzufügen
    50 - Hähnchenbrust dazu geben / Add chicken dices

    und die Sojabohnenkeimlinge ebenfalls zu addieren.
    51 - Sojabohnenkeimlinge addieren / Add soybean seedlings

    Nun brauchen wir nur noch alles mit etwas weißem Pfeffer
    52 - Mit weißem Pfeffer abschmecken / Taste with white pepper

    sowie einigen kräftigen Spritzern Chili-Garlic-Sauce abzuschmecken,
    53 - Mit Chili-Garlic-Sauce abschmecken / Taste with chili garlic sauce

    abschließend mit einem Schuss Sesamöl verfeinern
    54 - Mit Sesamöl verfeinern / Refine with sesame oil

    und können das fertige Gericht auch schon servieren und genießen. Wer mag kann es dabei mit etwas Sesam und einigen Frühlingszwiebel-Ringen garnieren.
    55 - Fried noodles with chicken & eggs - Served / Gebratene Nudeln mit Huhn & Eiern - Serviert

    Reichlich noch einigermaßen knackiges Gemüse in Kombination mit saftigen udn zarten Hühnerfleischstückchen, Ei und einer überaus gelungenen Kombination aus Sojasauce-Aroma und der leichten Schärfe von Chili, Ingwer und der zusätzlichen Chili-Knoblauchsauce machten dieses Gericht zu einer wirklich gut gelungenen Version der Gebratenen Nudeln. Ich hätte vielleicht noch etwas Sambal Olek für zusätzliche Schärfe hinzufügen können, aber auch ohne dies fand ich die Zusammenstellung sehr lecker. Und ich hätte nicht gedacht, dass der leichte Schuss Sesamöl die Zubereitung noch so schmackhaft abrunden würde. Die Frühlingszwiebeln und der Sesam taten schließlich ihr übriges um das Ganze zu einem überaus leckeren Gericht zu machen.

    56 - Fried noodles with chicken & eggs - Side view / Gebratene Nudeln mit Huhn & Eiern - Seitenansicht

    Die Gemüse-Zutaten sind dabei natürlich absolut Variabel, ich könnte mir auch gut Pak Choi, Chinakohl, Zucchini oder anderes Gemüse, vielleicht auch ein paar asiatische Pilze, darin vorstellen. Nur beim Hühnerfleisch muss ich noch mal in mich gehen, denn wenn ich mich recht entsinne findet sich in den gebratenen Nudeln aus dem Asia-Restaurant selten gewürfeltes, sondern eher zerfasertes Hühnchen. Ich muss noch mal recherchieren, aber ich glaube wenn man es kocht anstatt es anzubraten dürfte es im Wok später zerfallen. Ich teste das bei Gelegenheit mal und werde dann natürlich darüber berichten. 🙂

    Guten Appetit

    Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis – das Rezept

    Sunday, August 13th, 2017

    Irgendwie hatte ich dieses Wochenende mal wieder Appetit auf Rindfleisch, daher entschied ich mich dazu mal ein Rindercurry zuzubereiten und es mit etwas Gewürzreis zu servieren. Dabei nutzte ich für die Zubereitung des Gewürzreis mal eine neue Methode des Reiskochens, die sich als überaus effizient erwies. Doch dazu später mehr. Der Arbeitsaufwand für die eigentliche Zubereitung kann man auf jeden Fall als akzaptabel bezeichnen, nur das schmoren des Gerichts nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch – aber es lohnt sich, denn das Ergebnis ist ein überaus leckeres und deutlich pikantes Rindfleischgericht, das ich als sehr gelungen bezeichnen möchte. Daher will ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir für 3-4 Portionen?

    Für das Rindfleischcurry

    650g mageres Rindfleisch
    01 - Zutat mageres Rindfleisch / Ingredient lean beef

    1 große oder 2 kleine Zwiebeln
    02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2 Zehen Knoblauch
    03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    1 etwas mehr als daumengroßes Stück frische Ingwerknolle
    04 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    1 Esslöffel Garam Masala
    05 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

    1 Teelöffel Kurkuma
    06 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

    2 Teelöffel Curry
    07 - Zutat Curry / Ingredient curry

    2 Esslöffel Tomatenmark
    08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    300ml Gemüsebrühe
    09 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

    100g Creme fraiche
    10 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

    einige Spritzer Sojasauce
    11 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

    sowie etwas Erdnussöl zum braten
    und etwas Salz & Pfeffer zum würzen
    evtl. 1-2 Stiele Frühlingszwiebel zum garnieren

    Für den Gewürzreis

    200g Langkornreis
    12 - Zutat Langkornreis / Ingredient rice

    Chili, Kreuzkümmel, Koriander und Zimt
    13 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

    sowie 375ml Wasser zum kochen
    etwas Salz
    und etwas Butterschmalz zum braten

    Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und in Spalten zu schneiden.
    14 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onion in slices

    Anschließend schälen wir den Ingwer,
    15 - Ingwer schälen / Peel ginger

    reiben ihn
    16 - Ingwer reiben / Grate ginger

    und schälen die Knoblauchzehen
    17 - Knoblauch schälen / Peel garlic

    um sie zum Ingwer zu pressen.
    18 - Knoblauch zu Ingwer pressen / Squeeze garlic to ginger

    Danach waschen wir das Rindfleisch, trocknen es,
    19 - Rindfleisch waschen / Wash beef

    schneiden es in mundgerechte Würfel
    20 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

    und würzen diese rundherum mit Salz und Pfeffer.
    21 - Rindfleisch mit Salz & Pfeffer würzen / Season beef with salt & pepper

    Schließlich erhitzen wir etwas Erdnussöl – ersatzweise können wir auch Butterschmalz nehmen – in einer Pfanne oder besser noch einem Wok auf erhöhter Stufe
    22 - Erdnussöl in Wok erhitzen / Bring peanut oil to a boil

    geben das gewürfelte und gewürzte Rindfleisch hinein
    23 - Rindfleisch in Wok geben / Put beef in wok

    und braten es scharf rundherum an, so dass einige Röstaromen entstehen
    24 - Rindfleisch scharf anbraten / Sear beef

    um es dann wieder zu entnehmen und erst einmal bei Seite zu stellen.
    25 - Fleisch aus Pfanne entnehmen / Remove beef from pan

    Nun reduzieren wir die Temperaturzufuhr auf eine mittlere Stufe und dünsten erst einmal die Zwiebelspalten darin an.
    26 - Zwiebeln andünsten / Braise onions

    Dann geben wir die Ingwer-Knoblauch Mischung hinzu, dünsten sie ebenfalls ein bis zwei Minuten mit an,
    27 - Ingwer & Knoblauch addieren / Add ginger & garlic

    streuen das Garam Masala, den Kurkuma und das Curry ein,
    28 - Gewürze einstreuen / Add spices

    addieren die beiden Esslöffel Tomatenmark
    29 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

    und vermischen alles miteinander, wobei wir es weiter andünsten bis sich der Geruch der Gewürze leicht in der Küche verteilt.
    30 - Anbraten / Fry

    Jetzt ist es an der Zeit, das angebratene Rindfleisch wieder hinzu zu geben,
    31 - Rindfleisch wieder hinzufügen / Add beef

    alles mit der Gemüsebrühe abzulöschen
    32 - Mit Gemüsebrühe ablöschen / Delaze with vegetable broth

    und verrühren alles gründlich, wobei wir es kurz aufkochen lassen.
    33 - Verrühren & aufkochen lassen / Mix & bring to a boil

    Anschließend reduzieren wir die Hitzezufuhr auf eine reduzierte Stufe und lassen alles geschlossen – abhängig von der Qualität und Faserigkeit des Fleisches – für eineinhalb bis zwei Stunden leise schmoren,
    34 - Geschlossen schmoren lassen / Simmer closed

    wobei wir es natürlich zwischendurch immer mal wieder umrühren sollten, damit nichts anbrennt.
    35 - Gelegentlich umrühren / Stir from time to time

    Nach etwa einer Stunde wenden wir uns dem Reis zu. Zuerst spülen wir den trocknen Reis (200g) in einem Sieb ab, um überflüssige Stärke abzuwaschen,
    36 - Reis in Sieb abspülen / Rinse rice in sieve

    geben den Reis in einen kalten Topf,
    37 - Reis in Topf geben / Put rice in pot

    gießen etwa 375ml Wasser hinzu,
    38 - Wasser addieren / Add water

    salzen dieses
    39 - Wasser salzen / Salt water

    und bringen es dann geschlossen zum kochen.
    40 - Geschlossen zum kochen bringen / Bring to a boil closed

    Sobald das Wasser sieded, schalten wir auf die kleinste Stufe hinunter und lassen den Reis, wieder bei geschlossenem Deckel, über ca. 20 Minuten ausquellen. Dabei sollten wir ihn ein bis zwei Mal umrühren, damit nichts am Boden anbrennen kann.
    41 - Reis auf niedriger Stufe ausquellen lassen / Let rice soak on low cooking level

    Sollte am Ende noch etwas Wasser im Topf übrig sein, gießen wir dieses vorsichtig ab, lockern den Reis mit einer Gabel aus und lassen ihn ausdünsten.

    Vorher geben wir aber noch die Creme fraiche zu unserem geschmorten Rindfleisch,
    42 - Creme fraiche hinzufügen / Add creme fraiche

    verrühren sie gründlich,
    43 - Gründlich verrühren / Mix well

    und schmecken alles final noch einmal mit etwas Salz, Pfeffer
    44 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

    sowie einigen Spritzern heller Sojasauce ab. Aber vorsichtig: bitte nur sparsam mit der Sojasauce vorgehen.
    45 - Mit Sojasauce abschmecken / Taste with soy sauce

    Inzwischen müsste dann auch der Reis fertig gekocht sein, so dass wir ihn wie oben beschrieben ausdünsten lassen können und parallel etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen,
    46 - Butterschmalz in Pfanne erhitzen / Heat up ghee in pan

    darin Kreuzkümmel, Koriander, Chili und eine Prise Zimt andünsten, bis sie beginnen ihren Geruch zu verströmen
    47 - Gewürze anbraten / Fry spices

    und schließlich den Reis darin anbraten und dabei gründlich mit den Gewürzen vermischen. Bei Bedarf salzen wir ihn hier auch noch etwas nach.
    48 - Reis mit Gewürzen anbraten / Fry rice with spices

    Dann können wir das Gericht auch schon – wer mag garniert es mit einigen Frühlingszwiebel-Ringen – servieren und genießen.
    49 - Zesty beef curry with spiced rice - Served / Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis - Serviert

    Das Rindfleisch war durch das schmoren wunderbar zart geworden und zerfiel regelrecht auf der Zunge, während die Sauce ihm ein ein exotisch-würziges, angenehm scharfes Aroma gab. Die Schärfe von Ingwer ist dabei nicht so aufdringlich wie die von Chilis, sondern entwickelt sich erst langsam beim Verzehr, was ich als sehr angenehm empfinde. Im Grunde genommen erinnerte das ganze an einen asiatisch-indisch gewürzten Gulasch, zu dem natürlich der mit Kreuzkümmel, Koriander, etwas Chili und einer Prise Zimt gewürzte Reis wunderbar passte. Durch das vorherige abspülen war der Reis dabei sehr körnig geworden, weswegen es sich nicht ganz so leicht formen ließ wie der Reis den ich sonst so mache und dabei auch noch mit Butter verfeinere. Aber auch diese Variante hat eindeutig ihre Daseinsberechtigung und ist eine schmackhafte Alternative, nicht nur zu deftigen Gerichten wie diesem.

    50 - Zesty beef curry with spiced rice - Side view / Pikantes Rindercurry mit Gewürzreis - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Champignon-Räucherlachs-Pasta – das Rezept

    Sunday, April 10th, 2016

    Da ich ja beim Kochen auch gerne mal ungewöhnliche Kombinationen ausprobiere, entschied ich mich dazu mal ein Rezept auszuprobieren, das Räucherlachs mit Champignons in einer Pasta-Sauce kombinierte. Fisch und Pilze sind zwar normalerweise nicht gerade Dinge, die man normalerweise gemeinsam zubereitet und serviert, doch wie sich herausstellte erwies sich diese Kombination hier doch überaus gut gelungen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, auch dieses Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 2 Portionen?

    250g Champignons
    01 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

    200g Räucherlachs
    02 - Zutat Räucherlachs / Ingredient smoked salmon

    4 Frühlingszwiebeln
    03 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

    1 mittelgroße Möhre
    04 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

    2 Esslöffel Tomatenmark
    06 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    1 Zehe Knoblauch
    05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    2 Esslöffel helle Sojasauce
    06 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

    2-3 getrockenete Chilischoten
    07 - Zutat getrockenete Chilischoten / Ingredient dried chilis

    200ml Sahne
    08 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    250g Nudeln nach Wahl (z.B. Fettucine)
    09 - Zutat Fettuchine / Ingredient fettucine

    etwas Öl zum braten
    sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir die Möhre
    10 - Möhre schälen / Peel carrot

    und schneiden sie in kleine Würfel.
    11 - Möhre würfeln / Dice carrots

    Außerdem reinigen wir die Champignons
    12 - Champignons reinigen / Clean mushrooms

    und schneiden sie in Scheiben, wobei wir größere Stücke noch einmal halbieren.
    13 - Champignons in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

    Dann waschen wir die Frühlingszwiebeln,
    14 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash spring onions

    schneiden sie in dünne Ringe,
    15 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

    zerbröseln die getrockneten Chilis, wobei wir sie auch gleich von ihren Kernen befreien,
    16 - Chilis zerkleinern / Cut chilis

    und zerkleinern schließlich noch die Knoblauchzehe.
    17 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Nun erhitzen wir etwas Olivenöl in einer hochwandigen Pfanne,
    18 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

    geben die Möhrenwürfel hinein, dünsten diese für ein bis zwei Minuten an
    19 - Möhren in Pfanne geben / Put carrots in pan

    und addieren dann die Frühlingszwiebeln
    20 - Frühlingszwiebeln addieren / Add scallions

    die wir für weitere fünf Minuten mit andünsten.
    21 - Gemüse anbraten / Braise vegetables

    Anschließend streuen wir die zerkleinerten Chilis ein
    22 - Chilis hinzufügen / Add chilis

    und geben dann die beiden Esslöffel Tomatenmark hinzu,
    23 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

    das wir kurz mit anbraten
    24 - Tomatenmark anbraten / Add tomato puree

    bevor wir dann auch die Champignons in die Pfanne geben
    25 - Champignons hinzufügen / Add champignons

    und sie für weitere fünf Minuten andünsten
    26 - Champignons mit anbraten / Braise mushrooms

    wobei wir auch gleich noch das zerkleinerte Knoblauch unterheben.
    27 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, einen Topf mit Wasser zum kochen der Nudeln aufzusetzen.
    28 - Wasser für Nudeln aufsetzen / Bring water for noodles to a boil

    Den Pfanneninhalt löschen wir dann mit den beiden Esslöffeln Sojasauce ab,
    29 - Mit Sojasauce ablöschen / Deglaze with soy sauce

    geben die Sahne hinzu
    30 - Sahne hinzufügen / Add cream

    und lassen alles kurz aufkochen, um es dann auf leicht reduzierter Stufe köcheln und sich einreduzieren zu lassen.
    31 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

    Während die Sauce vor sich hin köchelt, schneiden wir den Räucherlachs in Streifen
    32 - Räucherlachs in Streifen schneiden / Cut smoked salmon in stripes

    und geben ihn dann zur Sauce in die Pfanne.
    33 - Räucherlachs hinzufügen / Add smoked salmon

    Inzwischen sollte dann auch das Wasser kochen, so dass wir es salzen
    34 - Wasser salzen / Salt water

    und die Nudeln darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
    35 - Nudeln kochen / Cook noodles

    Nun können wir die Sauce noch einmal final mit Salz und Pfeffer abschmecken, wobei wir aufgrund Räucherlachs und Sojasauce nur sehr sparsam mit dem Salz umgehen sollten. Außerdem stellen wir die Kochplatte auf Stufe 1 herunter, so dass sie heiß bleibt aber nicht mehr köchelt.
    36 - Sauce mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste sauce with pepper & salt

    Sobald die Nudeln dann al dente gekocht sind, gießen wir sie in ein Sieb, lassen sie gut abtropfen
    37 - Nudeln abtropfen lassen / Drain noodles

    und geben sie dann zur Sauce in die Pfanne
    38 - Nudeln zu Sauce geben / Add noodles to sauce

    und vermischen gründlich sie mit ihr.
    39 - Nudeln mit Sauce vermischen / Mix noodles with sauce

    Anschließend können wir das Gericht, garniert mit einigen Frühlingszwiebel-Ringen, servieren und genießen.
    40 - Mushroom smoked salmon pasta - Served / Champignon-Räucherlachs-Pasta - Serviert

    Die sämige und dank des Tomatenmark leicht fruchtige auch Sauce kombinierte sehr gelungen den würzigen Geschmack des geräucherten Lachsfilets sehr gelungen mit dem Aroma der Champignons, wobei die Schärfe der getrockenten Chilis und die Würze der Sojasauce sehr gut mit diesen Zutaten harmonierten. Die Möhren und die Frühlingszwiebeln traten dabei geschmacklich weniger in Erscheinung, aber passten sich dennoch gut in die Gesamtkomposition ein. Eine ungewöhnliche, aber überaus leckeres Rezept für eine Pastasauce, die ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

    41 - Mushroom smoked salmon pasta - Side view / Champignon-Räucherlachs-Pasta - Seitenansicht

    Guten Appetit