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Pikantes Bohnengulasch [07.08.2012]

Tuesday, August 7th, 2012

Nachdem ich ja gestern bereits gestern Asiatisch gegessen hatte, wollte ich heute mal wieder der regulären Küche meine Aufmerksamkeit zuwenden – daher ließ ich die Angebote in den Woks, wo u.a. Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry und Gaeng Pad Nue – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry bruzzelten, links liegen. Das traditionell-regionale Hähnchen Cordon Bleu mit Pommes Frites wiederum kam für mich nicht in Frage, da frittierte Pommes und frittiertes, paniertes und mit Käse und Schinken gefülltes Fleisch – auch wenn es vom Hähnchen war – versprach eine ziemliche Kalorienbombe zu sein. Besser klangen da schon die Spinat-Ricotta Tortellini in Gorgonzolasauce bei Globetrotter und ich war kurz davor hier zuzuschlagen als ich schließlich den Klassiker Pikantes Bohnengulasch bei Vitality entdeckte, das man wie üblich mit einem kräftigen Klacks Saurer Sahne garniert hatte. Und bei den gerade mal 392kcal die dieses Gericht haben fiel mir da die Wahl nicht schwer. Daran änderte auch der kleine Becher Obstsalat von Dessert-Theke, den ich mir nach als Nachtisch gönnte nicht mehr viel.

Pikantes Bohnengulasch / Zesty bean goulash

Im Bohnengulasch fanden sich neben grünen Stangenbohnen und kleinen weißen Bohnen auch kleine Kartoffeln, Würfel von Zucchini, roter und grüner Paprika sowie geschälten Tomaten in einer leckeren fruchtigen Tomatensauce, die mit zahlreichen Kräutern gewürzt war. Vermengt mit der dünnen sauren Sahne und er von mir selbst hinzugefügten Garnitur aus gehackter Petersilie ergab das Ganze ein einfaches, vegetarisches und sehr leckeres Eintopfgericht, das auch noch angenehm lang sättigte. Und auch der kleine Becher aus so gut wie nicht gesüßten, gewürfelten Stücken von Apfel, Birne, Ananas, Melone, Erdbeere, Orange und Mango sowie Weintrauben in etwas Eigensaft gab keinerlei Grund zur Kritik und bot somit einen gelungenen Abschluß des heutigen Mittagsmahls.
Welches der anderen Gerichte heute mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Gerichten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete, die ich wie immer durch Beobachtung der Vorlieben der anderen Kantinengäste aufstellte, kann man wohl leicht erraten: Genau, natürlich das Gericht mit Pommes Frites und dem Hähnchen Cordon bleu. Auf Platz zwei würde ich mit knappen Vorsprung mal wieder die Asia-Gerichte einordnen, gefolgt von den Tortellini und schließlich ebenfalls knapp dahinter schließlich der Bohnengulasch.

Mein Abschlußurteil:
Bohnengulasch mit Saurer Sahne: ++
Obstsalat: ++

Pizza-Muffins mit Speck und Tomaten – das Rezept

Saturday, August 4th, 2012

Bereits seit letztem Jahr nenne ich nun eine Muffin-Form mein Eigen, jedoch war ich bis heute noch nicht dazu gekommen sie mal einzuweihen – doch das wollte ich nun ändern. Ich rede hier natürlich von der englischen Form des Muffins, der normalerweise als süßer Kuchen gereicht wird – da ich jedoch auf süßes aktuell verzichte entschied ich mich dazu, mich mal an Pizza-Muffins zu versuchen – und zwar an einer etwas kalorienreduzierteren Variante. Und abgesehen von einer Kleinigkeit, die ich hier im Text jedoch berichtigt habe, waren sie meiner Meinung nach ein voller Erfolg. Daher möchte ich das verwendete Rezept hier in gewohnter Form einmal kurz vorstellen.

Was brauchen wir also für 12 Muffins?

200g Dinkelmehl
01 - Zutat Dinkelmehl / Ingredient spelt flour

50g 5-Korn-Flocken (bestehend aus Weizen-, Gersten-, Hafer-, Roggen-, Reisflocken)
02 - Zutat 5-Korn-Mischung / Ingredient flakes

1/2 Tüte Backpulver (ca. 7-8g)
03 - Zutat Backpulver / Ingredient baking powder

1 TL Salz
05 - Zutat Salz / Ingredient salt

250ml Buttermilch
04 - Zutat Buttermilch / Ingredient buttermilk

2 Hühnereier
06 - Zutat Hühnereier / Ingredient chicken eggs

50g getrocknete Tomaten
07 - Zutat getrocknete Tomaten / Ingredient dried tomatoes

140g Mais (Abtropfgewicht – entspricht einer kleinen Dose)
08 - Zutat Mais / Ingredient corn

100g Speckwürfel (wer mag kann gerne auch ein wenig mehr hinein tun)
09 - Zutat Speck / Ingredient bacon

50g Greyerzer (würziges Schweizer Hartkäse – Alternativ geht aber auch mittelalter Gouda)
10 - Zutat Greyerzer (Käse) / Ingredient cheese

50g Mozzarella
11 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

sowie 1 – 1,5 EL Rapsöl zum Fetten

Geben wir also Dinkelmehl, 5-Korn-Flocken, Backpulver und Salz in eine größere Schüssel
12 - Mehl, Flocken, Salz & Backpulver in Schüssel geben / Add flour, flakes salt & baking powder to bowl

fügen die aufgeschlagenen Eier und die Buttermilch hinzu
13-  Eier & Buttermilch hinzufügen / Add buttermilk & eggs

und verrühren dann mit den Knethaken unserer Küchenmaschine zu einem dünneren, aber gut vermengten Teig.
14 - verrühren / mix

Diese Stellen wir dann bei Seite und schneiden die getrockneten Tomaten in Streifen, wobei wir diese bei größeren Stücken noch einmal halbieren.
15 - In Streifen schneiden / Cut into slices

Außerdem lassen wir den Mais abtropfen, reiben wir den Käse in grobe Raspeln
16 - Käse reiben / Rasp cheese

und zerbröseln den Mozzarella ein wenig.
17 - Mozzarella zerkleinern / Shred mozzarella

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Tomatenstreifen, Mais, Speck, geriebenen Greyerzer und Mozzarella geben wir dann zu dem Teig
18 - Zum Teig geben / Add to dough

und verrühren alles gut miteinander.
19 - Verrühren / Mix

Nun nehmen wir die Muffin Form zur Hand. Sollten wir sie ohne die Papierförmchen verwenden wollen, fetten wir das innere jedes Vertiefung etwas mit einem Pinsel und Öl aus. Bei Verwendung der Papierförmchen empfehlt es sich, das innere der Förmchen etwas auszufetten, da diese sonst an den Muffins kleben bleiben. Anschließend befüllen wir die Vertiefungen mit unserer Teigmischung.
20 - In Muffinform füllen / Put into muffin form

Sobald der Backofen vorgeheizt ist, schieben wir unsere Form auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 30 bis 35 Minuten backen.
21 - Backen / baking

Beim Backen geht der Muffinteig dank des Backpulvers als Treibmittel gut auf und geben unserer Kreation die gewohnte gewölbte Form.
22 - Aufgegangen / raising

Wenn der sichtbare Teig nach ca. 30 Minuten beginnt, ein dunkleres Braun anzunehmen, können wir die die Muffinform entnehmen
23 - Pizza-Muffins - Fertig gebacken

und die Muffins, am besten noch heiß, servieren.
24 - Pizza-Muffins - Serviert

Zwar hatte ich, ein typischer Anfängerfehler, vergessen die Papierförmchen innen auszufetten, was zur Folge hatte dass sie sich nur schwer von dem eigentlichen Muffin lösen ließen – aber das tat dem Geschmack natürlich keinerlei Abbruch. Dafür dass dies mein erster Versuch mit Muffins überhaupt gewesen war, muss ich sagen dass sie geschmacklich sehr gelungen waren. Ein lockerer, luftiger Teig, durchsetzt mit Mais, Tomaten, Käse und Speck erwiesen sich als wirklicher Genuss und eine würzig-pikante Alternative zu diesem sonst süßen Gebäck.

25 - Pizza-Muffins - CloseUp

Bei meiner Kalkulation kam ich auf 1920kcal für die ganze Form, also 160kcal pro Muffin. Wenn man bedenkt dass ein Blaubeer-Muffin wie ihn z.B. McDonalds serviert mit etwa 500kcal zu Buche schlägt erkennt man schnell um was für eine leichte und trotzdem leckere Muffin-Variante es sich bei diesem Rezept handelt. Und nicht nur für eine schnell zubereitete Hauptmahlzeit, sondern auch als Fingerfood auf einer Party eignen sich diese Wunderbar, da sie wie ich feststellen durfte auch abgekühlt noch sehr gut schmecken. Das wird mit Sicherheit nicht mein letztes Rezept mit Muffins gewesen sein, soviel steht fest – heute bin ich wirklich auf den Geschmack mit pikanten Muffins gekommen. Also bald mehr Rezepte in dieser Richtung… 😉

Guten Appetit

Einfache Meeresfrüchte-Paella – das Rezept

Saturday, July 28th, 2012

Nachdem ich mich vor einiger Zeit ja schon einmal an einer Weichweizen-Paella versucht hatte, wollte ich mich heute nun an eine “echte” Paella mit Meeresfrüchten und Reis heran wagen. Rezepte für dieses spanische oder sollte besser valencianische Nationalgericht (denn Paella stammt ja ursprünglich aus der Gegend um Valencia) gibt es ja wie Sand am Meer, ich entschied mich schließlich für diese einfache und was die Kalorien angeht etwas leichtere, aber auch sehr leckere Zubereitung, die ich nun hier einmal in gewohnter Form kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

150g feine grüne Bohnen
01 - Zutat grüne Bohnen / Ingredient green beans

1 mittlere rote Paprikaschoten (ca. 200g)
02 - Zutat rote Paprika / Ingredient red bell pepper

1 mittlere Zwiebel (ca. 50g)
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 Tomaten (zusammen ca. 150-200g)
05 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

200g Risotto-Reis
06 - Zutat Risotto-Reis / Ingredient risotto rice

300g Meeresfrüchte (TK)
07 - Zutat Meeresfrüchte / Ingredient seafood

1 Döschen Safran-Fäden (0,1g)
08 - Zutat Safran / Ingredient saffron

3 EL Olivenöl
09 - Zutat Olivenöl / Inrgedient olive oil

400ml Gemüsebrühe
10 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1/3 – 1/2 Bund Petersilie (6-8 Stiele)
11 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 Bio-Zitrone
12 - Zutat Bio-Zitrone / Ingredient lemon

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun damit, die Bohnen gründlich zu waschen
13 - Bohnen abspülen / Clean beans

und sie dann zu “putzen”. Früher hätte das bedeutet, dass man auch den Faden an der “Naht” der Bohne hätte abziehen müssen, doch bei modernen Sorten reicht es glücklicherweise aus einfach die Enden abzuschneiden. Größere Bohnen halbieren wir am besten gleich noch einmal.
14 - Bohnen schneiden / Cut beans

Anschließend kochen wir sie für mindestens 10 Minuten in Salzwasser.
15 - Bohnen kochen / Cook beans

Während die Bohnen kochen, können wir uns schon einmal um die anderen Zutaten kümmern. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie dann – ich nutzte hierzu meine handbetriebene Maschine, wer so etwas nicht besitzt kann natürlich auch gerne auf das klassische würfeln der Zwiebel mit dem Messer zurückgreifen.
16 - Zwiebel zerkleinern / Cut onion

Außerdem waschen wir die Paprika, entkernen sie und schneiden sie dann in dünne Streifen.
17 - Paprika in Streifen schneiden / Slice bell pepper

Bei den Tomaten entfernen wir, nachdem wir sie ebenfalls gewaschen haben (man weiß ja nie wer das Gemüse im Supermarkt bereits angefasst hat), die Stielansätze
18 - Stielansatz entfernen / Remove stalk

und schneiden sie in kleine Stücke.
19 - Tomate würfeln / Dive tomatoes

Sind die Bohnen dann fertig gekocht, gießen wir sie in ein Sieb, schrecken sie kurz mit kaltem Wasser ab und lassen sie dann abtropfen.
20 - Bohnen abschrecken / Drain beans

Den Safran geben wir anschließend in ein Schälchen mit 2 Esslöffeln lauwarmen Wassers und lösen ihn darin etwas auf.
21 - Safran auflösen / Dissolve saffron

In einer großen Pfanne bringen wir anschließend die 3 Esslöffel Olivenöl auf Betriebstemperatur,
22 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

dünsten die Zwiebel darin an
23 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

und geben wenig später auch das Knoblauch hinzu, welches wir ebenfalls andünsten.
24 - Knoblauch addieren / Add garlic

Kurz darauf können wir dann auch die Paprikastreifen mit in die Pfanne geben
25 - Paprika mit anbraten / Roast bell pepper slices

und braten sie für einige Minuten mit bis sie etwas Farbe bekommen. Dabei können wir alles auch schon einmal mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.
26 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt and pepper

Sind die Paprikastreifen gut angebraten, geben wir dann auch den Risotto-Reis in die Pfanne
27 - Reis dazu geben / Add rice

und braten ihn ebenfalls kurze Zeit mit an bis er glasig wird.
28 - glasig anbraten / stir-fry rice

Dann gießen wir etwa 1/3 der Gemüsebrühe mit dazu
29 - etwas Brühe angießen / Add some broth

und lassen sie einkochen / verdunsten
30 - einkochen lassen / simmer

um dann ein weiteres Drittel der Gemüsebrühe hinzuzufügen
31 - Brühe addieren / Add more broth

und anschließend die Meeresfrüchte mit in die Pfanne zu geben.
32 - Meeresfrüchte hinzufügen / Add seafood

Alles lassen wir nun kurz aufkochen
33 - aufkochen lassen / heat up

und dann auf leicht reduzierter Stufe für 10 Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir es gelegentlich umrühren.
34 - köcheln und umrühren / Simmer and stir

Nach zehn Minuten geben wir schließlich auf das verbleibende drittel Gemüsebrühe hinzu,
35 - Rest Brühe hinzufügen / Add remaining broth

addieren den Safran
36 - Safran hinzufügen / Add saffron

und geben schließlich auch noch die gestückelten Tomaten
37 - Tomaten addieren / Add tomatoes

und die gekochten grünen Bohnen hinein
38 - Bohnen beigeben / Add beans

Für weitere acht bis zehn Minuten lassen wir das Ganze dann weiter vor sich hin köcheln, wobei wir auch hier das gelegentlich umrühren nicht vergessen sollten.
39 - Köcheln lassen / simmer

In der Zwischenzeit können wir dann auch die Petersilie waschen und trocken schütteln
40 - Petersilie waschen / Wash parsley

um anschließend die Blättchen von den Stielen abzuzupfen und sie fein zu zerhacken.
41 - Petersilie zerkleinern / Hackle parsley

Außerdem können wir noch unsere Bio-Zitrone in Spalten schneiden.
42 - Zitrone schneiden / Cut lemon

Kurz vor Garende schmecken wir das Gericht schließlich noch einmal mit Salz & Pfeffer ab
43 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

und heben schließlich noch die gehackte Petersilie unter.
44 - Petersilie unterheben / Fold in parsley

Dann brauchen wir es nur noch einmal kurz probieren
45 - Probieren / Try

und wenn es uns geschmacklich zusagt gemeinsam mit den Zitronenspalten servieren.
46 - Meeresfrüchte-Paella / Seafood paella - Serviert

Ich hatte zwar damit gerechnet, dass der Reis durch das Safran noch etwas gelblicher wird, aber dazu hätte ich wohl noch Kurkuma verwenden müssen. Von dieser nicht erfüllten Erwartungshaltung aber einmal abgesehen war ich überaus zufrieden mit diesem Paella-Gericht. Die Meeresfrüchte aus Garnelenschwänzen, Tintenfischen und Miesmuschelfleisch passten geschmacklich wunderbar zu der Gemüsezusammenstellung aus grünen Bohnen, Tomaten und Paprikstreifen und harmonierten auch prächtig mit dem gut durchgekochten, durch das Safran sowie Salz und Pfeffer angenehm würzigen Risottoreis. Garniert mit dem Saft der Zitrone ein wahrer Genuss – ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

47 - Meeresfrüchte-Paella / Seafood paella - CloseUp

Werfen wir abschließend natürlich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Kalkulation nach liegt der komplette Pfanneninhalt bei 1300kcal, teilen wir es auf 2 Portionen auf – was jedoch recht große Portionen wären – lägen wir bei 650kcal pro Portion. Bei der realistischeren Aufteilung auf drei Portionen kämen wir auf 433kcal pro Portion. Für ein so mächtiges und dank des Reis auch angenehm sättigendes Hauptgericht ist das wie ich finde ein mehr als akzeptabler Wert.
Auch wenn es sich hier nur um eine einfache Variante der Paella handelt, kann ich das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen. Das soll aber natürlich nicht heißen dass ich nicht bei Gelegenheit auch mal eine andere Variante ausprobiere – dazu ist meine Neugier nach neuen Geschmackserlebnissen einfach zu groß… 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Knödel-Paprika-Auflauf mit Cabanossi – aufgewärmt

Monday, July 23rd, 2012

Knödel-Paprika-Auflauf mit Cabanossi - aufgewärmt / Dumpling paprika casserole with cabanossi - Reheated

Heute gab es die letzten Reste vom Knödel-Paprika-Auflauf mit Cabanossi, der sich wie ich feststellen durfte auch wunderbar zum aufwärmen in der Mikrowelle eignet. Einzig bei den Knödeln musste man leichte Abstriche machen, denn frisch sind sie eindeutig besser – aber damit kann man meiner Meinung nach leben.

Hähnchenbrust aus der Folie mit Artischockenherzen, Tomaten & Zucchini – das Rezept

Saturday, July 7th, 2012

Heute wollte ich mich mal an etwas neuem Versuchen: Dem dünsten von Fleisch in Folie. Dazu hatte ich mir ein passendes Rezept herausgesucht und es noch um eine Sättigungsbeilage aus Zutaten ergänzt, die ich noch vorrätig hatte. So entstand heute in meiner Küche ein Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Tomaten & Zucchini an Ajvar-Kartoffelpüree. Klingt kompliziert, ist es aber wie ich fand überhaupt nicht. Und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen – eine wunderbar leckere Kombination, die ich hiermit in der gewohnten Weise einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

Für die Hähnchenbrust

5-6 Artischockenherzen (Glas oder Dose)
01 - Zutat Artischockenherzen / Ingredient artichoke hearts

1 kleine Zucchini (ca. 250g)
02 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

40g getrocknete Tomaten (ohne Öl)
03 - Zutat getrockenet Tomaten / Ingredient dried tomatoes

350-400g Hähnchenbrustfilet
04 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

125ml trockenen Weißwein
05 - Zutat Weißwein / Ingredient white wine

einige Blättchen frisches Basilikum
06 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Für das Ajvar-Kartoffelpüree

600g Kartoffeln – mehlig kochende Sorte
07 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

4 EL Ajvar (Paprika-Würzpaste – gibt es im gut sortierten Einzelhandel oder im türkischen Supermarkt)
08 - Zutat Ajvar / Ingredient ajvar

100g Creme légère (oder Creme fraiche)
09 - Zutat Creme legere / Ingredient creme legere

1 EL gehackte Petersilie (ich griff hier auf TK-Ware zurück)
10 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

ca. 60ml Milch
11-Zutat-Milch

sowie Salz, Pfeffer & Muskatnuss zum würzen.

Beginne wir damit, die Kartoffeln zu schälen und in ungefähr gleich große Stücke zu zerteilen
12 - Kartoffeln schälen und zerteilen / Peel & cut potatoes

um sie dann in etwas Salzwasser gar zu kochen.
12 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Während die Kartoffeln kochen waschen wir die Zucchini und schneiden sie in dünne Streifen. Ich verwendete dazu einfach die Brotmaschine, notfalls geht es aber bestimmt auch mit einem großen Messer.
14 - Zucchini schneiden / Cut zucchini

Anschließend geben wir die Zucchinistreifen in eine Schüssel und salzen sie etwas, um sie dann ca. 10 Minuten ziehen zu lassen.
15 - Zucchini salzen / Salt zucchini

Nun lassen wir die Artischockenherzen etwas abtropfen, vierteln sie dann,
16 - Artischockenherzen vierteln / Quarter artichoke hearts

und schneiden schließlich noch die getrockneten Tomaten in Streifen.
17 - Tomaten in Streifen schneiden / Cut dried tomatoes in stripes

Die Hähnchenbrust zerteilen wir in zwei gleich große Stücke, entfernen ggf. unschöne Stellen
18 - Hähnchenbrust zerteilen / Cut chicken breast

waschen sie gründlich unter fließendem Wasser, tupfen sie trocken
19 - Hähnchenbrust gründlich waschen / Wash chicken breast

und würzen sie dann von beiden Seiten gut mit Salz und Pfeffer, das wir mit dem Finger etwas ins Fleisch einreiben.
20 - Hähnchenbrust salzen & pfeffern / Taste chicken breast with salt & pepper

Inzwischen müssten auch die Kartoffeln durch sein, so dass wir sie abgießen und etwas abkühlen lassen können.
21 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

Nun ist ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 225 Grad vorzuheizen. Aus einer Rolle Alufolie schneiden wir dann zwei 30 x 30cm große Stücke ab
22 - Alufolie zuschneiden / Cut aluminium foil

und belegen diese dann mittig mit jeweils der Hälfte des gesalzenen Zucchinistreifen.
23 - Mit Zucchini belegen / Plate with zucchini

Auf die Zucchini platzieren wir unsere gewürzte Hähnchenbrust
24 - Hähnchenbrust auflegen / Add chicken breast

die wir dann mit den Tomatenstreifen
25 - Tomaten addieren / Add tomatoes

und den geviertelten Artischockenherzen garnieren. Alles würzen wir noch einmal gut mit Salz und Pfeffer.
26 - Artischockenherzen anordnen / Add artichoke hearts

Anschließend falten wir die Alufolie zu nestartigen Päckchen zusammen, wobei wir vorerst noch oben eine kleine Öffnung lassen, und legen beide Päckchen auf ein Backblech.
27 - Zusammenfalten / Fold

Durch die verbliebene Öffnung gießen wir jeweils etwa die Hälfte des trockenen Weißweins auf
28 - Mit Weißwein aufgießen / Infuse white wine

und verschließen die Päckchen dann gut.
29 - Päckchen schließen / Close packets

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir das Backblech auf der mittleren Schiene hinein, wo es ca. 30 Minuten verbleiben muss.
30 - Backen / bake

Während die Hähnchenbrust vor sich hin backt, können wir uns auch um unsere Sättigungsbeilage kümmern. Dazu pressen wir die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse oder stampfen sie,
31 - Kartoffeln pressen / Mash potatoes

und geben alles im Topf dann auf den Herd, wo wir Creme légère und Ajvar hinzufügen
32 - Ajvar & Creme legere addieren / Add ajvar & creme legere

wo wir alles gut vermengen
33 - Vermengen / Mix

und dabei noch den Esslöffel Petersilie
34 - Petersilie hinzufügen / Add parsley

und die Milch unterheben.
35 - Milch unterheben / Add milk

Zuletzt erhitzen wir alles und würzen es dabei mit viel Salz, ein wenig Pfeffer und einer kräftigen Prise Muskatnuss
36 - würzen / taste

und lassen es für einige Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln, wobei wir nicht vergessen sollten es regelmäßig umzurühren.
37 - Köcheln lassen / simmer

Außerdem waschen wir die Basilikumblätter, schütteln sie trocken und zerkleinern sie etwas.
38-Basilikum-schneiden

Nach dreißig Minuten können wir das Backblech dann dem Ofen entnehmen und die Päckchen öffnen – aber bitte mit Vorsicht denn der enthaltene Dampf ist sehr heiß.
38 - Fertig gebacken / Finished baking

Nun brauchen wir die Hähnchenbrüste nur noch auf eine Teller bugsieren, das Ajvar Kartoffelpüree hinzufügen und alles mit den geschnittenen Basilikumblättern garnieren.
40 - Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Zucchini & Tomaten an Ajvar-Kartoffelpüree / Chicken breast with artichoke hearts, zucchini & tomatoes on mashed potatoes with ajvar - Serviert

Alleine schon das wunderbar würzige Kartoffelpüree mit Ajvar war ein wahrer Traum geworden. Dennoch wurde es von dem auf einem Bett aus gedünsteten Zucchinischeiben ruhenden, saftig-würzigen Hähnchenbrustfilet geschmacklich sogar noch übertroffen. Das Aroma der Tomaten und auch der zart gedünsteten Artischockenherzen war beim geschlossenen Garen zusammen mit dem Weißwein ein wenig in das Fleisch eingezogen und gaben ihm eine wunderbar leckere Note. Abgerundet wurde das Ganze schließlich durch die Garnitur aus frischen Basilikumblätter, die dem Gericht sozusagen den letzten Schliff gaben. Traumhaft kann ich da nur sagen.

41 - Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Zucchini & Tomaten an Ajvar-Kartoffelpüree / Chicken breast with artichoke hearts, zucchini & tomatoes on mashed potatoes with ajvar - CloseUp

Und auch meine Befürchtungen dass die Hähnchenbrust nicht ganz durch werden würde, erwiesen sich als vollkommen unbegründet – das Fleisch war gleichmässig und saftig durchgegart worden.

42 - Hähnchenbrustfilet aus der Folie mit Artischockenherzen, Zucchini & Tomaten an Ajvar-Kartoffelpüree / Chicken breast with artichoke hearts, zucchini & tomatoes on mashed potatoes with ajvar - CloseUp 2

Kommen wir abschließend noch wie üblich zu den Nährwerten. Die Hähnchenbrust alleine erwies sich laut meiner Kalkulation mit gerade mal 307kcal pro Portion als angenehm leicht. Hinzu kommen noch einmal 308kcal für die Sättigungsbeilage aus Kartoffeln, Ajvar, Creme légère und Milch, womit wir bei einer Summe von 615kcal pro Portion wären. Dies halte ich für absolut akzeptabel und sogar leichte Kost, zumal man hier auch die Größe der Portion betrachten muss, die dabei entstanden ist. Reduziert man die Menge der verwendeten Kartoffeln im Kartoffelpüree und die Größe der Hähnchenbrust noch etwas, kann man aber noch einmal etwas sparen und notfalls kann man sogar das Kartoffelpüree einfach weglassen. Meiner Meinung nach ein absolut empfehlenswertes und mit relativ geringem Aufwand zuzubereitendes Gericht, das ich nicht nur jedem Feinschmecker vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

Guten Appetit