Kokkinisto – Geschmortes Rindfleisch in pikanter Tomatensauce [06.02.2017]

Diese Woche stand wieder ein kleines Special in unserem Betriebsrestaurant an, denn es sollte eine Griechische Woche mit jeweils einem anderes griechisches Gericht auf dem Speiseplan stattfinden. Und Griechisch lanciert zumindest in der Top 5 meiner Lieblingsessensherkunftsländer, man denke da nur an so leckere Dinge wie Gyros, Tzatziki oder Krautsalat, von Souvlaki, Stifado oder Moussaka mal ganz abgesehen. Den Anfang machte heute ein Kokkinisto – Geschmortes Rindfleisch in pikanter Tomatensauce und Strozzapreti, das im Bereich Globetrotter angeboten wurde. Über die Tatsache dass man die angekündigten Strozzapreti durch grüne Tagliatelle ersetzt hatte, sah ich großzügig hinweg. Außerdem standen be Vitality ein Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse, bei Tradition der Region Nürnberger Rostbratwürste mit Bratensauce, Sauerkraut und Kartoffelpüree, ein Zusatzangebot in Form einer Mini-Schweinshaxe mit Sauerkraut und Karotffelpüree sowie an der Asia-Thai-Theke Asiatische Gemüse, herzhaft gebraten, mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnussauce auf der heutigen Speisekarte. Aber wenn es schon mal griechische Spezialangebote gab, wollte ich es nicht versäumen dort zuzugreifen – auch wenn ich offen und ehrlich zugeben muss, dass ich vorher noch nie etwas von Kokkinisto gehört hatte, aber eine kurze Suche bei Google zeigte mir, dass es sich hier tatsächlich um eine griechische Version des Gulasch handelte und nicht um eine Erfindung unseres Betriebsrestaurants. 😉 Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen grüne Bohnen mit Kirschtomaten aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke, denn das war das einzige was zumindest einigermaßen zu diesem Gericht zu passen schien.

Kokkinisto

In der dunklen, durchaus würzigen und leicht tomatig-fruchtigen Sauce, die sich allerdings nicht ganz so pikant wie angekündigt erwies, fanden sich neben zahlreichen geschmorten Rindfleischstücken vor allem Möhrenstückchen. Bis auf die etwas exotischere Würze handelte es sich aber tatsächlich um nichts anderes als einen Rindergulasch, wobei ich allerdings feststellen musste dass die Fleischstückchen zwar mager, aber teilweise noch etwas zäh waren. Wahrscheinlich hatte man das Fleisch nach dem anbraten nicht lange genug auf niedriger Flamme geschmort. Letztlich führte dies dazu, dass ich hier leider nur ein gut, kein sehr gut vergeben kann. An den Tagliatelle gab es aber nichts auszusetzen. Und obwohl die Bohnen bereits etwas abgekühlt waren, erwiesen sie sich dennoch als noch leicht knackig und nicht zu sehr zerkocht, wobei sie außerdem gut gewürzt waren. Daher sehe ich hier mal knapp von einem Punktabzug ab. Insgesamt erwies sich das Kokkinisto aber als recht gelungenes Gericht und ich bereute es nicht, hier zugegriffen zu haben.
Der Gros der anderen Gäste war heute allerdings weniger dazu bereit gewesen, mal etwas neues auszuprobieren und hatte zu den Nürnberger Rostbratwürstchen gegriffen, die daher großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich beanspruchen konnten. Aber zumindest auf dem zweiten Platz konnte sich das Kokkinisto noch retten, auch wenn ihm die Asia-Thai-Gerichte eng auf dem Fersen waren. Die Schweinshaxe schließlich, der ich eigentlich auch großes Potential zugebilligt hatte, landete schließlich gemeinsam mit dem Kartoffel-Lauch-Geröstel auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kokkinisto: +
Tagliatelle: ++
Grüne Bohnen: ++

Saltim Bocca vom Kabeljau mit Peperonata & grünen Tagliatelle [27.01.2017]

Nachdem ich bereits am Mittwoch auf ein Gericht Fisch- und Meeresfrüchte verzichtet hatte, wollte ich zumindest heute am Freitag etwas mit diesem wichtigen Eiweißlieferanten zu mit nehmen. Und mit Saltim Bocca vom Kabeljau mit Peperonata und grünen Tagliatelle fand sich im Bereich Globetrotter auch ein passendes Gericht, das erfreulicherweise von der sonst üblichen Kombination Fisch mit Kartoffelsalat deutlich abwich. Die Alternativen wie ein Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten und Kartoffelplätzchen bei Vitality, den Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region oder die die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane und Pad Pieew Wan – Schweinfleisch süß-sauer mit Ananas, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln nahm ich nicht in die nähere Auswahl. Zum Fisch nahm ich mir noch ein Schälchen Krautsalat aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Saltim Bocca vom Kabeljau mit Peperonata & grünen Tagliatelle

Das angenehm große Stück zarten und saftigen Kabeljaufilet war, wie beim Saltimbocca üblich, mit Salbeiblättern garniert und anschließend mit Speckstreifen umwickelt worden, was sich auch beim Fisch als sehr gelungene Kombination erwies. Dazu die grünen Tagliatelle, die man mit einer fruchtigen Paprikasauce garniert hatte komplettierten das Ganze zu einem sehr leckeren Gericht. Nur vom Krautsalat war ich heute leider etwas enttäuscht, denn das Kraut war teilweise noch viel zu hart und von der sonst üblichen süß-säuerlichen Sauce war kaum etwas vorhanden. Essbar, aber ich weiß dass man diese Salatzubereitung hier deutlich besser herstellen kann.
Wenn man sich bei den anderen Gästen umsah, konnte man erkennen das auch hier die meisten Leute offensichtlich zum Kabeljau gegriffen hatte, womit ich diesen Angebot den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Aber der Vorsprung zum ebenfalls gern gewählten Ingwersteak, das somit auf Platz zwei landeten, war nicht allzu groß. Den dritten Platz belegten schließlich die Asia-Gerichte und auf einem guten Platz vier landete der Apfelstrudel mit Vanillesauce.

Mein Abschlußurteil:
Kabejau-Saltimbocca: ++
Peperonata: ++
Tagliatelle: ++
Krautsalat: +/-

Lachs mit Blattspinat im Blätterteig an Tagliatelle in Weißweinsauce [10.08.2016]

Heute fanden sich gleich mehrere durchaus interessant klingende Angebote auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Zum einen gab es Gebackenen Camembert mit Preiselbeeren und einem Sommersalat mit Joghurtdressing bei Globetrotter, dann einen Schwabenteller – Zwei Minutensteaks vom Schwein mit Schwammerlsauce, Röstzwiebeln und Käsespätzle bei Tradition der Region sowie schließlich Lachs mit Blattspinat im Blätterteig an Tagliatelle in Weißweinsauce bei Vitality. Außerdem bot man ein Kotelette mit Preiselbeeren und Spätzle als Zusatzangebot an, wobei es sich hier wohl um Reste vom Montag handelte. Nur die Asia-Thai-Gerichte weckten heute weniger Interesse bei mir. Und ich war lange hin und her gerissen, vor allem zwischen Lachs und Schwabenteller, entschied mich dann aber doch für das Fischgericht. Das sollte mir dann auch für heute reichen, auf weiteres Gemüse, Salat oder Dessert verzichtete ich.

Salmon with leaf spinach in puff pastry & tagliatelle in white wine sauce /  Lachs mit Blattspinat im Blätterteig an Tagliatelle in Weißweinsauce

Bei den Tagliatelle musste man die Weißweinsauce etwas suchen und ich hatte zu Beginn schon befürchtet man hätte sie vergessen, doch sie war glücklicherweise nur bis zum Boden durchgesickert und besaß auch ein angenehmes leichtes Wein-Aroma, um die Nudeln wie gewünscht aufzuwerten. Viel wichtiger als die Tagliatelle war aber natürlich der mit Haut gebackene Lachs, der mit einer großzügigen Portion gut gewürzten und mit etwas Zwiebeln versetzten Blattspinats in einer großen Blätterteigrolle gebacken und dann in etwa zwei Finger breite Scheiben geschnitten worden war. Das Lachs dabei war schön saftig und zart geblieben und auch der umgebende Blätterteig war angenehm frisch und knusprig. Da gab es aus meiner Sicht absolut nichts zu meckern, zumal die Portion auch absolut ausreichte, um satt zu werden. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Die Geschmäcker der anderen Gäste waren heute sehr durchwachsen und es war schwierig, eine klare Reihenfolge in der allgemeinen Beliebtheit festzulegen. Ich würde dem Schwabenteller aber mit knappen Vorsprung den ersten Platz zubilligen, um den zweiten Platz lieferten sich Lachs und Camembert ein enges Kopf an Kopf Rennen, das meine Meinung nach knapp der Lachs im Blätterteig für sich entscheiden konnte – womit der Camembert auf Platz drei landete. Zwischen Kotelett und Asia-Gerichten konnte ich schließlich keinen Favoriten mehr ausmachen, weswegen ich beiden Platz vier zubillige.

Mein Abschlußurteil:
Lachs mit Blattspinat im Blätterteig: ++
Tagliatelle: ++
Weißweinsauce: ++

Tilapia in Parmesan-Ei-Hülle auf Tagliatelle mit Paprikasauce [11.03.2016]

Heute war ich was das zu wählende Gericht in unserem Betriebsrestaurant etwas zwiegespalten, denn sowohl das Putensteak mit Kartoffel-Selleriestampf in Honig-Pfeffersauce im Abschnitt Vitality, dass ich schon häufig gewählt hatte und bei dem ich nie enttäuscht worden bin, als auch das Tilapia in Parmesan-Ei-Hülle auf Tagliatelle mit Paprikasauce bei Globetrotter das so meines Wissens noch nie angeboten worden war, besaß seinen Reiz. Die 3 Stück Quarkpfannkuchen mit Waldbeeren und Vanillesauce bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce weckten wiederum kein großes Interesse bei mir. Letztlich siegte die Neugier über das Traditionsbewußtsein und ich griff zum Fischgericht. Dazu gesellte sich noch Becherchen Milchreis mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Tilapia coated in parmesan & egg on tagliatelle with bell pepper sauce / Tilapia in Parmesan-Ei-Hülle auf Tagliatelle mit Paprikasauce

Während man vor etwa einem Jahr den Tilapia, eine vor allem in Afrika vorkommende Buntbarsch-Art, hier kaum kannte, hat sich das Fleisch dieser Gattung in letzter Zeit scheinbar zum regelrechten “Modefisch” entwickelt. Auf jeden Fall wurde er auffallend häufig in letzter Zeit in unserem Betriebsrestaurant angeboten, man siehe nur hier oder hier. Ich muss aber zugeben, dass er mir auch lieber ist als Hoki, dessen Fleisch leider nur wenig Eigenaroma besitzt und bei weitem nicht so festfleischig ist wie der Tilapia. Und auch heute enttäuschte mich das angenehm große, von Eiern und ein wenig Parmesan umhüllte Stück Fischfilet nicht, denn es war dennoch zart, saftig und gehaltvoll. Bei der recht dünnen Paprikasauce, in der sich Stücke von roter und grüner Paprika fanden, fehlte mir jedoch etwas das fruchtige Aroma dieses Gemüses. Da hätte man etwas mehr draus machen können. Die Nudeln boten aber wiederum keinen Grund zur Kritik. Und auch der feste Milchreis mit seiner Decke aus fruchtiger, nicht zu süßer roter Grütze mit zahlreichen Fruchtstückchen sowie dem Klecks Schokocreme als Garnitur entsprach vollends meinen Erwartungen. Ich war mit meiner Wahl insgesamt zufrieden.
Bei den anderen Gästen lag das Fisch-Picatta – denn um ein solches handelte es sich ja – heute hoch in der Gunst, so dass der Tilapia sich heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Platz zwei belegte das Putensteak mit Honig-Pfeffersauce, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und den Pfannkuchen auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Tilapia in Parmesan-Ei-Hülle: ++
Paprikasauce: +
Tagliatelle: ++
Milchreis mit roter Grütze: ++

Picatta vom Tilapiafilet mit Tomaten-Kräutersugo & Spinat-Tagliatelle [11.02.2016]

Das Fisch-Special in unserem Betriebsrestaurant ging heute in die nächste Runde und mit einem Picatta vom Tilapiafilet mit Tomaten-Kräutersugo und Spinat-Tagliatelle stand auch eigentlich ein recht verlockendes Angebot auf dem Speiseplan. Eigentlich heißt so ein Gericht, bei dem Fleisch oder Fisch mit einer Ei-Parmesan-Hülle serviert wird ja Piccata, aber über solche Schreibfehler sehe ich gerne hinweg. 😉 Dagegen stand im Abschnitt Tradition der Region heute aber eine Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites und dieses Angebot reizte mich doch so sehr, dass ich mich zuerst in die lange Schlange einreihte, die sich bereits vor der zugehörigen Ausgabetheke gebildet hatte. Die anderen Gericht wie Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce oder Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce kamen heute nicht in die nähere Auswahl. Während ich in der Schlange stand und langsam vorrückte, passierte ich jedoch erneut die Vitrine, in der alle Gerichte des Tages ausgestellt waren und ich warf noch einen weitere Blick auf das Fisch-Picatta und ich änderte meine Entscheidung doch noch kurzfristig und wechselte in die etwas kürzere Schlange für das Tilapafilet. Auf ein Dessert verzichtete ich zwar, aber ein kleines Schälchen Krautsalat fand dennoch einen Platz auf meinem Tablett.

Tilapia picatta with tomato herb sauce & spinach tagliatelle / Picatta vom Tilapafilet mit Tomaten-Kräutersugo & Spinat-Tagliatelle

Das Filet vom Tilapa, übrigens einer Buntbarsch-Art, in seiner Ei-Parmesan-Hülle erwies sich nicht nur als angenehm groß, auch die Qualität des Fisch konnte mich überzeugen, denn das Fleisch war zart, saftig, grätenfrei und besaß einen angenehmen Eigengeschmack, der gut mit dem Geschmack der Panade harmonierte. Den Tagliatelle merkte man zwar kaum an, dass sie mit Spinat hergestellt worden waren, aber das wurde durch die sehr fruchtig und dank der Kräuter auch würzige, nicht zu dünnflüssige Tomatensauce alle Mal wett gemacht. Der Krautsalat, der auf bayrische Art mit Kümmelsamen und Speckwürfelchen angemacht war, passte mit seinem leicht säuerlichen Geschmack nicht ganz so gut zu dem milden Fischgericht, aber ich aß ihn einfach hinterher und nicht nebenbei, um die geschmackliche Inkompatibilität zu umgehen. Und das passte auch. 😉
Natürlich war es die Currywurst, die sich heute mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Aber das war auch nicht anders zu erwarten gewesen. Auf Platz zwei folgte aber schon das Tlapiafilet, den dritten Platz belegten heute die Asia-Gerichte und Platz vier hatten schließlich die Schinkennudeln inne.

Mein Abschlußurteil:
Piccata vom Tilapiafilet: ++
Tomaten-Kräutersugo: ++
Tagliatelle: ++
Krautsalat: ++