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Ausflug in den Westerwald [08. – 09.09.2022]

Samstag, September 10th, 2022

Nach langer Pause aufgrund der Einschränkungen durch Corona fand diese Woche Donnerstag und Freitag ein kleiner Team-Event meines Arbeitgebers statt. Ich freute mich darauf, hätte mich aber noch mehr darauf freuen können wenn man sich nicht für eine Location in Höhr-Grenzhausen im schönen Westerwald entschieden hätte. Denn das bedeutete für mich als Münchner eine ziemlich weite Anreise und besonders frühes aufstehen. Um genau zu sein begann mein „Arbeitstag“ bereits um 4:33 Uhr, denn da fuhr meine S-Bahn an der Haltestelle Leuchtenbergring ab damit ich meinen Zug um 5:22 Uhr vom Münchner Hauptbahnhof erwischen konnte.
S-Bahnhof Leuchtenbergring @ 4:30am
Ein kleines Erlebnis gleich zu Beginn bereitete mich bereits darauf vor was für einen Riesenspaß ich mal wieder mit der Deutschen Bahn (die ja auch die S-Bahn in München betreibt) haben würde. Ein vier Leute mit Koffern warteten mit mir gemeinsam auf Gleis 1 des S-Bahnhofs und auf dem Display war als nächstes die S8 zum Flughafen angekündigt und auch die Ansage kündigte deren Ankunft an. Doch etwa eine Minute vor dem Zeitpunkt als die S-Bahn ankam verkündete plötzlich die Ansage dass diese Bahn doch auf Gleis 4 fährt, welches sich auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig befindet. Die Männer und Frauen mit den Koffern, die offensichtlich zum Flughafen wollten, stürmten sofort los die Treppe hinunter um auf das andere Gleis zu wechseln, doch die Bahn fuhr bereits los bevor sie auch nur die andere Treppe wieder herauf gelaufen waren und fuhr ihnen damit vor der Nase weg. Ich konnte sie nicht hören, aber an ihren Gesten war zu erkennen dass sie nicht gerade erfreut darüber waren. Die nächste S-Bahn in diese Richtung wäre etwa in einer halben Stunde gefahren, keine Ahnung ob sie bis dahin gewartet haben, denn meine S-Bahn kam glücklicherweise so gut wie pünktlich und brachte mich zum Hauptbahnhof wo für diese frühe Zeit schon recht viel Betrieb war. Dort wartete auch mein Zug, der ICE 820 in Richtung Essen, bereits am Gleis 22. Jedoch sollte er mit 20 Minuten Verspätung abfahren – angeblich wegen verspäteten Zugpersonals.
Gleis 22 - Hauptbahnhof München ICE 820 - Gleis 22 - HBF München
Mein aktueller Arbeitgeber sieht für Dienstreisen mit der Bahn glücklicherweise Fahrten in der ersten Klasse vor und ich hatte mir in dieser, um genau zu sein in Wagen 28 einen Sitzplatz reserviert. Doch ich hatte mich zu früh gefreut, denn dieser Wagen war am Anfang bzw. dem hinteren Ende des Zuges und das bedeutete dass ich den kompletten Bahnsteig fast bis zum vorderen Triebwagen entlang laufen durfte bis ich mich endlich auf meinem reservierten Platz niederlassen konnte. Ein ziemlich weiter Spaziergang nur für die erste Klasse. Dafür hatte ich jetzt einen Ledersitz mit Tisch am Fenster in einem noch komplett leeren Wagon. Und ein schickes Display an der Decke über dem Gang.
ICE - Erste Klasse ICE in Richtung Essen
Wenig später kamen aber noch ein paar andere Fahrgäste und ich war letztlich nicht ganz allein in der ersten Klasse. Und zu meiner Freude fuhr der Zug trotz abweichendes Anzeige mit nur 10 anstatt nach 20 Minuten Verspätung ab – da war das Personal wohl doch früher als gedacht eingetroffen.
Sowohl in der S-Bahn als auch hier im ICE herrschte natürlich Maskenpflicht, um genau zu sein FFP2-Maskenpflicht. Ich hatte etwas bedenken gehabt ob ich die viereinhalb Stunden fahrt mit Maske durchhalten würde, doch ich kam erstaunlich gut damit zurecht und versuchte, unterstützt von meinem Nackenkissen, noch etwas Schlaf nachzuholen. Kurzfristig funktionierte das auch, doch da vor jeder Haltestelle die Ansage des nächsten Bahnhofs und der möglichen Anschlusszüge aus den Lautsprechern plärrte war trotz ansonsten größtenteils schweigsamer Fahrgäste nicht an Tiefschlaf zu denken. Und ein weiterer Vorteil war dass ich über die Handy-App einchecken konnte, so dass der/die Schaffner*in – heute eher als Zugbegleiter*in mich nicht zwecks Ticketkontrolle wecken musste. Doch wirklich wach wurde ich kurz vor Aschaffenburg als sich ein Fahrgast in den angrenzenden kleineren Abteilen weigerte trotz Vorschrift die Maske zu tragen und sich ein lautstarkes Wortgefecht mit der Zubegleiterin lieferte und sogar drohte handgreiflich zu werden während die Bahn-Bedienstete sich sichtlich bemühte sachlich zu bleiben. Gut, ob man als einzige Person in einem geschlossenen Abteil wirklich eine Maske tragen muss, darüber könnte man diskutieren. Aber für den Fahrgast bedeutete dies das Ende der Fahrt und er wurde mit Unterstützung der Bundespolizei am nächsten Bahnhof mit Nachdruck aus dem Zug geworfen.
Ich versuchte noch bis zu meinem Zielbahnhof in Montabaur noch etwas zu schlafen, doch mich erreichten nun Textnachrichten von Kollegen mit denen ich mich eigentlich dort treffen wollte um gemeinsam im Sammeltaxi zum Hotel zu fahren. Ihre Züge hatten erhebliche Verspätung, sie hatten ihre Anschlusszüge verpasst und würden wohl doch über Koblenz anstatt Montabaur anreisen. Normalerweise wären einige sogar ab Frankfurt-Flughafen mit mir im selben Abteil gereist, doch dank der Unpünktlichkeit der deutschen Bahn wurde jetzt daraus nichts. Da war die Tatsache dass wir nur noch 5 Minuten Verspätung hatten als ich in Montabaur eintraf auch nur ein kleines Trostpflaster. Ich telefonierte ein wenig herum und erfuhr dass ein anderer Kollege, der mit dem Auto anreiste, an Montabaur vorbei fahren würde und mich auflesen könnte. Das sparte mir die teure Einzelfahrt im Taxi. Daher nahm das ich natürlich dankend an und verließ erst einmal den Bahnhof um mich zum gegenüberliegenden Busparkplatz zwischen eine Firmengebäude von 1&1 und einem Haribo-Outlet zu begeben wo er mich auflesen wollte.
Bahnhof Montabaur Busbahnhof Montabaur
Es war bewölkt und leicht windig, doch obwohl ich keine Jacke dabei hatte war es doch auszuhalten bis nach etwas mehr als zwanzig Minuten besagter Kollege eintraf und wir in seinem Auto gemeinsam die letzten 15-20 Kilometer bis zum Hotel Heinz im schönen Höhr-Grenzhausen mitten im schönen Westerwald zurücklegten. Das viereinhalb Sterne Wellness Hotel am Rande des Ortes schien auch außerhalb jeglicher Ferien recht gut belegt zu sein, denn unsere Zimmer sollten erst ab 14:00 Uhr bereit sein. Also ließen wir das Gepäck noch im Auto und trafen uns erst einmal mit den Kollegen die bereits eingetroffen waren oder jetzt nach und nach eintrafen. Als alle vor Ort waren folgte eine kleine Einführungsveranstaltung. Danach wurde zum Mittag gerufen, das in Form eines warmen Buffets serviert wurde. Es gab Rindergeschnetzeltes, Fisch mit Kräutersauce, Gnocchi, Nudeln, kartoffeln verschiedene Gemüsesorten eine extra Salattheke und eine kleine Dessert-Theke. Ich selber probierte erst einmal das Geschnetzelte, ein Stück vom Fisch samt Sauce, ein paar der Gnocchi mit Paprika & Pilzen, etwas Spinat und ein paar Spätzle.
Beef chop, gnocchi, spaetzle, fish & spinach / Rindergeschnetzeltes, Gnocchi, Spätzle, Fisch & Spinat - Hotel Heinz Höhr-Grenzhausen
Der Fisch war traumhaft gut, wunderbar zart und saftig, das Rindergeschnetzelte würde ich eher als durchwachsen bezeichnen. Das Fleisch war recht grob geschnitten, die meisten der Stücke war dabei auch in Ordnung aber ein paar erwiesen sich als etwas zäh. Aber gut gewürzt war es – im Gegensatz zum Spinat den ich als etwas lasch bezeichnen würde. An den mit Gemüse versetzten gekochten Gnocchi in einer dünnen Tomatensauce und den Spätzle gab es aber nichts auszusetzen. Ich holte mir später noch einen kleinen Nachschlag verzichtete aber auf ein weiteres Foto. Als ich die Dessert-Theke erreichte war das Eis leider gerade aus, ich erwischte nur noch einen Brownie und etwas frisches Obst in Form von Heidel-, Erd- und Himbeeren sowie etwas Fruchtsauce. Auch hier verzichtete ich auf ein Foto.
Nach einer weiteren Session mit einen Kollegen konnten wir dann endlich unsere Zimmer beziehen. Wir holten also das Gepäck aus dem Auto und brachten es in unsere Räumlichkeiten. Ich selbst hatte ein Unterkunft im 3 Stock erhalten – und zum Glück gab es einen Fahrstuhl. 😉 Und was die Ausstattung anging erschien mir der Raum mehr als nur zufriedenstellend.
Room in Hotel Heinz - Bed / Zimmer im Hotel Heinz - Bett
Bett
Room in Hotel Heinz - TV & Desk / Zimmer im Hotel Heinz - TV & Schreibtisch Room in Hotel Heinz - Armchair, table & door to bathroom / Zimmer im Hotel Heinz - Sessel, Tisch & Tür zum Bad
Links: TV & Schreibtisch – Rechts: Sessel, Tisch & Tür zum Bad
Room in Hotel Heinz - Shower Bathroom / Zimmer im Hotel Heinz - Dusche Bad Room in Hotel Heinz - Toilet & sink / Zimmer im Hotel Heinz - Toilette & Waschbecken
Bad – Links: Dusche – Rechts: Toilette & Waschbecken
Den Nachmittag verbrachten wir weiter mit verschiedenen Sessions, danach machten ein paar Leute einen Spaziergang während andere die Wellness-Anlagen wie Schwimmbad und Sauna ausprobierte oder – wie ich – sich einfach etwas ausruhten. Ich legte mich etwa eine Stunde aufs Bett und holte etwas Schlaf nach. Gerne hätte ich mir auch den Wellness-Bereich angesehen, aber ich war einfach zu müde. Die Tatsache dass ich bereits kurz nach 4:00 Uhr aufgestanden war zollte nun seinen Tribut.
Am Abend trafen wir uns noch einmal kurz zu einer weiteren Session, danach gab es im Restaurant ein Abendessen für uns das wohl unter dem Motto grillen bzw. BBQ stand. Leider war es draußen bewölkt und nieselte hin und wieder, so dass sie das Essen entgegen der ursprünglichen Planung nicht vor dem Hotel grillten sondern in der Küche zubereiteten. So hörte ich es zumindest. Aber wie dem auch sei, das Angebot war wirklich umfangreich und interessant. Ich versuchte dieses Mal von fast jede angebotenen Teil etwas zu probieren.
Garnelenspieß, Steak, Lammrippchen, Rosmarinartoffeln & Feta
Den Anfang machten ein Garnelenspieß, ein Schweinesteak mit Kräuterbutter zwei kleinen Bratwürstchen, Lammrippchen, in Alufolie gebackenen Kräuterfeta, Rosmarinkartoffeln, etwas BBQ-Sauce und ein Klacks Tzatziki. Der Garnelenspieß erwies sich leider als etwas enttäuschend, die Garnelen selbst waren kaum gewürzt und hätten gerne noch etwas länger gebraten werden können. Da war das Schweinesteak schon deutlich besser, denn es war gut gewürzt und besaß angenehme Röstaromen, war aber leider nicht mehr heiß genug dass die Kräuterbutter so stark schmolz wie ich es mir gewünscht hätte. Die Lammrippchen waren schließlich ein Traum, wunderbar zart und es zerfiel fast auf der Zunge – leider war nur wenig Fleisch an den Knochen. Aber bei Rippchen leider meist üblich. Und auch der mit Kräuter versehene und in Folie gebacken Feta erwies sich als sehr lecker. An den kleinen Bratwürstchen gab es ebenfalls nichts auszusetzen und die teilweise schön knusprig gebratenen gebratenen Kartoffeln bildeten eine überaus passende Sättigungsbeilage.
Eigentlich war ich danach schon so gut wie satt, holte mir aber dennoch einen kleinen Nachschlag um auch die restlichen Dinge zu probieren. Einzig auf den gegrillen ganzen Maiskolben verzichtete ich, denn ich hatte mir an einem solchen vor vielen Jahren mal ein Stück Zahn abgebrochen und meide diese Dinger seitdem vehement. 😖
chicken skewer & beef steak / Hähnchenspieß & Rindersteak
Das Fleisch des Hähnchenspießes oben links war zwar angenehm zart und saftig, aber die verwendete Würzmischung entsprach nicht ganz meinem Geschmack. Was es genau war entzog sich meiner Kenntnis, aber ich glaube die hatten auch Zitronengras verarbeitet und das mag ich nicht. Aber das ist nur eine Vermutung. Und der Krautsalat war für mich auch etwas zu knackig geraten. Das kleine Rindersteak kompensierte das aber vollends, denn es war unglaublich zart und wunderbar rosa angebraten – aber leider mal wieder viel zu klein. Dazu hatte ich mir noch etwas BBQ-Sauce zum dippen sowie zwei kleine ofenfrische Brötchen genommen.
Ich überlegte noch ob ich mir einen dritten Nachschlag mit weiteren dieser leckeren Rindersteaks holen sollte, aber noch während ich nachdachte brachten das Servicepersonal den Nachtisch an die Tische.
Dessert / Nachtisch
Dieser bestand aus einer Kugel weißen Mousses, einer Ecke eines Brownies, einer Kugel Erdbeereis sowie etwas Fruchtsauce, garniert mit Pistaziensplittern und ein paar frischen Beeren. Sehr lecker, auch wenn ich die Fruchtsauce ein klein wenig zu süß empfand. Aber geschmeckt hat es allemal und danach war ich so voll dass ich auf weitere Steaks verzichtete. 😉 vor allem diese Brownies sind stopfen bei mir immer ziemlich heftig.
Danach konnten sich alle noch mal frisch machen, auch ich nahm eine Dusche und wir trafen uns schließlich zu einer Abendveranstaltung die bis deutlich nach Mitternacht gehen sollte.
Verständlicherweise hatte ich am nächsten Morgen etwas Schwierigkeiten rechtzeitig aus dem Bett zu kommen um noch vor der ersten Morgen-Session um 9:00 Uhr zu frühstücken, doch es gelang mir schließlich und ich konnte mich mit der Kombination stärken, die ich eigentlich immer nehme wenn ich in Hotels übernachte: Rührei, knusprige Speckstreifen und kleine Bratwürstchen, dazu ein Glas Orangensaft. Und natürlich einer großen Tasse Kaffee.
Breakfast - Eggs, bacon & sausages / Frühstück - Rührei, Speck & Würstchen
Da viele Kollegen bereits mit ihren Koffern bzw. Taschen zum Frühstück gekommen waren und schon ausgecheckt hatten entschied auch ich mich dazu vor der ersten Veranstaltung meine Sachen aus dem Zimmer zu holen und meinen Schlüssel an der Rezeption abzugeben. Dennoch kam ich noch rechtzeitig zur ersten Session um 9:00 Uhr und wir schlossen unser kleines Team-Event vor dem Mittag erfolgreich ab.
Danach war ein ausgiebiges Mittagessen angesetzt. Da jetzt noch ein paar Kollegen in ihre Zimmer zurückkehrten um ebenfalls auszuchecken bekam ich die Gelegenheit das Buffet endlich mal aufzunehmen ohne dass sich die Leute davor tummelten.
Buffet Lunch / Buffet Mittagessen Buffet Lunch 2 / Buffet Mittagessen 2
Dieses Mal gab es Ossobuco und Red Snapper mit Tomaten-Kräutersauce, dazu wahlweise Gemüsereis, Nudeln, Schupfnudeln in Sahnesauce sowie eine bunte Auswahl an gedünstetem Gemüse.
Ossobuco, Red Snapper, Reis & Gemüse
Auf meinem ersten Teller fand sich ein bunter Querschnitt all dieser Angebote. Das Ossobuco erwies sich dabei als weiteres Highlight, denn das Fleisch der geschmorten Kalbsbein-Scheibe war mal so zart, das es erneut regelrecht auf der Zunge zerfiel. Und das obwohl das Fleisch eigentlich eher durchwachsen war. Dazu eine überaus gelungene und schön dickflüssige Sauce. Hab ich schon lange nicht mehr gehabt, hatte fast vergessen wie lecker das Gericht ist. Dennoch erinnere mich aber noch gut daran dass ich es auch schon mal selbst zubereitet hatte. Muss ich unbedingt mal wiederholen. Aber auch an dem zarten und saftigen Red Snapper gab es nichts auszusetzen, vor allem in Kombination mit der fruchtigen Tomatensauce. Zu beiden passte gut der mit Möhren und Frühlingszwiebeln versetzte Reis. Die mit Spinat und Pilzen in Sahnesauce servierten Schupfnudeln fand ich geschmacklich wiederum nicht so berauschend, aber sie waren auch nicht wirklich schlecht. Nur etwas mehr Würze der Sauce hätte nicht geschadet. Das gedünstete Gemüse war schön gar ohne zerkocht zu sein und besaß dabei noch einen guten Biss – da hatte die Küche eindeutig gute Arbeit geleistet.
Da ich mich in das Ossobuco ein wenig verliebt hatte holte ich mir davon noch einen großzügigen Nachschlag, diesmal mit Bandnudeln und weiterem Gemüse.
Ossobuco & Pasta
Leider waren die Nudeln fast kalt, aber das wurde durch die zweite Portion zart geschmorter Kalbsbeinscheibe inklusive der Sauce fast vollends kompensiert. Es gab wohl auch wieder Nachtisch, aber ich war nach zwei Portionen Ossobuco so satt dass ich darauf verzichtete.
Kurz nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns alle ausgiebig und machten uns dann auf den jeweiligen Heimweg, einige im Auto, andere mit der Bahn. Ich selbst fuhr mit den Kollegen mit denen ich mich ja eigentlich schon auf der Hinfahrt zusammen reisen wollte in einem Sammeltaxi bis Koblenz zum Hauptbahnhof.
Hauptbahnhof Koblenz Fassade Hauptbahnhof Koblenz Eingang
Der Reiseplan besagte dass ich mit einem ICE von Koblenz nach Mannheim fahren sollte, dort 38 Minuten Zeit zum Umsteigen hatte und dann mit einem weiteren ICE bis München Hauptbahnhof fahren sollte. Der Zug sollte zu Beginn 20 Minuten Verspätung haben, doch das beunruhigte mich nicht da ich so immer noch 18 Minuten für den Umstieg in Mannheim haben sollte. Ich wartete also mit Kollegen die mit einem etwas späteren Zug ebenfalls über Mannheim zu ihrem Endziel fahren wollen auf Gleise vier des Koblenzer Hauptbahnhofs.
Track 4 - Train station Koblenz / Gleis 4 - Hbf Koblenz
Von dort aus man übrigens einen schönen Blick auf dem knapp darüber liegenden Fort Großfürst Konstantin hat, das auf der Karthause dort 1826/27 von Preußen als Teil der Großfestung Koblenz errichtet worden war.
Fort Konstantin - Koblenz
Doch nun begann mal wieder so ein für die Bahn leider typisches Chaos das ich mal versuche hier in etwas komprimierter Form wiederzugeben: Die Verspätung meines Zuges erhöhte sich von 20 auf 30 Minuten, dann auf 45 Minuten und schließlich auf eine ganze Stunde. Alles wegen einer Stellwerkstörung. Damit wäre ein Umstieg in den ICE mit meinem gebuchten Sitzplatz in Mannheim nicht mehr möglich gewesen. Und die voraussichtliche Auslastung war für die folgenden Züge als „besonders hoch“ angegeben womit ich wohl hätte stehen müssen. Freitag eben, alle wolle nach Hause. Also entschloss ich mich mit dem Zug meiner Kollegen zu fahren, der zwar auch Verspätung hatte aber ich hätte noch 5 Minuten Zeit gehabt um das Gleise zu wechseln und den gebuchten Zug zu erwischen. Das wäre sportlich, aber machbar gewesen. Wenn, ja wenn es dabei geblieben wäre. Doch der Zug meiner Kollegen kam gar nicht, es fuhr zur Ankunftszeit plus Verspätung entgegen des Fahrplans ein Regionalexpress nach Mainz ein der aber nicht in Mannheim hielt. Gleichzeitig zog ein heftiges Gewitter auf und ein Platzregen ging nieder. In der Bahn Navigator App auf dem Smartphone las ich dass mein ICE nach München inzwischen auch 27 Minuten Verspätung hatte, wohl wegen eines Polizeieinsatzes. Und als nächstes sollte auf Gleis 4 ein Intercity Express einfahren, der ebenfalls in Mannheim hielt. Wenn alles gut lief hätte ich drei Minuten Zeit zum Umsteigen Eventuell verspätete sich mein ICE ja noch mehr so dass ich es schaffen könnte. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Also schnappten wir uns im strömenden Regen diesen Zug und fuhren am malerischen Rhein entlang nach Mannheim. Wir kamen gut voran, erst in Ludwigshafen kurz vor Mannheim stoppte der IC noch einmal kurz und die Verspätung erhöhte sich etwas – doch auch „mein“ ICE 811 war inzwischen über 30 Minuten verspätet. Es bestand noch Hoffnung. Ich erhob mich also gleich vom Sitzplatz, verabschiedete mich von meinen Kollegen die noch weiter fuhren und ging in Richtung Ausgang. Wie es das Glück wollte war direkt vor mir eine Dame die einen älteren Herrn im Rollstuhl vor sich her schob. So würde ich nie rechtzeitig zum Zug kommen. Also erklärte ich ihr sachlich meine Situation und sie ließ mich bereitwillig vorbei. Endlich im Mannheimer Bahnhof zum Halt gekommen stürmte ich mit Rucksack und Koffer aus dem Wagon, rannte die Rolltreppe hinunter und die nächste Rolltreppe wieder nach oben, wo sich gerade mit einem Piepsen die Türen meines ICE 811 nach München schlossen. Doch alles drücken auf den Öffnungsknopf half nichts, der Zug fuhr mir sprichwörtlich vor der Nase davon. Verd***** 🤬
Main train station Mannheim / Hauptbahnhof Mannheim
Also stand ich in der schönen Kongress- und Kulturstadt Mannheim am Bahnhof und durfte auf den nächsten Zug warten der inklusive Verspätung – zu diesem Zeitpunkt wohlgemerkt – eineinhalb Stunden später fahren sollte. Ich kramte meinen Laptop hervor und nutze seinen Akku um mein Smartphone zu laden dessen Batterie inzwischen auf 14% runter war und das meine Zugfahrkarte enthielt. Wäre peinlich wenn ich noch eine Strafe wegen Schwarzfahrens zahlen müsste, nur weil mein Handy-Akku leer ist. Dann wartete ich und wartete und wartete. Und die Verspätung für den nächsten ICE nach München (ICE 613) erhöhte sich immer weiter und überholte schließlich die Ankunftszeit des ebenfalls verspäteten ICE 771 nach München, der mit „nur“ 25 Minuten Verspätung aufgrund einer Weichenreparatur eintreffen sollte.
Delay, delay, delay / Verspätung, Verspätung, Verspätung
Also entschloss ich mich mit diesem ICE 771 zu fahren und hoffte dass sich der Zug nicht auch noch bis zum Sankt-Nimmerleinstag verspätete. Und ich hatte Glück, es blieb bei den 25 Minuten (+/- 5 Minuten – aber das war inzwischen egal). Ich stieg also in die erste Klasse ein und ließ mich an einem Sitzplatz für Bahn Comfort Kunden nieder – in der Hoffnung es würde kein solcher auftauchen und mich verjagen. Dann ging es endlich los in Richtung München. Es gab einige Mitreisende aber die stiegen bereits in Stuttgart, Ulm und Augsburg aus, so dass ich am Ende fast alleine im Großraumabteil saß.
ICE to Munich - First class / ICE nach München - Erste Klasse
Ich döste ein paar Mal weg, erholsam war der Schlaf aber nicht wirklich. Schließlich erreichten wir München und obwohl ich in Mannheim ganz vorne in den Zug gestiegen war stand mein Wagon nun ganz hinten am Bahnsteig, was wiederum bedeutet ich konnte etwa einen Kilometer laufen bis ich die eigentliche Bahnhofshalle erreichte, diese komplett durchqueren durfte da wir am hintersten Gleis angekommen waren und dann endlich zur S-Bahn hinab steigen konnte. Zwei Rolltreppen tiefer erwartete mich die nächste Überraschung: In meinen nicht mal zwei Tagen Abwesenheit hatte sich der Fahrplan der S-Bahn geändert und die meisten Züge fuhren nur noch bis Ostbahnhof. Wie ich später erfuhr finden wohl zwischen 9. und 12. September Oberleitungserneuerungen statt, weswegen ab Ostbahnhof Schienenersatzverkehr angeboten wurde. Glücklicherweise fuhr noch eine Linie bis Leuchtenbergring, meinem Zielbahnhof.
S-Bahn München - verkürzte Strecke
Es war bereits deutlich nach Mitternacht als ich schließlich in die S1 einstieg und mich endlich auf den letzten Abschnitt meiner Reise begeben konnte. Ich war zerschlagen, müde und musste mich zusammenreißen in der leeren S-Bahn nicht einfach einzuschlafen.
Inside S-Bahn Munich / In der S-Bahn München
Am Leuchtenbergring angekommen kämpfte ich mich durch immer wieder einsetzenden leichten Nieselregen bis nach Hause, schloss die Haustür hinter mir, zog mir die Schuhe aus, warf mein Gepäck regelrecht in eine Ecke und legte mich wenig später ins Bett endlich den dringend notwendigen Schlaf zu finden. Damit bewahrheitet sich mal wieder der Spruch: „Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen.“ Vor allem trifft das zu wenn er mit der deutschen Bahn reist. Erinnert mich an meine Reisen nach Köln

Ingwersteak mit Honigkarotten & Rösti [05.02.2020]

Mittwoch, Februar 5th, 2020

Heute war mal wieder so ein Tag, an dem es keine wirklichen Highlights auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zu finden waren. Für eine Lasagne Bologense mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert + drei Komponenten nach Wahl wie sie bei Daily angeboten wurde, wollte ich aber auf jeden Fall nicht über 6 Euro bezahlen – zumal die Lasagne auch nicht sonderlich aufregend sondern eher simpel aussah. Und mit dem Rahmschwammerl mit Semmelknödel von Veggie hab ich in Vergangenheit eher schlechte Erfahrung gemacht. Alternativ konnte man die Rahmschwammerl noch mit Maispoularde servieren lassen, aber das machte die Pilze in Wasserdünner Pseudo-Rahmsauce auch nicht besser. Blieben also noch das Japanische Ingwersteak mit Honigkarotten und Kartoffelrösti bei Vital sowie Gebratene Putenfleisch mit Gemüse in süß-Sauer-Sauce und Gebratene Mienudeln mit Gemüse in Tomatensauce an der Asia-Wok-Theke. Da schien mir das Ingwersteak doch das kleinste übel – auch wenn die Möhren heute nicht besonders hübsch aussahen wie ich fand.

Japanese ginger steak with honey carrots & hash browns / Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten & Rösti

Einige der Möhren wirkten zwar etwas gräulich, aber geschmacklich und auch was die Konsistenz anging gab es nichts daran auszusetzen. Auch die leichte Honignote kam gut zur Geltung. Und auch die Röstis waren in Ordnung und schön knusprig, zumindest dort wo sie nicht durch die mal wieder recht dünne Sauce durchgeweicht worden waren. Meine größte Sorge war aber das angenehm große und magere Schweinesteak, denn in der Vegangenheit war sein Fleisch hin und wieder mal recht trocken gewesen. Dch ich hatte heute Glück, für ein Stück fettarmes Schweinefleisch erwies sich das Steak als doch angenehm saftig. In Anbetracht des Gesamtangebots hatte ich letztlich wohl doch eine recht gute Wahl getroffen – ich zumindest war zufrieden.
Bei den anderen Gäste lag heute natürlich die Lasagne ganz besonders hoch in der Gunst und konnte sich auch den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Aber das Ingwersteak war ihr recht eng auf den Fersen und belegte einen guten zweiten Platz. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und die Rahmschwammerl erreichten einen guten vierten Platz. Wie viele davon die Maispoularden-Option gewählt hatten vermochte ich aber nicht zu beurteilen.

Mein Abschlußurteil:
Ingwersteak: ++
Sauce: +
Honigkarotten: +
Röstis: ++

Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel – das Rezept

Sonntag, Januar 19th, 2020

Meine Schottischen Eier von gestern haben leider nicht bis zum heutigen Mittagessen überlebt, doch damit hatte ich gerechnet und vorgesorgt. Ich hatte nämlich gelesen, dass man auch sehr gut Steaks in der Heißluftfriteuse (Air Fryer) zubereiten kann und das wollte ich natürlich ebenfalls ausprobieren. Dazu sollte es eine gebackene Süßkartoffel geben, die ich allerdings dieses Mal nicht im Air Fryer, sondern ganz konventionell im Ofen zubereiten wollte. Das wäre zwar auch im Air Fryer gegangen, aber ich wollte dieses Mal das sowohl Steak als auch Süßkartoffel etwa zur gleichen Zeit fertig werden, so dass ich nichts warm halten muss – frisch gekocht schmeckt es eben am besten. 😉 Als ich am Freitag dann beim Metzger meines Vertrauens das Steak einkaufte, musste ich ziemlich schlucken, denn für ein wirklich gutes Steak von gerade mal etwas mehr als zweihundert Gramm wurden gleich einmal fast dreizehn Euro fällig. 😳 Daher verwarf ich meinen Plan zwei Portionen zuzubereiten und besorgte mir nur eins davon. Aber die Marmorierung des Fleisch das ich gewählt hatte sah wirklich gut aus, daher gönnte ich mir die Ausgabe mal. Dabei ist das bei gutem Rindfleisch nicht mal wirklich teuer, meine Recherche im Netz zeigte dass man auch man leicht zwanzig bis zu über 30 Euro für 100g bezahlen kann.
Daraus entstand letztlich also ein eigentlich recht einfaches, aber dennoch sehr leckeres Gericht, das ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 1 Portion?

1 Rindersteak (ca. 200g)
01-Zutat-Rindersteak

Zum würzen des Steaks:

  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 3/4 Teelöffel Pfeffer
  • 1/4 Teelöffel Knoblauch (granuliert)
  • 1/4 Teelöffel Zwiebel (granuliert)
  • 1/4 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 1/5 Teelöffel Chiliflocken
  • evtl. eine Scheibe Kräuterbutter

    1 große Süßkartoffel
    02-Zutat-Süßkartoffel

    Für das Topping des Süßkartoffel:

  • 3 Esslöffel Sauerrahm
  • Einige Stiele Schnittlauch
  • Etwas Salz
  • Außerdem hatte ich noch Feldsalat und das Joghurt-Zitronendressing im Kühlschrank, das beides vebraucht werden musste, also kamen sie am Ende auch mit auf den Teller.

    Die Süßkartoffel dauert am längsten, also beginnen wir mit ihrer Zubereitung. Nachdem wir begonnen haben den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen waschen wir also die Süßkartoffel gründlich unter fließendem Wasser – wir wollen ja am Ende keinen Schmutz auf dem Teller haben –
    03 -  Süßkartoffel waschen / Wash sweet potato

    legen sie in ein ofenfestes Behältnis, stechen an einigen Stellen mit Hilfe einer Gabel die Schale an damit sie beim Backen nicht platzt
    04 - Süßkartoffel mit Gabel anpiksen / Stab peel with fork

    und schieben sie dann auf der mittleren Schiene für 50 bis 60 Minuten in den Ofen. Einige Beiträge in anderen Kochblogs zeigen, dass man die Kartoffel noch mit Öl oder gar mit Gewürzen wie Salz und Pfeffer einreiben soll, aber das ist meiner Meinung nach unnötig.
    05 - Süßkartoffel im Ofen backen / Bake sweet potato in oven

    Das gibt uns nun viel Zeit um uns um alles andere zu kümmern – zum Beispiel das Topping. Dazu schneiden wir einige Stiele Schnittlauch in Röllchen,
    06 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives in rolls

    geben zwei bis drei Esslöffel Sauerrahm in eine Schüssel,
    07 - Sauerrahm in Schüssel geben / Put sour cream in bowl

    salzen diesen leicht
    08 - Sauerrahm mit Salz würzen / Season sour cream with salt

    streuen ca. 2/3el der Schnittlauch-Röllchen ein
    09 - Schnittlauch zum Sauerrahm geben / Add chives

    und verrühren alles gründlich miteinander. Bis zum Einsatz bewahren wir dies abgedeckt im Kühlschrank auf.
    10 - Sauerrahm gründlich verrühren / Stir sour cream

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um das Steak aus dem Kühlschrank zu nehmen um bis zur Zubereitung Zimmertemperatur annehmen zu lassen – natürlich abgedeckt, denn es soll ja nicht austrocknen.
    11 - Steak aus Kühlschrank nehmen / Take steak from fridge

    Wenden wir uns dazu nun unserer Würzmischung zu. Dazu geben wir Salz und Pfeffer in eine kleine Schüssel,
    12 - Salz & Pfeffer in Schüssel geben / Put salt & pepper in bowl

    fügen Zwiebel- und Knoblauchgranulat hinzu,
    13 - Zwiebel- &Knoblauchpulver addieren / Add granulated onion & garlic

    addieren das geräucherte Paprika,
    14 - Geräuchertes Paprika hinzufügen / Add smoked paprika

    geben noch etwas Chiliflocken hinzu
    15 - Chiliflocken dazu geben / Add chili flakes

    und verrühren schließlich alles gründlich miteinander.
    16 - Gewürze gründlich vermischen / Mix seasonings

    Anschließend sprühen wir ein klein wenig Öl auf das Steak,
    17 - Öl auf Steak sprühen / Spray oil on steak

    verteilen es gleichmäßig,
    18 - Öl auf Steak verteilen / Spread oil on steak

    bestreuen es mit unserer zuvor hergestellten Gewürzmischung
    19 - Steak mit Gewürzmischung bestreuen / Dredge steak with seasonings

    und massieren diese schließlich etwas ins Fleisch ein. Das Prozedere wiederholen wir dann noch einmal für die andere Seite.
    20 - Gewürze in Steak einmassieren / Rub in seasonings

    Nun heizen wir unseren Air Fryer leer für 2-3 Minuten auf 200 Grad vor,
    21 - Air fryer vorheizen / Pre heat air fryer

    legen das Steak in den Frittierkorb
    21 - Steak in Air Fryer legen / Put steak in air fryer

    und frittieren es für zwei Mal dreieinhalb Minuten für Medium oder zwei Mal 4 Minuten für durch. Das gilt für ein Steak von ca. 1,5 cm Dicke.
    22 - Steak zwei mal 3:30 Minuten frittieren / Cook Steak two time 3:30 minutes

    Der Timer meiner Heißluftfriteuse lässt sich leider nur in Minutenschritten einstellen, ich wollte es aber lieber Medium, daher musste ich etwas aufpassen.

    Nach dreieinhalb Minuten nehmen wir den Frittierkorb mit dem Steak kurz aus dem Gerät,
    23 - Steak nach Halbzeit / Steak after half of time

    wenden es
    24 - Steak wenden / Turn steak

    und schieben es für weitere dreieinhalb Minuten in die Fritteuse.
    25 - Steak zurück in Air Fryer schieben / Put steak back in air fryer

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt die Süßkartoffel aus dem Ofen zu nehmen
    26 - Süßkartoffel aus Ofen nehmen / Take sweet potato from oven

    und mit einem spitzen Messer zu testen ob sie durch ist. Gleitet es bis über die Hälfte der dicke ohne Probleme durch, können wir sie bei Seite stellen, damit sie ein wenig abkühlt.
    27 - Gargrad der Süßkartoffel testen / Check sweet potato

    Schließlich ist auch das Steak fertig, so dass wir es entnehmen
    28 - Steak fertig zubereitet / Steak finished

    und auf einem vorgewärmten Teller (ich nutzte einfach den noch heißen Ofen) einige Minuten ruhen lassen – natürlich eingewickelt in Alufolie damit es nicht kalt wird.
    29 - Steak ruhen lassen / Let steak rest

    Das gibt uns die Gelegenheit die Süßkartoffel der Länge nach aufzuschneiden,
    30 - Süßkartoffel längs aufschneiden / Open sweet potato peel

    den so entstandenen Schlitz mit den Fingern etwas aufzuziehen
    31 - Schale auseinander ziehen / Open peel

    und das Innere ein wenig mit Hilfe einer Gabel zu zerkleinern, was den eigentlichen Verzehr später erleichtert.
    32 - Innere der Süßkartoffel mit Gabel zerkleinern / Mash interior of sweet potato with fork

    Schließlich können sie gemeinsam mit dem Steak und etwas Feldsalat servieren, wobei wir die Süßkartoffel mit unserer Sauerrahm-Schnittlauch-Mischung toppen. Wer mag kann außerdem noch eine Scheibe Kräuterbutter auf das Steak geben.
    33 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Served / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Serviert

    Dabei interessierte mich natürlich vor allem wie das Steak im Inneren geworden war, weswegen ich es erst einmal in der Mitte zerteilte. Wie es sich zeigte war es noch leicht rosa und damit Medium, so wie ich es vorgehabt hatte.
    35 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Lateral cut / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Querschnitt

    Auch wenn es letztlich nicht sonderlich groß war, erwies sich das Steak insgesamt als wirklicher Genuss. Wunderbar zart und saftig – und das nach gerade mal 7 Minuten. Natürlich trugen auch die sehr gelungene Gewürzkombination sowie die Kräuterbutter zum gelungenen Steak bei. Ob das nun wirklich dreizehn Euro wert gewesen ist sei mal so dahin gestellt, aber mir fehlen da die Vergleichswerte, daher spare ich mir ein Kommentar. Ich probiere aber bei Gelegenheit auch mal ein günstigeres Steak in den Air Fryer zu stecken, dann kann ich mehr dazu sagen.
    Aber auch die gebackene Süßkartoffel erwies sich als wahrer Genuss. Ihr Inneres war im Ofen butterweich geworden und schmeckte auch ohne zusätzliche Würze schon sehr lecker. Der mit frischem Schnittlauch versetzte Sauerrahm passte aber dennoch wunderbar zu dem zarten Süßkartoffel-Fruchtfleisch. Dazu noch der weiterhin knackige Feldsalat mit dem fruchtigen Zitronen-Joghurt-Dressing und fertig war ein sehr gelungenes Sonntagsgericht, das nicht allzu viel Aufwand erfordert hatte. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis – dieser Air Fryer ist wirklich eine überaus lohnenswerte Anschaffung gewesen. 🙂

    34 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Side view / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten & Rösti [10.01.2020]

    Freitag, Januar 10th, 2020

    Eigentlich wäre für den Freitag ja mal wieder ein Fischgericht an der Reihe gewesen und mit dem bereits bewährten Kabeljau auf sizilianischer Art mit drei Beilagen stand auch etwas ansprechendes auf der Karte, aber leider im falschen denn im teueren Abschnitt Daily. Und 6,30 Euro für ein bisschen pikante Tomatensauce mit kleinem Stück Fischfilet war mir dann doch etwas zu kostspielig. Daher entschied ich mich dann doch für das Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten und Rösti bei Daily, denn am Milchreis mit Waldbeeren und Zimt-Zucker bei Veggie hatte ich weniger Interesse. Eventuell wären noch die Feng shi Tzau – Mie-Nudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilch, die neben dem Reste-Gericht San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce an der Wok-Theke angeboten wurden, etwas für mich gewesen, aber als mir das in den Sinn kam hatte ich bereits das Steak auf dem Tablett gehabt. 😉

    Japanese ginger steak with honey carrots & hash browns / Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten & Rösti

    Das Fleischstück in Form des Schweinesteaks war wirklich sehr großzügig ausgefallen, auch wenn das magere Fleisch stellenweise wie ich fand etwas trocken geraten war. Doch das ist bei mageren Schweinesteaks leider nie ganz zu verhindern und man konnte es gut mit der Sauce mit milden Ingweraroma kompensieren, daher will ich dies nicht negativ in die Wertung einfließen lassen. Die drei Mini-Röstis dazu waren noch angenehm heiß und außen knusprig und bildeten, auch wenn sie wenig japanisch waren, eine passende Sättigungsbeilage. Die mit Honig glasierten, noch leicht knackigen Scheiben aus gelben und orangen Möhren rundeten das Gericht geschmacklich schließlich sehr gelungen ab. Ein absolutes Standardgericht unseres Betriebsrestaurants, aber doch immer wieder eine gute Wahl.
    Bei den anderen Gästen lag der zuspruch zum Kabeljau heute knapp vor dem des Ingwersteaks, womit der Fisch sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Nach dem somit zweitplatzierten Ingwersteak folgten die Asia-Gerichte auf Platz drei und der Milchreis schließlich auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinesteak: ++
    Sauce: ++
    Honig-Möhren: ++
    Röstis: ++

    Holzfällersteak in Zwiebelsauce mit Kartoffelplätzchen [04.10.2019]

    Freitag, Oktober 4th, 2019

    Da ich leider nicht mehr allzu viel Urlaub übrig habe, hatte ich mir diesen Freitag nach dem Tag der Deutschen Einheit nicht frei genommen und regulär gearbeitet. Die Anzahl der anwesenden Kollegen war natürlich entsprechend gering und als ich das Betriebsrestaurant betrat, erkannte ich dass man auch hier rationiert hatte und für die regulären Gerichte nicht wie üblich zwei sondern nur eine Theke geöffnet hatte – zusätzlich zur Wok-Theke, an der es heute Gebratenes AsiaGemüse in Hoi Sin Sauce und San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce gab, aber das interessierte mich weniger. Wir waren nach einem Meeting noch vor 12 Uhr essen gegangen, daher hatte ich auch keinen allzu großen Hunger und verzichtete daher darauf die 6,30 Euro für das Gebackene Seelachsfilet mit Remoulade und 3 Komponenten bei Daily zu investieren, das mit Kartoffelsalat angeboten wurde. Und da ich auch keine Lust auf einen Germknödel mit Vanillesauce, wie er bei Veggie angeboten wurde, verspürte, blieb nur noch das Holzfällersteak mit Zwiebelsauce und Kartoffelplätzchen aus dem Abschnitt Vital der Tageskarte (obwohl ich mich fragte was daran jetzt vital sein sollte). An der Gemüsetheke sah ich leider nichts passendes dazu und da die Kollegen schon an der Kasse durch waren, verzichtete ich auf einen Umweg über die Salattheke und nahm das Gericht wie es war ohne weitere Beilagen zum Preis von 4,36 Euro.

    Pork shoulder steak in onion sauce with potato cookies / Holzfällersteak in Zwiebelsauce mit Kartoffelplätzchen

    Das Holzfällersteak war etwas durchwachsen, aber bei Steaks aus der Schweineschulter wie diesem war dies auch nicht anders zu erwarten gewesen. Auf jeden Fall war das Fleisch gut gewürzt und harmonierte gut mit der würzigen, nicht zu dünnen Zwiebelsauce. Und auch die Kartoffelplätzchen passten wie ich fand gut in die Gesamtkomposition. Im Grunde genommen sind diese vom Aufbau her übrigens nichts anderes als Kroketten, nur eben in einer anderen Form. Ich hatte mal gedacht es handele sich hierbei um Macairekartoffeln, aber das war wohl ein Irrtum. Nichts besonderes, aber auch unter gegebenen Umständen auch keine schlechte Wahl – ich war zumindest zufrieden mit meiner Entscheidung.
    Da heute wirklich wenig los war – es waren weniger als die Hälfte der Tische besetzt – erwies es sich als schwierig eine Allgemeine Beliebtheitsskala aufzustellen. Nach meinen Beobachtungen würde ich aber sagen, dass der Seelachs heute den ersten Platz belegte, gefolgt vom Holzfällersteak auf dem zweiten Platz, den Asia-Gerichten auf Platz drei und dem Germknödel schließlich auf einem guten vierten Platz. Aber das ist natürlich aufgrund der wenigen Messwerte keineswegs repräsentativ…

    Mein Abschlußurteil:
    Holzfällersteak: ++
    Zwiebelsauce: ++
    Kartoffelplätzchen: ++

    Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten & Kartoffelplätzchen [27.09.2019]

    Freitag, September 27th, 2019

    Zwar klang die Gebackene Scholle mit Remoulade und Röstkartoffel aus dem Bereich Daily durchaus verlockend, aber da ich ja bereits gestern mit dem Zanderfilet Fisch gegessen hatte, sah ich mich heute mal nach etwas anderem um. Viele Alternativen gab es nicht, denn der Hausgemachter Kaiserschmarrn mit Zwetschgen und Apfelmus bei Veggie erschien mir eher etwas für einen Nachtisch. Von den Asia-Wok-Gerichten wäre vielleicht der Gebratene Eierreis etwas gewesen, denn den Verschiedenen Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce unterstelle ich ja immer noch dass sie einfach nur Resteverbrauch von der vergangenen Woche sind. Aber am meisten sagte mir dann doch das Japanische Ingqersteak vom Schwein mit Honigkarotten und Kartoffelplätzchen bei Daily zu.

    Japanese ginger steak with honey carrots & potato cookies / Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten & Kartoffelplätzchen

    Leider hatte man die Anzahl der Kartoffelplätzchen – eigentlich handelte es sich ja eher um Macairekartoffel – von früher vier wie z.B. hier auf nur drei reduziert. Gerade noch ausreichend. Dafür war das magere und zarte Schweinesteak angenehm groß geraten und über die Tatsache dass dass Fleisch ein ganz klein wenig trocken erschien konnte man dank der Sauce problemlose hinweg sehen. Dazu gab es eine ebenfalls mehr als großzügige Portion in karamellisierten Honig geschwenkter, kleiner Pariser Möhren als Gemüsebeilage, die wie ich fand ganz gut in die Gesamtkomposition passten. Was daran jetzt genau Japanisch gewesen sein soll erschloss sich mir nicht ganz, aber geschmeckt hat es alle mal – auch wenn es durchaus keine kulinarische Meisterleistung war.
    Der Gros der anderen Gäste hatte heute bei der Scholle zugegriffen und dem Fischgericht somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala beschert. Auf Platz zwei sah ich aber schon das Ingwersteak, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und dem Kaiserschmarrn auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinesteak: ++
    Sauce: +
    Möhren: ++
    Kartoffelplätzchen: ++

    Grillabend [10.09.2019]

    Mittwoch, Juli 10th, 2019

    Nach getaner Arbeit traf ich mich gestern mit einigen Kollegen noch zu einem kleinen gemeinschaftlichen Grillabend zwecks Socializing auch neben der Tätigkeit im Büro. Ein paar Leute hatten Salate gemacht, außerdem gab es genügend Grillgut von Fleisch von Pute, Schwein und Rind über Fisch in Form von Forellen bis hin zu Halloumi Käse und Grillkartoffeln. Bald waren auf schon die ersten Steaks fertig und ich ließ mir eins geben, kombiniert mit einigen der angebotenen Salat (Bulgursalat mit Schafskäse, Krautsalat, Kartoffelsalat, etwas Tomaten-Knoblauchbutter und etwas Baguette.
    Steak, Salate & Baguette
    Außerdem gab es noch Nudelsalat mit Mayo (nicht so mein Ding) und Blattsalat mit Dressing, von dem ich allerdings erst heute Mittag mehr als genug gehabt hatte. Das Rindersteak erwies sich auf jeden Fall als gut und würzig mariniert und nur minimal durchwachsen. Zusätzlich zum Ketchup garnierte ich es mir beim Verzehr noch mit etwas der hausgemachten Tomaten-Knoblauchbutter, was sich als überaus lecker erwies. Und auch der pikant angemachte Bulgursalat mit einen Fetastückchen war eine sehr gute Wahl, genau so wie der auf süddeutsche Art mit Gemüsebrühe und Essig angemachte Kartoffelsalt. Beim Krautsalat kann man eh selten was falsch machen.
    Wenig später nahm ich mir dann auch noch eine schöne große Bratwurst, wobei es sich leider weder um eine grobe nordhessische noch um eine Thüringer Rostbratwurst handelte, sondern um eine dieser sehr fein gekutterten Würste wie sie hier üblich sind. Nicht ideal, aber akzeptabel. 😉
    Bratwurst, Salate & Baguette
    Leider war ich danach bereits so satt, dass ich vom Fisch oder dem Halloumi nichts mehr probieren konnte. Und später als ich wieder etwas mehr Appetit hatte, waren die anderen Dinge leider schon aufgebraucht. Aber das war bestimmt nicht unser letzter Grillabend, daher werde ich beim nächsten Mal die etwas exotischeren Sachen einfach vorziehen… 😉

    Schweinesteak mit Süßkartoffelpürre [07.06.2019]

    Freitag, Juni 7th, 2019

    Ich überlegte heute zwar sehr lange, ob ich nicht beim freitäglichen Fischangebot in Form von Gedünstetem Kabeljau mit Weißweinsauce und zwei Beilagen, dazu Tagessuppe oder Dessert aus dem Abschnitt Daily zugreifen sollte, doch irgendwie hatte ich noch größeren Appetit auf das Schweinerückensteak mit Süßkartoffelpüree und Bratensaft, das man bei Vital anbot. Süßkartoffeln bekommt man immerhin nicht alle Tage. Den Kirschmichel mit Vanillesauce und die Asia-Wok-Gerichte wie Feng shi Tzau – Mii-Nudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit
    Gemüse in Spezial Sauce
    kamen nicht in die nähere Auswahl.

    Pork steak with sweet potato puree / Schweinesteak mit Süßkartoffelpürre

    Das Schweinesteak im Schmetterlingsschnitt war zwar nicht das saftigste, aber bei so mageren und dünnem Fleisch ist das auch nicht zu erwarten gewesen. Zum Glück halfen die mild-würzige Bratensauce (auch wenn sie etwas dünn war) und das Püree aus Süßkartoffeln dabei, dies mehr als ausreichend zu kompensieren. Wobei ich der Meinung war, dass das Süßkartoffelpürree nicht zu hundert Prozent nur aus Süßkartoffeln bestand, sondern dass man auch normale Kartoffeln untergemischt hatte. Aber das tat dem guten Geschmack keinerlei Abbruch, denn die Süßkartoffel gab eindeutig den Ton beim Geschmack vor. Nicht besonderes, aber doch sehr lecker und mal ein bisschen etwas anderes als die sonst üblichen Gerichte.
    Es waren nur wenige andere Gäste anwesend als wir uns im Betriebsrestaurant aufhielten – das lange Wochenende wirft bereits seine Schatten vorraus – aber ich konnte dennoch eindeutig sagen dass der Kabeljau in Weißweinsauce, den man übrigens mit Salzkartoffeln serviert hatte, beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala die Nase vorn hatte und sich diese Position sichern konnte. Und auch beim zweiten Platz war ich sicher, dass dieser vom Steak mit Süßkartoffelpüree belegt wurde. Weiter hinten wurde es unklarer, aber aus der Erfahrung würde ich sagen: Asia-Gerichte auf Platz drei und Kirschmichel auf dem vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinesteak: ++
    Bratensauce: +
    Süßkartoffelpüree: ++