Orientalisches Puten-Chili – das Rezept

Heute wollte ich mal wieder eine gerade neu entdeckte Variante des von mit so geschätzten Chili con Carne ausprobieren, ein Orientalisches Puten-Chili mit Kichererbsen, Tomaten & Koriander. Ich hatte ja zuvor zwar schon mit Rinder- oder Schweine-, Lamm, Kalbshackfleisch gearbeitet, Puten- bzw. Geflügelhackfleisch hatte bisher aber noch nie Verwendung in meiner Küche gefunden. Ich unterlag daher der irrigen Annahme, man könne es wie alle andere Hackfleischsorten normal an der Fleischertheke kaufen, doch da hatte ich – zumindest was den Metzger in meinem Lieblingssupermarkt angeht – mich leider geirrt. Die Thekenkraft teilte mir mit, dass sie so etwas aufgrund der erhöhten Salmonellengefahr nur tiefgefroren verkauft. Also musste ich hier auf TK-Ware zurückgreifen, was ich bei Fleisch eigentlich nicht so gerne mache. Im Nachhinein gesehen hätte man hier auch ein Stück Putenbrust nehmen und es durch einen Fleischwolf zerkleinern können, doch leider besitze ich einen solchen (noch) nicht, daher griff ich auf die TK-Ware zurück. Aber das Ergebnis war auch so wie ich fand sehr gelungen, daher möchte ich nicht darauf verzichten das Rezept hier in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

1 mittlere Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 große oder 2 kleine Chilischoten (Ich wählte heute mal thailändische Rawit, da mit Habanero etwas zu scharf erschien)
03 - Zutat Chili (Rawit) / Ingredient chili (rawit)

400g Tomatenstücke (Dose)
04 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomatoes

1 Dose Kichererbsen (400g – 265g Abtropfgewicht)
05 - Zutat Kichererbsen / Ingredient chickpeas

1 Bund Koriander
06 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

500g Putenhackfleisch
07 - Zutat Putenhack / Ingredient turkey ground meat

150ml Hühnerbrühe
08 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

2 EL Olivenöl
09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

2 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

sowie Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel zum würzen
11 - Zutat Gewürze / Ingredient spices

Zuerst stellte sich mir erst einmal das Problem, wie ich Putenhackfleisch am besten auftauen konnte, das ich mir in 2 Päckchen zu je 250g zum ziemlich deftigen Preis von 4,99 pro Packung erworben hatte.
12 - Putenhack gefroren / Deep frozen turkey ground meat

Die Mikrowelle erschien mit dazu ungeeignet, aber nach einigen Recherchen entschloss ich mich dazu, das ganze, noch eingeschweißt, im lauwarmen Wasserbad aufzutauen. Besser wäre noch das noch langsamere Auftauen im Kühlschrank gewesen, aber dazu fehlte mir die Zeit.
13 - Putenhack auftauen / Defrost turkey ground meat

Während das Putenhack auftaut, wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie. Das geht natürlich auch mit dem Messer, ich nahm aber wieder meine kleine, handbetriebene Maschine dazu.
14 - Zwiebel zerkleinern / Cut onion

Außerdem entkernen wir die Chilischoten
15-Chili entkernen / Remove core

und schneiden sie in schmale Ringe, wobei wir größere Stücke noch mal halbieren oder dritteln.
16 - Chili in schmale Ringe schneiden / Cut chili in small rings

Nun können wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne erhitzen
17 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil

und braten das Putenhackfleisch darin krümelig an
18 - Putenhack anbraten / Roast turkey ground meat gently

wobei wir es auch gleich ein wenig mit Salz und Pfeffer würzen.
19 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten geben wir die gehackten Zwiebeln ebenfalls in die Pfanne
20 - Zwiebeln addieren / Add onions

pressen das Knoblauch hinein
21 - Knoblauch pressen / Add garlic

und fügen schließlich noch die zerkleinerten Chilischoten hinzu,
22 - Chili addieren / Add chili

um sie für drei bis vier Minuten mit anzubraten.
23 - Anbraten / Roast gently

Sind Zwiebeln, Chili und Knoblauch gut angedünstet, können wir auch die Tomatenstücke
24 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

und die Kichererbsen addieren
25 - Kichererbsen beigeben / Add chickpeas

und schließlich alles mit der Hühnerbrühe aufgießen.
26 - Hühnerbrühe aufgießen / Add chicken stock

Abschließend fügen wir noch die zwei Esslöffel Tomatenmark hinzu, rühren sie gut unter und lassen dann alles für sechs bis sieben Minuten bei gelegentlichem umrühren auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln.
27 - Tomatenmark unterrühren / Stir in tomato puree

Während das Chili vor sich hin köchelt, waschen wir den Koriander, schütteln ihn trocken und zupfen dann die Blättchen ab
28 - Korianderblättchen abzupfen / Pick coriander leaflets

um diesen dann grob zu zerkleinern.
29 - Koriander grob zerkleinern / Hackle coriander

Schließlich streuen wir die den gehackten Koriander ui dem restlichen Zutaten in die Pfanne und verrühren es gut, um es weitere zwei bis drei Minuten köcheln zu lassen
30 - Koriander einstreuen / Add coriander

und noch einmal mit Salz, Pfeffer und etwas Kreuzkümmel abzuschmecken.
31 - Würzen / Taste

Nachdem wir das ganze probiert und für gut befunden haben
32 - Probieren / Try

können wir es mit einer Portion Sour Cream, Creme fraiche oder mageren Naturjoghurt garniert servieren und genießen.
33 - Orientalisches Puten-Chili / Oriental turkey chili - Serviert

Zwar erfüllten die thailändischen Ravit-Chili, die mit 100.000 bis 150.000 Scoville als eigentlich nicht gerade mild gelten, nicht ganz meine Anforderungen an die Schärfe, aber auch in seiner nun doch nicht so scharfen Form erwies sich diese Chili-Variante als sehr lecker. Das Putenhack hatte neben seiner weitaus kalorienärmeren Eigenschaft auch einen angenehm weichen Geschmack, wobei es gut mit den noch leicht bissfesten Kichererbsen und den fruchtigen Tomaten harmonierte. Das gehackte Koriander gab dem Ganzen schließlich mit die orientale Note, die wie ich fand ebenfalls gut zu der Gesamtkomposition passte. Wer keinen Koriander mag, kann diesen aber notfalls auch weglassen oder ihn z.B. durch Petersilie ersetzen.

34 - Orientalisches Puten-Chili / Oriental turkey chili - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich das Gericht wirklich sehen lassen. Meiner Kalkulation nach kam die gesamt Zubereitung auf 1100kcal, das entspricht 550kcal bei zwei Portionen und bei drei Portionen sogar nur 367kcal pro Portion. Damit ist diese Chilizubereitung die leichteste von allen die ich bisher ausprobiert habe. Somit ist dieses Rezept nicht nur für Leute die keine Bohnen vertragen – denn ursprünglich war es wohl für diese Personengruppe vorgesehen – absolut weiterzuempfehlen. Wer kein Putenhackfleisch bekommt, kann dabei natürlich auch die gleiche Menge geschnetzelte Hühnerbrust verarbeiten, das sollte geschmacklich letztlich keinen großen Unterschied machen.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Gnocchi mit Ruccola & gedünsteten Kirschtomaten [11.06.2012]

Zwar klangen auch die asiatischen Gerichte wie Nasi Goreng – Gebratener Gorengreis mit verschiedenen Gemüsesorten nach Peking Art sowie Goeng Phet Yuk – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce durchaus verlockend, doch mir war heute mal wieder mehr nach einem regulären Gericht. Und obwohl sowohl die traditionell-regionale Gebratene Hähnchenbrust mit Tomaten und Mozzarella überbacken mit Thymiansauce und Penne Rigate als auch die Griechischen Bifteki mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Gemüsereis beide nicht besonders kalorienreich klangen, entschied ich doch für die noch leichter erscheinenden, vegetarischen Gnocchi mit Ruccola und gedünsteten Kirschtomaten aus der Sektion Vitality – denn immerhin hatte ich am Wochenende mehr als nötig geschlemmt. Dazu gesellte sich noch ein kleiner Becher Aprikosenquark auf mein Tablett.

Gnocchi mit Ruccola & gedünsteten Kirschtomaten

Das einzige was ich an diesem Gericht ein bisschen kritisieren müsste wären die sehr “stengeligen” Ruccolablätter, die über einen langen Stiel, aber eher wenig eigentliches Blattwerk verfügten. Damit hören die negativen Punkte aber schon auf, denn sowohl die gut durchgekochten Gnocchi also auch die mit ein paar Zwiebeln zusammen butterweich gedünsteten Kirschtomaten sowie die großzügige Portion geriebenen Parmesans zur Garnitur gaben keinen Grund zum Meckern. Und sogar die Sättigungsdauer erwies sich für ein vegetarisches Gericht als angenehm lang, wobei das Ganze mit gerade mal 513kcal zu Buche schlug. Da war auch noch der feste, mit zahlreichen Fruchtstücken versehene Fruchtquark absolut tragbar, ohne dass meine Kalorienbilanz allzu sehr nach oben getrieben wurde.
Die Aufstellung einer Allgemeinen Beliebtheitsskala gestaltete sich heute mal recht schwierig, da sich sowohl die Bifteki als auch die gebratene Hähnchenbrust sich großer Beliebtheit. Als ich selbst mein Essen holte, schien die Hähnchenbrust auf Platz eins zu tendieren, doch als ich den Speisesaal verließ schien die Vorliebe wieder eher zugunsten der Bifteki verschoben zu haben. Daher würde ich sagen dass diese Gerichte sich heute den ersten Platz teilen. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gerichte, aber nur ganz knapp vor den Gnocchi auf Platz vier, die sich für ein vegetarisches Gericht ungewohnt großer Beliebtheit erfreuten. Hätte man die Bifteki oder die Hähnchenbrust mit Pommes Frites serviert, wäre das Ergebnis bestimmt viel eindeutiger zugunsten dieses Angebots ausgefallen.

Mein Abschlußurteil:
Gnocchi: ++
Gedünstete Kirschtomaten: ++
Ruccola: ++
Aprikosenquark: ++

Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack – das Rezept

In meinem aktuellen bestreben etwas leichter zu kochen entschied ich mich heute dazu, mal ein neues Lasagne-Rezept auszuprobieren. Das ursprüngliche Rezept arbeitete dabei mit normalen Light-Frischkäse, ich entschied mich aber aufgrund der Tatsache dass ich diesen nicht bekommen hatte dazu, statt dessen den bereits mehrfach bewährten Ziegenfrischkäse zu verwenden. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte. Insgesamt erwies sich das Gericht schließlich als sehr leckere Alternative zur fettreichen Bechamel-Lasagne, das auch noch relativ einfach zuzubereiten ist. Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zur eigentlichen Zubereitung:

Was benötigen wir für 3-4 Portionen?

Lasagneplatten (bei mir waren es sechs, die Anzahl kann aber abhängig von der Größe der Auflaufform variieren)
01 - Zutat Lasagneblätter / Ingredient lasagne sheets

3-4 Möhren – ca 350g
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 mittlere rote Paprika – ca. 200g
03 - Zutat Paprika / Ingredient red bell pepper

1 große oder 2 kleine Zwiebeln
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

800g geschälte Tomaten (Dose)
06 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

2 EL Tomatenmark
07 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

300g Rinderhackfleisch
08  -Zutat Rinderhack / Ingredient ground beef

200g Ziegenfrischkäse
09 - Zutat Ziegenfrischkäse / Ingredient goat cream cheese

150ml Sojacreme – alternativ kann man aber auch Kondensmilch nehmen
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

zum würzen Salz, Pfeffer und Oregano
11 - Zutat Gewürze / Spices

sowie 2-3 EL Pflanzenöl zum braten

Beginnen wir wie gewohnt damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und zerkleinern wir die Zwiebel – wozu ich wieder mein kleines Maschinchen verwendete, man kann aber natürlich die Zwiebel auch gerne mit der Hand fein würfeln.
12 - Zwiebel zerkleinern / Cut onion

Außerdem waschen wir die Paprika, entkernen sie und schneiden sie in kleine Würfel
13 - Paprika würfeln / Dice red bell pepper

und schälen dann die Möhren
14 - Möhren schälen / Peel carrots

um sie dann z.B. auf der groben Seite einer Kastenreibe grob zu zerkleinern.
15 - Möhren raspeln / Grate carrots

Anschließend erhitzen wir in einer größeren Pfanne etwas Pflanzenöl
16 - Pflanzenöl erhitzen / Heat up oil

und braten unser Rinderhack darin krümelig an.
17 - Hackfleisch krümelig anbraten / Fry ground beef

Ist das Hackfleisch dann gut durchgebraten, geben wir auch die zerkleinerten Zwiebeln in die Pfanne
18 - Zwiebeln dazu geben / Add onions

pressen die Knoblauchzehen dazu
19 - Knoblauch pressen / Squeeze garlic

und dünsten dann alles für etwas drei Minuten bei gelegentlichem umrühren an.
20 - andünsten / braise lightly

Dann können wir schließlich die Paprikawürfel
21 - Paprika dazugeben / Add red bell pepper

und die geriebenen Möhren ebenfalls in die Pfanne geben
22 - Möhren addieren / Add carrots

und braten sie für weitere vier bis fünf Minuten mit an bis sie etwas Farbe bekommen haben.
23 - anbraten / braise

Währenddessen können wir alles auch gleich kräftig mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen.
24 - würzen / taste

Schließlich fügen wir dann auch die geschälten Tomaten mit hinzu,
25 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

verrühren sie gut
26 - Gut verrühren / Fold in

und heben dann noch das Tomatenmark unter. Anschließend lassen wir alles für zehn bis zwölf Minuten auch mittlerer Stufe bei gelegentlichem Rühren vor sich hin köcheln.
27 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

Während unsere Füllung köchelt, gießen wir die Sojacreme in ein passendes Behältnis,
28 - Sojacreme in Schüssel geben / Add soja cream in bowl

bröseln den Ziegenfrischkäse hinzu
29 - Ziegenfrischkäse dazu bröseln / Add goat cream cheese

und rühren dann alles einigermaßen glatt.
30 - Glatt rühren / Stir until smooth

Außerdem probieren wir natürlich noch unsere Füllung und schmecken sie ggf. noch einmal final mit den Gewürzen ab.
31 - Probieren & abschmecken / Try & taste

Nachdem wir dann den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und eine größere Auflaufform etwas ausgefettet haben, bedecken wir den Boden der Form mit etwas von unsere Möhren-Paprika-Hack-Mischung
32 - Boden bedecken / Cover ground

tragen etwas von der Mischung aus Sojacreme und Ziegenfrischkäse drauf auf
32 - Ziegenfrischkäse-Mix auftragen / Apply goat cream cheese mix

und belegen alles schließlich mit Lasagneplatten.
33 - Mit Lasagneplatten belegen / Add lasagna sheet layer

Es folgt eine weitere Schicht der Gemüse-Fleisch-Mischung
34 - Weitere Schicht Füllung / Another layer of sauce

eine weitere Lage Ziegenfrischkäse-Mix
35 - Mehr Ziegenfrischkäse-Mix / More cream cheese mix

eine weitere Lage Lasagneblätter
36 - Weitere Schicht Lasagneplatten dazu / Add another layer of lasagne sheet

und schließlich der Rest der Fleisch-Gemüse-Mischung
37 - Rest Füllung darauf geben / Add remaining sauce

sowie Abschließend der Rest unserer Mischung aus Sojacreme und Ziegenfrischkäse.
38 - Rest Ziegenkäse-Mix auftragen / Add remaining goat cream cheese mix

Ist der Backofen dann vorgeheizt, geben wir das Ganze auf der zweiten Schiene von unten für ca. 25 Minuten zum überbacken hinein.
39 - überbacken / au gratin

Anschließend entnehmen wir die Auflaufform, lassen sie für 2 bis 3 Minuten ruhen
40 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - Fertig gebacken

und können dann die Lasagne zerteilen und servieren.
41 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - serviert

Die mit einem leichten Touch von Oregano versehene Mischung aus geraspelten Möhren, Paprikawürfeln und mageren Rinderhack alleine war schon sehr lecker wie ich feststellen durfte, aber die geschmackliche Abrundung geschah meiner Meinung erst durch das angenehme Aroma das aufgebrachten Ziegenfrischkäse, den man dezent, aber dennoch deutlich herausschmeckte. Dabei war es wirklich gut gewesen, auch nicht mit den Gewürzen gegeizt zu haben, denn ich fand dass vor allem das Oregano sehr gut zu den anderen Zutaten passte. Eine mehr als nur tragbare Alternative zur schweren Bechamel-Lasagne wie ich fand, fast sogar noch besser.

42 - Möhren-Ziegenfrischkäse-Lasagne mit Rinderhack - Carrot goat cream cheese lasagne with ground beef - CloseUp

Kommen wir nun zu den Nährwerten: Meiner Berechnung nach kommt der gesamte Inhalt der Auflaufform auf ca. 1800kcal, das entspricht bei 4 Portionen leichten 450kcal pro Portion und bei der Aufteilung in drei große Portionen ca 600kcal pro Portion. Das sind für eine Lasagnezubereitung wirklich traumhafte Werte, gerade wenn man bedenkt dass man geschmacklich absolut keine Abstriche machen muss, sondern sogar noch ein unglaublich leckeres und sättigendes Gericht erhält. Daher kann ich das Rezept jedem nur wärmstens ans Herz legen, er wird den kleinen Aufwand der Zubereitung keinesfalls bereuen.

Guten Appetit

Polenta-Pizza mit Büffelmozzarella, Tomaten & Basilikum – das Rezept

Heute wollte ich mich mal wieder mit dem Thema Pizza beschäftigen, jedoch dieses Mal nicht gewöhnlicher Pizza. Viel mehr hatte ich geplant eine Polenta-Pizza mit Büffelmozzarella, Tomaten & Basilikum auf Pesto zuzubereiten. Mit Polenta, einer aus Mais-Grieß hergestellten Gemüsebrei, hatte ich mich bisher noch gar nicht befasst, konnte mich aber noch gut daran erinnern dass es sich hier um eine wirklich sehr schmackhafte und vor allem sättigende Zubereitung handelte. Warum also nicht mal einen Pizzaboden daraus machen? Und das Ergebnis erwies sich zwar als ungewöhnlich, aber sehr lecker – da möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier mal kurz vorzustellen?

Was brauchen wir also für 4 Portionen?

200g Polenta (Maisgrieß)
01 - Zutat Polenta / Ingredient polenta

800ml Gemüsebrühe
02 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

3 feste, mittlere Tomaten
03 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

1/2 – 3/4 Glas Pesto (ca. 80 – 100g) (Ich entschied mich für Pesto genovese, könnte mir aber auch gut Pesto rosso oder Bärlauchpesto vorstellen)
06 - Zutat Pesto / Inrgedient pesto

3-4 Stiele frisches Basilikum
07 - Zutat frisches Basilikum / Ingredient fresh basil

250 – 280g Büffelmozzarella
05  -Zutat Büffelmozzarella / Ingredient buffalo mozzarella

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir also damit, die Gemüsebrühe in einen Topf zu geben und zum kochen zu bringen.
08 - Gemüsebrühe aufkochen / Boil up vegetable stock

Sobald sie kocht, nehmen wir sie von der Platte und rühren die Polenta ein
09 - Polenta einrühren / Stir in polenta

um sie dann bei kleinster Stufe zurück auf die Kochplatte zu schieben und für 5 Minuten quellen zu lassen. Dabei empfiehlt es sich wie ich feststellte, einen Deckel aufzulegen da die Masse leicht blubbert und dabei dazu neigt etwas zu spritzen.
10 - Auf kleiner Flamme quellen lassen / Simmer and let soak

Nach dieser Zeitspanne nehmen wir die Polenta wieder von der Kochplatte herunter, schalten diese aus und lassen sie für weitere fünf Minuten ausquellen, wobei wir sie nach Belieben mit etwas Salz würzen.
11 - Weiter quellen lassen & salzen / Continue soaking & taste with salt

Auf einem Backblech legen wir nun etwas Backpapier aus und verteilen die Polenta-Masse mit einem geeigneten Werkzeug wie zum Beispiel einem Plastikspachtel zu einer einigermaßen gleichmäßigen Schicht.
12 - Auf Backpapier verteilen / Elapse on backing paper

Wer mag kann jetzt auch noch die Ränder begradigen. Ein rein ästhetischer Schritt, aber das Auge isst ja mit.
13 - Ränder begradigen / straighten borders

Dann lassen wir die Polenta etwas auskühlen und wenden uns den anderen Zutaten zu. Wir waschen also die Tomaten gründlich
14 - Tomaten waschen / Wash tomatoes

entfernen den Stielansatz keilförmig mit Hilfe eines kleinen, spitzen Messers
15 - Stielansatz entfernen / Remove core

und schneiden sie dann in nicht zu dicke, gleichmässige Scheiben.
15 - In Scheiben schneiden / Cut tomatoes into slices

Außerdem schneiden wir auch den Büffelmozzarella in Scheiben.
16 - Mozzarella in Scheiben schneiden / Cut mozzarella into slices

Ist die der Boden aus Polenta dann einigermaßen abgekühlt, können wir den Backofen auf 200 Grad vorheizen und dann beginnen, die Polenta mit einer Schicht Pesto zu bestreichen,
17 - Mit Pesto bestreichen / Cover with pesto

diese mit den Tomatenscheiben belegen
18 - Mit Tomaten belegen / Add tomato slices

und schließlich den Mozzarella darauf verteilen.
19 - Mozzarella hinzufügen / Add mozzarella

Alles würzen wir denn noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer
20 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

und sobald der Backofen dann vorgeheizt ist, schieben wir das Blech auf der unteresten Schiene hinein und backen es dort für 20 bis 25 Minuten.
21 - Backen / bake

Während sich unsere Polenta-Pizza im Backofen befindet, können wir schließlich noch das Basilikum waschen und trocken schütteln,
22 - Basilikum waschen / Wash basil

die Blätter abzupfen
23 - Blätter abzupfen / Pick basil leaves

und es grob zerkleinern.
24 - Basilikum grob zerkleinern / grind basil

Je nachdem welchen Bräunungsgrad des Käses man bevorzugt entnehmen wir schließlich unser Pizzablech aus dem Ofen,
25 - Fertig gebacken

garnieren sie mit dem frischen Basilikum
26 - Polenta-Pizza mit Büffelmozarella, Tomaten & Basilikum - Mit Basilikum garnieren / Polenta pizza with mozzarella, tomatoes & basil - garnish with basil

und können sie anschließend sogleich servieren und genießen.
27 - Polenta-Pizza mit Büffelmozarella, Tomaten & Basilikum / Polenta pizza with mozzarella, tomatoes & basil - Serviert

Gleich zu Beginn muss ich hier noch anmerken, dass die Polenta durch das Backen nicht knusprig wird, aber fest genug um sie zerschneiden und in Stücken auf die Teller geben zu können. Vielleicht hätte an durch einige Minuten des Vorbackens bevor man das Pesto aufträgt ein anderes Ergebnis erreichen können. Aber wie dem auch sei: Alleine die, durch die verwendete Gemüsebrühe angenehm würzig gewordene, leckere und vor allem sättigende Polentaschicht erwies sich schon als wahrer Genuss, aber gemeinsam mit der dünnen Garnitur aus Pesto genovese, den gebackenen Tomaten und dem zerlaufenen Büffelmozarella ergab das Ganze eine mehr als gelungene Pizzavariation. Dabei gibt die Garnitur aus frischen Basilikumblättern dem ganzen Geschmacklich sozusagen den letzten Schliff. Alle Befürchtungen es konnte zu lasch oder aber zu würzig werden waren hier vollkommen unbegründet gewesen – ich hätte mich wahrlich hinein knien können. Und wie ich zwischenzeitlich feststellen durfte ist eine solche Polenta-Pizza auch im leicht abgekühlten Zustand noch ein wahrer Genuss. Da vergisst man fast, dass es sich hier um ein vegetarisches Gericht handelt.

28 - Polenta-Pizza mit Büffelmozarella, Tomaten & Basilikum / Polenta pizza with mozzarella, tomatoes & basil - CloseUp

Und mit knapp 500kcal pro Portion kann sich dieses Gericht auch was die Nährwerte angeht durchaus sehen lassen. Am meisten nimmt dabei der verwendete Maisgrieß ein, knapp gefolgt vom Büffelmozarella und schließlich dem Pesto. Wer hier noch etwas mehr sparen will, kann ja zu Pesto light und einer fettreduzierten Mozzarella-Zubereitung greifen, aber ich denke dass die Werte auch so mehr als nur akzeptabel sind. Und dabei ist die Zubereitung vergleichbar einfach. Ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen und hoffe dem einen oder anderen Koch-Interessierten damit eine kleine Anregung gegeben zu haben.

Guten Appetit

Ricotta-Tomatenauflauf mit Ziegenfrischkäse – das Rezept

Heute entschied ich mich dazu, ein Rezept für Ricotta-Tomatenauflauf auszuprobieren, wobei ich den ursprünglich vorgesehenen normalen Frischkäse allerdings durch Ziegenfrischkäse ersetzte, da ich mir dadurch ein besseres Aroma erhoffte – eine Hoffnung die sich übrigens vollends erfüllte. Im Grunde genommen handelt es sich bei diesem Gericht um die herzhafte Variante der in Frankreich bekannten Süßspeise Clafoutis, einem Mittelding zwischen Kuchen und Auflauf. Und ich obwohl es sich bei dieser Variante um ein rein vegetarisches Gericht handelt, war das Ergebnis absolut lecker und empfehlenswert, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte die Zubereitung hier in gewohnter Form einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

Eine Hand voll Kirschtomaten – (ich habe 16 Stück verwendet, man kann aber auch gerne mehr oder weniger rein tun)
01 - Zutat Kirschtomaten / Ingredient cherry tomatoes

200g Ricotta
02 - Zutat Ricotta / Ingredient ricotta

4-5 Frühlingszwiebeln
03 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

180g Ziegenfrischkäse
04 - Zutat Ziegenfrischkäse / Ingredient goat cream cheese

3 Hühnereier
05 - Zutat Eier / Ingredient eggs

120g Erbsen
06 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

2-3 Zehen Knoblauch
07 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

4-5 Stiele frisches Basilikum
08 - Zutat frisches Basilikum / Ingredient fresh basil

4 EL Olivenöl
09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 gehäufter Esslöffel Mehl
10 - Zutat Mehl / Ingredient flour

einige Spritzer Tabasco
11 - Zutat Tabasco / Ingredient tabasco

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu waschen wir die Frühlingszwiebeln erst einmal gründlich und schneiden sie dann in ca. 1cm lange Stücke.
12 - Frühlingszwiebeln schneiden / Cut spring onions

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen – ich verwendete übrigens drei – und schneiden sie in schmale Scheibchen. Zu große Stücke zerteilen wir noch einmal.
13 - Knoblauch in Scheibchen schneiden / Cut garlic

In einer kleinen Pfanne erhitzen wir dann drei Esslöffel Olivenöl auf Betriebstemperatur und dünsten die Knoblauchstücke und die Frühlingszwiebeln darin für zwei bis drei Minuten an.
14 - Frühlingszwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise spring onions and garlic slightly

Wenn man TK-Erbsen verwendet wie ich es tat, kann man sie ebenfalls mit in die Pfanne geben und somit auch gleich auftauen.
15 - Erbsen dazu geben / Add peas

Anschließend geben wir alles in eine Schüssel und lassen es etwas abkühlen.
16 - Abkühlen lassen / Cool down

Ricotta und Ziegenfrischkäse geben wir dann in eine Schüssel
17 - Ricotta & Ziegenkäse in Schüssel geben / Add goat cream cheese & ricotta to bowl

fügen die drei Eier und den gehäuften Esslöffel Mehl hinzu
18 - Mehl & Eier dazu / Add flour & eggs

und verrühren alles zu einer cremigen Masse (was mit dem Handmixer am besten geht, alles andere ist meiner Erfahrung nach zu mühselig)
19 - verrühren / mix

wobei wir diese kräftig mit Salz, Pfeffer und einigen Spritzern Tabasco würzen.
20 - würzen / taste

Nun können wir uns dem Basilikum zuwenden, das wir waschen, trocken schütteln und dann die Blätter abzupfen,
21 - Basilikumblätter zupfen / Pick basil leafes

die wir dann bis auf einige Reste, die zum garnieren benötigt werden, mit dem Messer oder einer entsprechenden Küchenmaschine zerkleinern,
22 - zerkleinern/ cut

zu der Ricotta-Ziegenfrischkäse-Masse hinzufügen
23 - Basilikum addieren / Add basil

und gut miteinander verrühren.
24 - unterheben / fold in

Zuletzt geben wir noch das angedünstete Gemüse hinzu
25 - Gemüse dazu / Add vegetables

und heben es gut unter, wobei wir hier auf die manuelle Methode zurückgreifen sollten.
26 - vermengen / mix

Mit dem verbleibenden Löffel Olivenöl pinseln wir dann eine Auflaufform aus,
27 - Auflaufform ölen / Oil casserole

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

füllen unsere Ricotta-Mischung hinein
28 - Mit Ricottamasse befüllen / Fill

und geben dann die Kirschtomaten hinein, die wir vorher natürlich gründlich gewaschen und abgetrocknet haben.
29 - Kirschtomaten einstecken / Add cherry tomatoes

Ist der Backofen dann aufgeheizt schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und backen alles für 25 bis 30 Minuten.
30 - backen / bake

Nach dieser Frist, wobei wir uns natürlich auch auf das Auge und nicht nur auf die Uhr verlassen sollten, entnehmen wir die Auflaufform, lassen sie für 2 bis 3 Minuten ruhen
31 - Kurz abkühlen lassen / Cool down

und garnieren unser Gericht dann mit den verbliebenen Basilikumblättern.
32 - Ricotta-Tomatenauflauf mit Ziegenfrischkäse / Ricotta tomato casserole with goat cream cheese - Mit Basilikum garnieren

Anschließend können wir das Gericht servieren und genießen.
33 - Ricotta-Tomatenauflauf mit Ziegenfrischkäse / Ricotta tomato casserole with goat cream cheese - serviert

Die Fusion aus Ricotta und Ziegenfrischkäse, die ich mit frischem Basilikum, Erbsen und Frühlingszwiebeln versehen und kräftig gewürzt hatte, war durch das Backen in eine lockere Teigmasse mit einem angenehm würzigen, aber milden Geschmack verwandelt worden. Darin fanden sich die zahlreichen, durch das backen komplett gegarten Kirschtomaten (bei denen man zu Beginn des Verzehr etwas vorsichtig sein musste da sie innen noch sehr heiß waren) die beim zerbeißen aber eine angenehm fruchtige Geschmacksnote abgaben, die meiner Meinung nach wunderbar mit dem Aroma der Ricotta-Ziegenfrischkäsemasse harmonierte. Ich hatte zu Beginn befürchtet das ganze würde geschmacklich zu lasch werden, doch ich wurde nach den ersten Bissen sofort eines besseren belehrt.

34 - Ricotta-Tomatenauflauf mit Ziegenfrischkäse / Ricotta tomato casserole with goat cream cheese - CloseUp

Und auch was die Kalorienwerte angeht kann sich das Gericht durchaus sehen lassen. Auch dank der sparsamen Verwendung von Öl kommen wir auf gerade mal 1100kcal für den kompletten Inhalt, das entspricht 550kcal bei zwei Portionen und bei drei Portionen gerade mal auf 367kcal. Angenehm leicht und außerdem auch noch sehr schmackhaft, was will man mehr? Dafür verzichte ich gerne auch mal auf Fleisch. 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit