Schweinerückensteak mit Bohnengemüse, Kroketten & Pfeffersauce [10.08.2018]

Am heutigen Freitag bot die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants gleich aus meiner Sicht interessanten Angebote. Während mich so Sachen wie Kirschmichl mit Vanillesoße im Abschnitt Tradition der Region gar nicht interessierten und mir auch weniger der Appetit nach Gerichten wie Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Kokosmilchsauce oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Erdnußsauce stand, so war mir bewusst dass ich mit einem Schweinerückensteak mit Bohnengemüse, Kroketten und Pfeffersauce bei Vitality oder dem traditionellen Gebackenen Seelachsfilet mit Kartoffelslat und Remoulade bei Globetrotter durchaus leben konnte. Und da ich ja schon zwei Mal diese Woche Fisch gegessen hatte, einmal süß-sauren Seelachs und einmal Low Carb Rotbarsch, fiel meine Wahl schließlich auf das Schweinerückensteak mit Pfeffersauce. Zum Glück hatten sich heute endlich, nach langer Hitzewelle, die Temperaturen etwas abgekühlt, sonst hätte ich vielleicht doch anders entschieden.

Pork steak with beans, croquettes & pepper sauce /  Schweinerückensteak mit Kroketten, Bohnengemüse & Pfeffersauce

Die Kroketten sahen von weitem schon fast wie Salzkartoffeln aus, es handelte sich aber tatsächlich um etwas, das man als Krokette bezeichnen konnte, nur eben in Ballform. Das wirkte sich aber nicht auf ihre Struktur der knusprigen äußeren Hülle mit dem weichen Kartoffelbrei im Inneren aus. Dazu gab es mit Zwiebeln und Bohnenkraut angemachte grüne Stangenbohnen, die aber leider nicht mehr ganz so knackig waren, da sie offensichtlich schon etwas länger gelegen hatten. Sie waren aber noch soweit in Ordnung, dass man von einem Punktabzug absehen konnte. Wichtigster Punkt war aber natürlich das ausreichend große, etwa fingerhohe Schweinerückensteak mit seinem mageren, aber leider ganz leicht trocknen Fleisch. Doch die leichte Trockenheit ließ sich mit der geschmacklich überaus gehaltvollen und angenehm dickflüssigen Pfeffersauce problemlos kompensieren, so dass ich auch hier von einem Punktabzug absehen kann. Definiti kein leichtes Gericht, aber auch nur überschwer und meiner Meinung nach genau das richtige für einen Abschluss der Arbeitswoche.
Sah man sich etwas im Speisesaal um, konnte man aber erkennen dass sich heute wohl der Seelachs der etwas größeren Beliebtheit erfreute und sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Das Schweinerückensteak war aber eng auf und folgte auf einem guten zweiten Platz. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und mit geringem Abstand auf dem vierten Platz folgte schließlich der Kirschmichel.

Mein Abschlußurteil:
Schweinerückensteak: ++
Pfeffersauce: ++
Bohnengemüse: ++
Kroketten: ++

Abgebräunter Leberkäse mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln [21.01.2016]

Während mich die Parpadelle mit Blattspinat und Kren bei Vitality sowie die Asia-Thai-Angebote wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking-Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambussprossen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce heute nicht sonderlich reizten, hätte ich mich sowohl mit dem Zusatzangebot in Form von Spaghetti mit Tomaten-Mais-Hackfleischsauce als auch dem Abgebräunter Leberkäse mit Spiegelei, Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region sowie der Kartoffelsuppeneintpopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Globetrotter anfreunden können. Letztlich war es wohl die etwas kürzere Schlange an der Leberkäse-Theke, die mich dazu bewog dieses Gericht heute zu verzehren. Dazu stellte ich mir noch eine kleine Schüssel Salat an der Salattheke zusammen, verzichtete aber auf auf ein Dessert – in letzter Zeit bin ich damit einfach zu häufig enttäuscht worden.

Bavarian meatloaf with fried egg, gravy & roast potatoes / Abgebräunter Leberkäse mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln

Das Stück Leberkäse, welches fast unter dem Spiegelei verschwand, war zwar nicht mehr hunderprozentig heiß, machte das aber durch seinen würzigen Geschmack wett. Gemeinsam mit der zwar etwas dünnen, aber geschmackvollen Bratensauce sowie dem leicht knusprigen Spiegelei mit seinem noch flüssigen Eigelb ein sehr leckeres Gericht, dass durch die kleinen, gebräunten Salzkartoffeln als passende Sättigungsbeilage sehr gelungen ergänzt wurde. Und auch die Salatmischung aus roter Beet, Möhrenstreifen, Kidneybohnen und gelben Stangenbohnen mit ihrem Balsamico-Dressing passte wunderbar ins geschmackliche Gesamtkonzept. Kein leichter Genuss, aber ich war zufrieden.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala der Leberkäse ganz vorne lag und sich somit den ersten Platz sichern konnte. Auf dem zweiten Platz sah ich die Spaghetti, aber nur knapp vor dem ebenfalls sehr gern gewählten Kartoffelsuppeneintopf, der somit den dritten Platz belegte. Die Asia-Gerichte und die Parpadelle mit Kren teilten sich schließlich Platz vier, hier konnte ich keinen klaren Favoriten ausmachen.

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Spiegelei: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: ++
Salat-Mix: ++

Pikantes Bohnengulasch [03.02.3014]

Zwar konnten mich die heutigen Angebote an der Wok-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Masamansauce oder Ko Lo Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce heute nicht sonderlich reizen – immerhin hatte ich letzte Woche gleich zwei mal Asiatisch gespeist – dafür fanden sich, was für einen Montag eher ungewöhnlich ist, gleich drei interessant klingende Gerichte auf der Speisekarte der regulären Küche. Aber trotz der Tatsache dass die Scheinsbratwürste mit Sauerkraut, Röstzwiebeln und Kartoffelpüree bei Tradition der Region als auch das Rindergeschnetzelte mit grünem Pfeffer und Sherry in Rahmsauce, dazu Kartoffelgratin bei Globetrotter sowohl gut klang als auch gut aussah, entschied ich mich dann doch für das ebenfalls sehr verlockend präsentierte Pikante Bohnengulasch, das mit etwas Sour Cream garniert bei Vitality angeboten wurde. Denn bei gerade mal 452kcal konnte ich mich auch noch den kleinen Becher Limonen-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot leisten – denn es war nach den Enttäuschen der letzten Woche mal wieder an der Zeit, den Mousses eine Chance zu geben.

Pikantes Bohnengulasch / Zesty bean goulash

Die relative einfache Mischung aus Kidneybohnen, grünen Stangenbohnen und weißen Riesenbohnen mit kleinen Salzkartoffeln, geschälten Tomaten, Paprika und einigen Kräutern erwies sich wie von früheren Darreichungen wie hier, hier oder hier gewohnt, als überaus schmackhaft und sättigend – auch wenn es mit der pikanten Geschmacksnote heute nicht ganz so weit her war. Für meinen Geschmack zumindest hätte es gerne noch etwas schärfer sein können. Dennoch: in Kombination mit dem Sauerrahm auch ohne Fleisch ein sehr gelungenes Gericht. Und auch beim Mousse hatte man sich wieder deutlich verbessert, denn der kleine Becher Limonenmousse mit seiner Garnitur aus Cocktailkirsche und Schokostreuseln besaß heute endlich wieder die weiche und luftige Konsistenz wie ich es von früher gewöhnt bin.
Ich hätte je vermutet, dass es heute das Rindergeschnetzelte mit grünem Pfeffer und Sherry auf den ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala schaffen würde, doch da hatte ich mich ziemlich getäuscht. Platz eins belegten viel mehr die Bratwürste mit Sauerkraut und Kartoffelpüree und selbst den zweiten Platz schnappten heute die Asia-Gerichte den Rindergeschnetzelten mit kleinem, aber klar erkennbaren Vorsprung weg, so dass es sich mit einem guten dritten Platz zufrieden geben musste. Dabei sah das Kartoffelgratin dazu heute deutlich besser aus als das etwas zu lang gebackene, welches zu der Hähnchenbrust zu Kaffeewürzung vor etwas über einer Woche gereicht worden war. Aber zumindest lag ich bei Platz vier richtig, denn hier landete wie üblich das vegetarische Gericht, heute repräsentiert durch das Pikante Bohnengulasch. 😉

Mein Abschlußurteil:
Pikantes Bohnengulasch: ++
Limonenmousse: ++