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Haie gegen Füchse

Wednesday, October 15th, 2008

Auf den Vorschlag eines meiner WG-Mitbewohner hin begaben wir uns gestern nun in die Köln-Arena im Stadtteil Deutz, um dort dem Spiel des hiesigen Eishockeyvereins der Kölner Haie gegen die Duisburger Füchse beizuwohnen. Ich muß dazu gleich zu Anfang anmerken, daß ich mich noch nie tiefer gehend mit diesem Sport beschäftigt habe und viele der im folgenden Artikel gemachten Anmerkungen meinen persönlichen subjektiven Eindrücken entsprechen.
Um zur Arena zu gelangen nahmen wir den Bus und die Straßenbahn – zu den Tickets die wir uns zuvor über das Internet bestellt hatten, war die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zur An- und Abreise glücklicherweise inbegriffen. Bei der Auwahl der Sitzplätze hatten wir uns beim Bestellen für die mit 40 €uronen wohl kostspieligsten Plätze direkt an der Mittellinie entschieden.

Als wir schließlich ankamen, war schon großer Betrieb vor dem der Halle. Etwas mehr als 14880 andere Menschen hatten sich nämlich ebenfalls dazu entschlossen, das heutige Spiel zu besuchen.

Kölnarena Eingang Südwest - Kölnarena

In der großen Eingangshalle entschlossen wir uns erst einmal dazu, uns mit einer kleinen Stärkung und einem Getränk zu versorgen – denn wir waren direkt von der Arbeit aufgebrochen und hatten daher nicht zu Abend essen können. So stellten wir uns an einem der Stände im Erdgeschoß an eine der Schlangen an und besorgten uns schließlich eine Riesenbratwurst, die mit einer zweiten Riesenbratwurst aufgewertet wurden, da die Brötchen ausgegangen waren.

sowie einem einen Liter fassenden Plastikkrug mit einem leicht alkoholhaltigen Hopfenkaltgetränk nach lokaler Zubereitungsart – um genau zu sein schenkte man hier Gilden Kölsch aus. Nicht unbedingt mein Favorit unter den Kölsch – aber man nimmt ja was man kriegt… 😉

Bierkrug

Als wir unsere Plätze eingenommen hatten, begann auch schon der Einlauf der Spieler auf das Spielfeld. Hier hatte man sich ein wirklich spektakulär wirkendes Spektakel ausgedacht – zumindest für die Heimmannschaft der “Haie” in Rot-Weiß. Vor dem Eingang hatte man einen riesigen aufblasbarer Haikopf aufgebaut und der Ansager rief zum Einlauf eines jeden Spielers dessen Vornamen, worauf das Publikum lautstark dessen Nachnamen skandierte. Der anschließende Einlauf der Gäste wurde wenigeraufwendig zelebriert – obwohl sich auch einige Fans der Gastmannschaft im Stadion waren.

opening

An dieser Stelle sei noch bemerkt, daß es sich hier um das Spiel der Tabellenletzten (Haie) gegen die Tabellenvorletzten (Füchse) handelte – aber das war mir persönlich für meinen ersten Live-Besuch beim Eishockey eher schnuppe.
Den eigentlichen Anpfiff bekam ich dann fast gar nicht mit. Aber wie man mir erzählte dauert ein solches Spiel drei mal je zwanzig Minuten – bei Gleichstand am Ende gibt es entsprechend Verlängerung und danach wird 7-Meter-Schießen nach dem Sudden Death durchgeführt. Das erste Tor fiel dann recht schnell – enttäuschenderweise für die Gäste. Doch das Blatt sollte sich schnell wenden.

during the game Spieler

Von den lokalen Fanblocks, die offensichtlich hinter den Toren lokalisiert waren, tönten während des ganzen Spieles mehr oder weniger anfeuerende Rufe und das Schlagen von Trommeln. Der Spielverlauf gestaltete sich dann recht spannend, beide Mannschaften erschienen mir zu diesem Zeitpunkt etwa gleichstark – dennoch gelang Köln noch im ersten Drittel der Ausgleich, was das Publikum mit lautem Jubel und heftigem Fanschal-Schwenken quittierte.

Publikum

Was mit als Laien gleich zu Beginn auffiel war im übrigen die Tatsache, daß man im Eishockey im laufenden Spiel scheinbar unbegrenz Spieler auswechseln kann. Immer wieder verschwanden einer oder gleich mehrere auf der Reservebank, während andere Spieler das Eisfeld betraten – ohne irgendeine Spielunterbrechung. An dieser Stelle möchte ich auch gleich die Art der Spielerbestrafung bei unrechtmäßigem “Gegen-die-Bande-drücken” des Gegeners oder sonstigen Regelwiderigen verhalten: Der Spieler muß für 2 oder mehr Minuten in eine spezielle Plexiglaskammer am Spielfeldrand verschwinden – oft begleitet vom höhnischen Gesang der Fans – und die Strafzeit dort absitzen. Nach Ablauf der Zeit, die auf der großen Anzeigetafel angezeigt wird, betritt er dann ohne großes aufheben wieder das Feld und gliedert sich dort wieder in das laufende Spiel ein.
In der ersten Unterbrechung, die ca. 20 Minuten dauerte, wurde eine kleine Werbeveranstaltung der hiesigen Toyotahändler in der Arena durchgeführt, bei der ein Pärchen mit einem Auto aufs Eis gefahren wurde und dann gegeneinander antretend Eispucks in jeweils eines der Tore schießen mußte – umwuselt von den beiden Maskottchen der spielenden Vereine – einem Hai und einem Fuchs, der mich jedoch mehr an einen Löwen erinnerte.

break advertising Pausenspiel

In den letzten Minuten fuhren schließlich noch zwei Fahrzeuge – ich nenne sie jetzt mal aus Entbehrung des richtigen Namens “Eismaschinen” – auf die Eisfläche und machten diese vermutlich wieder glatt und somit spielfertig.

Eiswagen

Die Haie bauten in den nächsten beiden Dritteln dann noch einmal richtig auf und trotz noch eines Gegentreffers seitens der Füchse erreichten sie sich schließlich einen meiner Meinung nach wohlverdienten Sieg mit einem Endstand von 4 zu 2 – womit die Haie auf den vorletzten Platz aufsteigen.
Zum Abschluß ging es mit der glücklicherweise nicht so extrem überfüllten Straßenbahn zurück nach Hause.

Endstand

Eine kleine Einrichtung möchte ich noch zum Ende kurz erwähnen: An den Rückenlehnen der Sitze waren im ersten Moment seltsam anmutende Metallösen angebracht, denen ich im ersten Moment keine Funktion zuweisen konnte.

Getränkehalter

Ein genauerer Blick auf den Schaft eröffnete schließlich, um was es sich hierbei handelte: Um einen Becherhalter. Und sogar der Henkel des 1L Plastikkrug ließ sich darin arretieren. Fand ich eine einfache, aber funktionale Idee – und bei vollen Rängen eine gute Alternative dazu, sein Getränk auf den Boden zu stellen und Gefahr zu laufen, daß er dort umgeworfen wird.

Bierbecher im Halter

Reginas letzter

Saturday, December 1st, 2007

Habe mir vorhin den letzten Kampf von Regina Halmich im TV angesehen – mein erster Frauenboxkampf überhaupt übrigens. Das Ergebnis ist so finde ich, etwas unklar – ich hatte zeitweise tatsächlich mehr zu einem Unentschieden oder sogar einem Sieg von Hagar Shmoulefeld Finer tendiert. Aber auf der anderen Seite geschieht es ihr auch recht – ihr Gehabe mit der vollkommen unnötigen Poserei am Ende jeder Runde war nun wirklich nicht notwendig und hat der Israelin eindeutig viele Sympathiepunkte seitens der Zuschauer gekostet. War dennoch tatsächlich ein echt spannender Kampf.

Handballweltmeisterschaft

Sunday, February 4th, 2007

Sehr schön – Deutschland ist Handball-Weltmeister. Eine Tatsache, die wohl morgen ganz kurzfristig die Schlagzeilen beherrschen wird und dann in Vergessenheit gerät. Trotzdem Gratulation von meiner Seite.

Aber kann mir jemand erklären, was die Aktion mit den Pappkronen und den falschen Schnurrbärten bei der Siegerehrung sollte ?

Wollte sich die deutsche Mannschaft damit als Borat-Fans outen ?

Schade, Axel

Sunday, November 26th, 2006

Da hat Axel ja beim Boxen am Samstag Abend ganz schön einen in die Fr***e bekommen. 🙁
Nicht daß ich besonders große Hoffnungen gehabt hätte, aber das war wirklich krass. Vor allem sah sein Gegner noch aus, als käme er gerade frisch in den Ring. Hat halt nicht sein sollen. Am meisten hat mich aber die “Dummlaberei” hinterher genervt. Muß da denn jeder Typ seinen dummen Kommentar zu abgeben?
Und die Bild Schlagzeile will ich gar nicht sehen. Erst wird er in den Himmel gelobt, in alle möglichen Talkshows eingeladen und nun…
Viel Lärm um Nichts 🙁

SBC Park [25.03.2006]

Sunday, March 26th, 2006

21:30 Pacific Standard Time (PST) – 6:30 Central European Time (CET)

Meine erste Exkursion des heutigen Samstages verschlug mich in den Süden von San Francisco – ich hatte kein konkretes Ziel, wollte mir nur diesen Bereich einmal ansehen, da ich bisher in diesem Bereich noch nicht “hinter” die Bay Bridge gekommen war. Es war als ich das Appartment verließ zwar heiter, aber vor allem unten direkt an der Bay ziemlich windig. Aber ich war gerüstet.
Der erste Teil der Strecke war mit recht neuen, meist niedrigen Appartmenthäusern bebaut, dazwischen kleinere Cafés und Bistros – eine recht hübsche Wohngegend – weiter hinten wurden die Gebäude dann wieder etwas größer, aber das alles überragende Bauwerk war natürlich der SBC Ballpark – Die Heimat der San Francisco Giants – einer der hiesigen Baseballmannschaften.

SBC Park SBC Ballpark - Embacadero Seite

Die Menschen davor und die Musik aus dem Inneren ließen recht leicht darauf schließen, daß hier irgend etwas stattfand – in Anbetracht des unerwarteter Weise doch recht guten Wetters und der Tatsache daß Samstag ist mit Sicherheit nichts ungewöhnliches an einem solchen Ort. 😉 Also sah ich mir das ganze mal näher an – mein erster Gedanke war natürlich ein Baseball-Spiel – dann jedoch fiel mir die Bemerkung eines Kollegen ein, daß die Saison ja noch gar nicht angefangen hat – also doch eine andere Veranstaltung. Hmm, Rätsel über Rätsel – die es zu lösen galt.

Ballpark am Embacadero SBC Ballpark - Ticket Office

Zuerst ging am Stadion auf der Embacadero Seite entlang – vorbei am 2nd Street Gate, einigen geschlossenen Kartenverkäufen bis hin zum Willie Mays Gate auf der anderen Seite

SBC Park - 2nd Street Gate Elefantenkostüm
SBC Ballpark - Willie Mays Gate SBC Park - Palmen

wo noch immer eine kleinere Anzahl von Personen ins Stadion ging, auch wenn der Hauptansturm wohl schon durch war und die Veranstaltung schon begonnen hatte – eine Annahme die durch den Gesang aus dem Inneren des Stadions auch bestätigt wurde. Also begann ich von der Seite von der ich gekommen war aus um das Stadion herumzugehen und erreichte über einen Parkplatz – von dem aus ich durch eine als Media Entrance bezeichnete Toröffnung auch das erste mal besetzte Rände sehen – wobei aber die meiste Aufmerksamkeit von den beiden riesigen Plastiken in Anspruch genommen wurde, die auf der Mauer thronten – eine Coca Cola Flasche und einem Baseball Handschuh. Damit dürfte wohl klar sein wer die Giants sponsort dachte ich so bei mir

SBC Park - Media Entrance Handschuh & Coca Cola Flasche II

Schließlich erreicht ich das Marina Gate direkt neben einem kleinen Hafen für Segelboote – allerdings war hier wenig los und die Verkäufer an einem Stand für Fanware langweilten sich.

Marina Gate - SBC Park SBC Park - Marina Gate

Den Pier – der am Anfang eindeutig als Anglerpier ausgezeichnet war – ging ich nun entlang. Am Eingang lungerten einige einheimische Jugendliche herum, weiter hinten waren einige Angler zu sehen. Ein einlaufender Öltanker bewegte sich langsam in Richtung der Bay Bridge über die Bay.

Anglerpier Anglerpier und Tanker

Obwohl ein ziemlich stürmischer Wind blies hatte sich der Weg bis ans Ende des Piers auf jeden Fall gelohnt, denn es bot sich nicht nur ein wundervoller Blick auf den SBC Park selbst, sondern auch auf das umgebende China Bassin und die Bay Bridge.

SBC Park - Marina Gate Seite Marina Gate / SBC
Noch mehr Boote ...

Nun ging es zurück und an der linken Seite des SBC Park entlang – ein strenger Geruch schlug mir hier entgegen – die Ursache war schnell gefunden (Bild oben rechts) 😉 – außerdem konnte ich durch einige Gitter einen Einblick ins innere des Stadions werfen – von dem was ich sehen konnte schloß ich darauf daß es sich um ein Konzert handelt – von welcher Band war jedoch nicht festzustellen – ich sah einige T-Shirts und Plakate mit dem Begriff “Battle Cry” darauf – vielleicht ist das der Name der Veranstaltung.

Am SBC Park entlang Gilroy Garlic Fries
SBC Park - Blick ins Stadion I SBC Park - Blick ins Stadion II

Weiterhin sehr erwähnenswert finde ich die Heldenverehrung, die die Einheimischen hier den erfolgreichen Spielern entgegen bringen, nicht nur daß sie die Eingangstore ihrer Stadien nach ihnen benennen, nein, sie lassen auf Plaketten in den Boden ein und errichten ihnen Statuen – das soll keinesfalls abwertend klingen – finde ich schön – aber so weit ist es im Deutschen Fussball noch nicht gekommen. (hier kann mich kernbergmaradona gern korregieren, wenn ich ich irren und er diesen Text lesen sollte)

Ehrenmarke SBC Park - O'Doul Gate

Juan Marichal
Willie Howard Mays Jr.

Ich umrundete noch einmal das Stadion und ging dann am Hafen entlang wieder in Richtung Bay Bridge – es hatte sich inzwischen etwas bewölkt und ich wollte nicht in einen Regenschauer geraten.

Hafenmeister Am Hafen

Als ich den Hafen gerade hinter mir gelassen hatte, schien auch die Veranstaltung zu Ende zu sein, denn nun strömten auch massenhaft Menschen in Richtung Bay Bridge. Eine Begebenheit möchte ich da besonders erwähnen: Ein Einheimischer mit Namen Jerry sprach mich an als er sah daß ich fotografierte und verwickelte mich in einen kleinen Smalltalk – fragte wo her ich komme, wie mir San Francisco gefalle, ob ich auch andere Teile der USA besuchen wolle und berichtetete mir von einem Besuch seinerseits in Estland und Russland, aus dem seine Familie ursprünglich stammte. Außerdem berichtete er mir daß die Gegend in der wir uns befanden vor dem Erdbeben 1989 vollkommen heruntergekommen und zerfallen war und erst nach den Zerstörungen, die durch dieses Erdbeben ausgelöst wurden, in der jetzigen Form neu aufgebaut wurde. Fand ich sehr nett und ich habe war gelernt – treffe ihn zwar wahrscheinlich nie wieder, als er den Parkplatz mit seinem Auto erreicht verabschiedete er sich, aber ein durchaus gutes Erlebnis. Kurz nachdem mich Jerry verlassen hatte brach es dann los – ein Platzregen von ziemlich heftiger intensität. Ich hatte zum Glück einen Schirm dabei – aber da der Wind den Regen von der Seite herantrieb nutzte er recht wenig.

Bay Bridge von unten Platzregen

Wer noch unterwegs war zog sich eines der kleinen Bistros und Bars am Bay zurück – ich selbst ging erst einmal zurück ins Appartment und zog mit trockene Sachen an. Oben herum war ich ja nicht naß geworden, aber der Wind hatte dafür gesorgt, daß der Regen meine Hosenbeine ziemlich durchnässt hatte – und eine Erkältung wollte ich mir dann doch nicht holen. Später klarte es wieder auf und ich brach noch einmal zu einem zweiten Ausflug auf – doch davon in einem anderen Artikel, heute schaff ich den nicht mehr, werde ihn aber morgen nachreichen

Wie 2002 mit Holland :)

Friday, November 18th, 2005

(gefunden bei Steffen Nork)

Ausblick auf die WM 2006

Tuesday, September 20th, 2005

Achtung, Content ist image
Fortfahren auf eigenes Risiko (Danke an Moelle für den Hinweis) (more…)

Das Abschiedsrennen

Thursday, August 25th, 2005

Leider ist mir nach ein paar Fotos mein Kamerakku leer gewesen – aber die paar die ich noch machen konnte will ich euch nicht vorenthalten.
Aber ich war ja nicht der einzige der Fotos gemacht hat: hier gibt es sehr viel mehr dazu.

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