4-Gang-Menu im Kulturbahnhof Bad Homburg [11.12.2015]

Die Weihnachtsfeier-Saison hat mal wieder begonnen und die Eröffnung machte (für mich) heute eine Veranstaltung im Kulturbahnhof in Bad Homburg bei Frankfurt. Das setzte zwar etwas Fahrerei voraus, aber ich war mir sicher dass es dies Wert war. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, denn man wartete dort mit einem gelungenen 4-Gang-Menu auf. Natürlich standen schon vorher verschiedene frische Brotsorten und etwas Butter an den Tischen bereits, um die Wartezeit auf den ersten Gang zu versüßen.
Den Beginn machte ein Vitello tonnato mit Tomaten und Ruccola, ein aus Piemont stammendes Antipasto, das aus in Weißwein gekochten, erkalteten und dünn aufgeschnittenen Kalbsfleisch besteht, das mit einer Paste aus Thunfisch überzogen wird. Dies hatte man noch zusätzlich mit Kirschtomaten, Oliven, Chicoree, Ruccola und etwas Parmesan garniert.

Vitello Tonnato mit Tomaten & Ruccola

Wenn ich vorher gewusst hätte was Vitello tonnato genau ist, hätte ich es eventuell nicht probiert, aber so bin ich froh es getan zu haben denn die Kombination erwies sich als überaus lecker. Dass Thunfisch und Kalbfleisch so gut zusammen passen hätte ich nicht gedacht, aber man lernt ja nie aus.
Nach einer angemessenen Pause wurde dann der zweite Gang serviert: eine Tomatencremesuppe die man mit Creme fraiche und einem Streifen Spinat garniert hatte.

Tomato cream soup / Tomatencremesuppe

Schon lange hatte ich keine so fruchtige Tomatencremesuppe mehr gegessen. Die gut gewürzte, schön heiße Suppe strotze nur so von Tomatenaroma und war außerdem auch noch mit einigen halbierten Kirschtomaten versetzt, die dem ganzen noch zusätzlichen Biss gaben. Sehr lecker.
Als Hauptgang gab es dann, wieder nach einer gut, aber nicht zu lang bemessenen Pause, Polnischen Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen.

Polish roast goose with red cabbage & dumplings / Polnischer Gänsebraten mit Rotkohl & Klößen

Hier muss ich, zumindest auf meine Portion bezogen, etwas Kritik anbringen, denn das das Gänsefleisch war teilweise etwas trocken und die mit zahlreichen Kräutern pikant gewürzte Haut stellenweise ein klein wenig zu knusprig geraten. Hinzu kam, dass man bei der würzigen Sauce etwas gegeizt hatte, so dass man das trockene Fleisch damit nicht ganz ausgleichen konnte. Am würzigen Rotkohl und den beiden Kartoffelklößen gab es aber nichts auszusetzen.
Damit war ich eigentlich schon überaus satt, aber es gab nach einer weiteren Pause schließlich noch Nachtisch in Form von Maronencreme an lauwarmen Pflaumenragout, das noch zusätzlich mit frischen Erdbeeren, Sahne, Pistaziensplitter und zwei Nussbällchen kunstvoll garniert worden war.

Sweet chestnut cream with lukewarm plum ragout / Maronencreme an lauwarmen Pflaumenragout

Die in in einem kleinen Schälchen servierte Maronencreme war wunderbar nussig und harmonierte geschmacklich sehr gut sowohl mit den beiden Nusskügelchen als auch mit dem fruchtigen, lauwarmen Pflaumenragout mit vielen Fruchtstückchen. Der Rest war eigentlich nur schmückendes Beiwerk, aber rundete diesen kleinen, aber feinen Nachtisch dennoch sehr gelungen ab.
Lange nicht mehr so viel an einem Abend gegessen. Hätte ich das selber besser geplant, hätte ich wohl besser auf die Calamari heute Mittag verzichtet.

Pfeffersteak vom Thunfisch mit Tagliatelle al nero di seppia & peperonata [28.11.2014]

Als ich heute das Pfeffersteak vom Thunfisch mit Kräuterbutter, Tagliatelle al nero di seppia und Peperonata im Bereich Globetrotter auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants entdeckte, brauchte ich nicht mehr lange zu überlegen: das war mein heutiges Mittagsgericht. Daher ist es nur der Vollständigkeit geschuldet das ich erwähne dass außerdem bei Vitality ein Feinen Putenbraten in Champignonrahmsauce, dazu Reis (der übrigens heute mal sehr gut und nicht so trocken wie sonst aussah), bei Tradition der Region Kaiserschmarrn mit Apfelmus und an der Asia-Thai-Theke Gebackene Ananas und Banane sowie Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer angeboten wurde. Zum Thunfischsteak gesellte sich noch ein Becherchen Stracciatella-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Tuna pepper steak with herb butter, tagliatelle al nero di seppia & peperonata  / Pfeffersteak vom Thunfisch mit Kräuterbutter, Tagliatelle al nero di seppia & peperonata

Dieses Mal hatte man es tatsächlich geschafft, mal wirklich schwarze Tagliatelle mit dem Gericht zu servieren und sie nicht wie letzte Woche durch Penne ersetzt. Die fast schwarze Farbe der Tagliatelle wird übrigens laut meiner Recherche durch Verwendung der Tinte von Tintenfischen erreicht. Das schmeckt man aber beim Verzehr überhaupt nicht, der Geschmack entspricht eher dem gewöhnlicher Nudeln. Aber das Highlight des Gerichts waren natürlich nicht die schwarzen Nudeln, sondern das angenehm groß geratene, mit Pfeffer gewürzte Thunfischsteak, das sich nicht nur als angenehm saftig erwies, sondern auch so sanft gebraten worden war, dass seine Mitte noch leicht Rosa war. Gemeinsam mit der pikanten Sauce mit Peperoni und angebratenen Paprikastreifen, der Kräuterbutter und dem Saft der beigelegten Zitrone ergab sich so ein sehr leckeres und überaus hochwertiges Mittagsgericht. Nach der Enttäuschung von gestern ein wirklicher Lichtblick. Und auch an dem luftig-lockeren, cremigen Stracciatella-Mousse gab es nichts auszusetzen.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Thunfischsteak heute hoch in der Gunst und konnte sich mit einem kleinen, aber dennoch deutlich erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei folgten heute die Asia-Gerichte, die aber nur knapp vor dem ebenfalls sehr beliebten Putenbraten lagen, der somit den dritten Platz belegte. Zählte man nur diejenigen, die den Kaiserschmarrn als alleiniges Hauptgericht gewählt hatten, landete dieser nur auf dem vierten Platz, nimmt man aber noch all jene hinzu, die halbe oder auch ganze Portionen als zusätzlichen Nachtisch zu einem der anderen Gerichte auf dem Tablett hatten, lag er wohl gemeinsam mit dem Putenbraten auf dem dritten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Thunfischsteak: ++
Paprika-Peperoni-Sauce: ++
Tagliatelle nero: ++
Stracciatella-Mousse: ++

Thunfisch-Steaks in Bananen-Kokosnuss-Sauce – das Rezept

Angeregt von dem Thunfisch-Steak dass ich am Freitag in unserer Kantine verzehrt hatte, wollte ich mich an diesem Wochenende auch mal daran wagen, auch mal wieder etwas mit Thunfisch zuzubereiten. Und da ich ja ein Freund exotischer Gerichte bin, entschied ich mich schließlich für Thunfisch-Steaks in Bananen-Kokosauce. Leider waren die Thunfischsteaks im Tiefkühl-Bereich ausverkauft, so dass ich auf frische Ware zurückgriff, die leider etwas kostspieliger war – aber ich finde das hat sich gelohnt. Bei TK-Ware weiß man ja auch nie, ob die nicht zerfällt sobald sie aufgetaut ist. Verfeinert mit frischem Koriander und Frühlingszwiebeln und mit etwas Basamati-Reis serviert ergab sich so ein sehr leckeres Gericht, dass ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

2 Thunfisch-Steaks (á ca. 150-170g)
01 - Zutat Thunfischsteaks / Ingredient tuna steaks

5 Frühlingszwiebeln
02 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

1 Stück Ingwer (ca. 40g)
03 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Bund Koriander
04 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

2 Bananen
05 - Zutat Bananen / Ingredient bananas

1 Dose ungesüßte Kokosnuss-Milch (400g)
06 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

2 Esslöffel Erdnuss-Öl
07 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

1 Esslöffel Thai-Fischsauce
08 - Zutat Thai-Fischsauce / Ingredient thai fish sauce

etwas Zitronen- oder Limonensaft
09 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

125g Basamti-Reis
10 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, die Frühlingszwiebeln zu waschen, trocken zu tupfen
11 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash scallions

und in Ringe zu schneiden.
12 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

Außerdem waschen wir auch den Koriander, schütteln ihn trocken
13 - Koriander waschen / Wash coriander

zupfen die Blätter von den Stielen
14 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese gründlich.
15 - Koriander zerkleinern / Mince coriander

Des weiteren schälen und reiben wir den Ingwer
16 - Ingwer reiben / Grate ginger

und schälen schließlich die Bananen, zerkleinern sie grob,
17 - Banane schälen & grob zerkleinern / Peel & chop bananas

geben sie mit einer kräftigen Portion Zitronensaft in ein passendes Behältnis
18 - Zitronensaft addieren / Add some lemon juice

um dann alles zu pürieren.
19 - Bananen pürieren / Blend bananas

Als nächstes waschen wir die Thunfisch-Steaks, tupfen sie trocken
20 - Thunfischsteaks abspülen / Wash tuna steaks

und beträufeln sie mit etwas Zitronensaft, den wir einziehen lassen.
21 - Thunfischsteaks mit Zitronensaft beträufeln / Sprinkle tuna steaks with lemon juice

Dann erhitzen wir die beiden Esslöffel Erdnussöl in einem Topf oder einer Pfanne,
22 - Erdnussöl erhitzen / Heat up peanut oil

dünsten das pürierte Ingwer ein bis zwei Minuten darin an
23 - Geriebenen Ingwer andünsten / Braise grated ginger lightly

und geben schließlich die Frühlingszwiebeln mit hinzu
24 - Frühlingszwiebeln addieren / Add scallions

um sie ebenfalls für einige Zeit mit anzudünsten.
25 - Frühlingszwiebeln andünsten / Braise scallions

Anschließend geben wir die pürierten Bananen in die Pfanne,
26 - Bananenpüree hinzufügen / Add banana puree

verrühren es mit den Frühlingszwiebeln und dem Ingwer, braten es ein bis zwei Minuten mit an
27 - Banenenpüree anbraten / Braise banana puree

und löschen es schließlich mit der Kokosmilch ab,
28 - Mit Kokosmilch ablöschen / Deglaze with coconut milk

die wir gründlich mit dem Bananepüree vermischen.
29 - Gut verrühren / Mix well

Das ganze lassen wir nun aufkochen, rühren das Currypulver ein,
30 - Curry einstreuen / Add curry

schmecken die Sauce mit dem Esslöffel Thai-Fischsauce
31 - Mit Fischsauce würzen / Season with thai fish sauce

sowie etwas Pfeffer ab
32 - Mit Pfeffer abschmecken / Taste with pepper

und lassen wir Sauce auf mittlerer Stufe bei gelegentlichem umrühren sämig einköcheln.
33 - Sämig einköcheln lassen / Simmer until smooth

Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, einen Topf mit ca. 500ml Wasser für den Reis aufzusetzen und damit zu beginnen ihn zum kochen zu bringen. Außerdem beginnen wir damit, den Backofen auf 150 Grad vorzuheizen.
34 - Wasser für Reis aufsetzen / Put on water for rice

Die fertige Banenen-Kokossauce geben wir nun ihn eine Auflaufform, streichen sie etwas glatt,
35 - Sauce in Auflaufform geben / Fill sauce in casserole

bestreuen sie mit dem gehackten Koriander
36 - Mit Koriander bestreuen / Dredge woth coriander

und legen die beiden rohen Thunfisch-Steaks oben auf.
37 - Thunfischsteaks auflegen / Add tuna steaks

Sobald der Ofen vorgeheizt ist schieben wir die Auflaufform auf mittlerer Schiene hinein und lassen die Steaks für etwa 15 bis 20 Minuten gar ziehen. Nach der Hälfte der Zeit wenden wir dabei die Thunfisch-Steaks.
38 - Im Ofen backen / Bake in oven

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit einem halben Teelöffel Salz versehen
39 - Wasser salzen / Salt water

und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können. Da Basmati-Reis in der Regel acht bis neun Minuten benötigt, sollte er fast zeitgleich mit dem Fisch gar sein.
40 - Reis kochen / Reis kochen

Schließlich können wir die Auflaufform entnehmen – meine Thunfisch-Steaks hatten beim garen etwas “geschwitzt”, was aber natürlich keinerlei geschmacklichen Auswirkungen hatte –
41 - Thunfisch-Steaks in Bananen-Kokos-Sauce - Fertig gebacken / Tuna steaks in banana coconut sauce - Finished baking

und das Gericht schließlich servieren und genießen.
42 - Thunfisch-Steaks in Bananen-Kokos-Sauce - Serviert / Tuna steaks in banana coconut sauce - Served

Meine größte Befürchtung, nämlich das die Thunfisch-Steaks zu trocken werden würden, erwies sich gleich nach den ersten Bissen glücklicherweise als vollkommen unbegründet. Die beiden angenehm großen Fischfilets waren schön zart und für gebackenen Thunfisch noch angenehm saftig. Dazu passte auch sehr gut die fruchtige Sauce aus Kokos und Banane, deren leichte Süße sehr gut mit der kräftigen deutlichen Koriander-Note harmonierte. Eine wunderbar exotische Variante, Thunfisch-Steaks zuzubereiten, zu dem ich mir natürlich keine andere Sättigungsbeilage als Reis vorstellen konnte. Ich war sehr zufrieden mit meinem heutigen Kochexperiment.

43 - Thunfisch-Steaks in Bananen-Kokos-Sauce - Seitenansicht / Tuna steaks in banana coconut sauce - Side view

Zuerst hatte ich ja noch überlegt die Steaks zusätzlich mit etwas gerösteten Sesam zu garnieren, habe mich aber dann doch dagegen entschieden, da ich nicht sicher war ob diese leicht nussige Note letztlich so gut in das geschmackliche Gesamtkonzept passen würde. Aber auf die Idee werde ich wahrscheinlich noch mal zurückgreifen, wenn ich mal wieder etwas mit Thunfischsteaks zubereiten werde.

Guten Appetit

Thunfischsteak mit Paprikasauce & Tagliatelle [08.08.2014]

Nachdem ich an diesem Mittwoch ja leider nicht, wie sonst üblich, mein Fischgericht bekommen hatte und man ja am besten zwei Mal pro Woche Fisch essen sollte, kam es mir heute natürlich gerade recht, dass mit einem Gebratenen Thunfischsteak mit Paprikasauce und Tagliatelle im Bereich Globetrotter auf der Speisekarte stand, ein Gericht übrigens, dass so bisher noch nicht in unserem Betriebsrestaurant angeboten worden war. Das Gegrillte Putenfilet auf Tomaten-Lauchrisotto mit Broccoliröschen aus dem Abschnitt Vitality sah zwar auch nicht schlecht aus, aber das Fischgericht war eindeutig verlockender. Den Milchreis mit Zimtzucker und Waldbeeren in der Sektion Tradition der Region sowie die Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane und Moo Pad Prik Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce kamen heute nicht in die nähere Auswahl – ich blieb beim Thunfischsteak, zu dem es natürlich (wie bei Fisch üblich) noch Zitronenecken gab. Und zum Hauptgericht gesellte sich schließlich noch eine kleine Schale Erbsengemüse und ein Becherchen Himbeercreme.

Thunfischsteak mit  Paprikasauce & Tagliatelle /  Tuna steak with bell pepper sauce & tagliatelle

Die beiden überaus großzügig bemessenen Stücke Thunfischsteaks, die man mir da auf den Teller getan hatten, erwiesen als schön zart und natürlich grätenfrei, auch wenn ich fand dass das Fleisch ein wenig trocken erschien. Aber bei unpaniert gebratenen Thunfischsteaks dürfte es auch schwierig sein, sie saftig zu halten und man konnte mit einigen Spritzern Zitronensaft dem schnell Abhilfe schaffen, daher gebe ich hier keinerlei Punktabzug. Dazu passte sehr gut die fruchtig-würzige Paprikasauce, in der sich auch zahlreiche Streifen von roter und grüner Paprika fanden und auch die Tagliatelle fügten sich meiner Meinung nach sehr gut in den geschmacklichen Gesamteindruck. Bei den Erbsen, wohl die selben die ich auch schon vorgestern gehabt hatte, merkte man leider ziemlich stark, dass sie aufgewärmt und dadurch teilweise etwas matschig waren. Vom Geschmack her erwiesen sie sich zwar als in Ordnung, aber volle Punktzahl kann ich hier natürlich nicht geben. Die fruchtige, luftig-lockere Himbeercreme wiederum gab, abgesehen von einem bereits etwas eingetrocknetem Obststück in der Garnitur, keinerlei Grund für irgendwelche Kritik. Insgesamt also eine sehr gelungene Zusammenstellung.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Thunfischsteak heute sehr hoch in der Gunst und konnte sich mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Angeboten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich heute den Milchreis mit Waldbeeren und sehr eng aufeinander kamen danach die Asia-Gerichte auf Platz drei und das Putenfilet mit Tomaten-Lauchrisotto schließlich auf Platz vier. Bleibt nur zu hoffen, dass man in Zukunft am Freitag häufiger mal von der sonst üblichen “irgend ein panierter Fisch mit Kartoffelsalat”-Strategie abweicht, denn solche Gerichte wie der Thunfisch heute würde ich weitaus lieber auf der Speisekarte finden.

Mein Abschlußurteil:
Thunfischsteak: ++
Paprikasauce: ++
Tagliatelle: ++
Erbsen: +
Himbeercreme: ++

Thunfisch-Blätterteig-Häppchen – das Rezept

Heute hatte ich mal wieder Lust, ein neues Fingerfood-Rezept auszuprobieren. Und nach kurzer Recherche fiel meine Wahl schließlich auf Thunfisch-Blätterteig-Häppchen. Dass ich damit zwei mal hintereinander ein Gericht mit Fisch auf dem wochenendlichen Speiseplan stand, störte mich dabei herzlich wenig – ich bin nun mal ein großer Fan von Fisch und Meeresfrüchten. Und Thunfisch ist mit gerade mal fünf Prozent Fett auch eine angenehm leichte Sorte und eignet sich wie sich heraus stellte auch wunderbar für Zubereitungen dieser Art. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden und möchte es daher nicht versäumen, das Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für ein Blech (ca. 40 Stück) ?

210g Thunfisch naturell
01 - Zutat Thunfisch natural / Ingredient tuna

1 mittlgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch (je nach eigenem Geschmack)
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

100g geriebener Emmentaler
04 - Zutat Emmentaler / Ingredient emmentaler cheese

1 TL Senf (scharf)
05 - Zutat Senf / Ingredient parsley

einige Stiele Petersilie (glatt)
06 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 EL Olivenöl
07 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 Päckchen Blätterteig (275g)
07 - Zutat Blätterteig / Ingredient puff pastry

1 EL Kondensmilch
08 - Zutat Kondensmilch / Ingredient condensed milk

etwas Mohn und/oder Sesam
09 - Zutat Sesam & Mohn / Ingredients sesame & poppy

Wie üblich beginnen wir damit, die verschiedenen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir erst einmal die Zwiebel und würfeln sie klein – wahlweise mit einem Messer oder mit einer Küchenmaschine.
10 - Zwiebeln zerkleinern / Dice onion

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehe(n) und hacken sie ebenfalls sehr fein.
11 - Knoblauch hacken / Mince garlic

Anschließend waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken
12 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen von den Stielen
13 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und schneiden sie dann klein.
14 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

In einer kleinen Pfanne erhitzen wir nun einen Esslöffel Olivenöl
15 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten die Zwiebel
16 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

und das Knoblauch darin für einige Minuten an. Dann nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen alles etwas abkühlen.
17 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Nun lassen wir den Thunfisch abtropfen
18 - Thunfisch abtropfen lassen / Drain tuna

und geben ihn dann in eine Schüssel,
19 - Thunfisch in Schüssel geben / Put tuna in bowl

um dann den geriebenen Emmentaler Käse,
20 - Käse hinzufügen / Add cheese

die angedünstete Zwiebel und den Knoblauch,
21 - Zwiebeln addieren / Add onion

die zerkleinerte Petersilie
22 - Petersilie hinzu geben / Add parsley

sowie den Teelöffel Senf hinzuzugeben
23 - Mit Senf würzen / Add mustard

und schließlich alles gut miteinander zu verrühren
24 - Gut verrühren / Mix well

und dabei mit Salz und Pfeffer abzuschmecken.
25 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Sobald das erledigt ist, holen wir den Blätterteig aus dem Kühlschrank, rollen ihn auf und zerteilen ihn dann längs in zwei gleich breite Streifen.
26 - Längs halbieren / Cut in halfs

In die Mitte beider Streifen geben wir dann jeweils die Hälfte unserer Thunfisch-Käse-Mischung
27 - Masse auftragen / Cover

und rollen sie dann auf, wobei wir sie mit der Naht nach unten auf das Backpapier legen.
28 - Aufrollen / Roll up

Die beiden so entstandenen Rollen bestreichen wir dann mit Kondensmilch
29 - Mit Kondensmilch bestreichen / Spread with condensed milk

und bestreuen sie abschließend mit Sesam und/oder Mohn.
30 - Garnieren / Garnish

Anschließend stecken wir sie für ca. 1 Stunde ins Gefrierfach unseres Kühlschranks – dadurch werden sie fest und lassen sich besser schneiden.

Bevor wir sie dann wieder heraus holen, beginnen wir den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen. Dann entnehmen wir die beiden Rollen – ich hatte sie samt Backpapier hineingelegt – und schneiden sie in gleichmäßig große Stücke.
31 - Zerschneiden / Cut

Diese geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech
32 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

und schieben dies auf der mittleren Schiene für ca. 15 Minuten in den inzwischen vorgeheizten Backofen.
33 - Backen / Bake

Dann brauchen wir das Backblech nur noch zu entnehmen
34 - Fertig gebacken / Finished baking

und können die Thunfisch-Häppchen sofort servieren und genießen.
35 - Thunfisch-Blätterteig-Häppchen - serviert / Tuna puff pastry snack - Served

Eine wirklich sehr leckere Art Thunfisch zu verarbeiten kann ich da nur sagen. In Kombination mit dem würzigen Senf, dem Käse und der Petersilie ergab er eine überaus gelungene Füllung für den knusprig gebackenen Blätterteig. Ich hatte ja befürchtet, dass der Käse beim Schmelzen rechts und links aus den Röllchen heraus laufen würde, doch das hat sich wie man sieht als unbegründet erwiesen. Und auch abgekühlt erwies sich dieser Snack noch als überaus schmackhaft, eignet sich also auch sehr gut für das Buffet auf Veranstaltungen aller Art.

36 - Thunfisch-Blätterteig-Häppchen - Seitenansicht / Tuna puff pastry snack - Side view

37 - Thunfisch-Blätterteig-Häppchen - Seitenansicht 2 / Tuna puff pastry snack - Side view 2

Werfen wir zum Abschluss, wie gewohnt, einen Blick auf die Nährwerte dieser Zubereitung. Meiner Berechnung nach liegt der Gesamtwert hier bei 1700kcal, aufgeteilt auf 40 Stücke ergibt sich somit ein Wert von gerade mal 42,5 kcal pro Stück. Klingt im ersten Moment wenig, aber man muss natürlich im Hinterkopf behalten, dass man ja nicht nur ein einzelnes Stück isst. Dennoch eine der leichteren Snack-Varianten die ich in letzter Zeit hier ausprobiert habe. Wer dennoch ein bisschen mehr reduzieren möchte, kann gerne zu einer leichteren Variante Käse greifen. Das halte ich aber in diesem Fall nicht für unbedingt notwendig.

Guten Appetit