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Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln – das Rezept

Saturday, September 29th, 2012

Auf meiner ständigen Suche nach etwas exotischeren und dennoch leckeren Gerichten stieß ich vor kurzem auf ein Rezept für Ofenfisch mit Süßkartoffeln. Da ich nun auch schon seit längerem nichts mehr mit Süßkartoffeln gemacht hatte, erschien mir das eine gute Gelegenheit das Rezept heute mal auszuprobieren. Im Original wird das Gericht mit Red Snapper zubereitet, jedoch sagt man mir an der Fischtheke dass man diese Fischsorte hier nicht mehr verkaufen würde, da sie wohl kurz davor wäre auf die Liste der bedrohten Arten zu geraten. Daher stieg ich einfach auf Empfehlung der Thekenkraft auf Rotbarsch um, eine Entscheidung die sich als überaus gelungen erwies. Dabei möchte ich gleich zu Beginn anmerken, dass man dieses Gericht möglichst nur mit frischem Fisch zubereiten sollte, für gefrorenen kann ich keinerlei Garantie geben und ich glaube auch nicht dass das Ergebnis gleichwertig wird. Insgesamt ist die Kombination von Zutaten zwar etwas ungewöhnlich, aber wie ich fand sehr interessant und vor allem schmackhaft – daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal kurz in üblicher Form vorzustellen.

Was braucht man also für 2 Portionen?

350g Rotbarschfilet (An der Fischtheke gab es nur kleine Stücke, daher nahm ich drei davon)
02 - Zutat Rotbarsch / Ingredient red perch

Für die Marinade

2 Schalotten
04 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

ca. 20g Ingwer
03 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Chilischote
05 - Zutat Chili / Ingredient chili

1 Limone
06 - Zutat Limone / Ingredient lime

1 EL Sojasauce
07 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

1 Messerspitze Piment
08 - Zutat Piment / Ingredient pimento (allspice)

Weitere Zutaten

ca. 350g Süßkartoffeln
01 - Zutat Süßkartoffeln / Ingredient batatas

1-2 Zehe(n) Knoblauch
09 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

3 mittlere Tomaten
10 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 EL Olivenöl
12 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 TL Currypulver
13 - Zutat Currypulver / Ingredient curry powder

4 Stiele Koriander
11 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen.

Beginnen wir also damit, die Marinade herzustellen. Der Fisch muss drei bis vier Stunden mariniert werden, daher sollten wir dies zeitnah erledigen.
Wir schälen also die Schalotten und zerkleinern sie grob,
14 - Schalotten zerkleinern / Shred shallots

schälen den Ingwer und zerkleinern ihn ebenfalls grob,
15 - Ingwer zerkleinern / Mince ginger

entkernen die Chilischote und schneiden sie in Scheibchen,
16 - Chili entkernen und zerkleinern / Remove chili core and mince

und pressen schließlich noch die Limone aus.
17 - Limone auspressen / Squeeze lime

Dann geben wir Schalotten, Ingwer, Chili, Sojasauce, die Messerspitze Piment und 2 EL des Limettensafts in eine Schüssel
18 - Zutaten zusammenfügen / Mix ingredients

und pürieren alles mit dem Stabmixer gründlich.
19 - Pürieren / blend

Anschließend geben wir das Rotbarschfilet in eine große, verschließbare Schüssel und schneiden die Oberseite alle 1,5 mit 2 Zentimeter mit einem scharfen ein wenig ein
20 - Fischfilets einschneiden / Incise fish

um sie dann mit der Marinade zu bestreichen, die Schüssel zu verschließen und für mindestens drei, besser vier Stunden im Kühlschrank einziehen zu lassen.
21 - Mit Marinade bestreichen / Cover with marinade

Eine halbe Stunde vor Ende der Marinier-Zeit können wir uns wieder unserem Gericht zuwenden und beginnen damit die Knoblauchzehe zu schälen und fein zu hacken.
22 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Anschließend schälen wir die Süßkartoffeln
23 - Süßkartoffeln schälen / Peel batatas

und schneiden sie in 1 bis 1,5 Zentimeter dicke Scheiben.
24 - In Scheiben schneiden / Cut in slices

Das zerkleinerte Knoblauch, die 2 EL Olivenöl, das Currypulver und den restlichen Limettensaft geben wir dann in eine Schüssel
25 - Zutaten in Schüssel geben / Add to bowl

würzen alles mit Salz und Pfeffer
26 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

und mischen es dann gründlich miteinander.
27 - Vermengen / Mix

Diese Mischung geben wir nun zu den Süßkartoffel-Scheiben
28 - Zu Süßkartoffeln geben / Add to batatas

und vermengen beides, um es für ca. fünf Minuten bei gelegentlichem umrühren einziehen zu lassen.
29 - Verrühren / Mix

In der Zwischenzeit können wir unseren Backofen auf 200 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf das Backpapier verteilen wir dann die Süßkartoffelscheiben (etwas Knoblauch kann gerne dran hängenbleiben bzw. darüber verteilt werden)
30 - Auf Backblech verteilen / Put on baking sheet

und schieben sie, sobald der Backofen aufgeheizt ist, für erst einmal 15 Minuten auf der mittleren Schiene hinein.
31 - Backen / Bake

Während das Blech im Ofen ist, waschen wir unsere Tomaten
32 - Tomaten waschen / Wash tomatoes

und schneiden sie in Scheiben.
33 - Tomaten in Scheiben schneiden / Cut tomatoes in slices

Inzwischen müsste auch unsere Marinier-Zeit rum sein, wir können also die Schüssel mit den Rotbarschfilets aus dem Kühlschrank nehmen und die Marinade grob entfernen.
34 - Fisch von Marinade befreien / Remove marinade

Nach einer Viertelstunde entnehmen wir dann unser Backblech aus dem Ofen
35 - Backblech entnehmen / Get baking plate

verteilen die Tomaten darauf (ich hätte wohl besser kleinere Tomaten nehmen sollen)
36 - Tomaten verteilen / Add tomato slices

und legen schließlich die Fischfilets oben auf.
37 - Fisch auflegen / Add fish

Alles würzen wir noch einmal großzügig mit Salz und Pfeffer
38 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

und schieben es dann für weitere 20 bis 25 Minuten zurück auf der mittleren Schiene in den Ofen.
39 - Weiter backen / Continue baking

Während der Fisch backt, waschen wir unseren Koriander und zerkleinern ihn grob.
40 - Koriander zerkleinern / Cut coriander

Ist der Fisch dann nach etwa zwanzig Minuten schön durchgebacken, entnehmen wir unser Blech
41 - Fertig gebacken / Finished baking

und können anschließend sofort Fisch, Tomaten und Süßkartoffeln mit Koriander garnieren und servieren.
42 - Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln / Marinated red perch with batatas - Serviert

Der Rotbarsch war meiner Meinung nach wirklich traumhaft gut geraten, denn die Marinade aus Schalotten, Ingwer und Chili hatten dem Fisch ein angenehm würziges, leicht pikantes Aroma verliehen, das ich schlecht beschreiben, aber eindeutig als überaus schmackhaft bezeichnen kann. Dazu die mit einem leichten Touch Knoblauch versehenen Süßkartoffeln, die mit ihrem, wie man bei ihrem Namen ja entnehmen kann, leicht süßlichen Geschmack einen interessanten und dennoch geschmacklich passenden Kontrast zum Fisch gaben sowie die leicht angebackenen, gewürzten Tomatenscheiben und die Garnitur mit dem frischen Koriander ergaben ein wirklich sehr gelungenes Gericht, dessen etwas erhöhter Zeitaufwand sich wirklich gelohnt hatte. Da sieht man sogar gerne etwas über die Gräten weg, die sich bei frischem Fisch leider selten ganz vermeiden lassen. 😉

43 - Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln / Marinated red perch with batatas - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht erwies sich das Gericht als angenehm leicht. Da ja nichts in Fett gebraten, sondern alles sanft im Ofen gebacken worden war, kommen wir laut meiner Kalkulation auf gerade mal 500kcal pro Portion, also 1000kcal für das ganze Blech. Ich war mit der Zusammenstellung jedenfalls sehr zufrieden und hoffe abschließend natürlich, mit dem vorgestellten Rezept dem einen oder anderen Kochinteressierten eine interessante Anregung gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat [12.09.2012]

Wednesday, September 12th, 2012

Endlich wieder Mittwoch, mein üblicher Fischtag. Daher nahm ich Angebote wie das traditionell-regionale Rahmschwammerl mit Semmelknödel oder der (sowieso zu kalorienreiche) Cordon Bleu vom Schwein mit Pommes Frites und Zitronenecke bei Globetrotter ebenso wenig in die nähere Auswahl wie das Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Spezial Sauce im Asia-Bereich. Einzig der Gedünstete Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln bei Vitality und das asiatische Pad Pla Muek – Gebratener Seelachs mit frischem Gemüse und Pilzen in Fischsauce schienen meine Bedingungen zu erfüllen. Nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich zugunsten des Vitality-Gerichtes, zu dem ich mir bei seinen gerade mal 331kcal dann auch noch bedenkenlos den kleinen Becher Ananasquark von der Dessert-Theke leisten konnte.

Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat / Coalfish with tomatoes and leaf spinach

Auf einer fruchtigen Mischung aus gedünsteten Tomaten und Zwiebel fand sich bei diesem Gericht ein großes, saftiges, zartes und vor allem vollkommen grätenfreies Stück Seelachs, das mit einer würzigen Haube aus Blattspinat und Zwiebeln bedeckt worden war. Eine klassische Kombination, die mir sehr gut mundete. Und auch die Sättigungsbeilage aus kleinen Salzkartoffeln gab glücklicherweise keinerlei Grund zur Kritik – ganz anders als der Ananasquark, den ich mir nach Beendigung des Hauptgericht gönnte. Dieser hatte trotz seiner zahlreichen Ananaswürfel einen wie ich fand leicht bitteren Beigeschmack, der mich letztlich dazu bewog hier heute nicht die volle Punktzahl zu vergeben. Insgesamt konnte ich aber was Sättigungsgrad, Menge und Geschmack angeht mit meiner Auswahl durchaus zufrieden sein.
Bei den anderen Kantinengästen belegte heute, natürlich, das Cordon bleu mit Pommes Frites mit klarem Vorsprung Platz eins auf der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte dann die für ein vegetarisches Gericht ungewöhnlich beliebte Rahmschwammerl mit Semmelknödel und erst auf Platz drei die Asia-Gerichte, die aber nur knapp vor dem ebenfalls häufig gewählten Seelachs im Tomatenbett lagen. Mir fällt langsam auf, dass die früher fast immer auf Platz zwei zu findenden Asia-Gerichte in letzter Zeit in ihrer Beliebtheit etwas abgerutscht sind – und das obwohl ich gestern keinerlei Unterschied zu früher erkennen konnte. Vielleicht nur eine temporäre Verschiebung, ich werde es aber mal weiter beobachten…

Mein Abschlußurteil:
Gedünsteter Seelachs: ++
Tomatenbett: ++
Blattspinat: ++
Salzkartoffeln: ++
Ananasquark: +/-

Gebratene Austernpilze mit Kohlrabigemüse – das Rezept

Sunday, August 26th, 2012

Schon seit längerem hatte ich kein Gericht mit Kohlrabi mehr gekocht, und das obwohl ich dieses Gemüse eigentlich sehr schätze und es mit seinem hohen Gehalt an verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen auch noch sehr gesunde ist. Daher suchte ich mir für heute mal ein passendes Rezept heraus und entschloss mich dazu, Kohlrabi mal mit gebratenen Austernpilzen zu kombinieren, einer Seitling-Art die neben dem Champignon und dem Shitake-Pilz wohl zu den wichtigsten Speisepilzen überhaupt zählt. Und das Ergebnis war ein wirklich sehr leckeres Gericht vegetarisches Natur, das ich mit diesem Beitrag nun einmal in gewohnter Form vorstellen möchte. Und: Nein, ich bin ich nicht unter die Vegetarier gegangen, dass ich hier zwei mal hintereinander Vegetarisch gekocht habe ist eher ein Zufall. 😉

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

200g Austernpilze
01 - Zutat Austernpilze / Ingredient oyster mushrooms

1 große Kohlrabi (ca. 500g)
02 - Zutat Kohlrabi / Ingredient kohlrabi

2 Schalotten
03 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

2 Tomaten (ca. 160g)
04 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 mittlere oder 3 kleine Eier
05 - Zutat Eier / Ingredient eggs

40g Parmesan-Käse
06 - Zutat Parmesan / Ingredient parmesan

150ml Sojacreme
07-  Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

150ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

4-5 Stiele Kerbel
09 - Zutat Kerbel / Ingredient chervil

4-5 Stiele Petersilie
10 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 TL Butter (ca. 6g)
11 - Zutat Butter / Ingredient butter

etwas Mehl
12 - Zutat Mehl / Ingredient flour

2-3 EL Olivenöl
13 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir schälen also die Kohlrabi
14 - Kohlrabi schälen / Peel kohlrabi

und schneiden sie dann in ca. 1 cm breite Streifen. Sehr lange Stücke können wir dabei auch noch einmal halbieren.
15 - Kohlrabi in Streifen schneiden / Cut kohlrabi in stripes

Außerdem schälen wir die Schalotten und schneiden sie in feine Würfel,
16 - Schalotte würfeln / Dice shallot

waschen die Tomaten, vierteln und entkernen sie
17 - Tomaten entkernen / Remove core

und schneiden sie in schmale Streifen.
18 - Tomaten in Streifen schneiden / Cut tomatoes in stripes

Des weiteren putzen wir, soweit notwendig, unsere Austernpilze mit einem feinen, weichen Pinsel.
19 - Austernpilze reinigen / Clean oyster mushrooms

In einem Topf bringen wir dann die Butter zum schmelzen
20 - Butter schmelzen / Melt butter

und dünsten darin die gewürfelten Schalotten für 2 bis 3 Minuten farblos an.
21 - Schalotte andünsten / Braise shallot lightly

Anschließend geben wir die Kohlrabistreifen hinzu
22 - Kohlrabi hinzufügen / Add kohlrabi

und gießen alles mit der Gemüsebrühe
23 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add vegetable stock

und der Sojacreme auf,
24 - Sojacreme aufgießen / Add soy cream

um es dann kurz aufkochen und für weitere 12 bis 15 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.
25 - Aufkochen und köcheln lassen / Boil up and simmer

In der Zwischenzeit reiben wir unseren Parmesan-Käse
26 - Käse reiben / Grind cheese

und geben ihn dann mit den aufgeschlagenen Eiern und etwas Pfeffer in eine Schüssel
27 - Eier Käse & Pfeffer in Schüssel geben / Add cheese, eggs & pepper to bowl

wo wir alles gut miteinander verrühren.
28 - Gut verrühren / Mix well

Außerdem waschen wir den Kerbel, schütteln ihn trocken und zerkleinern ihn
29 - Kerbel zerkleinern / Mince chervil

um dann ebenso mit der Petersilie zu verfahren.
30 - Petersilie schneiden / Cut parsley

Des weiteren wenden wir unsere Austernpilze im Mehl, wobei wir versuchen sollten überschüssiges Mehl abzuschütteln.
35 - Austernpilze in Mehl wenden / Toss oyster mushrooms in flour

Einige Minuten vor Garende geben wir dann die Tomatenstreifen zu unserem Kohlrabi
31 - Tomatenstreifen hinzufügen / Add tomato stripes

und addieren den Kerbel
32 - Kerbel addieren / Add chervil

sowie die Petersilie. Zum Schluss stellen wir die Platte dann auf niedrigste Stufe um das Kohlrabigemüse warm zu halten.
33 - Petersilie hinzufügen / Add parsley

In einer Pfanne erhitzen wir nun etwas Olivenöl
36 - Öl erhitzen / Heat up oil

und ziehen dann unsere Austernpilze kurz durch die Ei-Parmesan-Mischung – wer sich die Finger nicht dreckig machen möchte, kann hierfür eine kleine Kuchengabel verwenden – um sie sogleich im heißen Öl von beiden Seiten für ein bis zwei Minuten anzubraten.
37 - Pilze anbraten / Fry mushrooms

Die fertig gebratenen Pilze lassen wir auf etwas Küchenpapier abtropfen, wobei wir sie von beiden Seiten noch etwas mit Salz würzen sollten.
38 - Pilze abtropfen lassen / Drain mushrooms

Sind die Pilze dann angebraten, können wir sie gemeinsam mit dem Kohlrabigemüse servieren und genießen.
39 - Gebratene Austernpilze mit Kohlrabigemüse / Fried oyster mushrooms with kohlrabi - Serviert

Alleine das Kohlrabi-Gemüse in seiner sämigen Sojasauce und mit der Kräuter-Mischung aus Kerbel und Petersilie und der leichten Tomatennote war schon ein wahrer Genuss. Aber die saftigen, gebratenen Austernpilz-Chips in ihrer Panade aus Ei und Parmesan stellten meiner persönlichen Meinung nach das Highlight dieses Gerichtes dar. Fast bin ich geneigt zu sagen, dass es sich hier um einen würdigen Ersatz für eine Fleischbeilage handelte, denn sowohl von seiner Konsistenz als auch vom Geschmack kam es wirklich nah an gebratenes Fleisch heran. Das überzeugt mich zwar noch immer nicht, komplett zum Vegetarier zu konvertieren, aber es ist gut zu wissen dass es wirklich leckere Alternativen gibt. 😉

40 - Gebratene Austernpilze mit Kohlrabigemüse / Fried oyster mushrooms with kohlrabi - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht kann sich das Gericht durchaus sehen lassen. Meiner Kalkulation nach kommen wir hier für alles zusammen auf ca. 920kcal, das heißt bei zwei Portionen pro Portion auf 460kcal, bei drei Portionen sogar nur 307kcal – und das bei einem so sättigenden Gericht wie diesem. Aber natürlich kann ich auch dieses Gericht nicht nur Kalorienbewussten ans Herz legen, auch jedem regulären Esser sollte es durchaus munden – vor allem wenn man Pilze gerne mag wie ich. Zumal die gebratenen Austernpilze sich auch abgekühlt noch als ein sehr leckeres Fingerfood erwiesen.

Guten Appetit

Nachtrag 28.08.2012: Obwohl ich bei Pilzen ja immer etwas Vorbehalte habe, erwiesen sich beide Komponenten des Gerichtes heute Abend als wunderbar zum aufwärmen z.B. in der Mikrowelle geeignet, eine gekühlte Aufbewahrung im Kühlschrank natürlich vorausgesetzt.

Pikantes Bohnengulasch [07.08.2012]

Tuesday, August 7th, 2012

Nachdem ich ja gestern bereits gestern Asiatisch gegessen hatte, wollte ich heute mal wieder der regulären Küche meine Aufmerksamkeit zuwenden – daher ließ ich die Angebote in den Woks, wo u.a. Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry und Gaeng Pad Nue – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry bruzzelten, links liegen. Das traditionell-regionale Hähnchen Cordon Bleu mit Pommes Frites wiederum kam für mich nicht in Frage, da frittierte Pommes und frittiertes, paniertes und mit Käse und Schinken gefülltes Fleisch – auch wenn es vom Hähnchen war – versprach eine ziemliche Kalorienbombe zu sein. Besser klangen da schon die Spinat-Ricotta Tortellini in Gorgonzolasauce bei Globetrotter und ich war kurz davor hier zuzuschlagen als ich schließlich den Klassiker Pikantes Bohnengulasch bei Vitality entdeckte, das man wie üblich mit einem kräftigen Klacks Saurer Sahne garniert hatte. Und bei den gerade mal 392kcal die dieses Gericht haben fiel mir da die Wahl nicht schwer. Daran änderte auch der kleine Becher Obstsalat von Dessert-Theke, den ich mir nach als Nachtisch gönnte nicht mehr viel.

Pikantes Bohnengulasch / Zesty bean goulash

Im Bohnengulasch fanden sich neben grünen Stangenbohnen und kleinen weißen Bohnen auch kleine Kartoffeln, Würfel von Zucchini, roter und grüner Paprika sowie geschälten Tomaten in einer leckeren fruchtigen Tomatensauce, die mit zahlreichen Kräutern gewürzt war. Vermengt mit der dünnen sauren Sahne und er von mir selbst hinzugefügten Garnitur aus gehackter Petersilie ergab das Ganze ein einfaches, vegetarisches und sehr leckeres Eintopfgericht, das auch noch angenehm lang sättigte. Und auch der kleine Becher aus so gut wie nicht gesüßten, gewürfelten Stücken von Apfel, Birne, Ananas, Melone, Erdbeere, Orange und Mango sowie Weintrauben in etwas Eigensaft gab keinerlei Grund zur Kritik und bot somit einen gelungenen Abschluß des heutigen Mittagsmahls.
Welches der anderen Gerichte heute mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Gerichten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete, die ich wie immer durch Beobachtung der Vorlieben der anderen Kantinengäste aufstellte, kann man wohl leicht erraten: Genau, natürlich das Gericht mit Pommes Frites und dem Hähnchen Cordon bleu. Auf Platz zwei würde ich mit knappen Vorsprung mal wieder die Asia-Gerichte einordnen, gefolgt von den Tortellini und schließlich ebenfalls knapp dahinter schließlich der Bohnengulasch.

Mein Abschlußurteil:
Bohnengulasch mit Saurer Sahne: ++
Obstsalat: ++

Pizza-Muffins mit Speck und Tomaten – das Rezept

Saturday, August 4th, 2012

Bereits seit letztem Jahr nenne ich nun eine Muffin-Form mein Eigen, jedoch war ich bis heute noch nicht dazu gekommen sie mal einzuweihen – doch das wollte ich nun ändern. Ich rede hier natürlich von der englischen Form des Muffins, der normalerweise als süßer Kuchen gereicht wird – da ich jedoch auf süßes aktuell verzichte entschied ich mich dazu, mich mal an Pizza-Muffins zu versuchen – und zwar an einer etwas kalorienreduzierteren Variante. Und abgesehen von einer Kleinigkeit, die ich hier im Text jedoch berichtigt habe, waren sie meiner Meinung nach ein voller Erfolg. Daher möchte ich das verwendete Rezept hier in gewohnter Form einmal kurz vorstellen.

Was brauchen wir also für 12 Muffins?

200g Dinkelmehl
01 - Zutat Dinkelmehl / Ingredient spelt flour

50g 5-Korn-Flocken (bestehend aus Weizen-, Gersten-, Hafer-, Roggen-, Reisflocken)
02 - Zutat 5-Korn-Mischung / Ingredient flakes

1/2 Tüte Backpulver (ca. 7-8g)
03 - Zutat Backpulver / Ingredient baking powder

1 TL Salz
05 - Zutat Salz / Ingredient salt

250ml Buttermilch
04 - Zutat Buttermilch / Ingredient buttermilk

2 Hühnereier
06 - Zutat Hühnereier / Ingredient chicken eggs

50g getrocknete Tomaten
07 - Zutat getrocknete Tomaten / Ingredient dried tomatoes

140g Mais (Abtropfgewicht – entspricht einer kleinen Dose)
08 - Zutat Mais / Ingredient corn

100g Speckwürfel (wer mag kann gerne auch ein wenig mehr hinein tun)
09 - Zutat Speck / Ingredient bacon

50g Greyerzer (würziges Schweizer Hartkäse – Alternativ geht aber auch mittelalter Gouda)
10 - Zutat Greyerzer (Käse) / Ingredient cheese

50g Mozzarella
11 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

sowie 1 – 1,5 EL Rapsöl zum Fetten

Geben wir also Dinkelmehl, 5-Korn-Flocken, Backpulver und Salz in eine größere Schüssel
12 - Mehl, Flocken, Salz & Backpulver in Schüssel geben / Add flour, flakes salt & baking powder to bowl

fügen die aufgeschlagenen Eier und die Buttermilch hinzu
13-  Eier & Buttermilch hinzufügen / Add buttermilk & eggs

und verrühren dann mit den Knethaken unserer Küchenmaschine zu einem dünneren, aber gut vermengten Teig.
14 - verrühren / mix

Diese Stellen wir dann bei Seite und schneiden die getrockneten Tomaten in Streifen, wobei wir diese bei größeren Stücken noch einmal halbieren.
15 - In Streifen schneiden / Cut into slices

Außerdem lassen wir den Mais abtropfen, reiben wir den Käse in grobe Raspeln
16 - Käse reiben / Rasp cheese

und zerbröseln den Mozzarella ein wenig.
17 - Mozzarella zerkleinern / Shred mozzarella

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Tomatenstreifen, Mais, Speck, geriebenen Greyerzer und Mozzarella geben wir dann zu dem Teig
18 - Zum Teig geben / Add to dough

und verrühren alles gut miteinander.
19 - Verrühren / Mix

Nun nehmen wir die Muffin Form zur Hand. Sollten wir sie ohne die Papierförmchen verwenden wollen, fetten wir das innere jedes Vertiefung etwas mit einem Pinsel und Öl aus. Bei Verwendung der Papierförmchen empfehlt es sich, das innere der Förmchen etwas auszufetten, da diese sonst an den Muffins kleben bleiben. Anschließend befüllen wir die Vertiefungen mit unserer Teigmischung.
20 - In Muffinform füllen / Put into muffin form

Sobald der Backofen vorgeheizt ist, schieben wir unsere Form auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 30 bis 35 Minuten backen.
21 - Backen / baking

Beim Backen geht der Muffinteig dank des Backpulvers als Treibmittel gut auf und geben unserer Kreation die gewohnte gewölbte Form.
22 - Aufgegangen / raising

Wenn der sichtbare Teig nach ca. 30 Minuten beginnt, ein dunkleres Braun anzunehmen, können wir die die Muffinform entnehmen
23 - Pizza-Muffins - Fertig gebacken

und die Muffins, am besten noch heiß, servieren.
24 - Pizza-Muffins - Serviert

Zwar hatte ich, ein typischer Anfängerfehler, vergessen die Papierförmchen innen auszufetten, was zur Folge hatte dass sie sich nur schwer von dem eigentlichen Muffin lösen ließen – aber das tat dem Geschmack natürlich keinerlei Abbruch. Dafür dass dies mein erster Versuch mit Muffins überhaupt gewesen war, muss ich sagen dass sie geschmacklich sehr gelungen waren. Ein lockerer, luftiger Teig, durchsetzt mit Mais, Tomaten, Käse und Speck erwiesen sich als wirklicher Genuss und eine würzig-pikante Alternative zu diesem sonst süßen Gebäck.

25 - Pizza-Muffins - CloseUp

Bei meiner Kalkulation kam ich auf 1920kcal für die ganze Form, also 160kcal pro Muffin. Wenn man bedenkt dass ein Blaubeer-Muffin wie ihn z.B. McDonalds serviert mit etwa 500kcal zu Buche schlägt erkennt man schnell um was für eine leichte und trotzdem leckere Muffin-Variante es sich bei diesem Rezept handelt. Und nicht nur für eine schnell zubereitete Hauptmahlzeit, sondern auch als Fingerfood auf einer Party eignen sich diese Wunderbar, da sie wie ich feststellen durfte auch abgekühlt noch sehr gut schmecken. Das wird mit Sicherheit nicht mein letztes Rezept mit Muffins gewesen sein, soviel steht fest – heute bin ich wirklich auf den Geschmack mit pikanten Muffins gekommen. Also bald mehr Rezepte in dieser Richtung… 😉

Guten Appetit