Griechische Biftekti mit Tzatziki & Tomatenreis [20.05.2014]

Das Tahoo Tod – Gebratener Tofu mit verschiedenem Gemüse sowie das Gaeng Pad Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiednem Gemüse in Kokosmilchsauce an der Asia-Thai-Theke sahen zwar absolut in Ordnung aus, mir war aber heute erneut nicht nach Asia-Gerichten, daher wandte ich meine Aufmerksamkeit der westlichen Küche zu. Dort gab es bei Vitality mal wieder Spaghetti mit Balsamico-Linsen, die dieses Mal aber mit braunen Linsen und ohne Ruccola serviert wurden. Ich behielt sie im Hinterkopf, sah mich aber erst einmal weiter um. Mit den 3 Griechischen Bifteki mit frischen Zwiebeln, Tzatziki und Tomatenreis fand sich ein alter, bereits häufig von mir gewählter Klassiker im Bereich Globetrotter auf der Speisekarte, aber auch auch das Schweinegeschnetzelte “Jäger Art” mit Kroketten, welches in der Sektion Tradition der Region zu finden war, sah nicht allzu schlecht aus – auch wenn mir die Sauce etwas dünn vorkam. Ich war einige Zeit etwas hin und her gerissen, entschied mich aber dann doch für die Bifteki. Dazu gesellte sich noch ein kleiner Becher Milchreis mit roter Grütze auf mein Tablett.

Bifteki mit Tzatziki & Tomatenreis / Bifteki with tzatziki & tomato rice

Die mit einigen Feta-Stücken versetzten, würzigen Rindfleisch-Frikadellen (Bifteki) waren zwar nicht mehr hunderprozentig heiß, aber die Abkühlung war noch nicht so weit fortgeschritten, dass ich hier Punkte abziehen müsste. Das Tzatziki war zwar ohne Gurkenstücke, dafür aber mit einer guten Portion Knoblauch versehen, so wie ich es mag. Der Reis schließlich hätte zwar noch etwas fruchtiger und mehr nach Tomate schmecken können, aber auch hier gab es sonst nichts auszusetzen. Gemeinsam mit den frischen Zwiebelringen, die wunderbar in die Gesamtkomposition passten, ein einfaches und gutes Mittagsgericht. Und auch der nur mild gesüßte Milchreis mit seiner fruchtigen roten Beerengrütze, die zahlreiche Fruchtstücke enthielt, bot keinen Grund irgend welche Kritik anzubringen.
Und auch der größte Teil der anderen Gäste hatte bei den Bifteki zugegriffen, weswegen diesem Gericht heute eindeutig der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Das Schweinegeschnetzelte mit Kroketten war ihm dabei zwar dicht auf den Fersen, aber erreichte schließlich nur Platz zwei. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgten schließlich die vegetarischen Spaghetti mit Balsamico-Linsen. Ich hatte ja zuerst vermutet, dass das Schweinegschnetzelte gerade wegen der Kroketten das Rennen machen würde, aber manchmal scheint es nicht nur die Sättigungsbeilage zu sein, welche über die Platzierung eines Gerichtes bestimmt.

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: ++
Tzatziki: ++
Tomatenreis: ++
Milchreis mit roter Grütze: ++

Gyros-Spätzle-Auflauf – das Rezept

Auch am heutigen Sonntag stand erneut ein Auflauf-Gericht auf meinem Kochplan, denn ich wollte unbedingt den Gyros-Spätzle-Auflauf ausprobieren, der schon seit längerem auf der Liste der auszuprobierenden Rezepte stand. Im ersten Moment denkt man ja, dass griechisches Gyros und schwäbische Spätzle nicht unbedingt zusammen passen, doch mit dem Kochexperiment, das ich mit diesem Beitrag nun vorstellen möchte, konnte ich dieses Vorurteil schnell widerlegen und zu zeigen, dass man auch aus diesen Zutaten ein sehr leckeres Gericht zubereiten kann.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

1 große Paprika
01 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

2 mittlere Zwiebeln (insges. ca. 200g)
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

500g Gyros
03 - Zutat Gyros / Ingredient gyros meat

500g Spätzle
(Ich griff zu Spätzle aus dem Kühlregal – wer mag kann sie aber gerne auch frisch machen)
04 - Zutat Spätzle / Ingredient spaetzle

125g Tzatziki
05 - Zutat Tzatziki / Ingredient tzatziki

250g Sahne
06 - Zutat Sahne / Ingredient cream

125g Creme legere mit Kräutern
07 - Zutat Creme legere / Ingredient creme legere

2 Esslöffel Olivenöl
07 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

150g Feta
08 - Zutat Feta / Ingredient feta

etwas Gyros-Gewürz
09 - Zutat Gyros-Gewürz / Ingredient gyros seasoning

ca 100 – 150g Käse zum überbacken
10 - Zutat Käse / Ingredient cheese

Beginnen wir also mit der Zubereitung und schälen erst einmal die Zwiebeln und schneiden sie in Spalten.
11 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Curt onions in chops

Außerdem entkernen wir die Paprika und schneiden sie in kleine Würfel.
12 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Anschließend erhitzen wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne
13 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und geben das Gyros hinzu
14 - Gyrosfleisch in Pfanne geben / Put gyros meat in pan

um es rundherum scharf anzubraten.
15 - Gyros rundherum anbraten / Roast gyros

Sobald das Fleisch angebraten ist, geben wir zuerst die Zwiebelspalten
16 - Zwiebelspalten dazu geben / Add onions

und dann die Paprikawürfel mit in die Pfanne
17 - Paprikawürfel addieren / Add bell pepper dices

um sie gemeinsam etwa anzubraten bis die Paprika etwas Farbe bekommen haben.
18 - Andünsten / Braise lightly

Anschließend entnehmen wir das Fleisch und braten im verbliebenen Sud die Spätzle für einige Minuten an
19 - Spätzle im Bratensud anbraten / Fry spaetzle

und vermengen sie dann gründlich mit der Gyros-Gemüse-Mischung.
20 - Spätzle & Gyros vermengen / Mix gyros & spaetzle

Jetzt beginnen wir damit, den Ofen auf 180 Grad vorzuheizen und fetten eine Auflaufform aus.
21 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

Dann geben wir das Tzatziki in eine Schüssel
22 - Tzatziki in Schüssel geben / Put tzatziki in bowl

geben die Sahne
23 - Sahne dazu gießen / Pour cream

sowie die Creme legere hinzu
24 - Creme legere hinzufügen / Add creme legere

und verrühren dann alles gründlich miteinander
25 - Gut verrühren / Mix well

wobei wir es etwas mit der Gyros-Würzmischung abschmecken.
26 - Mit Gyrosgewürz abschmecken / Taste with gyros seasoning

Danach geben wir die Hälfte der Gyros-Spätzle-Mischung in die Auflaufform
27 - Häfte der Mischung in Auflaufform geben / Put half of gyros mix in casserole

bebröseln alles mit dem Feta-Käse
28 - Mit Feta bebröseln / Add feta

und bedecken dann alles mit dem Rest der Nudelmischung.
29 - Rest Mischung einfüllen / Add remaining mix

Nachdem wir alles etwas glatt gestrichen haben – denn überstehende Stücke drohen im Ofen zu verbrennen –
30 - Glatt streichen / Smoothen

übergießen wir alles mit der Tzatziki-Sahne-Mischung
31 - Mit Sahne-Mix übergießen / Douse with cream mix

und bestreuen alles mit dem Käse. Ich entschied mich dazu, gemeinsam mit etwas Edamer die Reste des Cheddar aus dem gestrigen Rezept zu verbrauchen.
32 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

Dann schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene in den Ofen und überbacken alles für ca. 30 Minuten.
33 - Im Ofen überbacken / Gratinate in oven

Sobald der Käse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir die Auflaufform wieder entnehmen
34 - Gyros-Spätzle-Auflauf - Fertig überbacken / Gyros spaetzle casserole - Finished baking

und auch sogleich servieren.
35 - Gyros-Spätzle-Auflauf - Serviert / Gyros spaetzle casserole - Served

Das würzige Gyros ging in diesem Gericht eine wunderbare Fusion mit den Eierspätzle, der Tzatziki-Sahne-Mischung und dem knusprig-würzigen Käse ein. Aber auch der leicht salzige Feta-Käse spielte bei der geschmacklichen Gesamtkomposition eine wichtige Rolle.

36 - Gyros-Spätzle-Auflauf - Seitenansicht / Gyros spaetzle casserole - Side view

Das so eine Zusammenstellung natürlich keine leichte Kost ist, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Bei meiner Kalkulation komme ich für die gesamte Zubereitung auf eine Summe von etwa 3000 kcal, aufgeteilt auf 4 Portionen landen wir also bei 750kcal pro Portion. Dabei gibt es viele Posten, an denen man noch die eine oder andere Kalorien einsparen kann: Zum Beispiel könnte man das Schweinefleisch-Gyros durch Putengyros ersetzen oder die Käsesorten wie Feta und Emmentaler durch eine fettarmere Variante ersetzen. Aber so lange man so etwas nicht täglich zu sich nimmt, sollte das Gericht auch in der Original-Zubereitung kein allzu großes Problem sein. Mir auf jeden Fall hat es sehr gut geschmeckt und ich kann das Rezept vorbehaltlos an meine Leser weiter empfehlen.

Guten Appetit

Dönerteller mit Tzatziki & Pommes Frites [19.04.2014]

Dönerteller mit Pommes Frites / Kebap Dish with french fries

Heute Abend gab es mal einen leckeren Dönerteller mit Tzatziki und Pommes Frites aus dem hier bereits vorgestellten Imbiss Spezial. Für fünf Euro gab es eine riesige Portion frisch zubereiteter Pommes Frites mit einer großen Portion lecker gewürzten Döner-Fleisches und mehr als ausreichend viel Tzatziki. Zwar kein leichtes Abendessen, aber uns war einfach mal danach – sollte eben nur nicht zu Regel werden. 😉

Bifteki mit Zwiebeln, Tzatziki & Djuvecreis [17.04.2014]

Während mich der Rahmspinat mit Kräuterrührei und Salzkartoffeln in der Sektion Tradition der Region – trotz des heutigen Gründonnerstags – nicht sonderlich reizte, so hätte ich sowohl mit den 3 Griechischen Bifteki mit frischen Zwiebeln, Tzatziki und Djuvecreis bei Globetrotter als auch mit dem Putengeschnetzelten mit frischen Kräutern und grünem Spargel, dazu Tagliatelle bei Vitality oder den Asia-Thai-Angeboten wie Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce sowie Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Ananas in süß-sauerer Sauce durchaus leben können. Ein Gericht mit Grüner Sauce gab es leider nicht, obwohl es gut zum Datum gepasst hätte. Aber diese Sauce ist auch eher dem hessischen Kulturraum zuzuordnen und in Bayern nicht so verbreitet. Zuerst neigte ich dazu, beim Putengeschnetzelten zuzuschlagen, aber dann entsann ich mich dass ich erst gestern die letzten Reste des Hühnerfrikassees vom Wochenende gegessen hatte und das Gericht diesem Rezept doch sehr ähnlich war. Also entschied ich mich spontan für die Bifteki und alternativ hätte ich mich statt des Reis hier auch für Pommes Frites als Sättigungsbeilage entscheiden können. Aber ich fand, das Reis besser dazu passte, daher blieb ich bei der ursprünglichen Beilage. Das Ganze ergänzte ich dann noch durch einen kleinen Becher Obstsalat aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Bifteki mit Tzatziki, Zwiebeln und Djuvec-Reis / Bifteki with tzatziki, onions & tomato rice

Die drei mit etwas Schafskäse versetzten, gut gewürzten Rindfleischfrikadellen, aus Bifteki genannt, waren zwar bereits ein klein wenig abgekühlt, aber zum Glück nicht so stark dass ich hier Punkte abziehen muss. Gemeinsam mit dem Tomatenreis, in dem sich auch Paprikastreifen und Erbsen fanden sowie dem würzigen, mit einer guten Portion Knoblauch versehenen Tzatziki ergab sich ein meiner Ansicht nach sehr leckeres Gericht, dass durch die frischen Zwiebelringe, die sich jeder nach eigenem Gutdünken auf das Gericht tun konnte, wunderbar abgerundet wurde. Ich war sehr zufrieden. Und auch an dem kleinen, kaum gesüßten Becher Obstsalat aus Mango, Ananas, Apfel, Birne, Melone und Weintraube gab es nichts zu meckern.
Bei den anderen Gästen waren die Geschmäcker heute mal wieder sehr durchwachsen, dennoch meinte ich die Bifteki mit einem kleinen, aber klar erkennbaren Vorsprung auf Platz eins einordnen zu können, wobei die Varianten mit Reis und Pommes recht gleichmäßig verteilt waren. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und den dritten Platz teilten sich schließlich das Rührei und das Putengeschnetzelte mit Spargel.

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: ++
Tzatziki: ++
Djuvec-Reis: ++
Obstsalat: ++

Griechische Bifteki mit Tzatziki & Djuvec-Reis [28.02.2014]

Nachdem ich ja gestern bereits Asiatisch gespeist hatte und sich mit Gebackene Ananas und Banane sowie San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce auch keine übermäßigen Renner unter den heutigen Angeboten der Asia-Thai-Theke befanden, wandte ich an diesem Freitag meine Hauptaufmerksamkeit wieder mal der regulären Küche zu, wohl sich Griechischen Bifteki mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Djuvecreis bei Vitality, Hausgemachte Reiberdatschi mit Apfelmus bei Tradition der Region und eine Gebackene Scholle mit Remoulade und Kartoffel-Radieschensalat bei Globetrotter heute um die Gunst der Gäste bemühten. Obwohl eher in den Bereich Süßspeisen einzuordnen, spielte ich tatsächlich einen Moment mit dem Gedanken, bei den Reiberdatschi zuzuschlagen, denn die Scholle klang zwar lecker aber die Radieschen im Kartoffel-Radieschensalat konnte mich nicht so recht begeistern, dann aber entschied ich mich aber doch ganz konventionell und griff zu den Bifteki, auch wenn es entgegen der Beschreibung heute keine frischen Zwiebeln dazu serviert wurden – aber damit konnte ich leben, auch wenn es natürlich schade war. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Aprikosenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Bifteki mit Tzatziki & Tomatenreis

Fangen wir mit der enttäuschendsten Komponente der heutigen Menuzusammenstellung: dem sogenannten Djuvec-Reis. Ich wähle mit Absicht den Begriff “sogenannt”, denn obwohl er eine rötliche Farbe besaß und auch zwei kleine Stückchen grüner Paprika darin zu finden waren, erwies er sich geschmacklich als eher enttäuschend, denn er schmeckte ausschließlich nach Reis. Über die Tatsache, dass zum traditionellen Djuvec-Reis eigentlich noch Erbsen gehören kann ich ja noch hinweg sehen, aber ganz ohne jegliches Aroma kann ich hier unmöglich eine volle Punktzahl geben. Als Sättigungsbeilage war der Reis natürlich dennoch geeignet, aber er entsprach eben nicht meiner Erwartungshaltung. Die drei mit zerbröseltem Feta versetzten Rinderhack-Frikadellen waren aber glücklicherweise absolut in Ordnung und auch das mit Gurkenstreifen versetzte Tzatziki mit deutlichem Knoblauch-Aroma gab keinen Grund zu weiterer Kritik. Und auch der kleine Becher fruchtigen Aprikosenpuddings mit seiner Garnitur aus Fruchtmus, Weintraube und Schoko-Röllchen erfüllte alle Anforderungen, die ich an ein solches Dessert stellte. Insgesamt also in Ordnung, nur am Djuvec-Reis müsste man noch arbeiten – oder ihn eben anders nennen.
Bei den anderen Gästen lag heute die Scholle mit Kartoffel-Radieschensalat mit knappen, aber dennoch klar erkennbaren Vorsprung am höchsten in der Gunst und belegte somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten aber schon die Bifteki und den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte. Aber der Abstand zu den ebenfalls sehr beliebten Reiberdatschi auf Platz vier war hier nur minimal.

Mein Abschlußurteil:
Bifteki: ++
Tzatziki: ++
Djuvec-Reis: +
Aprikosenpudding: ++