Pochierter Lachs in Estragonsauce [14.03.2012]

Wie immer sollte auch der heutige Mittwoch wieder mein Fischtag werden. Dazu standen zum einen Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse zur Auswahl, das neben Gebratenem Tofu mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde. Die andere Option war bestand aus Pochierter Lachs auf Blattspinat mit Estragonsauce und Kartoffeln in der Sektion Vitality, das neben 2 Stück gebackene Camembert mit Preiselbeeren und Salatgarnitur bei Tradition der Region und einer Hähnchenbrust in der Knupserpanade auf Gemüsereis in der Abteilung Globetrotter im Bereich der regulären Küche angeboten wurde. Zuerst überlegte ich zwar, bei dem Asiatischen Fischgericht zuzuschlagen, doch da sich an dieser Theke bereits eine kleine Schlange gebildet hatte und ich beobachten konnte wie die anderen Interessenten bereits wieder dabei waren, fein säuberlich die letzten Fischstücke aus dem verbliebenen Gemüse des fast leeren Woks heraus zu lesen. Daher änderte ich meine Entscheidung situationsbezogen und schwenkte auf das Lachsgericht um, ein Gericht dass ich wie man hier sehen kann schon einige Mal probiert hatte. Dazu nahm ich mir noch ein Becherchen Heidelbeer-Mousse von der Dessert-Theke.

Lachs in Estragonsauce / Salmon in estragon sauce

Zwar fand sich eine einzelne, dafür aber recht große Gräte im mit Haut pochierter, ebenfalls angenehm großen Stückchen zarten Lachsfilets, damit muss man bei Fisch aber nun mal rechnen, daher lasse ich das wie üblich nicht in die Endwertung mit einfließen, da der Fisch ansonsten absolut meinen Erwartungen entsprach. Dazu gab es eine kleine, aber ausreichende und angenehm würzige Portion Blattspinat mit Zwiebeln sowie einige Salzkartoffeln, die in einer dickflüssigen, kräftigen, ebenfalls sehr würzigen Estragonsauce angemacht waren, die geschmacklich wie ich fand sehr gut zum der Gesamtkomposition passte. Aufgrund der Größe der Portion und der gerade mal 407kcal dafür konnte ich den kleinen Becher locker-leichtes Mousse mit Heidelbeergeschmack schließlich auch noch vorbehaltlos verantworten.
Die Allgemeinheit der Kantinengäste sagte heute aber der Hähnchenbrust in Knusperpanade zu, der ich ohne Zweifel den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen konnte. Mit knappen Vorsprung gelang es dann heute auch dem Camembert mit Salatgarnitur, die Asia-Gerichte knapp, aber eindeutig um den zweiten Platz zu bringen. Nach den asiatischen Gerichten auf dem dritten Platz folgte schließlich der Fisch auf einem guten, aber dennoch vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Pochierter Lachs: ++
Blattspinat: ++
Estragonsauce: ++
Petersilienkartoffeln: ++
Heidelbeermousse: ++

Crêpe mit Spinat & Zanderfilet [22.02.2012]

Wie am Aschermittwoch üblich wurde auch dieses Jahr wieder eine spezielle Fischkarte im Betriebsrestaurant angeboten. Da im römisch-katholischen Christentum ja heute die Fastenzeit beginnt, das heißt dass man von nun an in erster Linie auf Fleisch verzichten sollte. Fisch hingegen ist jedoch erlaubt, daher hatte man heute mit Spaghetti mit Muschelrahmsauce, Gebratenes Kräuterbandnudeln und Sauce Bernaise, Gebackenen Schollenfilet mit Kartoffelsalat und Sauce Remoulade sowie einem Crêpe gefüllt mit Spinat und Zanderfilet gleich vier Fischgerichte in der regulären westlichen Küche aufgefahren. Zusätzlich gab es auch mit Pla Pad Prik – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süss-sauerer Sauce neben dem vegetarischen Chop Suey – gemischtes Gemüse gebraten in Kokosmilchsauce an der Asia-Thai-Theke ebenfalls ein Fischgericht, doch das ist für Mittwoch ja nichts ungewöhnliches. Und für die Gäste, die Fisch absolut ablehnen hatte man außerdem noch ein Rinderhacksteak “Mexico” mit Mais, Bohnen und Paprika, dazu Kartoffel-Wedges mit auf die Speisekarte genommen. Ich favorisierte von Anfang an zwei der Fischgerichte, zum einen die Spaghetti mit Muschelrahmsauce, zum anderen den Crêpe. Lange haderte ich welches dieser beiden Gerichte ich nun nehmen sollte und entschied mich dann schließlich doch für den Crêpe, den ich mit einem Becherchen Aprikosenquark von der Dessert-Theke ergänzte.

Crêpe mit Spinat & Zanderfilet / Crêpe with spinach & pikeperch filet

Den mit Käse überbackene Crêpe hatte man heute wirklich prall und reichhaltig gefüllt wie ich feststellen durfte. Doch glücklicherweise bestand die Füllung nicht größtenteils nur aus dem diesmal recht fein zerteilten Spinat, sondern man hatte auch mit dem Fisch nicht gegeizt und zwei wirklich angenehm große Stücke zarten, würzigen Zanderfilets mit hinein getan. Das ganze ruhte schließlich auf einer ebenfalls recht großzügigen Portion einer Sauce aus Tomaten, Zucchini und gelber Paprika. Mir war natürlich sofort klar, dass es sich hier um eine mehrfache Resteverwertung handelte: Zum einen die verbleibenden Crêpes vom Special der letzten Woche, dann den Zander vom Zander in Mandelbutter von letztem Freitag und zum anderen um die übrig gebliebene Tomatensauce von der Hähnchenbrust, die ich bereits gestern gewählt hatte. Und der Spinat war mit Sicherheit auch von den Crêpes übrig, die letzte Woche ja mehrfach in variierenden Kombinationen damit gefüllt waren. Aber das schmälerte den guten Geschmack des Gerichtes meiner Meinung nach absolut nicht, so dass hier keine Abzüge in der Endwertung geben möchte. Über die beiden Gräten die ich im Fisch fand sehe ich ebenfalls hinweg, denn bei Fisch muss man mit so etwas ja immer rechnen. Um Satt zu werden wäre der kleine Becher Aprikosenquark mit seinen zahlreichen Fruchtstücken da nicht mehr notwendig gewesen, aber wo ich ihn schon mal auf dem Tablett hatte, verzehrte ich diesen natürlich auch.
Bei so vielen Gerichten fiel es mir wahrlich schwer, eine klare Beliebtheitsskala aufzustellen. Meinen Beobachtungen zu Folge würde ich aber dem Schollenfilet mit Kartoffelsalat den ersten Platz zubilligen. Auf Platz zwei folgte schließlich der Lachs auf Bandnudeln mit knappen Vorsprung vor dem Rinderhacksteak Mexico auf dem dritten und den Asia-Gerichten auf dem vierten Platz. Den fünften Platz teilten sich schließlich Crêpe und Spaghetti mit Muscheln. Dabei sei noch erwähnt, dass auch heute die Gästeanzahl niedriger als sonst war – viele scheinen bis heute im Fastnachtsurlaub verblieben zu sein. Mal sehen ob es morgen wieder voller wird.

Mein Abschlußurteil:
Crêpe mit Spinat und Zanderfilet: ++
Tomaten-Zucchini-Paprikasauce: ++
Aprikosenquark: ++

Pochierter Lachs auf Blattspinat [21.12.2011]

Nachdem ich letzte Woche dem mittwöchlichem Fisch etwas abtrünnig geworden war, kam ich heute zu der guten alten Tradition zurück und entschied mich für den Pochierten Lachs auf Blattspinat mit Estragonsauce und Kartoffeln aus der Sektion Vitality. Nicht dass die traditionell-regionalen Ravioli mit Käsefüllung in Spinat-Käsesauce, die Hähnchenbrust in der Knusperpanade auf Gemüsereis bei Globetrotter schlecht gewesen wären oder ich das Gebratene Tofu mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce oder das Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse schlecht fand, aber der Lachs schien mir heute sowohl visuell als auch kalorientechnisch am verlockendsten. Da konnte auch der kleine Becher Vanillepudding mit Kirschen von der Dessertheke nicht wirklich mehr schaden.

Pochiertes Lachs mit Blattspinat / Poached salmon with leaf spinach

Und ich hatte wirklich Glück, denn ich erwischte ein wahrlich riesiges Stück des auf der einen Seite mit Haut pochierten, zarten und grätenfreien Lachses. Ich befürchtete zuerst dass das Fleisch etwas trocken sei, doch der visuelle Eindruck täuschte zum Glück. Es erwies sich viel mehr als angenehm saftig. Und auch mit reichlich Zwiebeln versehenen Blattspinat sowie den kleinen Salzkartoffeln gab es nichts auszusetzen. Alles harmonierte Geschmacklich außerdem wunderbar mit der leicht würzigen Estragonsauce, von der reichlich aber nicht zu viel auf den Teller aufgemacht worden war. Und bei gerade mal 407kcal brauche ich mir auch keine Gedanken bezüglich des kleinen Becherchen Vanillepudding mit seiner fruchtreichen Decke auf Kirschen machen und der Garnitur aus Piostaziensplittern zu machen.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala lagen heute wenn ich es recht gesehen habe wohl die Asia-Gerichte mal wieder ausnahmsweise auf Platz eins. Auf Platz zwei würde ich dann die Hähnchenbrust mit Knusperpanade einordnen und auf Platz drei schließlich die Ravioli mit Käsefüllung und der Lachs mit Blattspinat – hier konnte ich keinen klaren Favoriten ausmachen.

Mein Abschlußurteil:
Pochierter Lachs: ++
Blattspinat: ++
Salzkartoffeln: ++
Vanillepudding mit Kirschen: ++

Seelachsfilet im Tomatenbett mit Blattspinat [09.11.2011]

Zwar stand auch im Asia-Bereich mit Chu Chi Pla – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce ein durchaus interessantes Fischgericht auf der Speisekarte – Mittwoch ist ja bekanntlichermaßen mein traditioneller Fisch-Tag – doch irgendwie war mit heute mehr nach dem Gedünsteten Seelachsfilet im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln aus dem regulären Bereich Vitality. Die traditionell-regionalen Broccoli-Nußecken an mediterranem Gemüse mit Basilikumdip und die Penne Bolognese mit Parmesan ließ ich ebenso außen vor wie das andere Asia-Thai-Gericht in Form von Nasi Goreng – Gebratener Gorengreis mit verschiedenem Gemüse. Dazu nahm ich mir noch ein Becherchen Erdbeer-Rhabarber-Mousse von der Dessert-Theke.

Seelachs im Tomatenbett

Leider war das Fischfilet heute nicht ganz grätenfrei geraten und ich fand es auch ein klein wenig zu trocken, so dass ich hier heute leider Punktabzug geben muss. An den fruchtigen Tomatenstücken auf denen es ruhte gab es aber ebenso wenig etwas auszusetzen wie an dem würzigen Blattspinat und den gut durchgekochten Salzkartoffeln. Über die etwas zu viel auf den Teller geratene Flüssigkeit sehe ich aber mal hinweg – zumal ich hier nicht genau sagen konnte ob sie von den Tomaten oder dem Spinat stammte. Ich konnte also recht zufrieden sein und dank der gerade mal 331kcal pro Portion brauchte ich mir auch keine Gedanken über der winzige Becherchen locker-luftiges Erdbeer-Rhabarber-Mousse zu machen, dass ich mir noch zum Nachtisch gönnte.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala die ich wie immer anhand meiner Beobachtungen unter den anderen Gästen aufstellte belegten heute ganz eindeutig die Penne Bolognese den ersten Platz. Auf Platz zwei folgte aber – unerwarteter weise – schon der Fisch, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten und dann erst den Broccoli-Nussecken. Ungewöhnlich war diese Verschiebung im Bereich der mittleren Plätze schon, aber das bewegte sich noch absolut im Bereich der statistischen Normalverteilung – zumal ich natürlich nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Mittagszeitraumes geben kann. Daher hier natürlich alle Angaben wie immer ohne Gewähr. 😉

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: +
Tomatenragout: ++
Blattspinat: ++
Salzkartoffeln: ++
Erdbeer-Rhabarber-Mousse: ++

Spinat-Lachs-Rolle – das Rezept

Für heute entschied ich mich dazu, mal etwas zuzubereiten was man sonst eigentlich eher in den Bereich des Buffet- oder Fingerfood einordnen würde: Die klassische Lachs-Spinat-Rolle. Dabei ist die Zubereitung recht unkompliziert und braucht nicht viele Zutaten.

Für eine Rolle (etwa 8-10 Scheiben) benötigen wir:

250g Blattspinat
01 - Zutat Blattspinat

4 Eier
02 - Zutat Eier

200g Frischkäse
03 - Zutat Frischkäse

200g Räucherlachs
04 - Zutat Räucherlauchs

40-50g Parmesan
05 - Zutat Parmesan

2-3 TL Dill
06 - Zutat Dill

sowie etwas Salt, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen.

Während der Spinat auftaut – ich verwendete die Mikrowelle um den Prozess etwas zu beschleunigen – trennen wir erst einmal die vier Eier.
07 - Eier trennen

Das Eiweiß schlagen wir gemeinsam mit einer Prise Salz mit einem Schneebesen steif.
08 - Eiweiß schlagen

Sobald des Blattspinat aufgetaut ist, drücken wir diesen gut aus um die Flüssigkeit zu reduzieren, geben ihn dann mit den Eigelb in ein Behältnis, würzen alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss, vermischen alles gut
09 - Würzen

und pürieren dann alles mit einem Pürierstab.
10 - Pürieren

Anschließend heben wir das Eiweiß unter
11 - Eiweiß unterheben

addieren noch den Parmesan
12 - Parmesan beimengen

und verrühren alles gut miteinander.
13 - gut verrühren

Bevor es weitergeht, geben wir die Masse aus Blattspinat und Ei in ein Sieb und lassen die letzte überflüssige Feuchtigkeit noch mal abtropfen. Gleichzeitig können wir schon mal den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
14 - abtropfen lassen

Nun legen wir ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen die Spinat-Ei-Masse in einer dünnen Schicht darauf.
15 - Auf Backpapier auftragen

Sobald der Backofen aufgeheizt ist, schieben wir unser Backblech auf der mittleren Schiene hinein und backen die Teigmasse für 15 bis 18 Minuten.
16 - Backen

Dabei erschien mir der Spinat beim einschieben noch so feucht, dass ich befürchtet hatte dass das Rezept nicht gelingt – doch das erwies sich glücklicherweise als Fehleinschätzung. Als ich es aus dem Backofen entnahm damit es vollständig auskühlen konnte, hatte sich die Masse perfekt gefestigt und ließ sich auch problemlos vom Backpapier lösen.
17 - auskühlen lassen

Während die Masse abkühlt geben wir zwei bis drei Teelöffel zum Frischkäse unter verrühren ihn gut.
18 - Frischkäse und Dill mischen

Ist die Spinatmasse kalt, verstreichen wir die Dill-Frischkäse-Mischung darauf
19 - Frischkäse auf Spinat verteilen

und belegen diesen schließlich noch mit dem Räucherlachs.
20 - Mit Räucherlachs belegen

Jetzt brauchen wir alles nur noch aufzurollen
21 - Aufrollen

und umwickeln dann die so entstandene Spinat-Lachs-Rolle mit etwas Frischhaltefolie. damit sie nicht austrocknet während sie nun für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruht.
22 - In Frischhaltefolie einwickeln

Danach ist sie dann so fest dass man sie mit einem scharfen Messer problemlos in Scheiben schneiden können.
23 - In Scheiben schneiden

Dann brauchen wir das Gericht nur noch servieren.
24 - Spinat-Lachs-Rolle / Spinach salmon role - Serviert

Zwar hätte ich es etwas fester wickeln können, doch für meinen ersten Versuch dieses Gericht herzustellen war ich sehr zufrieden. Die Kombination aus Spinat mit Frischkäse, Dill und Räucherlauchs ergab ein leckeres Kaltgericht, das sich gut als Snack, aber auch zum Abendbrot und natürlich für jedes Buffet wunderbar eignet. Ich kann dabei noch das beträufeln mit etwas Zitronensaft empfehlen, das gibt dem Gericht noch eine besondere Note und passt gut zu dem Räucherlachs.

25 - Spinat-Lachs-Rolle / Spinach salmon role - CloseUp

Hätte ich Dill-Frischkäse in dem Supermarkt in dem ich eingekauft habe gefunden, hätte man mit Sicherheit auch diesen verwenden und sich das mischen sparen können. Aber auch Kräuterfrischkäse dürfte problemlose funktionieren. Ansonsten gibt es zu diesem zugegebenermaßen einfachen, aber sehr leckeren Gericht zumindest aus meiner Sicht nichts weiter zu verändern oder zu verbessern. Nur an meinen Wickeltechniken muss ich bei Gelegenheit noch mal arbeiten, denn die Rolle hätte dichter gewickelt sein können – hier spielte aber auch mit rein dass ich den Lachs teilweise etwas zu dick und zweischichtig aufgelegt hatte. Da hätte wohl etwas weniger besser gewesen. Dennoch ein empfehlenswertes Rezept, dass ich hiermit kurz vorstellen möchte. Und für morgen Abend ist auch noch etwas übrig.

Guten Appetit