Tandoori Glasnudel-Curry mit Hähnchen – das Rezept

Nachdem ich gestern noch Reste von meiner Paprika-Möhrensuppe mit Hackfleischgeröstl hatte, war es am heutigen Sonntag mal wieder an der Zeit selbst zu kochen. Das gab mir die Gelegenheit mal das Glasnudel-Curry auszuprobieren, das ich vor kurzem bei kochkarusell.de entdeckt hatte. Aber einfach nur 1:1 nachkochen ist natürlich langweilig, daher entschied ich mich dazu das ursprünglich vegetarische Rezept durch ein paar Hähnchenbrustwürfel zu ergänzen und noch einen Bund Frühlingszwiebeln mit zu verarbeiten. Außerdem erhöhte ich die Menge von 2 auf 4 Portionen. Dabei fiel mir auf, dass sich vor allem die Menge der verwendeten Flüssigkeit hier nicht synchron erhöht – viel mehr kam ich bei doppelter Nudelmenge mit nur wenig mehr Kokosmilch vollkommen aus. Und auch beim Gemüse kam ich mit deutlich weniger als angegeben aus. Aber das nur am Rande erwähnt.
Dabei ist es schon ewig her dass ich das letzte Mal ein Gericht mit Glasnudeln gekocht habe und mit Udon-Nudeln hatte ich noch nie etwas zubereitet – beides sind ja auch nicht gerade Zutaten die man ständig vorrätig hat. Aber im gut sortierten Supermarkt, im Asia-Laden oder aber über das Internet ist es auch kein allzu großes Problem an diese Dinge heranzukommen. So entstand also heute dieses wunderbar cremige und leckere, leicht exotische Currygericht, das ich nun mit diesem Beitrag einmal in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

230g Möhren
01 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

2 Paprika – rot und grün (insgesamt ca. 300g)
02 - Zutat rote & grüne Paprika / Ingredient red & green bell pepper

1 Bund Frühlingszwiebeln
03 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

450g Hähnchenbrustfilet
04 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

200g Glasnudeln
05 - Zutat Glasnudeln / Ingredient glas noodles

200g Udon-Nudeln
06 - Zutat Udon-Nudeln / Ingredient udon noodles

500ml Kokosnussmilche
07 - Zutat Kokosnussmilch / Ingredient coconut milk

400ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

4-5 Esslöffel Tandoori-Curry
09 - Zutat Tandoori-Curry / Ingredient tandoori curry

2-3 Esslöffel Sriracha-Sauce
10 - Zutat Sriracha-Sauce / Ingredient sriracha sauce

2 Esslöffel Paprika edelsüß
11 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

sowie etwas Sesam- oder Kokosöl zum braten
und ggf. etwas Salz und Pfeffer zum würzen des Hähnchens

Wie üblich beginnen wir auch hier natürlich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

und schneiden sie in Stifte,
13 - Möhren in Stifte schneiden / Slit carrots

waschen die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe
14 - Frühlingszwiebel in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

und waschen, vierteln und entkernen schließlich noch die beiden Paprika
15 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

um sie anschließend in kleine Würfel zu schneiden.
16 - Paprika in Würfel schneiden / Dice bell pepper

Außerdem waschen wir die Hähnchenbrust, trocknen sie
17 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breasts

und schneiden sie mundgerechte Stücke
18 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breast

die wir – und das ist optional – rundherum mit etwas Pfeffer und Salz würzen.
19 - Hähnchenbrustwürfel salzen &  pfeffern / Season diced chicken with salt & pepper

Dann erhitzen wir einen Schuss Öl unserer Wahl – ich hatte mich für Sesamöl entschieden – auf leicht erhöhter Stufe in einer Pfanne oder einem Wok
20 - Sesam-Öl in Wok erhitzen / Heat sesame oil in wok

und geben die Hähnchenbrustwürfel hinein
21 - Hähnchenbrustwürfel in Wok geben / Put chicken dices in wok

die wir rundherum scharf anbraten
22 - Hähnchenbrust rundherum anbraten / Fry chicken dices

und dann erst mal wieder entnehmen und bei Seite stellen.
23 - Hähnchenbrust entnehmen & bei Seite stellen / Remove & put aside diced chicken

Nachdem wir die Wärmezufuhr auf mittlere Stufe reduziert haben, geben wir Möhren und Paprika in den Wok,
24 - Möhren & Paprika in Wok geben / Put carrots & bell pepper in wok

dünsten wir für vier bis fünf Minuten bei gelegentlichem rühren an
25  -Gemüse andünsten / Braise vegetables

und bestreuen dann alles mit dem Paprikapulver, dem Tandoori-Curry
26 - Gemüse mit Paprika & Tandoori Curry bestäuben / Dredge vegetables with paprika & tandoori curry

sowie der Sriracha-Sauce.
27 - Sriracha-Sauce addieren / Add sriracha sauce

Das Ganze vermengen wir gründlich mit dem Gemüse, dünsten es für ein bis zwei Minuten weiter mit an
28 - Gewürze mit andünsten / Braise seasonings

und löschen es dann sowohl mit der Kokosnussmilch
29 - Mit Kokosmilch ablöschen / Deglaze with coconut milk

als auch der Gemüsebrühe ab.
30 - Gemüsebrühe dazu geben / Add vegetable broth

Dabei sollten wir aber auch nicht – so wie ich fast 😉 – die Frühlingszwiebeln vergessen und fügen sie noch eben hinzu.
31 - Frühlingszwiebeln einstreuen / Add scallions

Alles verrühren wir gut miteinander und lassen es kurz aufkochen,
32 - Verrühren & aufkochen lassen / Stir & bring to a boil

um anschließend die Glasnudeln
33 - Glasnudeln in Wok geben / Put glas noodles in wok

und die Udon-Nudeln dazu zugeben.
34 - Udon-Nudeln addieren / Add Udon noodles

Die Nudeln vermischen wir gründlich mit dem Gemüse und der Sauce, lassen sie auf leicht reduzierter Stufe drei bis vier Minuten bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln – das reicht bei diesen Nudelvarianten zum garen vollkommen aus –
35 - Vermischen & köcheln lassen / Mix & simmer

und geben zuletzt noch die angebratenen Hähnchenbrustwürfel zurück in den Wok,
36 - Hähnchenbrustwürfel dazu geben / Add chicken dices

die wir ebenfalls gründlich unter die Nudeln und das Gemüse unterheben und wieder heiß werden lassen.
37 - Vermischen & Hähnchen heiß werden lassen / Mix & let chicken get hot again

Das bietet uns die Gelegenheit, das Gericht noch einmal final mit Tandoori, Paprika und Sriracha abzuschmecken.
38 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Anschließend können wir unser Glasnudel-Curry, eventuell garniert mit einigen frischen Frühlingszwieel-Ringen, auch schon servieren und genießen.
39 - Tandoori glas noodles curry with chicken - Served / Tandoori Glasnudel-Curry mit Hähnchen - Serviert

Es war wirklich faszinierend, wie viel Flüssigkeit diese Glasnudeln in sich aufnehmen können, denn von den 900ml Kokosmilch und Brühe war nichts mehr übrig, alles hatte sich offensichtlich in den Nudeln manifestiert, was dem Gericht wohl seine unglaubliche Cremigkeit verlieh. Und die Udon-Nudeln sorgten für zusätzlichen Biss. Aber was wäre eine Cremige Konsistenz und den richten Geschmack? Und hier kommen das Tandoori-Curry und die Sriracha-Sauce ins Spiel, welche für eine sehr leckere und deutlich pikante Würze sorgten. Das noch leicht knackige Gemüse und die zarten und saftigen Hähnchenbrustwürfel komplettierten das Gericht schließlich noch und machten dieses Glasnudel-Curry zu einem der leckersten Currys die ich seit längerer Zeit gekocht habe. Ein sehr empfehlenswertes Rezept, dass mit Sicherheit auch ohne Fleisch in seiner vegetarischen Variante ebenso schmackhaft ist. Kann ich vorbehaltlos weiter empfehlen und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal bei mir auf dem Tisch gestanden haben – wobei ich natürlich jetzt bereits überlege ob ich es nicht noch durch eine größere Bandbreite an Gemüsesorten oder irgend welche andere Variationen zusätzlich optimieren kann. Sollte dem so sein, werde ich hier natürlich darüber berichten. 😉

40 - Tandoori glas noodles curry with chicken - Side view / Tandoori Glasnudel-Curry mit Hähnchen - Seitenansicht

Guten Appetit

Tandoori vom Seelachs mit Asiagemüse & Kokosreis [18.05.2018]

Wie bei früheren Specials in unserem Betriebsrestaurant wurde auch das dieswöchige Spargel-Special am Freitag leider nicht fortgesetzt. Dennoch gab es heute Gerichte auf der Speisekarte, die etwas aus der sonstigen Alltagsküche hervortraten. Neben dem Caesar Salad – Römersalat mit Hühnerfleisch, Speck und Croutons bei Vitality vor allem das Tandoori vom Seelachs mit Asiagemüse und Kokosreis bei Globetrotter. Daneben verblassten die anderen Angebote wie Frisch gebratenes Gemüse in Austernsoße oder Moo Pad Praw Wan – Schweinefleisch mit Gemüse in Kokosmilch und rotem Curry an der Asia-Wok-Theke, dem Germknödel mit Vanillesauce bei Tradition der Region oder dem Zusatzangebot in Form von Schweinegeschnetzelten mit Butternudeln. Und da ich ein gutes Curry immer einem Salat vorziehe, griff ich letztlich zum Seelachs-Tandoori.

Coalfish tandoori with asia vegetables &  coconut rice / Tandoori vom Seelachs mit Asiagemüse & Kokosreis

Das Curry selbst machte zwar visuell nicht allzu viel her – vor allem war es mit etwas zu viel Sauce – aber geschmacklich fand ich es dennoch überaus gut gelungen. Die Tandoori-Gewürzmischung gab dem Gericht aus Seelachswürfeln und Asia-Gemüse, vor allem Streifen von Möhren sowie Asia-Pilzen, einen sowohl vollmundiges als auch schön scharfes Aroma. Und ich spreche nicht nur von einer massenkompatblen Schärfe, wie sie viele Gerichte hier in diesem Betriebsrestaurant besitzen, sondern von etwas deutlich stärkeren. Ein sehr leckeres Curry, zu dem natürlich Basmati-Reis als Sättigungsbeilage gehörte. Von Kokos schmeckte ich daran zwar nichts, aber ich will nicht ausschließen dass das Tandoori-Aroma dieses einfach übertünchte, denn ich vermischte Reis und Curry vor dem Verzehr. Kein Hingucker, dieses Seelachs-Tandoori, aber trotzdem sehr schmackhaft. Ich war zumindest zufrieden.
Den Kampf um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala fochten heute das Tandoori vom Seelachs und der Caesar Salad in einem engen Kopf an Kopf Rennen aus. Mit einem hauchdünnen Vorsprung gewann aber letztlich das Fischcurry. Auf dem dritten Platz folgten die Asia-Gerichte, gefolgt vom Schweinegeschnetzelten aus dem Sonderangebot auf Platz vier und dem Germknödel knapp dahinter auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Tandoori vom Seelachs: ++
Kokosreis: ++

Tandoori vom Strauß mit Jasminreis [18.05.2017]

Die Spargelwoche ging auch am heutigen Donnerstag weiter und mit Frischem Spargel mit Schwarzwälder- und Wachholderschinken, zerlassener Butter und Salzkartoffeln stand auch eine klassische Variante dieses Gemüses auf der Speisekarte, das mich wirklich reizte. Ich war drauf und dran, bei diesem Angebot zuzugreifen, dann aber entdeckte ich im Abschnitt Globetrotter das Tandoori vom Strauß mit Jasminreis und überlegte kurz, dass Fleisch vom Laufvogel Strauß eindeutig exklusiver war als schnöder Spargel. Also änderte ich meine Entscheidung kurzfristig und griff dort zu. Zugegegeben: Das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Schmorzwiebeln und Country Potatoes bei Tradition der Region besaß natürlich auch seinen gewissen Reiz, aber so etwas kriegt man in unserem Betriebsrestaurant ja mit wiederkehrender Regelmäßigkeit. An der Asia-Thai-Angeboten wie Gebackene Ananas und Banane oder Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce hatte ich weniger Interesse. Zum Strauß-Tandoori gesellte sich aber noch ein Schälchen mit Erbsen und Möhren aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Ostrich tandoori with jasmin rice / Tandoori vom Strauß mit Jasminreis

Hinter dem Begriff TandoorI versteht man in der indischen Küche vor allem im Ofen zubereitete Gerichte, die aber nicht gezwungenermaßen mit der zugehörigen Gewürzmischung Tandoori Masala aus gemörserten Chilis, Kreuzkümmel und Koriandersamen mariniert sein müssen. Ich bezweifle jedoch, dass man dieses Gericht hier in einem dieser Tandur-Holzkohleöfen zubereitet hatte, viel mehr sah es wie ein typisches Curry oder ein Gulasch aus, in dem sich neben etwas Möhren und Zwiebeln vor allem einige große und viele kleine Stücke des Straußenfleischs fanden. Die Sauce war dabei nur leicht pikant und eher etwas süßlich, sprich nicht so wie ich es von einem Tandoori-Gericht erwartet hätte, aber trotzdem irgendwie ganz lecker. Dabei war das für Geflügel farblich recht dunkel geraten, eher wie Wild, aber sowohl was die zarte und saftige Konsistenz als auch den Geschmack anging konnte es wirklich überzeugen. Dabei kann ich den Geschmack nicht wirklich beschreiben, er erinnert weniger an typsiches Geflügel, sondern hat irgendwie eine eigene Note. Muss man glaube ich probiert haben, um das zu verstehen – mit jedenfalls hat es gut geschmeckt. Gemeinsam mit dem leicht klebrigen Jasminreis eine überaus schmackhafte Curry-Zubereitung, die durch die knackigen Erbsen und die leider bereits ein klein wenig zerkochten Möhren gelungen ergänzt wurden.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lag heute natürlich das klassische Holzfällersteak ganz vorne und konnte sich unangefochten den ersten Platz sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich den Spargel, der aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den drittplatzierten Asia-Gerichten besaß. Mit geringem Abstand folgte dann das Straußen-Tandoori auf einem guten vierten Platz. Ich hatte ja etwas mehr Experimentierfreude von meinen “Mitessern” erwartet, zumal Strauß inzwischen ja auch nicht mehr so exotisch ist, aber die Volksmeinung hatte gezeigt, dass man wohl doch lieber zu dem greift, was man kennt. 😉

Mein Abschlußurteil:
Tandoori vom Strauß: ++
Jasminreis: ++
Erbsen: ++
Möhren +

Fischpfanne Tandoori mit Kokosreis [03.03.2017]

Nachdem ich gestern wegen eines Technikertermins und Homeoffice das Mittagessen in unserem Betriebsrestaurant leider verpasst hatte, war heute wieder ein normales Mittagessen zur üblichen Zeit angesetzt. Auf der Speisekarte fanden sich ein Mexikanischer Tortillawrap mit Hackfleischfüllung, Sour Creme und Salat im Abschnitt Vitality, ein Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region, im eine Fischpfanne Tandoori mit Kokosreis odder Naan Brot und indischer Joghurtsauce bei Globetrotter und schließlich Gebackene Ananas und Banane sowie San Seit Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce an der Asia-Thai-Theke. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen und griff ohne großes Zögern zur Fischpfanne Tandoori, die ich mir – obwohl das frische Naan wirklich gut aussah – mit Reis servieren ließ.

Fish tandoori / Fischpfanne Tandoori

Die Zubereitung des Currys, wenn man es so nennen darf, bestand aus vielen Karottenscheiben, sowie einigen Fischwürfeln, ich meine es war Seelachs, und Meeresfrüchten, die in einer würzigen, leicht scharfen und gleichzeitig fruchtigen Tomaten-Joghurtsauce mit dem typischen Tandoori-Aroma serviert worden war. Hätte zwar gerne etwas mehr Fisch und/oder Meeresfrüchte in der Zubereitung seien können, aber prinzipiell sehr lecker. Dazu passte natürlich gut die mehr als ausreichend große Portion Reis mit leichter Kokosnote. Ich konnte mit meiner Entscheidung zufrieden sein.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sah es zuerst so aus, als würde die Tandoori-Fischpfanne hier einen klaren Sieg erringen, doch der Mexikanische Wrap erfreute sich auch sehr großer Beliebtheit und konnte schließlich das indische Fischgericht um eine knappe Nasenlänge überrunden und somit auf Platz zwei verdrängen. Auf dem dritten Platz lag der Apfelstrudel und knapp dahinter auf Platz vier schließlich die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Fischpfanne Tandoori: ++
Kokosreis: ++

Tandoori-Pute in raffinierter Joghurt-Sauce – das Rezept

Dieses Mal stand mal wieder ein indisch angehauchtes Gericht auf meinem Speiseplan, das vor allem wegen der Art der Zubereitung mein Interesse erweckte. Der größte Teil der Zubereitung findet nämlich dabei schon am Vortag des eigentlichen Verzehrs statt und man brauch es dann nur noch in den Ofen zu schieben und eine Sättigungsbeilage – in meinem Fall Basamti-Reis – dazu kochen. Außerdem reizte mich die Tandoori-Joghurtsauce, von der ich mir geschmacklich viel erwartete und nicht enttäuscht werden sollte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

500g Putenfilet
01 - Zutat Putenfilet / Ingredient turkey filet

1 große rote Paprika (mind. 280-300g)
02 - Zutat rote Paprika / Ingredient red bell pepper

1 größere Gemüsezwiebel
03 - Zutat Gemüsezwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

200g Natur-Joghurt
05 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

200g Schmand
06 - Zutat Schmand / Ingredient sour cream

200g Kokosmilch
07 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

4-5 Teelöffel Tandoori-Gewürzmischung
08 - Zutat Tandoori / Ingredient tandoori

3 Esslöffel Erdnuss-Öl
14 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

2 Esslöffel Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1 Brühwürfel
09 - Zutat Brühwürfel / Ingredient stock cube

einige Spritzer Zitronensaft
10 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

220g Basmati-Reis
11 - Zutat Basamti-Reis / Ingredient basamati rice

etwas Butter
06 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie einige Chiliflocken zum zusätzlichen Würzen

Beginnen wir wie üblich mit den Vorbereiten der einzelnen Zutaten. Dazu ziehen wir die Zwiebel ab, halbieren sie und schneiden sie in Ringe.
12 - Zwiebel in Ringe schneiden / Cut onion in rings

Außerdem waschen wir die Paprika,
13 - Paprika waschen / Wash bell pepper

entkernen sie
14 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und schneiden sie in mundgerechte Stücke.
15 - Paprika zerkleinern / Mince bell pepper

Schließlich waschen wir auch das Putenfilet, tupfen es trocken
16 - Putenfilet waschen / Wash turkey filet

und schneiden es in Streifen.
17 - Putenfilet in Streifen schneiden / Cut turkey stripes in pan

In einer Pfanne erhitzen wir dann 2 Esslöffel Erdnussöl
18 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil in pan

und dünsten zuerst die Zwiebelringe darin an, bis sie beginnen leicht glasig zu werden,
19 - Zwiebelringe andünsten / Braise onion rings

um anschließend die Paprikastücke hinzuzufügen
20 - Paprika addieren / Add bell pepper

Schließlich pressen wir die beiden Knoblauchzehen ebenfalls in die Pfanne, dünsten sie kurz mit an,
22 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

streuen dann die vier Teelöffel Tandoori darüber,
23 - Tandoori einstreuen / Add tandoori

geben den halben Brühwürfel hinzu
24 - Brühwürfel addieren / Add stock cube

und dünsten alles für einige Minuten mit an, bis der Tandoori sein Aroma freigibt.
25 - Tandoori andünsten / Braise tandoori

Nun geben wir ca. 100ml Wasser hinzu,
26 - Wasser dazu gießen / Add water

lassen alles kurz aufkochen und anschließend für fünf bis sieben Minuten vor sich hin köcheln, so dass sich der Sud etwas reduziert,
27 - Köcheln lassen / Let simmer

und entnehmen schließlich alles aus der Pfanne, um es bei Seite zu stellen.
28 - Sud aus Pfanne entnehmen / Remove brew from pan

Unter Zugabe des dritten Esslöffels Erdnussöl geben wir nun die Putenfilet-Streifen in die Pfanne
29 - Putenstreifen in Pfanne geben / Put turkey stripes in pan

und braten sie rundherum an. Anschließend stellen wir auch sie bei Seite.
30 - Putenstreifen rundherum anbraten / Fry turkey stripes all around

Wenden wir uns nun der zubereitung der Joghurt-Sauce zu. Dazu geben wir den Sud aus Zwiebeln, Paprika und Tandoori in ein größeres Behältnis, bröseln den anderen halben Brühwürfel hinein,
31 - Brühwürfel hinzu bröseln / Add stock cube

streuen die beiden Esslöffel Mehl hinein – diese sollen später verhindern dass der Joghurt flockt –
32 - Mehl hinzufügen / Add flour

verrühren alles gründlich miteinander
33 - Gründlich verrühren / Mix well

und würzen es dabei auch gleich mit einer großzügigen Portion Chiliflocken.
34 - Mit Chiliflocken würzen / Taste with chili flakes

Dann geben wir den Joghurt hinzu,
35 - Joghurt hinzufügen / Add yoghurt

addieren den Schmand,
36 - Schmand addieren / Add sour cream

gießen die Kokosnussmilch darüber
37 - Kokosmilch dazu gießen / Add coconut milk

und verrühren alles gründlich miteinander, wobei wir es ggf. noch einmal mit etwas Tandoori und Chiliflocken
38 - Gründlich verrühren & abschmecken / Mix well & taste with seasonings

sowie einigen Spritzern Zitronensaft abschmecken.
39 - Zitronensaft addieren / Add lemon juice

In eine Auflaufform – an besten eine mit Deckel – geben wir nun die angebratenen Putenstreifen
40 - Fleisch in Auflaufform geben / Put turkey in casserole

gießen die Joghurt-Sauce darüber
41 - Joghurtsauce darüber gießen / Add yoghurt sauce

und vermischen beides miteinander, bevor wir es abgdeckt über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
42 - Vermischen / Mix

Am nächsten Tag heizen wir den Ofen auf 180 Grad vor und backen die Tandoori-Pute in Joghurtsauce, mit dem Deckel abgedeckt, darin für ca. 40 Minuten. Sollten wir eine offene Auflaufform verwendet haben, können wir diese auch mit Alufolie abdecken.
43 - Im Ofen backen / Bake in oven

Nach etwa der Hälfte dieser Zeit geben wir etwa 600ml Wasser, bringen es zum kochen,
44 - Wasser in Topf erhitzen / Bring water to boil

versehen es mit einem gehäuften Esslöffel Salz
45 - Wasser salzen / Salt water

und geben schließlich den Basmati-Reis hinein, um ihn gemäß Packungsbeschreibung auf verminderter Stufe zu kochen. Bei mir sollte sie 8-9 Minuten dauern.
46 - Reis kochen / Cook rice

Ist der Reis schließlich fertig gekocht, gießen wir ggf. überschüssiges Wasser ab und rühren ein Stück Butter ein, um den Geschmack zu verfeinern.
47 - Butter einrühren / Stir in butter

Schließlich entnehmen wir die Auflaufform aus dem Ofen
48-Fertig-gebacken

49-Fertig-gebacken-2

und können das fertige Gericht danach sofort servieren und genießen.
50 - Tandoori turkey in youghurt sauce - Served / Tandoori-Pute in Jooghurtsauce - Serviert

Nicht nur dass die Putenfilet-Stücke wunderbar zart geworden waren, auch die würzige Joghurt-Sauce mit ihrem typischen Tandoori-Aroma erwies sich als ein wahrer Genuss. Dazu passten sehr gut die Paprikawürfel und noch mehr die ebenfalls wunderbar zarten Zwiebelringe. Die Sauce selbst war für meinen persönlichen Geschmack zwar ein klein wenig zu dünnflüssig, aber da werde ich beim nächsten Mal einfach noch etwas mehr Mehl verwenden, denn dieses verhindert nicht nur das Flocken des Joghurts, sondern bindet auch die Sauce sehr gut. Gemeinsam mit dem Reis ein wunderbar exotisches Geflügelgericht mit großartigen Aroma. Ich war zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments und kann das Rezept vorbehaltlos weiter empfehlen.

51 - Tandoori turkey in youghurt sauce - Side view / Tandoori-Pute in Jooghurtsauce - Seitenansicht

Guten Appetit