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Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf im Slow Cooker – das Rezept

Sunday, July 8th, 2018

Nach einigen eher schnell zuzubereitenden Gerichten wollte ich heute, nachdem ich den Pepperoni Pizza Ring von gestern bereits komplett verbraucht hatte, es mal etwas langsamer angehen lassen – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Rezept das ich heute vorstellen möchte wird im Slow Cooker zubereitet und braucht einiges an Zeit. Gleichzeitig wollte ich mit einem Äthiopischen Hähnchen-Linsen-Eintopf einen kleinen Ausflug in die ostafrikanische Küche vornehmen. Die Zubereitung ist nicht sonderlich komplex, abgesehen von der ganzen Schnippelei um die einzelnen Zutaten vorzubereiten und dem Abmessen und Mischen der Gewürze für die selbst hergestellte Berber-Gewürzmischung besteht die meiste Zeit aus Warten. Wer jedoch auf exotische und pikante Geschmackserlebnisse steht, dem kann ich dieses Rezept vorbehaltlos empfehlen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für die Berber-Gewürzmischung

01 - Zutaten für Berber-Gewürzmischung / Ingredients for berbere spice blend

  • 2 Esslöffel edelsüßes Paprika
  • 1 Esslöffel geräuchertes Paprika
  • 1 Esslöffel Pul Biber
  • 1 Esslöffel Salz
  • 1/2 Esslöffel Cayenne-Pfeffer
  • 2 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 2 Teelöffel gemahlene Nelken
  • 1 Teelöffel gemahlenen Kardamom
  • 1 Teelöffel Bockshornklee
  • 1 Teelöffel gemahlener Koriander
  • 1 Teelöffel schwarzer Pfeffer
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Piment
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1/2 Teelöffel Muskatnuss
  • 1/2 Teelöffel granuliertes Knoblauch
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
  • Für die eigentliche Zubereitung

    500g Hähnchenbrustfilet
    02 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breasts

    2 mittelgroße Möhren
    03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    3-4 Stangen Sellerie
    04 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

    1 größere Zwiebel
    05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    3 Zehen Knoblauch
    06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    2 Esslöffel zerkleinerten Ingwer
    07 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    1 kleinere Süßkartoffel
    08 - Zutat Süßkartoffel / Ingredient sweet potato

    1/2 Teelöffel Kardamom
    09 - Zutat Kardamom / Ingredient cardamom

    2 Teelöffel Paprika edelsüß
    10 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

    1 Dose stückige Tomaten (400g)
    11 - Zutat stückige Tomaten / Ingredient tomatoes

    250ml Hühnerbrühe
    12 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

    2 Esslöffel Butter
    13 - Zutat Butter / Ingredient butter

    Zum Abschmecken

    1 Teelöffel brauner Zucker
    13 - Zutat brauner Zucker / Ingredient brown sugar

    etwas Zitronensaft
    14 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

    sowie etwas Salz

    Für die Garnitur & als Beilage

    etwas frischen Koriander
    15 - Zutat frischer Koriander / Ingredient fresh cilantro

    Griechischer Joghurt
    16 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

    Pita-Brot (Alternativ: Fladenbrot oder Naan)
    17 - Zutat Pita-Brot / Ingredient pita bread

    Gleich zu Beginn, als ich die Berber-Gewürzmischung zubereiten wollte, musste ich beim durchforsten meiner umfangreichen Gewürzsammlung feststellen, dass ich keine gemahlenen Nelken mehr hatte. Da ich aber zum Glück noch ganze Nelken vorrätig hatte entschied ich diese einfach im Mörser zu zerstoßen.
    18 - Nelken mörsern / Grind cloves

    Sind alle Zutaten dann beisammen, können wir alle Gewürze in eine Schüssel geben
    19 - Gewürze in Schüssel geben / Put all spices in bowl

    und sie gründlich vermischen. Die Zutaten ergeben deutlich mehr als wir für dieses Rezept brauchen, aber die Berber-Gewürzmischung lässt sich problemlos über einen längeren Zeitraum aufbewahren und ist vielseitig verwendbar.
    20 - Gewürze gründlich vermischen / Mix seasonings well

    Dann beginnen wir mit dem leidigen Thema der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir die Möhren
    21 - Möhren schälen / Peel carrots

    und schneiden sie in mundgerechte Stücke. Ich entschied die in Scheiben zu schneiden und diese Scheiben dann noch einmal zu vierteln.
    22 - Möhren zerkleinern / Chop carrots

    Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel,
    23 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen auch die Süßkartoffel
    24 - Süßkartoffel schälen / Peel sweet potato

    und würfeln sie ebenfalls,
    25 - Süßkartoffel würfeln / Dice sweet potato

    schneiden die Selleriestangen in Scheiben,
    26 - Sellerie in Scheiben schneiden / Cut celery in slices

    schälen den Ingwer
    27 - Ingwer schälen / Peel ginger

    um ihn dann zu zu zerschneiden
    28 - Ingwer zerkleinern / Hackle ginger

    und schälen und zerkleinern schließlich noch die Knoblauchzehen.
    29 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Nun lassen wir die Butter in einer Pfanne schmelzen
    30 - Butter in Pfanne erhitzen / Heat up butter in pan

    und geben zuerst die Zwiebel hinein, um sie für einigen Minuten darin anzudünsten bis die Zwiebel weich geworden ist.
    31 - Zwiebel andünsten / Braise onion

    Nach 4-5 Minuten geben wir dann auch den zerkleinerten Ingwer und Knoblauch dazu,
    32 - Ingwer & Knoblauch dazu geben / Add ginger & garlic

    dünsten ihn für weitere 2 bis 3 Minuten mit an,
    33 - Ingwer & Knoblauch andünsten / Braise ginger & garlic

    streuen dann die beiden Teelöffel Paprika, den halben Teelöffel Kardamom
    34 - Paprika & Kardamom einstreuen / Intersperse paprika & cardamom

    sowie die beiden Esslöffel unserer zuvor hergestellten Berber-Gewürzmischung ein
    35 - Berber-Gewürzmischung addieren / Add berbere spice blend

    und dünsten diese ebenfalls ein bis zwei Minuten mit an, bis sich die Gewürze und ihre Aromen etwas entfalten und beginnen zu duften. Dann schalten wir die Platte aus und stellen wir die Mischung erst einmal bei Seite.
    36 - Gewürze andünsten / Braise seasonings

    In den Slow Cooker geben wir jetzt etwas von den stückigen Tomaten,
    37 - Etwas der Tomaten einfüllen / Put in some tomatoes

    legen die Hähnchebrüste oben auf
    38 - Hähnchenbrust dazu geben / Add chicken broth

    und geben dann die restlichen Tomaten, alle anderen Zutaten wie Linsen, Süßkartoffel, Sellerie und Möhren sowie die zuvor angedünstete Mischung aus Zwiebel, Ingwer, Knoblauch und Gewürzen ebenfalls in das Behältnis und gießen alles mit der Hühnerbrühe auf.
    39 - Restliche Zutaten dazu geben & Hühnerbrühe einfüllen / Add remaining ingredients & drain chicken broth

    Nachdem wir alles ein wenig miteinander vermischt haben
    40 - Zutaten vermischen / Mix ingredients

    schließen wir den Deckel und lassen alles für 6 Stunden auf Low vor sich hin köcheln. Auf High dürfte es auch in 4-5 Stunden klappen, aber da ich das nicht ausprobiert habe, kann ich da keine Garantie geben.
    41 - Für 6 Stunden köcheln lassen / Let simmer for 6 hours

    Sind die sechs Stunden um, entfernen wir die nun durchgekochten Hähnchenbrüste aus dem Slow Cooker und zerteilen sie mit Hilfe von zwei Gabeln.
    42 - Hähnchenbrüste zerkleinern / Mince chicken breasts

    Anschließend würzen wir die verbliebene Gemüsemischung unseres Eintopfes mit dem Teelöffel braunem Zucker, bei Bedarf etwas Salz
    43 - Mit braunem Zucker abschmecken / Taste with brown sugar

    sowie dem Saft einer halben Zitrone
    44 - Zitronensaft hinzufügen / Add lemon juice

    und geben die zerkleinerten Hähnchenbrüste wieder mit hinein,
    45 - Zerkleinertes Hähnchen hinzu geben / Add shredded chicken

    die wir gründlich mit dem Rest vermischen und ein paar Minuten weiter köcheln lassen. Ich hatte leider etwas zu viel Hähnchenbrust gekauft und zubereitet, habe die Mengenangaben hier im Rezept aber entsprechend angepasst, dass die Mengen jetzt stimmen sollten.
    46 - Gründlich vermischen / Mix well

    Inzwischen können wir unseren frischen Koriander für die Garnitur waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen und zerkleinern. Außerdem halbieren wir die Pita und toasten sie etwas auf.
    47 - Koriander zerkleinern / Mince coriander

    Ist das alles erledigt, können wir unseren Hähnchen-Linsen-Eintopf endlich mit Koriander und Joghurt garniert servieren und gemeinsam mit dem noch warmen Pita-Brot genießen.
    48 - Ethiopian chicken lentil stew - Served / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Serviert

    Ich hatte natürlich schon während der Zubereitung probiert und wusste, dass das Gericht überaus pikant geraten war, aber die Schärfe war nicht übermässig dominant sondern harmonierte sehr gelungen mit der Kombination aus angenehm al dente gekochten Linsen, Möhren, Süßkartoffel und Sellerie. Und auch das wunderbar zart gekochte Hähnchen passte wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition. Der Joghurt half dabei etwas, die Schärfe der Berber-Gewürzmischung zusätzlich abzumildern. Die übrigen Gewürze taten das Ihre, um dem Gericht ein angenehmes exotischen und überaus schmackhaftes Aroma zu geben. Das Warten hatte sich auf jeden Fall gelohnt, das Gericht hatte meine Erwartung mehr als nur erfüllt.

    49 - Ethiopian chicken lentil stew - Side view / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Seitenansicht

    50 - Ethiopian chicken lentil stew - CloseUp / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Nahaufnahme

    Guten Appetit

    Nachtrag:
    10.07.2018: Ich habe die Reste jetzt in der Mikrowelle warm gemacht und musste feststellen dass der Eintopf aufgewärmt fast noch etwas besser schmeckt als frisch gekocht. 😉

    Rösti mit Wildlachswürfel, Gemüseragout & Sauce Bernaise [18.04.2018]

    Wednesday, April 18th, 2018

    Eigentlich fanden sich am heutigen Mittwoch mit Klasssikern wie Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln im Abschnitt Tradition der Region und vor allem der Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites bei Globetrotter genügend Alternativen auf der Speisekarte, doch ich hatte mir irgendwie in den Kopf gesetzt beim Hausgemachten Rösti mit Wildlachswürfel, Gemüseragout und Sauce Bernaise aus der Sektion Vitality zuzugreifen. Dabei hätte mich eigentlich schon das Bild auf dem Bildschirm am Eingang etwas vorwarnen müssen, doch ich ignorierte alle Hinweise. Irgendwie war mir heute nach Fisch und die Grundidee dieses Gerichtes schien mir recht verlockend. Und an Gebackener Tofu mit Gemüse in Koriandersauce oder Gebratenes Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce von der Asia-Thai-Theke hatte ich ebenfalls kein Interesse.

    Homemade hash brown with wild salmon dices vegetables & sauce bernaise / Hausgemachter Rösti mit Wildlachswürfel, Gemüseragout & Sauce Bernaise

    Ob der Rösti nun hausgemacht war oder aus dem TK-Fach stammte, war erst einmal zweitrangig, denn obwohl er in der Mitte leider nicht ganz knusprig gebraten war, bestand der Problem viel mehr aus dem Belag. Die sehr grob gewürfelten Möhren schienen mir so, als wären sie bereits einige Tage in der Gemüsetheke gelegen bevor man sie letztlich mit etwas Dill versetzte und auf dem Rösti servierte – gemeinsam mit recht kleinteiligen und teilweise trockenen Wildlachsstückchen, Stangensellerie und Paprika, die auch bereits ihre besten Zeiten hinter sich zu haben schienen. Die geschmacklich gut gelungene, helle Sauce Bernaise verdeckte diese kulinarische Fast-Katastrophe dabei größtenteils, weswegen ich mich wohl auch letztlich dazu hatte hinreißen lassen bei diesem Angebot zuzugreifen. Es war zwar essbar, aber nah an einem vollkommenen Fail. Eine der wirklich seltenen Situationen, in der ich meine Wahl mal bereute.
    Bei den anderen Gästen lag natürlich die Currywurst mit großen Abstand vor allen anderen Angeboten am höchsten in der Gunst und konnte sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgten, wie nicht anders erwartet, die Käsespätzle, Platz drei belegten die Asia-Gerichte und erst auf einem guten vierten Platz folgte des Rösti mit Wildlachs. Vielleicht hatte ich auch einfach nur einen besonders schlecht gelungenen Rösti erwischt, aber ich werde auf jeden Fall genau hinsehen, bevor ich noch einmal bei diesem Gericht zufreifen werde.

    Mein Abschlußurteil:
    Rösti: +
    Wildlachswürfel & Gemüseragout: +/-
    Sauce Bernaise: +

    Provenzalische Hähnchenbrust mit Schmorgemüse & Zitronenkartoffeln [16.05.2014]

    Friday, May 16th, 2014

    Auf Gebackene Ananas und Banane oder das Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce von der Asia-Thai-Theke hatte ich heute ebenso wenig Lust wie auf das Gebackene Fischfilet mit Remoulade und Kartoffelsalat bei Globetrotter oder die 3 Stück gefüllte Pfannkuchen mit Quark und Waldbeerensauce bei Tradition der Region. Blieb also nur noch die Hähnchenbrust aus dem Ofen nach provenzalischer Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln, die heute bei Vitality angeboten wurde. Sah zwar nicht so besonders verlockend aus, aber was mit gerade mal 418kcal angenehm leicht. Dazu nahm ich mir noch die Luxusausführung eines Obstsalats aus dem heutigen Dessert-Angebots.

    Provenzalische Hähnchenbrust mit Schmorgemüse & Zitronenkartoffeln /  Provençal chicken breast with roasted vegetables & lemon potatoes

    Die mit Kräutern garnierte und gebackene Hähnchenbrust war zwar relativ klein geraten, dafür aber angenehm zart und saftig. Und auch die kleinen Salzkartoffeln mit leichtem Zitronenaroma gaben keinen Grund Kritik anzubringen. Nur mit dem Schmorgemüse aus Paprika, Stangensellerie, Oliven, Zwiebeln und Kräutern war ich nicht so ganz zufrieden, denn die Paprika war noch etwas fest im Biss, während die Stangensellerie bereits etwas matschig war. Das hätte man besser machen können. Der große Obstsalat mit seiner Garnitur aus Waldbeerensauce und einigen Müsli-Streuseln erwies sich zwar als etwas Apfellastig – nach den anderen Zutaten wie Birne, Mandarine, Melone und Weintraube musste man suchen – aber was Qualität und Frische anging gab es nichts zu meckern – daher hier volle Punktzahl.
    Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass es heute mal wieder der Fisch mit Kartoffelsalat war, der den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich sichern konnte. Auf Platz zwei landeten die Asia-Gerichte. Den dritten Platz teilten sich schließlich die provenzalische Hähnchenbrust und die gefüllten Pfannkuchen, wobei ich allerdings auch berücksichtigte dass die Pfannkuchen sehr häufig in einer halben Portion als zusätzlicher Nachtisch gewählt worden war. Das muss ich übrigens bei Gelegenheit auch mal ausprobieren.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchenbrust: ++
    Schmorgemüse: +
    Zitronenkartoffeln: ++
    Obstsalat XXL: ++

    Schweinefleisch in Kokosmilchsauce [14.02.2014]

    Friday, February 14th, 2014

    Der heutige Freitag war mal wieder so ein Tag, an dem die reguläre Küche wenig wirklich verlockendes bot. Die 3 Stück Marillenknödel mit Vanillesauce, die heute mal unpassenderweise in der Sektion Vitality angeboten wurden, waren aufgrund ihres Charakters als Süßspeise sowieso nichts für mich und das Gebackene Fischfilet mit Kartoffel-Gurkensalat und Dip bei Globetrotter sah mir zu sehr nach Kantine aus. Einzig für das Piccara von der Pute mit Butternudeln und Tomatensauce, welches in der Abteilung Tradition der Region angeboten hätte ich vielleicht noch hinreißen lassen können, aber dann entschied ich dass die Gelegenheit ebenso günstig war, mal wieder der Asia-Thai-Theke meine Aufwartung zu machen. Denn dort fanden sich neben der Gebackenen Ananas und Banane, die aber aus meiner Sicht eher als Dessert eigneten, gab es mit Gebratene Rindfleischstreifen mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce und Schweinefleisch, gebraten, mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce gleich zwei Gerichte, mit denen ich durchaus leben konnte. Letztlich war es wohl dann die Tatsache, dass der Wok mit dem Schweinefleischgericht gerade frisch bestückt worden war, die mich letztlich dazu bewog hier zuzugreifen. Dazu gab es natürlich eine Schale Reis, die ich mir noch wie üblich mit einem Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garnierte sowie einen Glückskeks.

    Schweinefleisch in Kokosmilchsauce / Pork in coconut milk sauce

    In der fruchtigen, aber gleichzeitig auch leicht scharfen Kokosmilchsauce fanden sich neben reichlich zarten und mageren Schweinefleisch wie üblich auch eine bunte Zusammenstellung aus verschiedenen Gemüsesorten. Ich entdeckte Blumenkohl, Broccoli, Möhren, Stangensellerie, Chinakohl, Mangold, Paprika, Sprossen und Zucchini – und alles schien den richtigen Zubereitungsgrad zu haben – nicht zu matschig und nicht zu hart. Man kriegt eben bei keinem anderen Angebot so viel Gemüse wie bei den Asia-Gerichten. Gemeinsam mit dem leicht klebrigen Reis eine sehr leckere Zusammenstellung, ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl.
    Sah man sich auf den anderen Tabletts um, erkannte man schnell, dass es das Fischfilet mit Kartoffel-Gurken-Salat heute mal wieder auf den ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala schaffte. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte, die ich meinte noch etwas häufiger zu sehen als das Puten-Piccata mit Butternudeln, die somit Platz drei belegten. Die Marillenknödel landeten schließlich auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinefleisch in Kokosmilchsauce: ++
    Reis: ++

    Gaeng Massaman Nua [25.10.2013]

    Friday, October 25th, 2013

    Aus dem Angebot der regulären Küche hätte mich heute nur der Feine Putenbraten in Champignonsauce dazu Vollkornreis aus dem Bereich Vitality ein wenig gereizt, denn der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region kam wegen seines Charakters als Süßspeise für mich als Hauptgericht nicht in Frage und der Gebackene Seelachs mit Remoulade und Kartoffel-Gurkensalat bei Globetrotter sah mir etwas zu sehr nach Kantine aus. Aber es gab ja auch noch die Asia-Theke, wo neben den Gebackenen Ananas und Banane heute auch Gebackener Fisch mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce und schließlich Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry auf der Speisekarte stand. Und da ich schon lange kein Rindfleisch mehr an der Asia-Theke gegessen hatte, entschied ich mich trotz des gestrigen Rinderbratens schließlich für dieses Gericht. Zumal der Putenbraten auch etwas trocken aussah. Dazu gesellte sich wie üblich noch ein Schälchen Reis als Sättigungsbeilage.

    Gaeng Massaman Nua

    Wie bereits am Dienstag erwähnt, bereitet aktuell die weibliche Köchin an unserer Asia-Wok-Theke Dienst und diese bereitet die Gerichte etwas anders als ihr männlicher Kollege zu. So findet sich in der regel deutlich weniger Sauce in den Gerichten, was wie sich heute zeigte aber nicht unbedingt von Nachteil sein muss. Viel mehr fand ich, dass so das ganze Gemüse, welches heute u.a. aus grünen Bohnen, Broccoli, Zucchini, Möhren, Stangensellerie, Shitake-Pilzen, Mangold, milden hellen Zwiebeln und Kohl bestand (Kartoffeln hatte wie in der Beschreibung angekündigt hatte ich keine gefunden), weitaus besser zur Geltung kommt und nicht zu großen Teilen von einer dominanten Sauce überdeckt wird. In dieser Variante hielt sich die leicht scharfe Sauce geschmacklich eher im Hintergrund, war aber genug präsent um den Gesamtgeschmack mit zu bestimmen. So ergab sich, gemeinsam mit den angenehm zarten und mageren Streifen gebratenen Rindfleischs ein etwas vom sonstigen Asia-Gericht abweichendes, aber dennoch sehr gelungenes Mittagsgericht. Gemeinsam mit dem klebrigen Reis, den ich mir natürlich auch heute mit einem Esslöffel süß-scharfer Currysauce garniert hatte, gab es da wirklich nichts zu meckern.
    Bei der großen Allgemeinheit der Gäste lag heute aber ohne jeden Zweifel das Seelachsfilet mit Kartoffel-Gurkensalat am höchsten in der Gunst und belegte somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte dann der Putenbraten, der mit sehr knappen Vorsprung die Asia-Gerichte somit auf Platz drei verwies. Platz vier belegte schließlich die Süßspeise in Form des Apfelstrudels mit Vanillesauce.

    Mein Abschlußurteil:
    Gaeng Massaman Nue: ++
    Reis: ++