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Blumenkohl-Hack-Auflauf mit Kartoffeln – Resteverbrauch [08. – 10.06.2020]

Wednesday, June 10th, 2020

Natürlich konnte ich auch dieses Mal noch drei weitere Tage von meinem leckeren selbst gekochten Blumenkohl-Hack-Auflauf mit Kartoffeln zehren.
Am Montag, den ich aufgrund der Corona-Krise und dem Urlaub meines Kollegen, was mich zum einzigen in der Firma gemacht hätte, in Homeoffice und machte mir eine schön große Portion des Gerichts der Mikrowelle warm. Ich hatte sogar noch etwas Kresse zum garnieren übrig.

Cauliflower meat casserole - Leftovers I / Blumenkohl-Hack-Auflauf mit Kartoffeln - Resteverbrauch I

Sah zwar nicht mehr so hübsch aus wie frisch zubereitet, zumal ich den Inhalt der Auflaufform in eine Tupperdose umgefüllt und damit im Grunde genommen “durchgepflügt” hatte, aber lecker war es natürlich immer noch. Allerdings bereiteten die doch recht großen Kartoffelscheiben etwas Probleme, das Gericht gut aufzuteilen. Vielleicht würfle ich die Kartoffeln daher das nächste Mal eher in kleinere Würfel, das ist hier wahrscheinlich Zielführender.
Und auch den Dienstag verbrachte ich zu Haus, da keiner meiner Kollegen ins Office kommen und ich wiederum nicht allein sein wollte. Also schob ich eine weitere Portion in die heimische Mikrowelle. Kresse gab es aber leider keine mehr, die war über Nacht in sich zusammen gefallen…

Cauliflower meat casserole - Leftovers II / Blumenkohl-Hack-Auflauf mit Kartoffeln - Resteverbrauch II

Geschmacklich gab es keinen Unterschied zu gestern, weiterhin sehr lecker und deftig, so wie ich es mag.
Für den Mittwoch hatten sich schließlich einige meiner anderen Kollegen für einen Arbeitstag im Büro angekündigt, daher begab auch ich mich dort hin um die sozialen Kontakte nicht so ganz verkümmern zu lassen. 😉 Und auch von meinem Auflauf hatte ich noch genügend übrig, damit ich mir die Reste in der bereits altbekannten mikrowellenfesten und fest verschließbaren Tupperbox dorthin mitnehmen und zur Mittagszeit heiß machen konnte.

Cauliflower meat casserole - Leftovers III / Blumenkohl-Hack-Auflauf mit Kartoffeln - Resteverbrauch III

Das Gericht war auch jetzt noch in Ordnung, aber sehr viel länger hätte ich es wohl nicht aufbewahren dürfen. Ich fand das Hack schmeckte, trotz des Durchbratens und der anschließenden Aufbewahrung im Kühlschrank, dieses Mal ganz leicht abgestanden und nicht mehr wirklich frisch. Daher war ich froh, damit auch die letzten Reste verbraucht zu haben.
Jetzt habe ich natürlich noch viele Kartoffeln übrig, da man Kartoffeln in anständiger Größe ja leider nur 1,5 bzw. 2kg Säcken und selten einzeln kaufen kann. Für einen Ein-Personen-Haushalt nicht optimal, aber wenn ich zeitnah wieder etwas mit Kartoffeln koche, sollte ich sie verbrauchen können bevor sie zu viel keimen und damit unbrauchbar werden. Rezepte gibt es ja genug, also sollte das kein Problem sein. Und notfalls mach ich halt Pommes draus. 😉

Deftiger Blumenkohl-Hack-Auflauf mit Kartoffeln – das Rezept

Sunday, June 7th, 2020

Irgendwie verspürte ich dieses Wochenende Lust auf ein Gericht mit Blumenkohl und überlegte kurz, ob ich nicht mal wieder meinen berühmten Blumenkohl Corned Beef Auflauf machen sollte. Dann aber stieß ich auf eine sehr lecker klingende Alternative in Form eines Blumenkohl-Hack-Auflaufs mit Kartoffel und entschloss mich diese zuzubereiten. Nudeln hatte ich ja in letzter Zeit mehr als genug, außerdem passen Kartoffeln einfach besser zu Blumenkohl – so zumindest meine Meinung. Der Aufwand war etwas größer, aber es lohnte sich alle Mal, denn das resultierende Gericht erwies sich als überaus lecker und gelungen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 750g festkochende Kartoffeln
  • 450g gemischtes Hackfleisch
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 250g Möhren
  • 100g Stangensellerie (2-3 Stängel)
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 größerer Blumenkohl (1kg oder mehr)
  • 2 Esslöffel Butter (ca. 30g)
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 250ml Gemüsebrühe
  • 200ml Schlagsahne
  • 30g Parmesan
  • 120g Cheddar
  • etwas Öl zum braten
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
  • Beginnen wir damit, einen großen Topf mit Wasser zum Kochen der Kartoffeln aufzusetzen.
    01 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring water in pot to a boil

    Während das Wasser erhitzt wird, befreien wir den Blumenkohl vom Strunk,
    02 - Blumenkohl vom Strunk befreien / Remove stalk

    waschen ihn gründlich
    03 - Blumenkohl waschen / Wash cauliflower

    und zerteilen ihn dann in kleine Röschen.
    04 - Blumenkohl zerkleinern / Hackle cauliflower

    Außerdem schälen wir die Möhren,
    05 - Möhren schälen / Peel carrots

    würfeln sie,
    06 - Möhren würfeln / Dice carrots

    waschen und schneiden die Stangensellerie in Scheiben,
    07 - Sellerie in Scheiben schneiden / Cut celery in slices

    die wir anschließend noch einmal weiter zerkleinern
    08 - Selleriestücke zerkleinern / Hackle celery slices

    und schälen und würfeln die Zwiebel.
    09 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    Inzwischen sollte auch das Wasser kochen, so daß wir die Kartoffeln als Pellkartoffeln darin über 15-20 Minuten gar kochen können.
    10 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

    Parallel dazu erhitzen wir in einem zweiten Topf etwa 1 Liter Wasser zum blanchieren des Blumenkohls
    11 - Wasser in zweiten Topf erhitzen / Heat water in second pot

    und lassen etwas Olivenöl in einer Pfanne auf leicht erhöhter Stufe heiß werden.
    12 - Olivenöl in Pfanne erhitzen / Heat up olive oil in pan

    Mit Hilfe einer Gabel, die wir in die dickste Kartoffel stechen können wir dann prüfen ob sie schon gar sind. Gleitet sie ohne Widerstand bis zur Mitte durch
    13 - Pellkartoffeln mit Gabel testen / Test potatoes with fork

    können wir die Kartoffeln in ein Sieb abgießen, abtropfen und abkühlen lassen.
    14 - Kartoffeln abtropfen lassen / Drain potatoes

    In die Pfanne mit dem erhitzten Öl bröseln wir nun das Hackfleisch,
    15 - Hackfleisch in Pfanne bröseln / Crumble mincemeat into pan

    braten es krümelig an und würzen es dabei auch gleich mit etwas Salz und Pfeffer.
    16 - Hackfleisch anbraten & würzen / Fry & season mincemeat

    Sobald das Hack einigermaßen durchgebraten ist, geben wir auch die Zwiebeln hinzu, dünsten sie kurz mit an bis sie glasig werden
    17 - Zwiebeln addieren / Add onion

    und addieren dann auch die Möhren und den Stangensellerie
    18 - Möhren & Sellerie hinzufügen / Add carrots & celery

    um beides für weitere fünf Minuten bei gelegentlichem rühren mit anzudünsten.
    19 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

    Jetzt sollte spätestens auch das Wasser im zweiten Topf kochen, so dass wir es mit einem Esslöffel Salz versehen
    20 - Wasser salzen / Salt water

    und die Blumenkohl-Röschen darin 8-10 Minuten zugedeckt blanchieren können.
    21 - Blumenkohl blanchieren / Blanch cauliflower

    Zur Hackfleisch-Gemüse-Mischung geben wir nun die beiden Esslöffel Tomatenmark,
    22 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

    dünsten dieses kurz mit an
    23 - Tomatenmark andünsten / Braise tomato puree

    und löschen dann alles mit der Gemüsebrühe ab.
    24 - Mit Gemüsebrühe ablöschen / Deglaze with vegetable broth

    Diese verrühren wir gründlich, lassen sie langsam einkochen
    25 - Verrühren & Einkochen lassen / Stir & let reduce

    und schmecken dabei alles noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
    26 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    Von dem Wasser, in dem wir den Blumenkohl blanchiert haben messen wir 500ml ab
    27 - Blumenkohlfond abmessen / Gauge cauliflower broth

    und gießen den Blumenkohl mit der restlichen Flüssigkeit dann ab, um alles abtropfen zu lassen.
    28 - Blumenkohl abtropfen lassen / Drain cauliflower

    Im nun wieder leeren Topf zerlassen wir nun die beiden Esslöffel Butter,
    29 - Butter in Topf zerlassen / Melt butter in pot

    streuen die beiden Esslöffel Mehl ein – ich nutze dazu gerne ein kleines Sieb damit es weniger klumpt –
    30 - Mehl einstreuen / Intersperse flour

    und schwitzen das Mehl darin kurz an
    31 - Mehl anschwitzen / Braise flour

    um es anschließend mit dem zuvor aufgefangenen Blumenkohl-Fond abzulöschen
    32 - Mit Blumkohlfond ablöschen / Deglaze with cauliflower broth

    und die Schlagsahne hinzuzufügen.
    33 - Schlagsahne addieren / Add heavy cream

    Unter häufigem Rühren bringen wir nun alles zum kochen
    34 - Rühren & aufkochen lassen / Stir & brig to a boil

    und schmecken es dabei schon einmal mit Salz, Pfeffer
    35 - Mit Salz &  Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

    sowie frisch geriebener Muskatnuss ab.
    36 - Mit Muskatnuss abschmecken / Taste with nutmeg

    Während die Sauce auf reduzierter Stufe vor sich hin köchelt, reiben wir etwa 30g Parmesan,
    37 - Parmesan reiben / Grate parmesan

    streuen ihn unmittelbar in die Sauce ein,
    38 - Parmesan in Sauce geben / Put parmesan in sauce

    geben noch zwei Hand voll geriebenen Cheddars hinein
    39 - Cheddar einstreuen / Add cheddar

    und lassen den Käse unter rühren schmelzen
    40 - Verrühren & Käse schmelzen lassen / Stir & let cheese melt

    um anschließend alles noch einmal final mit den Gewürzen abzuschmecken.
    41 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    Jetzt müssten auch die Kartoffeln soweit abgekühlt sein, dass wir sie – ohne uns die Hände zu verbrennen – schälen
    42 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    und in Scheiben schneiden können.
    43 - Kartoffeln in Scheiben schneiden / Cut potatoes in slices

    Während der Ofen auf 200 Grad vorheizt, fetten wie dann eine größere Auflaufform aus,
    44 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

    legen den Boden überlappend mit den Kartoffelscheiben aus,
    45 - Kartoffelscheiben einlegen / Inlay potato dices

    verteilen darüber die Hackfleisch-Gemüse-Mischung,
    46 - Hackfleischmasse verteilen / Spread mincemeat mix

    legen oben auf den den Blumenkohl, den wir dabei noch einmal in kleinere Röschen zerteilen,
    47 - Blumenkohlröschen einlegen / Add cauliflower

    und übergießen schließlich alles großzügig mit unserer Bechamelsauce
    48 - Mit Sauce übergießen / Douse with sauce

    die wir schließlich noch mit dem restlichen geriebenen Cheddar garnieren.
    49 - Mit restlichem Cheddar bestreuen / Dredge with remaining cheddar

    Die so bestückte Auflaufform schieben wir dann auf einer Schiene unterhalb der Mitte in den Ofen und backen alles für ca. 25-30 Minuten.
    50 - Im Ofen backen / Bake in oven

    Sobald der Käse geschmolzen und begonnen hat eine leichte Bräunung anzunehmen, können wir die Auflaufform wieder entnehmen, lassen sie für 2-3 Minuten ruhen
    51 - Hearty Cauliflower meat casserole - Finished baking / Deftiger Blumenkohl-Hack-Auflauf - Fertig gebacken

    und können das Gericht anschließend auch schon servieren und genießen. Wer mag, kann es dabei mit Petersilie, Kresse oder Kerbel garnieren.
    52 - Hearty Cauliflower meat casserole - Served / Deftiger Blumenkohl-Hack-Auflauf - Serviert

    Zuerst hatte ich befürchtet, es mit der Menge an Sauce etwas übertrieben zu haben, doch nach dem Backen war diese soweit einreduziert dass sie wunderbar mir der Menge an Kartoffeln, Hackfleisch und Blumenkohl harmonierte. Und diese mild-würzige Bechamel-Käse-Sauce harmonierte wunderbar mit dem dank des Sellerie und der Gewürze angenehm deftigen Hackfleisch-Gemüse-Mischung und vor allem mit dem leckeren Blumenkohl. Dazu erwiesen sich die Kartoffeln als eine überaus passende Sättigungsbeilage. Ich hatte leider nur einen 800g Blumenkohl gekauft gehabt, der zwar ausreichte, aber etwas Blumenkohl hätte dem Gericht mit Sicherheit gut getan, daher habe ich die Menge im Rezept etwas erhöht. Alles in allem aber ein überaus empfehlenswertes Gericht, dass ich nicht nur Liebhabern von Blumenkohl wärmstens ans Herz legen kann.

    53 - Hearty Cauliflower meat casserole - Side view / Deftiger Blumenkohl-Hack-Auflauf - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Bunter Chili con Carne – Resteverbrauch [29.- 31.03.2020]

    Tuesday, March 31st, 2020

    Die Corona-Krise geht in die zweite Woche und ich hatte noch genügend von meinem bunten Chili con Carne übrig um die nächsten drei Tage zu überstehen. Dokumentiert habe ich aber nur die ersten beiden Tage, der klägliche Reste der am dritten Tag noch übrig war, schien es mir nicht Wert fotografiert zu werden. Wie bei Eintopfgerichten Allgemein galt auch bei diesem Chili con Carne, dass ihr Geschmack aufgewärmt sogar noch intensiver erschien. Ansonsten gibt es wenig zu berichten, wie die meisten Deutschen befinde auch ich mich in selbstgewählter Isolation und versuche dem Virus so lange wie möglich zu entgehen.

    Sonntag, 29.03.2020
    Chili con Carne - Leftovers I / Resteverbrauch I

    Montag, 30.03.2020
    Chili con Carne - Leftovers II / Resteverbrauch II

    Am Dienstag war noch ein kleiner Rest, vielleicht eine halbe Portion, übrig. Da lohnte kein Foto. Das sättigte aber zumindest einigermaßen und ich kompensierte den Rest mir einem Naturjoghurt – man muss eben auch mal ein paar Abstriche machen in der Krise. Morgen werde ich denn wohl wieder kochen, aber kein Eintopf mehr und nichts von dem ich mich über vier oder fünf Tage ernähren muss. Ich brauche auch in der Corona-Zeit doch etwas mehr Abwechslung. Da ich aber nicht mehr so oft einkaufen kann wie früher, erfordert dass natürlich etwas mehr Planung für die Küche. Mal sehen ob ich das so hinkriege, ist eine neue Herausforderung – wenn auch nur eine kleine 😉

    Buntes Chili con Carne – das Rezept

    Saturday, March 28th, 2020

    Nach einer Woche Isolation aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie wagte ich mich heute mal wieder zu einem größeren Einkauf nach draußen. Obwohl sich auch ein kleinerer Supermarkt in Laufweite meiner Wohnung befindet, entschloss ich mich mit dem Auto in meinen bevorzugten großen Markt zu fahren, wo ich sicher sein konnte alles zu bekommen was ich suchen würde. So leer wie dieses Mal hatte ich die dortige Tiefgarage noch nie erlebt und fand auf Anhieb einen Parkplatz. Im Markt selbst regelten Sicherheitsleute den Zugang und sorgten dafür dass nur eine bestimmte Menge an Einkäufern gleichzeitig in den Laden konnte – da ich aber früh dran war wurde ich sofort eingelassen und konnte meine Einkäufe erledigen. Auf den ersten Blick gab es keinen Mangel, selbst Klopapier war in großen Mengen vorhanden, sah man aber genauer hin, fehlte es hier an anderen Stellen: Pizza-Fertigtteig war knapp und bei den Konserven fehlten vor allem begehrte Gemüsesorten wie Erbsen und Möhren, Mais und Bohnen, während der Markt anscheinend für ausreichend Tomaten in Dosen gesorgt hatte. Außerdem gab es, was sonst nicht im Angebot war, auch verschiedene Konserven in Großformat mit 1-3kg Inhalt, so wie ich es eher aus der Metro kenne – für mich aber leider zu riesig. Und auch an Nudeln fehlte es nicht, sogar vor der Fleischtheke waren extra Paletten mit Pasta-Packungen als Abstandshalter aufgestellt worden. So konnte ich also ohne Probleme all meine Einkäufe für die nächste Zeit erledigen und meine Vorräte großzügig auffüllen.
    Aus diesen Vorräten sollte heute nun erst einmal eines meiner Lieblingsgerichte entstehen, welches ich zwar häufig in unserem Betriebsrestaurant gegessen, aber selbst seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gekocht hatte: das Chili con Carne. Es war eines der ersten Gerichte, die vor über zehn Jahren ich hier im Blog als Rezept vorgestellt hatte, die letzte Variante in Form des Texas Beef Chili ist auch schon wieder über vier Jahre her. Da war es wirklich mal wieder an der Zeit für eine neue Variation dieses Gerichts. Ich entschied mich dabei für eine besonders bunte Variante mit vielen Gemüsesorten und Kartoffeleinlage, außerdem verwendete ich Chili-Bohnen anstatt normaler Kidney-Bohnen um dem Gericht noch ein wenig mehr Schärfe zu verleihen. Das Ergebnis war ein überaus gut gelungenes und wunderbar pikantes Chili, dessen Rezept ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz vorstellen möchte.

    Was benötigen wir für 3-4 Portionen?

  • 500g gemischtes Hackfleisch
  • 125g gewürfelten Speck
  • 1 große Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • je 1 grüne & rote Paprika
  • 1 große Möhre
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Dose Chili-Bohnen (420g)
  • 1-2 Espresso-Löffel Sambal Olek
  • 1 Dose Mais (285g Abtropfgewicht)
  • 2-3 getrocknete Chilis
  • 500g Kartoffeln
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 500g stückige Tomaten
  • 600ml Rinderbrühe
  • etwas Öl zum braten
  • Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Geräucherte Paprika und Chilipulver zum würzen
  • Creme fraiche oder Sauerrahm zum garnieren (optional)
  • Bevor es an die eigentliche Zubereitung geht, müssen wir – wie üblich – natürlich erst einmal die einzelnen Zutaten vorbereiten. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
    01 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    waschen, entkernen und würfeln die grüne Paprika,
    02  - Grüne Paprika würfeln / Dice green bell pepper

    schälen die Möhre
    03 - Möhre schälen / Peel carrot

    um sie ebenfalls zu würfeln,
    04 - Möhre würfeln / Dice carrot

    schneiden die Stangensellerie in kleine Stücke,
    05 - Sellerie zerkleinern / Cut celery

    waschen, entkernen und würfeln die rote (Spitz-)Paprika (ich hatte mich erst nachträglich entschlossen auch sie zu verwenden),
    06 - Rote Spitzpaprika würfeln / Dice red pointed pepper

    schälen die Kartoffeln
    07 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    um sie ebenfalls zu würfeln,
    08 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

    schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen,
    09 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    und zerkleinern die getrockneten Chilis.
    10 - Getrocknete Chilis zerkleinern / Hackle dried chilis

    Dann können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. Dazu erhitzen wir etwas Öl in einer hohen Pfanne auf erhöhter Stufe, bröseln das gemischte Hackfleisch hinein,
    11 - Hackfleisch in Pfanne bröseln / Crumble mincemeat into pan

    würzen es sogleich mit etwas Salz und Pfeffer
    12 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

    und braten es dabei krümelig an.
    13 - Hackfleisch krümelig anbraten / Fry mincemeat crumbly

    Ist es fast durchgebraten, addieren wir auch die Speckwürfel,
    14 - Speckwürfel dazu geben / Add diced bacon

    braten sie für einige Minuten mit an
    15 - Speckwürfel anbraten / Fry bacon

    und geben dann etwa 250-300ml der Rinderbrühe hinzu,
    16 - Etwas Fleischbrühe dazu geben / Add some beef broth

    die wir über ca. 10-15 Minuten auf mittlerer Stufe einkochen lassen, bis die Flüssigkeit fast komplett verschwunden ist. Das gibt dem Fleisch zusätzliche Würze.
    17 - Fleischbrühe einkochen lassen / Let beef broth reduce

    Anschließend geben wir die gewürfelte Zwiebel,
    18 - Zwiebeln addieren / Add onions

    Möhren und Stangensellerie
    19 - Möhren & Sellerie in Pfanne geben / Add carrots & celery to pan

    sowie die gewürfelten Paprikas zum Fleisch in die Pfanne
    20 - Paprika hinzufügen / Add bell pepper

    und dünsten es für einige Minuten mit an.
    21 - Gemüse mit andünsten / Braise vegetables

    Dann streuen wir auf die zerkleinerten Knoblauchzehen ein,
    22 - Knoblauch addieren / Add garlic

    addieren die gewürfelten Kartoffeln, dünsten beides ebenfalls kurz mit an
    23 - Kartoffelwürfel hinzufügen / Add diced potatoes

    und geben dann das Tomatenmark mit in die Pfanne,
    24 - Tomatenmark dazu geben / Add tomato puree

    welches wir zwischen den Pfannneninhalt verteilen und kurz mit anrösten.
    25 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

    Dabei streuen wir auch gleich die getrockneten Chilis mit ein.
    26 - Getrocknete Chilis einstreuen / Intersperse dried chilis

    Nachdem wir anschließend die Chili-Bohnen samt Sauce dazu gegeben haben
    27 - Chilibohnen addieren / Add chili beans

    löschen wir alles mit der restlichen Rinderbrühe ab
    28 - Mit Fleischbrühe ablöschen / Deglaze with beef broth

    und geben die stückigen Tomaten hinzu.
    29 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

    Das Ganze verrühren wir gründlich miteinander, lassen es kurz aufkochen,
    30 - Verrühren & aufkochen lassen / Stir & bring to a boil

    rühren für die Schärfe noch 1-2 Espresso-Löffel Sambal Olek ein
    31 - Sambal Olek unterheben / Stir in sambal olek

    und lassen es dann auf leicht reduzierter Stufe für ca. 30 Minuten geschlossen vor sich hin köcheln.
    32 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    Dabei sollten wir nicht vergessen es zwischendurch immer mal umzurühren, damit nichts anbrennt.
    33 - Zwischendurch umrühren /Stir occasionally

    Nach einer halben Stunde geben wir schließlich auch den abgetropften Mais hinzu, verrühren ihn gut
    34 - Mais hinzufügen / Add corn

    und schmecken das Gericht noch einmal final mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel,
    35 - Mit Salz, Pfeffer & Kreuzkümmel abschmecken / Taste with salt, pepper & cumin

    geräuchertem Paprikapulver sowie Chili (z.B. Chipotle-Chili) ab,
    36 - Mit Paprika & Chili abschmecken / Taste with paprika & chilli

    um es schließlich für weitere 10-5 Minuten vor sich hin köcheln zu lassen. Gerne auch offen, damit die Flüssigkeit sich noch ein wenig reduziert.
    37 - Weiter köcheln lassen / Continue simmering

    Anschließend können wir es auch schon, vielleicht garniert mit etwas Sauerrahm oder Creme fraiche, servieren und genießen.
    38 - Chili con Carne - Served / Serviert

    Ein so reichhaltiges und buntes Chili con Carne hatte ich schon lange nicht mehr gehabt. Die Variante die man in unserem Betriebsrestaurant serviert beschränkt sich ja leider nur aus Hackfleisch, Kidneybohnen, Mais und Tomaten, dabei kann man ein Chili doch so wunderbar mit weiteren Gemüsesorten noch deutlich aufwerten und es dabei noch deutlich verbessern. Paprika und auch Möhren sind ein eigentlich nahe liegende Zutat, aber auch das Stangensellerie passte wie ich fand wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition und die Kartoffeln bildeten eine willkommene Sättigungseinlage für das Gericht. Aber ein gutes Chili hängt natürlich auch immer von seiner Würze ab und auch da war mir mit der Kombination aus Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprika und Chilipulver eine wirklich gelungene Kombination gelungen wie ich fand. Dabei gaben die Kombination aus getrockneten Chilis, Sambal Olek und Chipotle-Chili dem Gericht eine angenehme, kräftige Schärfe, so wie ich es von einem guten Chili auch erwarte. Ein sehr gelungenes und reichhaltiges Chili con Carne – ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall überaus zufrieden.

    39 - Chili con Carne - Side view / Seitenansicht

    Guten Appetit

    Hühnersuppe mit Nudeln – das Erkältungswunder – das Rezept

    Saturday, November 17th, 2018

    Aktuell leide ich unter einer ziemlich üblen Erkältung, einem grippalen Infekt. Am Freitag war ich zwar an der Arbeit gewesen, hatte aber nicht genügend Hunger gehabt um etwas in Betriebsrestaurant zu mir nehmen zu können. Da lag es für mich nur nahe, dass ich mir am heutigen Samstag mal eine schöne selbst zubereitete Hühnersuppe gönnen würde, um meine Genesung etwas zu unterstützen – es soll ja kein besseres Hausmittel als dieses gegen eine Erkältung geben.
    Wie meine Recherchen zeigten, besteht das Rezept für diese Suppe eigentlich aus zwei Rezepten: Zum einen dem für eine klassische hausgemachte Hühnerbrühe, zum anderen dem für die eigentliche Suppe. Sollte man zu viel Hühnerbrühe hergestellt haben, ist dies aber auch keine große Sache, denn sie lässt sich problemlos einfrieren – am besten in Eiswürfelform – und dann später für andere Gerichte verwenden. Und da ich kein Freund von allzu dünnen Suppen bin, entschloss ich mich meiner Hühnersuppe neben dem üblichen Gemüse mit ein paar Nudeln sowie einigen Kartoffeln die ich noch im Haus hatte zusätzlichen Biss zu verleihen. Das überaus leckere Ergebnis dieses Kochexperiments möchte ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form vorstellen.

    Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

    Für die Hühnerbrühe

    1 Suppenhuhn (ca. 1,5kg)
    01 - Zutat Suppenhuhn / Ingredient boiling hen

    1 sehr große oder 2 mittelgroße Zwiebeln
    02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1 Bund Suppengrün (4 Möhren, Lauch, Knollensellerie & Petersilie)
    03 - Zutat Suppengrün / Ingredient soup greens

    2-3 Stengel Stangensellerie
    04 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

    6 Pfefferkörner (evtl. etwas mehr)
    05 - Zutat Pfefferkörner / Ingredient peppercorns

    2 Nelken
    06 - Zutat Nelken / Ingredient gloves

    5 Wacholderbeeren
    07 - Zutat Wacholderbeeren / Ingredient juniper berries

    2-3 Lorbeerblätter
    08 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

    1 Teelöffel Kümmelsamen
    09 - Zutat Kümmelsamen / Ingredient caraway seed

    1 fingergroßes Stück frischer Ingwer
    10 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    Für die Hühnersuppe

    2 größere Möhren (ca. 220g)
    11 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    200g Erbsen (TK)
    12 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

    einige Stiele frischer Thymian
    13 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

    3 Kartoffeln (ca. 400g)
    14 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

    200g Suppennudeln nach Wahl (z.B. Riebele)
    15 - Zutat Nudeln (Riebele) / Ingredient noodles

    sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

    Natürlich müssen wir zuerst einmal – wie üblich – die einzelnen Zutaten vorbereiten. Wir waschen also den Stangensellerie und schneiden ihn in grobe Scheiben,
    16 - Sellerie in Scheiben schneiden / Cut celery in slices

    schälen die Möhren
    17 - Möhren schälen / Peel carrots

    und zerteilen sie grob,
    18 - Möhren grob zerkleinern / Hackle carrots

    waschen den halbierten Lauch
    19 - Lauch waschen / Wash leek

    und zerteilen ihn ebenfalls in grobe Stücke,
    20 - Lauch zerkleinern / Hackle leek

    schälen den Knollensellerie
    21 - Knollensellerie schälen / Peel celeriac

    und würfeln in in größere Stücke,
    22 - Knollensellerie grob würfeln / Dice celeriac

    und halbieren die Zwiebel(n). Sorry für die schlechte Ausleuchtung – die Morgensonne schien direkt in das Küchenfenster.
    23 - Zwiebel halbieren / Half onion

    Dann waschen wir das Suppenhuhn gründlich von außen und innen
    24 - Suppenhuhn gründlich waschen / Wash soup chicken thouroughly

    und schneiden den Bürzel ab. Er enthält eine Fettdrüse, die der Hühnerbrühe ansonsten einen tranigen Beigeschmack geben könnte.
    25 - Bürzel abschneiden / Cut off rump

    Das so vorbereitete Suppenhuhn legen wir in einen größeren Topf, füllen ihn mit Wasser auf so dass das Huhn knapp bedeckt ist
    26 - Hähnchen in Topf legen & mit Wasser auffüllen / Put chicken in pot & fill up with water

    und stellen diesen dann auf den Herd, um das Wasser langsam zum kochen zu bringen.
    27 - Zum kochen bringen / Bring to a boil

    Parallel legen wir die halbierte Zwiebel ohne Fett in eine Pfanne und rösten sie an – das gibt der Brühe später ein besonderes Aroma und Farbe.
    28 - Zwiebel ohne Fett anrösten / Roast onion without oil

    Wenn das Wasser im Topf zu kochen beginnt, steigt vor allem in der Anfangszeit ein Schaum auf. Hierbei handelt es sich um geronnenes Eiweiß das wir nach Möglichkeit abschöpfen sollten.
    29 - Schaum abschöpfen / Skim foam

    Des weiteren drücken wir die Wacholderbeeren mit der flachen Seite eines Messers an, so dass sie sich etwas öffnen und ihr Aroma besser verteilen können.
    30 - Wacholderbeeren andrücken / Squeeze juniper berries

    Sobald die Zwiebelhälften richtig schwarz geröstet sind, nehmen wir sie aus der Pfanne und legen sie bei Seite. Sie geben der Hühnerbrühe später nicht nur einen Teil ihres Geschmacks, sondern auch ihre Farbe.
    31 - Zwiebel angeröstet / Roasted onion

    Da ich noch Ingwer im Haus hatte, dessen ätherischen Öle gut gegen Erkältung sind und in einigen der recherchierten Rezepte über die Zugabe von Ingwer gelesen hatte, schälte ich außerdem noch ein zeigefingergroßes Stück Ingwer und schnitt es in Scheiben.
    32 - Ingwer schälen & in Scheiben schneiden / Peel ginger & cut in slices

    Nun geben wir Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Nelken und Lorbeerblätter in den Topf,
    33 - Lorbeerblätter, Pfeffer &  Wacholderbeeren in Topf geben / Put bay leafs, pepper & juniper berries

    addieren Stangensellerie, Knollensellerie und Möhren,
    34 - Sellerie, Knollensellerie & Möhren hinzufügen / Add celery, celeriac & carrots

    fügen die angerösteten Zwiebelhälften hinzu,
    35 - Angeröstete Zwiebeln dazu geben / Add roasted onion

    geben wenig später noch den Lauch hinein,
    35 - Lauch addieren / Add leek

    streuen den Kümmelsamen darüber
    36 - Kümmel einstreuen / Intersperse caraway

    und fügen den zerkleinerten Ingwer hinzu.
    37 - Ingwer in Topf geben / Add ginger

    Das ganze lassen wir dann auf niedriger Flamme und bei fast geschlossenem Topf für eineinhalb bis zwei Stunden vor sich hin köcheln.
    38 - Köcheln lassen / Simmer

    Nach dieser Zeit – ich ließ es ganze zwei Stunden köcheln – entnehmen wir vorsichtig das inzwischen gut durchgekochte Suppenhuhn und legen es erst einmal bei Seite, damit es etwas abkühlen kann.
    39 - Huhn aus Sud nehmen / Take chicken from pot

    Die Brühe gießen wir dann durch ein Sieb ab und fangen die Gemüseteile dabei auf. Einige Rezepte die ich gelesen habe verarbeiten sie weiter in der Hühnersuppe, ich jedoch entschied mich dazu sie wegzuwerfen, da sie einfach zu zerkocht waren.
    40 - Sud in Sieb abgießen / Drain broth through sieve

    Beim zurückgießen der Brühe in den großen Topf entdeckte ich jedoch noch einige “Bröckchen” in der Flüssigkeit, irgendwelche Schwemmstoffe, die ich natürlich nicht in der Brühe haben wollte.
    41 - Sud zurück in Topf geben / Put broth back in pot

    Also filterte ich die Brühe noch ein zweites Mal durch ein sauberes und frisches Küchenhandtuch, um auch diese Stoffe zu entfernen. In Zukunft werde ich die Brühe wohl am besten gleich mit einem Stofftuch filtern.
    42 - Sud durch Tuch filtern / Filter broth through towel

    Die nun sauber gefilterte Brühe geben wir zurück in den Topf
    43 - Sud wieder in Topf geben / Put broth back in pot

    und lassen sie sich auf niedriger Stufe köchelnd um 20-30 Prozent reduzieren, was den Geschmack intensiviert. Dabei würzen wir sie zusätzlich mitSalz und Pfeffer.
    44 - Reduzieren lassen &  mit Salz & Pfeffer würzen / Let reduce & season with salt & pepper

    In der Zwischenzeit dürfte das Suppenhuhn soweit abgekühlt sein, dass wir es an den Gelenken zerteilen, die gummiartige Haut abziehen
    45 - Suppenhuhn zerteilen / Dissect chicken

    und das Fleisch abtrennen können, das wir dann in mundgerechte Stücke zerteilen.
    46 - Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden / Cut chicken in bit-size pieces

    Anschließend kümmern wir uns um die Suppeneinlage, die wie ich meinte aus frischem Gemüse bestehen sollte. Wir schälen also die Möhren
    47 - Möhren schälen / Peel carrots

    und würfeln sie,
    48 - Möhren würfeln / Dice carrots

    waschen den Thymian, streifen die Blättchen von den Zweigen und zerkleinern diese etwas
    49 - Thymian zerkleinern / Mince thyme

    und schälen schließlich noch die Kartoffeln
    50 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    um sie dann ebenfalls in mundgerechte Stücke zu schneiden.
    51 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

    Inzwischen sollte sich dann auch die Hühnerbrühe genügend reduziert haben, dass ihr Geschmack intensiv genug geworden ist. Von ihr geben wir etwa eineinhalb Liter – evtl. mehr – in einen separaten Topf,
    52 - Reduzierte Hühnerbrühe in kleineren Topf geben / Add reduced chicken stock in smaller pot

    geben sowohl die Möhren
    53 - Möhren addieren / Add carrots

    als auch die Kartoffeln hinzu und lassen alles 8 bis 10 Minuten köcheln, bis das Gemüse gar ist.
    54 - Kartoffelwürfel addieren / Add diced potatoes

    Währenddessen addieren wir nach und nach auch das Hühnerfleisch,
    55 - Hühnerfleisch dazu geben / Add chicken

    streuen den Thymian ein
    56 - Thymian einstreuen / Add thyme

    und geben die ungekochten Nudeln hinzu. Ich hatte mich für schwäbische Riebele entschieden, die ca. 6 Minuten brauchen um gar zu sein.
    57 - Riebele in Topf geben / Put noodles in bowl

    Dabei sollten wir natürlich hin und wieder mal umrühren, damit nichts anbrennen kann.
    58 - Köcheln lassen / Let simmer

    Schließlich schmecken wir alles noch einmal mit Salz und Pfeffer ab,
    59 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    geben – last but not least – noch die Erbsen hinzu
    60 - Erbsen addieren / Add peas

    und lassen alles noch einige Minuten weiter köcheln, bis die Erbsen gar aber noch leicht knackig sind.
    61 - Weiter köcheln lassen / Continue simmer

    Anschließend können wir die fertige Hühnersuppe, vielleicht garniert mit etwas Petersilie, auch schon servieren und genießen.
    62 - Chicken Soup with noodles - Served / Hühnersuppe mit Nudeln - Serviert

    Die Brühe war am Anfang zwar noch nicht ganz so geschmacksintensiv gewesen, wie ich sie mir vielleicht gewünscht hatte, aber das nachträgliche reduzieren hatte das Hühnchenaroma schließlich soweit intensiviert, dass sich daraus eine wirklich überaus schmackhafte Hühnersuppe zubereiten ließ. Die frisch hinzugefügten Zutaten sorgten schließlich noch für den notwendigen Biss und das Hühnchen für eine angenehm reichhaltige Fleischeinlage. Die Kartoffeln wären, aufgrund der Nudeln, zwar nicht unbedingt notwendig gewesen, schadeten aber auch nicht. Eine leichte Thymiannote rundete diese Hühnersuppe schließlich überaus gelungen ab. Ob sie wirklich zu meiner Genesung beiträgt werde ich die nächsten Tage sehen, ich fühle mich aber schon ein wenig besser und geschmeckt hat sie alle mal. Der Aufwand hatte sich aus meiner Sicht durchaus gelohnt.

    63 - Chicken Soup with noodles - Side view / Hühnersuppe mit Nudeln - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot [13.11.2018]

    Tuesday, November 13th, 2018

    Zwar war es heute nicht gerade so, dass ansonsten nichts akzeptables auf der Speisekarte zu finden war. Mit den Spaghetti Bolognese mit Grana Padano bei Globetrotter oder dem Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten bei Tradition der Region hätte ich durchaus leben können und auch der Gebackene Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce der neben Gebratenem Tofu mit Gemüse in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde besaß seinen Reiz, doch wenn unser Betriebsrestaurant schon eine Eintopf-Woche macht, wollte ich natürlich die Gelegenheit nicht verpassen diese zu probieren. Wäre kein Meerrettich – den ich ja nicht ausstehen kann – drin gewesen, hätte ich wahrscheinlich zum Kartoffel- Wirsingeintopf mit Kassler und Meerrettich gegegriffen, aber so fiel meine Wahl auf den vegetarischen Angebot Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot.

    Turkish lentil stew with pita / Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot

    Obwohl ich ja eigentlich ein großer Fan von Gerichten mit Fleisch bin, war ich doch mehr als nur positiv überrascht als ich den ersten Löffel dieses Eintopfgerichts probiert hatte. Der Geschmack war kräftig und leicht pikant, was mir schon mal sehr zusagte. Neben Linsen tummelten sich auch Möhren, Kartoffeln, Stangensellerie und Zwiebeln mit im Eintopf und machten ihn auch ohne Fleischeinlage zu einem überaus schmackhaften und sogar einigermaßen sättigenden Gericht. Für den noch fehlenden Teil der Sättigung sorgte schließlich das aufgetoastete, aber inzwischen wieder abgekühlte Fladebrot, welches zwar leicht trocken war, das man aber wunderbar dazu nutzen konnte auch die letzten Reste dieses ungewöhnlich schmackhaften kleinasiatischen Gerichts aus dem viel zu schnell leer gewordenen Teller zu wischen. Ich überlegte ernsthaft ob ich mir noch nachschlag holen sollte, entschied mich dann aber doch dagegen. Aber die Wahl des Linseneintopfes bereute ich nicht einen Moment.
    Bei den anderen Gästen lagen heute aber die Spaghetti am höchsten in der Gunst, die sich somit den ersten Platz sichern konnten. Aber nur knapp dahinter auf einem guten zweiten Platz folgte auch schon das Putenschnitzel mit Kroketten. Um den dritten Platz lieferten sich Asia-Gerichte und die beiden Eintöpfe wiederum ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Eintöpfe sehr knapp für sich entscheiden konnten und die Asia-Gerichte somit auf einen guten vierten Platz verwiesen.

    Mein Abschlußurteil:
    Türkischer Linseneintopf: ++
    Fladenbrot: +

    Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf im Slow Cooker – das Rezept

    Sunday, July 8th, 2018

    Nach einigen eher schnell zuzubereitenden Gerichten wollte ich heute, nachdem ich den Pepperoni Pizza Ring von gestern bereits komplett verbraucht hatte, es mal etwas langsamer angehen lassen – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Rezept das ich heute vorstellen möchte wird im Slow Cooker zubereitet und braucht einiges an Zeit. Gleichzeitig wollte ich mit einem Äthiopischen Hähnchen-Linsen-Eintopf einen kleinen Ausflug in die ostafrikanische Küche vornehmen. Die Zubereitung ist nicht sonderlich komplex, abgesehen von der ganzen Schnippelei um die einzelnen Zutaten vorzubereiten und dem Abmessen und Mischen der Gewürze für die selbst hergestellte Berber-Gewürzmischung besteht die meiste Zeit aus Warten. Wer jedoch auf exotische und pikante Geschmackserlebnisse steht, dem kann ich dieses Rezept vorbehaltlos empfehlen.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

    Für die Berber-Gewürzmischung

    01 - Zutaten für Berber-Gewürzmischung / Ingredients for berbere spice blend

  • 2 Esslöffel edelsüßes Paprika
  • 1 Esslöffel geräuchertes Paprika
  • 1 Esslöffel Pul Biber
  • 1 Esslöffel Salz
  • 1/2 Esslöffel Cayenne-Pfeffer
  • 2 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 2 Teelöffel gemahlene Nelken
  • 1 Teelöffel gemahlenen Kardamom
  • 1 Teelöffel Bockshornklee
  • 1 Teelöffel gemahlener Koriander
  • 1 Teelöffel schwarzer Pfeffer
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Piment
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1/2 Teelöffel Muskatnuss
  • 1/2 Teelöffel granuliertes Knoblauch
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
  • Für die eigentliche Zubereitung

    500g Hähnchenbrustfilet
    02 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breasts

    2 mittelgroße Möhren
    03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    3-4 Stangen Sellerie
    04 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

    1 größere Zwiebel
    05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    3 Zehen Knoblauch
    06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    2 Esslöffel zerkleinerten Ingwer
    07 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    1 kleinere Süßkartoffel
    08 - Zutat Süßkartoffel / Ingredient sweet potato

    1/2 Teelöffel Kardamom
    09 - Zutat Kardamom / Ingredient cardamom

    2 Teelöffel Paprika edelsüß
    10 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

    1 Dose stückige Tomaten (400g)
    11 - Zutat stückige Tomaten / Ingredient tomatoes

    250ml Hühnerbrühe
    12 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

    2 Esslöffel Butter
    13 - Zutat Butter / Ingredient butter

    Zum Abschmecken

    1 Teelöffel brauner Zucker
    13 - Zutat brauner Zucker / Ingredient brown sugar

    etwas Zitronensaft
    14 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

    sowie etwas Salz

    Für die Garnitur & als Beilage

    etwas frischen Koriander
    15 - Zutat frischer Koriander / Ingredient fresh cilantro

    Griechischer Joghurt
    16 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

    Pita-Brot (Alternativ: Fladenbrot oder Naan)
    17 - Zutat Pita-Brot / Ingredient pita bread

    Gleich zu Beginn, als ich die Berber-Gewürzmischung zubereiten wollte, musste ich beim durchforsten meiner umfangreichen Gewürzsammlung feststellen, dass ich keine gemahlenen Nelken mehr hatte. Da ich aber zum Glück noch ganze Nelken vorrätig hatte entschied ich diese einfach im Mörser zu zerstoßen.
    18 - Nelken mörsern / Grind cloves

    Sind alle Zutaten dann beisammen, können wir alle Gewürze in eine Schüssel geben
    19 - Gewürze in Schüssel geben / Put all spices in bowl

    und sie gründlich vermischen. Die Zutaten ergeben deutlich mehr als wir für dieses Rezept brauchen, aber die Berber-Gewürzmischung lässt sich problemlos über einen längeren Zeitraum aufbewahren und ist vielseitig verwendbar.
    20 - Gewürze gründlich vermischen / Mix seasonings well

    Dann beginnen wir mit dem leidigen Thema der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir die Möhren
    21 - Möhren schälen / Peel carrots

    und schneiden sie in mundgerechte Stücke. Ich entschied die in Scheiben zu schneiden und diese Scheiben dann noch einmal zu vierteln.
    22 - Möhren zerkleinern / Chop carrots

    Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel,
    23 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen auch die Süßkartoffel
    24 - Süßkartoffel schälen / Peel sweet potato

    und würfeln sie ebenfalls,
    25 - Süßkartoffel würfeln / Dice sweet potato

    schneiden die Selleriestangen in Scheiben,
    26 - Sellerie in Scheiben schneiden / Cut celery in slices

    schälen den Ingwer
    27 - Ingwer schälen / Peel ginger

    um ihn dann zu zu zerschneiden
    28 - Ingwer zerkleinern / Hackle ginger

    und schälen und zerkleinern schließlich noch die Knoblauchzehen.
    29 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Nun lassen wir die Butter in einer Pfanne schmelzen
    30 - Butter in Pfanne erhitzen / Heat up butter in pan

    und geben zuerst die Zwiebel hinein, um sie für einigen Minuten darin anzudünsten bis die Zwiebel weich geworden ist.
    31 - Zwiebel andünsten / Braise onion

    Nach 4-5 Minuten geben wir dann auch den zerkleinerten Ingwer und Knoblauch dazu,
    32 - Ingwer & Knoblauch dazu geben / Add ginger & garlic

    dünsten ihn für weitere 2 bis 3 Minuten mit an,
    33 - Ingwer & Knoblauch andünsten / Braise ginger & garlic

    streuen dann die beiden Teelöffel Paprika, den halben Teelöffel Kardamom
    34 - Paprika & Kardamom einstreuen / Intersperse paprika & cardamom

    sowie die beiden Esslöffel unserer zuvor hergestellten Berber-Gewürzmischung ein
    35 - Berber-Gewürzmischung addieren / Add berbere spice blend

    und dünsten diese ebenfalls ein bis zwei Minuten mit an, bis sich die Gewürze und ihre Aromen etwas entfalten und beginnen zu duften. Dann schalten wir die Platte aus und stellen wir die Mischung erst einmal bei Seite.
    36 - Gewürze andünsten / Braise seasonings

    In den Slow Cooker geben wir jetzt etwas von den stückigen Tomaten,
    37 - Etwas der Tomaten einfüllen / Put in some tomatoes

    legen die Hähnchebrüste oben auf
    38 - Hähnchenbrust dazu geben / Add chicken broth

    und geben dann die restlichen Tomaten, alle anderen Zutaten wie Linsen, Süßkartoffel, Sellerie und Möhren sowie die zuvor angedünstete Mischung aus Zwiebel, Ingwer, Knoblauch und Gewürzen ebenfalls in das Behältnis und gießen alles mit der Hühnerbrühe auf.
    39 - Restliche Zutaten dazu geben & Hühnerbrühe einfüllen / Add remaining ingredients & drain chicken broth

    Nachdem wir alles ein wenig miteinander vermischt haben
    40 - Zutaten vermischen / Mix ingredients

    schließen wir den Deckel und lassen alles für 6 Stunden auf Low vor sich hin köcheln. Auf High dürfte es auch in 4-5 Stunden klappen, aber da ich das nicht ausprobiert habe, kann ich da keine Garantie geben.
    41 - Für 6 Stunden köcheln lassen / Let simmer for 6 hours

    Sind die sechs Stunden um, entfernen wir die nun durchgekochten Hähnchenbrüste aus dem Slow Cooker und zerteilen sie mit Hilfe von zwei Gabeln.
    42 - Hähnchenbrüste zerkleinern / Mince chicken breasts

    Anschließend würzen wir die verbliebene Gemüsemischung unseres Eintopfes mit dem Teelöffel braunem Zucker, bei Bedarf etwas Salz
    43 - Mit braunem Zucker abschmecken / Taste with brown sugar

    sowie dem Saft einer halben Zitrone
    44 - Zitronensaft hinzufügen / Add lemon juice

    und geben die zerkleinerten Hähnchenbrüste wieder mit hinein,
    45 - Zerkleinertes Hähnchen hinzu geben / Add shredded chicken

    die wir gründlich mit dem Rest vermischen und ein paar Minuten weiter köcheln lassen. Ich hatte leider etwas zu viel Hähnchenbrust gekauft und zubereitet, habe die Mengenangaben hier im Rezept aber entsprechend angepasst, dass die Mengen jetzt stimmen sollten.
    46 - Gründlich vermischen / Mix well

    Inzwischen können wir unseren frischen Koriander für die Garnitur waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen und zerkleinern. Außerdem halbieren wir die Pita und toasten sie etwas auf.
    47 - Koriander zerkleinern / Mince coriander

    Ist das alles erledigt, können wir unseren Hähnchen-Linsen-Eintopf endlich mit Koriander und Joghurt garniert servieren und gemeinsam mit dem noch warmen Pita-Brot genießen.
    48 - Ethiopian chicken lentil stew - Served / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Serviert

    Ich hatte natürlich schon während der Zubereitung probiert und wusste, dass das Gericht überaus pikant geraten war, aber die Schärfe war nicht übermässig dominant sondern harmonierte sehr gelungen mit der Kombination aus angenehm al dente gekochten Linsen, Möhren, Süßkartoffel und Sellerie. Und auch das wunderbar zart gekochte Hähnchen passte wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition. Der Joghurt half dabei etwas, die Schärfe der Berber-Gewürzmischung zusätzlich abzumildern. Die übrigen Gewürze taten das Ihre, um dem Gericht ein angenehmes exotischen und überaus schmackhaftes Aroma zu geben. Das Warten hatte sich auf jeden Fall gelohnt, das Gericht hatte meine Erwartung mehr als nur erfüllt.

    49 - Ethiopian chicken lentil stew - Side view / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Seitenansicht

    50 - Ethiopian chicken lentil stew - CloseUp / Äthiopischer Hähnchen-Linsen-Eintopf - Nahaufnahme

    Guten Appetit

    Nachtrag:
    10.07.2018: Ich habe die Reste jetzt in der Mikrowelle warm gemacht und musste feststellen dass der Eintopf aufgewärmt fast noch etwas besser schmeckt als frisch gekocht. 😉

    Rösti mit Wildlachswürfel, Gemüseragout & Sauce Bernaise [18.04.2018]

    Wednesday, April 18th, 2018

    Eigentlich fanden sich am heutigen Mittwoch mit Klasssikern wie Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln im Abschnitt Tradition der Region und vor allem der Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites bei Globetrotter genügend Alternativen auf der Speisekarte, doch ich hatte mir irgendwie in den Kopf gesetzt beim Hausgemachten Rösti mit Wildlachswürfel, Gemüseragout und Sauce Bernaise aus der Sektion Vitality zuzugreifen. Dabei hätte mich eigentlich schon das Bild auf dem Bildschirm am Eingang etwas vorwarnen müssen, doch ich ignorierte alle Hinweise. Irgendwie war mir heute nach Fisch und die Grundidee dieses Gerichtes schien mir recht verlockend. Und an Gebackener Tofu mit Gemüse in Koriandersauce oder Gebratenes Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce von der Asia-Thai-Theke hatte ich ebenfalls kein Interesse.

    Homemade hash brown with wild salmon dices vegetables & sauce bernaise / Hausgemachter Rösti mit Wildlachswürfel, Gemüseragout & Sauce Bernaise

    Ob der Rösti nun hausgemacht war oder aus dem TK-Fach stammte, war erst einmal zweitrangig, denn obwohl er in der Mitte leider nicht ganz knusprig gebraten war, bestand der Problem viel mehr aus dem Belag. Die sehr grob gewürfelten Möhren schienen mir so, als wären sie bereits einige Tage in der Gemüsetheke gelegen bevor man sie letztlich mit etwas Dill versetzte und auf dem Rösti servierte – gemeinsam mit recht kleinteiligen und teilweise trockenen Wildlachsstückchen, Stangensellerie und Paprika, die auch bereits ihre besten Zeiten hinter sich zu haben schienen. Die geschmacklich gut gelungene, helle Sauce Bernaise verdeckte diese kulinarische Fast-Katastrophe dabei größtenteils, weswegen ich mich wohl auch letztlich dazu hatte hinreißen lassen bei diesem Angebot zuzugreifen. Es war zwar essbar, aber nah an einem vollkommenen Fail. Eine der wirklich seltenen Situationen, in der ich meine Wahl mal bereute.
    Bei den anderen Gästen lag natürlich die Currywurst mit großen Abstand vor allen anderen Angeboten am höchsten in der Gunst und konnte sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgten, wie nicht anders erwartet, die Käsespätzle, Platz drei belegten die Asia-Gerichte und erst auf einem guten vierten Platz folgte des Rösti mit Wildlachs. Vielleicht hatte ich auch einfach nur einen besonders schlecht gelungenen Rösti erwischt, aber ich werde auf jeden Fall genau hinsehen, bevor ich noch einmal bei diesem Gericht zufreifen werde.

    Mein Abschlußurteil:
    Rösti: +
    Wildlachswürfel & Gemüseragout: +/-
    Sauce Bernaise: +