Hirschgulasch mit Preiselbeeren [09.09.2010]

Da ich ja gestern bereits Asia-Thai-Food zu mir genommen habe, ließ ich heute dir dortigen Angebote wie z.B. “Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce” oder “Ko Lo Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse in süß-saurer Sauce” links liegen. Das war aber auch nicht weiter schlimm, denn ich fand heute alle drei Angebote der regulären Küche sehr aktzeptabel. Kalorientechnisch am idealsten erschien natürlich eindeutig das heutige Vitality-Gericht “Pikantes Kichererbsencurry auf indische Art mit Basmatireis“, ein Gericht dass ich erfolgreich hier, hier und hier schon mal probiert habe. Aber auch das “Hähnchenbrust in der Knusperpanade auf Basmatireis” bei Globetrotter, welches ich hier schon mal versucht hatte, erschien mir nicht uninteressant. Meine endgültige Entscheidung fiel dann aber doch auf den “Hirschgulasch Jäger Art mit Knöpfle und Preiselbeeren” – ich hatte lange kein Wildgericht mehr und das ganze sah auch ganz verlockend aus.

Hirschgulasch mit Preiselbeere / Deer goulash with cowberries

Zu einer annehmbar großen Portion Knöpfle-Nudeln gab es den mit kleinen Pfifferlingen versehenen Hirschgulasch aus recht groß geratenen Fleischstücken in einer leicht herben Sauce. Garniert wurde das ganze mit einem großzügigen Esslöffel Preiselbeersauce. Wildfleisch allgemein gilt ja als recht mager, daher machte ich mir auch wegen der Kalorien hier nicht allzu viele Sorgen. Das einzige was bei diesem Gericht fehlte war Gemüse – doch leider gab es an der Gemüsetheke nichts, was mir so recht gefallen wollte. Ich denke Rosenkohl oder Rotkraut hätten hier sehr gut gepasst. Aber ich bin auch so satt geworden.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lagen heute Hähnchebrust mit Knusperpanade und der Hirschgulasch in der Beliebtheit etwa gleich auf, so dass ich beiden heute den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala zubilligen würde. Auf Platz zwei folgten wohl die Asia-Gerichte und auf Platz drei schließlich das Kichererbsencurry.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Knöpfle: ++
Preiselbeeren: ++

Tomatencremesuppe & Pfifferling-Lenden-Pfanne

Am Abend verschlug es uns in den Biergarten des Wirtshaus Weissenfelder in Vaterstetten-Weißenfeld nahe München. Sehr schöne Location muss ich sagen, die man durchaus in die gehobene Kategorie einordnen kann. Direkt neben dem Gasthaus einigen Sitzenplätzen im Inneren befindet sich ein mittelgroßer, moderner Biergarten mit umfangreicher Stühlen und Tischen in verschiedenen Größen, die auch für größere Gruppen geeignet ist. Eine Reservierung ist durchaus zu empfehlen, denn diese Lokation scheint auch an Wochentagen gut besucht – wobei ich das nach einem Besuch natürlich nicht sicher sagen kann.
Die aus zwei einseitig bedruckten A4 Blättern bestehende Speisekarte ist zwar übersichtlich, aber die Qualität der Speisen spricht für sich. Nach einigem überlegen entschied ich mich – auch wenn es gegen meine aktuellen Kalorienreduktionsbestrebungen spricht – für ein Abendmenu aus zwei Bestandteilen.
Als Vorspeise wählte ich eine Tomatencremesuppe mit Basilikumblatt und Sahnehaube.

Tomatencremesuppe

Eine sehr gute Wahl wie ich feststellen musste. Keine Tütenware, sondern eine offensichtlich hausgemachte Suppe mit viel Fruchtfleisch und Tomatenstücken darin. Sehr vollmundig im Geschmack und absolut empfehlenswert.
Für das Hauptgericht fiel meine Wahl auf eine Pfanne aus Schweinelende in Pfifferling-Rahm-Sauce mit Spätzle.

Pfifferling-Lenden-Pfanne mit Spätzle

Nach einem vorher servierten Salat aus Karotten, Kraut, Mais, Salatgurke und Tomate in Balsamico-Dressing kam schließlich das Hauptgericht. Die zwei zarten, angenehm großen Stücken Schweinelende waren mit einer Pfifferling-Rahmsauce garniert, die geschmacklich wunderbar zu dem unpaniert gebratenem Schweinefleisch passte. Als Sättigungsbeilage war dem Gericht schließlich noch Spätzle oder besser Knöpfle beigefügt, die eindeutig keine Massenware sondern hausgemacht waren. Sie erwiesen sich als etwas mehr al dente als ein Fertigprodukt und wohl auch mit angebraten, ich fand aber das man sie eindeutig noch vollmundiger als das waren, was man in unserem Betriebsrestaurant serviert. Sehr lecker.
Und was die Preise angeht liegt das ganze gar nicht so hoch über dem Durchschnitt. Das Gasthaus Weissenfelder mit seinem Biergarten und seinen Speisen kann ich auf jeden Fall vorbehaltlos empfehlen.

Jägerschnitzel & Knöpfle [29.03.2010]

Obwohl das heutige Angebot im Asia Bereich mit “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsen in Kokosmilchsauce” durchaus interessant klang, war mir heute doch eher nach etwas regulärem. Zur Auswahl standen hier heute im Vitality-Bereich “Zucchini-Kartoffelgulasch mit Baguette“, bei den traditionell-regionalen Speisen “Jägerschnitzel vom Schwein mit Pilzsauce und Knöpfle” und als Globetrotter-Menu schließlich “Coq au Vin – geschmorte Hähnchenkeule in Rotweinsauce auf Tagiatelle“. Den Coq au Vin hatte ich ja hier und hier schon mal probiert hatte und für gut befunden – und Schnitzel erschien mir heute mal genau das richtige. Und dazu passte meiner Meinung nach das Rahmgemüse aus Erbsen, Pariser Karotten und Schwarzwurzeln auch sehr gut, welches ich mir noch an der Gemüsetheke holte.

Jägerschnitzel & Knöpfle

Auch wenn das unpanierte Schnitzel in seiner dünnen, fettarmen und zarten Form lecker wie immer war, hatte es sich leider bereits etwas abgekühlt als ich es verzehrte. Minderte den Genuss aber nur ein wenig. Gemeinsam mit der Sauce, in der ich neben Champignons auch einige Pfifferlinge entdeckte, sowie den Knöpfle als Sättigungsbeilage zwar nichts besonderes, aber dennoch lecker. Das Gemüse passte dann auch wirklich perfekt dazu und – siehe da – es war sogar noch richtig heiß. In der Summe nichts außergewöhnliches, aber dafür bodenständiges und schmackhaftes Mittagsmenu.
Die höchste Gunst unter den Speisen teilten sich wohl heute der Coq au Vin und das Jägerschnitzel, unter denen ich keinen klaren Favoriten ausmachen konnte. Gefolgt wurden sie von den Asia-Speisen und schließlich dem Zucchini-Kartoffel-Auflauf. Aber auch Salatschüssel konnte ich verstärkt entdecken – aber das ist klar, da ja Frühling wird und einige Leute verstärkt gegen den Winterspeck kämpfen… 😉

Mein Abschlußurteil:
Jägerschnitzel: + (Weil doch bereits etwas abgekühlt)
Pilzsauce: ++
Spätzle: ++
Rahmgemüse: ++

Wildgulasch “Diana” [26.01.2010]

Wie dem einen oder anderen aufgefallen sein dürfte verzichtete ich heute auf ein Frühstück. Hintergrund der ganzen Sache war unmittelbar das Fehlen meiner regulären Mitfahrgelegenheit und mittelbar die Tatsache dass ich aufgrund des kärftigen Schneefalls am Morgen und meiner eigenen Faulheit auf die Benutzung der S-Bahn verzichten wollte. Daher hatte ich einen anderen Kollegen zurück gegriffen, der bekanntlicherweise immer etwas später kam, dafür aber auch länger blieb. Eigentlich hatte ich um kurz nach nun mit ihm gerechnet, doch es wurde nach 9:30 Uhr bis er endlich eintraf und um 10:00 Uhr hatten wir ein Meeting. Trotz starken Schneefalls, Straßenglätte und verstopfter Straßen in den Außenbezirken Münchens schafften wir es aber noch mit so gut wie keiner Verspätung einzutreffen – auf den Besuch der Kantine, eine Semmel oder einen Kaffee musste ich aber verzichten und nach dem Meeting lohnte es sich nicht mehr, da es nur noch kurz bis zur Mittagszeit war. Also ließ ich mein Frühstück heute ausfallen – und habe es glücklicherweise überlebt wie man am Schreiben dieses Beitrages ja merken sollte. 😉
Das heutige Angebot zur Mittagszeit umfasste heute neben “Mi Tzau Min – Mienudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse in Spezial Sauce” und “Ko Lo Kai – Knusprig gebackenes Putenfleisch in süß saurer Sauce und Ananas“, welche u.a. im Asia-Bereich angeboten wurden auch eine “Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln” bei den Vitality-Gerichten und “Knusprig gebackenes Putenfleisch in süß saurer Sauce und Ananas” bei den traditionell-regionalen Speisen. Im der Sektion Globetrotter war eigentlich ein Griechisches Gyros mit Pommes Frites und Tzatziki angekündigt gewesen, aber man hatte es kurzfristig gegen “Wildgulasch Diana mit Knöpfle und Preiselbeerpfirsich” ausgetauscht, das ich nach kurzem überlegen wählte. Dazu nahm ich mir noch ein Becherchen Beerenpudding als Dessert.

Wildgulasch Diana

Eine Wahl die ich nicht bereute. Zwar waren die Stücke Wildfleisch die sich in diesem Gulasch befanden für meinen Geschmack ein wenig zu grob geschnitten, aber die Sauce welche mit Pilzen und kleinen Silberzwiebeln versetzt war, erschien mir wirklich gut gelungen in ihrem leicht herben Geschmack. Die Knöpfle dienten dabei freilich primär als Sättigungsbeilage, passten aber ganz gut dazu – auch wenn ich schöne Kartoffel- oder Semmelknödel natürlich vorgezogen hätte. Wie zu jedem guten Wildgericht hatte gaben die Preiselbeeren dem ganzen eine leicht fruchtige Note, wobei auch die Pfirsischhälfte ihr übriges dazu tat. Rotkraut bzw. Blaukraut wie man hier in Bayern dazu sagt wäre auch noch gut gewesen, aber an der Gemüsetheke war dergleichen leider nichts zu finden gewesen. Daher hatte ich mir ja den Beerenpudding genommen, der mit Brombeeren und Kirschen gespickt und schließlich mit Vanillesauce garniert war. Ein passender Abschluß dieses Mittagsmahles.
Der Wildgulasch erschien mir heute dann auch der Renner unter den Gästen gewesen zu sein, gefolgt von den Asia-Gerichten und der gefüllten Paprika. Aber auch die Pilzpfanne fand ihre Abnehmer. Den Bedarf einer solchen Kantine zu planen – vor allem welche Gerichte wie oft verkauft werden vorauszusehen – bedarf wohl wirklich einiger Erfahrung. Aber nach einigen Jahren wird der Teil der Belegschaft, der die Speisepläne erstellt wohl wissen, was die Besucher bevorzugen und was nicht.

Mein Abschlußurteil:
Wildgulasch: ++
Knöpfle: ++
Beerenpudding: ++

Hähnchenbrust in Rahmsauce [19.01.2010]

Neben “Asiatischem Gemüse, herzhaft gebraten, mit Currysauce nach Quanton Art” und “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli-Zitronengrassauce” aus der Asia-Sektion standen heute auch zwei Nudelzubereitungen mit Penne und Schmetterlingsnudeln sowie wahlweise Sahne oder Tomatensauce als Sonderangebot auf dem Programm, außerdem “Papardelle mit Blattspinat und Kren” bei den Vitality-Speisen, “Gebratene Hähnchenbrust in Rahmsauce dazu Kräuterspätzle” bei den traditionell-regionalen Gerichten und schließlich “Rinderlendensteak ‘Strinberg’ mit Senf-Zwiebelkruste dazu Kroketten” bei den Globetrotter-Mahlzeiten auf der Karte. Im letzteren Fall übrigens ein Schreibfehler wie ich schnell feststellte, denn eigentlich heißt die Zubereitungsart “Strindberg” und benennt mit Senf und Zwiebeln ummanteltes Fleisch. Habe ich übrigens hier ein einziges Mal probiert und für mich beschlossen dass dies nichts für mich ist – schmeckt mir nicht. Das mit den Parpadelle mit Blattspinat und Kren – wobei Kren hier in Bayern und Teilen Österreichs Meerrettich bezeichnet – klangen eigentlich ganz lecker und sahen auch gut aus, aber die Hähnchenbrust hatte es mir letztlich dann doch etwas mehr angetan. Dazu nahm ich mir noch eine Schale mit Mischgemüse, dieses mal nicht die übliche Mexico-Mischung, sondern etwas neues aus Möhren, Erbsenschoten, kleinen Maiskölbchen und einer kleinem, gelben, in Streifen geschnittenen Komponente, die ich nicht näher identifizieren konnte. Dafür verzichtete ich dann aber auf das Dessert. Ohne Gemüse lag die Hähnchenbrust regulär bei einem Preis von 5,60 Euronen, ich zahlte aber natürlich etwas weniger.

Hähnchenbrust mit Spätzle

Eine gute Entscheidung wie ich schnell feststellte. Die Stück Hähnchenbrust war wirklich angenehm groß und sehr zart – und die Rahmsauce passte wirklich vorzüglich dazu. Auch an den Spätzle, oder besser Knöpfle um die es sich ja viel eher handelte, war eigentlich nichts auszusetzen. Und selbst das Gemüse stellte sich als wirklich ganz gut heraus, wobei ich trotz einzelnen Geschmackstests an diesen kleinen gelben Streifen nicht herausfinden konnte worum es sich dabei handelte. Wird aber schon nichts schlimmes gewesen sein – ich lebe ja noch 😉
Bei der Beliebtheit gaben sich heute wohl das Steak Strindberg und die Hähnchenbrust etwa die Waage, danach folgten Asia-Gerichte und dann die anderen Speisen. Strindberg-Art ist eben Geschmackssache – mir persönlich schmeckt es aber bei Leibe nicht, wobei ich nicht ausschließen will dass ich es vielleicht irgend wann noch einmal versuche.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchebrust: ++
Rahmsauce: ++
Spätzle: ++
Gemüse: ++