Bruschetta, Chili con Carne & Fahrt nach Cabarete [13.01.2017]

Zum heutigen Brunch wollte ich mich mal an einem typisch italienischen Antipasti versuchen, das zwar bereits öfters verzehrt aber noch nie selbst zubereitet hatte: dem Bruschetta. Meine Begleiterin war davon vor einigen Tagen im Restaurant Mare Nostrum in Bayahibe so begeistert gewesen, dass ich ihr versprechen musste alsbald selbst eben diese Bruschettas zuzubereiten. Und auch hier in der Karibik ist es dank des Internet kein Problem, ein passendes Rezept dazu zu finden – auch wenn ich mal wieder ein klein wenig improvisieren musste.
Für die Zubereitung tauchte ich also einige Tomaten in kochendes Wasser, schälte und entkernte sie und schnitt das feste Fruchtfleisch dann in kleine Würfel. Das Ganze wurde mit zerkleinerten Knoblauchzehen, etwas Essig sowie Pfeffer, Salz und ein klein wenig Oregano gewürzt. Das sonst noch dazu gehörige Basilikum habe ich hier in der dominianischen Republik weder in frischer noch in getrockneter Form finden können, daher musste es auch so gehen. Anschließend beträufelte ich einige Scheiben Ciabatta-Brot – das man auch hier problemlos im Supermarkt kaufen kann – mit Olivenöl und röstete sie im Ofen unseres Gasherds. Danach bestückte ich sie mit der Tomatenmischung und bestreute sie noch mit etwas Käse – fertig war ein überaus leckerer Brunch, der auch ratzfatz alle war.

168 - Bruschetta

Nach etwas Regen am Vormittag blieb der Nachmittag zwar trocken, aber es war weiterhin wolkig und nicht besonders einladend. Daher stellte ich mich gegen Mittag erneut an den Herd und improvisierte aus gestern gekauftem Hackfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, roten und weißen Bohnen, Möhren, Paprika und Erbsen etwas, das ich einfach als Chili con Carne bezeichnen möchte. Dazu gab es die verbliebenen Scheiben des Ciabatta, das ich bereits am Vormittag für die Bruschetta verwendet hatte.

169 - Chili con Carne

Ich hatte zwar wieder viel zu viel gekocht, doch auch heute konnten wir das überzählige Essen wieder erfolgreich an Nachbarn und Bekannte verteilen, die mich wiederum für das leckere Essen lobten. So etwas höre ich natürlich gerne – sonst koche ich ja fast ausschließlich für mich alleine.
Leider war heute auch mein letzter voller Tag in der Dominikanischen Republik und den wollte ich natürlich nicht nur in der Unterkunft verbringen. Daher zogen wir am Abend noch einmal los und fuhen zuerst nach Sosua und wenig später weiter ins etwa 15 Kilometer entfernte Cabarete, wo wir uns eigentlich an den abendlichen Strand setzen wollten. Doch ein kräftiger Wind bei nicht gerade heißen Temperaturen um die 21 bis 22 Grad verhinderte dies dann doch und wir zogen uns nach kurzem Abschätzen in eine Billiardkneipe auf einer Dachterasse an der Hauptstraße zurück, um dort etwas abzuhängen.

170 - Cabarete at Night

170a - Billiard-Bar - Cabarete

Ähnlich wie in Sosua bestand auch hier in Cabarete des Clientel der Gäste natürlich größtenteils aus Gringos, also ausländischen Touristen. Aber sonderlich viel Betrieb herrschte trotz des Freitags nicht – aber das war zu Erwarten gewesen, denn es war eben keine Hauptsaison für einen Urlaub in der Karibik.

171 - Cabarete at Night

Nach einem weiteren Versuch, am Strand einzukehren, den wir jedoch aufgrund des weiterhin kräftigen und kühlen Windes, der vom Meer herein kam, abbrachen, kehrten wir schließlich nach Sosua zurück, um dort noch einmal der Discothek City Lights einen Besuch abzustatten.
Auf dem Heimweg, es war inzwischen nach Mitternacht, stoppten wir schließlich noch einmal an einem Straßenverkaufsstand, an wir uns Pommes Frites und eine dominikanische Variante von Gyros, was beides in zwei mit Öl gefüllten Töpfen frisch frittiert wurden, versorgten.

172 - Dominikanisches Gyros mit Pommes - Sosua

Tzatziki gab es dazu hier natürlich nicht, dafür aber eine leicht pikante Würzsauce, die ein wenig an eine dünnflüssiges Salsa erinnerte. Keine leichte Kost, aber mit gerade mal 100 Pesos für eine ziemlich riesige Portion angenehm günstig.
Nach diesem späten Snack ging es zurück in die Unterkunft und gleich zu Bett – morgen musste ich mich ja leider noch packen und mich auf die Rückreise vorbereiten.

Hausgemachte Lasagne al forno & Party in Sosua [10.01.2017]

Heute war es nun soweit: Ich wollte in der Dominikanischen Republik kochen und hatte mich dabei für eine Lasagne mit Hackfleisch-Tomaten-Zubereitung, Bechamelsauce und natürlich Käse überbacken entschieden. Die Zubereitung war aber nicht ganz so einfach, wie ich es aus meiner Küche in Deutschland kenne, denn die Ausstattung war hier bei weitem nicht so umfangreich und modern wie ich es gewohnt bin – ich improvisierte aber einfach mit dem, was vorhanden war. Aber die Zutaten hatte ich glücklicherweise gestern alle im La Sirena Einkaufszentrum bekommen können. Besonders bei Knollensellerie, wie er meiner Meinung nach in eine gute Lasagne-Sauce einfach hinein gehört, war ich mir unsicher gewesen, ob man es hier in der Karibik bekommen würde Doch auch hier hatte ich Glück unter unser dem Begriff Apio das richtige Gemüse gefunden. Außerdem bestand die Sauce natürlich aus Hackfleisch, Möhren, Rotwein, Tomatenmark und zerstückelten Tomaten aus der Dose. Außerdem hatte ich Mehl und Butter sowie natürlich geriebenen Käse und eine Art Parmesan bekommen können. Nachdem ich Möhren und Knollensellerie gewürfelt sowie Zwiebel und Knoblauch zerkleinert hatte, briet ich das Hackfleisch also krümelig auf dem alten Gasherd in der Wohnung an, gab etwas Tomatenmark hinzu, dünstete das Gemüse mit an und löschte alles mit Rotwein ab, den ich einkochen ließ. Anschließend kamen die Tomaten hinzu und ich würzte alles mit Salz, Pfeffer, Oregano und Rosmarin, das ich hier allerdings nur in getrockneter Form bekommen hatte. Anschließend entstand aus Butter, Mehl und Milch eine Bechamelsauce, die ich sogar mit nach langem Suchen gefundenen Muskatnuss würzen konnte. Dann schichtete ich alles, also Lasagneplatten, Hackfleisch-Tomatensauce und Bechamelsauce abwechselnd in eine Glasform und vergaß dabei natürlich nicht, auch reichlich Käse zwischen die Schichten zu streuen.

156 - Lasagne ungebacken

Das Ganze garte dann 40 Minuten im Ofen des einfachen Gasherds und das Ergebnis sah tatsächlich überaus passabel aus – auch wenn die Bräunung aufgrund des nicht mehr ganz neuen Ofens nicht ganz gleichmässig war – aber darüber konnte man hinweg sehen.

157 - Lasagne fertig gebacken / finished baking

Und das wichtigste war: Es schmeckte allen sehr gut. Leider hatte ich – mal wieder – viel zu viel gemacht so dass wir am Ende sogar noch etwas an die Nachbarn weiter gaben, die mich aber auch für den leckeren Geschmack lobten.

158 - Lasagne serviert / served

Der Vormittag und am frühen Nachmittag hatte es weiterhin etwas geregnet, aber gegen Abend hatte der Regen schließlich soweit nachgelassen, dass wir beschlossen – allerdings mit dem Public Taxi – ins nahe Sosua zu fahren und dort ein wenig das Nachtleben zu genießen – ich war ja immerhin im Urlaub. Dabei landeten wir letztlich in der Disothek City Lights in der Calle Pedro Clisante, der Toursimusmeile der Stadt mit vielen Bars, Restaurants und Disotheken.

159 - Discothek City Lights - Sosua

Mit Musik, einigen der lokalen Biere der Marke Presidente und etwas Tanz ließen wir so den Tag schließlich ausklingen und waren erst nach Mitternacht wieder zu Hause.

Cheeseburger @ Sosua Beach [10.06.2016]

Nach all der Fahrerei in den letzten Tagen entschlossen wir uns heute dazu, mal etwas am nahen Strand zu entspannen. Vorher musste ich noch den Mietwagen abgeben, doch das gestaltete sich recht einfach, denn der Mietwagen-Verleiher kam einfach bei meiner Unterkunft vorbei, inspizierte den Wagen kurz und nahm ihn dann mit. Wirklich ein Spitzenservice – da konnte man nicht meckern. Danach ging es mit dem Public Taxi an den Strand von Sosua.

Beach of Sosua

Im Gegensatz zum Strand von Cabarete etwas weiter östlich wachsen hier neben den üblichen Palmen vor allem im hinteren Bereich auch zahlreiche lokale Laubbäume, die vor allem den Sitzgelegenheiten vor der sich aneinander reihenden Strandbars und Bistros viel Schatten spenden. Im vorderen Strandbereich auf der freien Sandfläche, an der die sanften Wellen des Atlantischen Ozeans an den flachen Strand schlagen, finden sich für aber auch zahlreiche Liegen für Sonnenhungrige.

Beach of Sosua

Wir ließen uns vor einer der Strandbars, mit der ich bereits bei einem meiner vorherigen Besuche gute Erfahrungen gemacht hatte: dem El Chulo Bar & Restaurant. Wie gewohnt war man schnell am Tisch, fragte uns nach den Getränke-Wünschen und brachte uns die Speisekarte.
Ich entschied mich dieses Mal für einen hausgemachten Cheeseburger mit Pommes Frites für 450 Pesos.

Cheeseburger - Sosua Beach

Die Pommes Frites waren leider etwas labbrig und auch die mit einer großen Bulette, einer Scheibe Käse, Salat, Tomatenscheibe und einem Zwiebelringe belegten beiden aufgetoastetenBurgerbrötchen-Hältften, die man sich man eigenem Gutdünken mit Ketchup und Mayo garnieren konnte, trafen nicht ganz meinen Geschmack. Vor allem die Bulette war für meinen Geschmack etwas zu kräftig und auch nicht sonderlich passend gewürzt. Mit Burgern scheint man es hier wirklich nicht so zu haben.
Besser hatte da meine Begleitung gewählt, denn sie hatte zum Chicken Cordon Bleu mit Kochbananen-Chips (Platanos) gegriffen.

Chicken Cordon Bleu - Sosua Beach

Die mit Käse und Schinken gefüllte, zarte Hähnchenbrust wurde in einer milden Pilzsauce gemeinsam mit den noch warmen Kochbanenen-Scheiben sowie einem kleinen Beilagensalat serviert mit Tomate und Gurke serviert, den man sich mit der am Tisch bereitstehenden Essig-Öl-Mischung garnieren konnte. Geschmacklich sehr gelungen, wenn auch mit 550 Pesos nicht gerade ein billiger Spaß.
Mehr gibt es vom heutigen Tag leider nicht zu berichten – er sollte ja auch primär der Entspannung und Erholung dienen.

Ausflüge, Verkehr & Sonne [29. & 30.12.2015]

Die nächsten beiden Tage geschah nicht viel Interessantes, denn ich fuhr nur etwas mit dem Auto herum und sah mir die Gegend an, wobei es aber kaum berichtenswertes gab. Am Dienstag, den 29. Dezember schlief ich erst mal lang, dann gab es zum Mittag Pollo con arroz, also Huhn mit Reis, ein typisches dominikanisches Gericht, wobei das Huhn zuerst angebraten und dann in einer milden, fruchtigen Sauce weiter gekocht worden war.

Pollo con arroz / Chicken with rice / Huhn mit Reis

Im Gegensatz zu deutschen Hähnchengerichten fanden sich zwar relativ viele Knochen im Huhn, aber dennoch ein durchaus schmackhaftes und vor allem sättigendes Gericht, das hier von der “normalen” Bevölkerung scheinbar sehr gerne zubereitet und verzehrt wird.
Später entdeckten ich in Sosua noch einen kleinen Strand, die Playa Alicia, die bei weitem nicht so überlaufen war wie der große Strand direkt an der Touristenmeile,

Playa Alicia - Sosua - Dominican Republic

aber dennoch einige Liegen und Sonnenschirme sowie eine Bewirtung durch eine Bar bot. Wer nur entspannen will und nicht alle 10 bis 15 Minuten von Verkäufern, Masseusen oder sonstigen Strandläufern angesprochen werden, dem sei dieser kleine Geheimtipp sehr ans Herz gelegt.
Außerdem fuhr ich noch einmal nach Puerto Plata, wo ich unter anderem noch einmal am Fortaleza Puerto Plata vorbei schaute, das ich ja bereits in diesem Beitrag von meinem letzten Aufenthalt in der Dominikanischen Republik ausführlich beschrieben hatte.

Fortaleza Puerto Plata

Die Bauarbeiten am umgebenden Park scheinen inzwischen weitgehend abgeschlossen und mit seinen Sitz- und Liegegelegenheiten direkt an der leicht windigen Küste erwies er sich als ein angenehmer Ort zum Entspannen.
Der Verkehr in der Innenstadt war aber, abgehen von der etwas chaotischen Straßenführung, eine wirkliche Zumutung. Vor allem die bereits erwähnten Moto-Taxis und auch die privaten Motorräder und -roller, die sich überall durch- und vordrängelten, waren ein regelmäßiges Hindernis und Ärgernis. Aber Aufregen bringt hier nichts, das ist nun mal so in diesem Land.

Moto-Taxis in Puerto Plata

Als ich die Innenstadt dann schließlich wieder verlassen hatte, wurde der Verkehrsfluss auch wieder etwas entspannter und ich kam gut zurück zu meiner Unterkunft.
Den nächsten Tag wurde ich auch erst nach dem Mittagessen, heute Gebratenen Würstchen dominikanischer Art mit Pommes Frites, richtig aktiv.

Sausages & French Fries / Würstchen & Pommes Frites

Im Grunde genommen sind diese Würste relativ ähnlich der deutschen Bratwurst, nur anders mit zahlreichen Gewürzen abgeschmeckt.
Danach fuhren wir wieder ein wenig herum, wobei ich unter anderem die Gelegenheit nutzte mal frisches Zuckerrohr zu versuchen – etwas das für mich vollkommen neu war.

Fresh sugar cane / Frisches Zuckerrohr

War geschmacklich zwar angenehm süß und erfrischend, aber im Grunde genommen beißt man eine faserige Masse ab, saugt den süßen Saft heraus und wirft die faserigen Reste dann weg – keine sehr effektive Variante des Verzehrs.
Später verschlug es uns zum Einkauf noch einmal nach Puerto Plata für einen kleinen Einkauf in der Innenstadt, wo wir noch einmal einen kleinen Snack in Form von etwas Pizza in einer kleinen Fast-Food-Pizzeria mit Namen Pizzeria San Fernando.

Pizza - Pizzeria San Fernando- Puerto Plata

So zwei kleine Stück kosteten gerade mal 200 Dominikanische Pesos, also 4 Euro. Nicht gerade billig, zumal die Pizza nicht besonders reichhaltig belegt war, aber geschmacklich soweit in Ordnung. Für einen Snack reichte es aus.
Am Abend gab es dann noch eine Hühnersuppe mit Gemüse.

Dominican chicken soup / Dominkanische Hühnersuppe

Das Gemüse war für meinen Geschmack etwas zu lange gekocht und das Hähnchenfleisch ließ sich nur mit dem Löffel schlecht von den Knochen lösen, aber es reicht aus um satt zu werden. Ansonsten gibt es auch von diesem Tag nicht mehr viel erwähnenswertes zu berichten.

Mietwagensuche & der Strand von Cabarete [28.12.2015]

Am ersten Tag ging es erst einmal auf Mietwagensuche, denn ich wollte ein wenig Mobil sein. Es gibt zwar neben regulären Taxis, die aber vor allem vor Touristen recht kostspielig sind auch sogenannte Moto-Taxis, also Motorradfahrer, die bis zu drei, teilweise sogar vier, Personen auf ihrem Rad gegen eine geringe Gebühr von A nach B bringen und die sogenannten Öffentlichen Taxis (Public Taxi), die immer nur eine bestimmte Route fahren und dabei die Personen aufnehmen, die ihnen am Straßenrand zuwinken, aber beides hat deutliche Nachteile. Die Moto-Taxis sind mir persönlich zu unsicher, denn ohne Helm auf dieses schlecht gewarteten Motorräder, die teilweise nicht mal über Beleuchtung verfügen herum gefahren zu werden war nichts für mich und in den Öffentlichen Taxis ist Gruppenkuscheln angesagt, denn sind fünf bis sechs Personen auf dem Rücksitz und zwei Personen auf dem Vordersitz keine Seltenheit. Da war mir schon ein eigenes Gefährt lieber, auch wenn der Verkehr in der Dominikanischen Republik eine Sache für sich ist, doch dazu später mehr.
Zuerst machten wir uns in Sosua auf die Suche, wobei wir auch in einem Schnellrestaurant mit Namen Café Tropical gleich zu Mittag aßen. Die Auswahl bestand aus landestypischen Gerichten, die man sich an einer Theke vom dortigen Personal in beliebiger Kombination zusammen stellen lassen konnte. Ich entschied mich für etwas Rindfleisch mit dunklem Reis, eine Käsekartoffel und etwas Salat mit Joghurtdressing.

Beef with rice, potato & salad / Rindfleisch mit Reis, Kartoffel & Salat

War aus meiner Sicht zwar in Ordnung, aber die Komponenten waren teilweise nicht mehr ganz heiß, da sie in einer Warmhaltetheke bereit gehalten worden waren. Prinzipiell aber in Ordnung und vollkommen ausreichend um den Hunger zu stillen – und das für etwa 250 Dominikanische Pesos, also knapp 5 Euro. Wobei ich denke, dass auch hier schon ein Touristenaufschlag berechnet worden war.
Es folgten einige Besuche bei verschiedenen Autovermietern, bei denen jedoch erst einmal nichts wirklich passendes zu finden war. Verschiedene große Wagen für 3500 bis 4000 Pesos pro Tag, also 70 bis 80 Euro, fand ich schon etwas happig. Daher beschlossen wir uns dazu, uns auch noch einmal im angrenzenden Cabarete umzuhören, das wir über eines der oben bereits erwähnten Public Taxis erreichten, was uns gerade mal 50 Pesos, also einen Euro, pro Person kostet. Nach einer auch hier eher erfolglosen Suche, entschieden wir uns dazu erst einmal am Strand von Cabarete etwas auszuspannen und ein paar (nicht alkoholische) Drinks zu genießen. Bei einer Temperatur von 29 bis 30 Grad und etwa 80% Luftfeuchtigkeit ist das ständige herum laufen doch etwas anstrengend.

Cabarete Beach Cabarete Beach

Dabei recherchierten wir nach weiteren Autovermietern und stießen dabei auf einen Anbieter in Sosua, den wir bisher übersehen hatten, da er etwas abseits gelegen war. Nach unserer Pause ging es also via Public Taxi wieder zurück nach Sosua, wo wir uns auf den Weg zu jenem Autovermieter machten. Unterwegs gelang mir dabei eine schöne Aufnahme eines mobilen Gemüsestandes, die hier immer mal wieder zu sehen waren, wie sie langsam durch die Straßen fuhren oder am Straßenrand standen, um ihre Waren anzubieten.

Mobile Vegetable Market / Mobiler Gemüsemarkt

Als wir schließlich den Autovermieter erreichten, bot man uns dort einen roten Toyota Geländewagen an, der zuerst 2500 Pesos am Tag kosten sollte. Nach einigen Verhandlungen und der Übernahme des Wagen für eine ganze Woche, ließ sich der Vermieter schließlich auf 2000 Pesos (40 Euro) am Tag herunter handeln. Das war bei weitem das günstigste Angebot dass wir bisher gefunden hatten, daher entschlossen wir uns zuzugreifen. Das Auto war zwar nicht im besten Zustand, die Motorkontroll-Leuchte war an und der Tank so gut wie leer, aber der Vermieter versicherte uns dass das Auto in Ordnung wäre und dass wir ihn anrufen könnten, sollte es Probleme geben.

Rental car

Zwar besaß der Wagen – wie die meisten Autos hier – ein Automatikgetriebe, aber spätestens seit meinen Reisen durch die USA komme ich auch damit exzellent zurecht. Und das Auto fuhr sich trotz seines nicht perfekten Allgemeinzustandes erstaunlich gut. Nur ist der Verkehr in der Dominikanischen Republik so eine Sache: Es gibt zwar bestimmt irgend welche Verkehrsregeln, aber
daran halten tut sich eigentlich niemand und der Polizei scheint das auch recht egal zu sein. Da wird eben links und rechts überholt, teilweise auch in zweiter Reihe, der Gebrauch des Blinkers ist unbekannt, während die Hupe zum ständigen Handwerkszeug gehört. Und dabei spreche ich hier nur von den anderen Autos, hinzu kommen noch die vielen Motorräder und Mopeds, die sich überall hindurch schlängeln und auch mal bei Rot über die Ampel fahren – kontrolliert wird ja eh nicht. Und Nachts wird es noch schlimmer, denn zum einen gibt es viele Motorräder, die ohne Beleuchtung fahren oder gar keine solche besitzen, zum anderen gibt es viele Autos, die über zusätzliche helle Scheinwerfer-Batterien in der Front verfügen, so dass der entgegenkommende Verkehr von ihnen permanent geblendet wird. Verlässt man einen solchen Bereich, brauchen die Augen einige Sekunden um sich an die folgende Dunkelheit zu gewöhnen und wenn dann ein unbeleuchteter Motorradfahrer vor einem Auftaucht, kann schnell etwas passieren. Daher ist ständige höchste Aufmerksamkeit vom Autofahrer gefordert, vor allem wenn er aus einem straßenverkehrstechnisch eher gesitteten Land wie Deutschland stammt.
Das erste und zum Glück einzige problem mit dem Mietwagen hatte ich dann auch gleich am Folgetag, denn als ich morgens den Motor starten wollte, war die Batterie leer – und das obwohl ich darauf geachtete hatte alle Verbraucher zu deaktivieren. Also rief ich beim Vermieter an und dieser kam eine halbe Stunde später mit einer frischen Batterie, die er mir kostenlos einbaute. Danach schnurrte der Wagen ohne weitere Probleme.