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LSD – Lieder statt Donnerstag

Wednesday, January 31st, 2007

Gestern zog es uns ins Kassablanca am Westbahnhof zur Veranstaltung LSD – Lieder statt Donnerstag – eigentlich eine Veranstaltung des Theaterhauses, welche jedoch im Rahmen der Zusammenarbeit im o.g. Kassablanca am Westbahnhof stattfand.

War nicht nicht so ganz sicher was ich zu erwarten hatte, immerhin handelte es sich dabei um meinen ersten Besuch überhaupt im Kassablanca. Dieses befindet sich hinter dem Westbahnhof in einem alten Bahngebäude bzw. -schuppen noch hinter dem eigentlichen Westbahnhof (sh. auch hier). Alleine der Weg bis zum Eingang war etwas abenteuerlich, denn man mußte am Bahnhof vorbei über einen Feldweg bis zu einem behelfsmässig aussehenden Steg, zu dem eine ebenso behelfsmässige Treppe hinauf führte und erreichte darüber den mit Sprayings verzierten Eingang.

Aber ich wollte ja von der Veranstaltung schreiben, nicht von dem Weg dorthin.
Der Eintritt kostete 5 Euronen und wir mußten zusätzlich an einem Automaten eine Nummer ziehen, für eine spätere “Überraschung“. Für evtl. spätere Interessenten will ich nicht zu viel über das eigentliche Theaterstück – denn als solches kann man es wohl bezeichnen – erzählen. Es spielt in einem Bürgeramt oder Ortsamt einer beliebigen Stadt, wobei hier die Münzung auf Jena doch etwas auffiel. Ein langweiliger und tröger Ort, an dem Charaktere aus allen möglichen Schichten zusammen. Es wird auf jeden Fall, wie der Titel schon vermuten lässt, viel gesungen – teilweise auch etwas schräg- was aber meiner persönlichen Meinung nach eher ins Konzept passte, als das es störte. Etwas daß man noch erwähnen sollte ist die verstärkte Publikumsinteraktion. Zum einen wurden die anfangs gezogenen Nummern zwischendurch aufgerufen (meine dann auch und ich bin tatsächlich auf die Bühne gegangen) und gegen Ende gab es sogar Umarmungen, gemeinsamen Gesang und Polonaise. Krass, aber schön. Ich habe mich königlich amüsiert. Kann das Stück ohne Vorbehalt empfehlen.
Hinterher hörte ich noch Dinge wie ” … das alte Ensemble war ein bisschen besser … ” und so weiter – aber da ich dies nicht kenne hat die Aussage auch keinerlei Bedeutung. Mir hat das aktuelle Aufführung sehr gut gefallen. Bin nur nicht sicher ob wir nicht sogar in der Finalen Vorstellung waren, denn auf dem aktuellen Plan war es der letzte Termin…

Aida – das Musical und der Eisdom in Leipzig [14.01.2007]

Sunday, January 14th, 2007

Bereits Ende Dezember geplant war es heute soweit: Wir fuhren nach Leipzig, welches ungefähr einhundert Kilometer nordöstllich von Jena gelegen ist. Ich selbst hatte die Stadt nur noch von kurz nach der Wende in Erinnerung und sie war damals wirklich heruntergekommen gewesen und nicht de Besuch wert – zumindest was die Gebäudestruktur angeht. Aber – siehe da – in diesem Bereich hat sich inzwischen wirklich extrem viel getan. Gratz an Leipzig an dieser Stelle.
Aber wir waren natürlich nicht nur dort, um uns die Stadt anzuseheh – unser Ziel war der sogenannte “Kohlrabizirkus” im Zentrum nahe des alten Messegeländes.Unser Ziel war “Aida – das Musical von Elton John und Tim Rice, welches noch diese Woche dort gastierte.

Aida - the Musical

Bevor es jedoch los ging, hatten wir noch einiges an Zeit, daher bot es sich an, de angrenzenden Eisdom zu besuchen um etwas Schlittschuh zu laufen.

Während ich beim laufen selbst nicht teil nahm, so nutzten drei Personen meiner Reisegruppe die Gelegenheit, um ihre Künste auf dem Eis dort unter Beweis zu stellen.

Eisdom Leipzig

Wirklich eine sehr schöne Halle muß ich sagen. Und selbst die Eintrittspreise bewegen sich in annehmbaren Bahnen – wobei zu bemerken sei, daß die Nicht-Läufer inkl. mir kostenlos herein kamen – danke an dieser Stelle für die Kulanz seitens des Eintrittspersonals.
Nach einerm kurzen Snack in Form einer simplen “Currywurst mit Pommes”

und einiger Zeit der Beobachtung unserer restlichen Begleiter beim herumrutschen auf dem Eis 😉 wurde es dann endlich Zeit, uns in das besagte Musical zu begeben.
War wirklich klasse – eine absolute Guckempfehlung. Unser Platz innerhalb der Halle befand sich – dank der guten Organisation von W aus Holland – in der ersten Reihe direkt am Mittelgang – ein perfekter Platz um eine Show wie diese zu genießen – so zumindest meine Meinung.

Und das sollte jetzt kein Sarkasmus sein. Im Gegensatz zu Kinofilmen kann man ein Musical aus der ersten Reihe wirklich weitaus besser aufnehmen – so meine aktuelle Meinung. Mit einer kurzem Unterbrechung in der Mitte des Stückes, wie bei solchen Produktionen wohl üblich, hatten wir so fast drei Stunden erstklassige Unterhaltung. Auch wenn die Halle nur etwa zur Hälfte ausverkauft war – was wohl eher am Aufführungsort als an der Qualität der Produktion lag – gab es am Ende Standing Ovations.
Wirklich Lohnenswert – läuft aber leider nur noch eine Woche bis 20.01.2006 dort. Wer also Lust und Zeit hat, sollte die Gelegenheit nutzen und es sich ansehen.