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WIldschweingulasch mit Maronen & Spätzle [16.12.2019]

Monday, December 16th, 2019

Ich hätte zwar noch ein paar Chicharronés vom Wochenende übrig gehabt, aber die waren keine Gericht für die Mittagspause in der Firma, daher entschloss ich mich dazu sie zu Hause zu lassen und heute ins Betriebsrestaurant zu gehen. Und das dortige Angebot war gar nicht mal so schlecht. Gut, für Abgebräunten Leberkäs + drei Beilagen bei Daily, der mit Bratensauce und Röstkartoffeln, aber ohne Spiegelei serviert wurde hätte ich jetzt keine 6,30 Euro zahlen wollen. Aber sowohl der Wildschweingulasch mit Maronen und Spätzle bei Vital als auch der Gemüsestrudel mit Kräuterquark und Ratatouille bei Veggie erschienen mir gute Alternativen. Aber auch mit Gebackenen Frühlingsrollen oder Gebratenem Schweinefleisch mit Thaigemüse in süß saurer Sauce von der Asia-Wok-Theke hätte ich leben können. Aber als Freund von Wildgerichten entschied ich mich schnell für den Wildschweingulasch und fand sogar in der Gemüsetheke einigermaßen frisch aussehenden Rosenkohl, der wunderbar zum Wildschein passte wie ich fand.

Wild boar goulash with sweet chestnuts & spaetzle / Wildscheingulasch mit Maronen & Spätzle

Das Fleisch war zwar sehr grob geschnitten und die Maronen in kleine Stücke zerfallen, aber was den Geschmack anging war nicht viel daran auszusetzen. Die Maronen hatten dem Ganzen zwar einen recht süßes Aroma gegeben, aber da das harmonierte gut mit dem ansonsten leicht herben Aroma des dickflüssigen Gulaschs. Das Verhältnis von Spätzle zu Gulasch war nicht ganz optimal gewählt, es hätte gern etwas mehr Wildschweingulasch auf dem Teller sein können. Insgesamt aber für ein Großrestaurant sehr gut gelungen. Und auch beim Rosenkohl hatte mich mein Eindruck nicht getäuscht, denn er war noch angenehm heiß und sogar noch einigermaßen knackig. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Beim Rennen um Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala lag der Leberkäse zwar knapp auf Platz eins, aber der Wildschweingulasch war ihm eng auf den Fersen und kam somit auf einen sehr guten zweiten Platz. Und auch bei den hinteren Plätzen lagen die beiden Kontrahenten nah beieinander, ich würde aber sagen dass die Asia-Gerichte den dritten Platz belegten und der Gemüsestrudel eine Haaresbreite dahinter Platz vier belegte. Aber das konnte sich innerhalb weniger Minuten verschieben – aber ich kann ja sowieso nur den Zeitausschnitt dokumentieren, an dem ich anwesend bin. 😉

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch mit Maronen: ++
Spätzle: ++
Rosenkohl: ++

Hirschgulasch mit Maronen, Waldpilzen & Herzoginkartoffeln [19.12.2013]

Thursday, December 19th, 2013

Als ich heute unser Betriebsrestaurant betrat, gal mein erster Gedanke den Spaghetti mit Balsamicolinsen im Bereich Vitality, die ich schon häufiger mit großem Genuss verzehrt hatte – auch wenn heute die sonst übliche Garnitur mit Ruccola fehlte. Die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Globetrotter klangen zwar ebenfalls ganz gut, aber so recht konnte ich mich nicht dafür begeistern. Und auch das Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce oder das Ko La Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süss-saurer Sauce klangen zwar nicht übel, waren aber auf der anderen Seite nicht gerade dazu angetan, Begeisterungsstürme bei mir auszulösen. Etwas anders lag es aber mit dem heutigen Gericht, das bei Tradition der Region auf dem Speiseplan stand, einem Hirschgulasch mit Maronen, Waldpilzen und Herzoginkartoffeln. Kein leichter Genuss, aber ich liebe nun einmal Wild in jeglicher Form und da so etwas nur sehr selten bei uns angeboten wird, konnte ich nicht anders als bei diesem Gericht zuzuschlagen. Leider war, wie üblich, kein Gemüse dabei, weswegen ich mir noch ein Schüsselchen Erbsen, Möhren und Schwarzwurzeln von der Gemüsetheke dazu nahm und das Ganze schließlich durch einen kleinen Becher Grießbrei mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot abrundete.

Hirschgulasch mit Maronen, Waldpilzen und Herzoginkartoffeln

Das Hirschfleisch war zwar recht grob geschnitten, aber da ich natürlich ein Messer mitgenommen hatte, war dem schnell Abhilfe zu schaffen. 😉 Gemeinsam mit in Scheiben geschnittenen Champignons und einigen ganzen Maronen (Esskastanien) ergab sich in einer dunklen, würzigen, leicht herben und angenehm dickflüssigen Sauce ein für Betriebsrestaurant-Verhältnisse meiner Meinung nach überaus gelungener Hirschgulasch. Und auch die außen knusprigen und innen weichen Herzogin-Kartoffeln erwiesen sich als sehr schmackhafte Sättigungsbeilage. Das einzige, was ich vermisste und was meiner Meinung nach zu fast jedem Wildgericht dazu gehört, war etwas Preiselbeergelee – aber notfalls geht es natürlich auch ohne. Und auch das Gemüse aus Erbsen, runden Pariser Möhren und einigen Schwarzwurzeln ließ heute nichts zu wünschen übrig. Nachdem sich schließlich auch der Grießbrei mit seiner Garnitur aus roter Grütze mir Kirschen keinerlei Grund zur Kritik aufkommen ließ, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als das heutige Mittagsmahl als durchgehend gelungen zu bezeichnen.
Und auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie üblich durch die Beobachtung der anderen Gäste aufstellte, lag der Hirschgulasch heute auf dem ersten Platz. Allerdings waren ihm die Allgäuer Käsespätzle, die Platz zwei für sich ergattern konnten, deutlich enger auf den Fersen, als ich initial vermutet hatte. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und den vierten Platz belegte, wie gewohnt, das vegetarische Gericht in Form der Spaghetti mit Balsamicolinsen.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Herzoginkartoffeln: ++
Gemüse-Mix: ++
Grießbrei mit roter Grütze: ++

Maronen-Steinpilz-Risotto – das Rezept

Sunday, March 10th, 2013

Dieses Wochenende habe ich es irgendwie mit Reis, denn nach dem Djuvec-Reis mit Hähnchenbrust, Paprika & Zucchini von gestern entschloss ich mich heute dazu, mal ein Risotto mit Maronen, also Esskastanien, und Steinpilzen zuzubereiten. Da ich ja ein großer Fan von Maronen bin, bin ich auch immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sie zu verarbeiten und die Idee sie gemeinsam mit Steinpilzen in einem Risotto zu verarbeiten kam mir da gerade recht.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

250g Risotto-Reis
01 - Zutat Risottoreis / Ingredient rice

200g Maronen (vorgekocht und vakuumverpackt)
02 - Zutat Maronen / Ingredient sweet chestnuts

1 mittelgroße Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

15g getrocknete Steinpilze
05 - Zutat getrocknete Steinpilze / Ingredient dried porcini

50g Parmesan
06- Zutat Parmesan / Ingredient parmesan

150ml trockener Weißwein
07 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

3/4 Bund Petersilie
08 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

400ml Gemüsefond
09 - Zutat Gemüsefond / Ingredient vegetabel stock

250ml Hühnerbrühe
10 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

2 EL Olivenöl
05 - Zutat Olivenöl

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, die Steinpilze in etwas lauwarmen Wasser einzuweichen.
11-Steinpilze einweichen / Soak porcini

Außerdem schälen und zerkleinern wir die Zwiebel, wahlweise mit dem Messer oder einer Küchenmaschine (Blitzhacker),
12 - Zwiebel zerkleinern / Dice onion

schälen und hacken die Knoblauchzehen
13 - Knoblauch schneiden / Mince garlic

und zerkleinern die Maronen.
14 - Maronen zerkleinern / Cut sweet chestnuts

Nun erwärmen wir den Gemüsefond und halten ihn warm,
15 - Gemüsefond warm stellen / Heat up vegetable stock and keep it warm

anschließend erhitzen wir in einem Topf oder einer Pfanne etwas Olivenöl
16 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten Zwiebel und Knoblauch darin etwas an.
17 - Zwiebeln & Knoblauch anschwitzen / Braise onion & garlic lightly

Dann geben wir den Reis in die Pfanne
18 - Reis hinzufügen / Add rice

und dünsten ihn darin so lange an bis er glasig wird
19 - Reis glasig andünsten / Braise rice

um ihn dann mit dem Weißwein aufzugießen
20 - Weißwein aufgießen / Drain white wine

und diesen komplett einkochen lassen.
21 - Weißwein einkochen lassen / Reduce white wine

Es folgt eine kräftiger Schluck des warm gehaltenen Gemüsefonds, den wir ebenfalls komplett einkochen lassen.
22 - Etwas Gemüsefond hinzugießen / Add some vegetable stock

Nun geben wir die eingeweichten Steinpilze samt des Einweichwassers hinzu
23 - Steinpilze samt Einweichwasser addieren / Add porcini and water

und addieren anschließend die zerkleinerten Maronen.
24 - Maronen addieren / Add chestnuts

Außerdem würzen wir alles kräftig mit Salz und Pfeffer und lassen alles dann für ca. 20 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.
25 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, die Petersilie zu waschen, trocken zu schütteln,
26 - Petersilie waschen / Wash parsley

die Blättchen von den Stielen abzuzupfen
27 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und mit einem Messer gründlich zu zerkleinern.
28 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, immer mal wieder das Risotto umzurühren und etwas von dem Gemüsefond nachzugießen.
29 - Gemüsefond nachgießen / Add more vegetable stock

Außerdem dürfen wir natürlich nicht vergessen, auch noch den Parmesan zu reiben.
30 - Parmesan reiben / Grind parmesan

Ist der Gemüsefond aufgebraucht, beginnen wir die Hühnerbrühe zum Reis zu gießen bis der Reis schließlich gar ist.
31 - Hühnerbrühe hinzufügen / Drain chicken stock

Sobald der Reis die gewünschte Bissfestigkeit erreicht hat, stellen wir die Platte aus und nutzen die Resthitze, das Parmesan unterzuheben und schmelzen zu lassen
32 - Parmesan unterheben / Fold in parmesan

sowie die Petersilie einzurühren.
33 - Petersilie hinzufügen / Add parsley

Anschließend probieren wir unsere Kreation und schmecken es ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
34 - Probieren / Try

Anschließend können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
35 - Maronen-Steinpilz-Risotto / Chestnut porcini risotto - Serviert

Während die Maronen, die durch das Garen angenehm weich geworden waren, dem Gericht eine leicht nussige Note gaben, sorgten die Steinpilze für ein angenehmes Aroma und der Parmesan gab ihm eine würzige Note. Die Befürchtung dass alles etwas zu lasch werden würde, erwies sich dabei glücklicherweise als vollkommen unbegründet. Viel mehr war ich von dem angenehm würzigen Geschmack positiv überrascht. Auch ohne Fleisch ein wirklich schmackhaftes und sättigendes Gericht.

36 - Maronen-Steinpilz-Risotto / Chestnut porcini risotto - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich das Gericht überaus sehen lassen. Meiner Berechnung nach liegt die gesamte Zubereitung bei 1600kcal, aufgeteilt auf drei Portionen erreichen wir also 533kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein angenehm niedriger Wert wie ich finde. Den größten Teil nimmt dabei natürlich der Reis ein, aber auch die Maronen sollte man nicht außer acht lassen. Zwar haben Edelkastanien wenig Fett, aber sie beinhalten doch relativ viele Kohlehydrate, Stärke und Saccharose, sprich Zucker. Dass das Gericht dennoch einigermaßen leicht geraten ist, kann ich dabei natürlich nur begrüßen. 😉

Guten Appetit