Cannelloni in Tomatensauce [31.03.2010]

Die heutige Auswahl im Betriebsrestaurant erwies sich als eher gewöhnlich. Zwar hätten mich die “Gebratenen Garnelen mit verschiedenen frischen Gemüsen in Hoi-Sin-Sauce” aus der Asia-Ecke gereizt, jedoch hatte ich etwas ähnliches erst vor kurzem, daher sah ich mich nach etwas anderem um. Im Asia-Bereich bot man außerdem noch “Chop Suey – gemischtes Gemüse gebraten in Kokossauce” und “Nue Pad Humman Hoi – Rindfleischstreifen mit Pilzen und frischem Gemüse in Austernsauce” an, was mich aber beides nicht so recht begeistern konnte. Außerdem gab es als traditionell-regionales Gericht eine große “Fleischpflanzerl in Zwiebelrahmsauce an Kartoffelpüree” und als heutige Vitality-Speise eine Portion “Champignongulasch auf Vollkornspaghetti” was durchaus als kleiner Lichtblick zu bezeichnen wäre. Meine Wahl fiel aber schließlich auf die “Cannelloni mit Fleischfüllung in Tomatensauce“, die man als heutiges Globetrotter-Gericht anbot. Dazu gesellte sich dann noch ein Becherchen Zitronencreme auf Banane als Dessert.

Canneloni mit Tomatensauce

War aber wirklich nichts besonderes wie ich schnell feststellen musste. Nicht nur dass man die armen Cannelloni in der mit Zwiebeln und Gewürzen versetzten Tomatensauce mal wieder regelrecht ertränkte, auch die Cannelloni, die mit hellen Mett, wohl aus Geflügelfleisch, gefüllt und mit Käse überbacken waren, rissen mich nicht wirklich vom Hocker. Es erschien mir doch, dass man hier wohl eher Fertigware verarbeitet hatte, die man nur noch im Wasserbad erhitzt oder kurz aufgebacken hatte. Geschmacklich war es durchaus in Ordnung und ich möchte mich hier nicht beschweren, aber es war typisches Kantinenessen. Das kann man hier besser – soviel ist klar. Das Dessert aber wiederum war mit seinem Choco-Crossie als Garnitur, der fluffigen Zitronencreme und den Bananenstücken vollkommen in Ordnung.
Der Renner heute waren eindeutig die Fleischpflanzerl, soviel steht fest. Danach kamen aber auch schon die Cannelloni, die mit den Asia-Speisen aber ungefähr gleich auf gewesen seien dürften. Das Vitality-Gericht – der Champignongulasch – lag aber in der Beliebtheit dicht auf – eigentlich klang es ja auch ganz lecker und wäre auch für mich mit Sicherheit keine üble Wahl gewesen. Aber letztlich bin ich auch mit dem Cannelloni satt geworden.

Meine Abschlußbewertung:
Cannelloni: +
Tomatensauce: ++
Zitronencreme: ++

Schweinesteak “Tirol” [03.03.2010]

Die heutige Auswahl in unserem Betriebsrestaurant gestaltete sich wieder ganz interessant wie ich feststellen durfte. Das “Schonend gebratene Hokifilet auf pikanter Kartoffel-Bohnenpfanne” bei den Vitality-Gerichten klang schon mal sehr verlockend. Aber auch die “Gebackenen Camenbert mit Preiselbeeren und Salatgarnitur” bei den traditionell-regionalen Speisen war nicht zu verachten. Im Asia-Bereich bot man außerdem “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce” oder “Praw Wan Gung – Gebratene Garnelen mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce” an – wobei mich vor allem das Garnelengericht reizte. Aber letztlich entschied ich mich dann doch für das “Schweinesteak ‘Tirol’ mit Zwiebelringen, Speck und Tomatensauce, dazu Bratkartoffeln“, welches man an Globetrotter-Theke feil bot. Dazu nahm ich mir noch einen Waldbeerenjoghurt – denn an der Gemüsetheke fand ich nichts was zu dem Schweinesteak passte.

Schweinesteak Tirol

Ein annehmbar großes Stück zartes, relativ mageres Schweinefleisch, garniert mit einigen Zwiebeln und einem Streifen Bacon-Speck und übergossen mit einer fruchtigen, mit Tomatenstücken durchsetzten Sauce warteten nun darauf von mir verzehrt zu werden – und ich genoss es gemeinsam mit den ebenfalls sehr schmackhaft geratenen Bratkartoffeln. Eine interessante und leckere Kombination wie ich feststellen durfte. Und auch der Waldbeerenjoghurt, den ich mir zum Abschluß dieses Mahles gönnte war nicht zu verachten.
Dass das Schweinesteak Tirol heute in der Beliebtheit bei vorne lag, verstand ich daher nur zu gut. Aber auch die Asia-Speisen, das Hokifilet und der Camembert zierten den einen oder anderen Teller, wobei ich dem gebackenen Käse knapp den zweiten Platz zuerkennen würde. Aber wie immer entspringt diese meiner rein subjektiven Einschätzung – aber das weiß der regelmäßige Leser natürlich. ­čśë

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak “Tirol”: ++
Bratkartoffeln: ++
Waldbeerenjoghurt: ++

Piccata Milanese [23.02.2010]

Das “Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce“, welches an der Asia-Theke angeboten wurde, kam für mich heute nicht in Frage, das ebenfalls dort erhältliche “San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce“, klang zwar schon besser, sprach mich aber mit seinen teilweise ziemlich grob geschnittenen Gemüsestücken visuell nicht so sehr an. Viel mehr reizte mich da schon das “Pikante Kichererbsencurry auf indische Art mit Basmatireis“, welches ich bereits hier schon mal probiert und für gut befunden hatte, da konnte der “Gefüllte Schweinebauch mit Kartoffelgurkensalat” nicht so sehr mithalten, auch wenn er prinzipiell ganz gut aussah. Nach einigem überlegen entschied ich mich dann aber doch für das “Piccata Milanese von Schwein oder Pute auf Gabelspaghetti mit Tomatensauce” in der Putenvariante, welches ich mit einem Becherchen Grießpudding mit Aprikose ergänzte.

Piccata Milanese

Warum Gabelspaghetti so heißen erschloß sich mir erst einmal nicht, denn wenn sie eines nicht tun, dann ist es sich leicht mit einer Gabel aufnehmen zu lassen. Als Sättigungsbeilage in Kombination mit der mit Tomatenstücken und Kräutern versehenen Sauce eigneten sie sich dennoch ganz gut. Hauptbestandteil des heutigen Mittagsmahls war jedoch natürlich das Piccata Milanese, ein Putenschnitzel in einer Panade aus Käse, Ei und Mehl sowie wohl fein geriebenen Semmelbröseln. Traditionell besteht so ein Piccata ja aus Kalbsfleisch, aber über diese kleine Abweichung sehe ich in einer Kantine natürlich hinweg. Das Fleisch war zart, schmackhaft und vor allem nicht zu klein geraten – ein wirklich sehr leckeres Mittagsmahl, auch wenn die Präsentation heute durchaus zu wünschen übrig ließ und viel mehr nach Kantine aussah als dies in der Regel der Fall ist. Der Grießpudding schließlich, den ich vor dem Verzehr natürlich mit den Aprikosenstücken vermengte, schloß dieses Menu schließlich gut ab.
In der Beliebtheit war das Piccata Milanese heute ganz vorn mit dabei, gefolgt von dem Schweinebauch und den Asia-Gerichten. Aber auch das Kichererbsencurry fand seine Liebhaber, wenn auch als vegetarisches Gericht natürlich nicht in so großen Mengen wie die anderen Gerichte. Ich auf jeden Fall war sehr zufrieden mit meiner Wahl.

Mein Abschlußurteil:
Piccata Milanese (Pute): ++
Gabelspaghetti mit Tomatensauce: ++
Grießpudding mit Aprikosenstückchen: ++

Pesto-Penneauflauf [28.07.2009]

Zum heutigen Dienstag bot man uns Bayrische Schweineroulade mit süßem Senf und Wonnekraut, dazu Butterböhnchen und Kartoffelklöße sowie Pesto-Penneauflauf mit Käse, Tomaten Schinkenwürfeln und Sahneei, dazu Tomatensauce an. Auch wenn die Schweineroulade gut klang, erschien sie mir für einen warmen Sommertag doch zu massig – daher entschied ich mich für das Nudelgericht.

Pesto-Penneauflauf

Und bereuen tat ich meine Entscheidung nicht. Die mit frischen Tomatenscheiben belegten und mit Käse überbackenen Pesto-Pennenudeln erwiesen sich als mehr als gelungen. Vor allem die als Sahneei bezeichnete Rühreimasse, die sich zwischen den Nudeln fand, gab dem Gericht eine besondere Note. Hier hätte unser Koch gerne auch noch etwas mehr davon hineintuen können. Die angenehm fruchtig schmeckende Tomatensauce schloß dieses Mittagsgericht schließlich krönend ab. War mal wieder sehr gelungen und lecker.

Mein Abschlußurteil:
Pesto-Penne-Auflauf: ++
Tomatensauce: ++

Bifteki mit Curry-Gemüse-Reis [15.05.2009]

Natürlich gab es auch heute wie jeden Freitag wieder Fisch in unserer Kantine, dieses Mal in Form eines “panierten Schollenfilet mit Röstgurke und Bratkartoffeln” – aber die Alternative “Bifteki mit Curry-Gemüse-Reis und feuriger Tomatensauce” klang irgendwie in meinen Augen noch besser.

Bifteki mit Curry-Gemüse-Reis

War zwar nicht schlecht, auch wenn ich fand dass die Bifteki von der Konsistenz her ein klein wenig gummiartig geraten waren. Das mag aber auch damit zusammenhängen, dass sie nicht mehr ganz heiß waren. Die Tomatensauce, die mit etwas Paprika gespickt war, schmeckte zwar angenehm fruchtig, aber war leider nicht wirklich feurig wie angekündigt. Nur am Curry-Gemüse-Reis habe ich absolut nichts auszusetzen. In der Summe war ich aber recht zufrieden – auch wenn ich aufgrund der kleinen Patzer natürlich nicht die volle Punktzahl geben kann. ­čśë

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: +
Tomatensauce: +
Curry-Gemüse-Reis: ++