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Lachs mit grünem Spargel an Tagliatelle mit Zitronen-Basilikum-Sauce – das Rezept

Sunday, June 18th, 2017

Nachdem ich gestern noch die Reste meiner Hähnchenschenkel auf Tomatenreis von Fronleichnam verzehrt hatte, hatte ich mir für den heutigen Sonntag etwas besonderes ausgedacht. Ursprünglich wollte ich eigentlich nur Tagliatelle mit Zitronen-Basilikum-Sauce zubereiten, ein leichtes Sommergericht. Doch dazu schien mir Fisch besonders gut zu passen und etwas Gemüse fehlte mit auch noch, daher erweiterte ich meinen Plan und entschied mich, den Nudeln noch etwas Lachs und grünen Spargel hinzuzufügen. Und um das ganze noch abzurunden garnierte ich die Tagliatelle noch mit einigen frisch gerösteten Pinienkernen. Klingt vielleicht im ersten Moment nach einer großen Kochaktion, aber erfreulicherweise hielt sich der Aufwand tatsächlich in Grenzen, so dass ich den Sommertag nicht komplett in der Küche verbringen musste. Das zugehörige Rezept möchte ich natürlich, wie üblich, hier in gewohnter Form einmal vorstellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

400g Lachsfilet
01 - Zutat Lachsfilet / Ingredient salmon filet

12 Stangen grüner Spargel
02 - Zutat grüner Spargel / Ingredient green asparagus

eine Hand voll Pinienkerne
03 - Zutat Pinienkerne / Ingredient pine nuts

1 Bio-Zitrone (unbehandelt)
04 - Zutat Bio-Zitrone / Ingredient lemon

einige Stile Dill
05 - Zutat Dill / Ingredient dill

1/2 Bund frisches Basilikum
06 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

50g Parmesan
07 - Zutat Parmesan / Ingredient parmesan

200g Schlagsahne
08 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

25g Butter
09 - Zutat Butter / Ingredient butter

200g Tagliatelle
10 - Zutat Tagliatelle / Ingredient tagliatelle

sowie einige Tropfen Olivenöl für den Lachs
und etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit einen Topf mit Wasser zum blanchieren des Spargel aufzusetzen.
11 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring water in pot to a boil

Dann wenden wir uns dem Spargel zu und schneiden großzügig die holzigen Enden ab, um alle Stangen auf ungefähr die selbe Länge und die voraussichtliche Länge des Lachsfilets zu bringen.
12 - Spargel beschneiden / Cut asparagus

Anschließend schälen wir das untere Drittel der Spargelstangen, ggf. auch etwas mehr.
13 - Spargel schälen / Peel asparagus

Als nächstes waschen wir unsere Bio-Zitrone heiß ab, trocknen sie,
14 - Zitrone heiß abwaschen / Wash lemon with hot water

reiben die obere Schale mit Hilfe eines Zestenreißers ab
15 - Zitronenschale abreiben / Grate lemon peel

und pressen schließlich den Saft der Zitrone aus.
16 - Zitrone auspressen / Juice lemon

Spätestens jetzt sollte auch das Wasser kochen, so dass wir es salzen
17 - Wasser salzen / Salt water

und den Spargel darin für sechs bis sieben Minuten blanchieren können.
18 - Spargel blanchieren / Blanch asparagus

In der Zwischenzeit können wir die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldgelb anrösten,
19 - Pinienkerne anrösten / Brown pine nuts

den Parmesan reiben
20 - Parmesan reiben / Grate parmesan

und das Basilikum waschen und zerkleinern.
21 - Basilikum zerkleinern / Mince basil

Außerdem spülen wir den Lachs ab, tupfen ihn trocken
22 - Lachs abwaschen / Wash salmon

und schneiden ihn in zwei gleich große Stücke.
23 - Lachs halbieren / Half salmon

Den blanchierten Spargel lassen wir anschließend in einem Sieb abtropfen.
24 - Spargel abtropfen lassen / Drain asparagus

Außerdem beginnen wir, den Ofen auf 175Grad vorzuheizen.

Jetzt ziehen wir etwa 50cm Backpapier von der Rolle, schneiden es in zwei gleich große Stücke, legen die beiden Lachsfilet-Stücke mittig darauf und würzen sie mit Salz und Pfeffer. Eventuell können wir den Lachs auch noch mit etwas Zitronensaft beträufeln.
25 - Lachs mit Salz & Pfeffer würzen / Season salmon with salt & pepper

Dann bepinseln wir den Lachs mit etwas Olivenöl,
26 - Lachs mit Olivenöl bepinseln / Dredge salmon with olive oil

legen einige Dill-Fähnchen darunter und darauf,
27 - Dill auf Lachs legen / Put dill on salmon

geben jeweils 6 der blanchierten Spargelstangen auf die Lachsfilets
28 - Spargel dazu geben / Add asparagus

und verschließen die Päckchen dann mit etwas Küchengarn.
29 - Päckchen verschließen / Close pakets

Die fertigen Päckchen schieben wir dann in den Ofen und den Lachs über 20 bis 25 Minuten gar ziehen.
30 - Im Ofen garen / Poach in oven

Nachdem wir etwas frisches Wasser zum kochen der Nudeln aufgesetzt haben, zerlassen wir die Butter in der Pfanne,
31 - Butter in Pfanne zerlassen / Melt butter in pan

geben den Zitronenschalen-Abrieb,
31 - Zitronenschalen-Abrieb in Pfanne geben / Add lemon zest

etwa die Hälfte des Zitronensafts (bei Bedarf auch mehr)
32 - Zitronensaft dazu gießen / Add lemon juice

sowie das zerkleinerte Basilikum hinein
33 - Basilikum addieren / Add basil

und dünsten alles für einige Minuten bei gelegentlichem Rühren an.
34 - Alles andünsten / Braise

Das ganze löschen wir dann mit der Schlagsahne ab,
35 - Schlagsahne aufgießen / Add whipping cream

rühren den geriebenen Parmesankäse ein
36 - Parmesan einrühren / Stir in parmesan

und schmecken alles mit Salz und Pfeffer ab. Ich verwendete dabei Kräutersalz, was sehr gut dazu passte.
37 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Sobald das Wasser dann kocht, salzen wir es wiederum und kochen die Tagliatelle nach Packungsbeschreibung darin. Bei meinen Nudeln sollte das sechs Minuten dauern.
38 - Tagliatelle kochen / Cook tagliatelle

Die Sauce lassen wir in der Zwischenzeit auf reduzierter Stufe vor sich hin köcheln und rühren sie bei Gelegenheit immer wieder etwas um.
39 - Sauce köcheln lassen / Let simmer sauce

Die fertig gekochten Tagliatelle lassen wir in einem Sieb abtropfen
40 - Tagliatelle abtropfen lassen / Drain tagliatelle

und holen schließlich noch den Lachs mit Spargel aus dem Ofen
41 - Lachs aus dem Ofen nehmen / Take salmon from oven

um alles schließlich, die Tagliatelle mit der Sauce, zusätzlichem Parmesan, etwas Basilikum und den angerösteten Pinienkernen garniert, servieren und genießen zu können.
42 - Salmon with green aparagus on tagliatelle with lemon basil sauce - Served / Lachs mit grünem Spargel an Tagliatelle mit Zitronen-Basilikum-Sauce - Serviert

Die Tagliatelle mit ihrer sommerlich-frischen Zitronen-Basilikum-Sauce alleine waren schon sehr lecker, vor allem in Kombination mit dem würzigen Parmesan und den Pinienkernen, die dem Ganzen noch eine zusätzliche nussige Note gaben. Aber auch am in Pergament gegarten Lachsfilet, das unglaublich zart und saftig geworden war, gab es nicht auszusetzen und es passte wir vermutet wunderbar zum Zitronenaroma der Sauce. Die gut durchgarten, aber noch leicht knackigen grünen Spargelstangen rundeten das Gericht schließlich sehr gelungen ab. Den Lachs garnierte ich mir natürlich noch zusätzlich mit etwas Zitronensaft, das gehört meiner Meinung einfach dazu. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments, dass auch vom Aufwand her vollkommen überschaulich gewesen war. Ein wunderbares Sommergericht.

43 - Salmon with green aparagus on tagliatelle with lemon basil sauce - Side view / Lachs mit grünem Spargel an Tagliatelle mit Zitronen-Basilikum-Sauce - Seitenansicht

Ursprünglich hatte ich ja geplant gehabt, den Lachs über dem Nudelwasser zu pochieren, doch leider ist mir mein Bambus-Dämpfeaufsatz abhanden gekommen – keine Ahnung ob ich ihn verliehen oder nur verlegt habe. Aber auch im Ofen gegart erwies sich der Lachs als wunderbarer Genuss. Dass man für frischen Lachsloin in dieser Qualität hier in München leider mehr als 25 Euro hinblättern muss, nahm ich dabei billigend in Kauf. Für ein Sonntagsgericht geht das schon einmal. Ich bin nun mal kein Freund von TK-Lachs, denn diese Fischfilets neigen dazu, nach dem Auftauen bei der Zubereitung auseinander zu bröseln. Aber es muss natürlich kein Lachs sein, ich könnte mit auch gut Rotbarsch oder Zander zu den Zitronen-Basilikum-Tagliatelle vorstellen. Der Fanatasie sind diesem Rezept, wie so oft beim Kochen, also kaum Grenzen gesetzt.

Guten Appetit

Kokkinisto – Geschmortes Rindfleisch in pikanter Tomatensauce [06.02.2017]

Monday, February 6th, 2017

Diese Woche stand wieder ein kleines Special in unserem Betriebsrestaurant an, denn es sollte eine Griechische Woche mit jeweils einem anderes griechisches Gericht auf dem Speiseplan stattfinden. Und Griechisch lanciert zumindest in der Top 5 meiner Lieblingsessensherkunftsländer, man denke da nur an so leckere Dinge wie Gyros, Tzatziki oder Krautsalat, von Souvlaki, Stifado oder Moussaka mal ganz abgesehen. Den Anfang machte heute ein Kokkinisto – Geschmortes Rindfleisch in pikanter Tomatensauce und Strozzapreti, das im Bereich Globetrotter angeboten wurde. Über die Tatsache dass man die angekündigten Strozzapreti durch grüne Tagliatelle ersetzt hatte, sah ich großzügig hinweg. Außerdem standen be Vitality ein Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse, bei Tradition der Region Nürnberger Rostbratwürste mit Bratensauce, Sauerkraut und Kartoffelpüree, ein Zusatzangebot in Form einer Mini-Schweinshaxe mit Sauerkraut und Karotffelpüree sowie an der Asia-Thai-Theke Asiatische Gemüse, herzhaft gebraten, mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnussauce auf der heutigen Speisekarte. Aber wenn es schon mal griechische Spezialangebote gab, wollte ich es nicht versäumen dort zuzugreifen – auch wenn ich offen und ehrlich zugeben muss, dass ich vorher noch nie etwas von Kokkinisto gehört hatte, aber eine kurze Suche bei Google zeigte mir, dass es sich hier tatsächlich um eine griechische Version des Gulasch handelte und nicht um eine Erfindung unseres Betriebsrestaurants. 😉 Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen grüne Bohnen mit Kirschtomaten aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke, denn das war das einzige was zumindest einigermaßen zu diesem Gericht zu passen schien.

Kokkinisto

In der dunklen, durchaus würzigen und leicht tomatig-fruchtigen Sauce, die sich allerdings nicht ganz so pikant wie angekündigt erwies, fanden sich neben zahlreichen geschmorten Rindfleischstücken vor allem Möhrenstückchen. Bis auf die etwas exotischere Würze handelte es sich aber tatsächlich um nichts anderes als einen Rindergulasch, wobei ich allerdings feststellen musste dass die Fleischstückchen zwar mager, aber teilweise noch etwas zäh waren. Wahrscheinlich hatte man das Fleisch nach dem anbraten nicht lange genug auf niedriger Flamme geschmort. Letztlich führte dies dazu, dass ich hier leider nur ein gut, kein sehr gut vergeben kann. An den Tagliatelle gab es aber nichts auszusetzen. Und obwohl die Bohnen bereits etwas abgekühlt waren, erwiesen sie sich dennoch als noch leicht knackig und nicht zu sehr zerkocht, wobei sie außerdem gut gewürzt waren. Daher sehe ich hier mal knapp von einem Punktabzug ab. Insgesamt erwies sich das Kokkinisto aber als recht gelungenes Gericht und ich bereute es nicht, hier zugegriffen zu haben.
Der Gros der anderen Gäste war heute allerdings weniger dazu bereit gewesen, mal etwas neues auszuprobieren und hatte zu den Nürnberger Rostbratwürstchen gegriffen, die daher großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich beanspruchen konnten. Aber zumindest auf dem zweiten Platz konnte sich das Kokkinisto noch retten, auch wenn ihm die Asia-Thai-Gerichte eng auf dem Fersen waren. Die Schweinshaxe schließlich, der ich eigentlich auch großes Potential zugebilligt hatte, landete schließlich gemeinsam mit dem Kartoffel-Lauch-Geröstel auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kokkinisto: +
Tagliatelle: ++
Grüne Bohnen: ++

Saltim Bocca vom Kabeljau mit Peperonata & grünen Tagliatelle [27.01.2017]

Friday, January 27th, 2017

Nachdem ich bereits am Mittwoch auf ein Gericht Fisch- und Meeresfrüchte verzichtet hatte, wollte ich zumindest heute am Freitag etwas mit diesem wichtigen Eiweißlieferanten zu mit nehmen. Und mit Saltim Bocca vom Kabeljau mit Peperonata und grünen Tagliatelle fand sich im Bereich Globetrotter auch ein passendes Gericht, das erfreulicherweise von der sonst üblichen Kombination Fisch mit Kartoffelsalat deutlich abwich. Die Alternativen wie ein Japanisches Ingwersteak mit Honigkarotten und Kartoffelplätzchen bei Vitality, den Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region oder die die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane und Pad Pieew Wan – Schweinfleisch süß-sauer mit Ananas, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln nahm ich nicht in die nähere Auswahl. Zum Fisch nahm ich mir noch ein Schälchen Krautsalat aus dem heutigen Angebot der Salattheke.

Saltim Bocca vom Kabeljau mit Peperonata & grünen Tagliatelle

Das angenehm große Stück zarten und saftigen Kabeljaufilet war, wie beim Saltimbocca üblich, mit Salbeiblättern garniert und anschließend mit Speckstreifen umwickelt worden, was sich auch beim Fisch als sehr gelungene Kombination erwies. Dazu die grünen Tagliatelle, die man mit einer fruchtigen Paprikasauce garniert hatte komplettierten das Ganze zu einem sehr leckeren Gericht. Nur vom Krautsalat war ich heute leider etwas enttäuscht, denn das Kraut war teilweise noch viel zu hart und von der sonst üblichen süß-säuerlichen Sauce war kaum etwas vorhanden. Essbar, aber ich weiß dass man diese Salatzubereitung hier deutlich besser herstellen kann.
Wenn man sich bei den anderen Gästen umsah, konnte man erkennen das auch hier die meisten Leute offensichtlich zum Kabeljau gegriffen hatte, womit ich diesen Angebot den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Aber der Vorsprung zum ebenfalls gern gewählten Ingwersteak, das somit auf Platz zwei landeten, war nicht allzu groß. Den dritten Platz belegten schließlich die Asia-Gerichte und auf einem guten Platz vier landete der Apfelstrudel mit Vanillesauce.

Mein Abschlußurteil:
Kabejau-Saltimbocca: ++
Peperonata: ++
Tagliatelle: ++
Krautsalat: +/-

Lachs mit Blattspinat im Blätterteig an Tagliatelle in Weißweinsauce [10.08.2016]

Wednesday, August 10th, 2016

Heute fanden sich gleich mehrere durchaus interessant klingende Angebote auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Zum einen gab es Gebackenen Camembert mit Preiselbeeren und einem Sommersalat mit Joghurtdressing bei Globetrotter, dann einen Schwabenteller – Zwei Minutensteaks vom Schwein mit Schwammerlsauce, Röstzwiebeln und Käsespätzle bei Tradition der Region sowie schließlich Lachs mit Blattspinat im Blätterteig an Tagliatelle in Weißweinsauce bei Vitality. Außerdem bot man ein Kotelette mit Preiselbeeren und Spätzle als Zusatzangebot an, wobei es sich hier wohl um Reste vom Montag handelte. Nur die Asia-Thai-Gerichte weckten heute weniger Interesse bei mir. Und ich war lange hin und her gerissen, vor allem zwischen Lachs und Schwabenteller, entschied mich dann aber doch für das Fischgericht. Das sollte mir dann auch für heute reichen, auf weiteres Gemüse, Salat oder Dessert verzichtete ich.

Salmon with leaf spinach in puff pastry & tagliatelle in white wine sauce /  Lachs mit Blattspinat im Blätterteig an Tagliatelle in Weißweinsauce

Bei den Tagliatelle musste man die Weißweinsauce etwas suchen und ich hatte zu Beginn schon befürchtet man hätte sie vergessen, doch sie war glücklicherweise nur bis zum Boden durchgesickert und besaß auch ein angenehmes leichtes Wein-Aroma, um die Nudeln wie gewünscht aufzuwerten. Viel wichtiger als die Tagliatelle war aber natürlich der mit Haut gebackene Lachs, der mit einer großzügigen Portion gut gewürzten und mit etwas Zwiebeln versetzten Blattspinats in einer großen Blätterteigrolle gebacken und dann in etwa zwei Finger breite Scheiben geschnitten worden war. Das Lachs dabei war schön saftig und zart geblieben und auch der umgebende Blätterteig war angenehm frisch und knusprig. Da gab es aus meiner Sicht absolut nichts zu meckern, zumal die Portion auch absolut ausreichte, um satt zu werden. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Die Geschmäcker der anderen Gäste waren heute sehr durchwachsen und es war schwierig, eine klare Reihenfolge in der allgemeinen Beliebtheit festzulegen. Ich würde dem Schwabenteller aber mit knappen Vorsprung den ersten Platz zubilligen, um den zweiten Platz lieferten sich Lachs und Camembert ein enges Kopf an Kopf Rennen, das meine Meinung nach knapp der Lachs im Blätterteig für sich entscheiden konnte – womit der Camembert auf Platz drei landete. Zwischen Kotelett und Asia-Gerichten konnte ich schließlich keinen Favoriten mehr ausmachen, weswegen ich beiden Platz vier zubillige.

Mein Abschlußurteil:
Lachs mit Blattspinat im Blätterteig: ++
Tagliatelle: ++
Weißweinsauce: ++

Tilapia in Parmesan-Ei-Hülle auf Tagliatelle mit Paprikasauce [11.03.2016]

Friday, March 11th, 2016

Heute war ich was das zu wählende Gericht in unserem Betriebsrestaurant etwas zwiegespalten, denn sowohl das Putensteak mit Kartoffel-Selleriestampf in Honig-Pfeffersauce im Abschnitt Vitality, dass ich schon häufig gewählt hatte und bei dem ich nie enttäuscht worden bin, als auch das Tilapia in Parmesan-Ei-Hülle auf Tagliatelle mit Paprikasauce bei Globetrotter das so meines Wissens noch nie angeboten worden war, besaß seinen Reiz. Die 3 Stück Quarkpfannkuchen mit Waldbeeren und Vanillesauce bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce weckten wiederum kein großes Interesse bei mir. Letztlich siegte die Neugier über das Traditionsbewußtsein und ich griff zum Fischgericht. Dazu gesellte sich noch Becherchen Milchreis mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Tilapia coated in parmesan & egg on tagliatelle with bell pepper sauce / Tilapia in Parmesan-Ei-Hülle auf Tagliatelle mit Paprikasauce

Während man vor etwa einem Jahr den Tilapia, eine vor allem in Afrika vorkommende Buntbarsch-Art, hier kaum kannte, hat sich das Fleisch dieser Gattung in letzter Zeit scheinbar zum regelrechten “Modefisch” entwickelt. Auf jeden Fall wurde er auffallend häufig in letzter Zeit in unserem Betriebsrestaurant angeboten, man siehe nur hier oder hier. Ich muss aber zugeben, dass er mir auch lieber ist als Hoki, dessen Fleisch leider nur wenig Eigenaroma besitzt und bei weitem nicht so festfleischig ist wie der Tilapia. Und auch heute enttäuschte mich das angenehm große, von Eiern und ein wenig Parmesan umhüllte Stück Fischfilet nicht, denn es war dennoch zart, saftig und gehaltvoll. Bei der recht dünnen Paprikasauce, in der sich Stücke von roter und grüner Paprika fanden, fehlte mir jedoch etwas das fruchtige Aroma dieses Gemüses. Da hätte man etwas mehr draus machen können. Die Nudeln boten aber wiederum keinen Grund zur Kritik. Und auch der feste Milchreis mit seiner Decke aus fruchtiger, nicht zu süßer roter Grütze mit zahlreichen Fruchtstückchen sowie dem Klecks Schokocreme als Garnitur entsprach vollends meinen Erwartungen. Ich war mit meiner Wahl insgesamt zufrieden.
Bei den anderen Gästen lag das Fisch-Picatta – denn um ein solches handelte es sich ja – heute hoch in der Gunst, so dass der Tilapia sich heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Platz zwei belegte das Putensteak mit Honig-Pfeffersauce, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und den Pfannkuchen auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Tilapia in Parmesan-Ei-Hülle: ++
Paprikasauce: +
Tagliatelle: ++
Milchreis mit roter Grütze: ++