Madras Fisch-Curry – das Rezept

Heute war mir mal nach Fisch. Daher entschloss ich mich dazu, endlich mal das Rezept für das Madras Fisch-Curry auszuprobieren, das bei mir noch rum lag. Da ich auch schon länger nichts indisches geschweige den indisch angehauchtes gekocht hatte, kam mir die Gelegenheit natürlich gerade recht. Die Zubereitung las sich im ersten Moment recht simpel, aber die Tücke liegt hier im Detail. Doch dazu später mehr, wenden wir uns nun der Zubereitung zu.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

400g Fischfilet nach Wahl – ich entschied mich für Seelachs den ich noch vorrätig hatte
01 - Zutat Seelachs / Ingredient coalfish

1 kleiner Apfel – säuerliche Sorte
02 - Zutat Apfel / Ingredient apple

2-3 TL Madras-Curry – wenn das nicht im Haus ist, geht notfalls auch gewöhnliches Curry-Pulver, aber ich finde diesen einfach würziger
03 - Zutat Madras-Curry / Ingredient Madras curry powder

1 kleine Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

125ml Fleischbrühe
05 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat stock

1-2 EL Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

200g Saure Sahne
07 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

etwas Zitronensaft
08 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

eine Sättigungsbeilage nach Wahl – ich entschied mich für Basmati-Reis
09 - Zutat Basmati Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Ghee, Butter oder Olivenöl zum anbraten
und bei Bedarf etwas hellen Soßenbinder

Während der Fisch auftaut – ich nahm die Auftaustufe meiner Mikrowelle zur Hilfe – bereiten wir wie üblich die anderen Zutaten vor. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen auch den Apfel,
11 - Apfel schälen / Peel apple

vierteln ihn, entfernen die Kerne und schneiden ihn ebenfalls in mundgerechte Würfel.
12 - Apfel würfeln / Dice apple

Sobald das Fischfilet gut angetaut ist, schneiden wir dieses auch in Würfel – wobei dies leichter geht wenn der Fisch noch leicht gefroren ist –
13 - Seelachs würfeln / Dice coalfish

und beträufeln die Würfel dann mit dem Zitronensaft und salzen sie etwas. Dies lassen wir für mindestens 10 Minuten einwirken.
14 - Salzen und mit Zitronensaft beträufeln / Salt and sprinkle with lemon juice

In der Zwischenzeit können wir das Mehl und das Currypulver in eine kleine Schüssel oder einen Teller geben
15 - Curry zu Mehl geben / Add curry to flour

und vermengen alles gut miteinander.
16 - Curry und Mehl vermengen / Mix curry and flour

Ist der Zitronensaft gut in die Fischwürfel eingezogen, wenden wir diese in der Mehl-Curry-Mischung. Das ist, wie sich herausstellte, eine ziemlich umständliche Aktion, zumal das Mehl dabei an den Fingerspitzen neigt zu verklumpen. Hier muss ich mir mal eine andere Verfahrensweise überlegen – evtl. kann man sie ja mit einem feinen Sieb bestäuben. Aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall.
17 - Fisch in Mehl-Curry-Mischung wälzen / Turn fish in flour curry mix

In einer größeren Pfanne erhitzen wir dann etwas Ghee oder Öl und braten die panierten Fischwürfel rundherum an. Da wir sie nach dem Anbraten wieder entnehmen, können wir hier gerne auch Portionsweise vorgehen.
18 - Fisch anbraten / Fry fish

Im verbliebenen Bratenfett (sollte keines mehr übrig sein geben wir noch etwas frisches dazu) dünsten wir dann zuerst die Zwiebeln an
19 - Zwiebeln andünsten / Stew onion

und geben wenig später auch die Apfelwürfel hinzu. Alles lassen wir für ca. 5 Minuten bei gelegentlichem Wenden in der Pfanne sanft bruzzeln
21 - Apfelwürfel mit dünsten / stew apple dices.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, den Reis aufzusetzen und nach Packungsanleitung zuzubereiten.
20 - Reis kochen / Cook rice

Sind Apfel und Zwiebel gut angedünstet, gießen wir den Pfanneninhalt mit der Fleischbrühe auf
22 - Mit Fleischbrühe aufgießen / Pour meat stock

geben die Saure Sahne hinzu, verrühren alles gut miteinander
23 - Saure Sahne addieren / Add sour cream

und würzen es mit einem Teelöffel Madras-Currypulver, bei Belieben aber auch gerne etwas mehr.
24 - Mit Curry würzen / Taste with curry

Das Ganze lassen wir dann kurz aufkochen und für mindestens 2-3 Minuten leise vor sich hin köcheln
25 - aufkochen lassen / boil up

bevor wir dann auch die bereits angebratenen Fischwürfel wieder hinzu geben
26 - Fisch hinzufügen / Add fish

und dann weiter köcheln lassen bis die Sauce etwas andickt. Gegebenenfalls können wir hier aber auch gerne etwas hellen Soßenbinder zur Hilfe nehmen.
27 - Köcheln lassen / simmer

Sobald der Reis dann fertig, können wir das Gericht auch sogleich servieren und genießen.
28 - Madras Fisch-Curry / Madras fish curry - Serviert

Auch wenn das panieren der Fischstücken durchaus etwas mehr Aufwand bedeutet, so hatte sich dieser aber geschmacklich auf jeden Fall gelohnt. In ihrer durch das Currypulver leicht scharfen und würzigen Panade ergaben die Fischwürfel gemeinsam mit den Apfelwürfeln, die dem Ganzen eine fruchtige Komponente gaben, ein leckeres und pikantes Currygericht dem man seine indische Note nicht verkennen konnte. Zwar ist Seelachs nicht gerade ein Fisch der in der dortigen Zubereitung üblich ist, aber wer es noch authentischer haben will kann natürlich auch auf eine eher dort heimische Sorte zurückgreifen – ich denke da zum Beispiel an Pangasius. Und der Basmatireis gab dazu eine mehr als passende Sättigungsbeilage ab.

29 - Madras Fisch-Curry / Madras fish curry - CloseUp

Bei der Berechnung der Nährwerte kam ich dabei auf ca. 1200kcal für die komplette Zubereitung inkl. des Reis, das entspricht 600kcal pro Portion. Für ein so sättigendes Hauptgericht wie dieses ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Hatte nicht gedacht dass man mit nur einer Gewürzmischung, dem fruchtig-pikanten Madras-Curry, ein so leckeres Gericht zaubern kann. Muss mich bei Gelegenheit wirklich mal nach weiteren Zubereitungen damit umsehen – das heutige Kochexperiment hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. 😉

Guten Appetit

Pfannkuchen mit Räucherlachs und Kräuter-Sour Cream – das Rezept

Ich hatte noch einige Kartoffeln übrig und bevor sie wieder anfingen zu keimen und nicht mehr richtig zu gebrauchen waren, suchte ich mir heute ein Gericht aus, in dem ich sie verarbeiten konnte. Dabei fiel meine Wahl auf Pfannkuchen nach einem angeblich holländischen Rezept, die ich mit Kräuter Sour Cream und Räucherlachs komplettierte. Eine sehr leckere Kombination, die ich hier mit diesem Beitrag heute mal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 1-2 Portionen?

500-600g Kartoffeln
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1 Zwiebel (ca. 80g)
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 EL Mehl
03 - Zutat Mehl / Ingredient flour

3 EL Kondensmilch
04 - Zutat Kondesmilch / Ingredient evaporated milk

1 Hühnerei
05 - Zutat Hühnerei / Ingredient chicken egg

etwas Räucherlachs (mind. 100g)
06 - Zutat Räucherlachs / Ingredient smoked salmon

etwas Sour Cream mit Kräutern
07 - Zutat Sour Cream mit Kräutern / Ingredient sour cream with herbs

ein paar Stile Dill zum garnieren
08 - Zutat Dill / Ingredient dill

sowie Salz und weißen Pfeffer zum würzen
und neutrales Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl) zum braten

Beginnen wir also damit, die Kartoffeln zu schälen
09 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und dann unter fließendem Wasser abzuwaschen und gut trocken zu tupfen.
10 - Kartoffeln waschen / Wash potatoes

Dann reiben wir sie mit der groben Seite einer Küchenreibe klein
11 - Kartoffeln reiben / Grate potatoes

und geben sie dann in ein Sieb, um sie dort abtropfen zu lassen. Das entstehende Kartoffelwasser können wir später nicht in unserem Pfannkuchen brauchen.
12 - Abtropfen lassen / Drain potatoes

Während die Kartoffeln abtropfen, können wir auch die Zwiebel schälen und würfeln
13 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und die Kondensmilch mit dem Mehl gut verrühren
14 - Kondesmilch & Mehl mixen / Mix evaporated milk & flour

um dann auch das Ei in die entstandene Teigmasse einzurühren.
15 - Ei einrühren / Mix in egg

Nach 10 bis 15 Minuten pressen wir mit der Hand noch die letzten Reste Kartoffelwasser durch das Sieb aus unseren geriebenen Kartoffeln, dann gießen wir die entstandene Flüssigkeit in der Spüle weg
16 - Kartoffelwasser abgießen / Drain potato water

und geben die Kartoffelmasse wieder in die vorher ausgespülte und getrocknete Schüssel wo wir die Teigmasse aus Mehl, Ei und Kondensmilch
17 - Teigmasse hinzufügen / Add dough

sowie die gewürfelte Zwiebel hinzufügen
18 - Zwiebeln hinzufügen / Add onions

und alles gut miteinander vermengen
19 - Gut verrühren / Mix

wobei wir alles mit einem Teelöffel Salz sowie einer großzügigen Menge weißen Pfeffers würzen.
20 - Mit Salz & weißem Pfeffer würzen / taste with salt & white pepper

Anschließend bedecken wir den Boden einer Pfanne mit einer dünnen Schicht Pflanzenöl und erhitzen dies kräftig
21 - Öl erhitzen / Heat up oil

um dann Esslöffelweise die entstandene Teigmasse hinein zu geben
22 - Teigmasse in Pfanne geben / Add dough to pan

und von beiden Seiten etwa drei bis vier Minuten anzubraten. Am besten ist es, zwischen mittlerer und der darauf folgenden Stufe immer mal hin und her zu wechseln, damit die Pfannkuchen schön kross werden. Dabei aber vorsichtig vorgehen, denn das Öl spritzt gewaltig – wir wollen ja nicht dass sich hier jemand verbrennt. 😉
23 - Beidseitig anbraten / Frie both sides

Die fertigen Pfannkuchen dann nebeneinander (nicht übereinander!) auf etwas Küchenpapier geben, sie ggf. auch mit einer Lage davon bedecken, und dabei das Öl abtropfen lassen.
24 - Fett abtropfen lassen / drain fat

Anschließend brauchen wir sie nur noch mit einem Klecks Sour Cream und etwas Räucherlachs sowie etwas Dill zu garnieren und zu servieren.
25 - Pfannkuchen mit Räucherlachs & Sour Cream / Pancakes with smokes salmon & sour cream - Serviert

Sehr lecker kann ich da nur sagen. Die nach dem neuen, angeblich holländischen Rezept gefertigten Pfannkuchen waren wunderbar knusprig und würzig geworden, wobei der weiße Pfeffer dem Ganzen wie ich fand eine besondere geschmackliche Note hinzufügte. Aber auch die Kombination mit der pikanten Kräuter-Sour Cream und dem Räucherlachs eröffnete mir eine bisher unbekannte und wie ich fand sehr leckere Kombinationsmöglichkeit für Pfannkuchen. Bisher kannte ich doch tatsächlich nur die Variante mit Apfelmus, die zwar nicht schlecht ist, aber von dieser dennoch kulinarisch dennoch um Längen geschlagen wird.

26 - Pfannkuchen mit Räucherlachs & Sour Cream / Pancakes with smokes salmon & sour cream - CloseUp

Für dieses Gericht eine Kalorienprognose abzugeben fällt mir recht schwer, da ich nicht abschätzen kann wie viel von dem verwendeten Pflanzenöl in den Pfannkuchen nach dem abtropfen auf Küchenpapier zurückgeblieben ist. Daher beschränke ich mich heute einfach mal darauf den Hinweis zu geben, dass es sich bei dieser Zubereitung keinesfalls um ein leichtes Gericht handeln dürfte, denn immerhin sind die Pfannkuchen ja in viel Öl gebraten worden. Eine andere Methode sie schön knusprig zu bekommen ist mit aktuell auch leider nicht bekannt, aber für Hinweise diesbezüglich bin ich natürlich wie immer dankbar. 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Fleischwurst-Kartoffel-Gratin – das Rezept

Bei der Suche nach einem passenden Gericht für das samstägliche Mittagessen stieß ich zufällig auf dieses Rezept für ein einfaches Gratin aus Kartoffeln und Fleischwurst, überbacken und in einer sahnigen Sauce. Das erschien mir verlockend genug, das Ganze einfach mal ausprobieren zu wollen – und das Ergebnis war durchaus in Ordnung, so dass ich nicht versäumen möchte diese Kreation hier mal kurz in üblicher Weise vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

550 – 600g Kartoffeln
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

300-350g Fleischwurst
02 - Zutat Fleischwurst / Ingredient bologna

1 kleinere Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient garlic

1-2 Zehen Knoblauch (nach Geschmack)
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

200ml Milch
100ml Sahne
05 - Zutaten Milch & Sahne / Ingredients milk & cream

150g Schmand (Sour cream)
06 - Zutat Schmand / Ingredient sour cream

1 EL Senf
07 - Zutat Senf / Ingredient mustard

1 Handvoll Käse nach Wahl – ich hatte noch Edamer im Kühlschrank und verwendete diesen
08 - Zutat Käse / Ingredient cheese

1 EL Olivenöl zum andünsten
Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform

Beginnen wir damit die Kartoffeln mit etwas Wasser in einen Topf zu geben und gar zu kochen.
09 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Während die Kartoffeln kochen, wenden wir uns den anderen Zutaten zu und schälen und würfeln die Zwiebel,
10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen die Knoblauchzehen und hacken sie sehr fein
11 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

und schneiden die Fleischwurst in etwas dickere Scheiben.
12 - Kochwurst schneiden / Cut bologna

Sobald die Kartoffeln gar sind, gießen wir sie ab und lassen sie etwas abkühlen.
13 - Kartoffeln abschütten / Drain potatoes

Während dies geschieht, erhitzen wir den Esslöffel Olivenöl in einem kleinen Topf und dünsten die Zwiebelwürfel glasig darin an um wenig später auch das Knoblauch hinzu zu geben und mit zu dünsten.
14 - Zwiebeln und Knoblauch andünsten / Braise onions and garlic

Sind die Zwiebel und der Knoblauch gut angedünstet, gießen wir alles mit Milch und Sahne auf,
15 - Milch und Sahne aufgießen / Add milk and cream

rühren den Schmand ein
16 - Schmand hinzufügen / Add sour cream

und fügen schließlich auch den Senf hinzu.
17 - Senf einrühren / mix with mustard

Dann schmecken wir alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab
18 - würzen / taste

und lassen alles vor sich hin köcheln und etwas reduzieren, wobei wir natürlich nicht vergessen den Topfinhalt regelmässig umzurühren damit nichts anbrennt.
19 - verrühren und köcheln / mix and simmer

Sind die Kartoffeln dann soweit abgekühlt dass wir sie anfassen können ohne uns die Finger zu verbrennen, schälen wir sie
20 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und schneiden sie dann in Scheiben die ungefähr so dick sind wie die zuvor hergestellten Fleischwurstscheiben. Die Randstücke der Kartoffeln verwendete ich nicht.
21 - Kartoffeln in Scheiben schneiden / Cut potatoes

Jetzt heizen wir den Ofen auf 180 Grad vor, fetten mit etwas Butter eine kleine Auflaufform aus und schichten dann Kartoffeln und Fleischwurst abwechselnd hinein.
22 - schichten / stack

Das Ganze übergießen wir dann mit unserer Sauce
23 - Mit Sauce übergießen / Pour sauce

und bestreuen es abschließend noch mit etwas Käse.
24 - Mit Käse bestreuen / Add cheese

Ist der Ofen dann aufgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 30-40 Minuten überbacken.
25 - Überbacken / au gratin

Wenn der Käse anfängt braun zu werden, können wir unsere Auflaufform dann wieder entnehmen
26 - Fleischwurst-Kartoffel-Gratin / Bologna potato gratin - Fertig gebacken

und das Gericht servieren.
27 - Fleischwurst-Kartoffel-Gratin / Bologna potato gratin - serviert

Das Ergebnis war ein einfaches, aber geschmacklich durchaus reizvolles Gericht dass seine Würze vor allem aus seinem Saucenguss bezog. Im ursprünglichen Rezept hatte man davon gesprochen, die Kartoffeln roh zu verwenden und bei einer Backdauer von eineinhalb bis eindreiviertel Stunden in der Sauce zu garen, doch hier war mir die Gefahr zu groß dass die Kartoffeln nicht gar werden, daher hatte ich mich dazu entschlossen sie lieber vorher gar zu kochen. Und das Ergebnis zeigte mir dass es auch so gut geht und die Kochzeit insgesamt auch noch ein wenig verkürzt. Vielleicht hätte man sogar die Kartoffeln vorher schälen und nur die Scheiben vorkochen sollen, aber diese Idee kam mir leider erst hinterher. Aber wie dem auch sei: Ich war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.

28 - Fleischwurst-Kartoffel-Gratin / Bologna potato gratin - CloseUp

Mit ca. 2300kcal für die komplette Auflaufform, das entspricht 1150kcal pro Portion bei zwei Portionen und 767kcal pro Portion bei drei Portionen, erwies sich das ganze nicht gerade als leichte Kost. Der Gros der Kalorien liegt hier eindeutig bei der Fleischwurst. Hier kann man erheblich reduzieren, indem man Geflügelfleischwurst verwendet, denn dann kommt man laut meiner Kalkulation auf nur 1900kcal für den kompletten Auflauf. Als Hauptgericht aber dennoch eine sehr schmackhafte und leckere Zusammenstellung, deren Rezept ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann. Mir jedenfalls hat es sehr gut geschmeckt. 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Farmerkartoffel mit Sauerrahm & Blattspinatgemüse [12.01.2012]

Neben dem heutigen Asia-Thai-Angebot in Form von Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika n Chili-Zitronengrassauce standen heute auch Burgunderbraten mit Kartoffelknödel und Rotweinsauce bei Tradition der Region sowie Hackfleischbällchen Mexikanisch im Reisrand in der Abteilung Globetrotter, eine Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse bei Vitality und außerdem noch Schweinegeschnetzeltes mit Spätzle als zusätzliches Sonderangebot auf der Speisekarte. Klang um ehrlich zu sein alles ganz verlockend, aber ich wollte natürlich vernünftig sein und entschied mich nach nur kurzem Abwägen für die vegetarische Farmerkartoffel, welche ich mir noch einem Becherchen Zitronen-Limetten-Mousse von der Dessert-Theke ergänzte. Dieser kleine Nachtisch war bei gerade mal 430kcal für die Farmerkartoffel auf jeden Fall drin.

Farmerkartoffel mit Blattspinatgemüse

Hauptbestandteil und Sättigungsbeilage zugleich fand sich zuerst einmal eine angenehm groß geratene, in Schale gekochte Pellkartoffel die man in zwei etwa gleich große Hälften geteilt hatte. Auf den Schnittflächen dieser Hälften hatte man eine würzige, mit reichlich Zwiebeln zubereitete Blattspinatgemüse-Zubereitung platziert und schließlich mit einer großzügigen Kelle relativ dünnflüssiger, aber schmackhafter Sour Cream bzw. Sauerrahm garniert. Ein klassisches vegetarisches Menu, das zwar etwas heißer hätte sein können aber noch nicht so weit abgekühlt war dass ich dies negativ in die Bewertung einfließen lassen möchte. Und auch an der kleinen Becher dem grünlich gefärbten, locker-luftigen Mousse mit süßlich-säuerlichen, eben für Zitronen oder Limonen typischen Geschmack gab es keinen Grund zur Kritik.
Die große Allgemeinheit des Kantinenpublikums griff heute aber bevorzugt beim Burgunderbraten zu, der somit deutlich vor den Asia-Gerichten auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Eng hinter den Angeboten der Asia-Thai-Theke auf Platz zwei folgte auf dem dritten Platz aber auch schon das Schweinegeschnetzelte. Auf Platz vier würde ich dann die mexikanischen Hackfleischbällchen einordnen, die man noch deutlich häufiger auf den Tabletts sah als die von mir gewählte Farmerkartoffel mit Blattspinatgemüse. Aber dass das von mir gewählte Angebot mal wieder auf dem letzten Platz landete kümmerte mich wie immer nicht – ich war mit meiner Entscheidung mal wieder sehr zufrieden gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Farmerkartoffel mit Sauerrahm & Blattspinatgemüse: ++
Zitronen-Limetten-Mousse: ++

Szegediner Gulasch & Fächerkartoffeln – das Rezept

Heute war mir mal nach einem Szegediner Gulasch – auch als Krautfleisch bekannt. Beim Fleisch gibt es sowohl Rezepte mit Rind- als auch Schweinefleisch, da ich aber bisher noch keinen Gulasch vom Schwein zubereitet hatte, entschied ich mich für mageres Schweinefleisch von der Schulter. Als Sättigungsbeilage werden zwar normalerweise Salzkartoffeln oder Weißbrot, in Tschechien auch gerne mal Knödel serviert, hier wich ich aber mal etwas von der Tradition ab und entschied mich Fächerkartoffeln mit Kräuterbutter und Knoblauch dazu zu reichen – ein Rezept das schon seit längerem bei mir herum geisterte und das ich nun endlich mal testen wollte. Hier war zwar etwas mehr Timing als sonst angesagt, aber die Zubereitung ist zeitlich wunderbar gelungen und erwies sich als wahrer Genuss so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte das Rezept hier kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

Für die Fächerkartoffeln:

6-8 große Kartoffeln – festkochende Sorte
01-Zutat-Kartoffeln

ca. 50-60g Kräuterbutter
02-Zutat-Kräuterbutter

2-3 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch

sowie etwas Salz

Für den Szegediner Gulasch:

550-600g mageres Schweinefleisch
04 - Zutat Schweinefleisch - mager

1 große oder 2 kleine Zwiebeln (ca. 250g)
05 - Zutat Zwiebel

500g Sauerkraut – küchenfertig
06 - Zutat Sauerkraut

3-4 Zehen Knoblauch
07 - Zutat Knoblauch

1/8 Liter Rotwein – trocken
08 - Zutat Rotwein

200g Passierte Tomaten
09 - Zutat Passierte Tomaten

400ml Gemüsebrühe
10 - Zutat Gemüsebrühe

1 Lorbeerblatt
11 - Zutat Lorbeerblatt

1 TL Kümmel
12 - Zutat Kümmel

2 TL Paprikapulver – edelsüß
13 - Zutat Paprikapulver edelsüß

Pfeffer und Salz
14 - Zutat Pfeffer & Salz

4 EL Sauerrahm (Saure Sahne)
15 - Zutat Saure Sahne

sowie etwas Butterschmalz zum anbraten
und ggf. etwas Wasser zum nachgießen

Beginnen wir nun damit, die Fächerkartoffeln vorzubereiten da diese am längsten brauchen. Dazu schälen wir erst einmal unsere rohen Kartoffeln
16 - Kartoffeln schälen

und schneiden sie vorsichtig zu etwa 2/3teln im Abstand von einigen Millimetern ein so dass kleine Fächer entstehen. Diese legen wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
17 - Fächerförmig einschneiden

Dann schälen wir die Knoblauchzehen und schneiden sie in sehr dünne Scheiben
18 - Knoblauch in dünne Scheiben schneiden

um dann die Kartoffeln alle paar Einschnitte mit einem solchen Scheibchen Knoblauch zu spicken.
19 - Mit Knoblauch spicken

Abschließend salzen wir die Kartoffeln, bestreichen sie mit etwa der Hälfte der Kräuterbutter, also ca. 25-30g und beginnen dann den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen.
20 - Mit Kräuterbutter bestreichen

Während der Backofen vorheizt wenden wir uns den Zutaten für den Gulasch zu. Wir beginnen am besten mit dem Fleisch, das wir abwaschen, trocken tupfen und dann in mundgerechte Würfel – ca. 2x2cm – schneiden.
21 - Fleisch würfeln

Die Zwiebel, schälen wir, halbieren sie und schneiden sie in dünne Ringe, die wir bei großen Zwiebeln noch einmal halbieren.
22 - Zwiebeln in Ringe schneiden

Des weiteren schälen wir auch die Knoblauchzehen und zerhacken sie.
23 - Knoblauch hacken

Sobald der Ofen aufgeheizt ist schieben wir dann die Fächerkartoffeln auf mittlerer Schiene hinein.
24 - Kartoffeln in Ofen schieben

In einer großen Pfanne oder einem Topf zerlassen wir nun etwas Butterschmalz
25 - Butterschmalz zerlassen

und braten dann die Schweinefleischwürfel darin kräftig von allen Seiten an. Dabei entsteht zwar etwas Flüssigkeit, die verdunstet aber auch wieder – also keine Sorge.
26 - Fleisch anbraten

Ist das Fleisch gut durchgebraten, stellen wir auf die Platte auf mittlere Stufe herab, gießen wir den Rotwein auf
27 - Rotwein aufgießen

und lassen ihn einreduzieren bis das Fleisch wieder zu braten beginnt.
28 - Einreduzieren lassen

Nun geben wir Zwiebeln und Knoblauch hinzu
29 - Zwiebeln und Knoblauch dazu

und lassen sie glasig andünsten. Aber bitte hier vorsichtig sein damit nichts anbrennt.
30 - Glasig andünsten

Sind die Zwiebeln gut angedünstet, gießen wir die Gemüsebrühe hinein und lassen alles kurz aufkochen.
31 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

Gleichzeitig gießen wir das Sauerkraut ab
32 - Sauerkraut abgießen

und fügen es dann in die Pfanne hinzu
33 - Sauerkraut hinzufügen

wo wir es gut unterheben.
34 - Sauerkraut unterheben

Den Pfanneninhalt würzen wir dann mit dem Lorbeerblatt, dem TL Kümmel und den zwei TL Paprikapulver.
35 - Würzen

Anschließend addieren wir die passierten Tomaten
36 - Passierte Tomaten rein

und verrühren sie gut
37 - verrühren

bevor wir alles noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
38 - Mit Salz und Pfeffer würzen

Das Ganze muss jetzt ca. 45 Minuten schmoren wobei wir es natürlich gelegentlich umrühren.
Sind die Kartoffeln etwa eine dreiviertel Stunde im Ofen, entnehmen wir das Blech kurz und streichen die andere Hälfte der Kräuterbutter darauf um sie dann noch einmal für ca. 30 Minuten weiter zu backen.
39 - Kräuterbutter nachstreichen

Sollte sich die Flüssigkeit in der ersten haben Stunde zu sehr reduzieren, gießen wir außerdem zwischendurch etwas Wasser nach.
40 - ggf. Wasser nachgießen

Außerdem können wir zwischendurch natürlich auch mal probieren und wenn notwendig noch Pfeffer und Salz hinzugeben.
41-Probieren

Nach ca. 45 Minuten schalten wir dann die Platte aus oder auf die niedrigste Stufe herab, fügen den Sauerrahm hinzu
42 - Sauerrahm addieren

und heben ihn unter die Sauerkraut-Fleisch-Masse.
43 - Verrühren

Zur etwa gleichen Zeit müssten auch unsere Fächerkartoffeln fertig sein, die wir nun entnehmen und den Backofen abschalten.
44 - Fächerkartoffeln fertig

Nun können wir unser Gericht sofort servieren und genießen.
45 - Serviert

Sehr lecker wie ich feststellen durfte. Nicht nur dass der Szegediner Gulasch mit seinem gut durchgekochten Sauerkraut, den zarten Fleischwürfeln und der gut abgestimmten Würzung mehr als gelungen zu bezeichnen war – nein – auch die Fächerkartoffeln erwiesen sich als überaus passende Sättigungsbeilage zu Gerichten wieder Art. Dabei gaben ihnen die kleinen, eingelegten Knoblauchscheibchen ein angenehmes, aber nicht allzu kräftiges Knoblaucharoma. Der kleine Mehraufwand hatte sich hier auf jeden Fall gelohnt wie ich fand. Nur mit dem Salz hätte ich an den Kartoffeln etwas großzügiger sein können, aber das liess sich mit Hilfe eines Salzstreuers schnell und unkompliziert beheben.

46 - CloseUp

Von den Kalorienwerten erwies sich der Szegediner Gulasch mit einem Gesamtwert von c. 1700kcal pro Pfanne, also ca. 567kcal pro Portion auch als angenehm leicht – hier zeichnete es sich aus dass ich Saure Sahne mit nur 11% Fett und mageres Schweinefleisch verwendet hatte. So eine Fächerkartoffel mit Kräuterbutter macht diese Ersparnis aber schnell wieder wett. Eine dieser Kartoffeln hat laut meiner Berechnung fertig gebacken ca. 180kcal, das macht bei drei Kartoffeln noch mal 540kcal dazu. Das war mir der Genuss aber alle Male Wert. Ich hoffe mit diesem Rezept dem einen oder anderen eine Anregung gegeben zu haben und wer nicht so viel Aufwand betreiben will dem sei gesagt: Normale Salzkartoffeln tun es hier natürlich auch 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit